Donnerstag, 29. Dezember 2011

[Im Anderen ablehnen]


Was von mir selbst

lehne ich im Anderen ab?

http://Tao-der-Zustimmung.blogspot.com

Mittwoch, 28. Dezember 2011

[Gut so wie es ist]


Gott erschuf die Welt und fand sie gut.

Nur der Mensch maßt sich an, sie nicht so zu finden.


Erni Sandhaas

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Fertig

Irgendwie bin ich von meinem Arbeitsalltag nun doch ziemlich fertig..... und ziemlich froh, nun zwei gute Wochen frei zu haben.....

Aus dem letzten Ausbildungsblock wirkte in mir auch noch einiges nach. Also habe ich diese Nachwirkungen genossen und seither nur kleine, kurze Sitzungen gemacht.

(Ich hoffe, ich werde, sobald ich etwas ausgeruhter bin, den Urlaub für wieder neue 'Sitzungen' nutzen.)

Ansonsten mache ich neuerdings immer wieder Übungen um meinen Mittelpunkt, mein Hara zu stärken. Das tut mir gut und ich fühle mich tatsächlich zentrierter und in meiner Kraft. (Diese Übungen habe ich von Anando Würzburger's Internetseiten hara-awareness.de. Ihre Übungs-CD finde ich ebenfalls sehr gut: "Die Hara Meditation- Kraft der Mitte".)

Sonntag, 18. Dezember 2011

[Wer hat die Macht?]


Suchst du nach einer Lösung oder nach einem Schuldigen?

Nur im ersten Fall nimmst du deine Macht zu dir!

Dienstag, 13. Dezember 2011

Erlebnisreicher Abschied

Letzte Woche hatte ich wieder vier sehr tiefe und erlebnisreichen Tage in meiner Ausbildungsgruppe.

Es war ein Ausbildungsblock des Abschieds.
Für die große Mehrheit der Gruppe endete dieser Block mit der Zertifizierung zum "KìKG-Trainer / KìKG-Begleiter (Kì, Kõrper- und GestaΙtarbeit)" nach einer etwa 3 1/2 -jährigen Ausbildung. (Es war die erste KiKG-Ausbildung die überhaupt stattfand.) 

Ich werde noch ein gutes Jahr dranhängen, da ich nur zwei Jahre in dieser Gruppe war.
(Ich war damals Quereinsteiger gewesen..... der sich als Nicht-Schwimmer dann gleich mit den vielen Schwimmern der Gruppe ins tiefe Meer wagen musste.....)

Nun sind die beiden ereignisreichen Jahre vorbei.....
Einerseits bin ich traurig, dass diese Gruppe nun nicht mehr in dieser Form zusammenkommen wird - andererseits habe ich auch eine neugierige Freude, weil ich ab April nochmals für ein Jahr in einer anderen Ausbildungsgruppe dabei sein darf.

Freitag, 2. Dezember 2011

Blockade-'Sitzung'

Ich habe am Donnerstag früh übrigens eine Sitzung mit meiner Blockade gemacht.

Dabei knüpfte ich bewusst an die 'Aufstellung' in meiner Ausbildungsgruppe (siehe "Meine Blockade steht neben mir") an, in welcher sich die Blockade, aber auch die dahinterstehende Lebendigkeit, zeigte.

Ich bin also nochmals gedanklich in diese  Aufstellung hineingegangen.... Ich habe bemerkt, dass sie nun ja all die Wochen wieder voll da war. In dieser Aufstellung war sie ja zur Seite getreten.... und ich hatte bemerkt, dass ich einerseits auch froh bin, diesen Schutz zu haben.

Also nahm ich sie am Donnerstag früh nun einfach wertschätzend wahr.

Ich entschloss mich dann auch, sie bewußt mit in den Tag zu nehmen.... und erinnerte mich dann im Laufe des Tages auch mehrmals kurz daran.....

Freitag, 18. November 2011

Systemische Übungen II

In meinen 'Sitzungen' spielt ja immer das "Zustimmung", "Wahrnehmen-was-ist", "sich körperlich weiten", usw. eine wesentliche Rolle spielt.  -  Immer wieder spielen auch Systemische Sichtweisen mit hinein, wie ich sie in Seminaren mit Familienaufstellungen oder durch die KiKG-Arbeit kennenlernte. 

Seit 4 Monaten mache ich ja schon immer wieder Übungen aus dem Buch "Die Heilung: Gesund werden, gesund bleiben" von Bert Hellinger.
Neuerdings kam jetzt noch das Buch "Wie Sie alte Wunden allein heilen und neue Kraft schöpfen: Familienaufstellung ohne Stellvertreter. Ein Selbsthilfebuch mit CD" von Bertold Ulsamer dazu.

In beiden Büchern werden die verschiedensten Themen behandelt, so dass man eine Übersicht bekommt, was überhaupt in Familienaufstellungen auftauchen und bearbeitet werden kann.
Zu jedem dieser Themen gibt es dann Übungen, womit man das Thema ohne Familienstellen, also in Selbsthilfe, bearbeiten kann. (Wobei es natürlich auch sein kann, dass man für bestimmte Themen trotzdem einen Begleiter braucht.)

Das Buch von Ulsamer geht meiner Ansicht nach verständlicher und systematischer auf die verschiedenen Systemischen Probleme und deren Bearbeitung ein. Es erscheint mir auch vollständiger, allerdings fehlt hier das Thema "Unterbrochene Hinbewegung", was ja auch ein Thema von mir ist - und wozu es in "Die Heilung" gleich zwei Übungen gibt.

Das Buch "Die Heilung" dagegen ist mehr darauf zugeschnitten, sich körperliche Krankheiten anzuschauen.... (Krankheiten haben neben den medizinischen Aspekten, die natürlich nur ein Arzt oder Heilpraktiker behandeln kann, oft auch psychische und systemische Aspekte.)
Man kann dieses Buch jedoch auch einfach nur zum Bearbeiten seiner verschiedensten Systemischen Probleme verwenden.

Während man mit "Die Heilung" seine Themen in der innerlichen Vorstellung bearbeitet, gibt es in Ulsamers Buch darüber hinaus auch Anleitungen, wie man seine Probleme mit Figuren, oder sogar richtig im Raum, selbst aufstellen kann. (Ein Drittel der ca. 75 Übungen sind bei Ulsamer übrigens auf der beigefügten CD.) 

Insgesamt baut das Buch von Ulsamer auf das traditionelle Familienstellen (bis einschließlich "Die Bewegungen der Seele") auf.
Hellingers Buch führt dagegen vor allem in "Die Bewegungen des Geistes", also in das "Neue, Geistige Familienstellen" ein.  - Somit wirkt dieses Buch einerseits deutlich abgehobener(!), bringt jedoch andererseits völlig neue Einsichten über die Beschaffenheit der Welt ..... und ist sicherlich eine Fundgrube für jeden, der sich für das "Geistige Familienstellen" interessiert.


Insgesamt kann man sagen: Zwei wirklich gute Bücher mit verschiedenen Schwerpunkten und für verschiedene Vorlieben!
Ich selbst würde fast vorschlagen, zuerst mit "Wie sie alte Wunden allein heilen" zu arbeiten..... um dann Monate später mit "Die Heilung" noch darüber hinauszugehen......

Samstag, 12. November 2011

Gut zu sich selbst sein

In letzter Zeit bin ich wieder verstärkt dabei, vor mir selbst davonzulaufen.
Statt mich der vorhandenen innerlichen Aufruhr zuzuwenden, beschäftige ich mich mit allerlei nicht unbedingt notwendigen Aktionen in den Weiten des Internets.

Gut, genau das ist es, was jetzt gerade ist:
Mein Ausweichen, vor dem unangenehmen Gefühl in mir.
Und meine Unzufriedenheit damit, dass ich jetzt schon wieder vor mir selbst davonlaufe!
Und da genau diese beiden Punkte jetzt gerade sind, sind sie es, die an vorderster Front meine Zustimmung wollen.

Ich möchte auch äußerliche Maßnahmen ergreifen, indem ich in Zukunft die Zeiten im Internet deutlich beschränke!

Eine wirklich tiefgehende Verarbeitung eines Themas wird allerdings nicht dadurch erreicht, dass man versucht, an sich herumzubasteln...... sondern, dass man sich dem-was-ist einfach zuwendet, ihm zustimmt - und gegebenenfalls dann auch noch, dass man sich mitten hineinsetzt in "Genau-das-was-jetzt-gerade ist".

--- ---

Ich habe mir jetzt mal meine alten Beiträge der Kategorie "" nochmals durchgelesen..... um mich mal wieder für das 'Reine Zustimmen' inspirieren zu lassen.

Jedenfalls fühlt es sich schon etwas besser an, dem Unangenehmen Gefühl im mir..... und der Tatsache, dass es mich wohl noch eine Weile begleiten wird, .... einfach zuzustimmen.
Ebenso der Tatsache, dass ich im Augenblick wieder vor mir davonlaufe.... und es vielleicht auch immer wieder tun werde.

Freitag, 11. November 2011

Den inneren Widerstand aufgeben

Hier ein älterer Text von mir, in welchem ich damals auf eine ganz konkrete Frage antwortete:

Ich selbst praktiziere ähnliches wie du.... nur vielleicht mit einer etwas anderen Gewichtung - und ich nenne es nicht "Scheiß-egal-Einstellung" sondern "Zustimmung" oder "Den-innerlichen-Widerstand-aufgeben".

Ich finde, dass es zu sehr viel Innerer Freiheit und zu Weitsicht führt, wenn man aus dem Inneren Widerstand gegen etwas einfach heraustritt.

Wenn ich in einem Flugzeug sitze und es ist gerade dabei abzustürzen, dann ist mir persönlich das nicht "Scheiß-egal", denn ich möchte im Augenblick noch nicht sterben. Aber ich weiß, dass ich mit Widerstand nur Angst und noch mehr Schmerz erzeuge, also suche ich in mir die Bereitschaft, dem nahenden Tod zuzustimmen.
Ich danke dann bewußt daran, wie mir "Zustimmung" schon in anderen Situationen genutzt hat - reale Situationen oder auch Körper-Übungen[1]  zum Thema "Zustimmung". (Früher dachte ich oft auch an Fallbeispiele[2], die ich gelesen hatte.... und welche mir den Nutzen der Zustimmung aufzeigten.)
Aus dieser Erfahrung heraus würde ich versuchen, dem Flugzeugabsturz zustimmen - nicht weil ich ihn mir wünsche - sondern weil er gerade sowieso passiert.... und ich nichts daran ändern kann.

Ich hatte übrigens vor längerer Zeit mal einen Traum, in welchem mir mein Tod angekündigt wurde. Ich habe dann im Traum selbst, dem bevorstehenden Tod zugestimmt (siehe "Traum vom bevorstehenden Tod" in meinem Blog).


Wenn ich Impulse in mir bemerken würde.... (ich greife jetzt mal ein Beispiel von dir heraus)... Sex mit Leichen zu haben.... dann würde ich nach einem Weg suchen, der Tatsache zuzustimmen, dass ich diese Impulse habe. - Dies heißt noch lange nicht, dass ich es dann tatsächlich ausleben würde.... aber ich würde zustimmen, dass dies im Augenblick mein Thema wäre.... Ja, ich würde zustimmen, dass ich den Ärger nun an der Backe habe, da ich sexuelle Präferenzen habe, die ich nicht ohne weiteres ausleben kann.
Die Tatsache, der dann zuzustimmen wäre wäre also: "Ich habe eine sexuelle Präferenz, die nicht gesellschaftsfähig ist, und die ich nicht ohne mich strafbar zu machen ausleben kann." - Aber ich habe diese Präferenz, sie gehört zu meinem Wesen.... und der Tatsache des Vorhandenseins dieser Präferenz stimme ich zu.

Durch dieses Zustimmen könnte ich dann ein Stückweit aus Angst und Tunnelblick aussteigen - .... aber ich würde an diesem Thema dranbleiben.... denn Zustimmung wäre hier nur der erste Schritt der Heilung..... Ein weiterer Schritt wäre, sich innerlich ganz auf dieses Thema einzulassen, sich ganz hineinzubegeben.....


Aber beenden wir das Was-Wäre-Wenn-Spiel.
Du hast diese Vorlieben ja garnicht, du hast jedoch Angst davor, dass du irgendwann derartige Vorlieben haben könntest....
Du hast Angst davor, du könntest vielleicht grundlegend falsch sein, wie du schriebst.

Hier kann es meiner Ansicht nach tatsächlich hilfreich sein, der Möglichkeit zuzustimmen, dass du vielleicht tatsächlich grundlegend falsch bist. - Denn auch hier schafft die Zustimmung, du hast es ja schon selbst erfahren, Erleichterung!
Und auch hier könntest du wiederum dranbleiben, dich deiner Angst falsch zu sein stellen, sie zustimmend fühlen, dich zustimmend durch sie hindurchfühlen.... und dich somit heilen.

