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Beiträge vom Oktober 2010

Samstag, 30. Oktober 2010

Fühlen meiner Traurigkeit

Als ich soeben die dritte der Robert-Betz-Meditationen anwandte, ging es wieder mit dem Thema "Traurigkeit" weiter (Über meine ersten beiden "Sitzungen" schrieb ich heute Nacht ja bereits.)

Ich spürte die Traurigkeit im Gesicht, spürte sie im Brustraum, ..... und nachdem wir uns in das Innere Kind hineinbegeben sollten, hatte ich das Bedürfnis, mich ganz zusammenfallen zu lassen.

Diesem Impuls folgte ich.... die Traurigkeit war in dieser Haltung weniger zu spüren.... doch irgendwie kam mehr und mehr eine Art "Aufregung" eine Art Druck in meinen unteren Brustraum....

Ich erlaubte mir, nun zu diesem Gefühl zu wechseln....
Ich merkte, es war irgendwie auch ein Druck, das mit dem Gefühle-fühlen jetzt "richtig" zu machen.... jetzt hier bei diesem für mich schwierigen Thema nicht zu versagen.
Ich erinnerte mich an eine Familienaufstellung, bei der mein Stellvertreter sagte, "Er hätte total Angst davor, irgendetwas falsch zu machen, er wäre total bemüht, dies zu vermeiden".

Ich erlaubte mir bei diesem Thema zu bleiben - und nach kurzer Zeit kam die Lösung, die Er-Lösung. Das Ganze fühlte sich nicht mehr so schlimm an, sondern ich war total erleichtert..... und mit diesem Erleichtert-Sein bin ich dann auch bis zum Ende der Sitzung geblieben.

- - - - - - -

Ja, so geschieht es in der Innenwelt oft:
Ein Gefühl wechselt zum Nächten - eines folgt auf das Andere (sobald man das was Da ist auch Da-Sein lässt) wie auf einer unsichtbaren Spur.... Für das Denken ist die Logik dieser Zusammenhänge nicht greifbar!

Fühl-CDs - Teil 3

In der Nacht von gestern auf heute schrieb ich bereits über die Gefühl-fühl-CDs von Robert Betz.

"Negative Gefühle in Freude verwandeln": Nur eine Meditation, hierüber schrieb ich bereits.

"Ärger, Wut und Hass in Frieden verwandeln": Über die erste Meditation  schrieb ich ebenfalls bereits.
Hier meine Meinung zur zweiten Meditation (Dauer 26,5 Minuten): In dieser Meditation besucht man wieder, ausgehend von einem aktuellen Gefühl, das innere Kind, geht also zu der Situation zurück, in welcher das Gefühl zum ersten Mal auftrat. - Diese Meditation gefiel mir ebenfalls deutlich besser als die aus "Negative Gefühle in Freude verwandeln". Auch hier der Nachteil, dass Robert Betz immer vom "Fühlen von Ärger und Wut" redete, während man diese CD wirklich zu fühlen aller Gefühle verwenden kann.

"Befreie und heile das Kind in dir": Diese CD möchte ich jetzt aktuell nicht ausprobieren, so dass ich nur ungenaues darüber schreiben kann. Soweit ich mich erinnere, wird bei den beiden Meditationen auf dieser CD das Innere Kind in der eigenen Vergangenheit besucht, und zwar in einer angenehmen und in einer unangenehmen Situation. Mit dem Bewusstsein eines Erwachsenen begibt man sich dann in das innere Kind und seine Gefühle hinein ..... und durchfühlt sie.....

Prinzipiell ist es bei Robert Betz's "Transformationstherapie" nun mal so, dass bei allen Meditationen die Vorstellung eines heilenden farbigen Lichts ein wesentlicher Bestandteil ist. Für mich persönlich war dies jetzt bei den letzten drei angewandten Meditationen überhaupt nicht wichtig und ich habe in diesem Punkt auch nicht richtig mitgemacht.
Leider gibt es keine Übungs-CD, die für mich wirklich ideal ist.

Anleitungen zum Gefühle-fühlen

Ein Bestandteil des "Tao der Zustimmung" ist das Fühlen der eigenen Gefühle, zumindest jedoch das 'Aufgeben des Widerstands' gegen die eigenen Gefühle.

Für die, die das nun praktisch anwenden wollen, habe ich in dem Beitrag 'Das WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"!' die grundlegenden Informationen bereits zusammengestellt.

Wenn man noch mehr Informationen oder Hilfsmittel möchte, kann man die in den letzten Tagen von mir in der Serie 'meine Erfahrungen mit verschiedenen Methoden der Persönlichkeitsentwicklung / Selbsthilfe ' vorgestellten Hilfsmittel nutzen.

Wichtig ist, dahin zu kommen, das Ganze wirklich schon mal praktisch anzuwenden.
Hierzu genügen anfangs sicherlich auch die kostenlosen Einführungstexte der verschiedenen Autoren -  vielleicht ist jedoch am Anfang auch eine Übungs-CD nötig.

Viel Spaß damit.

Liebevolle Zwiesprache - meine Erfahrungen damit

Mit diesem Beitrag möchte ich meine Berichte über "Gefühle-fühl"-orientierte Methoden der Selbsthilfe / Persönlichkeitsentwicklung zunächst beenden. Auch hier zunächst wieder ein alter Text von mir zu diesem Thema:
Liebevolle Zwiesprache:
Peggy Paquet, ausgebildet in "Somatic Experiencing" (einer besonderen Form körperorientierter Trauma-Therapie) bei Peter Levine und in Logotherapie nach Viktor Frankl, hat als Synthese dieser beiden Methoden ihren eigenen, ebenfalls körperlichen Ansatz entwickelt, den sie "Liebevolle Zwiesprache" nennt. Eigentlich ruft "Zwiesprache" in diesem Zusammenhang falsche Assoziationen hervor, denn Frau Paquet's Methode ähnelt im Wesentlichen ebenfalls sehr stark der "Körperzentrierten Herzensarbeit".

Man kann diese Methode also einfach nur zum tiefen "Gefühle-fühlen" verwenden - der besondere Beitrag von Frau Paquet ist jedoch, dass sie eine besonderen Atemtechnik entwickelt hat, welche die Selbsthilfe auch bei Traumatas ermöglicht. (Natürlich ist es wichtig, die Methode Schritt für Schritt zu üben, zunächst mal nur auf kleinere Themen anzuwenden, und sich bei großen Traumatas zumindest anfangs begleiten zu lassen.)

Ich möchte noch anmerken, dass lt. Frau Paquet die "Liebevolle Zwiesprache" nicht für Menschen mit Persönlichkeitstörungen geeignet ist. Ich bin kein Arzt oder Psychotherapeut, könnte mir jedoch vorstellen, dass diese Aussage möglicherweise für alle von mir hier aufgeführten Methoden gilt!??

