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Beiträge vom November 2010

Montag, 29. November 2010

Blockiert-FÜHLEN - Erläuterung

Ich möchte nochmals kurz die unterschiedliche Bedeutung der Texte mit der weißen und mit der grauen Schrift erläutern:

Die weiß-farbigen Textstellen habe ich während meiner Sitzung geschrieben, indem ich immer wieder ein bisschen raus gegangen bin, den Text aufschrieb, und mich dann wieder hineinbegeben habe.

Die grau-farbigen Textstellen habe ich nachträglich zur Erläuterung hinzugefügt.

Samstag, 27. November 2010

Blockiert-FÜHLEN

Es ist immer noch die Anspannung, das mich-blockiert-Fühlen, das stark in mir da ist - und das mich stört!

Ich schreibe jetzt hier mal nachträglich noch in Grau meine Anmerkungen rein. Meine Freundin sagte, dass ich bei meinen Erlebnisberichten garnicht schreibe, was ich eigentlich gemacht habe. Prinzipiell habe ich ja schon beschrieben wie das Ganze geht.... Aber vielleicht schreibe ich jetzt einfach mal nachträglich rein, was ich eigentlich gemacht habe (und warum):
Wenn ich etwas "problematisch" finde, dann gibt es ein paar Sachen die ich dann zu tun versuche. Beispielsweise versuche ich immer, etwas zu finden, zu dem ich letztendlich "Ja" sagen kann (ich schrieb hier schon mehrfach darüber)! Oft komme ich dann jedoch auch zu der inneren Frage, wie ich es integrieren, wie ich es dazunehmen kann. Dies habe ich mich auch an dieser Stelle gefragt:

Bis ich merke: Es gehört dazu.... zu mir.... und zu meiner derzeitigen Ganzheit..... - kam mir jetzt in den Sinn.... und es hilft überhaupt nichts, es umgehen zu wollen..... um jetzt bei irgendeinem anderen Thema irgendetwas zu erreichen...

"Jah" - wenn ich es dazunehme.... ihm seinen Platz in mir gebe, dann hört auch hier der Kampf gegen mich selbst, die Selbstablehnung auf - dies ist es, was ich auch hier wieder sehr deutlich spürte....

Und dann gehe ich oftmals wieder in den Körper und schaue, wie's sich anfühlt:

Ich spüre in mich selbst, spüre die Spannung...... aber auch ein Kribbeln, Lebendigkeit...
Wo will es von hier aus weitergehen? Letzteres ist ein Vorgang des Öffnens und Zulassens. Ich lasse die Kontrolle los.... und lasse es dahin gehen, wo es hingehen wird.

Ich bleibe dabei und mache mit all dem weiter.
Ich stelle mir dann vor, wie ich die Anspannung, wie ich das Blockiert-Sein besuche. Ich stelle mir vor, es wirklich anzuschauen ... und spüre dabei in mich hinein und zu ihm hin. Dann nehme ich wahr:

Ein starres Behältnis, das ja auch nichts anderes will, als mir einen Rahmen und Struktur zu geben - etwas, was für mich in meiner Kindheit wohl sehr wichtig war.... denn ich fühle mich irgendwie als Kind... und sicher..... und gleichzeitig fühle ich mich auch als der Rahmen.... der auch nicht alles schützen und abwenden kann ..... aber der etwas größer und stärker als die kindliche Seite ist - und der sein Bestes tun..... (Dies ist nicht das Ergebnis theoretischer Überlegungen. Theoretische Überlegungen würden ja bedeuten, nicht hinzusehen, nicht hinsehen zu wollen .... und das wäre völlig kontraproduktiv....)

Ich habe nun beendet, weil ich etwas unruhig war und das alles aufschreiben wollte. Vielleicht gehe ich später nochmals hin und nochmals tief hinein.

Freitag, 26. November 2010

Gedanken oder Realität

Das was ich hier in diesem Beitrag schreibe, hat nur am Rande mit dem "Tao der Zustimmung zu tun":

In Dr. Peter Levine's Buch zu "Somatic Experiencing" wird erwähnt, wie wichtig es ist, einen Gedanken einfach auch als einen Gedanken zu erkennen. (Zu diesem Thema kam mir dann auch wieder das Buch "Herz öffnen statt Kopf zerbrechen" von Safi Nidiaye in den Sinn, in welchem das Thema "Gedanken und Gefühle" sehr ausführlich behandelt wird.)