Und ich verrate dir noch ein Geheimnis:
Jeder Mensch hat (oder hatte in einer Phase seines Lebens) mehr oder weniger starke Angst, grundlegend falsch zu sein, so falsch, dass er nicht dazugehört, dass er von der Menschheit ausgeschlossen wird.... Du bist mit deinem "falsch-sein" also nicht allein.... sondern bewegst dich im Kollektiv von Milliarden von Menschen.....


Aber natürlich ist das alles nicht so einfach - sondern ein Weg.... der immer wieder Schritt für Schritt zu gehen ist.....

Anmerkungen:
[1]: Beiträge zu 'Körper-Übungen mit Bezug zur "Zustimmung"':
  * Körperlicher Druck, Abwehr und Zustimmung
  * Mehr zu den KiKG-Übungen
[2]: Hier haben mich die Internetseiten von "Bill Ferguson" sehr inspiriert. In meinem Blog stelle ich ihn erstmals in meinem Beitrag "Widerstände aufgeben" vor.

Donnerstag, 10. November 2011

Vier Ebenen der Veränderung

Man könnte die Möglichkeiten sich Weiterzuentwickeln vielleicht in vier Ebenen unterteilen:
  1. Sich auf 'Das-Was-Ist' ganz einlassen - die eigenen Gefühle fühlen - "Ja!" sagen zu 'Das-Was-Ist' - und die nächsten Schritte in Richtung "Lösung" einfach von innen kommen lassen.
    (Dieser Punkt wird ja ausführlich hier im Blog bearbeitet, sowohl in meinen Info-Beiträgen als auch in meinem "Tagebuch").
  2. An Systemischen Verstrickungen arbeiten.
    (Beiträge hierzu erscheinen mit zunehmender Häufigkeit in meinen Tagebuch-Beiträgen, ohne dass ich dieses Thema jedoch hier im Blog theoretisch behandeln werde. Ich werde in den nächsten Tagen jedoch nochmals auf Bücher zu diesem Thema eingehen)
  3. Im Alltag ganz bewußt bemerken, was gerade abläuft.
  4. Techniken einüben, mit denen man im Alltag bewußt in das Wahrnehmen, in das Zustimmen, in die eigene Kraft gehen kann.
Die letzten beiden Punkte sind aktuell Thema in meinem Projekt ''.

Samstag, 5. November 2011

Abnehmen

Meine Beiträge über meine erfolgreiche Gewichts-Abnahme stehen seit März in einem eigenen Blog: Link zu meinem Blog über erfolgreiches Abnehmen.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Meine Blockade steht neben mir

Im Rahmen meiner Ausbildungsgruppe nutzte ich diesmal in einer Übungsgruppe die Gelegenheit, mir meine Blockade, die starke dauerhafte Verspannung meiner Vorderseite, genauer anzusehen.

Ich war selbst auf diese Idee gekommen, weil ich mich durch meine körperliche Anspannung stets sehr blockiert fühle..... und ich aber irgendwie auch Angst habe.... vor dem was dahinter steckt.... eine explodierende Wut vielleicht, oder eine unendliche Sehnsucht..... mit der ich dann nicht mehr umgehen kann.....

Eigentlich hätten wir hier außer mir noch 4 Personen benötigt: Eine Person, die in der Aufstellung für mich steht, eine die für meine Blockade steht, eine die für das was hinter dieser Blockade ist steht, und eine Person die diese Aufstellung leitet. - Leider sollten wir diesmal nur 3-er Gruppen bilden.... nach kurzem Überlegen entschloss ich mich aber, die beiden anderen trotzdem zu fragen, ob sie mich hier unterstützen würden. Für mich gab es dann keinen Stellvertreter und ich musste von Anfang an in die Aufstellung mit hinein. Außerdem hatten wir niemanden, der den ganzen Prozess leitete - wir machten es auch so sehr gut.

Am Anfang drückte der Stellvertreter meiner Blockade mir auf die Brust, während das was hinter der Blockade steckt dahinter auf einem Sitzwürfel saß und mit den Beinen baumelte.....

Schließlich ging ich einen Schritt nach vorne.... und die Blockade ließ von mir ab und ging langsam zur Seite.

Ich merkte, dass ich meine Blockade weiterhin noch teilweise als Schutz vor mir haben wollte, doch sie ging nun etwas nach hinten zur Seite und wollte nicht mehr. - Ich sah sie an und war ihr dankbar, dass sie mich bisher geschützt hatte.....

Schließlich änderte auch das was hinter der Blockade war seine Position. Ich wusste nicht, um was es sich handelte und wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte. - Ich merkte dann, dass ich zu sehr im Kopf war... und fand es nun schade, dass keine andere Person als mein Stellvertreter in der Aufstellung war..... da man selbst, gefangen in seiner eigenen Struktur.... oft die Bewegung in die Lösung garnicht bemerkt.

Schließlich entschloss ich mich, einfach so zu tun, als ob ich nicht ich selbst wäre, sondern als ob ich mein Stellvertreter in einer Aufstellung wäre. Ich ließ mich nun einfach ohne zu denken von dem Feld führen.... bis ich schließlich neben dem Unbekannten stand.... welches immer wieder Sprünge in die Luft machte......

Hinterher bei Austausch erfuhr ich dann, dass es sich um meine Lebendigkeit gehandelt hatte. Sie sagte mir aber auch, dass man nicht immer so sein kann.

Viel los - im Ausbildungsblock

Die Tage in meiner Ausbildungsgruppe waren wieder sehr schön, tiefgehend und erfahrungsreich.

Erstaunlich ist immer, wie ansteckend Offenheit, Zustimmung und Weite sein kann:
Ich hatte auch diesmal wieder Gelegenheit, 1,5 Tage neben Joel, unserem Ausbildungsleiter, zu sitzen.
Sehr oft, wenn ein Teilnehmer etwas sagt, dann spürt er in sich kurz nach..... und dann geht er sosehr in die Weite und Zustimmung, dass dies..... und eine von ihm ausgehende Weichheit.... wirklich körperlich spürbar ist und ansteckend wirkt. Es ist wirklich sehr angenehm, neben ihm zu sitzen.

In diesem Ausbildungs-Block fielen wieder viele Sätze, die für mich total ansprechend waren.... und ein paar neue Gesichtspunkte, die mir helfen, noch besser im Alltag in die Selbst-Akzeptanz und Zustimmung zu kommen......

In einer Innen-Raum-Reise gingen wir diesmal besonders auf den Aspekt der Atmung ein. Ich werde mal schauen, wie ich hier mein Selbst-Begleite-Repertoire damit erweitern kann.

Interessant war, als ich mit einer Teilnehmerin eine Übung machte, bei der ich sie mit der Berührung einer Hand führen sollte, während sie die Augen geschlossen hat. - Ich sah dann, dass sie Tränen in den Augen hatte, und fing gleich an, darüber nachzudenken, was ich da jetzt tun sollte. Ich merkte richtig, wie meine Aufmerksamkeit bei ihr war, wie ich mich um sie kümmern wollte, wie ich mir überlegte, wie ich sie jetzt führen sollte, damit es angenehm für sie ist. - Schließlich stoppte ich diese Überlegungen dann und beschloss, mit meiner Aufmerksamkeit zu mir zu gehen und mich selbst führen zu lassen, wie bei einer Aufstellung. Nun lief alles wie von selbst.

Später bei ihrer Rückmeldung erfuhr ich dann, dass zu den verschiedenen Zeitpunkten während des Führens genau das Richtige getan hatte, obwohl ich zum Zeitpunkt des Führens garnicht wusste, warum ich das tat, was ich gerade tat.


Diesmal nutzte ich die Gelegenheit, mich in einer kleinen Übungsgruppe in einer kleinen Aufstellung mit meiner körperlichen Blockade auseinander zu setzen. (Doch dies lagere ich vielleicht besser in einen zweiten Beitrag aus.)

Dienstag, 11. Oktober 2011

[Einklang]

Aus http://tao-der-zustimmung.blogspot.com:

Wenn du mit 'Dem-Was-Ist' in Einklang gehst, fühlst du dich gut!

Wenn du zu 'Dem-Was-Ist' in Widerstand gehst, fühlst du dich schlecht!

So einfach ist das!



Ist von mir.
[Und gilt auch nur für mich.]

Freitag, 23. September 2011

[Das Jetzt genießen?]


Kannst du heute das gute Essen genießen....

... auch wenn du nicht weißt ob es morgen was gibt?
 

Montag, 19. September 2011

[Etwas Besonderes sein]


Jeder ist etwas Besonderes!

So wie alle anderen Menschen auch.
 

Samstag, 17. September 2011

Happy Birthday, Tao-Zustimmungs-Blog!

- Das Tao der Zustimmung -
(da blüht sogar der Kaktus)
Hallo!

Mein Blog hat heute Geburtstag!
Er existiert nun genau ein Jahr, nachdem am 17.09.2010 mit meinem ersten Beitrag alles begann. 

In diesem Jahr entstanden 250 Beiträge.... und .... (dank dem Interesse meiner Leser) gibt es zu diesen Beiträgen 190 Kommentare!

Vor einiger Zeit las ich mal die Aussage: "Wenn du etwas lernen willst, dann schreibe ein Buch darüber!"

Nun, mir hat dieser Blog sehr geholfen, verschiedene Sachverhalte und Zusammenhänge bezüglich 'Zustimmung', 'Gefühle-fühlen', 'sich-einlassen-auf-das-was-ist', usw. klarer zu erkennen und für mich zu formulieren. (Dies schlägt sich in 89 Beiträgen über den Tao-Zustimmungs-Weg und in den 34 hier veröffentlichten Zitaten und Sprüchen nieder.)

Oft fühlte ich mich, auch durch diesen Blog, dazu animiert, das "Tao der Zustimmung" in aktuellen Lebenssituationen oder 'Sitzungen' anzuwenden..... was hier in 101 Beiträgen mal mehr, mal weniger ausführlich beschrieben wird.

Insgesamt freue ich mich, auch weiterhin auf diese Art und Weise in diesem Blog zu schreiben.

Einen lieben Gruß

Tao

Samstag, 3. September 2011

Die Kraft des Hinsehens

Beim Umgang mit sich selbst, mit Anderen, mit dem Leben propagiere ich den 'Weg des Hinsehens'.
Dies bedeutet, sich das anzuschauen, das wahrzunehmen, sich auf das einzulassen, was  ist.

Die Alternative wäre, wegzusehen, Dinge auszublenden, Dinge nicht bemerken zu wollen....
(Manche Leute wollen sich negative Dinge nicht ansehen, weil sie meinen, diesen dadurch Energie zu geben.)
Doch Dinge auszublenden kostet noch viel mehr Aufmerksamkeit und Energie und bindet Aufmerksamkeit und Energie (siehe Beispiel unten).

Außerdem ist Wegsehen, zumindest für mich, etwas, das sich kindlich und schwächend anfühlt.....
'Hinschauen', 'Wahrnehmen', 'sich dem Aussetzen was ist', ist dagegen etwas, das ich als erwachsen und stärkend empfinde....
(und außerdem ist es die Voraussetzung dafür, von innen heraus den nächsten Schritt zu erkennen...)


Hier ein etwas konstruiertes Beispiel:
Nehmen wir mal an, jemand sieht in Fahrrädern etwas absolut negatives und ablehnenswertes.
Wenn er nun versucht, nicht an Fahrräder zu denken, dann wird er umso mehr an sie denken. (Dies kann jeder selbst ausprobieren. Wer 5 Minuten nicht an Fahrräder denken will, wird in dieser Zeit so oft an sie denken wie er den ganzen Tag nicht an sie dachte....)

Gut, sagt nun der fachkundige Wegschauer, man braucht in dieser Zeit ja nur an etwas anderes, an etwas positives zu denken, z.B. an Lichtmasten. - Bei unserem 5-Minuten-Experiment wird dies wahrscheinlich tatsächlich helfen....

.... aber was passiert im richtigen Leben draußen im Straßenverkehr?
Jedes Mal wenn der Wegschauer ein Fahrrad sieht, wird er innerlich negativ reagieren, und dann schnell auf den nächsten Lichtmasten schauen. Was bekommt auf diese Art und Weise wohl am meisten Energie. - Meiner Ansicht nach das, auf das er gefühlsmäßig so heftig negativ reagiert...

Was könnte man also stattdessen tun?
Hinschauen, wahrnehmen, den innerlichen Widerstand aufgeben!

