Freitag, 31. Dezember 2010

KiKG-PrEssenz-Ausbildung

Eine weitere Frage, welche mir diese Leserin stellte: "…und Du schriebst etwas von einer KiKG-Ausbildung: Was ist das?"

Die KiKG-Arbeit (Ki-, Körper- und Gestaltarbeit) ist eine von Joel Weser entwickelte Methode, in welche seine Erfahrungen aus der Gestaltarbeit, aus dem Famillienstellen und aus 35 Jahren Kampfkunst eingeflossen ist.

Es geht dabei darum, in eine bestimmte Art innerliche Präsenz zu kommen...., in eine Präsenz in der Essenz (daher PrEssenz-Arbeit), in welcher man mit dem Leben, mit innerlichen und äußerlichen Anforderungen besser umgehen kann (also das, was ich auch hier in meinem Blog auch beschreibe).

Die KiKG-PrEssenz-Arbeit setzt sich zusammen aus den hier bereits ein paar mal kurz angeschnittenen Körperübungen, in welchen man selbst und am eigenen Leibe erfahren kann, dass Entspannung, sich innerlich Lösen, Zustimmen, eine Situation erleichtern oder sogar auflösen kann.
Ansonsten gibt es die Innen-Raum-Reisen, in denen man sich einfach im eigenen Inneren "Mitten-in-die-Situation" hineinsetzt und dabei allem zustimmend fühlt, was dabei auftaucht. (Dies ist das, was ich immer wieder mache und hier im Blog auch beschreibe.)
Des Weiteren lernen wir systemische Zusammenhänge kennen, die in viele Lebensthemen manchmal tiefer hineinspielen, als man anfangs denken könnte....!

(Einführende Gedanken und weiterführende Links über die KiKG-Arbeit schrieb ich bereits unter "Körperlicher Druck, Abwehr und Zustimmung". - Alle meine Beiträge über dieses Thema findet man unter dem Label (Schlagwort) "KiKG".

Ich sehe Joel als meinen wichtigsten Lehrer.
Ich mache bei ihm die Ausbildungsgruppe "Die Kunst des Führens und Begleitens".... die dazu dient, genau diese PrEssenz im eigenen Leben zu entwickeln....  - Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr lernt man auch, wie man andere Menschen begleiten kann, diese PrEssenz ebenfalls in ihrem Leben zu entwickeln und zu nutzen (aber so weit bin ich noch nicht).

Bin für derartige Fragen dankbar

Für Fragen, die das Thema dieses Blogs erweitern
und helfen, neue Gesichtspunkte ans Tageslicht zu bringen,
bin ich sehr dankbar - weil nur durch derartige Fragen der Blog im Fluss bleiben kann....


(Ab Besten ist freilich, die Fragen direkt als Kommentar hier im Blog zu stellen.)

Löst Zustimmung tatsächlich Probleme?

Ich wurde gefragt, ob man sich durch das Anwenden der Zustimmung lediglich besser fühlt, oder ob dadurch Probleme tatsächlich gelöst werden.

Hier zunächst meine persönliche Meinung dazu:
Prinzipiell kann man zwei Situationen unterscheiden.
Zum einen gibt es unabänderliche äußere Bedingungen. Wenn ein geliebter Mensch gestorben ist.... dann ist dies ein Fakt, der sich durch nichts mehr verändern lässt. In diesem Fall ist der Lohn der Zustimmung also der eintretende Innere Friede....
Anders ist es, wenn man die Situation vielleicht durch das eigene Handeln vielleicht verändern könnte. Meiner Ansicht nach passiert in Konflikten mit anderen Menschen häufig dasselbe wie in einer Übung, die ich bereits an anderer Stelle (in einem Forum) beschrieb: 

Sehr gut kann man dies auch körperlich in den KiKG-Übungen von Joel Weser erfahren: Wenn mich beispielsweise jemand von hinten umklammert und zudrückt, der deutlich kräftiger ist als ich, so kann ich mich trotzdem innerlich so sehr lösen, dass ich mich als "gelöst" empfinde. Der Anderen spürt dies sofort und merkt, dass er mich nicht mehr richtig hat. Meist merkt er dann sehr schnell, dass sein Verhalten ins Leere geht und lässt schließlich los.

Ein Königsweg zum dem genannten "innerlichen Lösen" ist die "Zustimmung". Aber auch das hier geschriebene wird man wahrscheinlich nur nachvollziehen können, wenn man es einmal in der Rolle des Umklammerers und einmal in der Rolle des Umklammerten selbst erlebte...

Letztendlich kann man die Frage, ob "Zustimmung" tatsächlich auch äußerlich etwas verändert nur dadurch beantworten, indem man es im eigenen Leben selbst ausprobiert...
Oder indem man langfristig die Beispiele aus meinem Leben hier im Blog verfolgt und sich hierzu seine eigenen Gedanken macht....



P.S.: Weitere Beispiele für den Nutzen der Zustimmung gibt es auf der Internetseite von Bill Ferguson, den ich hier in meinem Blog bereits vorstellte.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Schöne Weihnachtsfeiertage!


Ich wünsche meinen Lesern

Schöne Weihnachtsfeiertage!


... und einen weiten Raum in ihrem Inneren,
der alles umfassen kann was ist!


Erfolgreich zugestimmt?

"Eine 'Zustimmung' ist gelungen,
wenn sie zu einer Erleichterung, 
Weitung und Entspannung führt!"


Dies ist ein Satz, den ich mir kürzlich so ähnlich in einem Seminar aufschrieb.
Ja, meiner Ansicht nach ist es tatsächlich so - man kann es einfach spüren.

Und trotzdem ist es ein Satz, den ich nur zögerlich hier schreiben mag, weil er Leistungsdruck erzeugen könnte.... Zwang, das beim Zustimmung etwas ganz bestimmtes herauskommen muss....

"Zustimmung-pur" oder auch eine ausführliche Sitzung mit sich selbst ist ganz genau so, wie sie nun mal gerade ist .... und kein bisschen anders - egal ob Erleichterung, Weitung und Entspannung das Ergebnis ist oder nicht.
=> Wenn man am Ende dem Zustimmen kann, dann hat man seine Zustimmungsarbeit bereits gemacht.

Montag, 29. November 2010

Blockiert-FÜHLEN - Erläuterung

Ich möchte nochmals kurz die unterschiedliche Bedeutung der Texte mit der weißen und mit der grauen Schrift erläutern:

Die weiß-farbigen Textstellen habe ich während meiner Sitzung geschrieben, indem ich immer wieder ein bisschen raus gegangen bin, den Text aufschrieb, und mich dann wieder hineinbegeben habe.

Die grau-farbigen Textstellen habe ich nachträglich zur Erläuterung hinzugefügt.

Samstag, 27. November 2010

Blockiert-FÜHLEN

Es ist immer noch die Anspannung, das mich-blockiert-Fühlen, das stark in mir da ist - und das mich stört!

Ich schreibe jetzt hier mal nachträglich noch in Grau meine Anmerkungen rein. Meine Freundin sagte, dass ich bei meinen Erlebnisberichten garnicht schreibe, was ich eigentlich gemacht habe. Prinzipiell habe ich ja schon beschrieben wie das Ganze geht.... Aber vielleicht schreibe ich jetzt einfach mal nachträglich rein, was ich eigentlich gemacht habe (und warum):
Wenn ich etwas "problematisch" finde, dann gibt es ein paar Sachen die ich dann zu tun versuche. Beispielsweise versuche ich immer, etwas zu finden, zu dem ich letztendlich "Ja" sagen kann (ich schrieb hier schon mehrfach darüber)! Oft komme ich dann jedoch auch zu der inneren Frage, wie ich es integrieren, wie ich es dazunehmen kann. Dies habe ich mich auch an dieser Stelle gefragt:

Bis ich merke: Es gehört dazu.... zu mir.... und zu meiner derzeitigen Ganzheit..... - kam mir jetzt in den Sinn.... und es hilft überhaupt nichts, es umgehen zu wollen..... um jetzt bei irgendeinem anderen Thema irgendetwas zu erreichen...

"Jah" - wenn ich es dazunehme.... ihm seinen Platz in mir gebe, dann hört auch hier der Kampf gegen mich selbst, die Selbstablehnung auf - dies ist es, was ich auch hier wieder sehr deutlich spürte....

Und dann gehe ich oftmals wieder in den Körper und schaue, wie's sich anfühlt:

Ich spüre in mich selbst, spüre die Spannung...... aber auch ein Kribbeln, Lebendigkeit...
Wo will es von hier aus weitergehen? Letzteres ist ein Vorgang des Öffnens und Zulassens. Ich lasse die Kontrolle los.... und lasse es dahin gehen, wo es hingehen wird.

Ich bleibe dabei und mache mit all dem weiter.
Ich stelle mir dann vor, wie ich die Anspannung, wie ich das Blockiert-Sein besuche. Ich stelle mir vor, es wirklich anzuschauen ... und spüre dabei in mich hinein und zu ihm hin. Dann nehme ich wahr:

Ein starres Behältnis, das ja auch nichts anderes will, als mir einen Rahmen und Struktur zu geben - etwas, was für mich in meiner Kindheit wohl sehr wichtig war.... denn ich fühle mich irgendwie als Kind... und sicher..... und gleichzeitig fühle ich mich auch als der Rahmen.... der auch nicht alles schützen und abwenden kann ..... aber der etwas größer und stärker als die kindliche Seite ist - und der sein Bestes tun..... (Dies ist nicht das Ergebnis theoretischer Überlegungen. Theoretische Überlegungen würden ja bedeuten, nicht hinzusehen, nicht hinsehen zu wollen .... und das wäre völlig kontraproduktiv....)

Ich habe nun beendet, weil ich etwas unruhig war und das alles aufschreiben wollte. Vielleicht gehe ich später nochmals hin und nochmals tief hinein.

Freitag, 26. November 2010

Gedanken oder Realität

Das was ich hier in diesem Beitrag schreibe, hat nur am Rande mit dem "Tao der Zustimmung zu tun":

In Dr. Peter Levine's Buch zu "Somatic Experiencing" wird erwähnt, wie wichtig es ist, einen Gedanken einfach auch als einen Gedanken zu erkennen. (Zu diesem Thema kam mir dann auch wieder das Buch "Herz öffnen statt Kopf zerbrechen" von Safi Nidiaye in den Sinn, in welchem das Thema "Gedanken und Gefühle" sehr ausführlich behandelt wird.)

Angenommen, ich wäre mit meinem menschlichen Bewusstsein in dem Körper des gestern erwähnten kleinen Hundes. - In diesem Fall würde ich wahrscheinlich anfangen darüber nachzudenken, ob diese böse Mensch vielleicht wieder auftauchen könnte, und was ich dann tun würde und wie ich den nächsten Tritt vermeiden könnte.
Während ich dies denke, wären meine Angst - und die unangenehmen Gefühle, welche mich an den Tritt erinnern, wieder präsent.

Einen Gedanken als Gedanken zu erkennen hieße also, sich zu sagen: "Aha, da ist in mir gerade, der Gedanke, dass dieser Mensch morgen wieder kommen und mich treten könnte."
Dann könnte man die Aufmerksamkeit in den Körper richten und fragen: "Welche körperlichen Reaktionen, welche Körperempfindungen habe ich in mir, wenn ich denke, 'dieser Mensch kommt morgen wieder und tritt mich'?"
Eine weitere Frage wäre dann die Frage nach den mit den Gedanken und der Körperempfindung verbundenen Emotionen: "Wie fühle ich mich, wenn ich denke, 'dieser Mensch kommt morgen wieder und tritt mich'?"

Durch diese Betrachtungsweise wird sichtbar, dass das momentane Körperempfinden, das momentane Gefühl im Augenblick gerade von Gedanken verursacht wird.
Natürlich kann man auch umgekehrt vorgehen: "Ich fühle gerade 'das-und-das', welche Gedanken habe ich gerade, die dieses Gefühl verursachen?"

Es geht jedoch nicht darum, Gefühle oder Gedanken zu zensieren, sondern diese wahrzunehmen, sich bewusst zu sein, was hier gerade im Innern geschieht.
 
Letztendlich geht es auch bei diesem Ansatz nur darum, das Gefühl zu fühlen!

Somit ist es vielleicht garnicht so wichtig, ob man nun erkennt, dass das Gefühl die Folge eines Gedankens ist .... oder ob man glaubt, das Gefühl wäre die Folge der Realität.

Donnerstag, 25. November 2010

Denken und Angst bei Mensch und Tier

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der Angst eines Menschen und der Angst eines Tieres.