Angenommen, ich wäre mit meinem menschlichen Bewusstsein in dem Körper des gestern erwähnten kleinen Hundes. - In diesem Fall würde ich wahrscheinlich anfangen darüber nachzudenken, ob diese böse Mensch vielleicht wieder auftauchen könnte, und was ich dann tun würde und wie ich den nächsten Tritt vermeiden könnte.
Während ich dies denke, wären meine Angst - und die unangenehmen Gefühle, welche mich an den Tritt erinnern, wieder präsent.

Einen Gedanken als Gedanken zu erkennen hieße also, sich zu sagen: "Aha, da ist in mir gerade, der Gedanke, dass dieser Mensch morgen wieder kommen und mich treten könnte."
Dann könnte man die Aufmerksamkeit in den Körper richten und fragen: "Welche körperlichen Reaktionen, welche Körperempfindungen habe ich in mir, wenn ich denke, 'dieser Mensch kommt morgen wieder und tritt mich'?"
Eine weitere Frage wäre dann die Frage nach den mit den Gedanken und der Körperempfindung verbundenen Emotionen: "Wie fühle ich mich, wenn ich denke, 'dieser Mensch kommt morgen wieder und tritt mich'?"

Durch diese Betrachtungsweise wird sichtbar, dass das momentane Körperempfinden, das momentane Gefühl im Augenblick gerade von Gedanken verursacht wird.
Natürlich kann man auch umgekehrt vorgehen: "Ich fühle gerade 'das-und-das', welche Gedanken habe ich gerade, die dieses Gefühl verursachen?"

Es geht jedoch nicht darum, Gefühle oder Gedanken zu zensieren, sondern diese wahrzunehmen, sich bewusst zu sein, was hier gerade im Innern geschieht.
 
Letztendlich geht es auch bei diesem Ansatz nur darum, das Gefühl zu fühlen!

Somit ist es vielleicht garnicht so wichtig, ob man nun erkennt, dass das Gefühl die Folge eines Gedankens ist .... oder ob man glaubt, das Gefühl wäre die Folge der Realität.

Donnerstag, 25. November 2010

Denken und Angst bei Mensch und Tier

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der Angst eines Menschen und der Angst eines Tieres.

Angenommen, ein kleiner Hund wird von einem Passanten getreten. Am nächsten Tag passiert das selbe wieder. Wenn dieser Hund diese Person nun ein drittes Mal sieht, dann bekommt er schon von vornherein Angst und läuft weg.

Wenn der Hund seinen Peiniger jedoch nicht sieht, dann hat er auch keine Angst!
Wir Menschen sind hier anders. Wir denken darüber nach, dass dieser böse Mensch ja vielleicht nochmals wieder kommen könnte..... und was wir dagegen tun könnten, wie wir uns wehren oder verstecken könnten..... und während wir darüber nachdenken haben wir dauerhaft Angst.

(Dieses Beispiel stammt aus dem Buch "In Abstand zur inneren Wortmaschine: Ein Selbsthilfe- und Therapiebegleitbuch auf der Grundlage der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT)" von Steven C. Hayes, Spencer Smith, und Gerhard Kugler. Die "Akzeptanz- und Commitment-Therapie", die sich als die dritte Generation der Verhaltenstherapie sieht, dreht sich ebenfalls sehr stark um Achtsamkeit und Zustimmung. Da dieser Ansatz allerdings wesentlich rationaler ist, als der hier in Blog beschriebene, werde ich hier nicht tiefer darauf eingehen. 
In diesem durchaus empfehlenswerten Buch gibt es eine Vielzahl sehr interessanter Übungen, die allerdings auch durchgeführt werden wollen, wenn man etwas von diesem Buch haben will.)

Mittwoch, 24. November 2010

Herzenstechnik

Sehr hilfreich beim Gefühle-fühlen ist übrigens die Herzenstechnik von Manfred Mohr.

Ich habe sie aus dem Buch "Cosmic Ordering: Die neue Dimension der Realitätsgestaltung aus dem alten hawaiianischen Ho'oponopono", welches die kürzlich verstorbene Erfolgsautorin Bärbel Mohr zusammen mit ihrem Mann Manfred Mohr schrieb.

