Samstag, 4. Juni 2016

Das Leben geht weiter

Im Augenblick entsteht bei mir gerade Neues... doch es ist noch nicht ganz spruchreif.

In den nächsten Wochen gibt es weitere Info.

    Liebe Grüße, nach so langer Zeit mal wieder.

    Tao

Samstag, 22. März 2014

Auch hierbei 'mit dem Leben gehen'

Nachdem bei meinen ersten beiden Seminaren doch einiges an Teilnehmer-Interesse da war, sieht es diesmal sehr schlecht aus.

Die wenigen Werbe-Wege, die ich in der Vergangenheit nutzte, griffen diesmal nicht.
Und frühere Teilnehmer schienen mit den gemachten Erfahrungen zwar zufrieden zu sein, jedoch kam nicht rüber, dass (die verblüffenden Körperübungen zwar das Fundament der Methode sind) es jedoch noch um Einiges tiefer und weiter gehen kann....

Jedenfalls sitze ich nun da, muss diesmal auch weitgehend die Raumkosten bezahlen.... und da wurde es auch zunächst in mir eng:
Das darf nicht sein!
Meine Seminare sind nicht auf Gewinn aus, ich decke mit der Teilnahmegebühr nur die Kosten. Aber dann darf es auch nicht sein, dass ich diesmal Verlust mache und auf den Kosten sitzen bleibe.

Doch diese Enge dauerte höchstens ein, zwei Minuten.
Ich war ja vor drei Wochen erst bei einem Seminar bei Wilfried Nelles gewesen... wo für mich nochmals erfahrbar war, wie es ist, das Leben auf sich zukommen zu lassen....

Ja, ich werde auch diesmal das Leben auf mich zukommen lassen
und schauen, was jetzt noch passiert (die letzten Male gab es noch 1-2 Anmeldungen am letzten Tag).

Und ich lasse mich darauf ein, schaue, was die Botschaft ist, die diesem Sachverhalt, diesem Phänomen innewohnt....
* Vielleicht will das Leben, dass ich mich innerlich noch mehr auf das Thema 'Seminare geben' einlasse?
* Vielleicht will das Leben, dass ich das Ganze kommerzieller aufziehe, und mich durch Werbung auch erst mal bekannt mache?
* Vielleicht will das Leben auch, dass ich es langsamer angehe?
* Vielleicht eher individuelles Coaching anbiete?
* Oder - die allerschlimmste Variante - dass ich das Ganze wieder sein lasse???

Diese Fragen kann nicht ich beantworten, sondern nur das Phänomen ("es kommen keine Teilnehmer") selbst. - Und das Phänomen verrät mir das nur, wenn ich mich auf es einlasse.....

Sonntag, 16. März 2014

Das Leben geschieht....

Das Leben geschieht.... doch nicht immer so, wie wir es gerne hätten.
Ein Grund innerlich in Widerstreit mit dem Leben zu gehen???


Ich weiß, ich vernachlässige meinen Blog zur Zeit sehr.

Eigentlich wollte ich schon sein Monaten ein wirklich super hilfreiches Buch vorstellen....

Und vor Wochen habe ich eine neue Methode entdeckt, um aus Symbiose und Verstrickung wieder zu sich zu kommen.... bei sich zu sein, beim eigenen SELBST zu sein....
Da habe ich gleich zwei Seminare besucht - und möchte natürlich auch darüber schreiben.

Und dann habe ich nochmals ein Seminar besucht. Diesmal wieder zu dem großen, altvertrauten Thema "in den Einklang mit dem zu gehen, was durch das Leben auf mich zukommen will....." - Auch hier gab es sehr viel Interessantes!!!

Es stehen also noch einige Beiträge aus!!!

Das Leben geschieht.... und auch meine langjährige Partnerschaft ging/geht nun in einer einvernehmlichen und freundschaftlichen Trennung zu Ende....

Das Leben geschieht.... und ich weiß auch noch nicht, wie es mit meinem Blog weitergehen wird!


Das Leben geschieht.... und heute nochmals mit einer Werbung für mein Seminar:


Das Leben geschieht.... doch nicht immer so, wie wir es gerne hätten.
Ein Grund innerlich in Widerstreit mit dem Leben zu gehen???

Mit Partnerübungen (deren Ursprung im Kampfsport liegen) möchte ich in diesem Seminar das Angebot machen zu erforschen, welche innerliche Haltung gegenüber 'dem-was-ist' uns in schwierigen Situationen am meisten trägt.


Zum Seminar mitbringen brauchst du nur Dich selbst - mit allem was in dir ist und zu dir gehört!
Und natürlich einen kleinen Unkostenbeitrag,  10,- bis 15,- €  (abhängig von der Teilnehmerzahl)   ;)

"Das Leben geschieht...." - dieses Motto - und alles was in der Seminarausschreibung steht - wird Inhalt dieses Seminars sein.

Montag, 6. Januar 2014

Diesmal total anders

Letzten Freitag habe ich ja zum zweiten Mal ein Seminar geleitet.
Diesmal war es für mich total anders als beim 1. Mal.