Freitag, 26. August 2011

Ameisen- und Zecken- Zustimmung

Heute verrate ich das Geheimnis der Ameisen- und Zecken- Zustimmung :-)
(leider ist mir jedoch nur die Ameisen-Zustimmung so richtig gelungen):

Gestern nach dem Sonnenbaden setzte ich mich an einem schönen Ort in einem schönen Park nochmals in den Schatten. - Leider war dort wohl eine Ameisen-Hauptstraße und ich hatte die Viecher sofort in großer Anzahl an den Füßen. Eine habe ich mit meiner Sandale wohl eingeklemmt. Sie zwickte mich.... und ich versuchte schließlich, alle abzustreifen...

Da keine andere Schatten-Bank frei war, und ich auch nicht schief-sitzend die Beine auf die Bank legen wollte, hielt ich meine Beine getragen durch Muskelkraft 5 bis 10cm über dem Boden.
Trotzdem tauchten weiterhin Ameisen auf (können die Viecher eigentlich springen?).

Schließlich war mir das Ganze zu unbequem und ich entschloss mich, die Füße zu strecken und die Ferse dann einfach auf dem Boden abzulegen. Ich akzeptierte, dass die Ameisen an meinen Beinen herumkrabbeln würden. - Aber die Ameisen wollten nun nicht mehr auf meine Füße. Erst nach 10 Minuten tauchte dann erst auf meinem einen, dann auf meinem anderen Fuß jeweils eine Ameise auf....

--- --- ---

Nach dem Duschen entdeckte ich an einer Körperstelle einen dunklen, herausstehenden Punkt. Ich dachte, es wäre eine Zecke... aber irgendwie stand da auch nichts heraus...., es war eher wie eingewachsen.

Später am Abend machte mir das Ganze dann doch Angst. Ich sah es mir mit der Lupe an..... und wurde noch unsicherer. - Da jedoch nichts herausstand wollte ich auch nicht daran herumoperieren. Ich entschloss mich, gleich am nächsten Morgen vorsichtshalber zum Arzt zu gehen. - Irgendwie hatte ich dann genug und legte mich ins Bett.

Ich war so gestresst, dass ich nicht bereit war, eine "richtige" Sitzung zu machen oder ins Zustimmen zu gehen. Ich ließ mich jedoch darauf ein, die Angst bewußt zu fühlen..... und schlief dann schließlich ein.

(Der Arzt konnte ausschließen, dass es sich um eine Zecke oder einen steckengebliebenen Zecken-Kopf handelt. Er vermutet, dass es ein Blutschwämmchen ist, hat mir jedoch vorsichtshalber eine Überweisung zum Dermatologen gegeben.)

Donnerstag, 25. August 2011

Die Weisheit des 'Nichtwissens'

Bei meinem letzten Ausbildungswochenende war mehrmals Thema, dass ein Begleiter normalerweise in jeder 'Sitzung' eine richtige Krise durchlebt, in der er nicht mehr weiterweiß, in der er keine Ahnung hat, was er jetzt noch tun oder vorschlagen soll. (Anmerkung: Es geht dabei nicht um die Art des Begleitens, bei der der Begleiter einfach nur die gelernten Techniken herunterspult.  Es ist vielmehr die Art des Begleitens gemeint, bei der der Begleiter sich ganz auf das einlässt was ist... zustimmt, und die nächsten Schritte ganz von Innen kommen lässt.) 
Wenn er diese Krise annimmt und sich darauf einlässt, dann kann daraus etwas neues entstehen.

Dieser Zustand des 'Nichtwissens' ist natürlich in allen Lebenslagen hilfreich.

Wenn meine Liebesbeziehung nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle,
dann kann ich mir mit Hilfe irgendwelcher Verstandesknoten zurecht legen, dass ich endlich den Mut für eine Trennung haben muss..... um dann dieses vermeintliche Ziel mit allen Mitteln zu verfolgen.
Ich könnte mir aber auch mit irgendwelchen Knoten in meinem Verstand ausdenken, dass ich die Beziehung unbedingt retten muss..... und dann blind und mit Vollgas in diese Richtung zu rennen.

Der dritte Weg ist der Zustand des 'Nichtwissens'.
Ich lasse mich auf das ein was ist...... und schaue, welcher nächste Schritt sich daraus ergibt.

--- --- ---

P.S.: In einem Buch über 'Traumdeutung mittels Focusing' (*) habe ich übrigens mal was sehr interessantes gelesen:
Dort erhielt eine Frau in ihrem Traum die Botschaft, sie solle sich von ihrem Mann trennen.
Nachdem sie die notwendigen Schritte eingeleitet hatte.... sagte ein weiterer Traum ihr, sie solle mit ihrem Mann zusammenbleiben, jedoch mehr auf ihre eigenen Wünsche und Interessen achten.

'Widersprüchliche Botschaften in Träumen', so könnte man jetzt sagen.
Aber sind die Botschaften wirklich widersprüchlich?
Von dort aus gesehen, wo die Frau am Anfang stand, war das Einleiten der Trennungsschritte vielleicht genau die Geh-Richtung die notwendig war, um in einer innerlichen Eigenständigkeit in Zukunft ihre Interessen durchsetzen zu können.

(*) Buch: "Dein Körper, Dein Traumdeuter" von Eugene T. Gendlin
(Sehr gut, aber wirklich kompliziert und sehr aufwendig zu lernen!)

Dienstag, 16. August 2011

Zustimmen und Heilen

Eigentlich habe ich ja schon mehrfach darüber geschrieben, was mit Zustimmung nicht gemeint ist.
Bevor ich dann wieder für ein paar Tage weg bin, möchte ich dennoch nochmals darüber schreiben, weil für mich währen der Ausbildungsgruppe ein bestimmter Aspekt nochmals klarer geworden ist:

'Zustimmung' bedeutet für mich nicht, sich gehen zu lassen.
Wenn jemand beispielsweise Jähzornig ist und immer wieder sämtliche Möbel demoliert, dann bedeutet Zustimmung nicht zu sagen: "Ja, so bin ich nun mal. Und schließlich soll ich dem ja zustimmen, wie ich bin".

'Zustimmung' bedeute, das-was-ist auch zu sich zu nehmen, die Verantwortung dafür zu übernehmen.... - das fühlt sich viel Kraftvoller an, als das sich gehen lassen.....
Das heißt auch, sich dem Jähzorn (jetzt in diesem Beispiel) zuzuwenden, ihn zu sehen, ihn zu sich zu nehmen, ihn ins eigene Herz zu nehmen .... und ihn somit zu Heilen und in die Gesamtperson zu integrieren.....

Nachtrag Ausbildungsgruppe

Letzte Woche war ich ja wieder 3,5 Tage in meiner Ausbildungsgruppe.
Wieder war es schön, tiefgehend, erkenntnisreich, ....

Beim Bearbeiten verschiedener Themen zeigte sich wieder ganz klar, wie wichtig 'zustimmen' und sich wirklich 'einlassen auf das-was-ist' sind, um eben gerade mit diesen Themen gut umgehen zu können. Ja, 'Nicht-Wissen' und sich auch auf Unsicherheit einlassen sind geradezu notwendig, damit es mit tiefem Wissen von innen heraus wie von selbst weitergeht.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr unser Leiter Joel sich öffnen kann, wie sehr er sich einlassen kann, wie sehr er Gegensätze vereinen kann, wie sehr er mitgehen kann, und wie sehr er dann doch auch führen kann.....

Es gab eine für mich sehr tiefgehende Übung, bei der es darum ging, der Mutter zuzustimmen und sich dem Leben zuzuwenden. - Da merkte ich immer noch, wie ich einerseits auch noch eine sehr große Ablehnung gegenüber meiner Mutter habe.

Wir Gruppenteilnehmer haben auch vermehrt selbst Übungen angeleitet, oder andere durch ihre Themen geführt. - Ich habe zum ersten Mal selbst in dieser Gruppe so mit mehreren Personen eine Übung angeleitet..... und bin nun doch etwas stolz auf mich, dass ich mich ohne viel Aufhebens einfach darauf einlassen konnte. - Ich habe auch zum ersten Mal in größerem Kreise jemanden durch sein Thema begleitet, dies hatte ich vorher nur in sehr kleinem Setting gemacht.

Montag, 15. August 2011

[Einen guten Umgang damit finden]


Du kannst erst dann einen guten Umgang mit etwas finden,
wenn du dessen Existenz akzeptierst!


Sonntag, 14. August 2011

[Das Biest wird zum Prinzen]


Das Biest kann erst dann zum Prinzen werden,
wenn es geliebt wird!



Dieser Spruch fiel in meinem Ausbildungsblock, der in den letzten 3,5 Tagen stattfand.
Und er bestätigt sich auch immer wieder!
(Biest kann natürlich für alles stehen. Für Angst, für Wut, .....)

Samstag, 6. August 2011

Focusing - meine Erfahrungen damit

Einleitung:
Nach langer Pause möchte ich die Reihe "Weiterführende Persönlichkeitsentwicklungsmethoden" noch ergänzen.... um eine Methode, die auf meiner "Über mich"-Seite als eine 'zu meinem Erfahrungsschatz gehörende Selbsthilfemethoden' erwähnt wurde, die ich jedoch bisher noch nicht vorgestellt habe.

Wie bei allen meinen Erfahrungsberichten zu "weiterführenden Methoden der Persönlichkeitsentwicklung" kann dieser Beitrag nur als kurzer Einstieg in die Methode dienen.

Die Entstehung der Methode:
Focusing wurde im Zusammenhang der Klientenzentrierten Psychotherapie (Carl Rogers) seit den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts von Eugene T. Gendlin, Professor für Philosophie und Psychologie an der Universität Chicago entwickelt.

Beim Auswerten von Krankenakten und zugehörender Filmaufnahmen von Therapiesitzungen machte Gendlin eine wichtige Entdeckung:
Bei Klienten, die während der Therapiesitzungen nicht nur über ihre Themen redeten, sondern dabei auf eine ganz gewisse Art und Weise nach innen spürten, verlief die Therapie oft sehr schnell und erfolgreich - bei den anderen Klienten oft langwierig und nur mit wenig Erfolg.

Diese Art des 'Nach-Innen-Spürens' wurde von Gendlin dann näher erforscht und von ihm 'Focusing' genannt. Zunächst wollte Gendlin einfach nur eine Anleitung erarbeiten, wie Klienten ihre Therapie erfolgreicher machen können.....
'Focusing' entwickelte sich dann jedoch zu einer Selbsthilfe-Methode - und zu einer Methode, wie sich Focusing-geschulte Übende gegenseitig bei ihren Themen begleiten können (partnerschaftliches Focusing).
Jahre später wurde 'Focusing' dann im deutschsprachigen Raum von Klaus Renn und Dr. Johannes Wiltschko zu einer vollständigen Psychotherapiemethode weiterentwickelt.

Die Methode:
Focusing gehört zu den Persönlichkeitsentwicklungsmethoden, bei denen man über den Körper nach innen ganz tief in sich selbst hineinzugeht.
Man fragt sich praktisch, wo im Körper man das aktuelle Thema spüren kann, lässt sich quasi vom Körper quasi eine 'Innere Aura' zu dem Thema geben.
Gendlin nennt dies den Felt Sense, das noch Ungeformte, das Implizite, aus dem dann Gefühle, Körperempfindungen, innere Bilder und Worte erst erst noch entstehen.
Mit diesem "Expliziten" arbeitet man dann.... durch spezielle Fragen oder Vorgehensweisen.... und so wie sich das "Explizite" sich dabei verändert, so verändert sich auch das eigene Fühlen, ja die gesamte innere Welt.

Gemeinsamkeiten mit den anderen vorgestellten Persönlichkeitsentwicklungsmethoden:
Die Begegnung mit dem eigenen 'Inneren' funktioniert auch hier nur dann, wenn man das-was-im-inneren-da-ist annimmt und akzeptiert. In den anderen Fällen macht das innere zu!

Eine Gemeinsamkeit mit den 'Methoden zum Fühlen und Verarbeiten der eigenen Gefühle' (z.B. "Körperzentrierte Herzensarbeit") ist, dass man bei all diesen Methoden sehr stark über den Körper vorgeht! - Während man bei sich der 'Herzensarbeit' über den Körper jedoch den Gefühlen zuwendet, arbeitet man beim Focusing über das oben beschriebene "Implizite".

Lernmöglichkeiten, Bücher, CDs:
Derartige erfahrungsorientierte Methoden mit Worten erklären zu wollen ist wahrscheinlich genauso aussichtslos, wie einem von Geburt an Blinden erklären zu wollen was Farben sind. Es ist etwas, dass man nicht theoretisch wissen, sondern nur praktisch erfahren kann!

So kann man Focusing natürlich an Besten in einem Seminar lernen.
Meine Lebensgefährtin und ich machten sehr gute Erfahrungen mit einem Trainer des DAF (Deutsches Ausbildungsinstitut für Focusing und Focusing-Therapie), die sehr gut und fundiert ausgebildet sind.
(Kurse anderer Trainer gibt jedoch auch an Volkshochschulen.)

