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Montag, 31. Januar 2011

Ein bisschen Zugestimmt

Ich habe heute mehrmals am Alltag bewußt in mich gespürt... und dem was ich jeweils bemerkte (Traurigkeit, Anspannung, Ärger) meine Zustimmung erteilt....
dem Vorhandensein dieser Gefühle zugestimmt.

Ich habe dem Vorhandensein dieser Gefühle zugestimmt - denn sie sind ja sowieso schon da!

Durch das Zustimmen hat es sich (ein kleines Bisschen) besser angefühlt.

Sonntag, 30. Januar 2011

[Deine Energie]


Wenn du gegen etwas kämpft,
dann gibst du dem Bekämpften deine Energie und Aufmerksamkeit.

Wenn du in Innerem Frieden gehst,
dann bleibt die Kraft und Energie bei dir
und du kannst deine Aufmerksamkeit darauf richten,
was zu tun ist....

Mittwoch, 26. Januar 2011

Somatic Experiencing - weitere Gedanken dazu

 Die Leser-Frage zu meinem Beitrag "Somatic Experiencing - mein erster Kontakt damit" regt mich an, noch etwas über dieses Thema zu schreiben.

 Dr. Peter Levine hat entdeckt, wie Tiere sich mit rein körperlichen Mitteln von schweren Traumatas befreien (z.B. Eisbär wird von Hubschrauber gejagt und betäubt, um einen Chip an ihm zu befestigen; Tiere waren schon in den Klauen ihres Fress-Feindes, konnten aber wieder entkommen).

 Während sich also die Tiere durch körperliche Maßnahmen anscheinend sehr schnell von Traumatas befreien, bleiben beim Menschen fast immer dauerhafte Schäden, auch auf der körperlich-nervlichen Ebene, zurück. Die Folgen dieser Schäden sind:
  • Dauerhaft fehlende Aggression und die fehlende Fähigkeit, mit Aggression umzugehen.
  • Fehlen des natürlichen Fluchtimpulses.
  • Ein Umgang mit Angst, der automatisch zu Starre (Totstellreflex) führt.

 Der Ansatz beim Menschen geht im "Somatic Experiencing" jedoch über das bei Tieren beobachtete "Trauma-Heilen" weit hinaus. Hier ist es wichtig,
  • den natürlichen Kontakt zum Boden wieder zu gewinnen,
  • die eigenen Körpergrenzen wieder zu integrieren,
  • und das In-sich-hineinspüren (so ähnlich wie ich es hier im Blog beim Bearbeiten der Gefühle beschreibe.
 Erst am Schluss kommt dann das bei Tieren beobachtete Schütteln dazu.... das, nachdem man all die anderen Übungen machte, dann oft automatisch geschieht.
 Und am Schluss, nachdem man die nötige Achtsamkeit erlernt hat, wird dann auch wieder die Aggression, der Flucht-Impuls, und die Reaktion auf Angst integriert.

 Ich schreibe das Ganze hier ein bisschen flappsig, weil ich hier im Blog das Thema sowieso nur kurz andeuten kann (wobei dann alles aus seinem Zusammenhang gerissen ist).
 Wer sich näher mit Trauma-Heilung, oder auch nur mit 'ganz-tief-in-sich-spüren', beschäftigen will, dem kann ich das Buch als ergänzendes Hilfsmittel zu meinem Blog wirklich sehr empfehlen....

Donnerstag, 20. Januar 2011

Widerstand gegen das Schlimmste (III)

 Ich möchte das Thema nochmals von einer anderen Seite her aufrollen:

 Für (fast) jeden von uns gibt es bestimmte Dinge, die wir auf überhaupt gar keinen Fall haben wollen - Dinge, die mir auf überhaupt gar keinen Fall passieren dürfen, die in meinem Leben auf überhaupt gar keinen Fall auftauchen dürfen, Dinge, die wir mit aller Gewalt in unserem Leben vermeiden! - Diese Dinge sind sooo schlimm für uns, dass wir mit aller Macht dagegen Widerstand leisten!