Kostenlosen Vortrag im Internet:
Von Frau Paquet gibt es mehrere Interviews (sind eigentlich eher Vorträge), in welchen sie das praktische Vorgehen mit ihrer Methode zur Selbsthilfe erläutert. Ich empfehle den einstündigen Vortrag "Liebevolle Zwiesprache in der Praxis. Teil 3." (Teil 3 ist irreführend, die Vorträge sind voneinander unabhängig) welcher auf der "Download-Seite von Radio Horeb" kostenlos heruntergeladen werden kann.

Einzelsitzungen:
Frau Paquet gibt Seminare und Einzelsitzungen im Raum München.
Mangels Erfahrung kann ich hierzu nichts weiter sagen.

Meine Erfahrungen mit dieser Methode:
Ich kenne die "Liebevolle Zwiesprache" nur von einem Volkshochschul-Vortrag, wollte sie jedoch der Vollständigkeit halber hier ebenfalls aufführen.

Der besondere Beitrag von Frau Paquet ist meiner Ansicht nach ihre Erfahrung mit der Anwendung des Gefühle-fühlens bei Traumatas - und insbesondere ihre hierfür verwendete Atem-Technik.

Ich glaube, diese Atem-Technik wird in dem Interview garnicht erwähnt, deshalb hier kurz:
Es geht darum, ganz tief und forciert mit dem Bauch auszuatmen, den Bauch also ganz bewußt beim Ausatmen einzuziehen.... - und ihn dann wieder loszulassen... den Einatem also nicht forcieren, sondern nur ganz automatisch kommen zu lassen....

Frau Paquet empfiehlt außerdem, sich garnicht so sehr auf die Ebene der Gedanken oder innerer Bilder einzulassen, sondern mit der Aufmerksamkeit beim Körper, beim Atmen und beim Gefühl zu bleiben...

"Die 7 Schleier ..." - meine Erfahrungen damit

Diesmal möchte ich in der Reihe 'meine Erfahrungen mit verschiedenen Methoden der Selbsthilfe /  Persönlichkeitsentwicklung' nicht auf eine komplette Methode, jedoch auf ein sehr interessantes Buch eingehen. Hier zunächst wieder ein alter Text von mir zu diesem Thema:
Die 7 Schleier vor der Wahrheit:
Auch in dem Buch "Die 7 Schleier vor der Wahrheit" von Ruediger Schache nimmt dass Thema "Gefühle fühlen" und das Thema "Ängste" einen großen Raum ein.
Das was Herr Schache hier über diese Themen schreibt, entspricht im wesentlichen ebenfalls dem Vorgehen der "Körperzentrierten Herzensarbeit",
jedoch liefert Herr Schache zusätzlich einige interessante, jedoch für die Therapiewelt ziemlich unkonventionelle Sichtweisen.
Der wesentliche besondere Beitrag von Herrn Schache ist jedoch der von ihm beschriebene Weg, den neutralen Inneren Beobachter zu entwickeln.

Um was geht es beim Inneren Beobachter:
Bei der Herzensarbeit ist es einerseits wichtig sich ganz auf ein Gefühl einzulassen.... sich wirklich einzulassen - nicht nur darüber nachzudenken. Nur Nachzudenken ist kein Weg, das Gefühl zu verarbeiten.
Andererseits ist es wichtig, in dem Thema oder Gefühl nicht vollständig zu versinken... und praktisch garnicht mehr da zu sein. Denn auch hierdurch wird das Gefühl nicht wirklich verarbeitet.
Wichtig ist also die Fähigkeit, in das Gefühl hineinzugehen - aber trotzdem immer noch ein Stück als neutraler, akzeptierender Beobachter da zu sein. Und wichtig ist auch, wenn's zu viel wird einfach ein Stückweit wieder aus dem Gefühl heraus und mehr in den Beobachter hineingehen zu können.
[Beim  Gefühle-fühlen] ist es immer wichtig, die richtige Entfernung, die richtige Distanz zum Problem oder Gefühl zu haben.

Was den Inneren Beobachter angeht, geht der Ansatz von Herrn Schache (zumindest für mich) über das, was andere Methoden hier bieten, hinaus.

Kostenlose Anleitung im Internet:
Auf seinen Internetseiten bietet Ruediger Schache einige kostenlose Newsletter. - Zum Thema "Gefühle-fühlen" gibt es hier nur den Newsletter "Die Wahrheit über Ängste” (Link zu Herrn Schache's Newslettern) welche ich hier in diesem Zusammenhang empfehle. (Der Newsletter enthält natürlich nur einen kleinen Ausschnitt aus den Themen des Buches. Die Informationen zum Inneren Beobachter fehlen.)

Seminare und Einzelsitzungen:
Ich kenne von Ruediger Schache nur sein Buch.
Von seiner Internetseite her weiß ich, dass er zusammen mit seiner Lebensgefährtin Seminare anbietet, jedoch orientieren diese sich wohl mehr am Inhalt seiner anderen Bücher...? - Außerdem bietet seine Lebensgefährtin Einzelbegleitung an, aber so wie es aussieht auch nicht speziell zum Thema dieses Buches.

Nochmals: CD und 'fühlen'

Nach Ende des Gefühle-fühlen vor zwei Stunden ist eine tiefe Traurigkeit in mir aufgetaucht, die seither in mir da ist.

Somit habe ich die Chance genutzt, um mich diesem Gefühl mit der nächsten Meditation zuzuwenden.
Wie ich nun feststellte, gibt es auf der CD "Negative Gefühle in Freude verwandeln" nur eine Meditation. Das andere Stück ist ein Vortrag zum Gefühle-fühlen.
Aus diesem Grund bin ich auf die CD "Ärger, Wut und Hass in Frieden verwandeln" umgestiegen und habe hier die erste Meditation angewandt (Dauer 20,5 Minuten).

Diese Meditation gefiel mir deutlich besser, als die 2 Stunden zuvor angewandte. Man beschäftigte sich ausführlicher mit dem Wahrnehmen des Gefühls - insbesondere auch körperlich. Auch die Phase mit den heilenden Farben war hier deutlich kürzer, passte jedoch auch diesmal nicht für mich, so dass ich einfach dabei blieb, die Traurigkeit weiter zu fühlen. - Wie gesagt, gefiel mir diese Meditation sehr gut! Der einzige Nachteil war, dass Robert Betz immer vom "Fühlen von Ärger und Wut" redete, während ich ja meine Traurigkeit fühlte. Wenn man über diese Worte von Robert Betz hinwegsehen kann, dann ist diese CD in meinen Augen für das Fühlen aller Arten von Gefühlen geeignet.

Ansonsten kann ich noch sagen, dass ich in der ersten Meditation meine Angst im unteren Brustraum spürte - währen die Traurigkeit sehr stark im Gesicht, aber auch im oberen Brustraum sitzt. - Die Traurigkeit ist jetzt immer noch sehr stark da.