Wenn man diese Methode überhaupt von Büchern lernen kann, dann wohl am Besten aus "Dein Körper sagt dir, wer du werden kannst. Focusing - Wege der inneren Achtsamkeit" von Klaus Renn. Allerdings ist dann sehr regelmäßiges Üben erforderlich, um sich diese Methode wirklich anzueignen.

Zum Einstieg einfacher finde ich da schon fast, zunächst nur den inneren Kern von Focusing zu lernen, denn: Eigentlich basiert ein wesentlicher Teil von Dr. Peter Levine's Trauma-Heilungs-Methode 'Somatic Experiencing' auf Focusing. In dem in meinem Beitrag über Somatic Experiencing vorgestellten Buch (mit Übungs-CD) gibt es einige wesentliche Übungen zu den Focusing-Basics - angeleitet sogar auf der dem Buch beiliegenden CD. Wer also erst mal nur fundiert den wichtigsten und grundlegenden Kern des Focusing lernen will, dem sei dieses Buch empfohlen.

Einzelsitzungen:
Manchmal kann es sinnvoll sein, sich neben der Selbsthilfe (oder auch ausschließlich) von jemandem unterstützen zu lassen.
Neben der Möglichkeit, Focusing zu Selbsthilfe anzuwenden, oder partnerschaftliches Focusing (zwei oder mehrere Focusing-Übende begleiten sich gegenseitig) wird Focusing als Beratungs- oder als Psychotherapie-Methode angeboten.

Wer sich über Lebensentscheidungen klar werden will, findet sicher bei einem Focusing-Berater Hilfe.
Wer bei tiefgehenden psychischen Problemen Hilfe suchen will, ist bei einem Focusing-Therapeuten  sicherlich besser aufgehoben, da diese in der Regel eine wesentlich längere Ausbildung hinter sich haben. (Ich sage "in der Regel" da es auch Ausbildungsinstitute gibt, bei denen man schon nach kurzer Zeit zu Focusing-Therapeuten ernannt wird. Fundiert ausgebildet sind sicherlich die Therapeuten mit Abschluss am DAF-Institut, es gibt aber sicherlich noch andere gute Institute.)

Focusing-Therapie wird teilweise von Heilpraktikern angeboten, manchmal findet man auch Psychotherapeuten mit Zusatzausbildung in Focusing.

Meine Erfahrungen:
Focusing ist die psychologische Selbsthilfemethode, die ich schon am längsten kenne.
Ich habe diese Methode zunächst aus Büchern gelernt, und dann immer wieder mal (auch schon neben meiner Psychotherapie) als für meine Empfinden 'nutzbringende Ergänzung' angewandt.

Erst viel später wollte ich diese Methode dann noch präziser lernen und besuchte zusammen mit meiner Lebenspartnerin eine 8-Wochenenden dauernde Ausbildung zu dem oben beschriebenen partnerschaftlichem-Focusing. - Auch das empfand ich als sehr hilfreich....

Irgendwie bin ich dann aber zunächst doch wieder von Focusing abgekommen. Das lag zum einen sicher auch daran, dass es mir zumindest bei großen Themen nicht immer leicht fiel, so tiefgehend an mir selbst zu arbeiten - und ich wohl auch nicht mit meiner Lebensgefährtin so tief an diesen Themen arbeiten wollte. - Andererseits lag es daran, dass ich zu dieser Zeit gerade etwas ganz andere kennenlernte.......

Doch irgendwie kehrte ich auch immer wieder zu Focusing (und anderen ähnlichen Methoden) zurück.

Wenn wenn ich heute eine Sitzung mit mir selbst mache, dann schöpfe ich aus allen kennengelernten Methoden, aus meinem gesamten Erfahrungsschatz....

Weitere Informationen:
Ich sehe gerade, dass es auch auf Wikipedia bereits einen umfangreichen Artikel über Focusing gibt.

Mittwoch, 3. August 2011

Hin zu mehr - hin zu weniger

Heute früh habe ich wieder Übungen aus dem bereits erwähnten Buch gemacht (wird kurz erwähnt im Beitrag Systemische Übungen).

Bei der ersten Übung war jetzt zwar weniger eine systemische Übung, jedoch eine interessante:
Man sollte man sich anschauen,
ob man ein Mensch ist, der sich eher "hin zu mehr" oder eher "hin zu weniger" bewegt. Also hin zu mehr Gesundheit, Liebe, Erfolg, Freude, ....

Ich habe hier sehr schnell bemerkt, dass ich eher sparsam mit meinem Leben umgehe und eher auf "wenig" ausgerichtet bin. - Irgendwie passt dieser Punkt auch zu meinen Ausführungen (der letzten Tage) über das "Glücklichsein".

(Zum Schluss sollte man schauen (ich sag es jetzt mal mit eigenen Worten) ob man sich von Leben mitnehmen lassen kann in Richtung "mehr", in Richtung "Fülle".)


Die zweite, ebenfalls interessante Übung war, sich die Gegensätze rechts/links, Männlich/Weiblich, Vater/Mutter, Gott/Welt usw. anzuschauen und in sich selbst zu vereinen.

Samstag, 30. Juli 2011

[Glücklichsein]


Glücklichsein ist ja nichts,
was von äußeren Umständen verändert -
oder was von anderen Menschen herbeigeführt werden könnte.

Es es etwas,
das wir uns manchmal selbst verwehren....
weil wir befürchten,
uns in glücklichem Zustand nicht mehr um uns selbst zu sorgen...
und uns nicht mehr einzusetzen
für das was uns wichtig und bedeutsam ist.


Ist von mir.



Sonntag, 24. Juli 2011

Dem Größeren Rahmen zustimmen

Ich möchte mir jetzt auch den größeren Rahmen ansehen, der mit den aktuellen Geschehnissen zu tun hat:
In der Vergangenheit ist es mir lange nicht gelungen, mich mir selbst so häufig zuzuwenden, dass auch die tiefsten elementaren Lebensthemen bearbeitet werden können.
Nun scheine ich einen Weg gefunden zu haben, auf diesem dies nun gelingt.
Überhaupt scheint nun der Raum da zu sein, für große, elementare Lebensthemen - die ich ja doch als große Einschränkung und Behinderung empfinde.
Und es gibt da immer noch sehr die Anspannung, die mich nur teilweise in die tiefsten Gefühle einsteigen lässt.
Das sehe ich jetzt als den derzeitigen Stand - als den Rahmen praktisch, den es zu akzeptieren und zu umfassen gilt. Und dies gelingt mir jetzt im Augenblick ganz gut....

Freitag, 22. Juli 2011

Unterbrochene Hinbewegung

Eigentlich mag ich es nicht so sehr, Theorien zu berücksichtigen, die beschreiben welches Lebensthema / Problem sich durch war auf welche Art und Weise entwickelt hat. Hier denke ich, das was für eine Veränderung notwendig ist, taucht früher oder später sowieso automatisch im eigenen Inneren auf, wenn man sich einem Thema wirklich zuwendet.

Andererseits gibt es ein paar Theorien, die mich so sehr berührt haben, dass ich auch von dieser Warte aus starten und mir meine Themen ansehen möchte...... Wissend, dass ich mir dann vielleicht Sachen einrede.... und zumindest nicht mehr unvoreingenommen an meine Themen herangehen kann.

Eine solche Theorie ist die "Unterbrochene Hinbewegung" wie Bert Hellinger sie beschreibt und wie ich sie in unserer Ausbildungsgruppe bei Joel kennenlernte. Als Joel über dieses Thema sprach, machten einige in unserer Gruppe sehr betroffene Gesichter, eine Teilnehmerin fing zu weinen an, andere (z.B. ich) waren zumindest den Tränen nahe.

Eigentlich erklärt diese Theorie ganz gut, warum einige (viele?) Menschen nicht so einfach Kontakte eingehen können, warum sie nicht gut auf andere zugehen können, warum sie keine befriedigenden dauerhaften Beziehungen eingehen können..... Alles Dinge, die bei mir sehr stark ausgeprägt sind.

Ich versuche das jetzt mal mit eigenen Worten zu beschreiben:
Wenn ein Baby geboren wird.... dann wird es idealerweise gleich wieder der Mutter auf den Bauch gelegt. Dort kann es sich dann innerlich niederlassen.... und wieder bei der Mutter landen.

Ist diese erneute Hinkommen zur Mutter jedoch nicht möglich (zum Beispiel weil die Mutter oder das Kind medizinisch betreut werden muss, oder weil es früher einfach nicht üblich war) dann ist das für das Kind eine sehr traumatische Erfahrung..... die für es (fasst) so etwas wie sterben bedeutet.
Um diesen Schmerz nicht nocheinmal erleben zu müssen, zieht es sich innerlich von der Mutter zurück..... Das einfach-so-hingehen zur Mutter ist blockiert.

Diese Hinbewegung muss nicht unbedingt gleich nach der Geburt unterbrochen werden, oft passiert dies auch erst zu einem späteren Zeitpunkt, zu dem das Kind nicht zu seiner Mutter kommen kann. - Die unterbrochene Hinbewegung kann auch dadurch passieren, dass die Mutter zwar physisch vorhanden, innerlich aber trotzdem nicht greifbar und präsent ist (jeder hat vielleicht schon mal erlebt, dass er jemandem zu Begrüßung die Hand gibt, die Hand des Anderen sich jedoch völlig leer und wie ein toter Fisch anfühlt).

Zusammenfassend kann man jedenfalls sagen, dass die Hinbewegung zur Mutter (oder auch zum Vater) im Kindesalter nicht gelungen ist. Der Schmerz ist so groß, dass das Kind es nie wieder probiert - sich selbst vom Kontakt trennt .... und zurückhält.

Solche Menschen werden auch später als Erwachsene in Beziehungen dieses Muster leben: Je nachdem, wie stark dieses Trauma ist, werden sie vielleicht eine Beziehung eingehen..... auf den Anderen zugehen.... doch wenn's dann wirklich eng wird, dann doch wieder innerlich (oder auch äußerlich) wieder ausbüchsen..... weil dann die unbewusste Verbindung zu diesem Trauma wieder auftaucht.
Sie werden also ausweichen, wieder Distanz schaffen, ..... und dann vielleicht wieder erneut mit der Hinbewegung starten..... sie dann aber wieder "rechtzeitig" (bevor es gefährlich wird) abbrechen.....

Laut Hellinger stecken solche Menschen allgemein eher fest.... und gehen eher "von etwas weg" als "auf etwas zu"..... was sich nicht nur auf den Erfolg in der Liebe, sondern sogar sehr stark auf den Erfolg im Leben und im Beruf, auswirkt.


Doch wie kann das Ganze nun geheilt werden:
Joel, der Seminarleiter in der besagten Ausbildungsgruppe arbeitete nach seiner theoretischen Einführung mit der Frau, die bei diesem Thema zu weinen angefangen hatte. - Dabei kam sie innerlich wieder in ihre Kindheit zurück.... und durchlebte all die Gefühle nochmals: Vom sich verkriechen wollen, zum "Nein, nie wieder".... und so einem Gefühl fast zu sterben..... bis über viele Stufen hinweg schließlich irgendwann zu einem "Bitte Mama"... und ein Hinbewegen zu dem Stellvertreter der Mutter (in diesem Fall also zu Joel).

Auf den Internetseiten von Bert Hellinger, und vor allem in dem in meinen Beitrag Systemische Übungen vorgestellten Buch werden auch Übungen beschrieben, wie man das Ganze für sich alleine Schritt für Schritt wieder durchleben und heilen kann - wobei eine persönliche Begleitung sicherlich der einfachere Weg wäre.....

Für mich ist die "Unterbrochene Hinbewegung" auch ein Thema, an welches ich mich bisher noch nicht wirklich herandgewagt habe.

Samstag, 16. Juli 2011

[Schuld und Unschuld]

Wenn ihr einen unschuldigen Menschen anschaut und einen, der Schuld auf sich geladen hat, wessen Seele ist enger?
Eine unschuldige Seele ist enger.
Wieso eigentlich?
Weil einer, der nach Unschuld strebt, vieles aus seiner Seele verbannt.
Damit bleibt er eng und bleibt ein Kind.
Wer innerlich wächst, der gibt dem, was er vorher aus seiner Seele verbannen wollte, in ihr wieder einen Platz.

aus: "Der große Konflikt: die Antwort" von Bert Hellinger

Freitag, 15. Juli 2011

Nicht in die Trennung gehen

Ich möchte nochmals auf mein Lärm-Einschlaf-Erlebnis zurückkommen:

Für mich war es auch eine angenehme Erfahrung, den lärmenden Jugendlichen gegenüber nicht meine sonst übliche innerliche Haltung einzunehmen.... indem ich sie abwerte, und als unreife rücksichtslose besoffene Deppen zu sehen.