 Um sicherzustellen, dass uns dies auf gar keinen Fall passiert, sind einige Opfer nötig: Vielleicht muss ich mir Scheuklappen aufsetzen und darf bestimmte Dinge einfach nicht bemerken (obwohl sie eigentlich deutlich sichtbar wären).
 Vielleicht muss ich versuchen, bestimmte Lebenssituationen, meine Partner, andere Menschen zu kontrollieren.
 Vielleicht muss ich bestimmte Situationen ganz vermeiden, darf bestimmte Orte nicht besuchen, beruflich nicht aufsteigen, keine Partnerschaft leben... nur damit mir bestimmte Dinge nicht passieren können.

 Puh! - Das ist ganz schön anstrengend, und kostet viel Freiheit und viel Lebendigkeit!

 Und: Ist es da Verwunderlich, dass vielleicht einer oder mehrere Lebensbereiche wie Beruf, Freizeit, Freundschaften, Liebe, Sex, .... nicht so richtig, oder überhaupt nicht funktionieren?

 Gegen welche grundlegende Erfahrung leistest du so großen Widerstand?
 Was darf dir in deinem Leben auf gar keinen Fall begegnen?
 Was darf von dir auf keinen Fall ans Tageslicht kommen - was oder wie darfst du auf gar keinen Fall sein?

 Welche Gefühle willst du mit aller Gewalt vermeiden - indem du die obigen Situationen vermeidest und bekämpfst?

 Und was würde geschehen, wenn du all diesen Situationen zustimmen würdest.... wenn du zustimmen würdest, dass dies ganz prinzipiell geschehen könnte.... wenn du in deinem Herzen zustimmst, ganz zustimmst, zu 100%.... und trotzdem das nötige und mögliche tust, um diese Situationen zu vermeiden...?

 Was wäre, wenn du auch all den schlimmsten Gefühlen zustimmst, welche durch diese Situationen ausgelöst werden könnten?

Samstag, 15. Januar 2011

Zustimmung pur

Unter dem neuen Schlagwort (Label) "Infos Zustimmung pur" habe ich mal alle Beiträge zusammengefasst, welche sich mit dem reinen Zustimmen beschäftigen - im Gegensatz zu "Zustimmung & Fühlen", wo es darum geht, das Zustimmen mit dem "Gefühle-fühlen" zu verbinden.

Widerstand gegen das Schlimmste (II)

Der ältere Text von mir, den ich in meinem letzten Beitrag hier veröffentlichte, brachte mich dazu, mich noch tiefer mit diesem Thema zu beschäftigen:

"Widerstand und Zustimmung" kann man unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten.
Man kann schauen, wo man in der aktuellen Situation vom Widerstand zur Zustimmung kommen kann, damit das aktuelle Problem sich auflöst.
Ebenso kann man schauen, wo ich beim "Nach-innen-gehen" im Widerstand bin.... (etwa im Widerstand gegen ein Gefühl)..... Sich also fragen, zu was ich hier 'Ja'-Sagen kann und muss.... damit das Innenleben wieder in Fluss gerät.

Neben dem eben genannten gegenwartsbezogenen Vorgehen brachte meine Beitrag "Widerstand gegen das Schlimmste" einen weiteren Gesichtspunkt:
"Welche Bereiche des Lebens funktionieren nicht... und was ist hier der Widerstand der diese Lebensbereiche blockiert?"
Ja, es kann ja sein, dass im Berufsleben ständig etwas schief geht, bei Freundschaften, in Liebesbeziehungen, in der Freizeit, ..... , oder in all diesen Bereichen zusammen....
und es kann sein, dass der Grund dafür alter Widerstand ist,
dass der Grund hierfür ist, dass wir etwas auf gar keine Fall und unter gar keinen Umständen erleben und erfahren wollen..... und wir deswegen lieber ganze Lebensbereiche blockieren und einschränken..... (und wahrscheinlich das Ganze sogar noch ohne es selbst zu merken)

Ja, es ist die Frage,
gegen welche grundlegende Erfahrung leisten wir eigentlich in Wirklichkeit Widerstand, wenn wir beispielsweise mit aller Macht vermeiden wollen, im Berufsleben schlecht dazustehen! (Nur mal als Beispiel.)
Was würde es negatives über mich aussagen, wenn ich tatsächlich mal etwas falsch machen würde und Andere dies bemerken?
Was würde dann passieren?
Wie würde ich mich dann fühlen?

