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Montag, 13. August 2012

Erwartungen weit übertroffen

Am Samstag fuhr ich  zum  1. K!KG-Tag  nach Frankfurt. Meine Lebensgefährtin begleitete mich, was mich sehr gefreut hat. - Wir müssten  ich an diesem Tag schon um 05:00 Uhr das Haus verlassen. Wieder zu hause waren wir dann so etwa um 23:10 Uhr.

Aber der Aufwand hat sich voll und ganz gelohnt, denn der Tag hat in jeder Hinsicht meine Erwartungen mehr als übertroffen!


Das Tagungshotel liegt relativ zentral in Frankfurt, so dass die Straßenbahnfahrt nur 10 Minuten dauerte.....

Als wir ankamen traf sah ich gleich eine Gruppe von Leuten aus meiner alten Gruppe stehen. Ich habe mich sehr gefreut, nun verschiedene mir sehr lieb gewordene Menschen nach nun 8 Monaten in diesem Rahmen wiederzusehen. Insgesamt war etwa die Hälfte dieser Gruppe anwesend.
(Wir waren ja die erste Gruppe überhaupt, die eine richtige Ausbildung zum K!KG-Trainer bzw. Begleiter durchlaufen hatten. Ich selbst war damals Quereinsteiger und hole derzeit mein letztes Ausbildungsjahr in einer anderen Gruppe nach.)

Dann sah ich, dass verschiedene Teilnehmer meiner neuen Gruppe draußen in Innenhof platz genommen hatten. Auch hier war im Laufe des Tages etwas die Hälfte der Gruppe anwesend. Ich bin dann nach draußen, und habe auch sie begrüßt.

Insgesamt wirkte der Innenhof  sehr gemütlich, aber auch die Räume waren sehr ansprechend.
Neben dem großen liebevoll dekorierten Raum, in welchem die Erlebnis-Vorträge mit den Übungen stattfanden, gab es noch den Marktplatz, mit verschiedenen Flyern, Kurs-Ausschreibungen, .... Es gab auch  einen  kostenloses 36-seitigen Skript, welches, aufbauend auf den Einführungsvortrag die Zugänge zur PrEssenz anhand von ausführlichen Texten und Übungsbeschreibungen erläuterte.
An der Kasse wurden die Essensmarken verkauft, außerdem gab es hier die erste offizielle CD mit zwei von Joels Innen-Raum-Reisen  (Die Meditation "Ganz da sein", welche ich schon kannte, und außerdem "Eine Ahnung bekommen" in welcher es um die Begegnung mit den Ahnen geht).
Außerdem wurde hier eine professionell aufgenommene DVD von Joels Erlebnisvortrag  "Wachstumsräume öffnen" aus dem Jahr 2004 verkauft. (Ich werde über CD und DVD zu einem späteren Zeitpunkt nochmals etwas schreiben.)


Um 10:00 Uhr ging es dann los:
Insgesamt waren meiner Einschätzung nach etwa 70 Teilnehmer anwesend, wovon ich höchstens ein Drittel (aus meinen Gruppen und aus den Aufstell-Seminaren) kannte.
Soweit ich in Gesprächen herausfinden konnte waren mindestens 6 Neulinge da, die noch keinerlei Erfahrung mit dieser Methode hatten (meist waren es wohl Partner oder Freunde anderer Teilnehmer).

Zunächst begrüßte Joel Weser die Teilnehmer. Danach ging Jürgen Brilmayer, der ja von Anfang an dabeigewesen war kurz (für meine Begriffe zu kurz) auf die Entwicklung der K!KG-Arbeit ein.
Und danach erläuterte Joel seine Methode dann gleich anhand zweier Übungen, welche wir dann alle machten. Es ging darum, wie die eigene innere Haltung, die Begegnung mit anderen Menschen öffnen oder verschließen kann, und wie man mit "sich innerlich lösen" mit stressigen Situationen, mit Situationen, welche und so richtig  packen  umgehen kann.