Angenommen, ein kleiner Hund wird von einem Passanten getreten. Am nächsten Tag passiert das selbe wieder. Wenn dieser Hund diese Person nun ein drittes Mal sieht, dann bekommt er schon von vornherein Angst und läuft weg.

Wenn der Hund seinen Peiniger jedoch nicht sieht, dann hat er auch keine Angst!
Wir Menschen sind hier anders. Wir denken darüber nach, dass dieser böse Mensch ja vielleicht nochmals wieder kommen könnte..... und was wir dagegen tun könnten, wie wir uns wehren oder verstecken könnten..... und während wir darüber nachdenken haben wir dauerhaft Angst.

(Dieses Beispiel stammt aus dem Buch "In Abstand zur inneren Wortmaschine: Ein Selbsthilfe- und Therapiebegleitbuch auf der Grundlage der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT)" von Steven C. Hayes, Spencer Smith, und Gerhard Kugler. Die "Akzeptanz- und Commitment-Therapie", die sich als die dritte Generation der Verhaltenstherapie sieht, dreht sich ebenfalls sehr stark um Achtsamkeit und Zustimmung. Da dieser Ansatz allerdings wesentlich rationaler ist, als der hier in Blog beschriebene, werde ich hier nicht tiefer darauf eingehen. 
In diesem durchaus empfehlenswerten Buch gibt es eine Vielzahl sehr interessanter Übungen, die allerdings auch durchgeführt werden wollen, wenn man etwas von diesem Buch haben will.)

Mittwoch, 24. November 2010

Herzenstechnik

Sehr hilfreich beim Gefühle-fühlen ist übrigens die Herzenstechnik von Manfred Mohr.

Ich habe sie aus dem Buch "Cosmic Ordering: Die neue Dimension der Realitätsgestaltung aus dem alten hawaiianischen Ho'oponopono", welches die kürzlich verstorbene Erfolgsautorin Bärbel Mohr zusammen mit ihrem Mann Manfred Mohr schrieb.

Dabei geht es darum, sich vorzustellen, wie sich beim Einatmen das eigene Herz so sehr weitet, dass alle Gefühle darin Platz haben. Beim Ausatmen nimmt das Herz dann wieder mehr und mehr seine normale Größe ein... und beim nächsten Einatmen beginnt es wieder mit dem Weiten.

Besonders hilfreich ist es natürlich, wenn man dies auf ein Gefühl anwendet, welches man eigentlich garnicht haben will....
Man könnte sich prinzipiell aber auch vorstellen, das Herz so sehr zu weiten, dass unerwünschte Situationen
oder sogar als problematisch empfundene Menschen darin Platz haben.

Die Vorstellung, in die Weite zu gehen, ist übrigens allgemein ein sehr hilfreiches Hilfsmittel
und wird in der bereits erwähnten KiKG-Ausbildung ebenfalls sehr erfolgreich genutzt!

Samstag, 20. November 2010

Totale Erleichterung

Wenn ich mir meine letzten Fühl-Sitzungen anschaue - oder auch meine Blog-Beiträge der letzten Wochen....  dann ist es immer wieder erstaunlich, wie viel das "Zustimmen" doch bewirken kann.

Da war zunächst immer ein "Nein, das will ich nicht" oder ein "Nein, so etwas darf nicht geschehen oder nicht geschehen sein" oder ein "Nein, ich will nicht, dass so etwas in mir ist" - und jedesmal war da zunächst Stress, der dann auch die weitere Entwicklung blockierte.
Erst als ich dann merkte, hier hilft nichts anderes als Zustimmung, dann ging es plötzlich weiter.

Beim Erlernen der Erfahrung von Zustimmung-pur hat mit die Lehre von Bill Ferguson sehr geholfen, beim Vertiefen dieser Erfahrung dann später auch Joël Weser.

Freitag, 19. November 2010

Somatic Experiencing - mein erster Kontakt damit

Ich habe die letzten Tage so ganz nebenbei (zum Beispiel während der Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln) wieder begonnen die Einstiegsübungen aus dem Buch "Vom Trauma befreien: Wie Sie seelische und körperliche Blockaden lösen." von Dr. Peter Levine zu machen. Meine Erfahrungen mit Somatic Experiencing beschränken sich rein auf dieses Buch und die beigefügte Begleit-CD.

Auch hier zunächst wieder ein älterer Text von mir zu diesem Thema:
Der Stress und Traumaforscher Dr. Peter Levine stellte fest, dass alle Traumen zu körperlichen Blockaden führen. Man muss sich an Traumen garnicht erinnern können, man muss nur an der körperlichen Blockierung arbeiten, um das Trauma zu lösen.
Auch hier gibt's ein Buch mit Anleitung auf CD ("Vom Trauma befreien: Wie Sie seelische und körperliche Blockaden lösen. Mit 12 Übungen auf CD" von Peter A. Levine), was ich bei einem leichten Trauma (2 Stürze im Winter, eine verletzte Hand, Angst nochmals zu stürzen, irgendwie total in meiner Kraft gehemmt) ausprobiert habe. Ich habe die Übungen von der CD mehrmals angewandt, habe allerdings nur etwa 66% der Übungen gemacht, dann war ich durch Seminarbesuche mit Anderem beschäftigt, und langsam löste sich das Problem dann wieder auf...

Ergänzende Anmerkung:
Dieses Buch enthält einen theoretischen und eine praktischen Teil. Die Übungen aus dem praktischen Teil sind auch auf der CD zu finden.

Die im praktischen Teil aufgeführten 12 Schritte gliedern sich in drei Teile.
Zunächst gibt es vorbereitende Übungen, welche dabei helfen grundlegende Ressourcen zu entwickeln, wie z.B. die Körpergrenzen spüren oder gut geerdet und im Bauch zentriert zu sein.
Im zweiten Teil gibt es Übungen zum Nach-Innen-Gehen und spüren, wie ich sie auch aus anderen Methoden schon kenne.
Im dritten Teil gibt es spezielle Übungen, um durch das Trauma blockierte Fähigkeiten wie "Kämpfen", "Weglaufen" usw. wieder zu befreien. Dr. Peter Levine beobachtete beispielsweise bei Tieren, wie diese sich von einer schweren traumatischen Erfahrung lösen.  (Eisbär wird von Hubschrauber gejagt und mit Betäubungsgewehr betäubt, um eine Sonde an ihm zu befestigen. Tiere befanden sich bereits in den Fängen eines Raubtiers, konnten sich dann jedoch befreien.)

Eigene Erfahrungen mit dieser Methode:
Über eine frühere Erfahrung mit dieser Methode habe ich oben in dem Text ja bereits berichtet.
Prinzipiell denke ich, dass in jedem Menschen traumatische Erfahrungen gespeichert sein können, die von einem Sturz oder einer als Eingriff empfundenen, jedoch medizinisch notwendigen Operation, bis hin zu Kriegserlebnissen oder sexuellem Missbrauch reichen können.
Ich möchte deshalb einfach auch noch Hilfsmittel aus dieser Methode nutzen, um innerlich ganz frei zu werden.

Einzelsitzungen:
Es gibt auch in Deutschland Heilpraktiker und Psychotherapeuten, die mit dieser Methode arbeiten. Wie gesagt habe ich damit jedoch keine Erfahrung.

Samstag, 13. November 2010

Kindheit / Schicksal

Jetzt mal was anderes, weil ich gerade einen "alten" Text von mir wieder gefunden habe, den ich gerne auch hier veröffentlichen möchte.

Es ging um die Frage, ob die eigene Kindheit die Ursache für spätere Probleme ist:
Meiner Ansicht nach ist die Kindheit schon die Ursache für spätere Probleme.

Wer dies allerdings als Ausrede benutzt,
sich in Opferrolle oder Schuldzuweisungen verstrickt,
der trägt sehr mächtig dazu bei, seine Probleme für lange Zeit festzuzementieren.

Meiner Ansicht nach tun Eltern immer das Beste, das ihnen aufgrund ihrer eigenen inneren Probleme nun mal möglich ist...
und so sehe ich unsere Eltern nicht als die Schuldigen......
sondern es ist einfach Schicksal, in was für eine Familie wir hineingeboren wurden.
Genauso wie es Schicksal ist, in welchem Land wir geboren wurden, ob wir gesund oder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen geboren wurden....
Es ist Schicksal!

Meiner Meinung nach hat derjenige, der sein Schicksal annimmt, und das Beste daraus macht, mehr Lebensqualität
als derjenige, der sich weiterhin als Opfer definieren will
und in seinem Hadern gefangen bleibt....

Freilich ist "mit seinem Schicksal in Einklang kommen" nichts, was man in 5 Minuten erledigen kann. Es ist ein zu gehender Weg, ..... dessen erster Schritt wahrscheinlich die Bereitschaft ist, ihn zu gehen.

Davonlaufen..... und Fühlen

Ich bin der Meinung, ich müsste mich viel regelmäßiger mit meinem Innenleben beschäftigen.... um da irgendwie voran zu kommen...... Stattdessen tue ich alles nur Erdenkliche, um dieses mich-mit-mir-beschäftigen zu verschieben, ihm aus dem Weg zu gehen.

Ein Zwiespalt. Einerseits ein Druck den ich mir mache, doch endlich nach innen zu gehen. Irgendwie Stress in Verbindung damit. - Und andererseits ein Ausweichen, ein nicht hinspüren wollen..... in das was da irgendwie tief in mir drinnen ist und da irgendwie herumrumort.

Ich schreibe hier jetzt einfach darauf los, bin live mitten in der Situation!
Jah, da bin ich jetzt mitten-drin..... und auch wenn ich garnicht so deutlich und tief jetzt hineinspüre... ist es unangenehm, Stress, Zwiespalt, ..... und ich weiß nicht, wie ich es lösen kann.....

Zu allem was auftaucht einfach "Jah" zu sagen, kann man auch praktizieren, ohne so stark nach innen zu gehen, ohne so präzise hinzuspüren.

Ich sitze auf dem Stuhl und spüre meine Füße, die durch Muskel-Druck der Beine auf den Boden gedrückt werden. Ich spüre Kraft im Bauch, Spannung, ....... und gleichzeitig auf gewisse Art und Weise eine Offenheit.

Mir fällt ein, dass ich bei mental-orientierten psychischen Selbsthilfe-Methoden auch früher schon direkt meine Erkenntnisse auf dem PC hinterlassen habe. Aber mit Selbsthilfe-Methoden, bei denen es um das Spüren, um das Fühlen geht, habe ich dies noch nie gemacht.

Jah, es fühlt sich kräftig an im Körper jetzt auch mit der Spannung. Heute ist die Spannung "kräftig" .... und gar nicht so unangenehm.

Ich atme immer wieder bewusst tief aus! Jah!

Es packt mich beides. Es soll sich was tun, ich möchte dazu etwas tun.....
Andererseits.... ?
Und es darf alles so dasein jetzt. Ja, es gehört Alles mit dazu.

- - -

Ich hatte jetzt die Augen zu. Es ist auch eine Kraft da, eine Energie...... die nach außen strebt .... und gleichzeitig doch so stark zensiert und zurückgehalten wird....

Was es ist und wie ich es ändern kann? ..... (Noch) Keine Ahnung!

Freitag, 12. November 2010

Heilung und Heilungsschritte

In den Kommentaren zu meinem letzten Beitrag (und zu einem älteren Beitrag) wurde das Thema angeschnitten, was "Heilung" und "Heilungsschritte" eigentlich bedeutet.

Im Hinblick auf das Fühlen der eigenen Gefühle:
Bedeutet "Erfolg" hier, dass das Gefühl nicht mehr wiederkommt?

Vor Jahren, als ich Safi Nidiayes Bücher zur 'Körperzentrierten Herzensarbeit' las, hatte ich auch die Bemerkung aufgeschnappt, dass ein Gefühl, wenn wir es erst einmal in unser Herz genommen haben, nicht wieder auftauchen wird. Wer also zum Beispiel "Wut" zu Ende gefühlt hat, bei dem wird zumindest "diese Art von Wut" mit diesen inneren Ursachen nicht wieder auftauchen. - Irgendwann erwischte ich mich dann dabei, wie ich versuchte, meine Gefühle zu kontrollieren. Ich versuchte zu kontrollieren, damit ein einmal bearbeitetes Gefühl nicht nochmals auftaucht, denn dieses "nochmals auftauchen" würde ja beweisen, dass ich mit dem Gefühle-fühlen nicht erfolgreich war. - Zum Glück mache ich solch einen Schmarren heute nicht mehr.