Freitag, 29. Oktober 2010

Davonlaufen, Fühl-CD und Fühlen

Zur Zeit ist es wieder besonders schlimm..... mit dem Davonlaufen vor mir selbst und meinem Inneren.... Da beschäftige ich mich lieber mit irgendetwas Anderem, statt mich dem zuzuwenden, das in meinem Inneren stark da ist und nach Aufmerksamkeit schreit.....

- - - - -

Ich habe jetzt mal die "Gefühle-fühl"-CDs von Robert Betz wieder hervorgekramt.
Ich griff mir von der CD "Negative Gefühle in Freude verwandeln" die zweite Meditation heraus (Dauer etwa 18 Minuten). Dabei ging es darum, ein aktuelles, unangenehmes Gefühl auszuwählen - und in einer inneren Reise in die eigene Kindheit zurückzugehen..... in die Zeit, in der das Gefühl früher zum ersten Mal aufgetaucht ist. Mit dem Bewusstsein eines erwachsenen Menschen sollte man dann in das innere Kind hineingehen, und das Gefühl nochmals richtig wahrnehmen und fühlen....

Ich spürte eine Angst und das Gefühl, ganz alleine damit dazusein. Es war gut, hier einzusteigen und dabeizubleiben.
Die Vorstellung mit dem Kind passte in diesem Augenblick für mich nur teilweise. Ich konnte diese Angst bestimmten Ereignissen meiner Kindheit zuordnen - jedoch hatte ich garnicht so sehr das Bedürfnis, jetzt in das innere Kind hineinzugehen.... ich wollte einfach nur das Gefühl fühlen....

Etwa ab der Hälfte der CD kam dann bereits die Phase, in der man sich lösende und reinigende Farben vorstellen solle. Dies passte jetzt ebenfalls nicht für mich, doch blieb ich einfach beim Fühlen. Wenn ich dem Text der CD nicht in allem folge, so wird durch die CD doch ein Zeitrahmen gesetzt, in dem ich einfach da bin und fühle..... und allein das in-diesem-Zeitrahmen-sein war schon sehr angenehm für mich.

Ich habe den Eindruck, diese Art der Angst ist noch längst nicht zu Ende gefühlt, jedoch ist dies einer von vielen Schritten....

Das Gefühle-fühlen hinterlässt jetzt in mir ein Gefühl von Traurigkeit, aber auch ein Gefühl von Stärke.... und ein Gefühl von Anwesend-sein.....

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Ich bin jetzt durch diese CD übrigens nochmals darauf aufmerksam gemacht worden, wie wichtig das bewusste Atmen beim Gefühle-fühlen ist - ich hatte bisher vergessen, dies zu erwähnen. Wichtig ist, langsam und tief zu atmen.... und den Atem auch bewußt wahrzunehmen....

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Transformationstherapie - meine Erfahrungen damit

Die "Transformationstherapie" ist die nächste Methode, auf welche ich in der Reihe 'meine Erfahrungen mit verschiedenen Methoden der Persönlichkeitsentwicklung' eingehen möchte.

Die Beschäftigung mit diesen Methoden ist keine Voraussetzung dafür, mir hier im Blog weiter folgen zu können. Ich sehe diese Beschreibungen eher als Hinweise auf zusätzliche Hilfsmittel, die man bei Bedarf benutzen kann...

Die "Transformationstherapie" von Robert Betz ist ein eher esoterisch-spirituellen Ansatz der Persönlichkeitsentwicklung. Diese Methode hat sehr viele verschiedene Aspekte. Einer davon ist das körperorientierte und bejahende Fühlen der eigenen Gefühle - und auf diesen Aspekt möchte ich mich in meinem Blog hier beschränken.
Meiner Ansicht nach wurde dieser Part von der "Körperzentrierten Herzensarbeit" übernommen.

Trotzdem empfinde ich die CDs von Robert Betz als besonderer Beitrag zum Thema Gefühle-fühlen. Neben den Vortrags-CDs, auf welchen die verschiedenen Aspekte des Gefühle-fühlens erklärt werden - empfehle ich hier besonders die Meditations-CDs:
Auf diesen Meditations-CDs wird auf (für mich) ansprechende Art und Weise durch den Prozess des Gefühle-fühlens geführt. Dabei gibt es 3 verschiedene Gefühle-fühl-CDs, auf denen sich je zwei Meditationen befinden (also insgesamt 6 verschiedene Meditationen, je nach Geschmack).

Diese CDs sind jedoch sicherlich nicht jedermanns Sache, da sie ein paar spirituell-esoterisch anmutende Abschnitte enthalten. So werden beispielsweise am Anfang einer jeder CD immer "alle Engel, Erzengel und Botschafter des Lichts" eingeladen, an der Sitzung teilzunehmen (dies ist für mich nicht wirklich notwendig, jedoch hatte ich auch nie so starken Widerstand dagegen, dass es mich wirklich gestört hätte) - am Ende der "Sitzung" wird man dann angeleitet, sich silbernes, violettes oder goldenes Licht vorzustellen, mit dem Zwecke, zu lösen, zu transformieren und zu heilen....

Ich habe die CDs jetzt schon sehr lange nicht mehr verwendet, empfand sie jedoch früher immer wieder recht hilfreich - und man wird insgesamt doch recht angenehm geführt und angeleitet.
Manchmal ist bei schwierigen Gefühlen einfach hilfreich, sich auf diese Art führen zu lassen. Aber wie es CDs nun mal so an sich haben, sind sie oft an der einen Stelle zu schnell, und an einer anderen Stelle zu langsam - je nachdem, was man gerade bearbeiten will...


Hier die Namen der besprochenen Meditations-CDs:
  • Ärger, Wut und Hass in Frieden verwandeln  - Wie wir aus unangenehmen Emotionen Kraft und Freude schöpfen können
  • Negative Gefühle in Freude verwandeln - Geführte Meditationen zur Befreiung von Angst, Wut, Scham & Co.
  • Befreie und heile das Kind in dir - Geführte Meditation zur Verwandlung deines inneren Kindes

Dienstag, 26. Oktober 2010

Sich selbst spüren können.....

Sich selbst spüren können?

In mich-stressenden Lebenssituationen kann ich dies meist nicht.
Aber ist es nicht auch ein "sich-selbst-spüren" wenn man merkt,
dass man sich selbst gerade nicht spürt?

Ich möchte mehr darauf achten, wann (und wie) ich mich selbst nicht spüre!

Was noch der Heilung bedarf...

Wenn ich in einer Lebenssituation auf ein Gefühl in mir stoße, welches mir irgendwie Schwierigkeiten bereitet, dann ist für mich nur sehr wenig wichtig, ob es normal ist, in dieser Situation so zu fühlen, ob die Mehrzahl der anderen Menschen in dieser Situation vielleicht genauso fühlen würde...

