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Sonntag, 29. April 2012

[Das was auftaucht]

Das was (in uns) auftaucht
zeigt sich uns,
damit es einen Platz haben kann.

Gut angenommen

Nach meiner letzten 'Sitzung' ging es mir dann soweit ganz gut. Ich war nicht mehr so aufgeregt und fühlte mich eigentlich ganz positiv.....

Das dauerte so lange, bis ich dann in unserem Seminarhaus landete. (Der Ausbildungs-Baustein begann am Abend.)
Als wir dann dort zusammenkamen, hatte ich alles vergessen, was ich jemals gewusst habe.... und war total nur noch angespannt und im Stress. - Lauter fremde Leute, die einander gut kannten, die miteinander vertraut waren.... und ich als einziger Fremder mittendrin....


Wir machten dann am ersten Abend eine Körperübung.
Dabei ging es um einem verbalen Angriff, einer Kritik, einer Schuldzuweisung.... allerdings wurde dieser Angriff dann rein mit körperlichen Mitteln ausgedrückt.
Wir sollten uns von diesem 'Angriff' jedoch nicht dazu verleiten lassen, ebenfalls in Stress und  'Trennung' zu gehen, sondern stattdessen mit offenem Herzen und Zuwendung reagieren.
Es war angenehm, zu sehen, dass man auch so reagieren kann.
Und es half mir sehr, bei dieser Übung nun mit einer Teilnehmerin körperlichen Kontakt zu haben.... dies half mir, dann wieder etwas zu landen.....

Am nächsten Tag sprach ich dann meine Angst, nicht dazuzugehören an.
Dies brachte mir dann positive Rückmeldungen...... und überhaupt reagierten die einzelnen Gruppenmitglieder sehr offen mir gegenüber.
Bis zu Abend fühlte ich mich dann wirklich zugehörig... und innerlich gelandet.

Nach und nach konnte ich von den Anderen immer mehr sehen und kennenlernen und nach und nach entwickelte sich im mir wirklich für jeden eine Zuneigung - auch zu den Personen, bei denen ich am Anfang gedacht hatte, "mit dem kann ich nichts anfangen" oder "die reagiert recht schroff, bei der muss ich aufpassen".

Insgesamt empfinde ich diese Gruppe als einen guten Raum, um zu lernen und um meine persönlichen Themen anzugehen.
Diese persönlichen Themen haben mich nämlich am letzten Tag noch ganz schön gebeutelt. (Es ging um das Nähe-Thema, über welches ich unter dem Stichwort "Unterbrochene Hinbewegung" schon mehrfach hier schrieb.)  Allerdings tauchte dies erst ganz am Schluss auf, als dann keine Zeit mehr war, noch darauf einzugehen.

Samstag, 21. April 2012

Aufregungs-Energie

Morgen beginnt das dritte Jahr meiner K!KG-Ausbildung. - Ich, als einziger Neuer, in einer schon seit einem Jahr bestehenden Gruppe.

Da ich diese Woche viel zu tun hatte, konnte ich mich mir nicht nochmals tiefergehender zuwenden.

Heute Mittag machte ich dann jedoch eine kleine 'Sitzung':

Aufregung!

Ja, eine richtige Aufregungs-Energie - die sich im Körper bewegt.
Im Brustraum, vor allem.

Es fällt mir schwer, diese hohe Aufregungs-Energie im Körper zu halten.

......

Da ist auch etwas Abenteuerliches.

Ja - insgesamt doch Positiv-Abenteuerlich

......

Auch ein aufgeregtes Kind in mir, das einem neuen großen Abenteuer entgegensieht.

Mittwoch, 18. April 2012

[Warum der Andere tut....]


Die weiterhelfend Frage ist nicht,
warum der Andere tut, was er tun.
Die weiterhelfende Frage ist,
wie sein Tun auf mich wirkt,
wie ich innerlich mit dieser 'Wirkung' umgehe,
und
wie ich äußerlich darauf antworten mag!

Samstag, 14. April 2012

Der Stimme des Körpers folgen

Als ich letztes Wochenende bei meinen Eltern war, lief mir das Buch "Focusing - Der Stimme des Körpers folgen" von Ann Weiser Cornell wieder über den Weg. In diesem Buch wird eine bestimmte Art des Focusing-Prozesses beschrieben, den ich in meinem Beitrag "Focusing - meine Erfahrungen damit" in der Reihe Reihe "Weiterführende Persönlichkeitsentwicklungsmethoden" nicht erwähnt hatte.

Bei 'normalen' Focusing versucht man immer das Ganze zu betrachten. Daher focusiert man auf "Alles zum Thema xy" (z.B. auch "Alles zu meiner Angst vor fremden Gruppen").
Beim Ansatz von Ann Weiser Cornell betrachtet man eher Teile (Persönlichkeitsanteile), und beendet somit, die unbewusste Identifikation mit diesen Teilen. So sagt man zum Beispiel nicht, "ich bin ängstlich", sondern "ein Teil von mir hat Angst" oder "Etwas in mir hat Angst".
(In der K!KG-Arbeit würden wir stattdessen sagen "Da ist Angst" und somit die Angst nicht in den persönlichen Besitz nehmen, da sie eventuell auch von anderen Personen (insbesondere aus der Familien) übernommen sein könnten.)

