Samstag, 23. April 2011

Mich dem Leben stellen....

Ich wälze nun schon eine Weile die Frage in mir,
was mir den Weg davor versperrt, regelmäßig (täglich) in mich zu gehen, mich zu spüren, mich mich mir selbst zuzuwenden. (Da ist immer ein Ausweichen, ein Verschieben auf später.... und dann geschieht es doch nicht...)

Es ist für mich noch nicht klar zu spüren, aber so ein bisschen hängt es wohl mit folgenden Punkten zusammen:
* Die Angst, dann vielleicht mit der Einsicht konfrontiert zu werden, dass ich es in Wirklichkeit garnicht schaffe, weiter­zu­­kommen und meine Themen zu lösen...
* Oder die Angst, dass ich dann merken würde, dass ich auf keinen Fall mehr so weiterleben will, wie ich derzeit lebe. ..... (Und daraus folgend denn in die Situation kommen, Vieles in meinem Leben ändern zu wollen.... und somit dann auch zu müssen....)
* Vielleicht auch die Angst davor, Eigenverantwortlich, Erwachsen,  Aus eigenen Kraft heraus, mein Leben zu leben.

Ja - mich dem Leben stellen ist so ein Spruch, der mir seit unserem letzten Ausbildungswochenende durch den Kopf geistert.
- "Bin ich bereit, mich dem Leben zu stellen?" -

Dies beinhaltet für mich etwas sehr Kraftvolles, Erwachsenes.
Das Gegenteil hierzu wäre, wenn ich mich in eine kindliche Postion zurückziehe, in ein 'Geht-Nicht', 'Will-Nicht', 'Kann-Nicht'.... ich bin zu unfähig, zu gestört,  .... - Das fühlt sich sicherer an, aber auch verantwortungslos, kraftlos und nachlässig.  [Dies sind jetzt meine Worte.... und es sind Worte, die sicherlich für Jeden einen ganz anderen Geschmack haben, etwas ganz anderes bedeuten...]

Kommentare:

  1. Hallo Tao

    "Ich wälze nun schon eine Weile die Frage in mir,
    was mir den Weg davor versperrt, regelmäßig (täglich) in mich zu gehen, mich zu spüren, mich mir selbst zuzuwenden."

    Könnte es nicht auch eine gesunde Vorsicht sein?

    Bei mir gibt es Zeiten da kann ich gar nicht regelmäßig länger in mich gehen, weil es dann zu viel zu verarbeiten gäbe und der Stresslevel zu groß wird.

    Aber Du schreibst auch über die Angst. Was bedeutet Angst für Dich? Kannst Du Deine Angst spüren? Kennst Du die Angst vor der Angst? Wie gehst Du mit Deiner Angst um?


    Schöne Ostern
    LG R

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  2. Danke R,

    ich wünsche dir auch schöne Ostern!

    Ich bin jetzt quasi schon weg,
    werde jedoch (wahrscheinlich am Dienstag) deinen Fragen nachspüren.

    L.G. Tao

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  3. Lieber Tao,

    bin gerade am überlegen, wie ich für mich die Frage beantworten würde.

    Da käme für mich im ersten Gedanken der Punkt, dass ich mich sehr oft auch von anderen Dingen ablenken lasse.

    Schaue ich aber weiter, wieso ich dies zulasse, kommt man wieder auf Deine Punkte.

    Dir schöne Ostern
    Ines

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  4. Hallo R,

    meiner Ansicht nach handelt es sich in diesen Fällen bei mir nicht um "Gesunde Vorsicht".... denn zur Vorsicht besteht bei mir kein Grund.

    Ich habe schon vielfach gemerkt, dass meine Prozesse nie tiefer gehen, als ich sie im jeweiligen Augenblick verarbeiten kann....

    Selbst wenn etwas da wäre, was ich alleine nicht bearbeiten könnte - ich würde mir in solch einem Fall wünschen, dass ich mich mir trotzdem zuwende.... Und wenn es nur ein Spüren und dann ein akzeptierendes Bestätigen ist: "Da ist was, was ich im Augenblick allein nicht bearbeiten kann."

    Ich würde mir wünschen, trotzdem bei mir zu Landen.... selbst wenn der Stresslever sehr hoch ist und mich zu viele Themen überlasten...., ja gerade dann wenn's schlimm ist bei mir landen, mich neben mich setzen, mich wahrnehmen....

    Du hast mich nach Ängsten gefragt. Ich kann im täglichen Leben Ängste nicht bewusst spüren, .... komme manchmal in meinen Sitzungen jedoch auch an eine ...... sagen wir mal 'eingefrorene Angst'.... die ich dann soweit möglich dasein lasse.
    (Rein theoretisch denke ich, dies könnte mit unverarbeiteten Traumatas zu tun haben. Praktisch ist es aber einfach so, dass ich die Angst ein bisschen Dasein lasse, spüre, bejahe.... sonst nichts.)

    Die Punkte, die ich in meinem Beitrag als "Ängste" aufzählte, sind einfach die Punkte, die ich spüren konnte...., als ich der Frage nachging warum ich mir so oft ausweiche.

    @ Ines:
    Schön, wenn diese von mir aufgeführten Punkten dir helfen, es etwas klarer zu kriegen, warum du dich mit anderen Dingen ablenkst.


    Einen lieben Gruß an euch beide

    Tao

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  5. Hallo Tao

    Danke für Deine Antwort.

    LG R

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Ich freue mich über weiterführende Fragen, Anmerkungen, Austausch...   :-)