Es ist ja ein übliches Mittel, sich von anderen zu (innerlich) zu trennen.... indem man sich selbst als den Guten, und die anderen als die Schlechten sieht. Dadurch trennt man sich jedoch selbst von der Welt, indem man sich selbst als etwas besseres sieht.

Für mich war es eine positive Erfahrung, hier im Halbschlaf auch ihnen gegenüber wohlwollend zu sein und sie und die ganze Welt mit zu umfassen.......

Donnerstag, 14. Juli 2011

Lärm-Schlafen durch Zustimmung

Gestern Abend war es sehr spät in der Nacht bei uns hinter dem Haus immer noch sehr laut. Dies erinnerte mich an eine Begebenheit, die schon sehr lange zurückliegt...... zu einer Zeit, als ich mein Wissen über die Zustimmung noch garnicht hatte.

Damals, noch in meiner alten Wohnung, hatte ich öfters Probleme mit lärmenden Nachbars.
Ich ärgerte mich über laute Musik aus Nachbar-Wohnungen ebenso wie über Partys auf Balkonen und Terassen, welche die halbe Nacht dauerten. (Da damals (ebenso wie heute) meine Wohnung im Dachgeschoss lag, war es im Sommer so heiß dass ich auch Nachts nicht so einfach meine Fenster schließen konnte.)

Ich hatte damals schon auch Gespräche deswegen mit Nachbarn (bei dem einen Nachbarn nützte es etwas, bei dem andern nicht) - und einmal, als um halb 2 immer noch die Musik mit voller Kanne lief, rief ich auch die Polizei........ Meistens aber beschränkte ich mich darauf, zu versuchen, festzustellen woher der Lärm kam..... und mich zu ärgern. - Einschlafen konnte ich da jedenfalls nicht!

Dann ergab es sich, dass ich einmal im Odenwald ein einwöchiges Seminar besuchte.
Am Abend des vorletzten Tages feierten wir noch lange im Speisesaal, bis ich dann endlich schlafen ging. - Da meine Zimmer direkt neben dem Speisesaal lag, waren die Gespräche der anderen Kursteilnehmer noch sehr laut und deutlich zu hören.
Ich ging dann nochmals nach draußen, schloss die Türe im Gang, aber auch das brachte nicht viel.

Schließlich ging ich dann ist Bett..... und weil ich den Leuten gegenüber eine so positive Einstellung hatte, dachte ich mir: "Die dürfen das!" - Und ganz kurz danach war ich weg.

Seither glaubte ich nie mehr, dass Nicht-Schlafen-Können bei Lärm nur etwas mit dem Lärm zu tun hat..... Es hat auch gewaltig mit dem eigenen Ärger zu tun.......

Aber nun wieder zur letzten Nacht: Irgendwo auf einen Balkon saßen wohl drei junge Männer..... Bier-trinkend und erzählend..... um 1:30 Uhr immer noch. Und immer wieder auch mit Lautstärke-Spitzen. (Da es so heiß war, wollte ich die Fenster nicht schließen. Ohropax waren auch nicht möglich, da ich bei meinen Dachfenstern aufkommenden starken Regen hören muss..... um die Fenster schließen zu können.)

Als mir bewußt wurde, dass ich jetzt in der Nacht keine größeren Aktionen (herausfinden, wo die wohnen, Polizei anrufen und denen zeigen, wie sie in unseren Hof kommen) machen wollte, entschloss ich mich, einfach nur dem Lärm zuzustimmen.
Dies gelang mir dann auch sehr gut..... Im Halbschlaf dachte ich dann noch daran, auch von meiner Ablehnung gegenüber den drei Biertrinkern wegzukommen. Ich ging dann also auch ihnen gegenüber in eine positive Zustimmung.... Der letzte Gedanke den ich bemerkte war: "Vielleicht wundern die sich ja jetzt, woher plötzlich eine so positive Energie herkommt......". - Dann war ich endgültig weg.....

Mittwoch, 13. Juli 2011

Heute früh geübt

Heute früh habe ich mit dem eben genannten Buch geübt. Es war eine intensive Erfahrung!

Ich hatte mich entschlossen, mal morgens vor der Arbeit zu üben... einfach deshalb, weil ich es Abends immer weiter nach hinten schiebe.... bis es dann zu spät ist.

Somit war das Üben heute morgen eine gute und angenehme Lösung!

Systemische Übungen

Neben meiner Selbst-Therapie mit dem Tao-Zustimmungs-Weg beschäftige ich mich zur Zeit nebenbei auch noch mit Bert Hellingers Ansatz der Systemischen Therapie (ich lese gerade sein Buch "Die Heilung").

Dieser Ansatz ist doch recht anders, als das was ich an Vorgehensweise bezüglich "Zustimmung" und "Gefühle-fühlen" hier im Blog beschrieb. Andererseits passt es aber auch gut dazu, weil es auch bei Hellingers Ansatz sehr stark um Zustimmung geht.

Anders als die anderen Ansätze und Bücher werde ich dieses Thema hier nicht theoretisch beschreiben können. - Es steckt hier eine nicht so ohne Vorerfahrung verständliche Weltsicht dahinter... - und das Thema ist doch sehr komplex!

Selbst das oben genannte Buch, das ja ein Übungs-Buch auch für Neulinge ist, kann meiner Ansicht nach das Thema teilweise wirklich nur andeutungsweise behandeln.

Ich wollte dies hier nur kurz andeuten, weil ich nun ja auch immer wieder Übungen aus dem Buch machen werde...... und dies ja insgesamt in mein Leben mit hineinspielen wird. - Insgesamt hatte ich mit dem Thema "Systemisches" ja auch hier im Blog immer wieder zu tun..... und ich habe positive Erfahrungen damit gemacht.

Dienstag, 12. Juli 2011

Unterscheidung in 5 Gefühls-Arten

Im Umfeld der systemischen Familientherapie wird oft zwischen 3 oder vier verschiedenen Arten von Gefühlen unterschieden. Bei "Reinhard Lier" fand ich sogar eine Unterscheidung in fünf Arten, was ich auf diese Art und Weise sehr sinnvoll fand:

Die erste Art der Gefühle sind die "Primärgefühle". Das sind dies Gefühle, die einen direkten Bezug zu einem äußeren Ereignis haben, z.B. Trauer über das Ende einer Beziehung. - Diese Gefühle kommen nach einiger Zeit zu ihrem natürlichen Ende und können dann wieder gehen.

Die zweite Art der Gefühle sind die "Sekundärgefühle" - man könnte auch sagen "Ersatzgefühle" oder "Abwehr-Gefühle". Hier handelt es sich um die Gefühle, die Vorgeschoben werden, um sich auf die eigentlichen Gefühle nicht wirklich einlassen zu müssen, z.B. wenn jemand mit Wut reagiert, statt seine Trauer und Hilflosigkeit zu fühlen. - Diese Gefühle können notwendiges Handeln verhindern, man kann sich damit in „endlosen Geschichte” verstricken..... und Außenstehende finden diese Gefühle oft peinlich oder sind genervt.

Die dritte Art der Gefühle sind die "Systemischen" bzw. "Übernommenen Gefühle". Das sind Gefühle, die eigentlich einer anderen Person (meist aus der Herkunftsfamilie) gehören und von dieser Person übernommen wurde. - So kann es beispielsweise sein, dass die Tochter den unterdrückten Zorn der Mutter übernimmt und diesen für sie auslebt.

Die vierte Art von Gefühlen sind "Kindergefühle". Das sind Gefühle die (meist von traumatischen Erfahrungen) aus der Kindheit stammen.... und noch nicht verarbeitet werden konnten. Oft fühlt sich der Erwachsene dann immer noch so wie damals als Kind.

Die fünfte Art von Gefühlen sind die "Meta-Gefühle". Dies sind Gefühle wie "Einklang", "Kraft", "Würde", "Dankbarkeit", "Ehrfurcht", "Inneren Friede" ..... die aus der Verbindung mit dem "Größeren Ganzen" entstehen.

Freitag, 8. Juli 2011

Zukunftserwartung und Zustimmung

Manchmal kann es total frei machen, wenn man nicht nur dem zustimmt, was bereits eingetreten ist - sondern auch dem, was eventuell eintreten könnte.

Nehmen wir mal als Beispiel jemanden der stottert.
Wahrscheinlich ist er schon als Kind deswegen immer verspottet worden.... und möglicherweise wird auch heute noch, wo er längst erwachsen ist, noch manchmal über ihn gelästert.

Wenn er nun inneren Widerstand gegen das ausgelacht-werden hat, dann wird er versuchen, möglichst alle Situationen zu vermeiden, in denen das passieren könnte....
Dies ist auf den ersten Blick eine sehr verständliche Reaktion.
Doch was sind die Folgen?
Durch dieses Vermeidungs-Verhalten wird er sich und sein Leben sehr einschränken. Er wird nur wenig und nur ungern an sozialen Begegnungen teilnehmen wollen.... und falls doch, so wird er sich dort sehr zurücknehmen und einschränken!
Sein gesamtes Leben wird hierdurch reguliert und beschränkt!

Doch was wäre, wenn er stattdessen der Möglichkeit zustimmt, ausgelacht zu werden?
Was wäre, wenn er das 'ausgelacht-werden' zwar nicht provoziert, aber wenn er dennoch seinen inneren Widerstand dagegen aufgibt?
Was wäre, wenn er daran arbeitet.... und es ihm wirklich gelingt, der Möglichkeit, ausgelacht zu werden ganz ehrlich zuzustimmen.
Hier kann man sofort spüren, welch eine gewaltige Innere Freiheit dies bringen würde!

Würde dann mehr über ihn gelästert werden als bisher?
Sicher nicht.... denn es wäre für die anderen bald langweilig, wenn sie merken, dass sie ihn damit nicht mehr packen können.

Wie schafft man es, in solch schwierigen Fällen in die Zustimmung zu kommen?
Zunächst mal durch die Bereitschaft, den Widerstand aufzugeben.
Und manchmal ist es auch nötig, tiefer zu gehen..... und seine Gefühle im Zusammenhang mit dem Ausgelacht-Werden zu bearbeiten.
(Aber all dies wird ja schon an verschiedenen Stellen hier im Blog beschrieben.)

Donnerstag, 7. Juli 2011

Gehört zum Mensch-Sein

Mein letzter Beitrag enthält für mich ein wichtiges Element:

Egal was gerade mein Thema ist, welche Gefühle, welche Widerstände, welche Lebensumstände, mit was ich gerade nicht zurechtkomme, .... aber auch was besonders schön ist.....

.... All das gehört zum Mensch-Sein, ist wesentlicher Bestandteil des Lebens.....
und Hunderttausende von Menschen teilen ist mit mir.

Trotzdem muss ich natürlich meinen Umgang damit finden....
doch es ist gut zu wissen, dass es ganz grundlegend zum Leben und zum Mensch-Sein gehört.

Dienstag, 5. Juli 2011

[Trick, um glücklich zu sein]



Manche fühlen sich depressiv,
manche fühlen sich wütend oder schuldig:
wie geht man damit um?

Sie sagen: "Ich bin in guter Gesellschaft."

Da sind viele glücklich geworden bei dem einen Satz:
"Ich bin in guter Gesellschaft." So einfach ist das.


Bert Hellinger


Samstag, 18. Juni 2011

[Was nicht sein darf]



Welche Aspekte   des Lebens / des Mensch-sein  lehne ich im Augenblick ab?


Was will ich mir auf keinen Fall eingestehen?

Was würde das Vorhandensein dieses Aspektes über mich aussagen?

Donnerstag, 9. Juni 2011

Letztes Wochenende

Das letzte Wochenende in meiner Ausbildungsgruppe war wieder voll von Erkenntnissen, wie das Leben, Beziehungen, Veränderungen wirklich funktionieren!!! (Eigentlich all das, was ich hier auch schreibe, aber immer wieder neu, von einer anderen, neuen Seite beleuchtet, neu vertieft!)

-- --

Bei der Gruppenarbeit in einer Kleingruppe haben wir auch an einem Thema von mir gearbeitet, wobei es um meine Angst und Aufregung ging..... wobei sich insbesondere die Aufregung als eine Art Freund herausstellte, mit dem zusammen ich viel machen könnte.....

Es gab noch an anderes großes Thema in mir, .... ein noch wortloses unausgesprochenes Thema, ..... das noch nicht reif war, angesprochen zu werden, weder in der Gruppe, noch in Einzelarbeit. - Das 'noch nicht reif sein' fühlte sich dabei so richtig und stimmig an, dass ich mir hier auch keine weiteren Gedanken machte......