Jedenfalls habe ich vor langer Zeit diese Art und Weise Focusing gemacht, bin dann jedoch davon abgekommen, weil ich den Eindruck habe, durch die Teile Betrachtung zu sehr die Verantwortung für mich wegzuschieben und auf irgendwelche Teile zu schieben ("ich kann nichts dafür, dass ich mich so blöd verhalte, das ist ein Teil in mir").
Aus diesem Grund ist es mir lieber, eher gleich die Aufmerksamkeit auf das Ganze zu legen, das "Teil" zu umarmen, aber es dann auch schon bald in mein Herz und in mein Ganz-Sein mit aufzunehmen.

Prinzipiell kann ich sagen: Das oben genannte Buch ist ein wirklich gutes Einsteiger-Buch, allerdings stellt sich die Frage, auch welche Art und Weise Focusing am nützlichsten ist (was wohl auch von Person zu Person ganz unterschiedlich sein kann).

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Hakomi-Psychotherapie, oder Focusing-Sitzungen (alleine oder mit Begleiter) scheinen, einfach schon durch die Vorgehensweise und die Art wie begleitet wird oder wie Fragen gestellt werden, eher die kindliche Seite in mir anzuregen. Insbesondere passiert mir das auch bei dem Ansatz von Ann Weiser Cornell.
Bei der K!KG-Arbeit wird dagegen bei mir eher eine "erwachsene Energie", die eigenverantwortliche Seite in mir,  hervorgerufen.
Jetzt, wo mir das oben genannte Buch wieder in das Bewusstsein gekommen ist, merke ich nochmals so richtig den Unterschied.
Ein bisschen löste dies jetzt auch eine Unsicherheit in mir aus und die Frage, ob ich durch das bewegen in die starke und erwachsene Energie nicht vielleicht irgendwie auch Gefühle von "Kleinsein", "Schwäche", "Hilflosigkeit" vermeiden will?????
Es geht mir also einerseits um die Frage, welche Vorgehensweise ist Wirkungsvoller - aber auch um die Frage, welche Vorgehensweise nicht ausblendet, was eigentlich gesehen werden müsste....

Freitag, 13. April 2012

Stabilen Gewichtsstand erreicht

Ich möchte nochmals erwähnen, dass ich alle meine Blog-Beiträge über mein erfolgreiches Abnehmen in ein eigenes Blog ausgelagert habe. - Nachdem ich etwa 15 Kilo abnahm hat mein Gewicht nun einen stabilen Stand erreicht.

Montag, 9. April 2012

Optimismus / Pessimismus

Meiner Ansicht nach sind Optimismus oder Pessimismus eigentlich "Wahrnehmungsfilter" - Hilfsmittel dafür, nicht wirklich Hinschauen zu müssen. (Wobei das Nicht-Anschauen einer Situation natürlich auch dazu führt, nicht optimal mit ihr umgehen zu können.....)

Ein Grund dafür, einen dieser Wahrnehmungsfilter anzuwenden, könnte beispielsweise "Angst" sein.

So könnte man beispielsweise Optimismus nutzen, indem man sich ein künstlich-positives Bild von der Realität macht, damit man sich nicht mit den eigenen Ängsten und Unsicherheiten auseinander­setzen muss.

Genauso kann man Pessimismus verwenden, um sich selbst und dem Leben auszuweichen: Denn wenn sowieso alles negativ ist und schlecht ausgehen wird.....
dann braucht man sich ja garnicht den Mut zu nehmen, sich wirklich auf das Leben einzulassen, auf die Welt zuzugehen und sich dem zu stellen, was zum Leben dazugehört!

Montag, 2. April 2012

Im Einklang fließen....

Letztes Wochenende nahm ich an dem Shinui-Einführungs-Wochenende teil.
Es hat mir sehr gut getan, und ich möchte nun regelmäßig wöchentlich weitermachen.

Gerade das Programm vom Sonntag hatte sehr mit Zentrierung zu tun - ein Thema bei dem ich schon lange nach einer passenden Methode suche.
Außerdem hat Shinui sehr viel mit Kontakt und Nähe zu tun - ein großes Lebensthema von mir. Und auch hier wollte ich schon nach einem Weg suchen, mich stärker praktisch mit diesem Thema beschäftigen zu können....
Und letztendlich verbindet es beides, was für mich natürlich ideal ist.

Und ich fand das Ganze durch das gemeinsame Wirken von innen heraus sehr heilsam!

Super angenehm finde ich, dass man beim Shinui zusammen mit dem Übungspartner immer wieder in einen Fluss kommt, in welchem die gemeinsamen Bewegungen von innen heraus ganz von selbst geschehen....
So etwas liebe ich!
Ähnliches erlebe ich sonst nur bei Familienaufstellungen, wo man, wenn man sich als Stellvertreter zur Verfügung stellt, ebenfalls von etwas "Größerem" bewegt wird - oder wenn ich erlebe, die Joel in unseren K!KG-Gruppen andere Menschen begleitet.... wo dann ebenfalls die Entwicklungsschritte wie von selbst entstehen....

Ja, eigentlich geht es sowohl im Shinui wie auch bei der K!KG-Arbeit um das Begleiten. Bei der erstgenannten Methode durch Unterstützung des Anderen beim Tanz, bei der zweitgenannten Methode, indem man als Begleiter (Coach, Elternteil, Krankenpfleger, Altenpflegerin, Lehrer, Kindergärtnerin, Vorgesetzte) dem Anderen einen Raum öffnet, in dem Veränderung geschieht....