Mittwoch, 4. Januar 2012

Erwachsenes Verhältnis zu den Eltern

Laut dem Systemiker Klaus Mücke gibt es vier Kriterien, die darauf hindeuten, dass man noch kein erwachsenes Verhältnis zu den eigenen Eltern hat:
  1. Wenn man tut, was die Eltern wollen oder wollten.
  2. Wenn man das Gegenteil von dem tut,  was die Eltern wollen oder wollten.
  3. Wenn man den Kontakt zu den Eltern abgebrochen hat.
  4. Wenn man immer noch die Erwartung oder Hoffnung hat, die Eltern würden sich noch ändern.

Kommentare:

  1. Zu Punkt 2 finde ich kommt es drauf an, ob es für mich richtig ist das Gegenteil zu tun (nach innerer Überprüfung) oder um des Gegenteils/Rebellion Willens, blind dagegen halten.

    Kontaktabbruch war und ist für mich wichtig, um überhaupt erwachsen werden zu können/zu dürfen, um zu prüfen was für mich stimmt und wie ich mein Leben leben will. Weil ich mich im Kontakt noch nicht abgrenzen kann. Bzw. muss ich das sooft, dass es mir alle Kraft raubt.

    Liebe Grüße

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  2. Hallo Regenfrau,

    Ich bin in einem Buch mehrmals auf diese (für mich interessanten) "Kriterien" von Klaus Mücke gesteßen und wollte sie meinem Blog nicht vorenthalten.

    bei Punkt 1 und 2 ist sicherlich nicht gemeint, ob man nun "zufällig" das tut, was die Eltern wollen, oder ob man "zufällig" das Gegenteil tut. (Oft gibt es ja auch nur 2 Möglichkeitn zu handeln.) Es geht darum, ob man 'wie unter Zwang' häufig das tut, was sie wollen, oder ob man 'wie unter Zwang' häufig das Gegenteil von dem tut, was sie wollen.

    Häufig ist auch der vierte Punkt nicht erfüllt und es gibt noch Erwartungen, dass die Eltern ihre Fehler einsehen und sich noch ändern mögen.

    Prinzipiell haben wohl die meisten Menschen ihre Kindheit und ihre Beziehung zu ihren Eltern noch nicht vollständig bearbeitet und daher keinen freien und erwachsenen Umgang mit den Eltern....

    Einen lieben Gruß

    Tao

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