Ich sehe es eher als Zeichen, hier will etwas
in mir noch gesehen, von mir noch zugelassen, von mir noch  GEHEILT  werden,
braucht etwas in mir noch meine Zuwendung....

Montag, 25. Oktober 2010

Körperzentrierte Herzensarbeit - meine Erfahrungen damit

Wie ich am Samstag bereits ankündigte, werde ich hier meine Erfahrungen mit verschiedenen Persönlichkeitsentwicklungsmethoden (vor allem Selbsthilfemethoden) vorstellen, bei denen es im Wesentlichen um das Gefühle-fühlen geht.

Heute starte ich mit der Körperzentrierten Herzensarbeit:

Hier zunächst ein früherer Text von mir:
Die Mutter all der Gefühle-im-Körper-fühl-Methoden ist sicher die "Körperzentrierte Herzensarbeit" nach Safi Nidiaye. Safi ist keine Psychotherapeutin, sie hat diese Methode aus ihren Erfahrungen mit Meditation, gepaart mit viel Intuition, entwickelt. Bei dieser Methode geht es darum, sich hinzusetzen, in den Körper zu spüren, und Gefühle - nein, nicht ausdrücken oder abreagieren - sie wirklich so wie sie sind zu spüren.

Bücher:
Von Safi Nidiaye gibt es viele Bücher von denen nur einige sich um die "Körperzentrierte Herzensarbeit" drehen. Folgende drei Bücher kenne ich, und kann sie alle drei empfehlen:

Im ersten Buch, "Das Tao des Herzens" geht Safi Nidiaye ausführlich auf das Thema "Herz" im Zusammenhang mit dem Gefühle-fühlen ein, sie stellt ihre Methode vor, und bringt sehr viele praktische Erfahrungen zu den verschiedensten Anwendungsgebieten.

"Herz öffnen statt Kopf zerbrechen" ist das zweite Buch in welchem auch das Thema "Gedanken" stärker zum Zuge kommt. Safi Nidiaye schreibt hier darüber, wie man "Gedanken über die Fakten" von "Fakten" unterscheiden kann, und wie man von diesen Gedanken zu den zugehörigen Gefühlen wechseln und diese dann wirklich fühlen kann. In diesem Buch wird auch behandelt, wie man sich Gefühl um Gefühl - ähnlich wie die Schalen einer Zwiebel, immer weiter vorarbeitet, bis man schließlich beim ursprünglichen Kern-Gefühl (sie nennt es "ursprünglichen Schmerz") landet.....

"Der entscheidende Schritt: Das letzte Geheimnis der Wunscherfüllung" habe ich nicht durchgearbeitet, sondern lediglich einmal in einem Buchgeschäft ausführlich quergelesen. Dieses Buch behandelt zusätzliche Themen, wie Sehnsucht und Wunscherfüllung...., neue Sichtweisen der Herzensarbeit werden dargestellt, andere Themen aus den "alten" Büchern aber nicht mehr so ausführlich behandelt (war jedenfalls mein erster Eindruck).

Kostenlose Anleitung im Internet:
Auf Basis von "Herz öffnen statt Kopf zerbrechen" gibt es übrigens eine kostenlose Anleitung zur Herzensarbeit. Ein sehr interessanter Text, um erst einmal in das Thema "Gefühle-fühlen" hineinzuschnuppern.

Wer persönliche Anleitung benötigt, kommt vielleicht mit einer CD, mit einem Seminar oder mit Einzelstunden weiter:

CDs:
Unter dem Titel "Aufwachen und Lachen" gibt es eine CD, welche einem durch verschiedenen Formen der Herzensarbeit führt (z.B. Einstieg mit einem Gedanken, Einstieg mit einem Gefühl, Einstieg mit einer Körperempfindung).
Mir persönlich ist die Anleitung auf der CD weniger sympathisch.
Ich glaube, es gibt noch eine CD? Diese kenne ich jedoch nicht.

Seminare und Einzelsitzungen:
Unter www.safi-nidiaye.de findet man Infos zu Seminaren und eine Liste mit Kontaktadressen zu Einzelsitzungen.

Nochmals zu meinen Erfahrungen:
Ich habe die Herzensarbeit über die Bücher kennengelernt, hierbei sehr viel über das Gefühle-fühlen erfahren - und war in der Lage, die Methode anzuwenden.
Nach der Trennung von meiner damaligen Partnerin nahm ich dann dennoch drei Einzelstunden, was mir beim Bearbeiten der intensiven Gefühle dann auch weiter half. (Die Frau, bei der ich damals die Einzelstunden nahm, steht jetzt leider nicht mehr auf der Liste, ich werde ihren Namen daher nicht nennen.)

Später besuchte ich dann noch ein Seminar, bei dem Safi Nidiaye Schritt für Schritt mittels verschiedener Übungen ihre Methode und ihre spirituelle Sichtweise lehrte - und bei Einstiegsproblemen mit Rat und praktischen Übungen weiter half. Auch hier kamen nochmals viele interessante Gesichtspunkte zum Vorschein.

So sehr mir Safi Nidiayes Bücher auch gefallen,
irgendwie konnte ich persönlich keinen positiven Draht zu ihr finden.
Auch ihre Übungs-CD, die ich mir einige Zeit später kaufte, wirkt in meine Ohren unsympathisch - doch wer sich von der Herzensarbeit angesprochen fühlt, möge sich ein eigenes Bild machen.....

Samstag, 23. Oktober 2010

Selbsthilfe überhaupt möglich?

Meiner Ansicht nach ist "Das Tao der Zustimmung", so wie ich es hier beschreibe, die ideale Vorgehensweise um mit den verschiedensten Anforderungen des Lebens (mit äußeren Umständen, inneren Zuständen, Selbstablehnung, Jobproblemen, Beziehungsproblemen - eben mit allem, wo man sich selbst, den Anderen oder dem Leben begegnet) gut umzugehen.
(Bei schweren Traumatas, echten psychischen Erkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen würde ich all das hier im Blog beschriebene jedoch nicht anwenden, es sei denn ein behandelnder Arzt oder Psychotherapeut stimmt dem ausdrücklich zu. - Bei Panikattacken wendet eine Bekannte von mir das Zulassen der Gefühle allerdings meist erfolgreich an.)

Dennoch ist die Anwendung des "Tao der Zustimmung" ohne einen Begleiter, Therapeuten, Coach nicht einfach!
Viele Menschen werden immer einen Begleiter benötigen,
andere werden vielleicht zumindest in der Lernphase persönliche Anleitung benötigen....
dies hängt einfach von der eigenen Persönlichkeit ab - und da muss jeder für sich das finden, was bei ihm funktioniert und ihm auch gut tut. 