Heute habe ich die Erfahrung, dass ich chronische Spannungen und chronische Gefühle nicht so einfach 'zu Ende fühlen' kann. Manchmal habe ich in einer meiner Sitzung eine gewisse Weiterentwicklung.... doch ein anderes Mal tauchen sie dann auf andere Art und Weise wieder auf.
Ich habe jedoch schon den Eindruck, dass es insgesamt über längeren Zeitraum gesehen eine Veränderung und Weiterentwicklung gibt.
Wenn ich mich heute hinsetze um nach innen zu gehen, dann kann ich jedoch nur mit dem weitermachen, was heute in meinem Inneren auftaucht (so wie es auch "R." in seinem Kommentar zu meinem Beitrag 'Fühlen meiner Traurigkeit' schrieb).

Bei aktuellen Problemen ist es allerdings anders:
Hier habe ich schon den Eindruck, ein Gefühl zu Ende gefühlt zu haben..... oder auf jeden Fall innerlich auf einem ganz anderen Platz gelandet zu sein, als dort wo ich gestartet bin....

Mittwoch, 10. November 2010

Sitzen beim Hineinsetzen?

Wenn man nach innen geht um die eigenen Gefühle zu fühlen, wenn man sich mitten hinein setzt, in das was im Augenblick gerade .... vielleicht ganz unangenehm da ist .....
ist es besser, dies im Sitzen oder im Liegen zu tun?

Meines Wissens gibt es einen deutlichen Unterschied, ob man dabei liegt oder sitzt:
Wenn man sich einem Gefühl ganz hingeben will, dann gelingt dies besser im Liegen. In dieser Position tritt die Kontrolle zu Gunsten der Hingabe zurück.
Allerdings tritt dann auch das Bewusstsein, der innere Beobachter zurück..... und es besteht die Gefahr, einfach nur in den Gefühlen zu schwimmen..... ohne dabei jedoch den Heilungsschritt zu gehen.
Zum Zwecke der Heilung - also wenn man ein Gefühl nach und nach wirklich zu Ende fühlen will, dann ist es wichtig, es bewusst wahrzunehmen. Ja, es ist wichtig, sich auf das Gefühl wirklich einlassen.... aber immer noch mit einem Rest an wahrnehmendem Bewusstsein.
Wenn die Gefühle überwältigend werden, dann ist es gut, einen kleinen (oder auch großen) Schritt nach hinten zurückzutreten... etwas mehr aus dem Gefühl heraus.... und etwas mehr in den inneren Beobachter hinein.....
um auf diese Art einen guten Abstand zum Gefühl zu finden!

(Anders kann es sein, wenn man beim Nach-Innen-Gehen von jemandem individuell begleitet und geführt wird. Dann kann es manchmal sinnvoll sein, sich einfach ganz führen zu lassen..... Jedoch ist es dann der Job des Begleiters dafür zu sorgen, dass der Fühlende immer wieder auch ganz bewusst wahrnimmt. )

Samstag, 6. November 2010

Sich mitten hineinsetzen

Nachdem ich letzte Woche die verschiedenen Selbsthilfe-Methoden vorstellte und mit Hilfe der CDs auch selbst nochmals anwandte, wurde mir klar, dass ich heute meist garnicht mehr auf diese Art und Weise vorgehe.

Statt fest bei einem Gefühl zu bleiben .... und dieses zu fühlen.....
begebe ich mich innerlich meist eher in eine aktuelle Situation hinein,
begegne innerlich einem Problem
oder auch einem für mich problematischen Menschen.....
und nehme wahr, was dies in mir auslöst..... ja ich setze mich da mitten hinein.... so gut es halt geht .... schaue was auftaucht, versuche alles anzuschauen, dazu "Ja" zu sagen, es wahrzunehmen - und dann schon auch die damit zusammenhängenden Gefühle zu fühlen und im Körper zu spüren.....
ohne allerdings fest bei einem Gefühl bleiben zu müssen....

Diese Vorgehensweise habe ich mir durch die geführten Innen-Raum-Reisen angeeignet, die wir in der Jahresgruppe bei Joël Weser immer wieder machen.... Ich nenne das was ich dann für mich zuhause mache auch "Innen-Raum-Reisen" obwohl ich es hier einfach so für mich selbst anwende, ohne Anleitung, lediglich mit einigen Stichpunkten auf meinem Merkzettel .... und jedes Mal sowieso ganz anders.....

Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei für mich auch die Weite der Wahrnehmung....
das über das Problem hinaus in die Weite gehen.....
ohne es jedoch hierdurch wegschieben zu wollen......
es wirklich anschauen und wahrnehmen..... 
und gleichzeitig nicht daran kleben,
sondern mit der Aufmerksamkeit auch darüber hinaus gehen.....

Mittwoch, 3. November 2010

Wann ist Zustimmung erforderlich?

Wenn du etwas nicht verändern willst,
dann ist auf diesem Gebiet "Zustimmung" nicht unbedingt erforderlich.

(Sicherlich, "Ablehnung" ist auch in diesem Falle unangenehm, denn ein "Nein" fühlt sich immer beschissen an. - Aber die Zustimmung wäre in diesem Fall nicht zwingend nötig.)

Aber wenn du etwas verändern willst,
dann ist ein "Ja" zum Jetzt-Zustand unumgänglich!
[Behauptung. Von mir.]

"Das Ganze" fühlen

Ich habe mich heute meinem psychischen Innenleben wieder ohne Hilfe von CDs zugewandt. Irgendwie fühlte es sich für mich, so wie es auf den CDs angeleitet wird, enger an als die Art und Weise, wie ich sie derzeit anwende.

Heute jetzt speziell habe ich auch keine bestimmtes Gefühl gefühlt, sondern eher das Ganze an Gefühlen, das im Augenblick in mir da ist: Eine Schicht über der Vorderseite meines Oberkörpers, die sich irgendwie leblos anfühlt, eine starke Energie, die irgendwie dahinter zu stecken scheint, und von der ich nur einen Hauch zu spüren zulassen kann, ein bisschen Traurigkeit immer noch im Gesicht..... ja es ist auch der Wunsch zu spüren, über all das endlich einmal hinausgehen zu können ..... und gleichzeitig ist eine Angst da, die verlorenen Bahnen zu verlassen.

Ich fühle mich jetzt im Reinen - mit dem gesamten Paket, so wie es im Augenblick ist....

Samstag, 30. Oktober 2010

Fühlen meiner Traurigkeit

Als ich soeben die dritte der Robert-Betz-Meditationen anwandte, ging es wieder mit dem Thema "Traurigkeit" weiter (Über meine ersten beiden "Sitzungen" schrieb ich heute Nacht ja bereits.)

Ich spürte die Traurigkeit im Gesicht, spürte sie im Brustraum, ..... und nachdem wir uns in das Innere Kind hineinbegeben sollten, hatte ich das Bedürfnis, mich ganz zusammenfallen zu lassen.

Diesem Impuls folgte ich.... die Traurigkeit war in dieser Haltung weniger zu spüren.... doch irgendwie kam mehr und mehr eine Art "Aufregung" eine Art Druck in meinen unteren Brustraum....

Ich erlaubte mir, nun zu diesem Gefühl zu wechseln....
Ich merkte, es war irgendwie auch ein Druck, das mit dem Gefühle-fühlen jetzt "richtig" zu machen.... jetzt hier bei diesem für mich schwierigen Thema nicht zu versagen.
Ich erinnerte mich an eine Familienaufstellung, bei der mein Stellvertreter sagte, "Er hätte total Angst davor, irgendetwas falsch zu machen, er wäre total bemüht, dies zu vermeiden".

Ich erlaubte mir bei diesem Thema zu bleiben - und nach kurzer Zeit kam die Lösung, die Er-Lösung. Das Ganze fühlte sich nicht mehr so schlimm an, sondern ich war total erleichtert..... und mit diesem Erleichtert-Sein bin ich dann auch bis zum Ende der Sitzung geblieben.

- - - - - - -

Ja, so geschieht es in der Innenwelt oft:
Ein Gefühl wechselt zum Nächten - eines folgt auf das Andere (sobald man das was Da ist auch Da-Sein lässt) wie auf einer unsichtbaren Spur.... Für das Denken ist die Logik dieser Zusammenhänge nicht greifbar!

Fühl-CDs - Teil 3

In der Nacht von gestern auf heute schrieb ich bereits über die Gefühl-fühl-CDs von Robert Betz.

"Negative Gefühle in Freude verwandeln": Nur eine Meditation, hierüber schrieb ich bereits.

"Ärger, Wut und Hass in Frieden verwandeln": Über die erste Meditation  schrieb ich ebenfalls bereits.
Hier meine Meinung zur zweiten Meditation (Dauer 26,5 Minuten): In dieser Meditation besucht man wieder, ausgehend von einem aktuellen Gefühl, das innere Kind, geht also zu der Situation zurück, in welcher das Gefühl zum ersten Mal auftrat. - Diese Meditation gefiel mir ebenfalls deutlich besser als die aus "Negative Gefühle in Freude verwandeln". Auch hier der Nachteil, dass Robert Betz immer vom "Fühlen von Ärger und Wut" redete, während man diese CD wirklich zu fühlen aller Gefühle verwenden kann.

"Befreie und heile das Kind in dir": Diese CD möchte ich jetzt aktuell nicht ausprobieren, so dass ich nur ungenaues darüber schreiben kann. Soweit ich mich erinnere, wird bei den beiden Meditationen auf dieser CD das Innere Kind in der eigenen Vergangenheit besucht, und zwar in einer angenehmen und in einer unangenehmen Situation. Mit dem Bewusstsein eines Erwachsenen begibt man sich dann in das innere Kind und seine Gefühle hinein ..... und durchfühlt sie.....

Prinzipiell ist es bei Robert Betz's "Transformationstherapie" nun mal so, dass bei allen Meditationen die Vorstellung eines heilenden farbigen Lichts ein wesentlicher Bestandteil ist. Für mich persönlich war dies jetzt bei den letzten drei angewandten Meditationen überhaupt nicht wichtig und ich habe in diesem Punkt auch nicht richtig mitgemacht.
Leider gibt es keine Übungs-CD, die für mich wirklich ideal ist.

Anleitungen zum Gefühle-fühlen

Ein Bestandteil des "Tao der Zustimmung" ist das Fühlen der eigenen Gefühle, zumindest jedoch das 'Aufgeben des Widerstands' gegen die eigenen Gefühle.

Für die, die das nun praktisch anwenden wollen, habe ich in dem Beitrag 'Das WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"!' die grundlegenden Informationen bereits zusammengestellt.

Wenn man noch mehr Informationen oder Hilfsmittel möchte, kann man die in den letzten Tagen von mir in der Serie 'meine Erfahrungen mit verschiedenen Methoden der Persönlichkeitsentwicklung / Selbsthilfe ' vorgestellten Hilfsmittel nutzen.

Wichtig ist, dahin zu kommen, das Ganze wirklich schon mal praktisch anzuwenden.
Hierzu genügen anfangs sicherlich auch die kostenlosen Einführungstexte der verschiedenen Autoren -  vielleicht ist jedoch am Anfang auch eine Übungs-CD nötig.

Viel Spaß damit.

Liebevolle Zwiesprache - meine Erfahrungen damit

Mit diesem Beitrag möchte ich meine Berichte über "Gefühle-fühl"-orientierte Methoden der Selbsthilfe / Persönlichkeitsentwicklung zunächst beenden. Auch hier zunächst wieder ein alter Text von mir zu diesem Thema:
Liebevolle Zwiesprache:
Peggy Paquet, ausgebildet in "Somatic Experiencing" (einer besonderen Form körperorientierter Trauma-Therapie) bei Peter Levine und in Logotherapie nach Viktor Frankl, hat als Synthese dieser beiden Methoden ihren eigenen, ebenfalls körperlichen Ansatz entwickelt, den sie "Liebevolle Zwiesprache" nennt. Eigentlich ruft "Zwiesprache" in diesem Zusammenhang falsche Assoziationen hervor, denn Frau Paquet's Methode ähnelt im Wesentlichen ebenfalls sehr stark der "Körperzentrierten Herzensarbeit".

Man kann diese Methode also einfach nur zum tiefen "Gefühle-fühlen" verwenden - der besondere Beitrag von Frau Paquet ist jedoch, dass sie eine besonderen Atemtechnik entwickelt hat, welche die Selbsthilfe auch bei Traumatas ermöglicht. (Natürlich ist es wichtig, die Methode Schritt für Schritt zu üben, zunächst mal nur auf kleinere Themen anzuwenden, und sich bei großen Traumatas zumindest anfangs begleiten zu lassen.)

Ich möchte noch anmerken, dass lt. Frau Paquet die "Liebevolle Zwiesprache" nicht für Menschen mit Persönlichkeitstörungen geeignet ist. Ich bin kein Arzt oder Psychotherapeut, könnte mir jedoch vorstellen, dass diese Aussage möglicherweise für alle von mir hier aufgeführten Methoden gilt!??

