Sonntag, 18. August 2013

Männer-Frauen-Liebe-Buch

Heute möchte ich ein zweites Buch von Wilfried Nelles vorstellen: "Männer, Frauen und die Liebe: Über kindliche Ansprüche und erwachsene Bedürfnisse"

Eigentlich listet der Titel schon alles auf, worum es in diesem Buch geht.
In dieses Buch fließen Erkenntnisse aus dem Familienstellen mit ein, jedoch auch einiges was den gängigen Vorstellungen des Familienstellens widerspricht - sowie die Erkenntnisse der verschiedenen Bewusstseinsstufen, die Wilfried bereits in "Das Leben hat keinen Rückwärtsgang" bereits sehr umfangreich beschrieb.


Besonders interessant waren für mich die Ausführungen zum "Mann-Sein".
Laut Ansicht der Familiensteller kommt die eigene Männlichkeit ja vom Vater - und ganz egal wie männlich oder unmännlich der eigene Vater war, ob er ein guter Mensch war, oder ein Verbrecher.... wenn man den eigenen Vater annimmt, dann nimmt man auch die eigene Männlichkeit an.

Dies entspricht voll und ganz auch meinen Erfahrungen: Vor etwa 15 Monaten wollte ich mir in einer Aufstellung die Beziehung zu meiner Mutter anschauen. Meine Mutter bewegte sich jedoch bei dieser Aufstellung ganz abseits hin zum Rand, und ich kam voll zum Vater und in seine Herkunftsfamilie. An diese Aufstellung erinnere ich mich seit diesem Zeitpunkt immer wieder.... und sie ist stets ein Trigger für männliche Kraft in mir

(Dasselbe gilt natürlich für Frauen: Selbst wenn die eigene Mutter ihre Weiblichkeit nur in der Kindererziehung und am Herd ausgelebt hat, erst wenn die Mutter und ihre Weiblichkeit angenommen ist, kann frau zu ihrer eigenen Weiblichkeit kommen - die sie nun vielleicht ganz anders ins Leben bringt, als die Mutter dies mit ihrer Weiblichkeit getan hat.)


Gerade für den Mann ist es wichtig, das Mann-Sein nicht durch die Frau definieren zu lassen. Und auch nicht durch die Muttersöhne, also die Männer, die immer noch versucht sind, es der Mutter  oder den Frauen  recht zu machen. (Aber Mann-Sein hat natürlich auch nichts mit Widerstand gegenüber der Mutter oder gegenüber den Frauen zu tun.)

Eigentlich bringt Wilfried es auf Seite 43 seines Buches mit wenigen Worten auf den Punkt:
    Ein richtiger Mann ist einer, der sich selbst zustimmt, wie er ist und seiner Männlichkeit, wie sie ist. Das ist alles.


Im letzten Kapitel seines Buches bring Wilfried die verschiedenen Spielarten des Themas "Liebe" und des Themas "Sexualität" in Verbindung mit den verschiedenen (in "Das Leben hat keinen Rückwärtsgang" definierten) Bewusstseinsstufen. Auch dies fand ich sehr interessant.


Und auch wenn ich nicht alles unterschreiben würde, was in diesem Buch steht, so habe ich es doch bereits zwei Mal gelesen, und es war jedesmal sehr interessant und erkenntnisreich.

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