Für mich persönlich gibt es zu meinem Ansatz keine Alternative, weil für mich die persönliche Weiterentwicklung auch eine Zuwendung zu dem Leben, ein großes "Ja" zum Leben beinhalten soll.... und meiner Ansicht nach genau dies dann die nächsten zu gehenden Schritte offenbart.....
Daher ist ein Großteil meines Weges die Selbsthilfe - ein weiterer Teil sind derzeit die Besuche der KiKG-Ausbildungsseminare.

Doch nochmals zum Thema Begleiter:
Ich werde ich in den nächsten Tagen auf Persönlichkeitsentwicklungsmethoden  verschiedenster Lehrern / Therapeuten / Autoren eingehen, die teilweise auch Einzelbegleitung, Seminare oder Übungs-CDs anbieten.

Wünsche ein schönes Wochenende

Tao

Freitag, 22. Oktober 2010

Wahrnehmen und Hinschauen

Hier ein älterer Text von mir (das war damals meine Antwort auf eine konkrete Fragestellung), den ich meinen Lesern hier im Blog nicht vorenthalten möchte:

Es geht nicht darum, die Emotionen zu unterdrücken.
Es geht ums Wahrnehmen und einfach hinschauen!

Hier ein Beispiel:
Mache, wenn du für dich allein zu Hause bist, die Augen zu und stell dir vor, du würdest dich mitten in die unangenehme Situation und mitten in die Gefühle hineinsetzen.
Du denkst an deine Kollegen und ärgerst dich, dass du immer die Strahle-Frau spielen muss.
Dann spürst du deinen Ärger und sagst zu ihm „JA“.
Dann merkst du, du fühlst dich auch ganz Hilflos, weil du dich mit deinen Gefühlen allein fühlst. Dann sage zu deiner Hilflosigkeit „JA“.
.... Aber NEIN - du möchtest nicht hilflos sein. Hilflosigkeit ist unangenehm. Außerdem sind die anderen schuld, warum sollst du wegen denen Hilflosigkeit fühlen müssen. - Dann sage zu deinem „Hilflosigkeit nicht fühlen wollen“ „JA“.
......
Und irgendwann, kannst du vielleicht sogar zu deinen Kollegen und zu deren „immer-super-drauf-sein“ ein fettes „JA“ sagen, aber das ist rein freiwillig!

Mit körperlichen Spannungen umgehen

In einem Kommentar zu meinem älteren Beitrag "Blockiertheit mit dazunehmen...." wurde ich gebeten, mehr über das Thema "körperliche Spannungen" zu schreiben.

Bei mir ist diese körperliche Anspannung (beinahe) immer vorhanden, mal stärker, mal weniger.... Das Zentrum liegt im Bauch, jedoch ist der gesamte Oberkörper betroffen, auch die Arme. (Bei mir ist es rein die Körperspannung, es treten keine anderen körperlichen Phänomene auf.)

Ich habe mich dieser Spannung auch immer mal wieder zugewandt - aber bin nie richtig dauerhaft, mehrere Tage hintereinander,  am Ball geblieben..... was vielleicht doch mal nötig wäre.

Rein theoretisch kann man sicherlich sagen, dass Spannungen eine Art von Widerstand gegen das Fühlen sind, ein Zurückhalten von Gefühlen.... oder irgendsoetwas.  Jedoch führen theoretische Vermutungen meist zu keiner echten Veränderung..... auch die Spannung will bejahend wahrgenommen werden, um zu ihrem Ende kommen zu können.

Dabei kann man so vorgehen, wie ich es bei Thema "Gefühle fühlen" schon angedeutet hatte:
Spüren, wie sich die Spannung im Körper genau anfühlt.
Was für eine Art Spannung ist es?
Von wo nach wo verläuft die Spannung genau?
Wie tief geht sie?
.....


Vorhin habe ich mich mal in mich und meine Spannungen gespürt - es kamen Gefühle wie "Traurigkeit" nach oben..... auch ein mich-schwach-fühlen. Ich habe dann richtig bemerkt, dass ich jede Art von Gefühlen der Schwäche überhaupt nicht haben mag......
Schließlich war es dann wichtig gerade auch diese Gefühle von Schwäche innerlich wahrzunehmen.... aber mehr noch, sie bewusst dazuzunehmen, zu umfassen, .....!

Andere ablehnen

Welche unerwünschte Eigenschaft von mir selbst lehne ich im Anderen ab?

[Vergebung]

Vergebung heißt,
den Wunsch
nach einer besseren Vergangenheit
endgültig aufzugeben.



Frei nach: "Offen wie der Himmel, weit wie das Meer" 
von Jack Kornfield 

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Das WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"!

"Gefühle fühlen"?

Viele Menschen reagieren darauf mit: "Wieso soll ich meine Gefühle fühlen. Ich fühle sie ja sowieso schon die ganze Zeit und mehr als mir lieb ist!"

Ja, doch im normalen Leben geschieht dieses "Gefühle fühlen" meinst in einer Haltung von Ablehnung und Widerstand, mit Ablenkung und Wegsehen - und mit dem Versuch, sie zu lenken und zu kontrollieren. Manchmal gehen wir auch ganz im Gefühl auf, statt sie wahrzunehmen.
- All dies ist ganz normal und wird Jedem von uns auch immer wieder passieren.....

Doch um Gefühle zu ihrem natürlichen Ende kommen zu lassen, damit sie "zu Ende gefühlt" werden können - ist Hin und Wieder auch ein anderer Umgang mit ihnen notwendig:
Dem Gefühl zustimmen, es ansehen, es im eigenen Inneren Da-Sein lassen, es so lassen wie es ist, dabei-bleiben - aber dabei auch bewusst bleiben.... Also nicht ganz in dem Gefühl davon schwimmen, sondern immer noch als derjenige vorhanden bleiben, der das Gefühl umfassen und wahrnehmen kann.

Sehr wichtig beim "Gefühle fühlen" ist auch das Einbeziehen des Körpers!
Wo spüre ich das Gefühl genau im Körper?
Wie fühlt sich die Körperstelle an?
Von wo bis wo geht sie genau?

Ja - wichtig ist, sich dabei viel Zeit nehmen, ...... dabei sehr langsam vorgehen, .......
und immer und immer wieder mit der Aufmerksamkeit  zwischen Körpergefühl und Gefühl zu wechseln... ..... in einem großen "JAh"


Nachtrag vom 30.10.2010 00:34:

Damit alles 'WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"' zentral an einer Stelle steht, hier noch eine wichtige Ergänzung:
Mir ist, als ich vor etwa einer Stunde das Gefühle-fühlen mittels Übungs-CD praktizierte,  nochmals klar geworden, wie wichtig bewusstes Atmen beim Fühl-Vorgang ist.
Wichtig ist, langsam und tief zu atmen.... und den Atemvorgang auch immer wieder bewußt wahrzunehmen....

Dienstag, 19. Oktober 2010

Es findet sich immer was zum Zustimmen!