Kostenlosen Vortrag im Internet:
Von Frau Paquet gibt es mehrere Interviews (sind eigentlich eher Vorträge), in welchen sie das praktische Vorgehen mit ihrer Methode zur Selbsthilfe erläutert. Ich empfehle den einstündigen Vortrag "Liebevolle Zwiesprache in der Praxis. Teil 3." (Teil 3 ist irreführend, die Vorträge sind voneinander unabhängig) welcher auf der "Download-Seite von Radio Horeb" kostenlos heruntergeladen werden kann.

Einzelsitzungen:
Frau Paquet gibt Seminare und Einzelsitzungen im Raum München.
Mangels Erfahrung kann ich hierzu nichts weiter sagen.

Meine Erfahrungen mit dieser Methode:
Ich kenne die "Liebevolle Zwiesprache" nur von einem Volkshochschul-Vortrag, wollte sie jedoch der Vollständigkeit halber hier ebenfalls aufführen.

Der besondere Beitrag von Frau Paquet ist meiner Ansicht nach ihre Erfahrung mit der Anwendung des Gefühle-fühlens bei Traumatas - und insbesondere ihre hierfür verwendete Atem-Technik.

Ich glaube, diese Atem-Technik wird in dem Interview garnicht erwähnt, deshalb hier kurz:
Es geht darum, ganz tief und forciert mit dem Bauch auszuatmen, den Bauch also ganz bewußt beim Ausatmen einzuziehen.... - und ihn dann wieder loszulassen... den Einatem also nicht forcieren, sondern nur ganz automatisch kommen zu lassen....

Frau Paquet empfiehlt außerdem, sich garnicht so sehr auf die Ebene der Gedanken oder innerer Bilder einzulassen, sondern mit der Aufmerksamkeit beim Körper, beim Atmen und beim Gefühl zu bleiben...

"Die 7 Schleier ..." - meine Erfahrungen damit

Diesmal möchte ich in der Reihe 'meine Erfahrungen mit verschiedenen Methoden der Selbsthilfe /  Persönlichkeitsentwicklung' nicht auf eine komplette Methode, jedoch auf ein sehr interessantes Buch eingehen. Hier zunächst wieder ein alter Text von mir zu diesem Thema:
Die 7 Schleier vor der Wahrheit:
Auch in dem Buch "Die 7 Schleier vor der Wahrheit" von Ruediger Schache nimmt dass Thema "Gefühle fühlen" und das Thema "Ängste" einen großen Raum ein.
Das was Herr Schache hier über diese Themen schreibt, entspricht im wesentlichen ebenfalls dem Vorgehen der "Körperzentrierten Herzensarbeit",
jedoch liefert Herr Schache zusätzlich einige interessante, jedoch für die Therapiewelt ziemlich unkonventionelle Sichtweisen.
Der wesentliche besondere Beitrag von Herrn Schache ist jedoch der von ihm beschriebene Weg, den neutralen Inneren Beobachter zu entwickeln.

Um was geht es beim Inneren Beobachter:
Bei der Herzensarbeit ist es einerseits wichtig sich ganz auf ein Gefühl einzulassen.... sich wirklich einzulassen - nicht nur darüber nachzudenken. Nur Nachzudenken ist kein Weg, das Gefühl zu verarbeiten.
Andererseits ist es wichtig, in dem Thema oder Gefühl nicht vollständig zu versinken... und praktisch garnicht mehr da zu sein. Denn auch hierdurch wird das Gefühl nicht wirklich verarbeitet.
Wichtig ist also die Fähigkeit, in das Gefühl hineinzugehen - aber trotzdem immer noch ein Stück als neutraler, akzeptierender Beobachter da zu sein. Und wichtig ist auch, wenn's zu viel wird einfach ein Stückweit wieder aus dem Gefühl heraus und mehr in den Beobachter hineingehen zu können.
[Beim  Gefühle-fühlen] ist es immer wichtig, die richtige Entfernung, die richtige Distanz zum Problem oder Gefühl zu haben.

Was den Inneren Beobachter angeht, geht der Ansatz von Herrn Schache (zumindest für mich) über das, was andere Methoden hier bieten, hinaus.

Kostenlose Anleitung im Internet:
Auf seinen Internetseiten bietet Ruediger Schache einige kostenlose Newsletter. - Zum Thema "Gefühle-fühlen" gibt es hier nur den Newsletter "Die Wahrheit über Ängste” (Link zu Herrn Schache's Newslettern) welche ich hier in diesem Zusammenhang empfehle. (Der Newsletter enthält natürlich nur einen kleinen Ausschnitt aus den Themen des Buches. Die Informationen zum Inneren Beobachter fehlen.)

Seminare und Einzelsitzungen:
Ich kenne von Ruediger Schache nur sein Buch.
Von seiner Internetseite her weiß ich, dass er zusammen mit seiner Lebensgefährtin Seminare anbietet, jedoch orientieren diese sich wohl mehr am Inhalt seiner anderen Bücher...? - Außerdem bietet seine Lebensgefährtin Einzelbegleitung an, aber so wie es aussieht auch nicht speziell zum Thema dieses Buches.

Nochmals: CD und 'fühlen'

Nach Ende des Gefühle-fühlen vor zwei Stunden ist eine tiefe Traurigkeit in mir aufgetaucht, die seither in mir da ist.

Somit habe ich die Chance genutzt, um mich diesem Gefühl mit der nächsten Meditation zuzuwenden.
Wie ich nun feststellte, gibt es auf der CD "Negative Gefühle in Freude verwandeln" nur eine Meditation. Das andere Stück ist ein Vortrag zum Gefühle-fühlen.
Aus diesem Grund bin ich auf die CD "Ärger, Wut und Hass in Frieden verwandeln" umgestiegen und habe hier die erste Meditation angewandt (Dauer 20,5 Minuten).

Diese Meditation gefiel mir deutlich besser, als die 2 Stunden zuvor angewandte. Man beschäftigte sich ausführlicher mit dem Wahrnehmen des Gefühls - insbesondere auch körperlich. Auch die Phase mit den heilenden Farben war hier deutlich kürzer, passte jedoch auch diesmal nicht für mich, so dass ich einfach dabei blieb, die Traurigkeit weiter zu fühlen. - Wie gesagt, gefiel mir diese Meditation sehr gut! Der einzige Nachteil war, dass Robert Betz immer vom "Fühlen von Ärger und Wut" redete, während ich ja meine Traurigkeit fühlte. Wenn man über diese Worte von Robert Betz hinwegsehen kann, dann ist diese CD in meinen Augen für das Fühlen aller Arten von Gefühlen geeignet.

Ansonsten kann ich noch sagen, dass ich in der ersten Meditation meine Angst im unteren Brustraum spürte - währen die Traurigkeit sehr stark im Gesicht, aber auch im oberen Brustraum sitzt. - Die Traurigkeit ist jetzt immer noch sehr stark da.

Freitag, 29. Oktober 2010

Davonlaufen, Fühl-CD und Fühlen

Zur Zeit ist es wieder besonders schlimm..... mit dem Davonlaufen vor mir selbst und meinem Inneren.... Da beschäftige ich mich lieber mit irgendetwas Anderem, statt mich dem zuzuwenden, das in meinem Inneren stark da ist und nach Aufmerksamkeit schreit.....

- - - - -

Ich habe jetzt mal die "Gefühle-fühl"-CDs von Robert Betz wieder hervorgekramt.
Ich griff mir von der CD "Negative Gefühle in Freude verwandeln" die zweite Meditation heraus (Dauer etwa 18 Minuten). Dabei ging es darum, ein aktuelles, unangenehmes Gefühl auszuwählen - und in einer inneren Reise in die eigene Kindheit zurückzugehen..... in die Zeit, in der das Gefühl früher zum ersten Mal aufgetaucht ist. Mit dem Bewusstsein eines erwachsenen Menschen sollte man dann in das innere Kind hineingehen, und das Gefühl nochmals richtig wahrnehmen und fühlen....

Ich spürte eine Angst und das Gefühl, ganz alleine damit dazusein. Es war gut, hier einzusteigen und dabeizubleiben.
Die Vorstellung mit dem Kind passte in diesem Augenblick für mich nur teilweise. Ich konnte diese Angst bestimmten Ereignissen meiner Kindheit zuordnen - jedoch hatte ich garnicht so sehr das Bedürfnis, jetzt in das innere Kind hineinzugehen.... ich wollte einfach nur das Gefühl fühlen....

Etwa ab der Hälfte der CD kam dann bereits die Phase, in der man sich lösende und reinigende Farben vorstellen solle. Dies passte jetzt ebenfalls nicht für mich, doch blieb ich einfach beim Fühlen. Wenn ich dem Text der CD nicht in allem folge, so wird durch die CD doch ein Zeitrahmen gesetzt, in dem ich einfach da bin und fühle..... und allein das in-diesem-Zeitrahmen-sein war schon sehr angenehm für mich.

Ich habe den Eindruck, diese Art der Angst ist noch längst nicht zu Ende gefühlt, jedoch ist dies einer von vielen Schritten....

Das Gefühle-fühlen hinterlässt jetzt in mir ein Gefühl von Traurigkeit, aber auch ein Gefühl von Stärke.... und ein Gefühl von Anwesend-sein.....

- - - - -

Ich bin jetzt durch diese CD übrigens nochmals darauf aufmerksam gemacht worden, wie wichtig das bewusste Atmen beim Gefühle-fühlen ist - ich hatte bisher vergessen, dies zu erwähnen. Wichtig ist, langsam und tief zu atmen.... und den Atem auch bewußt wahrzunehmen....

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Transformationstherapie - meine Erfahrungen damit

Die "Transformationstherapie" ist die nächste Methode, auf welche ich in der Reihe 'meine Erfahrungen mit verschiedenen Methoden der Persönlichkeitsentwicklung' eingehen möchte.

Die Beschäftigung mit diesen Methoden ist keine Voraussetzung dafür, mir hier im Blog weiter folgen zu können. Ich sehe diese Beschreibungen eher als Hinweise auf zusätzliche Hilfsmittel, die man bei Bedarf benutzen kann...

Die "Transformationstherapie" von Robert Betz ist ein eher esoterisch-spirituellen Ansatz der Persönlichkeitsentwicklung. Diese Methode hat sehr viele verschiedene Aspekte. Einer davon ist das körperorientierte und bejahende Fühlen der eigenen Gefühle - und auf diesen Aspekt möchte ich mich in meinem Blog hier beschränken.
Meiner Ansicht nach wurde dieser Part von der "Körperzentrierten Herzensarbeit" übernommen.

Trotzdem empfinde ich die CDs von Robert Betz als besonderer Beitrag zum Thema Gefühle-fühlen. Neben den Vortrags-CDs, auf welchen die verschiedenen Aspekte des Gefühle-fühlens erklärt werden - empfehle ich hier besonders die Meditations-CDs:
Auf diesen Meditations-CDs wird auf (für mich) ansprechende Art und Weise durch den Prozess des Gefühle-fühlens geführt. Dabei gibt es 3 verschiedene Gefühle-fühl-CDs, auf denen sich je zwei Meditationen befinden (also insgesamt 6 verschiedene Meditationen, je nach Geschmack).

Diese CDs sind jedoch sicherlich nicht jedermanns Sache, da sie ein paar spirituell-esoterisch anmutende Abschnitte enthalten. So werden beispielsweise am Anfang einer jeder CD immer "alle Engel, Erzengel und Botschafter des Lichts" eingeladen, an der Sitzung teilzunehmen (dies ist für mich nicht wirklich notwendig, jedoch hatte ich auch nie so starken Widerstand dagegen, dass es mich wirklich gestört hätte) - am Ende der "Sitzung" wird man dann angeleitet, sich silbernes, violettes oder goldenes Licht vorzustellen, mit dem Zwecke, zu lösen, zu transformieren und zu heilen....

Ich habe die CDs jetzt schon sehr lange nicht mehr verwendet, empfand sie jedoch früher immer wieder recht hilfreich - und man wird insgesamt doch recht angenehm geführt und angeleitet.
Manchmal ist bei schwierigen Gefühlen einfach hilfreich, sich auf diese Art führen zu lassen. Aber wie es CDs nun mal so an sich haben, sind sie oft an der einen Stelle zu schnell, und an einer anderen Stelle zu langsam - je nachdem, was man gerade bearbeiten will...