Mir gefiel sehr gut, wie Joel auf die Fragen der Teilnehmer einging und diese in seine Einführung total integrierte.....
Durch die Übungen, aber auch einfach aufgrund der Resonanz-Wirkung von Joels innerer Haltung,  kam dann sehr schnell diese typische K!KG-Stimmung auf - die Weite, das "in-sich-nieder­gelassen-sein" - all das, was ich so sehr liebe, und von welcher ich mich so sehr anstecken lasse....
Das Ganze hatte sehr schnell eine Tiefe, wie ich sie nur von unseren Ausbildungsgruppen kenne. 

Wir sind ja extra so früh am Morgen losgefahren, um eben gerade Joel in der Einführungsveran­staltung zu erleben. - Mich interessierte auch sehr, wie er neuen Teilnehmern seine Methode nahe bringt, einfach so als Anregung für mich, der ich ja auch mal auf meine Art und Weise K!KG unter die Menschen bringen will.


Von 11:45 bis etwa 13:00 Uhr ging es um das Thema, wie K!KG im sozialen Bereich angewandt werden kann. Diesen Block teilten sich Jürgen und Werner, einer der ersten K!KG-Trainer aus meiner 'alten' Gruppe.
 
Werner betreut ehemalige Psychiatrie-Patienten und Menschen mit psychischen Schwierigkeiten, hilft ihnen mit alltäglichen Dingen des Lebens zurechtzukommen aber arbeitet auch mit ihnen an ihren psychischen Problemen. Ich fand es sehr interessant zu hören, wie ein ehemaliger Ausbildungs-'Kollege' von mir diese Methode in der Praxis anwendet, wie er verschiedene Dinge sieht, wie seine praktischen Erfahrungen sind.
Werner erzählte, wie ihm die innerliche K!KG-Haltung bei seiner Arbeit hilft, und wie er die Körper-Übungen in seine Arbeit integriert. - Das einzige was ich mir noch gewünscht hätte ist, dass er zur Auflockerung seiner Ausführungen dann auch eine dieser Übungen praktisch angeleitet hätte.

Das praktische Üben wurde dann von Jürgen nachgeholt, der außerdem darüber referierte, wie er K!KG bei der Arbeit mit "schwierigen" Kindern und Jugendlichen anwendet, die er im Auftrag von Schulbehörde oder Jugendamt betreut.


Für 7,50 Euro konnten wir dann ein richtig gutes Mittagessen bekommen,
und ich konnte beim gemeinsamen Essen erfahren, wie es Anderen aus der alten Gruppe inzwischen ergangen war....


Ab 14:30 Uhr ging es dann weiter zum Thema "Einsatz der K!KG-Arbeit im schulischen Bereich".
Zunächst startete Jörg Köhler, ebenfalls ein ehemaliger Ausbildungs-'Kollege' von mir. Jörg hat neben der K!KG-Ausbildung unter Anderem verschiedene Ausbildungen als Anti-Aggressivitätstrainer. Er berichtete uns aus seinem Alltag an der Hauptschule, jedoch auch von seinem Einsatz als Anti-Aggressivitätstrainer in der Justizvollzugsanstalt.
Auch Jörg stellte uns seine Lieblings-K!KG-Übungen vor, welche er oft bei aggressiven Jugendlichen anwendet, um ihnen zu zeigen, wie man auch auf andere Art und Weise mit vermeintlichen Angriffen umgehen kann.

Denn zweiten Teil dieses Themas wurde von Stephan Dröscher gestaltet. Stephan ist Lehrer in der Erwachsenenbildung und gibt K!KG-PrEssens-Seminare speziell auf die Bedürfnisse der Lehrer zugeschnitten. Stephan war ebenfalls Teilnehmer der ersten K!KG-Ausbildung, ist jedoch schon ein sehr alter Hase, der auch früher schon jahrelang an  K!KG-Jahresgruppen teilgenommen hatte. - Irgendwie merkte man ihm das auch an, in der Art und Weise, wie er über die K!KG-Arbeit in seinem Bereich referierte, und wie er die Übungen mit uns anleitete.


