Samstag, 30. Oktober 2010

Liebevolle Zwiesprache - meine Erfahrungen damit

Mit diesem Beitrag möchte ich meine Berichte über "Gefühle-fühl"-orientierte Methoden der Selbsthilfe / Persönlichkeitsentwicklung zunächst beenden. Auch hier zunächst wieder ein alter Text von mir zu diesem Thema:
Liebevolle Zwiesprache:
Peggy Paquet, ausgebildet in "Somatic Experiencing" (einer besonderen Form körperorientierter Trauma-Therapie) bei Peter Levine und in Logotherapie nach Viktor Frankl, hat als Synthese dieser beiden Methoden ihren eigenen, ebenfalls körperlichen Ansatz entwickelt, den sie "Liebevolle Zwiesprache" nennt. Eigentlich ruft "Zwiesprache" in diesem Zusammenhang falsche Assoziationen hervor, denn Frau Paquet's Methode ähnelt im Wesentlichen ebenfalls sehr stark der "Körperzentrierten Herzensarbeit".

Man kann diese Methode also einfach nur zum tiefen "Gefühle-fühlen" verwenden - der besondere Beitrag von Frau Paquet ist jedoch, dass sie eine besonderen Atemtechnik entwickelt hat, welche die Selbsthilfe auch bei Traumatas ermöglicht. (Natürlich ist es wichtig, die Methode Schritt für Schritt zu üben, zunächst mal nur auf kleinere Themen anzuwenden, und sich bei großen Traumatas zumindest anfangs begleiten zu lassen.)

Ich möchte noch anmerken, dass lt. Frau Paquet die "Liebevolle Zwiesprache" nicht für Menschen mit Persönlichkeitstörungen geeignet ist. Ich bin kein Arzt oder Psychotherapeut, könnte mir jedoch vorstellen, dass diese Aussage möglicherweise für alle von mir hier aufgeführten Methoden gilt!??

Kostenlosen Vortrag im Internet:
Von Frau Paquet gibt es mehrere Interviews (sind eigentlich eher Vorträge), in welchen sie das praktische Vorgehen mit ihrer Methode zur Selbsthilfe erläutert. Ich empfehle den einstündigen Vortrag "Liebevolle Zwiesprache in der Praxis. Teil 3." (Teil 3 ist irreführend, die Vorträge sind voneinander unabhängig) welcher auf der "Download-Seite von Radio Horeb" kostenlos heruntergeladen werden kann.

Einzelsitzungen:
Frau Paquet gibt Seminare und Einzelsitzungen im Raum München.
Mangels Erfahrung kann ich hierzu nichts weiter sagen.

Meine Erfahrungen mit dieser Methode:
Ich kenne die "Liebevolle Zwiesprache" nur von einem Volkshochschul-Vortrag, wollte sie jedoch der Vollständigkeit halber hier ebenfalls aufführen.

Der besondere Beitrag von Frau Paquet ist meiner Ansicht nach ihre Erfahrung mit der Anwendung des Gefühle-fühlens bei Traumatas - und insbesondere ihre hierfür verwendete Atem-Technik.

Ich glaube, diese Atem-Technik wird in dem Interview garnicht erwähnt, deshalb hier kurz:
Es geht darum, ganz tief und forciert mit dem Bauch auszuatmen, den Bauch also ganz bewußt beim Ausatmen einzuziehen.... - und ihn dann wieder loszulassen... den Einatem also nicht forcieren, sondern nur ganz automatisch kommen zu lassen....

Frau Paquet empfiehlt außerdem, sich garnicht so sehr auf die Ebene der Gedanken oder innerer Bilder einzulassen, sondern mit der Aufmerksamkeit beim Körper, beim Atmen und beim Gefühl zu bleiben...

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