Hier die Namen der besprochenen Meditations-CDs:
  • Ärger, Wut und Hass in Frieden verwandeln  - Wie wir aus unangenehmen Emotionen Kraft und Freude schöpfen können
  • Negative Gefühle in Freude verwandeln - Geführte Meditationen zur Befreiung von Angst, Wut, Scham & Co.
  • Befreie und heile das Kind in dir - Geführte Meditation zur Verwandlung deines inneren Kindes

Dienstag, 26. Oktober 2010

Sich selbst spüren können.....

Sich selbst spüren können?

In mich-stressenden Lebenssituationen kann ich dies meist nicht.
Aber ist es nicht auch ein "sich-selbst-spüren" wenn man merkt,
dass man sich selbst gerade nicht spürt?

Ich möchte mehr darauf achten, wann (und wie) ich mich selbst nicht spüre!

Was noch der Heilung bedarf...

Wenn ich in einer Lebenssituation auf ein Gefühl in mir stoße, welches mir irgendwie Schwierigkeiten bereitet, dann ist für mich nur sehr wenig wichtig, ob es normal ist, in dieser Situation so zu fühlen, ob die Mehrzahl der anderen Menschen in dieser Situation vielleicht genauso fühlen würde...

Ich sehe es eher als Zeichen, hier will etwas
in mir noch gesehen, von mir noch zugelassen, von mir noch  GEHEILT  werden,
braucht etwas in mir noch meine Zuwendung....

Montag, 25. Oktober 2010

Körperzentrierte Herzensarbeit - meine Erfahrungen damit

Wie ich am Samstag bereits ankündigte, werde ich hier meine Erfahrungen mit verschiedenen Persönlichkeitsentwicklungsmethoden (vor allem Selbsthilfemethoden) vorstellen, bei denen es im Wesentlichen um das Gefühle-fühlen geht.

Heute starte ich mit der Körperzentrierten Herzensarbeit:

Hier zunächst ein früherer Text von mir:
Die Mutter all der Gefühle-im-Körper-fühl-Methoden ist sicher die "Körperzentrierte Herzensarbeit" nach Safi Nidiaye. Safi ist keine Psychotherapeutin, sie hat diese Methode aus ihren Erfahrungen mit Meditation, gepaart mit viel Intuition, entwickelt. Bei dieser Methode geht es darum, sich hinzusetzen, in den Körper zu spüren, und Gefühle - nein, nicht ausdrücken oder abreagieren - sie wirklich so wie sie sind zu spüren.

Bücher:
Von Safi Nidiaye gibt es viele Bücher von denen nur einige sich um die "Körperzentrierte Herzensarbeit" drehen. Folgende drei Bücher kenne ich, und kann sie alle drei empfehlen:

Im ersten Buch, "Das Tao des Herzens" geht Safi Nidiaye ausführlich auf das Thema "Herz" im Zusammenhang mit dem Gefühle-fühlen ein, sie stellt ihre Methode vor, und bringt sehr viele praktische Erfahrungen zu den verschiedensten Anwendungsgebieten.

"Herz öffnen statt Kopf zerbrechen" ist das zweite Buch in welchem auch das Thema "Gedanken" stärker zum Zuge kommt. Safi Nidiaye schreibt hier darüber, wie man "Gedanken über die Fakten" von "Fakten" unterscheiden kann, und wie man von diesen Gedanken zu den zugehörigen Gefühlen wechseln und diese dann wirklich fühlen kann. In diesem Buch wird auch behandelt, wie man sich Gefühl um Gefühl - ähnlich wie die Schalen einer Zwiebel, immer weiter vorarbeitet, bis man schließlich beim ursprünglichen Kern-Gefühl (sie nennt es "ursprünglichen Schmerz") landet.....

"Der entscheidende Schritt: Das letzte Geheimnis der Wunscherfüllung" habe ich nicht durchgearbeitet, sondern lediglich einmal in einem Buchgeschäft ausführlich quergelesen. Dieses Buch behandelt zusätzliche Themen, wie Sehnsucht und Wunscherfüllung...., neue Sichtweisen der Herzensarbeit werden dargestellt, andere Themen aus den "alten" Büchern aber nicht mehr so ausführlich behandelt (war jedenfalls mein erster Eindruck).

Kostenlose Anleitung im Internet:
Auf Basis von "Herz öffnen statt Kopf zerbrechen" gibt es übrigens eine kostenlose Anleitung zur Herzensarbeit. Ein sehr interessanter Text, um erst einmal in das Thema "Gefühle-fühlen" hineinzuschnuppern.

Wer persönliche Anleitung benötigt, kommt vielleicht mit einer CD, mit einem Seminar oder mit Einzelstunden weiter:

CDs:
Unter dem Titel "Aufwachen und Lachen" gibt es eine CD, welche einem durch verschiedenen Formen der Herzensarbeit führt (z.B. Einstieg mit einem Gedanken, Einstieg mit einem Gefühl, Einstieg mit einer Körperempfindung).
Mir persönlich ist die Anleitung auf der CD weniger sympathisch.
Ich glaube, es gibt noch eine CD? Diese kenne ich jedoch nicht.

Seminare und Einzelsitzungen:
Unter www.safi-nidiaye.de findet man Infos zu Seminaren und eine Liste mit Kontaktadressen zu Einzelsitzungen.

Nochmals zu meinen Erfahrungen:
Ich habe die Herzensarbeit über die Bücher kennengelernt, hierbei sehr viel über das Gefühle-fühlen erfahren - und war in der Lage, die Methode anzuwenden.
Nach der Trennung von meiner damaligen Partnerin nahm ich dann dennoch drei Einzelstunden, was mir beim Bearbeiten der intensiven Gefühle dann auch weiter half. (Die Frau, bei der ich damals die Einzelstunden nahm, steht jetzt leider nicht mehr auf der Liste, ich werde ihren Namen daher nicht nennen.)

Später besuchte ich dann noch ein Seminar, bei dem Safi Nidiaye Schritt für Schritt mittels verschiedener Übungen ihre Methode und ihre spirituelle Sichtweise lehrte - und bei Einstiegsproblemen mit Rat und praktischen Übungen weiter half. Auch hier kamen nochmals viele interessante Gesichtspunkte zum Vorschein.

So sehr mir Safi Nidiayes Bücher auch gefallen,
irgendwie konnte ich persönlich keinen positiven Draht zu ihr finden.
Auch ihre Übungs-CD, die ich mir einige Zeit später kaufte, wirkt in meine Ohren unsympathisch - doch wer sich von der Herzensarbeit angesprochen fühlt, möge sich ein eigenes Bild machen.....

Samstag, 23. Oktober 2010

Selbsthilfe überhaupt möglich?

Meiner Ansicht nach ist "Das Tao der Zustimmung", so wie ich es hier beschreibe, die ideale Vorgehensweise um mit den verschiedensten Anforderungen des Lebens (mit äußeren Umständen, inneren Zuständen, Selbstablehnung, Jobproblemen, Beziehungsproblemen - eben mit allem, wo man sich selbst, den Anderen oder dem Leben begegnet) gut umzugehen.
(Bei schweren Traumatas, echten psychischen Erkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen würde ich all das hier im Blog beschriebene jedoch nicht anwenden, es sei denn ein behandelnder Arzt oder Psychotherapeut stimmt dem ausdrücklich zu. - Bei Panikattacken wendet eine Bekannte von mir das Zulassen der Gefühle allerdings meist erfolgreich an.)

Dennoch ist die Anwendung des "Tao der Zustimmung" ohne einen Begleiter, Therapeuten, Coach nicht einfach!
Viele Menschen werden immer einen Begleiter benötigen,
andere werden vielleicht zumindest in der Lernphase persönliche Anleitung benötigen....
dies hängt einfach von der eigenen Persönlichkeit ab - und da muss jeder für sich das finden, was bei ihm funktioniert und ihm auch gut tut. 

Für mich persönlich gibt es zu meinem Ansatz keine Alternative, weil für mich die persönliche Weiterentwicklung auch eine Zuwendung zu dem Leben, ein großes "Ja" zum Leben beinhalten soll.... und meiner Ansicht nach genau dies dann die nächsten zu gehenden Schritte offenbart.....
Daher ist ein Großteil meines Weges die Selbsthilfe - ein weiterer Teil sind derzeit die Besuche der KiKG-Ausbildungsseminare.

Doch nochmals zum Thema Begleiter:
Ich werde ich in den nächsten Tagen auf Persönlichkeitsentwicklungsmethoden  verschiedenster Lehrern / Therapeuten / Autoren eingehen, die teilweise auch Einzelbegleitung, Seminare oder Übungs-CDs anbieten.

Wünsche ein schönes Wochenende

Tao

Freitag, 22. Oktober 2010

Wahrnehmen und Hinschauen

Hier ein älterer Text von mir (das war damals meine Antwort auf eine konkrete Fragestellung), den ich meinen Lesern hier im Blog nicht vorenthalten möchte:

Es geht nicht darum, die Emotionen zu unterdrücken.
Es geht ums Wahrnehmen und einfach hinschauen!

Hier ein Beispiel:
Mache, wenn du für dich allein zu Hause bist, die Augen zu und stell dir vor, du würdest dich mitten in die unangenehme Situation und mitten in die Gefühle hineinsetzen.
Du denkst an deine Kollegen und ärgerst dich, dass du immer die Strahle-Frau spielen muss.
Dann spürst du deinen Ärger und sagst zu ihm „JA“.
Dann merkst du, du fühlst dich auch ganz Hilflos, weil du dich mit deinen Gefühlen allein fühlst. Dann sage zu deiner Hilflosigkeit „JA“.
.... Aber NEIN - du möchtest nicht hilflos sein. Hilflosigkeit ist unangenehm. Außerdem sind die anderen schuld, warum sollst du wegen denen Hilflosigkeit fühlen müssen. - Dann sage zu deinem „Hilflosigkeit nicht fühlen wollen“ „JA“.
......
Und irgendwann, kannst du vielleicht sogar zu deinen Kollegen und zu deren „immer-super-drauf-sein“ ein fettes „JA“ sagen, aber das ist rein freiwillig!

Mit körperlichen Spannungen umgehen

In einem Kommentar zu meinem älteren Beitrag "Blockiertheit mit dazunehmen...." wurde ich gebeten, mehr über das Thema "körperliche Spannungen" zu schreiben.

Bei mir ist diese körperliche Anspannung (beinahe) immer vorhanden, mal stärker, mal weniger.... Das Zentrum liegt im Bauch, jedoch ist der gesamte Oberkörper betroffen, auch die Arme. (Bei mir ist es rein die Körperspannung, es treten keine anderen körperlichen Phänomene auf.)

Ich habe mich dieser Spannung auch immer mal wieder zugewandt - aber bin nie richtig dauerhaft, mehrere Tage hintereinander,  am Ball geblieben..... was vielleicht doch mal nötig wäre.

Rein theoretisch kann man sicherlich sagen, dass Spannungen eine Art von Widerstand gegen das Fühlen sind, ein Zurückhalten von Gefühlen.... oder irgendsoetwas.  Jedoch führen theoretische Vermutungen meist zu keiner echten Veränderung..... auch die Spannung will bejahend wahrgenommen werden, um zu ihrem Ende kommen zu können.

Dabei kann man so vorgehen, wie ich es bei Thema "Gefühle fühlen" schon angedeutet hatte:
Spüren, wie sich die Spannung im Körper genau anfühlt.
Was für eine Art Spannung ist es?
Von wo nach wo verläuft die Spannung genau?
Wie tief geht sie?
.....


Vorhin habe ich mich mal in mich und meine Spannungen gespürt - es kamen Gefühle wie "Traurigkeit" nach oben..... auch ein mich-schwach-fühlen. Ich habe dann richtig bemerkt, dass ich jede Art von Gefühlen der Schwäche überhaupt nicht haben mag......
Schließlich war es dann wichtig gerade auch diese Gefühle von Schwäche innerlich wahrzunehmen.... aber mehr noch, sie bewusst dazuzunehmen, zu umfassen, .....!

Andere ablehnen

Welche unerwünschte Eigenschaft von mir selbst lehne ich im Anderen ab?

[Vergebung]

Vergebung heißt,
den Wunsch
nach einer besseren Vergangenheit
endgültig aufzugeben.



Frei nach: "Offen wie der Himmel, weit wie das Meer" 
von Jack Kornfield 

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Das WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"!

"Gefühle fühlen"?

Viele Menschen reagieren darauf mit: "Wieso soll ich meine Gefühle fühlen. Ich fühle sie ja sowieso schon die ganze Zeit und mehr als mir lieb ist!"