Es geht jedoch nicht darum, "keinen Widerstand haben zu dürfen" um "Richtig" zu sein....
während all die anderen Menschen, welche Widerstände haben oder ihre Gefühle nicht wahrnehmen wollen oder können,  falsch sind......

Es geht nur darum, wie man sich das Leben leichter machen kann..... und auf welche Art und Weise man wie viel von einem hilfreichen Ansatz umsetzen kann....

Wenn ich merke, dass ich bei einem bestimmten Thema den Widerstand nicht aufgeben kann..... ja, dass ich ihn auf keinen Fall aufgeben will...... dann stimme ich genau dem zu!
Dann sage ich "JAh" dazu, "JAh, hier ist ein Widerstand, den ich nicht aufgebe".
Und wenn ich dann merke, dass ich ungeduldig werde und denke, "Ich muss doch aber den Widerstand unbedingt aufgeben" ..... - dann sage ich "JAh" dazu .-  "JAh" zu dem Gedanken, "JAh" zu dem Druck,  dass ich denke, ich müsste den Widerstand unbedingt aufgeben. 

Ich kann also immer das nehmen, was gerade obenauf liegt.
Somit gibt es immer etwas, mit dem man in Zustimmung kommen kann!

Verschiedenes zum "Gefühle fühlen"

Ein sehr wichtiger Punkt ist meines Erachtens das Fühlen der eigenen Gefühle.
Gerade gegen Gefühle gibt es ja oft einen großen innerlichen Widerstand!

Und es gibt sogar Menschen die behaupten, "Jeder Widerstand gegen ein äußeres Ereignis ist in Wirklichkeit nur ein Widerstand gegen ein Gefühl - welches wir mit dem äußeren Ereignis verbinden - und welches wir auf keinen Fall fühlen wollen....".

Gegen Gefühle keinen innerlichen Widerstand haben zu müssen bringt eine große innere Freiheit! Man braucht dann nichts mehr zwanghaft und aus Angst vermeiden.....

Und - auch wenn das paradox klingt - aber um ein unangenehmes Gefühl loswerden zu können.... ist es zunächst erforderlich, den Widerstand gegen dieses Gefühl aufzugeben..... dieses Gefühl ganz durch-zu-fühlen, dieses Gefühl zu Ende zu fühlen.

Zu diesem Thema werde ich hier noch eine Menge schreiben!

Anwendung im Alltag

In einem Kommentar zu "Körperlicher Druck, Abwehr und Zustimmung" fragte Leserin oder Leser "R." danach, wie man auch im Alltag auf Wahrnehmung usw. umschalten kann.

Auf diese Frage habe ich leider auch keine gute Antwort.

Wenn im Alltag nicht allzu Stressiges passiert, dann kann ich mich vielleicht zumindest zwei oder dreimal am Tag daran erinnern, doch mal kurz meinen Körper durchzuscannen, zu spüren, was da gerade zu spüren ist, und danach dann auch noch meine Gefühle wahrzunehmen....
In Situationen, in denen mich jedoch etwas richtig "packt" denke ich dann überhaupt nicht mehr daran.

Mir gelingt das Ganze recht gut dann, wenn ich für mich bin.... etwa um etwas Belastendes vom Tage innerlich nachzuarbeiten - oder auch um mich auf einen schwierigen Termin vorzubereiten.
Manchmal bearbeite ich auch erfolgreich meine Befürchtungen - etwas, das vielleicht eintreten könnte.... und gegen das ich einen so starken Widerstand spüre, dass ich mich schließlich entscheide, mich näher damit zu befassen.

Auch vorletztes Wochenende in meiner Ausbildungsgruppe konnte ich sehr gut und recht zeitnah mit für mich belastenden Themen umgehen. Aber dort ist eben auch eine Umgebung in der viel Zeit und Raum für Achtsamkeit ist, dort bin ich dann von vornherein schon im richtigen Modus.

Also wie gesagt: Leider habe ich darauf keine wirklich gute Antwort - und ich denke, das Ganze ist vielleicht auch Übungssache, Erfahrungssache, .... und hängt davon ab, wie oft man sich im Leben vielleicht schon in weniger schlimmen Situationen auf gute Art und Weise von Widerstand und Stress lösen konnte......

Montag, 18. Oktober 2010

Mehr zu den KiKG-Übungen

Ich wurde gefragt, ob ich noch mehr zu dieser Übung schreiben kann.

Ich finde es doch recht schwierig, etwas in schriftlicher Form zu vermitteln, was man eigentlich persönlich zeigen müsste.... damit der andere es dann auch wirklich nachvollziehen .... und vielleicht sogar selbst anwenden kann....

Bei der KiKG-Arbeit gibt es eine Vielzahl derartiger Übungen. Teilweise dienen sie nur dazu, zu zeigen wie PrEssenz oder Zustimmung in einer Situation weiterhelfen könnte.

Manchmal kann man diese Übungen jedoch auch direkt dazu verwenden, um ein Thema zu bearbeiten. Dies könnte man beispielsweise tun, indem ich mir von jemandem den Arm verdrehen lasse, soweit, bis es anfängt zu schmerzen. Dabei danke ich an das Thema, das mir Probleme macht.
Im nächsten Schritt versuche ich dann, den Widerstand aufzugeben, mich innerlich zu lösen, in PrEssenz zu gehen, zuzustimmen, einfach alles wahrzunehmen, was da ist....... all dies zusammen, oder vielleicht auch nur ein Teil davon.....
Und dann versuche ich (weiterhin an mein Thema denkend), ob ich mich vielleicht, ganz ohne Gegenwehr und ohne Widerstand aus der Situation befreien kann.
Damit ist mein Lebensproblem zwar noch nicht gelöst, aber ich habe ein Muster-Erlebnis, das mir zeigte, was innerliches Lösen bei meinem Problem bewirken kann.....

Hier nun doch noch einen Link auf eine Seite, auf welcher weitere KiKG-Übungen vorgestellt werden:
"http://www.joel-weser.de/start.php?page=texts"
Auf dieser Seite "Übungen zur Präsenz" auswählen und mal die Texte zu Übung 2 und Übung 3 durchlesen.

Samstag, 16. Oktober 2010

Körperlicher Druck, Abwehr und Zustimmung

Ich bin hier ja schon mehrfach auf Bill Ferguson und sein "MasteryOfLife" eingegangen. Von den Ausführungen auf seinen Internetseiten habe ich einiges über das Aufgeben von innerem Widerstand gelernt, jedoch habe ich neben ihm noch mehrere weitere Lehrer.

Mein aktuellster und wichtigster Lehrer ist Joël Weser mit seiner  KiKG® - Arbeit zur PrEssenz.
Der Ansatz von Joël Weser besteht aus "Systemischen Familienaufstellungen" (darauf werde ich hier im Blog nicht so eingehen), den "Innen-Raum-Reisen" (hierzu zu einem späteren Zeitpunkt mehr) und den speziellen KiKG-Körperübungen.