Die Antwort auf diese Fragen führt möglicherweise zu dem, was ich hinter all meinem Widerstand in Wirklichkeit befürchte, was ich mit aller Gewalt in meinem Leben vermeiden will.

Ist es unter diesen Umständen nicht verständlich, dass Widerstand zu Angst und Tunnelblick führt.... und dass der Blick auf Erkenntnis und Weiterentwicklung verschlossen ist, solange das Ganze nicht angeschaut werden kann?

Ja, eine Lösung aus diesem Dilemma wäre, dieses schlimmste Gefühl, das was ich immer vermeiden wollte.... daseinzulassen und zu fühlen....
Aber vielleicht ist vorher noch ein anderer Schritt nötig:
Dem Zuzustimmen, dass es mir ganz grundsätzlich passieren könnte, dass ich in beruflichen Dingen einen Fehler mache und dann getadelt werden.... einfach erlauben, dass dies passieren könnte..... den Widerstand dagegen aufgeben.... (und trotzdem die Schritte tun die möglich sind um es zu verhindern).
(Zustimmen bedeutet ja nicht, es mutwillig durch Handlungen herbeizuführen,
sondern nur, im eigenen Herzen seine Existenz zu erlauben.)

Widerstand gegen das Schlimmste

Bill Ferguson, dessen Methode ich hier in meinem Blog ja bereits vorstellte, schrieb einige sehr interessante Dinge zum Umgang mit Widerstand.
Hier ist ein älterer Text von mir, in dem ich einiges aus diesem Ansatz zusammenfasste:

Bill Ferguson stellt auf seiner Internetseite (www.masteryoflife.com) sehr ausführlich seinen Ansatz für den Umgang mit Widerstand und Loslassen vor.

Dabei zeigt er auf, wie sehr "innerlichen Widerstand gegen etwas leisten" zu innerlichem Stress führt - ja, zu einer Art "Tunnelblick".
Je mehr wir auf einem Lebensgebiet innerlich Widerstand gegen etwas leisten, umso problematischer läuft unser Leben auf diesem Gebiet.
(Wenn z.B. jemand befürchtet, seine Partnerin könnte ihn verlassen, und wenn er gegen das mögliche Verlassenwerden innerlichen Widerstand leistet, dann erhöht er hierdurch das Risiko, tatsächlich verlassen zu werden enorm. )
Laut Ferguson gibt es bestimmte Dinge, die uns besonders stressen, gegen die wir besonders Widerstand leisten, vor denen wir ganz besonders Angst haben, die wir ganz besonders mit aller Macht vermeiden wollen.
Dies sind die Gebiete, auf denen unser Leben besonders problematisch funktioniert, weil wir eine innere Verletzung haben... an die wir jegliche Erinnerung mit aller Macht verhindern wollen (... und uns somit selbst sehr einschränken)! - Ferguson empfiehlt, auch hier den Widerstand aufzugeben und es zuzulassen, diese Gefühle wieder zu fühlen - um sie letztendlich loszulassen....

Freitag, 14. Januar 2011

[Verletzt durch Andere]

Niemand kann dich verletzen,
das kannst nur du selbst -

indem du die Gefühle,
welche aufgrund äußerer Situationen
oder anderer Menschen
in dir entstehen,
nicht fühlen willst!


Von der ProblemTrance zur LösungsTrance

Vor längerer Zeit habe ich mal an einem anderen Ort ein interessantes Buch vorgestellt, das zumindest teilweise zu dem Thema dieses Blogs passt. Ich möchte es meinen Lesern hier nicht vorenthalten:
Wiederum ein ganz anderer Ansatz der Persönlichkeitsentwicklung kommt aus der Richtung der "Lösungsorientierten Psychotherapie". Bill O'Hanlon hat in seinem Buch "Probiers mal anders! Zehn Strategien, die Ihr Leben verändern" dieses Thema auf sehr gute und praktikable Weise der Selbsthilfe zugänglich gemacht:

Im Gegensatz zu den anderen hier vorgestellten Methoden liegt hier der Ansatz mehr auf der Handlungsebene. Es geht darum, das zu tun, was funktioniert (was bereits in der Vergangenheit funktioniert hat) - und das nicht zu tun, was eben nicht funktioniert.