Ja, doch im normalen Leben geschieht dieses "Gefühle fühlen" meinst in einer Haltung von Ablehnung und Widerstand, mit Ablenkung und Wegsehen - und mit dem Versuch, sie zu lenken und zu kontrollieren. Manchmal gehen wir auch ganz im Gefühl auf, statt sie wahrzunehmen.
- All dies ist ganz normal und wird Jedem von uns auch immer wieder passieren.....

Doch um Gefühle zu ihrem natürlichen Ende kommen zu lassen, damit sie "zu Ende gefühlt" werden können - ist Hin und Wieder auch ein anderer Umgang mit ihnen notwendig:
Dem Gefühl zustimmen, es ansehen, es im eigenen Inneren Da-Sein lassen, es so lassen wie es ist, dabei-bleiben - aber dabei auch bewusst bleiben.... Also nicht ganz in dem Gefühl davon schwimmen, sondern immer noch als derjenige vorhanden bleiben, der das Gefühl umfassen und wahrnehmen kann.

Sehr wichtig beim "Gefühle fühlen" ist auch das Einbeziehen des Körpers!
Wo spüre ich das Gefühl genau im Körper?
Wie fühlt sich die Körperstelle an?
Von wo bis wo geht sie genau?

Ja - wichtig ist, sich dabei viel Zeit nehmen, ...... dabei sehr langsam vorgehen, .......
und immer und immer wieder mit der Aufmerksamkeit  zwischen Körpergefühl und Gefühl zu wechseln... ..... in einem großen "JAh"


Nachtrag vom 30.10.2010 00:34:

Damit alles 'WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"' zentral an einer Stelle steht, hier noch eine wichtige Ergänzung:
Mir ist, als ich vor etwa einer Stunde das Gefühle-fühlen mittels Übungs-CD praktizierte,  nochmals klar geworden, wie wichtig bewusstes Atmen beim Fühl-Vorgang ist.
Wichtig ist, langsam und tief zu atmen.... und den Atemvorgang auch immer wieder bewußt wahrzunehmen....

Dienstag, 19. Oktober 2010

Es findet sich immer was zum Zustimmen!

Es geht jedoch nicht darum, "keinen Widerstand haben zu dürfen" um "Richtig" zu sein....
während all die anderen Menschen, welche Widerstände haben oder ihre Gefühle nicht wahrnehmen wollen oder können,  falsch sind......

Es geht nur darum, wie man sich das Leben leichter machen kann..... und auf welche Art und Weise man wie viel von einem hilfreichen Ansatz umsetzen kann....

Wenn ich merke, dass ich bei einem bestimmten Thema den Widerstand nicht aufgeben kann..... ja, dass ich ihn auf keinen Fall aufgeben will...... dann stimme ich genau dem zu!
Dann sage ich "JAh" dazu, "JAh, hier ist ein Widerstand, den ich nicht aufgebe".
Und wenn ich dann merke, dass ich ungeduldig werde und denke, "Ich muss doch aber den Widerstand unbedingt aufgeben" ..... - dann sage ich "JAh" dazu .-  "JAh" zu dem Gedanken, "JAh" zu dem Druck,  dass ich denke, ich müsste den Widerstand unbedingt aufgeben. 

Ich kann also immer das nehmen, was gerade obenauf liegt.
Somit gibt es immer etwas, mit dem man in Zustimmung kommen kann!

Verschiedenes zum "Gefühle fühlen"

Ein sehr wichtiger Punkt ist meines Erachtens das Fühlen der eigenen Gefühle.
Gerade gegen Gefühle gibt es ja oft einen großen innerlichen Widerstand!

Und es gibt sogar Menschen die behaupten, "Jeder Widerstand gegen ein äußeres Ereignis ist in Wirklichkeit nur ein Widerstand gegen ein Gefühl - welches wir mit dem äußeren Ereignis verbinden - und welches wir auf keinen Fall fühlen wollen....".

Gegen Gefühle keinen innerlichen Widerstand haben zu müssen bringt eine große innere Freiheit! Man braucht dann nichts mehr zwanghaft und aus Angst vermeiden.....

Und - auch wenn das paradox klingt - aber um ein unangenehmes Gefühl loswerden zu können.... ist es zunächst erforderlich, den Widerstand gegen dieses Gefühl aufzugeben..... dieses Gefühl ganz durch-zu-fühlen, dieses Gefühl zu Ende zu fühlen.

Zu diesem Thema werde ich hier noch eine Menge schreiben!

Anwendung im Alltag

In einem Kommentar zu "Körperlicher Druck, Abwehr und Zustimmung" fragte Leserin oder Leser "R." danach, wie man auch im Alltag auf Wahrnehmung usw. umschalten kann.

Auf diese Frage habe ich leider auch keine gute Antwort.

Wenn im Alltag nicht allzu Stressiges passiert, dann kann ich mich vielleicht zumindest zwei oder dreimal am Tag daran erinnern, doch mal kurz meinen Körper durchzuscannen, zu spüren, was da gerade zu spüren ist, und danach dann auch noch meine Gefühle wahrzunehmen....
In Situationen, in denen mich jedoch etwas richtig "packt" denke ich dann überhaupt nicht mehr daran.

Mir gelingt das Ganze recht gut dann, wenn ich für mich bin.... etwa um etwas Belastendes vom Tage innerlich nachzuarbeiten - oder auch um mich auf einen schwierigen Termin vorzubereiten.
Manchmal bearbeite ich auch erfolgreich meine Befürchtungen - etwas, das vielleicht eintreten könnte.... und gegen das ich einen so starken Widerstand spüre, dass ich mich schließlich entscheide, mich näher damit zu befassen.

Auch vorletztes Wochenende in meiner Ausbildungsgruppe konnte ich sehr gut und recht zeitnah mit für mich belastenden Themen umgehen. Aber dort ist eben auch eine Umgebung in der viel Zeit und Raum für Achtsamkeit ist, dort bin ich dann von vornherein schon im richtigen Modus.

Also wie gesagt: Leider habe ich darauf keine wirklich gute Antwort - und ich denke, das Ganze ist vielleicht auch Übungssache, Erfahrungssache, .... und hängt davon ab, wie oft man sich im Leben vielleicht schon in weniger schlimmen Situationen auf gute Art und Weise von Widerstand und Stress lösen konnte......

Montag, 18. Oktober 2010

Mehr zu den KiKG-Übungen

Ich wurde gefragt, ob ich noch mehr zu dieser Übung schreiben kann.

Ich finde es doch recht schwierig, etwas in schriftlicher Form zu vermitteln, was man eigentlich persönlich zeigen müsste.... damit der andere es dann auch wirklich nachvollziehen .... und vielleicht sogar selbst anwenden kann....

Bei der KiKG-Arbeit gibt es eine Vielzahl derartiger Übungen. Teilweise dienen sie nur dazu, zu zeigen wie PrEssenz oder Zustimmung in einer Situation weiterhelfen könnte.

Manchmal kann man diese Übungen jedoch auch direkt dazu verwenden, um ein Thema zu bearbeiten. Dies könnte man beispielsweise tun, indem ich mir von jemandem den Arm verdrehen lasse, soweit, bis es anfängt zu schmerzen. Dabei danke ich an das Thema, das mir Probleme macht.
Im nächsten Schritt versuche ich dann, den Widerstand aufzugeben, mich innerlich zu lösen, in PrEssenz zu gehen, zuzustimmen, einfach alles wahrzunehmen, was da ist....... all dies zusammen, oder vielleicht auch nur ein Teil davon.....
Und dann versuche ich (weiterhin an mein Thema denkend), ob ich mich vielleicht, ganz ohne Gegenwehr und ohne Widerstand aus der Situation befreien kann.
Damit ist mein Lebensproblem zwar noch nicht gelöst, aber ich habe ein Muster-Erlebnis, das mir zeigte, was innerliches Lösen bei meinem Problem bewirken kann.....

Hier nun doch noch einen Link auf eine Seite, auf welcher weitere KiKG-Übungen vorgestellt werden:
"http://www.joel-weser.de/start.php?page=texts"
Auf dieser Seite "Übungen zur Präsenz" auswählen und mal die Texte zu Übung 2 und Übung 3 durchlesen.

Samstag, 16. Oktober 2010

Körperlicher Druck, Abwehr und Zustimmung

Ich bin hier ja schon mehrfach auf Bill Ferguson und sein "MasteryOfLife" eingegangen. Von den Ausführungen auf seinen Internetseiten habe ich einiges über das Aufgeben von innerem Widerstand gelernt, jedoch habe ich neben ihm noch mehrere weitere Lehrer.

Mein aktuellster und wichtigster Lehrer ist Joël Weser mit seiner  KiKG® - Arbeit zur PrEssenz.
Der Ansatz von Joël Weser besteht aus "Systemischen Familienaufstellungen" (darauf werde ich hier im Blog nicht so eingehen), den "Innen-Raum-Reisen" (hierzu zu einem späteren Zeitpunkt mehr) und den speziellen KiKG-Körperübungen.

Es gibt sehr viele verschiedene KiKG-Körperübungen. Schon mit den Einstiegsübungen kann man sehr gut sichtbar machen, wie sich "Zustimmung", "Loslassen", eine veränderte innere Haltung, auf körperliche Interaktionen direkt auswirken.

Ich werde hier jetzt eine Übung beschreiben - nicht dass ich dadurch zum Nachmachen anregen möchte, ich denke hier ist am Anfang persönliche Anleitung nötig - sondern um hier nochmals auf diese Art und Weise den Nutzen der Zustimmung zu verdeutlichen:

Ich stehe vor einer Wand. Mein Rücken liegt ganz an der Wand an.
Ein Übungspartner drückt mit beiden Händen gegen meinen Brustraum, ja er stemmt sich richtig mit voller Kraft dagegen.
Dies fühlt sich unangenehm an.... und ich begebe mich zunächst voll ins "Dagegen-Sein", in die innerliche Abwehr in Widerstand - "Nein! Das will ich nicht! Wieso macht der sowas mit mir! So ein Schwein!" (Wenn man möchte, dann kann man sich bei dieser Übung auch eine konkrete Lebenssituation vorstellen, bei der man sich sehr unter Druck gesetzt fühlt.)

Im nächsten Schritt verändere ich meine innere Haltung. Ich ändere nichts an der äußeren Situation, ich verändere lediglich etwas in meinem Inneren:
Ich stimme der unangenehmen körperlichen Situation zu... und fühle mich schon etwas besser.
Dann schalte ich um auf Wahrnehmung, ich nehme genau war, wo und wie mich seine Hände im Brustraum drücken..... und wandere dann mit meiner Aufmerksamkeit zu meinen Gefühlen.
Dann mache ich mich ganz weit und nehme auch den Drückenden wahr.

Während sich am Anfang alles sehr unangenehm, fast schon schmerzhaft nach Druck, Enge, Eingesperrt-sein anfühlte, fühle ich mich nun relativ frei und autonom.

Auch bei denen, die den Druck ausübten, hat sich während der Übung viel geändert.
Am Schluss schauen sie meist recht verblüfft drein .... und man hat den Eindruck, sie würden garnicht mehr so richtig drücken.
Beim Austausch sagen sie Dinge wie: "Am Schluss hatte ich den Eindruck ich habe dich garnicht mehr richtig, du warst garnicht mehr richtig greifbar." oder "Du hast mir plötzlich die ganze Kraft genommen, ich konnte nicht mehr richtig drücken." Manchmal kommt auch die Rückmeldung: "Ich bin mir zum Schluss richtig verarscht vorgekommen. Ich versuche verzweifelt zu drücken und zu drücken, und du stehst da und veräppelst mich...."

Im Gegensatz zu den anderen Methoden, die ich hier vorstellte und noch vorstellen werde, gibt es zu den KiKG-Übungen keine Anleitung auf Internetseiten, in Büchern oder auf CDs. Stattdessen benötigt man hier den direktem Kontakt mit einem KiKG-Trainer vor Ort, oder am besten direkt mit Joël.

Auch ich werde diese Übungen hier im Blog nicht anleiten!
Falls meine Leser jedoch mehr an diesem Thema interessiert wären, könnte ich noch ein bisschen darüber schreiben.

Links:

Freitag, 15. Oktober 2010

Widerstand als Versuch, zu kontrollieren

In einem Kommentar zu meinem letzten Beitrag wurde ich von "Anonym"  nach dem Zusammenhang zwischen Stress, bzw. großer Belastung, und Widerstand gefragt.

Meiner Ansicht nach ist Widerstand kein Automatismus,
der durch Belastungen, von welcher Art auch immer, ganz mechanisch hervorgerufen wird.
Stattdessen ist er etwas, das wir selbst "machen"....
weil wir denken, dass wir mit Hilfe von Widerstand die Situation oder unsere Gefühle kontrollieren können.... (mit meinen bisherigen Beiträgen versuchte ich aufzuzeigen, dass diese Kontrolle  nicht funktioniert).

