Sonntag, 1. September 2013

Wach-Bleiben

Nein, es geht hier jetzt nicht darum, jetzt diese Nacht wach bleiben zu müssen.
Es geht auch nicht um Schlafstörungen und auch nicht darum, warum ich Beiträge oft zu später Nachtstunde schreibe.....
Es geht um das innerliche Wach-Bleiben in alltäglichen Lebenssituationen!

Als ich vor mehr als einem Monat von dem Seminar zurück kam (ja ich weiß, ich wollte noch ausführlicher über dieses Seminar schreiben), da war ich wach.
Ich war innerlich bei mir, und ich konnte zugewandt und zugleich gesammelt mit Anderen in Kontakt treten.......

Doch dann war der Urlaub vorbei..... und während des normalen Berufslebens habe ich wohl nicht die innerliche Freiheit, wach zu bleiben.
Auch wenn ich zu Hause länger am PC sitze, dann bin ich innerlich nicht mehr da (es sei denn ich schreibe einen Tagebuch-Bericht über mein aktuelles inneres Erleben). - Und bei der Arbeit ist das um ein vielfaches schlimmer, weil ich dort ja viel länger am Stück am PC sitze und auch keine Möglichkeit haben, mir dazwischen wirklich ausführlich Zeit zu nehmen um zu mir zu kommen.

Auch die Gespräche dort sind keine Gespräche, in welches es um etwas Wesentliches oder Tiefergehendes geht. - Es herrscht eine lockere Stimmung und man kann miteinander Späße machen..... aber dies hat nicht annähernd etwas mit wirklichem Kontakt zu tun, wie ich ihn habe, wenn ich auf einem Seminar mit "Gleichgesinnten" bin.

Selbst am Wochenende gelingt es mir dann nur langsam und schwer, innerlich wieder in einen so sehr offenen, zugewandten Modus zu kommen.


Ich muss nun sehen, wie ich unter diesen Bedingungen selbst als kompetenter Seminarleiter eine Kurs anbieten kann. (Es soll darum gehen, den Unterschied zwischen 'innerlichem Widerstand gegenüber den eigenen Problemen' und 'der Zustimmung zu den eigenen Problemen' erfahrbar und spürbar zu machen.)
Ich weiß, es steht jetzt an, dies zu tun.... - und ich werde mich dem stellen müssen.... auch wenn es eine riesige Herausforderung ist...
Ja, es ist an der Zeit, einen Seminarraum zu suchen und zu buchen....., Teilnehmer einzuladen.... und (wenn ich darf) eine regelmäßige, fortlaufende Seminarreihe entstehen zu lassen....
Das erste Mal (oder die ersten Male?) soll erst mal kostenlos sein und im erweiterten Bekanntenkreis stattfinden, wobei auch Leser meines Blogs herzlich eingeladen sind.

Hätte ich diesen Einführungs-Nachmittag gleich nach dem von mir besuchten Juli-Seminar gehalten, wäre dies kein Problem gewesen.....
So aber ist es eine große Herausforderung, selbst in der für mich sicherlich schwierigen Situation eines Seminarletiers.... wach, gesammelt, zugewandt, achtsam.... und in Zustimmung und Weite bleiben zu können.......

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