Dabei geht es darum, sich vorzustellen, wie sich beim Einatmen das eigene Herz so sehr weitet, dass alle Gefühle darin Platz haben. Beim Ausatmen nimmt das Herz dann wieder mehr und mehr seine normale Größe ein... und beim nächsten Einatmen beginnt es wieder mit dem Weiten.

Besonders hilfreich ist es natürlich, wenn man dies auf ein Gefühl anwendet, welches man eigentlich garnicht haben will....
Man könnte sich prinzipiell aber auch vorstellen, das Herz so sehr zu weiten, dass unerwünschte Situationen
oder sogar als problematisch empfundene Menschen darin Platz haben.

Die Vorstellung, in die Weite zu gehen, ist übrigens allgemein ein sehr hilfreiches Hilfsmittel
und wird in der bereits erwähnten KiKG-Ausbildung ebenfalls sehr erfolgreich genutzt!

Samstag, 20. November 2010

Totale Erleichterung

Wenn ich mir meine letzten Fühl-Sitzungen anschaue - oder auch meine Blog-Beiträge der letzten Wochen....  dann ist es immer wieder erstaunlich, wie viel das "Zustimmen" doch bewirken kann.

Da war zunächst immer ein "Nein, das will ich nicht" oder ein "Nein, so etwas darf nicht geschehen oder nicht geschehen sein" oder ein "Nein, ich will nicht, dass so etwas in mir ist" - und jedesmal war da zunächst Stress, der dann auch die weitere Entwicklung blockierte.
Erst als ich dann merkte, hier hilft nichts anderes als Zustimmung, dann ging es plötzlich weiter.

Beim Erlernen der Erfahrung von Zustimmung-pur hat mit die Lehre von Bill Ferguson sehr geholfen, beim Vertiefen dieser Erfahrung dann später auch Joël Weser.

Freitag, 19. November 2010

Somatic Experiencing - mein erster Kontakt damit

Ich habe die letzten Tage so ganz nebenbei (zum Beispiel während der Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln) wieder begonnen die Einstiegsübungen aus dem Buch "Vom Trauma befreien: Wie Sie seelische und körperliche Blockaden lösen." von Dr. Peter Levine zu machen. Meine Erfahrungen mit Somatic Experiencing beschränken sich rein auf dieses Buch und die beigefügte Begleit-CD.

Auch hier zunächst wieder ein älterer Text von mir zu diesem Thema:
Der Stress und Traumaforscher Dr. Peter Levine stellte fest, dass alle Traumen zu körperlichen Blockaden führen. Man muss sich an Traumen garnicht erinnern können, man muss nur an der körperlichen Blockierung arbeiten, um das Trauma zu lösen.
Auch hier gibt's ein Buch mit Anleitung auf CD ("Vom Trauma befreien: Wie Sie seelische und körperliche Blockaden lösen. Mit 12 Übungen auf CD" von Peter A. Levine), was ich bei einem leichten Trauma (2 Stürze im Winter, eine verletzte Hand, Angst nochmals zu stürzen, irgendwie total in meiner Kraft gehemmt) ausprobiert habe. Ich habe die Übungen von der CD mehrmals angewandt, habe allerdings nur etwa 66% der Übungen gemacht, dann war ich durch Seminarbesuche mit Anderem beschäftigt, und langsam löste sich das Problem dann wieder auf...

Ergänzende Anmerkung:
Dieses Buch enthält einen theoretischen und eine praktischen Teil. Die Übungen aus dem praktischen Teil sind auch auf der CD zu finden.

Die im praktischen Teil aufgeführten 12 Schritte gliedern sich in drei Teile.
Zunächst gibt es vorbereitende Übungen, welche dabei helfen grundlegende Ressourcen zu entwickeln, wie z.B. die Körpergrenzen spüren oder gut geerdet und im Bauch zentriert zu sein.
Im zweiten Teil gibt es Übungen zum Nach-Innen-Gehen und spüren, wie ich sie auch aus anderen Methoden schon kenne.
Im dritten Teil gibt es spezielle Übungen, um durch das Trauma blockierte Fähigkeiten wie "Kämpfen", "Weglaufen" usw. wieder zu befreien. Dr. Peter Levine beobachtete beispielsweise bei Tieren, wie diese sich von einer schweren traumatischen Erfahrung lösen.  (Eisbär wird von Hubschrauber gejagt und mit Betäubungsgewehr betäubt, um eine Sonde an ihm zu befestigen. Tiere befanden sich bereits in den Fängen eines Raubtiers, konnten sich dann jedoch befreien.)