Ich stimme dir, Anonym, natürlich zu, dass Zustimmung und Hingabe schwierig sein kann, wenn sehr viel auf Einmal auf uns einwirkt.

Doch wenn wir wenigstens einen Teil des Widerstands aufgeben, wenn wir nur einem Teil unserer Gefühle zustimmen können, wenn wir nur einen Teil unseres Problems wirklich ansehen können,
sind wir einen Teil mehr im Fluss,
haben wir einen Teil mehr Inneren Frieden,
haben wir einen Teil mehr Lebensqualität.....

Psychischer Schmerz....

..... ist etwas, das es eigentlich garnicht gibt.

Er entsteht, wenn man gegen eigene Gefühle Widerstand leistet
(je mehr Widerstand - umso mehr Schmerz).

Mich ganz auf das Leben einlassen!

Früher habe ich mich damit beschäftigt, wie wir unsere Gefühle selbst erzeugen....
Ich habe mich damit beschäftigt, wie ich selbst Glücklichsein verhindere....

Doch ich bin von diesen Wegen wieder abgekommen.

Ich möchte mich dem Leben ganz unmittelbar zuwenden.
Ohne Ausweichen in positive, beschönigende Sichtweisen. 
Ohne Ausweichen in Richtung "Glücklichsein".

Dem Leben begegnen - so wie es ist!
Dem Leben begegnen - so wie ich bin!
Das ist das Positive pur!

Das ist meine Sehnsucht und mein Weg.

Tao

Montag, 11. Oktober 2010

Damit Dasein

Eine Grundlage des "Tao der Zustimmung" ist, Das-Was-Ist nicht zu bekämpfen, .... sondern es da sein zu lassen, sich (innerlich) mitten in die Situation hineinzusetzen, einfach mit Dem-Was-Gerade-ist dazusein.

Dies setzt voraus, sich keine Scheuklappen aufzusetzen, sich nichts vorzumachen, sondern Das-was-ist wirklich anzusehen - ganz da sein, ..... sich selbst spüren, den eigenen Körper spüren, ..... es anzusehen, und ganz da zu sein.

Wichtig dabei ist, die eigenen Gefühle zu spüren, die mit Dem-Was-Ist zusammenhängen. Auch ein Gefühl ist ein Das-Was-Ist und will als solches behandelt werden, will gesehen werden, will wahrgenommen werden, will ein "Ja, im Augenblick ist das so... und weil es so ist darf es auch so sein!"

Das-Was-Ist verändert sich, wenn es ganz gesehen wird, wenn es ganz gespürt wird, wenn es ganz angenommen wird.... (Eigentlich habe ich dies auf andere Weise hier im Blog bereits beschrieben.)

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Bereitschaft, Widerstand aufzugeben

"Widerstand-aufgeben" kann man in belastenden aktuellen Lebenssituationen praktizieren - man kann jedoch auch nach Lebensbereichen Ausschau halten, in denen immer wieder alles schief geht, um dann zu prüfen, was für innere Widerstände dort wohl am Werke sein mögen.

Wichtig ist die innere Bereitschaft den Widerstand aufzugeben, ..... verbunden mit dem Wissen, dass Widerstand, und die damit verbundene Angst, der damit verbundene Tunnelblick keineswegs zieldienlich sind.

Wenn beispielsweise meine Lebensgefährtin darüber nachdenken würde, mich zu verlassen (tut sie zum Glück nicht, hoffe ich), dann würde innerer Widerstand und die daraus geborenen Verhaltensweisen wahrscheinlich dazu führen, dass sie dies dann tatsächlich tut. (Auf jeden Fall würden sich zusätzliche Angst und Tunnelblick breit machen.)
Wenn ich stattdessen der Möglichkeit, dass sie mich tatsächlich verlassen könnte zustimme.... wirklich zustimme.....
dann bin ich innerlich frei, zu merken, ..... was ich in dieser Situation tun kann und will.....

Doch Bereitschaft allein genügt nicht immer.
Manchmal ist es einfach notwendig, sich innerlich mit all seinen Gefühlen mitten in die Situation hineinzusetzen (ich schrieb bereit darüber) und seine Gefühle wirklich zu fühlen (darüber werde ich in den nächsten Wochen noch einiges schreiben).

Viel Erfolg beim der Bewegung durch das innerliche und äußerliche Leben!

Tao

Dienstag, 5. Oktober 2010

[Nur was "Da-Sein" darf....]

 .
...... kann auch "Weg-Gehen"!

 .

Nächste Schritte entstehen ganz von selbst

Ein älterer Text von mir, zum Thema "Ja-Sagen":
Ich denke, wenn man sich mitten hineinsetzt ....
in das, was im Augenblick ist, ....
und all die Gefühle, die im Augenblick dazu da sind, ......
wenn man "Ja" sagt, zu dem was ist, ....
und zu den eigenen Gefühlen, ...

oder wenn man wenigstens "Ja" zu dem eigenen "Nein" sagt, .....
....... dann entstehen die nächsten Schritte tatsächlich ganz von selbst......

Sich von Zwängen nicht beeinflussen lassen

Vor gut einem Jahr schrieb ich einmal für jemanden folgenden Text:
ich finde den Ansatz gut, sich von den inneren Zwängen nicht beeinflussen zu lassen.

Allerdings nicht bekämpfen - denn alles was wir bekämpfen kommt immer häufiger und immer stärker zurück - sondern fließen lassen, spüren, wahrnehmen.....

Weit werden..... und spüren, wenn der Zwang da ist.
"Wie fühlt er sich an?"
"Welche Emotionen sind da?"
..... Diese wahrnehmen...... dabei innerlich weit und innerlich offen sein - langsam und tief ein- und ausatmen, spüren....
"Wo spüre ich das im Körper?" ......

Es kommen lassen..... durch den Körper fließen lassen..... und wieder hinausfließen lassen ....... ohne sonst etwas dafür, dagegen, damit oder deswegen zu tun.....


Viel Erfolg!

Sonntag, 3. Oktober 2010

Dem, was Andere über mich denken, zustimmen

Am Freitag telefonierte ich mit einer guten Bekannten.

Sie lebt von ihrem Mann gerade in Trennung, beide haben irgendwie ihrem Beitrag zum Scheitern der Beziehung geleistet.... Jedenfalls hat er nun eine Freundin und wohnt seit ein paar Wochen bei ihr, während meine Bekannte in der ehelichen Wohnung wohnt.

Nun möchte ihr Mann ein paar größere Sachen aus der Wohnung holen. Da seine neue Freundin über Car-Sharing billig zu einem Mietwagen kommen kann, soll sie ihn dabei fahren.

Meine Bekannte hat nun total die Panik, weil dann die Nachbarn merken könnten, dass er nun eine andere hat - weil die Nachbarn merken könnten, dass ihre Ehe gescheitert ist.

Ich sagte ihr, sie solle einfach einen Zettel unten im Treppenhaus anbringen auf dem steht: "Wir leben derzeit in Trennung und mein Mann ist mit einer anderen Frau zusammen!"

Dies war natürlich nicht ganz ernst gemeint - doch was wäre es für eine Erleichterung, wenn man nicht mehr gegen etwas ankämpfen muss (dagegen dass die Nachbarn merken könnten, dass in der Ehe etwas nicht stimmt), sondern wenn man einfach ungeniert mit dem lebt, was sowieso nun mal ist?

[Die Macht der Gedanken Anderer]

 .

Was jemand über Sie glaubt, hat eine enorme Kraft,
solange Sie etwas anderes beweisen wollen.





Dieses sehr gut hier zum aktuellen Thema passende Zitat stammt aus:
"Das Geheimnis des Herzmagneten" 
von Ruediger Schache 
(Verlag: Nymphenburger; Auflage: 9)
 .

Freitag, 1. Oktober 2010

Blockiertheit, Widerstände, Angst

Eigentlich wollte ich in die rechts in meinem Blog stehende Schlagwort-Leiste einfach noch das Wort "Widerstände" hinzufügen. Dann habe ich bemerkt, das passt so nicht. Wahrscheinlich haben "Widerstände" auch etwas mit "Blockiertheit" zu tun. - Das heißt dann aber auch, dass ich, der sich, wie ich ja bereits schrieb, sehr blockiert in seinen Leben fühlt, wohl auch jede Menge innere unentdeckte Widerstände haben müsste.....

Eine weitere Verbindung besteht zwischen inneren Widerständen und Angst.
Die Angst vor einem bestimmten Ereignis führt dazu, dass Jemand gegen das tatsächliche oder eventuelle Eintreten dieses Ereignisses inneren Widerstand zu leistet!
Möglicherweise steckt in Wirklichkeit nicht einmal die Angst vor einem bestimmten Ereignis dahinter? Möglicherweise ist es in Wirklichkeit die Angst vor eigenen, inneren Gefühlen, die in Verbindung mit dem äußeren Ereignis auftreten könnten!

Andererseits führt innerer Widerstand ja zu Angst. Wenn ich darauf beharre, wenn ich davon abhängig bin, dass etwas auf gar keinen Fall eintreten darf, dann muss die pure Existenz der Möglichkeit, dass es vielleicht ja tatsächlich eintreten könnte, schon zu Angst führen!

[Der erste Schritt ist .....]

 .
.... festzustellen, 
wie sehr du gegen das Leben kämpfst!


(Mit "du" meine ich in diesen Sprüchen natürlich mich.)
 .

[Etwas ins eigene Leben rufen ]

 .
Die mächtigste Möglichkeit,
etwas in dein Leben zu rufen ist, 
gegen dieses Etwas inneren Widerstand zu leisten!

 .

Donnerstag, 30. September 2010

Widerstände aufgeben

Einer, von dem ich einige in meinen Augen sehr interessante Dinge über das Aufgeben von inneren Widerständen gelernt habe, ist "Bill Ferguson" mit seiner Internetseite MasteryOfLife. Dort kann man eine Vielzahl aufeinander aufbauender Artikel lesen, indem man sich einfach nur durch die linke Menüleiste durchklickt.

Bill Ferguson beschreibt, wie das "Widerstand-leisten" gegen "Etwas-was-ist", oder auch einfach nur gegen "Etwas-das-möglicherweise-eintreten-könnte" zu innerem Stress, Angst und Tunnelblick führt..... und wie eben das Aufgeben dieses inneren Widerstands zu Innerer Freiheit und zu dem Wissen führt, was in dieser Situation getan werden kann.
Das was ich gestern unter "Grundlegende Vorgehensweisen beim Zustimmen" schrieb, ist genau so ein Beispiel für das Aufgeben des Widerstands!

Für mich ist dieses beschriebene Basic schon wichtig. Man kann jederzeit aufhören, gegen etwas innerlichen Widerstand zu leisten - und wenn man damit aufhört, dann wird nicht etwa alles schlimmer - nein, dann verschwinden Angst und Tunnelblick, die Sicht wird klar, die nächsten Schritte sichtbar....

Bill Ferguson leitet darüber hinaus jedoch auch dazu an, wie man die Lebensbereiche aufspüren kann, in denen einfach nichts funktioniert - eben weil man sie selbst durch innere Widerstände blockiert hat - und wie man diese Widerstände aufgeben kann.
In einem weiteren Schritt kann man sogar den grundlegenden Schmerz finden: ein Gefühl, das man bisher mit aller Macht auf keinen Fall spüren wollte. Dieses "das grundlegende Gefühl auf keinen Fall spüren wollen" ist ja ebenfalls ein innerer Widerstand, welcher jedoch häufig die Ursache für viele andere Widerstände im Leben ist.

Für mich genügt es jedoch zunächst einfach schon, theoretisch zu wissen (und durch praktische Erfahrung bestätigt zu haben), welch grundlegenden Vorteil das Aufgeben des Widerstands mit sich bringt.

Am 01.10.2010 19:55 nochmals überarbeitet. - Weitere Beiträge zu diesem Thema folgen!

Mittwoch, 29. September 2010

Grundlegende Vorgehensweisen beim Zustimmen

In belastenden Situationen gibt es zwei grundlegende Vorgehensweisen, Zustimmung anzuwenden:
Man kann den belastenden äußeren Umständen zustimmen - und somit aus Angst und Tunnelblick aussteigen und zu Innerer Freiheit gelangen.

Man kann jedoch auch den eigenen inneren Zuständen und Gefühlen zustimmen, die mit der belastenden äußeren Situation zusammenhängen.

