Sonntag, 9. Dezember 2012

Unterschiede zwischen Annehmen, Akzeptieren, Zustimmen?

Aktuell stellte sich mir die Frage, was eigentlich die Unterschiede zwischen "Annehmen", "Akzeptieren" und "Zustimmen" sind. - Somit möchte ich hier jetzt nochmals theoretisch-zusammenfassend auf meine Auffassung über das "Zustimmen" eingehen:

In Ruediger Schache's neuem Buch "ja! und der innere Schalter zum höchsten Glück" (zu diesem Buch in einem späteren Beitrag noch mehr) wird zwischen "Annehmen" und "Zustimmen" deutlich unterschieden: Zustimmen wird dort mit "Gut-Finden" gleichgesetzt, während Annehmen, um es jetzt mal mit meinen eigenen Worten zu sagen, einfach als das Akzeptieren von Tatsachen (ohne diese dabei gut finden zu müssen) gesehen wird.

Kurz nachdem ich diese Unterscheidung in diesem Buche sah, ist mir ein uralter Text von mir selbst in die Hände geraten, in welchem ich schrieb:
Akzeptieren bedeutet festzustellen,
dass eine gewisse Sache vorhanden ist.
Zustimmen bedeutet,
gleicher Meinung zu sein.
?
Wie ich dann bei weiteren Nachforschungen gesehen habe, wird "Zustimmung" häufig mit Zustimmung im juristischen Sinne gleichgesetzt - also mit "einem Vertrag zustimmen" usw.
Auch in der Psychotherapie, wie beispielsweise in der "Akzeptanz- und Commitment-Therapie" wird der Begriff "Akzeptanz" bevorzugt.


Somit scheint der Begriff "Zustimmung" für meinen Blog ungünstig gewählt?

Wenn ich jetzt nochmals nachspüre, dann klingt "Das Tao der Zustimmung" für mich jedoch besser, als "Das Tao der Akzeptanz" oder "Das Tao des Annehmens".
Den Begriff "Zustimmung" finde ich persönlich weitgehender, umfassender:
Ich gebe den innerlichen Widerstand ganz auf, gehe ganz in Einklang!
"Zustimmen" bezieht sich also für mich immer auf das "in Einklang gehen" mit sowieso schon vorhandenen Tatsachen oder mit sowieso schon vorhandenen Gefühlen oder mit etwas, was ohne dass es verhindert werden kann auf jeden Fall eintreten wird (beispielsweise der Tod).

Somit hat "Zustimmung" für mich persönlich keinen direkten Bezug zu "etwas gut finden" oder "gleicher Meinung sein". "Zustimmung" ist auch kein 'laut ausgesprochenes Zusage', welche man einer anderen Person macht, und es ist (somit) erst recht kein kein "Zustimmen im juristischen Sinne". (In meiner neu verfassten Blog-Einführung gehe ich auch nochmals auf diese Unterschiede ein.)

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Aber: Widersprechen sich "Zustimmung" und "etwas verändern wollen" nicht irgendwie doch?

Zunächst: Auch der Wunsch, etwas verändern zu wollen ist ja "etwas-das-ist".
Somit ist auch das eine Tatsache, die ein "Ja", die eine "Zustimmung" von mir braucht.

Ich persönlich finde das Nachgehen eines Veränderungswunsches dann für mich am stimmigsten,
  1. wenn es sich um etwas handelt, das verändert werden kann,
  2. und man sich dabei auf der "Stufe 2 der Zustimmung" bewegt
    (hier ein Link zu den von mir eingeführten "Die Stufen der Zustimmung").

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