Dienstag, 31. Mai 2011

Das 'menschliche' und die Zustimmung

Der Leser-Kommentar von Ines zu meinem letzten Beitrag regt mich dazu an, etwas, das vielleicht missverstanden werden könnte, hier nochmals anzusprechen:

Meiner Ansicht ist der Zweck des "Zustimmens" nicht, ein abgehobener Heiliger zu werden.
Zum Mensch-Sein gehört dazu, menschlich zu reagieren..... und dieses menschliche kann ja auch wirklich mal Ärger oder Ablehnung sein.
(Das Mensch-Sein ablehnen zu wollen würde ja nur zu weiterem Widerstand und Stress führen.)

Meiner Ansicht nach ist es wichtig,  .... die Erfahrung zu machen, dass man mit Gefühlen oder veränderlichen Sitiationen dadurch an Besten umgehen kann, indem man sie anschaut und annimmt (vielleicht Zustimmung Stufe 2).
Meiner Ansicht nach ist es wichtig,  .... die Erfahrung zu machen, dass man mit unveränderbaren Situationen dadurch am besten umgehen kann, indem man ganz 'Ja' dazu sagt (vielleicht Zustimmung Stufe 4).

Wenn man diese Erfahrungen zig-mal gemacht hat, dann geht es vielleicht immer schneller, dass man bereit ist und wie von selbst in Zustimmung geht - aber nicht als Heiliger, sondern als menschliche Reaktion, weil man einfach weiß, dass dies am effektivsten und angenehmsten ist!

Samstag, 28. Mai 2011

Die Stufen der Zustimmung II

Ich wollte noch ergänzen:

Verschiedene Aspekte der 'Zustimmung der Stufe 4' beschrieb ich auch in meinen Beiträgen "Das größte 'Ja'" und "Zustimmung, Alzheimer, GAU und Sinn.

-

Wichtig ist meiner Ansicht nach auch, dass man sowohl 'einer Situation', als auch 'den Gefühlen zu einer Situation' zustimmen kann.

Bei einem Schicksalsereignis ist meiner Ansicht nach die einzige Möglichkeit, dem Schicksal zuzustimmen (Zustimmung Stufe 4).
Gleichzeitig kann es jedoch sein, dass das Schicksalsereignis heftige Gefühle in mir auslöst.... und dann ist natürlich die Frage, wie gehe ich mit diesen um. - Beim Umgang mit Gefühlen bevorzuge ich beispielsweise die Zustimmung Stufe 2.

Sicherlich geht beides Hand in Hand.... und die 'Zustimmung zum Schicksal' wird umso einfacher, je mehr ich auch meine Gefühle in dieser Situation verarbeitet habe.

Wichtig ist freilich immer die Bereitschaft zuzustimmen - die man auch aus der Erkenntnis nähren kann, wie sehr man sich durch "Nein" und Widerstand immer selbst verletzt..... und letztendlich sogar das ganze eigene Leben blockiert (siehe auch Beitrag 'Was und Wie Zustimmen'.)

Die Stufen der Zustimmung

Angeregt durch die Diskussion in einem Forum bin ich auf die Idee gekommen, Zustimmung in verschiedene Stufen zu unterteilen. So kann man genauer definieren, über welche Art der Zustimmung man eigentlich redet oder schreibt:
Stufe 0: Ich lehne unerwünschte Situationen und Gefühle ab, bin also im Widerstand. [Meiner Ansicht nach führt jedoch das Ablehnen von anderen Menschen oder eigenen Gefühlen dazu, dass diese sich verfestigen und an einem kleben bleiben! Änderung ist garnicht oder nur mit großem Kraftaufwand möglich. - Oft ist es tatsächlich so, dass man genauso wie die Menschen wird, die man immer ablehnt. ]
Stufe 1: Ich stimme zu, dass die Situation oder das Gefühle (im Augenblick) nun mal so ist wie es ist. [Dies führt meiner Ansicht nach zu mehr Weitsicht.... lässt Lösungen erkennen.... schafft ein Umfeld, in dem Lösung überhaupt erst möglich ist.]
Stufe 2: Ich stimme zu, dass die Situation oder das Gefühle (im Augenblick) nun mal so ist wie es ist. Ich lasse mich ganz darauf ein, auf "das-was-ist", begebe mich mitten hinein.... und vertraue darauf, dass hierdurch ganz von selbst der nächste Schritt in Richtung "Lösung" in mir entsteht.
Stufe 3: Ich vertraue darauf, dass alles sich von selbst so entwickelt wie es sein soll, .... deshalb stimme ich dem zu, lasse die Geschehnisse laufen und greife nicht ein.
Stufe 4: Hier geht es in Richtung Demut: Ich stimme dem Schicksal zu, stimme dem größeren Ganzen zu - und nehme das Leben so an, wie es ist.... auch Krankheit, Tod, .... ebenso wie absolutes Glück....


Nachträgliche Änderung 01.07.2011 00:05: Die unausgegorenen Beispiele wieder entfernt!

Donnerstag, 26. Mai 2011

Was und Wie Zustimmen

An anderer Stelle wurde ich gefragt, was für eine Art "Zustimmung" ich genau meine.
Vielleicht kann ich mit Hilfe des fiktiven Beispiels mit dem Autounfall (vom 20.05.) näher darauf eingehen.

Zunächst mal: Zustimmung bedeutet für mich nicht, zu sagen "Ich möchte das so haben!", wenn ich also dem Autounfall zustimme, bedeutet dies nicht, dass ich gerne Autounfälle habe. - Denn dies ist ja nicht die Wahrheit, und es ist meiner Ansicht auch nichts, was einen Nutzen bringt.

Zustimmung bedeutet für mich stattdessen ein akzeptierendes: "Ja, das ist jetzt nun mal so!".
Ein "Ja, das ist jetzt nun mal so!" bedeutet, ich höre auf gegen die Realität zu kämpfen, ich höre auf, gegen die Realität Widerstand zu leisten.... denn die Realität ist ja tatsächlich, dass dieser Unfall nun mal geschehen ist.

Aber Moment - bedeutet Zustimmung dann, mir Zustimmung einzureden, obwohl ich doch  in Wirklichkeit garnicht einverstanden bin? - Wenn ich versuche würde mir "Zustimmung" einzureden, obwohl ich in Wirklichkeit in Ablehnung bin, dann würde ich ja wieder gegen die Realität kämpfen, indem ich "der Ablehnung" die Zustimmung verweigere. ....

Hier sind mehrere Punkte wichtig:
Ein "Ja, das ist jetzt nun mal so!" hat nichts mit Resignation zu tun. Wenn etwas nicht veränderbar ist (wie die Tatsache, dass dieser Unfall passierte), dann ist jeder Widerstand und jede Ablehnung einfach nur Energieverschwendung und somit sinnlos!
Wenn etwas jedoch veränderbar ist (wie z.B. Unzufriedenheit im Job), dann wird durch ein "Ja, das ist jetzt nun mal so!" eine gute Vorraussetzung geschaffen, um etwas in Richtung Veränderung zu unternehmen (darüber schrieb ich schon in vielen Beiträgen)!

Der Weg ist meiner Ansicht nach also, die "innerliche Bereitschaft zur Zustimmung" zu entwickeln.
Dies kann zum Beispiel auch dadurch geschehen, dass man einfach merkt, dass sich ein äußerliches oder innerliches "Nein zur Realität" immer beschissen anfühlt.... und man sich das dann irgendwann selbst nicht mehr antun will.
Bei mir ist es so: Durch das Lesen verschiedener Artikel (vor allem von Bill Ferguson), durch eigene Erfahrungen und letztendlich auch durch die Körperübungen von Joel (wer dem Link folgt bitte dort nach unten blättern) hat sich in mir die Erfahrung verankert, wie sehr "Zustimmung" und "körperliches Lösen" helfen können. - Diese positive Erfahrung führt bei mir automatisch zur "Bereitschaft zur Zustimmung".

  .... In meinen Augen wäre es also der Wesentliche Schritt, diese Bereitschaft zu entwickeln!

Falls jedoch mal ein innerliches festes "Ich will das nicht!" da sein sollte, dann ist zunächst dieses "Ich will das nicht!" die Tatsache, die Zustimmung braucht. - Wenn ich dann diesem "Ich will das nicht!" zustimme, selbst dann habe ich schon den ersten Schritt vom Widerstand zur Zustimmung gemacht! (Anderenfalls könnte nämlich der Zwang zur Zustimmung genau das werden, was mich blockiert.)


Viele weitere Aspekte dieses Themas wurden ja schon ausführlich in meinen älteren Beiträgen behandelt.

Freitag, 20. Mai 2011

[Das Leben hat immer recht!]



"Das Leben hat immer recht -
mein Herz ist so weit wie der Himmel"



sagte Maye am Ende des Films "Kama Sutra" (*), nachdem ihr Liebster auf Geheiß des Tyrannen getötet wurden war.
Trotzdem war sie im Einklang. - Vielleicht, weil sie durch all die vorausgegangenen Ereignisse und Erlebnisse gelernt hatte, was "Leben" ist und was "Liebe" ist.

Ich habe diesen Film vor vielen Monaten einmal gesehen, doch dieser Satz am Schluss des Films blieb bei mir hängen.... denn dieses Thema zog mich an - schon lange bevor ich diesen Blog hier eröffnete.

Ja, "das Leben hat immer recht", den 'das was ist', das ist nun mal.....
Je mehr man in ein "Nein" geht, je mehr man in "Widerstand" geht, umso schlechter fühlt man sich! Dies scheint ein ganz grundlegender Mechanismus des Lebens zu sein.

(*) "Kama Sutra: Die Kunst der Liebe", ein indischer Film von Mira Nair aus dem Jahre 1996.

Verschiedene Bedeutung von "Kämpfen"

Unter "Kämpfen" kann man sehr verschiedene Sachen verstehen. (Verschiedene Aspekte wurden hier im Bog immer wieder berührt, teils bewußt, teils vielleicht auch unbemerkt. Ein paar dieser Aspekte (nämlich die, die ich jetzt gerade bewußt greifen kann) möchte ich hier nochmals ansprechen.):

Einmal ist "Kämpfen" ein "mit dem Leben oder den Schicksal hadern". Dies ist dann der Fall, wenn etwas geschieht oder bereits geschehen ist, was sich nicht (mehr) ändern lässt, worauf man keinen Einfluss hat.... - Dagegen zu kämpfen scheint, außer zusätzlichem Schmerz, keinen Nutzen zu bringen!??!

Ein anderer Aspekt ist "für etwas kämpfen, das einem wichtig ist". Hier gibt es einen gewaltigen Unterschied:
Das eine ist ein "sich anstrengen" um etwas zu erreichen.
Unter diese Rubrik fällt, wenn jemand trainiert, um einen sportlichen Wettbewerb zu gewinnen, oder wenn jemand lernt, um eine Prüfung zu bestehen oder beruflich weiter zu kommen.
(Hier könnte man höchstens die Fragen stellen: Kann ich es erreichen? Warum will ich es erreichen (ein tiefer Wunsch, oder psychologische Gründe)? Wieviel Aufwand ist es mir wert?)
Dieses "Sich-Anstrengen", "Sich-Einsetzen" fällt für mich nicht unter die Rubrik "Kämpfen".

Ein Kämpfen im negativen Sinne wird es für mich dann, wenn es nicht in Richtung "Sich-Einsetzen für etwas" geht,
sondern in Richtung "Widerstand leisten".
Widerstand leisten heißt, äußerlich oder innerlich zu sagen:
"Nein, es ist ungerecht, dass der Prüfer mich nicht leiden kann!", "Es ist blöd, dass das Leben immer mich kurz vor der Prüfung krank werden lässt!", "Meine Freundin darf dies nicht tun!", "Ich selbst darf nicht so sein wie ich bin, sondern muss alle offenen Baustellen in meinem Leben bereits geheilt haben!".
Dieses "Nein zum Leben" diese "Widerstände", diese "Ablehnung von 'dem-was-ist'" - dies ist es, was ich mit Kämpfen meine.

- Eigentlich sind wir nun auch hier wieder beim ersten Punkt gelandet:
Auch Lebensbereiche, in denen man etwas ändern kann, haben also Aspekte, gegen die man Widerstand leisten könnte....
Allerdings führt genau dieses "Widerstand leisten" zu Angst, Tunnelblick, Blockaden - die einem hindern klar zu sehen..... und sich einfach dafür einzusetzen, für das, was man erreichen will....