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Als ich die letzten Tage so im Fieberwahn darüber nachdachte, was ich hier als nächstes schreiben könnte, fiel mir einiges zum Zustimmen im Bezug auf äußere Umstände ein.
Dann kam mir innerlich ein Beispiel aus meinem Leben - etwas aus meiner Firma, was eventuell eintreten könnte... und auf von mir nicht gewünschte Weise in meine Freizeit eindringen könnte. Das möchte ich auf keinen Fall!

Ich fragte mich also, wie hier Zustimmung aussehen könnte....
"Aber Nein" - in diesem Fall wollte ich ja auf jeden Fall mein Interesse durchdrücken!
Ich merkte schließlich, wie ich gefangen war im "Recht-haben-wollen" und "die-Kontrolle-über-meine-Freizeit-haben-wollen" .... und ich bemerkte den Stress, der damit zusammenhing!

Schließlich änderte sich etwas und ich merkte, dass ich auch bei diesem Beispiel dem Eintreten des schlimmsten Falles, dem Eintreten das Falles, das ich meine Interessen nicht durchsetzen könnte, tatsächlich zustimmen kann.
Ich würde mir diesen Fall nicht wünschen - und ich würde schauen, wie ich ihn würde vermeiden können..... aber ich konnte ihm innerlich zustimmen.... und ich verspürte damit verbunden eine große innere Freiheit.

Ich weiß nicht, ob ich diese Vorgänge hier mit meinen Worten so rüber bringen kann, dass Andere dies wirklich nachvollziehen können. Vielleicht wird es langsam, mit steigender Anzahl meiner Beiträge deutlicher werden.... Jedenfalls möchte ich zu diesem Thema noch einiges an Theorien und praktischen Beispielen bringen.

Ich wünsche viel

Innere Freiheit

Samstag, 25. September 2010

Blockiertheit mit dazunehmen....

Seit ich diesen Blog eröffnet habe, wende ich mich häufiger als vorher meinem "Innenleben" zu.

Ein Kernthema von mir ist ja, dass ich mich innerlich sehr blockiert fühle. Dies macht sich körperlich auch in Verspannungen bemerkbar..... und ist etwas, wodurch ich mich von Kontakten zu anderen Menschen abgetrennt fühle.... unfrei fühle ...... ja, von der Welt, vom Leben getrennt fühle.

Diesem Thema habe ich mich bereits am Samstag Abend vor einer Woche zugewandt, habe meine Blockiertheit da sein gelassen, gespürt, mich ihr zugewandt. Ich habe dann erwartet, dass nach einiger Zeit wenigstens eine kleine Erleichterung spürbar wird, aber es kam nichts.
Eigentlich wäre in dieser Situation dran gewesen, auch zu meinem Wunsch, es möge sich etwas verändern, ein deutliches "JAh" zu sagen.... Irgendwie kam ich nicht auf die Idee. Ein bisschen abgelenkt hat mich wohl auch, dass ich nicht in meiner Wohnung, sondern bei meiner Lebensgefährtin war.

Jedenfalls kam mir dann nach einiger Zeit: "Diese Blockiertheit will dazugenommen werden. Sie will von mir gesehen und dazugenommen werden"...

Nun trat tatsächlich eine innere Erleichterung ein.....

Freitag, 24. September 2010

[Wie Zielzustand erreichen?]

 .
Wenn du etwas erreichen willst, dann ist der erste Schritt,
dessen Gegenteil in dir Wahrzunehmen,
Zu-dir-zu-nehmen und Anzunehmen!

 .

[Noch ein Spruch]

 .
Wenn du mit dem was ist
in Einklang gehst,
dann brauchst du nicht in Stress zu gehen!

 .

[Ein grundlegender Satz:]

 .
Dinge verschärfen sich -
wenn wir versuchen
sie zu bekämpfen oder loszuwerden.

 .

Mittwoch, 22. September 2010

[Furcht überwindet man, ...]

... indem man der Welt ganz zustimmt, so wie sie ist!

.

Dienstag, 21. September 2010

Gedankenkarussell und Innerer Friede

Gestern sprach mich "blauerhimmel" in seinem Kommentar zu meinem Beitrag "Positives Denken vs. 'Wahrnehmen-was-ist'" darauf an, dass Innerer Friede dann beginnt, wenn das Denken aufhört (oder an Macht verliert). 
Dies ist (indirekt) auch bei meiner Vorgehensweise relevant.

In meinem Beitrag 'Positives Denken vs. "Wahrnehmen-was-ist"' schrieb ich ja über die Zwischenzustände zwischen "Kampf-Flucht-Verhalten" und "Innerem Friede". Gerade in diesen Zwischenstufen geschieht viel Denken, welches Inhalte hat wie "Will ich nicht", "Hätte", "Müsste", "Sollte", ...

In solchen Situationen ist es meiner Ansicht nach am hilfreichsten, von diesem Denken ins Wahrnehmen zu kommen. "Wie fühlt sich die Situation an, die ich so verzweifelt mit meinen Gedanken zu kontrollieren versuche?" Oder: "Wie fühlt sich das 'Hätte', 'Müsste', 'Sollte' an?"
Sich mitten hineinhängen in die Situation!

Ein praktisches Beispiel war ja schon mein gestern hier geposteter Traum, in welchem ich ja sogar ohne intensive Spür-Phase zu einem "Ja" zu einer unabänderbaren Situation gekommen bin.
Andere Beispiele werden hier noch folgen.

Montag, 20. September 2010

Traum vom bevorstehenden Tod

Diesen Traum hatte ich schon vor einigen Monaten.... und er ist irgendwie schon wieder verflogen....

Ich hatte ihn damals (allerdings mit einiger Zeitverzögerung) aufgeschrieben und möchte ihn auch hier nochmals einbringen:
    Mir wurde gesagt, dass ich aufgrund einer Krankheit nicht mehr lange zu leben habe. Ich weiß nicht, wer mir das gesagt hatte - ein Arzt vielleicht? Jedenfalls war sicher, dass man da nichts mehr machen konnte, und der Tod in unmittelbarer Kürze, also irgendwann innerhalb der nächsten 1,5 Tagen eintreten würde. Irgendwie würden dann sämtliche inneren Organe versagen. 
    Erleichternd war für mich, dass der eintretende Tod durch eventuelle medizinischen Eingriffe nicht zu vermeiden war. Ich brauchte mir also keine (falschen) Hoffnungen machen - ich musste meine letzten Stunden nicht damit verbringen, von einer ärztlichen Untersuchung zur nächsten zu rennen.
    Aber der bevorstehende Tod passte mir so garnicht in den Kram. Ich hätte gerne bis ins hohe Alter gelebt.... Ich merkte dann im Traum, dass ich einfach meine psychologischen Selbsthilfemethoden und Einsichten auch hier auf das Thema Tod anwenden musste: Es gab hier eine äußere Situation, die nicht zu verändern war - also konnte ich nur zu der äußeren Situation, zu meinen Gedanken dazu, zu meinen Gefühlen dazu "Ja" sagen.... mich dem ganzen innerlich ohne Widerstand ganz hingeben. - Dies gelang mir auch sehr schnell, ich fühlte mich mit dem, was sowieso nicht zu ändern war, schnell ausgesöhnt. 
    Ich war dann also nun in meiner Wohnung (oder in der Wohnung meiner Lebensgefährtin) und fragte mich, was ich vor meinem Tod gerne noch tun wollte - was ich in meinem Leben immer schon tun wollte und noch nicht getan habe. Im Traum fiel mir bei dieser Frage nur eine: "Mit möglichst vielen Frauen zu schlafen!" Doch die Frage, wie ich das jetzt auf die Schnelle realisieren sollte fand ich so stressig, dass ich die Idee wieder verwarf.
    Ich entschied also, an diesem ersten Tag einfach, wie es schon geplant war, mit meiner Lebensgefährtin in die Stadt zu fahren. Es machte mir schon Angst, dass ich ja dann vielleicht mitten in der Stadt plötzlich umkippen könnte.... ob ich dann vielleicht Schmerzen habe, ..... ob es vielleicht vor meinem Tod noch weh-tut, weil ich stürze und mit dem Kopf mitten auf der Kreuzung auf den Asphalt knalle. - Aber ich wollte deshalb jetzt auch nicht zu Hause bleiben. Schließlich könnte es ja auch sein, dass ich noch bis zum Mittag des nächsten Tages leben würde. Schließlich entschied ich mich zu akzeptieren, dass ich vielleicht bei meinem Tod noch kurz Schmerzen haben würde.... oder vielleicht sogar kurz davor mit dem Kopf auf den Asphalt knallen würde.....
    Noch bevor wir in die Stadt gingen bekam ich die Nachricht, das Ganze wäre nur ein Irrtum gewesen, eine Verwechslung oder soetwas.

An dieser Stelle endete die bewusste Erinnerung an diesen Traum.
Ich bin ehrlich gesagt dankbar, dass ich nicht durch einen Wecker oder sonstiges im Traum gestört worden wäre, bevor man mich über diesen Irrtum aufgeklärt hatte. Dann hätte ich mich nämlich schon gefragt, ob der Traum eine Botschaft für mein reales Leben sein könnte.
Dies frage ich mich natürlich trotzdem. Leider ist es in meinem realen Leben so, dass ich nicht weiß, wann der Tod eintreten kann - dieses Wissen war im Traum schon auch sehr erleichternd.....

Freitag, 17. September 2010

Positives Denken vs. "Wahrnehmen-was-ist"


Sind die Scheuklappen groß wie ein Scheunentor,
dann hast du viel zu schleppen!


Um die herkömmliche Art von positivem Denken geht es beim Tao der Zustimmung nicht!
(Jedenfalls nicht in der Form, in der man etwas Auszublenden versucht, in der man Energie aufwendet, um das Hinsehen zu vermeiden!)
Es geht aber auch nicht darum, sich in negative Gedankenwelten hineinzusteigern!
Es geht eigentlich überhaupt nicht ums Denken, sondern um das sich ganz einlassen auf "das-was-ist".

Es ist die Bewegung zwischen dem "Kampf-Flucht"-Mechanismus (der meines Wissens dem Stammhirn zugeordnet wird) - und dem totalen Inneren Frieden (welcher meines Wissens den vorderen Stirnlappen zugeordnet ist):
Wenn jemand total im  "Kampf-Flucht"-Verhalten gefangen ist, dann schlägt er nur noch um sich.
Geht er dann ein paar Schritte in Richtung "Inneren Frieden" dann ist er vielleicht "nur" noch wütend und beschuldigt andere Menschen dafür, dass es ihm schlecht geht.
Geht er noch weiter Richtung "Inneren Frieden", dann ist da vielleicht nur noch etwas Unbehagen da, weil er vielleicht in seiner letzten Beziehung viel dazu beigetragen hat, dass diese schließlich scheiterte.
Ist schließlich der totale Innere Friede da, dann gibt es nur noch ein "Ja! - So ist das!".

Doch wie ist der Weg zu diesem Inneren Frieden. Nicht über Positives Denken, sich einreden, dass man in Wirklichkeit doch auch ganz viel Gutes zu dieser gescheiterten Beziehung beigetragen hat....
Nein, der Weg zu Inneren Frieden ist das Wahrnehmen, in die Situation, dass die Beziehung zu Ende ist.
Sich auch mitten hineinsetzen, in die eigenen Gefühle, die von all dem in einem selbst zum Klingen gebracht wurden.....
Sich auch mitten hineinsetzen in die Vorwürfe, gegenüber dem Partner und gegenüber einem selbst....
Sich auch mitten hineinsetzen in das "Nein!". "Nein das möchte ich nicht!" "Nein, das kann ich mir nie vergeben." - Nicht antworten auf diese Neins.... sondern sich ganz darauf einlassen ..... und auch zu den Neins ein "Ja" sagen......
Bis der Innere Friede eintritt.....

Innere Friede

[Kämpfen gegen die Vergangenheit]


 .
Wenn du gegen etwas kämpfst, das bereits geschehen ist, 
dann vergeudest du unnötig deine Energie.

Das was bereits geschehen ist, 
bleibt von diesem Kämpfen völlig unbeeindruckt!

 .

Mein Blog ist geboren

Hallo,

zunächst möchte ich alle Leser hier in meinem neuen und ersten Blog begrüßen, 
welcher heute früh mitten in der Nacht sein erstes Tageslicht erblickte.

Wie gesagt, wird es hier Texte darüber geben,
wie Zustimmung funktioniert,
wozu Ja-Sagen überhaupt gut ist,
Zitate und Sinnsprüche zu diesem Thema,
und neben Theoretischem vielleicht auch immer wieder etwas hierzu aus meinem Leben.....

Die Texte werden langsam.... nach und nach entstehen....


Einen lieben Gruß

Tao-der-Zustimmung