Samstag, 3. März 2012

Das Tao der Zustimmung (2)

Wie ich in meinem letzten Beitrag schrieb, hilft es häufig, einem Gefühl, einem Sachverhalt, einer äußeren Bedingung oder dem, was man befürchtet, einfach nur zuzustimmen.
Uns selbst wenn man nur dem eigenen 'Widerstand gegen das Zustimmen' zustimmt, oder der eigenen Ungeduld - dann ist man schon einen Schritt in "das Tao der Zustimmung" gegangen - raus aus dem Tunnelblick und rein in die Weitsicht.

Manchmal genügt das jedoch nicht, nur in die Zustimmung zu gehen. In diesem Fall muss man sich tiefer in das Thema hinein begeben:
Eine Möglichkeit, ein Thema tiefergehender zu bearbeiten ist, alle Gefühle zu fühlen, welche durch dieses Thema in einem ausgelöst werden. (In diesem Zusammenhang möchte ich auf meine Beiträge  'Das WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"!', 'Anleitungen zum Gefühle-fühlen' und 'Körperzentrierte Herzensarbeit - meine Erfahrungen damit' verweisen.)

Eine Variante hiervon ist, die Gefühle nicht nur im Rahmen der gegenwärtigen Situation zu betrachten, sondern zu schauen, wann das Gefühl zum ersten Mal aufgetreten ist.
Oft ist ein Gefühl bereits in der frühen Kindheit zum ersten Mal aufgetreten.... und oft liegt die Ursache für "schwierige Gefühle" nicht beim Chef oder Lebenspartner..... sondern in unverarbeiteten Kindheitsgefühlen.... die endlich einmal angeschaut und gefühlt werden wollen.
Hier kann man sich also sowohl in das eigene innere Kind hineinbegeben..... und das Gefühl durch das innere Kind nochmals fühlen. Dabei ist man dann gleichzeitig noch als liebevoller Erwachsenen, der ganz andere Möglichkeiten als das Kind hat, mit dabei.
(Hier können Meditations-CDs von Robert Betz sehr unterstützen, siehe Beiträge,  'Davonlaufen, Fühl-CD und Fühlen' und 'Fühl-CDs - Teil 3'.)
(Ich persönlich finde es allerdings wichtig, sich selbst nicht immer mehr in einen inneren Erwachsenen und ein inneres Kind aufzuspalten, wie es in manchen "Inneres-Kind-Büchern" empfohlen wird. Hierbei wird nämlich immer mehr eine kindliche Seite in sich erschaffen, welches der innere Erwachsene dann immer aufwendiger versorgen muss. Stattdessen empfehle ich, den eigenen Kindlichen Teil in das eigene Herz zu nehmen und mit der eigenen Gesamtperson zu verschmelzen.- Auf den Meditations-CDs von Robert Betz geht es einfach darum, die Gefühle wieder in den Zusammenhang zu bringen mit den ursprünglichen Gefühlen aus der Kindheit, und sie dann in diesem Zusammenhang zu fühlen.... und damit auch zu Ende zu fühlen......)

Auch das von mir hier im Blog beschriebene 'Focusing' ist eine Methode, um das eigene "Thema" ganz tief in sich selbst wahrzunehmen und zu bearbeiten.

Der Schwerpunkt meines Weges sind jedoch die Innen-Raum-Reisen aus der hier bereits mehrfach erwähnten K!KG-Arbeit. Dabei setze ich mich allem, was in Zusammenhang mit einem "Lebens-Thema" in mir auftaucht, innerlich aus -  lasse mich davon anschwingen wie ein Windspiel, stimme allem was ist zu...... und lasse es sich von selbst weiterentwickeln.
Dabei kann es sein, dass ich auch nicht bei einem Gefühl bleibe (und dies vollständig bearbeite), sondern im Laufe des Prozesses das Gefühl wechselt, auf ein Gefühl also das nächste folgt.
Hier gibt es noch ein paar sehr wichtige Hilfsmittel wie "in die Weite gehen" oder auch die systemischen Komponenten eines Gefühls zu berücksichtigen... aber an dieser Stelle soll es erst mal genug sein.

Mehr Beiträge zu diesem Thema auch unter dem Schlagwort "Grundlegende Infos Gefühle fühlen".

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