-- -- --

Hier ein alter Text von mir, der vielleicht auch zu diesem Thema passt:
Angenommen, ich wäre mit meinem Auto bei Nacht auf der Landstraße gegen eine Kiste geprallt (keine Ahnung wo die herkommt, ist wahrscheinlich von einem LKW gefallen).
Nun kann ich mich ärgern, ich kann "Nein" zu diesem Zustand sagen, ich kann gegen die Kiste treten bis mir mein Fuß weh tun, ich kann kämpfen und sagen, "das darf nicht sein!", "so etwas darf nicht passieren!", "wenn jemand eine Kiste verliert, dann ist er verpflichtet, sich darum zu kümmern!".
Die Tatsache, dass dieser Unfall passiert ist, bleibt hiervon aber völlig unbeeindruckt, glauben Sie mir!

Andererseits könnte ich jedoch auch "Ja" sagen, weil der Unfall ja sowieso schon passiert ist....
Ich könnte wahrnehmen, was in mir vorgeht... mich innerlich niederlassen... und wäre somit in einem inneren Zustand, in dem ich gute Entscheidungen treffen kann....
Denn ich möchte ja gerne vermeiden, dass mir jetzt noch jemand hinten auffährt. Ich möchte, dass mein Wagen abgeschleppt wird, ich möchte, dass der Besitzer der Kiste ermittelt wird.... da ist keine Zeit dafür, gegen Windmühlen zu kämpfen...

Mittwoch, 18. Mai 2011

Ihm Achtung entgegenbringen

Ich habe soeben eine kurze "Sitzung" gemacht.... größtenteils im Stehen.

Als ich zunächst versuchte, mich ein bisschen zu zentrieren und zu erden.... merkte ich, wie angespannt die Muskel in meinen Armen, Schultern und Nacken waren. - Ich blieb in der Wahrnehmung.... und fing dann an, diesem meinem Zustand meine Achtung entgegenzubringen.
("Achtung entgegenbringen" hat noch mal eine andere Qualität, fühlt sich nochmals anders an als "Zustimmung" - und ich wollte es diesmal auf diese Art und Weise probieren.)
Jedenfalls fühlte es sich angenehm an!

Ich machte mich jedoch auch weit - um zwar weiterhin all dies zu spüren, aber auch darüber hinaus zu gehen.

Später kam mir dann noch die Vorstellung, dass ich im Augenblick wohl an einer Art "Schwelle" stehe.... und mich noch nicht getraue, Weiterzugehen. - Auch dem gab ich meine Achtung.

Es kam dann noch etwas, das sich irgendwie kindlich anfühlt.


Ich bin dann zu all dem zusammen nochmals innerlich in Zustimmung gegangen!

Montag, 16. Mai 2011

[Die Reise]




Du kannst nur dann von Hamburg nach München kommen,
wenn du akzeptierst, dass du derzeit in Hamburg bist!


[Copyright: "http://Tao-der-Zustimmung.blogspot.com"]

Samstag, 14. Mai 2011

[Kämpfen II]



Wer kämpft, kann verlieren,
wer nicht kämpft................. nicht!


Freitag, 13. Mai 2011

[Kämpfen I]



Warum gegen die Wand kämpfen - statt einfach durch die Tür zu gehen?


Donnerstag, 12. Mai 2011

Angst im systemischen Kontext

Heute auf dem Weg zur Arbeit
las ich in dem Buch "Das Handwerk des Familien-Stellens: Eine Einführung in die Praxis der systemischen Hellinger-Therapie" von Bertold Ulsamer eine sehr interessante These zum Thema Gefühle:
An Gefühlen sind immer mehr als eine Person beteiligt: 
Die Person, die das Gefühl fühlt - und eine andere Person, auf die sich das Gefühl bezieht!

Gilt dies wirklich immer?
Dies wäre eine sehr interessante Betrachtungsweise!

Auf wen beziehen sich also meine Gefühle?

Dies ist eine Frage, bei der es sich für mich lohnt noch etwas tiefer in sie einzusteigen!

Samstag, 7. Mai 2011

Mich mitten hineingeben

Ich hatte mich vorhin einem Thema zugewandt, welches schon den ganzen Tag eine schlechte Stimmung in mir hervorrief.

Dabei habe ich mich einfach geöffnet, versucht, so weit es mir möglich ist "Da zu sein" ..... und ich hatte mir dabei vorgestellt, mich innerlich hineinzugeben, mich hineinzuhängen.... in die Situation.
Dabei habe ich meine Gefühle wahrgenommen, habe die Situation für mich als Ganzes wahrgenommen, ..... und nach einer kurzen Weile ist es mir gelungen, innerlich über das "Problem" über die "Fixierung auf das Problem" hinauszugehen..... weiter zu werden..... - und gleichzeitig weiterhin wahrzunehmen....

Auch wenn das Thema nun noch nicht abschließend geklärt ist, hat es sich energievoll und angenehm angefühlt, mich mir selbst (und meinem Thema) auf diese Art und Weise zuzuwenden.
Und es hat sich angenehm angefühlt, 'im Thema drin' und gleichzeitig 'weit' zu sein.

Dienstag, 3. Mai 2011

[Innere Freiheit]



Wenn ich erlaube, dass geschieht was geschieht, dann bin ich frei!



Dienstag, 26. April 2011

Den Eltern und sich selbst gerecht werden

An anderer Stelle schrieb ich über das Thema: "Eltern" - bzw. über das Thema "schmerzhafte Erfahrungen aus der Kindheit".... - und ob "den eigenen Eltern zustimmen" dazu führt, eigene schmerzhaften Gefühle zu verraten und als nichtig und unwichtig zu erklären?

Ich finde, dies ist auch für "Das Tao der Zustimmung" ein wichtiges Thema, deshalb möchte ich diesen Beitrag auch hier posten:

Meiner Ansicht nach ist es wichtig, eine grundlegende Unter­schei­dung zu treffen:

Bei mir war vieles in der Kindheit wirklich schlimm für mich - und es schränkt mich heute noch sehr in meinem Leben ein, gerade wenn es um zwischenmenschliche Kontakte geht.

Das Andere ist: Eltern sind nicht ideal.... es geht in jeder Kindheit auf die ganz eigene Art einiges schief. - So ist das Leben! Ja, das gehört genauso zum Leben wie die Tatsache, dass wir geboren werden, dass wir sterben werden, dass wir essen und trinken müssen....

Oder nochmals von einer anderen Seite betrachtet:
Was wäre, wenn in das Krankenhaus, in dem meine Mutter entbunden hat, während meiner Geburt der Blitz eingeschlagen hätte - und ich deshalb behindert wäre.
Ich könnte dann mein ganzes Leben sagen: "Scheiß Krankenhaus!", "Scheiß Blitz!", "Scheiß Leben!", "Warum gerade ich ....!".
Ja, ich könnte mein Leben lang mit dem Schicksal hadern..... Aber würde es etwas bringen?
Mit dieser innerlichen Haltung hätte ich nie die Möglichkeit, mit innerlich Weiterzuentwickeln, mich meinem Leben zuzuwenden, das Beste daraus zu machen..... und meinen An-Teil an der Welt zu leben.

Ja, natürlich wäre da ein Schmerz, eine Traurigkeit über all das, was mir im Leben entgehen würde, eine Wut auf das Leben auch...... und es ist wichtig dem Raum zu geben und es zu sehen..... und ich sage auch hier "und es zu heilen".

Und es ist wichtig, gleichzeitig das Thema auch von der Schicksals-Seite zu sehen.... zumindest die innerliche Bereitschaft zu entwickeln, seinem Schicksal zuzustimmen.
Wo vorher noch Hadern und Tunnelblick war, da gibt es nun plötzlich Freiheit!

Vor einigen Monaten schrieb ich übrigens schon einen anderen Beitrag zu diesem Thema: "Kindheit / Schicksal".

Samstag, 23. April 2011

Mich dem Leben stellen....

Ich wälze nun schon eine Weile die Frage in mir,
was mir den Weg davor versperrt, regelmäßig (täglich) in mich zu gehen, mich zu spüren, mich mich mir selbst zuzuwenden. (Da ist immer ein Ausweichen, ein Verschieben auf später.... und dann geschieht es doch nicht...)

Es ist für mich noch nicht klar zu spüren, aber so ein bisschen hängt es wohl mit folgenden Punkten zusammen:
* Die Angst, dann vielleicht mit der Einsicht konfrontiert zu werden, dass ich es in Wirklichkeit garnicht schaffe, weiter­zu­­kommen und meine Themen zu lösen...
* Oder die Angst, dass ich dann merken würde, dass ich auf keinen Fall mehr so weiterleben will, wie ich derzeit lebe. ..... (Und daraus folgend denn in die Situation kommen, Vieles in meinem Leben ändern zu wollen.... und somit dann auch zu müssen....)
* Vielleicht auch die Angst davor, Eigenverantwortlich, Erwachsen,  Aus eigenen Kraft heraus, mein Leben zu leben.

Ja - mich dem Leben stellen ist so ein Spruch, der mir seit unserem letzten Ausbildungswochenende durch den Kopf geistert.
- "Bin ich bereit, mich dem Leben zu stellen?" -

Dies beinhaltet für mich etwas sehr Kraftvolles, Erwachsenes.
Das Gegenteil hierzu wäre, wenn ich mich in eine kindliche Postion zurückziehe, in ein 'Geht-Nicht', 'Will-Nicht', 'Kann-Nicht'.... ich bin zu unfähig, zu gestört,  .... - Das fühlt sich sicherer an, aber auch verantwortungslos, kraftlos und nachlässig.  [Dies sind jetzt meine Worte.... und es sind Worte, die sicherlich für Jeden einen ganz anderen Geschmack haben, etwas ganz anderes bedeuten...]

Mittwoch, 20. April 2011

[Liebe ist's, ....]



Liebe ist's, wenn es innerlich w e i t und offen macht!

(Wenn es klein, eng und verschlossen macht, dann ist es Selbstaufopferung.)



Montag, 11. April 2011

Monate später...

Zurück von meinem Ausbildungsseminar habe ich den Eindruck, dass seit meinem Blog-Eintrag letzte Woche Monate vergangen sind....

Im Augenblick fühlt sich alles in mir recht gut an....
und auch diesmal ist es wieder so, dass ich sehr viel bewegendes erlebt habe...... und ich es im Augenblick noch 'frei' lassen möchte.... indem ich es hier noch nicht auf- und fest-schreibe.

Morgen gehe ich wieder arbeiten - mal schauen, wie das Leben dann weitergeht.

[Ein früheres Lieblingszitat:]




Akzeptieren bedeutet etwas anderes als resignieren.
Du kannst weiterhin alles wollen und alles tun.

Wenn du diesen Moment akzeptierst, bist du frei,
dich überall hin zu bewegen, wohin du dich bewegen willst.


Frei nach Mandy Evans



-- -- -- 

Für mich persönlich bedeutet "Akzeptieren" nicht unbedingt, dass ich dadurch wirklich überall hinkommen kann.
Aber durch "Akzeptieren" und "Zustimmung" wird vieles leichter..... oder vielleicht sogar erst möglich!

Samstag, 2. April 2011

Der Tao-Zustimmungs-Weg

Ich möchte hier vielleicht nochmals zusammenfassend schreiben, wie ich mir meinen Umgang mit innerlichen und äußerlichen Problemen und Lebensthemen vorstelle. - Ich schreibe hier "vorstelle", weil ich mich oft erst mal davor drücke, mich mir wirklich zuzuwenden.... bis ich dann merke, dass es nicht anders geht.

Dann nutze ich eine oder mehrere der folgenden Vorgehensweisen:

Der gegebenen äußeren Situation zustimmen - den Widerstand dagegen aufgeben.

Die Gefühle, die mit der äußeren Situation zusammenhängen fühlen - sich mitten in die Situation hineinsetzen. Wichtig: Nicht zu sehr in Gedanken und Bilder gehen sondern es körperlich fühlen, schauen, an welcher Körperstelle es körperlich gefühlt werden kann.

Den Gefühlen zustimmen - den Widerstand dagegen aufgeben. (Sie bewußt mit dazunehmen!)

Bei großer Angst: Zustimmen, dass genau das, wovor man am meisten Angst hat, geschehen darf.
Oder alternativ einfach die Angst fühlen.

Bei 'Schicksalsschlägen': Dem Schicksal, dem 'Größeren Ganzen' zustimmen - den Widerstand dagegen aufgeben.


Eigentlich gibt es immer die Möglichkeiten, entweder ins direkte Zustimmen gehen (theoretische Infos hierzu in meinen Beiträgen unter 'Zustimmung pur' - Theorie)...... oder eben ins Fühlen zu gehen (siehe Zustimmen und Fühlen - Theorie).


Eine weitere Art, sich von dem Problem zu lösen, aus dem Tunnelblick auszusteigen, und somit eben auch in die Zustimmung zu kommen habe ich vor ein paar Tagen praktiziert.
Dabei habe ich das angewandt, was man bei Joel Weser's KiKG -Übungen gelernt hatte (siehe Beiträge 'Körperlicher Druck, Abwehr und Zustimmung' und "Löst Zustimmung tatsächlich Probleme?"). - Ich habe mir direkt vorgestellt, das Problem würde mich von hinten umklammern und kräftig zudrücken..... Dann konnte ich mich plötzlich sehr einfach 'lösen', weil ich es auf dieser Körper-Ebene schon mehrfach geübt hatte.....