Wichtig ist hier bei auch, die Aufmerksamkeit weniger auf das Problem zu lenken - sondern aus der Problem-Trance herauszutreten - und in eine Lösungs-Trance hineinzutreten, die Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was sich ändern lässt...

Grundsätzlich werden in dem Buch folgende Themen behandelt (ich orientiere mich hier NICHT am Inhaltsverzeichnis):
* Wahrnehmen der eigenen Gefühle, ohne sein Verhalten davon beeinträchtigen zu lassen;
* Akzeptanz der eigenen Gefühle, Akzeptanz von Wahrnehmungen, der eigenen Lebensgeschichte, des wunden Punktes, der eigenen sexuellen Vorlieben und Wünschen;
* Verschiedene Möglichkeiten der Aufmerksamkeitsverlagerung;
* Verschiedene Möglichkeiten, Vorgehensweisen / Verhalten zu ändern;
* Der Nutzen von "Paradoxen Verhaltensweisen";
* Möglichkeiten zur Verbesserung von Beziehungen (!);
* Möglichkeiten die eigenen immer wieder erzählten Problem Geschichten zu erkennen und zu verändern;
* und natürlich: Verschiedene Möglichkeiten, mit Hilfe von Lösungsorientierter Sichtweise und Lösungsorientierten Fragen auf eine funktionierende Lösung zu kommen (!!!).

O'Hanlon stellt in seinem Buch zehn Lösungsschlüssel vor.
Er meint, dass nicht jeder Lösungsschlüssel zu jedem passt, sondern es für verschiedene Menschen auch unterschiedliche Lösungen gibt, so dass jeder, unabhängig von der Meinung von Experten, seine eigene Lösung finden kann...

In einigen Kapiteln geht es sehr stark um Akzeptanz und um das Gefühle fühlen.
Auch andere Kapitel sind teilweise sehr interessant, führen jedoch vom Thema dieses Blogs weg, so dass ich nicht näher darauf eingehen möchte.

Montag, 10. Januar 2011

[Sich verändern....]

"Wir können uns nicht verändern...
wir können uns nur weiterentwickeln!"



Sagte eine gemeinsame Freundin von uns
zu meiner Lebensgefährtin.

Mittwoch, 5. Januar 2011

Gegenteil von Blockiert-Sein

Das Gegenteil von "Blockiert-Sein" ist wohl ein "Offenes Herz" haben.

Montag, 3. Januar 2011

Wodurch erkennt man den nächsten Schritt?

Von der Leserin, welche mir bereits die beiden letzten Fragen stellte, gibt es noch eine dritte Frage:
Du hast irgendwo geschrieben, dass, wenn den inneren Widerstand aufhört, nicht nur die Angst weniger wird, sondern auch der nächste Schritt sichtbar wird. Das hört sich schön an,…aber auch das fällt mir noch schwer, mir vorzustellen. Wodurch soll das geschehen? [...]
Also wäre hier die Frage: Wodurch sieht man dann den nächsten Schritt?...

Sicherlich können die meisten Leser mir zustimmen, dass man im Zustand von "Angst" und "Tunnelblick" nur eine sehr eingeschränkte Sichtweise hat... und somit viele Lösungsmöglichkeiten garnicht sehen kann....

Ich selbst habe in meinem Leben zwei Mal so richtig deutlich den Zusammenhang zwischen "Innen-Raum-Reisen" und dem Erkennen des nächsten Lösungsschritt erlebt:
  • Das eine Mal arbeitete ich Anfang Dezember mit Hilfe eines Begleitern nochmals an dem Thema "Verstrickung mit meiner Mutter". Ich hatte wieder den Eindruck, dass Energie von meiner Mutter zu mir kommt und an meiner Vorderseite klebt! - Diesmal blieb ich, mit Hilfe eines Begleiters (der einfach nur "Ja" zu allem sagte, was geschah) eine sehr lange Zeit(!) einfach nur mit meiner Aufmerksamkeit bei diesem Gefühl.

    Hätte jemand Lösungsvorschläge gemacht, dann hätte ich diese sicherlich abgelehnt, weil ich der Meinung war, dass eine Lösung dieser Verstrickung überhaupt nicht möglich ist ..... und ich ihr wohl einfach Zustimmen müsste.