Da Jörg und Stephan kräftig überzogen hatten, ging es dann erst um 16:10 Uhr mit dem Thema "K!KG für Führungskräfte" weiter. Uwe (ich hoffe der Name stimmt), ein langjähriger Teilnehmer der speziellen K!KG-Fortbildung für Führungskräfte, berichtete uns, wie er K!KG mit seiner Tätigkeit als Unternehmensberater verbindet.

Anschießend übernahm Joel dann wieder, und leitete dann noch eine geführte Innen-Raum-Reise an.


Insgesamt fand ich es sehr interessant, wie die verschiedenen Referenten K!KG auf ihre ganz persönliche Art und Weise anwenden, und wie jeder dabei seine ureigenen Schwerpunkte hat und sieht.
Joel legte uns dann auch nochmals nahe, diese Methode wirklich auf unsere jeweils eigene Art anzuwenden - anders würde es sowieso nicht funktionieren -  und er ließ uns frei, diese Arbeit dann K!KG zu nennen, oder ihr auch einen anderen, eigenen Namen zu geben.


So gegen 18:25 Uhr war den offiziell Schluss, da wir jedoch den nächsten Zug sowieso nicht mehr erwischt hätten, ließen wir und dann noch jede Menge Zeit, um noch zu ratschen und uns in Ruhe zu verabschieden.

Mir hat der gesamte K!KG-Tag sehr gefallen und bin dort auch recht schnell in ein sehr positives Gefühl gekommen, welches ich sonst kaum kenne.....
Ich habe an diesem Tag wesentlich mehr mitbekommen, als ich erwartet hatte.


Auch meiner Lebensgefährtin hatte der Tag sehr gefallen. (Sie kannte Joel ja schon von K!KG-Seminaren und vom Familienstellen.) - Für ihr Empfinden waren es jedoch insgesamt schon zu viel Körperübungen, aber auch von meinem Empfinden her hätte man zum Schluss auch noch ein oder zwei Übungen weglassen können. (Bei richtigen Seminaren lässt man sich für die einzelnen Übungen etwas mehr Zeit - und tauscht sich hinterher etwas ausführlicher über das Erlebte aus. Dies hat dann am Nachmittag doch etwas gefehlt.)

Donnerstag, 2. August 2012

[Um Leben oder Tod]

Wir sind dazu konditioniert,
auf zahlreiche Situationen so zu reagieren,
als ginge es um Leben oder Tod,
obwohl dies eigentlich in nur sehr wenigen Situationen angemessen ist.
[....]
Im Jetzt sind wahrgenommene Bedrohungen
nichts anderes als Umstände,
mit denen wir uns auseinander setzen müssen.

aus "immer im JETZT"
von Shannon Duncan [*]
[*] Siehe Seite 91 von "Immer im Jetzt. Das Praxisbuch zum Leben in der Gegenwart";
Autor: Shannon Duncan; Verlag: Integral; Auflage: 1 (2003);

Mittwoch, 1. August 2012

Nachtrag zum Nachtrag

Man kann sich übrigens ganz bewusst einer bestimmten Person zur Verfügung stellen - als eine Art Experiment. - Und dann kann man wechseln, und sich dieser Person ganz bewusst 'Nicht mehr zur Verfügung stellen'. - Somit kann man den Unterschied erspüren..... und vielleicht auch bemerken, ob und wie man sich dieser Person vielleicht manchmal tatsächlich zur Verfügung stellt.

Diese Übung stammt aus Kapitel 3 von Olaf Jacobsen's "Ich stehe nicht mehr zur Verfügung". Sie kann auch in dem kostenlosen Buchauszugs nachgelesen werden (sie steht dort ganz am Ende), wo sie ausführlicher beschrieben wird..