Ich konnte sehr gut innerlich in meine Kraft und Präsens sein
- so gut wie es mir bisher im alltäglichen Leben nur absolut selten möglich war!!!
Aus dieser innerlichen Position heraus hat es mir großen Spaß gemacht, das Seminar zu leiten.... und mit den Teilnehmerinnen auf diese Art und Weise zusammensein.

Diesmal waren 5 Teilnehmerinnen gekommen, meine Lebensgefährtin, zwei aus dem letzten Kurs und zwei Neue.

Ja, irgendwie lief es ganz anders als beim letzten Mal:
Ich war nicht so unsicher und nicht so gestresst. - Lediglich als ich zum ersten Mal vor fremden Menschen (etwa in der Mitte des Seminars) eine kurze Innen-Raum-Reise anleitete, war ich am Anfang unsicher. (Doch davon hatten die Teilnehmerinnen nichts bemerkt, wie sie mir dann sagten - sondern sie hatten die Reise einfach nur genossen.)

Beim ersten Seminar war das besondere Highlight, dass es mir gelungen war, den Raum so weit aufzuspannen, dass Jede - ganz ohne mein Zutun - genau die Erfahrung in den Übungen machte, welche für sie wichtig war.
Diesmal habe ich mich eher aktiv und willentlich die Übungen ausgewählt, von denen ich merkte, dass sie hilfreich sind: Irgendwie war es angesagt, nicht nur reine Übungen zum Zustimmen anzubieten, sondern Übungen, bei welchen man gleichzeitig zu sich und in die eigene Kraft geht.
Meine eigene Stimmung - und das was von den Teilnehmerinnen gebraucht wurde, passte also irgendwie zusammen.

So war es auch diesmal am Schluss für fast alle wieder eine runde Sache.
Eine Teilnehmerin meinte, sie hätte sich das mit den Übungen zu Zustimmen anders vorgestellt, aber auch sie hatte gleich am Anfang schon bei den Einstiegs-Übungen ihren Aha-Effekt gehabt.

Ich werde schauen, wir ich weiterhin derartige 'Einführungs- und Erfahrungs-Seminare' anbieten kann. - Vielleicht Abends und nur zwei Stunden, so dass noch weniger Kosten für die Raum-Miete entstehen....

Mittwoch, 1. Januar 2014

Jahreswechsel

Wie immer zum Jahreswechsel denke ich auch diesmal schon seit Tagen daran, eine Rückschau auf das alte Jahr zu halten... was sich im letzten Jahr verwirklicht hat von dem was mir wichtig ist.....
Und auf das neue Jahr zu blicken, welche Themen ich dieses Jahr in meinen Themen-Radar nehmen will.... - in der Hoffnung, dieses Jahr auf diese Themen schauen zu können... so dass sich diese Themen zutiefst zeigen und dann auch bewegen können....

Doch irgendwie hat diese Rück- und Vor-Schau dieses Jahr anscheinend nicht die hohe Priorität...
Die Tage, die ich jetzt während meines Urlaubs tatsächlich für mich bin, trödle ich viel herum.... und wenn ich mir nach dem Trödeln dann die Zeit für mich nehme, dann scheint es wichtiger zu sein, auf die gerade aktuellen Themen zu schauen.

Das wichtigste Thema ist zur Zeit, wie ich Kraftvoll und Präsent mit anderen Menschen zusammen sein kann.... und gleichzeitig in Offenheit, innerlicher Weite und Einklang mit dem Gegebenen...

Dies möchte ich mitnehmen in mein Sein als Kursleiter in meinen Seminaren - aber auch in all die anderen zwischenmenschlichen Begegnungen.

Ich schaue mir dieses Thema ja schon länger an, erlaube furchtlos, dass sich alles zeigen darf, was damit zu tun hat.
Ich bemerke, wie kindliche Seiten von mir hier hineinspielen.... wie ich andere Menschen beeindrucken will, ihre Zustimmung suche, ihr Wohlwollen will...

Und ich spüre, wie ich dies kraftvoll-bejahend anschauen kann...
und gleichzeitig immer wieder auch den Hauch des anderen, des gewünschten Zustands spüren kann: Erwachsen seiend und wahrnehmend was geschieht, in meiner Kraft seiend, vielleicht zum Anderen im Widerspruch - aber damit dann doch auch in Begegnung gehend, in Offenheit, und im "JA!" zu dem, was auch immer sich entfalten will...

Eigentlich ist dies schon mein Hauptthema für 2014!
* Außerdem: mich dem Thema stellen, wie es mit Beziehungen / Sexualität weitergeht.
* Und es gibt Fragen wie: Ob ich noch eine weitere faszinierende Ausbildung machen oder zumindest mehrere Weiterbildungs-Seminare besuchen möchte... - um meine Möglichkeiten zum Umgang mit dem Leben noch mehr zu erweitern.
* Offen ist auch die Frage, wie es überhaupt mit meinen Kursen weitergehen mag - ob Seminare-halten für mich überhaupt der richtige Weg ist, das was ich mitbekommen habe und das was ich dazugelernt habe mit der Welt zu teilen..... oder mein Weg, dies mit der Welt zu teilen ein anderer ist.
* Außerdem ist offen, wie es mit meinem Blog weitergeht.
Erstens schrieb ich schon sehr viel über dieses Thema, so dass ich mich eigentlich nur noch (mit neuen Worten) selbst wiederholen kann. - Zweitens muss die weitende, öffnende Wirkung der Zustimmung von jedem selbst gespürt werden. Dies ist mit Worten allein nur teilweise zu erreichen.