    Es war etwas eine gefühlte Viertelstunde vergangen (bei derartigen Innen-Raum-Reisen geht ja jedes Zeitgefühl verloren), bis meine Hände zaghafte Abwehrbewegungen machten. (Anmerkung: Ich hatte meine Augen geschlossen, die Energie meiner Mutter war so etwas wie ein inneres Gefühl, und meine Hände bewegten sich real vor meinem Körper.)  Ich habe diese Abwehrbewegungen nicht bewusst herbeigeführt, sondern es war eher so, dass meine Hände sie von selbst machten.... Allerdings waren die Hände irgendwie überkreuzt und angewinkelt.... und auf mich selbst wirkte dies nicht sehr kraftvoll.

    Ich blieb mit meiner Aufmerksamkeit einfach dabei.... und war eher ein Zuschauer als ein aktiv Beteiligter. Plötzlich veränderte sich etwas und meine Hände fingen an, in langsamen Bewegungen so etwas wie Schleim von meiner Vorderseite abzureisen und in die Raummitte zu werfen.... wieder geschah dies ganz von selbst...... - Auch dies ging eine längere Weise.... und am Ende fühlte ich mich von ihr gelöst....

    Ich möchte nochmals betonen, wenn mir jemand zu einem anderen Zeitpunkt den Vorschlag gemacht hätte, die Verstrickung auf diese Art und Weise zu lösen, dann hätte ich mich hinterher nicht wirklich gelöst gefühlt..... So aber geschah es wie von selbst.

  • Der zweite Fall liegt nun schon fast ein Jahr zurück. Ich war im Schnee gestürzt, hatte mir eine Verletzung an einer Hand zugezogen, und stürzte dann kurz danach nochmals auf die durch eine Bandage blockierte Hand.
    Ich kenne jetzt die äußeren Zusammenhänge nicht mehr ganz genau. Einmal war es jedenfalls so: Ich hatte an einem Tag einen Notfalltermin bei der Orthopädin gehabt, und dann am Abend noch ein Schmerz an einer anderen Körperstelle gespürt, die nicht richtig untersucht worden war. - Ich war dann durch die ganze Situation, die geschwollene Hand, den Schmerz, die körperliche Einschränkung ziemlich durch den Wind... und dachte: "Ich kann mir doch morgen nicht schon wieder einen Notfalltermin geben lassen." "Und außerdem, sie hat ja ganz kurz einen Blick darauf geworfen, sicherlich ist da nichts Schlimmes und ich bilde mir da nur etwas ein." "Aber ich bin ja des letzte Mal erst zu spät zum Orthopäden gegangen, vielleicht ist es ja doch etwas Schlimmes."

    So ging das hin und her und ich war schon ziemlich verzweifelt, als ich dann endlich in mich ging. Aber vielleicht genau deswegen entstand eine recht tiefgehende Sitzung.
    Und dabei war dann irgendwann total klar: "Jetzt mitten in der Nacht kann ich sowieso nichts mehr tun. Und morgen werde ich wissen, was zu tun ist." - Ja, es war total klar, und jedes Problem war durch diese Klarheit von mir gewichen. - Am nächsten Tag war es dann noch etwas schlimmer geworden und ich wusste, dass ich nochmals einen Termin bei der Orthopädin benötige.

Ich weiß nicht, ob Außenstehende diese beiden Beispiele nachvollziehen können.
Im ersten Beispiel führte mein Körper praktisch automatisch die Lösung durch.... in Zeitlupe.... und ich war "nur" der Zuschauer.
Und im zweiten Fall war einfach ganz klar zu spüren, ja so ist das.... - so wie wenn man sich plötzlich erinnert, "ja genau, ich habe den Geldbeutel auf den Schreibtisch gelegt, weil ich ja noch die Geldscheine hineintun wollte..."

Joel hat mir einmal gesagt, dass er alle wichtigen Lebensentscheidungen nie mit dem Kopf sondern immer nur durch das "Hineingehen-in-das-was-ist" trifft.
Aber auch "unwichtige" Entscheidungen trifft er auf diese Art und Weise, etwa wenn der 'Innere Kritiker' meint, der Schreibtisch müsse mal wieder aufgeräumt werden......

Ich hoffe, dass die Eingangsfrage hiermit zumindest ein Bisschen beantwortet ist.

Ein wunderschönes 2011


Allen Lesern
ein wunderschönes
Jahr 2011!