Es gibt sehr viele verschiedene KiKG-Körperübungen. Schon mit den Einstiegsübungen kann man sehr gut sichtbar machen, wie sich "Zustimmung", "Loslassen", eine veränderte innere Haltung, auf körperliche Interaktionen direkt auswirken.

Ich werde hier jetzt eine Übung beschreiben - nicht dass ich dadurch zum Nachmachen anregen möchte, ich denke hier ist am Anfang persönliche Anleitung nötig - sondern um hier nochmals auf diese Art und Weise den Nutzen der Zustimmung zu verdeutlichen:

Ich stehe vor einer Wand. Mein Rücken liegt ganz an der Wand an.
Ein Übungspartner drückt mit beiden Händen gegen meinen Brustraum, ja er stemmt sich richtig mit voller Kraft dagegen.
Dies fühlt sich unangenehm an.... und ich begebe mich zunächst voll ins "Dagegen-Sein", in die innerliche Abwehr in Widerstand - "Nein! Das will ich nicht! Wieso macht der sowas mit mir! So ein Schwein!" (Wenn man möchte, dann kann man sich bei dieser Übung auch eine konkrete Lebenssituation vorstellen, bei der man sich sehr unter Druck gesetzt fühlt.)

Im nächsten Schritt verändere ich meine innere Haltung. Ich ändere nichts an der äußeren Situation, ich verändere lediglich etwas in meinem Inneren:
Ich stimme der unangenehmen körperlichen Situation zu... und fühle mich schon etwas besser.
Dann schalte ich um auf Wahrnehmung, ich nehme genau war, wo und wie mich seine Hände im Brustraum drücken..... und wandere dann mit meiner Aufmerksamkeit zu meinen Gefühlen.
Dann mache ich mich ganz weit und nehme auch den Drückenden wahr.

Während sich am Anfang alles sehr unangenehm, fast schon schmerzhaft nach Druck, Enge, Eingesperrt-sein anfühlte, fühle ich mich nun relativ frei und autonom.

Auch bei denen, die den Druck ausübten, hat sich während der Übung viel geändert.
Am Schluss schauen sie meist recht verblüfft drein .... und man hat den Eindruck, sie würden garnicht mehr so richtig drücken.
Beim Austausch sagen sie Dinge wie: "Am Schluss hatte ich den Eindruck ich habe dich garnicht mehr richtig, du warst garnicht mehr richtig greifbar." oder "Du hast mir plötzlich die ganze Kraft genommen, ich konnte nicht mehr richtig drücken." Manchmal kommt auch die Rückmeldung: "Ich bin mir zum Schluss richtig verarscht vorgekommen. Ich versuche verzweifelt zu drücken und zu drücken, und du stehst da und veräppelst mich...."

Im Gegensatz zu den anderen Methoden, die ich hier vorstellte und noch vorstellen werde, gibt es zu den KiKG-Übungen keine Anleitung auf Internetseiten, in Büchern oder auf CDs. Stattdessen benötigt man hier den direktem Kontakt mit einem KiKG-Trainer vor Ort, oder am besten direkt mit Joël.

Auch ich werde diese Übungen hier im Blog nicht anleiten!
Falls meine Leser jedoch mehr an diesem Thema interessiert wären, könnte ich noch ein bisschen darüber schreiben.

Links:

Freitag, 15. Oktober 2010

Widerstand als Versuch, zu kontrollieren

In einem Kommentar zu meinem letzten Beitrag wurde ich von "Anonym"  nach dem Zusammenhang zwischen Stress, bzw. großer Belastung, und Widerstand gefragt.

Meiner Ansicht nach ist Widerstand kein Automatismus,
der durch Belastungen, von welcher Art auch immer, ganz mechanisch hervorgerufen wird.
Stattdessen ist er etwas, das wir selbst "machen"....
weil wir denken, dass wir mit Hilfe von Widerstand die Situation oder unsere Gefühle kontrollieren können.... (mit meinen bisherigen Beiträgen versuchte ich aufzuzeigen, dass diese Kontrolle  nicht funktioniert).

Ich stimme dir, Anonym, natürlich zu, dass Zustimmung und Hingabe schwierig sein kann, wenn sehr viel auf Einmal auf uns einwirkt.

Doch wenn wir wenigstens einen Teil des Widerstands aufgeben, wenn wir nur einem Teil unserer Gefühle zustimmen können, wenn wir nur einen Teil unseres Problems wirklich ansehen können,
sind wir einen Teil mehr im Fluss,
haben wir einen Teil mehr Inneren Frieden,
haben wir einen Teil mehr Lebensqualität.....

Psychischer Schmerz....

..... ist etwas, das es eigentlich garnicht gibt.

Er entsteht, wenn man gegen eigene Gefühle Widerstand leistet
(je mehr Widerstand - umso mehr Schmerz).

Mich ganz auf das Leben einlassen!

Früher habe ich mich damit beschäftigt, wie wir unsere Gefühle selbst erzeugen....
Ich habe mich damit beschäftigt, wie ich selbst Glücklichsein verhindere....

Doch ich bin von diesen Wegen wieder abgekommen.

Ich möchte mich dem Leben ganz unmittelbar zuwenden.
Ohne Ausweichen in positive, beschönigende Sichtweisen. 
Ohne Ausweichen in Richtung "Glücklichsein".

Dem Leben begegnen - so wie es ist!
Dem Leben begegnen - so wie ich bin!
Das ist das Positive pur!

Das ist meine Sehnsucht und mein Weg.

Tao

Montag, 11. Oktober 2010

Damit Dasein

Eine Grundlage des "Tao der Zustimmung" ist, Das-Was-Ist nicht zu bekämpfen, .... sondern es da sein zu lassen, sich (innerlich) mitten in die Situation hineinzusetzen, einfach mit Dem-Was-Gerade-ist dazusein.

Dies setzt voraus, sich keine Scheuklappen aufzusetzen, sich nichts vorzumachen, sondern Das-was-ist wirklich anzusehen - ganz da sein, ..... sich selbst spüren, den eigenen Körper spüren, ..... es anzusehen, und ganz da zu sein.

Wichtig dabei ist, die eigenen Gefühle zu spüren, die mit Dem-Was-Ist zusammenhängen. Auch ein Gefühl ist ein Das-Was-Ist und will als solches behandelt werden, will gesehen werden, will wahrgenommen werden, will ein "Ja, im Augenblick ist das so... und weil es so ist darf es auch so sein!"

Das-Was-Ist verändert sich, wenn es ganz gesehen wird, wenn es ganz gespürt wird, wenn es ganz angenommen wird.... (Eigentlich habe ich dies auf andere Weise hier im Blog bereits beschrieben.)

