Mittwoch, 2. Februar 2011

Wird auch ein wichtigens Thema werden...

Testerin schrieb zu meinem letzten Beitrag:
    Hm,...und "ein bisschen zugestimmt" hört sich auch ganz gut an. Nicht zu viel machen "müssen", ein klein wenig ist auch schon okay!...

Für mich besteht schon ein großes Spannungsfeld im Augenblick zwischen
"Nichts machen" (also mich immer wieder davor drücken, mich mit meinem psychischen Innenleben zu beschäftigen)
und "Druck machen" (also mich vergebens dazu zwingen wollen, mich mit meinem psychischen Innenleben zu beschäftigen).

Da alles an diesem Spannungsfeld "hängt" werde ich dies wohl jetzt als vorrangiges Thema nehmen müssen.

(Aber die nächsten Tage bin ich sowieso wieder in meiner Ausbildungsgruppe.... und danach lande ich wahrscheinlich sowieso wieder ganz woanders....)

Kommentare:

  1. ""Nichts machen" (also mich immer wieder davor drücken, mich mit meinem psychischen Innenleben zu beschäftigen)"

    Also "nichts machen" ist für mich nicht gleich bedeutend, mit "mich vor etwas drücken". Nichts machen kann auch manchmal ganz entspannend, erholsam und heilsam sein. Nichts machen kann für mich auch etwas "Aktives" in gewissem Maße sein, nämlich in dem ich mich bewusst dafür entscheide, einmal "nichts" zu machen, also aktiv nichts zu machen (falls das jetzt grade nicht zu verwirrend ist, aber ich denke nicht!).

    ...aber ich versteh schon, was Du mit diesem Spannungsfeld meinst.

    Wünsch Dir auf alle Fälle viel Spaß und Erfolg in Deiner Ausbildungsgruppe!!!

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  2. "Nichts machen"

    Für mich bedeuted "Nichts machen" manchmal auch zulassen, loslassen. Veränderung zulassen, nicht-ein-gereifen, etwas/es geschehen lassen, reifen lassen, selten auch einen Abschluß zulassen.

    Meist auch in Verbindung mit Erholung und Heilung zulassen.

    LG R

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  3. Danke für eure Anmerkungen!

    Nun haben wir die 3 möglichen Arten des "Nichts-Tuns" hier versammelt:

    1.) Sich davor drücken, etwas (das Notwendige?) zu tun.

    2.) Nichts-Tun, um sich zu entspannen und einfach mal 'Nichts zu tun'.

    3.) Nichts-Tun im Sinne des Daoistischen "Wu Wei", so wie R. es beschrieb.

    Eigentlich wünsche ich mir die dritte Version.... für mein Leben und meinen Veränderungsprozess - jedoch bin ich bisher oft in der ersten Form des Nichts-Tuns hängen geblieben....
    Dieses Hängenbleiben möchte ich jedoch mit der dritten Form des 'Nichts-Tuns' heilen.

    Einen lieben Gruß

    Tao

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  4. Hallo Tao

    Vom 'Daoistischen "Wu Wei" ' habe ich noch nie etwas gehört. Kannst Du mir erklären was "Wu Wei" für dich bedeutet?

    "Dieses Hängenbleiben möchte ich jedoch mit der dritten Form des 'Nichts-Tuns' heilen."
    Hier verstehe ich dich nicht so richtig? Möchtest Du darauf näher eingehen?

    Einen lieben Gruß
    R

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  5. Hallo R.,

    ich habe vor längerer Zeit einiges über den (philosophischen) Daoismus gelesen, Wu-Wei ist ein grundlegendes Prinzip dieser Lehre.

    Also wenn ich eine kurze, dem westlichen Verständnis entsprechende Definition von Wu-Wei haben wollte, dann würde ich genau den Satz nehmen, den du schriebst:
    > Für mich bedeuted "Nichts machen"
    > manchmal auch zulassen, loslassen.
    > Veränderung zulassen, nicht-ein-gereifen,
    > etwas/es geschehen lassen, reifen
    > lassen, selten auch einen Abschluß zulassen.
    (Ich dachte eigentlich, du würdest Wu-Wei kennen, und wolltest genau darauf hinaus.)

    Jedenfalls möchte ich hier nicht irgendwelche Bücher abschreiben um eine nähere Definition zu finden.... (Wenn's dich näher interessiert, dann bemühe bitte den Google oder lese "Wu wei: Die Lebenskunst des Tao" von Theo Fischer.)

    Für mich ist immer die Frage wichtig: "Wie lässt es sich konkret anwenden!" .... und eine der möglichen Arten es anzuwenden ist genau das, was ich hier mit dem "Tao der Zustimmung" zu praktizieren versuche.

    Somit kommen wir automatisch zu deiner nächsten Frage:
    Das Thema, dass ich in meinem Beitrag ansprach war ja mein Spannungsfeld zwischen "Mich drücken" und "Druck machen".
    Nun könnte man sich ja alle möglichen Aktionspläne machen, wie man sich dazu bringen kann, endlich in die Potte zu kommen. - Oder man könnte irgendwelche Pläne machen, wie man liebevoller mit sich umgeht und sich nicht so viel Druck macht. - Diese Vorgehensweisen mögen funktionieren oder nicht, mit dem "Wu Wei"-Prinzip hätten sie jedenfalls nichts zu tun.

    Mein Lösungsweg im Sinne des "Wu Wei" (so wie ich es sehe, echte Daoisten mögen es anders sehen, mir geht es hier auch nicht um eine korrekte Definition dieses Begriffs) ist, zu dem Spannungsfeld zwischen "Druck machen" und "sich Drücken" einfach 'JA' zu sagen.... sich dem Spannungsfeld aussetzen, es wahrnehmen.... und schauen, was sich entwickelt....

    Und ich habe den Eindruck, es hat sich in den letzten 2 Wochen schon ganz subtil etwas verändern...... aber noch nicht genug, um es jetzt schon wirklich als Beweis für eine Veränderung zu bemühen....

    Ich hoffe, ich konnte deine Frage wenigstens teilweise beantworten.

    Tao

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  6. Hallo Tao


    Nein, "Wu-Wei" kannte ich noch nicht.

    Danke für Deine Antwort und auch für den Literaturhinweis.

    LG R

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  7. Hallo R,

    das von mir erwählte Buch ist interessant, war für mich jedoch nichts, was so richtig praktisch umsetzbar ist..... deshalb habe ich es auch nicht in meine "richtige" Literaturliste aufgenommen.

    Trotzdem wünsche ich dir interessante Lese-Stunden.

    Tao

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