Eigene Erfahrungen mit dieser Methode:
Über eine frühere Erfahrung mit dieser Methode habe ich oben in dem Text ja bereits berichtet.
Prinzipiell denke ich, dass in jedem Menschen traumatische Erfahrungen gespeichert sein können, die von einem Sturz oder einer als Eingriff empfundenen, jedoch medizinisch notwendigen Operation, bis hin zu Kriegserlebnissen oder sexuellem Missbrauch reichen können.
Ich möchte deshalb einfach auch noch Hilfsmittel aus dieser Methode nutzen, um innerlich ganz frei zu werden.

Einzelsitzungen:
Es gibt auch in Deutschland Heilpraktiker und Psychotherapeuten, die mit dieser Methode arbeiten. Wie gesagt habe ich damit jedoch keine Erfahrung.

Samstag, 13. November 2010

Kindheit / Schicksal

Jetzt mal was anderes, weil ich gerade einen "alten" Text von mir wieder gefunden habe, den ich gerne auch hier veröffentlichen möchte.

Es ging um die Frage, ob die eigene Kindheit die Ursache für spätere Probleme ist:
Meiner Ansicht nach ist die Kindheit schon die Ursache für spätere Probleme.

Wer dies allerdings als Ausrede benutzt,
sich in Opferrolle oder Schuldzuweisungen verstrickt,
der trägt sehr mächtig dazu bei, seine Probleme für lange Zeit festzuzementieren.

Meiner Ansicht nach tun Eltern immer das Beste, das ihnen aufgrund ihrer eigenen inneren Probleme nun mal möglich ist...
und so sehe ich unsere Eltern nicht als die Schuldigen......
sondern es ist einfach Schicksal, in was für eine Familie wir hineingeboren wurden.
Genauso wie es Schicksal ist, in welchem Land wir geboren wurden, ob wir gesund oder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen geboren wurden....
Es ist Schicksal!

Meiner Meinung nach hat derjenige, der sein Schicksal annimmt, und das Beste daraus macht, mehr Lebensqualität
als derjenige, der sich weiterhin als Opfer definieren will
und in seinem Hadern gefangen bleibt....

Freilich ist "mit seinem Schicksal in Einklang kommen" nichts, was man in 5 Minuten erledigen kann. Es ist ein zu gehender Weg, ..... dessen erster Schritt wahrscheinlich die Bereitschaft ist, ihn zu gehen.

Davonlaufen..... und Fühlen

Ich bin der Meinung, ich müsste mich viel regelmäßiger mit meinem Innenleben beschäftigen.... um da irgendwie voran zu kommen...... Stattdessen tue ich alles nur Erdenkliche, um dieses mich-mit-mir-beschäftigen zu verschieben, ihm aus dem Weg zu gehen.

Ein Zwiespalt. Einerseits ein Druck den ich mir mache, doch endlich nach innen zu gehen. Irgendwie Stress in Verbindung damit. - Und andererseits ein Ausweichen, ein nicht hinspüren wollen..... in das was da irgendwie tief in mir drinnen ist und da irgendwie herumrumort.

Ich schreibe hier jetzt einfach darauf los, bin live mitten in der Situation!
Jah, da bin ich jetzt mitten-drin..... und auch wenn ich garnicht so deutlich und tief jetzt hineinspüre... ist es unangenehm, Stress, Zwiespalt, ..... und ich weiß nicht, wie ich es lösen kann.....

Zu allem was auftaucht einfach "Jah" zu sagen, kann man auch praktizieren, ohne so stark nach innen zu gehen, ohne so präzise hinzuspüren.

Ich sitze auf dem Stuhl und spüre meine Füße, die durch Muskel-Druck der Beine auf den Boden gedrückt werden. Ich spüre Kraft im Bauch, Spannung, ....... und gleichzeitig auf gewisse Art und Weise eine Offenheit.

Mir fällt ein, dass ich bei mental-orientierten psychischen Selbsthilfe-Methoden auch früher schon direkt meine Erkenntnisse auf dem PC hinterlassen habe. Aber mit Selbsthilfe-Methoden, bei denen es um das Spüren, um das Fühlen geht, habe ich dies noch nie gemacht.

