Freitag, 17. September 2010

Positives Denken vs. "Wahrnehmen-was-ist"


Sind die Scheuklappen groß wie ein Scheunentor,
dann hast du viel zu schleppen!


Um die herkömmliche Art von positivem Denken geht es beim Tao der Zustimmung nicht!
(Jedenfalls nicht in der Form, in der man etwas Auszublenden versucht, in der man Energie aufwendet, um das Hinsehen zu vermeiden!)
Es geht aber auch nicht darum, sich in negative Gedankenwelten hineinzusteigern!
Es geht eigentlich überhaupt nicht ums Denken, sondern um das sich ganz einlassen auf "das-was-ist".

Es ist die Bewegung zwischen dem "Kampf-Flucht"-Mechanismus (der meines Wissens dem Stammhirn zugeordnet wird) - und dem totalen Inneren Frieden (welcher meines Wissens den vorderen Stirnlappen zugeordnet ist):
Wenn jemand total im  "Kampf-Flucht"-Verhalten gefangen ist, dann schlägt er nur noch um sich.
Geht er dann ein paar Schritte in Richtung "Inneren Frieden" dann ist er vielleicht "nur" noch wütend und beschuldigt andere Menschen dafür, dass es ihm schlecht geht.
Geht er noch weiter Richtung "Inneren Frieden", dann ist da vielleicht nur noch etwas Unbehagen da, weil er vielleicht in seiner letzten Beziehung viel dazu beigetragen hat, dass diese schließlich scheiterte.
Ist schließlich der totale Innere Friede da, dann gibt es nur noch ein "Ja! - So ist das!".

Doch wie ist der Weg zu diesem Inneren Frieden. Nicht über Positives Denken, sich einreden, dass man in Wirklichkeit doch auch ganz viel Gutes zu dieser gescheiterten Beziehung beigetragen hat....
Nein, der Weg zu Inneren Frieden ist das Wahrnehmen, in die Situation, dass die Beziehung zu Ende ist.
Sich auch mitten hineinsetzen, in die eigenen Gefühle, die von all dem in einem selbst zum Klingen gebracht wurden.....
Sich auch mitten hineinsetzen in die Vorwürfe, gegenüber dem Partner und gegenüber einem selbst....
Sich auch mitten hineinsetzen in das "Nein!". "Nein das möchte ich nicht!" "Nein, das kann ich mir nie vergeben." - Nicht antworten auf diese Neins.... sondern sich ganz darauf einlassen ..... und auch zu den Neins ein "Ja" sagen......
Bis der Innere Friede eintritt.....

Innere Friede

Kommentare:

  1. Friede IST - so, wie der Himmel immer IST.

    Friede ist, wenn die Gedanken aufhören, bzw. nicht der Fokus der Aufmerksamkeit sind.

    Ein Baum kann nicht in Unfrieden sein, weil er nicht denkt.

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  2. Hallo blauerhimmel,

    zunächst einmal Dankeschön für den ersten Kommentar hier in meinem Blog!

    Ich sehe das auch so.
    Wichtig ist, aus dem "das hätte ich anders machen sollen", "das hat der falsch gemacht", "das sollte nicht so sein" herauszukommen.
    Zum Inneren Frieden gibt es also verschiedene Wege.
    Viele Menschen meditieren, um mit dem Denken aufzuhören.... Wem das gelingt, der braucht sich mit Innerem Frieden nicht mehr weiter zu beschäftigen.

    Ich möchte hier im Blog vornehmlich darüber schreiben, wie man aus Widerstand, aus Kämpfen herauskommen kann, ..... indem man sich voll einlässt - auf das was ist.
    Also SEIN! Wie es ist!

    Wichtig ist meiner Meinung nach, auch das Denken nicht zu bekämpfen, auch das Kämpfen nicht zu bekämpfen, ..... denn dann wäre ja wieder ein Kämpfen da, ein Widerstand, ein "das soll nicht so sein wie es ist"....

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Ich freue mich über weiterführende Fragen, Anmerkungen, Austausch...   :-)