Freitag, 29. Oktober 2010

Davonlaufen, Fühl-CD und Fühlen

Zur Zeit ist es wieder besonders schlimm..... mit dem Davonlaufen vor mir selbst und meinem Inneren.... Da beschäftige ich mich lieber mit irgendetwas Anderem, statt mich dem zuzuwenden, das in meinem Inneren stark da ist und nach Aufmerksamkeit schreit.....

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Ich habe jetzt mal die "Gefühle-fühl"-CDs von Robert Betz wieder hervorgekramt.
Ich griff mir von der CD "Negative Gefühle in Freude verwandeln" die zweite Meditation heraus (Dauer etwa 18 Minuten). Dabei ging es darum, ein aktuelles, unangenehmes Gefühl auszuwählen - und in einer inneren Reise in die eigene Kindheit zurückzugehen..... in die Zeit, in der das Gefühl früher zum ersten Mal aufgetaucht ist. Mit dem Bewusstsein eines erwachsenen Menschen sollte man dann in das innere Kind hineingehen, und das Gefühl nochmals richtig wahrnehmen und fühlen....

Ich spürte eine Angst und das Gefühl, ganz alleine damit dazusein. Es war gut, hier einzusteigen und dabeizubleiben.
Die Vorstellung mit dem Kind passte in diesem Augenblick für mich nur teilweise. Ich konnte diese Angst bestimmten Ereignissen meiner Kindheit zuordnen - jedoch hatte ich garnicht so sehr das Bedürfnis, jetzt in das innere Kind hineinzugehen.... ich wollte einfach nur das Gefühl fühlen....

Etwa ab der Hälfte der CD kam dann bereits die Phase, in der man sich lösende und reinigende Farben vorstellen solle. Dies passte jetzt ebenfalls nicht für mich, doch blieb ich einfach beim Fühlen. Wenn ich dem Text der CD nicht in allem folge, so wird durch die CD doch ein Zeitrahmen gesetzt, in dem ich einfach da bin und fühle..... und allein das in-diesem-Zeitrahmen-sein war schon sehr angenehm für mich.

Ich habe den Eindruck, diese Art der Angst ist noch längst nicht zu Ende gefühlt, jedoch ist dies einer von vielen Schritten....

Das Gefühle-fühlen hinterlässt jetzt in mir ein Gefühl von Traurigkeit, aber auch ein Gefühl von Stärke.... und ein Gefühl von Anwesend-sein.....

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Ich bin jetzt durch diese CD übrigens nochmals darauf aufmerksam gemacht worden, wie wichtig das bewusste Atmen beim Gefühle-fühlen ist - ich hatte bisher vergessen, dies zu erwähnen. Wichtig ist, langsam und tief zu atmen.... und den Atem auch bewußt wahrzunehmen....

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