Jah, es fühlt sich kräftig an im Körper jetzt auch mit der Spannung. Heute ist die Spannung "kräftig" .... und gar nicht so unangenehm.

Ich atme immer wieder bewusst tief aus! Jah!

Es packt mich beides. Es soll sich was tun, ich möchte dazu etwas tun.....
Andererseits.... ?
Und es darf alles so dasein jetzt. Ja, es gehört Alles mit dazu.

- - -

Ich hatte jetzt die Augen zu. Es ist auch eine Kraft da, eine Energie...... die nach außen strebt .... und gleichzeitig doch so stark zensiert und zurückgehalten wird....

Was es ist und wie ich es ändern kann? ..... (Noch) Keine Ahnung!

Freitag, 12. November 2010

Heilung und Heilungsschritte

In den Kommentaren zu meinem letzten Beitrag (und zu einem älteren Beitrag) wurde das Thema angeschnitten, was "Heilung" und "Heilungsschritte" eigentlich bedeutet.

Im Hinblick auf das Fühlen der eigenen Gefühle:
Bedeutet "Erfolg" hier, dass das Gefühl nicht mehr wiederkommt?

Vor Jahren, als ich Safi Nidiayes Bücher zur 'Körperzentrierten Herzensarbeit' las, hatte ich auch die Bemerkung aufgeschnappt, dass ein Gefühl, wenn wir es erst einmal in unser Herz genommen haben, nicht wieder auftauchen wird. Wer also zum Beispiel "Wut" zu Ende gefühlt hat, bei dem wird zumindest "diese Art von Wut" mit diesen inneren Ursachen nicht wieder auftauchen. - Irgendwann erwischte ich mich dann dabei, wie ich versuchte, meine Gefühle zu kontrollieren. Ich versuchte zu kontrollieren, damit ein einmal bearbeitetes Gefühl nicht nochmals auftaucht, denn dieses "nochmals auftauchen" würde ja beweisen, dass ich mit dem Gefühle-fühlen nicht erfolgreich war. - Zum Glück mache ich solch einen Schmarren heute nicht mehr.

Heute habe ich die Erfahrung, dass ich chronische Spannungen und chronische Gefühle nicht so einfach 'zu Ende fühlen' kann. Manchmal habe ich in einer meiner Sitzung eine gewisse Weiterentwicklung.... doch ein anderes Mal tauchen sie dann auf andere Art und Weise wieder auf.
Ich habe jedoch schon den Eindruck, dass es insgesamt über längeren Zeitraum gesehen eine Veränderung und Weiterentwicklung gibt.
Wenn ich mich heute hinsetze um nach innen zu gehen, dann kann ich jedoch nur mit dem weitermachen, was heute in meinem Inneren auftaucht (so wie es auch "R." in seinem Kommentar zu meinem Beitrag 'Fühlen meiner Traurigkeit' schrieb).

Bei aktuellen Problemen ist es allerdings anders:
Hier habe ich schon den Eindruck, ein Gefühl zu Ende gefühlt zu haben..... oder auf jeden Fall innerlich auf einem ganz anderen Platz gelandet zu sein, als dort wo ich gestartet bin....

Mittwoch, 10. November 2010

Sitzen beim Hineinsetzen?

Wenn man nach innen geht um die eigenen Gefühle zu fühlen, wenn man sich mitten hinein setzt, in das was im Augenblick gerade .... vielleicht ganz unangenehm da ist .....
ist es besser, dies im Sitzen oder im Liegen zu tun?

Meines Wissens gibt es einen deutlichen Unterschied, ob man dabei liegt oder sitzt:
Wenn man sich einem Gefühl ganz hingeben will, dann gelingt dies besser im Liegen. In dieser Position tritt die Kontrolle zu Gunsten der Hingabe zurück.
Allerdings tritt dann auch das Bewusstsein, der innere Beobachter zurück..... und es besteht die Gefahr, einfach nur in den Gefühlen zu schwimmen..... ohne dabei jedoch den Heilungsschritt zu gehen.
Zum Zwecke der Heilung - also wenn man ein Gefühl nach und nach wirklich zu Ende fühlen will, dann ist es wichtig, es bewusst wahrzunehmen. Ja, es ist wichtig, sich auf das Gefühl wirklich einlassen.... aber immer noch mit einem Rest an wahrnehmendem Bewusstsein.
Wenn die Gefühle überwältigend werden, dann ist es gut, einen kleinen (oder auch großen) Schritt nach hinten zurückzutreten... etwas mehr aus dem Gefühl heraus.... und etwas mehr in den inneren Beobachter hinein.....
um auf diese Art einen guten Abstand zum Gefühl zu finden!