Existenzbedrohung vs. Erwachsen-Sein

Ich habe es bemerkt:
Als ich noch im Tunnelblick war.... da hatte ich irgendwie das Gefühl, meine gesamte Existenz hängt davon ab, dass sich das Ganze im Rahmen der von mir als wichtig gesehenen Bedingungen abspielt.
Es war (ist) wirklich so ein Gefühl, als ob die Existenz bedroht ist, wenn nicht das-und-das passiert, ich nicht dies-und-jenes hinkriege..... und es nicht so läuft, wie ich meine dass es unbedingt laufen müsste....

Außerhalb des Tunnelblicks ist dies keine Bedrohung mehr - sondern lediglich eine Vorliebe.


Außerhalb des Tunnelblicks fühlt sich das ganze so an, als ob ich als Erwachsener reagieren, reden, verhandeln kann.  (Also ohne mich (falls der Andere anders tickt als ich) gleich bedroht zu fühlen.)

Dies setzt natürlich voraus, dass ich in der Weite bleiben will und kann.
'In der Weite bleiben können' geht wahrscheinlich soweit, wie es mir möglich ist, in der Zustimmung zu bleiben....
'In der Weite bleiben wollen' setzt unter Anderem auch die Bereitschaft voraus, die Verantwortung zu tragen und auch über den eigenen Schatten zu springen.... statt wie ein Kind die Verantwortung auf andere zu schieben....

Samstag, 26. März 2011

Ich sehe mich...

"Ich sehe mich mit all meinen menschlichen Beschränkungen....."
kam mir soeben, als ich noch kurz in eine Fühl-Sitzung hineingegangen bin.

Ansonsten ist jetzt große Müdigkeit und Schläfrigkeit da..... und ein bisschen auch so ein Kerl in mir, der durch diese Sitzung unbedingt heute was erreichen oder Verändern will.

Ja, es haben auch noch verschiedene andere Sachen angeklopft.... in die ich jedoch nicht tiefer hineingegangen bin.

"Ich sehe mich mit all meinen menschlichen Beschränkungen....." war so der Satz der immer wieder auftauchte.... und der mir half, ganz locker und entspannt zu schauen...

Freitag, 25. März 2011

Nicht bei mir

Mir ist gestern und heute so richtig aufgefallen, wie wenig und wie selten ich doch wirklich bei mir bin.
Damit meine ich, wie selten ich im täglichen Leben wirklich in mich spüre, schau, was gerade da ist.... und wie selten ich mich auch einfach nur ganz tief niederlasse, mich weit mache.....

Gerade dann, wenn es besonders notwendig wäre, wenn es mir nicht so gut geht, wenn ich im Stress bin, ..... mache ich es nämlich nicht.

Wenn ich das wirklich einfach machen würde....... dann bräuchte ich vielleicht garnicht soooo viel Zeit für mich, wie ich immer meine eigentlich brauchen zu würden.....


Dies möchte ich auch als wichtiges Thema in meine Themenliste aufnehmen!

Dienstag, 15. März 2011

Zustimmung, Alzheimer, GAU und Sinn

Bei meiner "Sitzung" am Samstag in der Frühe hatte ich unter Anderem auch versucht, durch 'Ja-Sagen', durch 'Zustimmung' zu innerlicher Erleichterung zu kommen. Dabei beschäftigte ich mich damit, einzelnen vorhandenen Gefühlen oder innerlichen Zuständen zuzustimmen. -
Dies hat jedoch nicht zur gewünschten Erleichterung geführt.

Am Wochenende habe ich dann bemerkt, dass ich an meinem inneren Gesamt-Zustand nicht so einfach etwas ändern kann..... Ich habe dann dem zugestimmt..... und dadurch fühlte ich mich dann tatsächlich sehr erleichtert und frei.

-- -- --

Am Wochenende sah ich mir den Film "Claire - Sich erinnern an die schönen Dinge" (Spielfilm, Frankreich 2001) an, welchen meine Freundin für uns aufgenommen hatte.
In diesem Film geht es um eine junge Frau die an Alzheimer leidet.... und nach und nach mit den normalen Dingen des Lebens nicht mehr klarkommt, nach und nach sogar ihre Sprache verliert.

Ich fand die Vorstellung, an einem derartigen Persönlichkeitsverlust zu leiden besonders schlimm. Bei allen anderen Problemen kann man ja noch etwas tun (und wenn es nur ist, dass mein seine Krankheit oder sein Schicksal  und deren Folgen psychisch verarbeitet). -
Aber was, wenn man seine gesamte Persönlichkeit verliert, wenn man auch die Fähigkeit, sein Krankheit zu bearbeiten, verliert?

Ich hatte mir schon mal vor vielen vielen Jahren Lebensphilosophien zurechtgelegt, mit denen ich glaubte, mit dem Leben gut umgehen zu können. -
Nun fragte ich mich: "Was für eine Lebensphilosophie bräuchte man, damit diese auch dies einschließen kann.

Mir kam dann: "Es bleibt eigentlich auch hier nur, dem zuzustimmen, was ist."
Auch dem Allerschlimmsten zuzustimmen, nämlich, dass man nach und nach wahrscheinlich sogar die Fähigkeit verlieren wird, zuzustimmen.

-- -- --

Ich glaube, Krankheiten, Tod, Schicksalsereignisse (und hierzu zählt auch die Erdbeben und Atomkatastrophe aktuell in Japan)  sind Ereignisse, die uns Wachrütteln sollen.
Würden alle Menschen auf der Erde im absoluten Überfluss leben, keine Krankheiten, kein Tod, keine unerwünschten Ereignisse, ...... wie flach wäre das Leben dann, ...... und was wäre dann überhaupt der Sinn der Existenz?

Für mich sind solche Ereignisse dazu da, tiefer gehen zu müssen, sich dem Leben wirklich zuwenden zu müssen.....
Und ich glaube, eines, was die Schöpfung von uns will, ist unsere Zustimmung. Unsere Zustimmung, zum Leben, zur Schöpfung, zu Allem, wie es ist......... (denn nicht ohne Grund führt Zustimmung zu Erleichterung, zu einem angenehmen inneren Zustand.......)....

---

P.S.: Ich war heute übrigens sehr erstaunt, als ich in einem Gespräch mitbekam, wie ein Kollege, der mir immer sehr oberflächlich vorgekommen war, sich angesichts der Katastrophe in Japan tiefgründige Gedanken über das Leben machte - darüber, was in Leben wichtig ist und was nicht!

Samstag, 5. März 2011

Das größte 'Ja'

Ich habe gestern (heute Nacht eigentlich eher) parallel zu der Beschäftigung mit meinen offenen Themen ein paar Sachen von Bert Hellinger gelesen. Er ist ja auch jemand, von dem ich (zumindest indirekt) für meinen Weg der Selbstheilung einiges übernommen habe.
(Ich habe ihn bisher unter den "Methoden der Persönlichkeitsentwicklung" noch nicht erwähnt, weil sein Ansatz doch eher nochmals ein Kapitel für sich ist.... worüber ich erstens viel zu wenig weiß.... und was vom Umfang her vielleicht auch den Rahmen dieses Blogs sprengen würde. )

Jedenfalls findet man bei ihm sehr viel, wo es um "Zustimmung" im größeren Rahmen geht,
also auch um Zustimmung zur 'Familienseele' und deren Schicksal,
ja Zustimmung zum Schicksal überhaupt.
Für mich kommt durch Bert Hellinger nochmals eine deutlich demütigere Art der Zustimmung ins Spiel (Demut gegenüber den Kräften, die in der Familienseele wirken, Demut gegenüber dem Schicksal und dem größeren Ganzen), die nochmals ein größeres Heilungspotential hat.... als das was ich hier bisher so beschrieb.

Beim Lesen einiger Gedanken von Hellinger kam jedenfalls in mir plötzlich so ein "Ja-zum-Ganzen", also ein "Ja" zu meinen Lebensthemen, ein "Ja" - dass alles so 'Richtig' ist.... wie es ist.... einfach weil es so ist. (Ich kann es jetzt garnicht mehr so stark fassen, wie ich es in der Nacht spüren konnte.)

Ich merkte dann, wie ich es jedoch auch wieder beiseite schieben wollte. "Mein Anspruch hier ist, den Lesern zu zeigen, wie man mit 'Zustimmung' Probleme lösen kann.... einfach nur ein 'Ja zum Ganzen' ist hierfür nicht die Lösung.
Zum Glück bemerkte ich dies dann.... (Hier war es sehr hilfreich, dass "Laurion" mich in einem Kommentar darauf aufmerksam machte, dass das Schreiben im Blog die Geschichte verfälschen kann. Ich wusste dies zwar schon früher, aber ich wusste es früher noch nicht genug, um es ausreichend zu beachten! - Danke dir Laurion.)

Nein, das (innerliche) Navigationsgerät sagt "hier links abbiegen" .... und auch wenn die Vorstellungen vielleicht zunächst anders waren..... ist genau hier die Wahrheit und der Weg.

Jedenfalls kam dann auf einen Schlag das sehr angenehme Gefühl, im großen Einklang mit all den (vielleicht unangenehmen, schwierigen, noch nicht geheilten) Lebensthemen zu sein!
Ein Einklang mit dem, genau so wie es ist.

[Ich kann all das nicht so klar in Worte fassen, doch es war wichtig, es jetzt niederzuschreiben!]

Mittwoch, 2. März 2011

[Das Ungelöste im Herzen]

Man muss Geduld haben,
gegen das Ungelöste im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antwort hinein.


Rainer Maria Rilke

Samstag, 26. Februar 2011

Leser-Umfrage

Ich möchte die Leser hier im Blog mal fragen, welche Art von Beiträgen euch interessieren.

Soll ich eher über meine eigenen Prozesse schreiben?
Besteht eher der Wunsch nach theoretischen Informationen zu den Themen "Gefühle-fühlen" und "Zustimmen"?
Soll ich wieder mehr zum Thema passende Zitate und Sprüche bringen.

Wer hierzu Antworten möchte möge bitten zu diesem Beitrag einen Kommentar schreiben.
Danke!

Donnerstag, 17. Februar 2011

Bereitschaft mich wirklich zu ändern?

Wäre ich bereit, mich zu verändern? - Mich wirklich zu verändern?
Mich aus-mir-heraus weiterentwickeln in großen Sprüngen und in eine neue Richtung?

Ich glaube, ich war nie wirklich bereit dazu.......

Doch wenn ich jetzt in mich gehe..... in die gesamte Weite meines gesamten Seins spüre .....   dann spricht nicht wirklich etwas dagegen. - Jedenfalls kann ich keinen Widerstand dagegen im mir spüren, im Augenblick.

Ich kann mich nieder lassen.... tief und schwer auf dem Stuhl..... und habe ein angenehmes Gefühl in mir, ein angenehmes Gefühl zu mir.

Und es kann Verschiedenes einfach Da sein in mir.... eine leichte Traurigkeit... und irgendwie, als würde ich mich innerlich selbst (und wie von selbst) liebevoll berühren.... ...... Alles ist einfach Da!

--- --- ---

Jetzt kommt ein innerlicher Einwand: Ich muss doch etwas suchen, was nicht stimmt in mir.... was ich bearbeiten und heilen kann....  - Ja, da ist jetzt auch dieser antreiberische Druck da....
Und er gehört dazu - während auch die anderen Positiven Gefühle immer noch da sind .... und die leichte Traurigkeit .... und mich innerlich berühren.....

Antreiber und Leistungsdruck dürfen sein! Die damit verbundene Spannung im Bauch... und das damit verbundene Unwohlsein darf auch sein....  Ich dehne mich aus, so dass all dies in mir Platz hat.

Es gibt nichts, was in mir anders sein müsste! - Und trotzdem ist in mir die Bereitschaft da, nach außen hin anders zu werden und zu sein.

Mittwoch, 16. Februar 2011

'Alte Bekannte' umfassen und fühlen

Ich habe mich eben wieder mal etwas ausführlicher auf mein Innenleben eingelassen.... und dabei einfach die vielen 'alten Bekannten' wieder gefühlt und umfasst (umarmt).

Es war immer wieder ein Druck da, irgendetwas zu lösen und irgendwie vorwärts zu kommen. - Und es war immer wieder einfach nur Spüren da.... auch meinen Kiefer z.B. wieder...., Traurigkeit....

Ich habe alles liebevoll sein-lassen und ganz umfasst... das war sehr angenehm...