Samstag, 24. November 2012

Außenspirale und Weite

Vor einer Woche war ich ja wieder in meiner K!KG-Ausbildungsgruppe.

Die Übungen (und der Austausch darüber) waren oft ganz unterschwellig sehr tiefgehend
und hatten irgendwie eine anhaltende Nachwirkung.

Dabei wird meiner Ansicht nach immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, beim Anschauen auch schwieriger Themen nicht in innerlicher Isolation und Enge zu verbleiben.....

Wichtig ist, auch bei schlimmen Themen in die Weite zu gehen - so wie Tropfen Tinte, der nicht zurückgehalten wird, sondern in ein Glas Wasser getropft wird.

Ebenso wichtig ist, ein Gefühl (oder ein Problem) nicht zu besitzen. Wenn man sagt: "Ich schon wieder mit Problem xy", dann bewegt man sich in eine Innenspirale, wie Joel das nennt, welche leicht in die Isolation und zu einer Festschreibung des Problems führen kann.

Wieder in die Außenspirale kommt man, wenn man sich das Problem oder Gefühl eben nicht zu eigen macht.
Seit der Erforschung der Spiegelneuronen ist ja auch wissenschaftlich belegt, dass wir nicht nur unsere eigenen Gefühle fühlen.
Gefühle können in Wirklichkeit einem Gegenüber gehören, jemanden aus der aktuellen Gruppe.....
und sie können in Wirklichkeit auch unseren Eltern oder anderen Vorfahren gehören, oder vielleicht sogar kollektiv sein.
Wichtig ist es daher, gerade in schwierigsten Situationen wieder in die Außenspirale zu kommen, ein Gefühl nicht zu besitzen oder festzuhalten - sondern es auch freilassen, damit es zu dem gehen kann, zu dem es vielleicht gehört. - Auch ist es gut, zu sehen, mit wem ich dieses Gefühl vielleicht noch teile.

Dies bedeutet jedoch nicht, ein Gefühl nicht anschauen oder nicht wahrnehmen zu wollen.
Es wird einfach nur die Weite und die Außenspirale in die schwierige Situation mit hineingenommen.

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