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Bereitschaft, Widerstand aufzugeben

"Widerstand-aufgeben" kann man in belastenden aktuellen Lebenssituationen praktizieren - man kann jedoch auch nach Lebensbereichen Ausschau halten, in denen immer wieder alles schief geht, um dann zu prüfen, was für innere Widerstände dort wohl am Werke sein mögen.

Wichtig ist die innere Bereitschaft den Widerstand aufzugeben, ..... verbunden mit dem Wissen, dass Widerstand, und die damit verbundene Angst, der damit verbundene Tunnelblick keineswegs zieldienlich sind.

Wenn beispielsweise meine Lebensgefährtin darüber nachdenken würde, mich zu verlassen (tut sie zum Glück nicht, hoffe ich), dann würde innerer Widerstand und die daraus geborenen Verhaltensweisen wahrscheinlich dazu führen, dass sie dies dann tatsächlich tut. (Auf jeden Fall würden sich zusätzliche Angst und Tunnelblick breit machen.)
Wenn ich stattdessen der Möglichkeit, dass sie mich tatsächlich verlassen könnte zustimme.... wirklich zustimme.....
dann bin ich innerlich frei, zu merken, ..... was ich in dieser Situation tun kann und will.....

Doch Bereitschaft allein genügt nicht immer.
Manchmal ist es einfach notwendig, sich innerlich mit all seinen Gefühlen mitten in die Situation hineinzusetzen (ich schrieb bereit darüber) und seine Gefühle wirklich zu fühlen (darüber werde ich in den nächsten Wochen noch einiges schreiben).

Viel Erfolg beim der Bewegung durch das innerliche und äußerliche Leben!

Tao

Dienstag, 5. Oktober 2010

[Nur was "Da-Sein" darf....]

 .
...... kann auch "Weg-Gehen"!

 .

Nächste Schritte entstehen ganz von selbst

Ein älterer Text von mir, zum Thema "Ja-Sagen":
Ich denke, wenn man sich mitten hineinsetzt ....
in das, was im Augenblick ist, ....
und all die Gefühle, die im Augenblick dazu da sind, ......
wenn man "Ja" sagt, zu dem was ist, ....
und zu den eigenen Gefühlen, ...

oder wenn man wenigstens "Ja" zu dem eigenen "Nein" sagt, .....
....... dann entstehen die nächsten Schritte tatsächlich ganz von selbst......

Sich von Zwängen nicht beeinflussen lassen

Vor gut einem Jahr schrieb ich einmal für jemanden folgenden Text:
ich finde den Ansatz gut, sich von den inneren Zwängen nicht beeinflussen zu lassen.

Allerdings nicht bekämpfen - denn alles was wir bekämpfen kommt immer häufiger und immer stärker zurück - sondern fließen lassen, spüren, wahrnehmen.....

Weit werden..... und spüren, wenn der Zwang da ist.
"Wie fühlt er sich an?"
"Welche Emotionen sind da?"
..... Diese wahrnehmen...... dabei innerlich weit und innerlich offen sein - langsam und tief ein- und ausatmen, spüren....
"Wo spüre ich das im Körper?" ......

Es kommen lassen..... durch den Körper fließen lassen..... und wieder hinausfließen lassen ....... ohne sonst etwas dafür, dagegen, damit oder deswegen zu tun.....


Viel Erfolg!

Sonntag, 3. Oktober 2010

Dem, was Andere über mich denken, zustimmen

Am Freitag telefonierte ich mit einer guten Bekannten.

Sie lebt von ihrem Mann gerade in Trennung, beide haben irgendwie ihrem Beitrag zum Scheitern der Beziehung geleistet.... Jedenfalls hat er nun eine Freundin und wohnt seit ein paar Wochen bei ihr, während meine Bekannte in der ehelichen Wohnung wohnt.

Nun möchte ihr Mann ein paar größere Sachen aus der Wohnung holen. Da seine neue Freundin über Car-Sharing billig zu einem Mietwagen kommen kann, soll sie ihn dabei fahren.

Meine Bekannte hat nun total die Panik, weil dann die Nachbarn merken könnten, dass er nun eine andere hat - weil die Nachbarn merken könnten, dass ihre Ehe gescheitert ist.

Ich sagte ihr, sie solle einfach einen Zettel unten im Treppenhaus anbringen auf dem steht: "Wir leben derzeit in Trennung und mein Mann ist mit einer anderen Frau zusammen!"

Dies war natürlich nicht ganz ernst gemeint - doch was wäre es für eine Erleichterung, wenn man nicht mehr gegen etwas ankämpfen muss (dagegen dass die Nachbarn merken könnten, dass in der Ehe etwas nicht stimmt), sondern wenn man einfach ungeniert mit dem lebt, was sowieso nun mal ist?

[Die Macht der Gedanken Anderer]

 .

Was jemand über Sie glaubt, hat eine enorme Kraft,
solange Sie etwas anderes beweisen wollen.





Dieses sehr gut hier zum aktuellen Thema passende Zitat stammt aus:
"Das Geheimnis des Herzmagneten" 
von Ruediger Schache 
(Verlag: Nymphenburger; Auflage: 9)
 .

Freitag, 1. Oktober 2010

Blockiertheit, Widerstände, Angst

Eigentlich wollte ich in die rechts in meinem Blog stehende Schlagwort-Leiste einfach noch das Wort "Widerstände" hinzufügen. Dann habe ich bemerkt, das passt so nicht. Wahrscheinlich haben "Widerstände" auch etwas mit "Blockiertheit" zu tun. - Das heißt dann aber auch, dass ich, der sich, wie ich ja bereits schrieb, sehr blockiert in seinen Leben fühlt, wohl auch jede Menge innere unentdeckte Widerstände haben müsste.....

Eine weitere Verbindung besteht zwischen inneren Widerständen und Angst.
Die Angst vor einem bestimmten Ereignis führt dazu, dass Jemand gegen das tatsächliche oder eventuelle Eintreten dieses Ereignisses inneren Widerstand zu leistet!
Möglicherweise steckt in Wirklichkeit nicht einmal die Angst vor einem bestimmten Ereignis dahinter? Möglicherweise ist es in Wirklichkeit die Angst vor eigenen, inneren Gefühlen, die in Verbindung mit dem äußeren Ereignis auftreten könnten!

Andererseits führt innerer Widerstand ja zu Angst. Wenn ich darauf beharre, wenn ich davon abhängig bin, dass etwas auf gar keinen Fall eintreten darf, dann muss die pure Existenz der Möglichkeit, dass es vielleicht ja tatsächlich eintreten könnte, schon zu Angst führen!

[Der erste Schritt ist .....]

 .
.... festzustellen, 
wie sehr du gegen das Leben kämpfst!


(Mit "du" meine ich in diesen Sprüchen natürlich mich.)
 .

[Etwas ins eigene Leben rufen ]

 .
Die mächtigste Möglichkeit,
etwas in dein Leben zu rufen ist, 
gegen dieses Etwas inneren Widerstand zu leisten!

 .