(Anders kann es sein, wenn man beim Nach-Innen-Gehen von jemandem individuell begleitet und geführt wird. Dann kann es manchmal sinnvoll sein, sich einfach ganz führen zu lassen..... Jedoch ist es dann der Job des Begleiters dafür zu sorgen, dass der Fühlende immer wieder auch ganz bewusst wahrnimmt. )

Samstag, 6. November 2010

Sich mitten hineinsetzen

Nachdem ich letzte Woche die verschiedenen Selbsthilfe-Methoden vorstellte und mit Hilfe der CDs auch selbst nochmals anwandte, wurde mir klar, dass ich heute meist garnicht mehr auf diese Art und Weise vorgehe.

Statt fest bei einem Gefühl zu bleiben .... und dieses zu fühlen.....
begebe ich mich innerlich meist eher in eine aktuelle Situation hinein,
begegne innerlich einem Problem
oder auch einem für mich problematischen Menschen.....
und nehme wahr, was dies in mir auslöst..... ja ich setze mich da mitten hinein.... so gut es halt geht .... schaue was auftaucht, versuche alles anzuschauen, dazu "Ja" zu sagen, es wahrzunehmen - und dann schon auch die damit zusammenhängenden Gefühle zu fühlen und im Körper zu spüren.....
ohne allerdings fest bei einem Gefühl bleiben zu müssen....

Diese Vorgehensweise habe ich mir durch die geführten Innen-Raum-Reisen angeeignet, die wir in der Jahresgruppe bei Joël Weser immer wieder machen.... Ich nenne das was ich dann für mich zuhause mache auch "Innen-Raum-Reisen" obwohl ich es hier einfach so für mich selbst anwende, ohne Anleitung, lediglich mit einigen Stichpunkten auf meinem Merkzettel .... und jedes Mal sowieso ganz anders.....

Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei für mich auch die Weite der Wahrnehmung....
das über das Problem hinaus in die Weite gehen.....
ohne es jedoch hierdurch wegschieben zu wollen......
es wirklich anschauen und wahrnehmen..... 
und gleichzeitig nicht daran kleben,
sondern mit der Aufmerksamkeit auch darüber hinaus gehen.....

Mittwoch, 3. November 2010

Wann ist Zustimmung erforderlich?

Wenn du etwas nicht verändern willst,
dann ist auf diesem Gebiet "Zustimmung" nicht unbedingt erforderlich.

(Sicherlich, "Ablehnung" ist auch in diesem Falle unangenehm, denn ein "Nein" fühlt sich immer beschissen an. - Aber die Zustimmung wäre in diesem Fall nicht zwingend nötig.)

Aber wenn du etwas verändern willst,
dann ist ein "Ja" zum Jetzt-Zustand unumgänglich!
[Behauptung. Von mir.]

"Das Ganze" fühlen

Ich habe mich heute meinem psychischen Innenleben wieder ohne Hilfe von CDs zugewandt. Irgendwie fühlte es sich für mich, so wie es auf den CDs angeleitet wird, enger an als die Art und Weise, wie ich sie derzeit anwende.

Heute jetzt speziell habe ich auch keine bestimmtes Gefühl gefühlt, sondern eher das Ganze an Gefühlen, das im Augenblick in mir da ist: Eine Schicht über der Vorderseite meines Oberkörpers, die sich irgendwie leblos anfühlt, eine starke Energie, die irgendwie dahinter zu stecken scheint, und von der ich nur einen Hauch zu spüren zulassen kann, ein bisschen Traurigkeit immer noch im Gesicht..... ja es ist auch der Wunsch zu spüren, über all das endlich einmal hinausgehen zu können ..... und gleichzeitig ist eine Angst da, die verlorenen Bahnen zu verlassen.

Ich fühle mich jetzt im Reinen - mit dem gesamten Paket, so wie es im Augenblick ist....