Zum Schluss wünsche ich meinen Lesern noch:

Ein Gutes und Erkenntnisteiches neues Jahr!
Die 'Innere Freiheit'  und den 'Weitblick'
um die Themen angehen zu können, welche in diesem Jahr anstehen!

Montag, 11. November 2013

Feuertaufe!!!

Am Sonntag Nachmittag fand das erste von mir geleitete Seminar statt.

Ich hatte mich entschieden, das Ganze ohne Absicherung und doppelten Boden laufen zu lassen. Das heißt, ich hatte keinen "Kollegen" aus meiner Ausbildungsgruppe als beobachtender Unterstützer oder gar Co-Leiter eingeladen. (Einige in meiner Ausbildungsgruppe hatten das Anfangs so gemacht. Aber die Entfernung zwischen mir und dem Wohnort meiner nächsten Ausbildungskollegen ist mehr mehr als 300 km. Außerdem wollte ich, dass ich dies wirklich alleine, ohne das Eingreifen anderer, nur auf mich gestellt durchziehen.)

Es kamen 8 Teilnehmerinnen.
Ja, komischerweise hatten sich nur Frauen angemeldet. (Dabei bin ich ja gewohnt, dass mind. die Hälfte des Kurses aus Männern besteht. Aber es lag wohl an dem von mir gewählten Thema des Seminars.)
Eine der Teilnehmerinnen war meine Lebensgefährtin - alle anderen kannte ich noch nicht.

Nach dem Seminar klaffte die Zufriedenheit über das, was in diesen drei Stunden gelaufen war doch ziemlich auseinander:
Auf der einen Seite das, was die Teilnehmerinnen am Schluss als Rückmeldung gaben -
und das, was ja während der drei Stunden ganz objektiv an Entwicklung zu beobachten war!
Auf der anderen Seite doch etwas Unzufriedenheit bei mir....

Ich hatte mir ja gewünscht, diesen Einführungs- und Erfahrungsnachmittag aus einer inneren Haltung von "bei-mir-sein", "Sammlung", "Zustimmung", "Weite" und des "Eingebunden-Seins" leiten zu können.
Leider war ich dann zu sehr im Stress, um wirklich voll und gut bei mir zu sein.
Als ich die einführende Rede hielt, habe ich, wie meine Lebensgefährtin hinterher meinte, richtig gezittert...

Die Vorstellungsrunde habe ich dann für mein Empfinden sehr gut gestaltet.
Ich wollte, dass die Teilnehmer kurz ein aktuelles Lebensthema benennen können, welches vielleicht gerade einer Zustimmung bedarf. Allerdings wollte ich lange Gespräche vermeiden, da es mir ja um die direkte Erfahrung mit der Zustimmung ging.
Hierfür hatte ich mir ein kleines Ritual einfallen lassen, durch welches die Themen willkommen wurden, ohne dass zu ausführlich darüber geredet werden müsste.
Natürlich durfte man sein Thema auch für sich behalten. Die sagte ich dann gleich, als ich zwei leicht entsetzte Augen sah....
Zwei Teilnehmerinnen sagten, sie wären aus Neugierde hier.
Ich bat sie dann, trotzdem das Ritual zu machen, und eben die Neugierde zu nehmen. Somit gehörte auch die Neugierde und das "sein-Thema-nicht-benennen-wollen" mit dazu, zu uns und dem ganzen Gruppenverlauf...

Ich hatte, so habe ich es gelernt, zwei Aufgaben:
Zum einen leitete ich äußerliche Körperübungen an. Diese vermittelten (körperlich erfahrbar) den Unterschied zwischen innerlichem Widerstand, Ablehnung und Nein einerseits
sowie "Loslassen" und "Zustimmung" andererseits.
Gleichzeitig ist es meine Aufgabe einen Raum von Offenheit, Weite und Zustimmung zu öffnen.... der ganz wie von selbst dazu führt, dass auch die Teilnehmer zustimmend mit ihren Themen umgehen können....

Und anscheinend hatte ich, obwohl ich ja nicht wie gewünscht bei mir sein konnte, doch genügend von diesem Raum für die Anderen öffnen können....

Ich hatte mich ja selbst sehr offen eingebracht... auch mit meiner Unsicherheit....
und die Teilnehmerinnen hatten sich dann auch recht schnell sehr tief und persönlich eingebracht... auch Dinge die man normalerweise niemandem erzählt.
Das lag natürlich nicht nur an dem von mir gestalteten Raum, sondern auch daran, dass hier auch einfach Menschen mit der nötigen Offenheit zusammengekommen waren!!!

Während ich für den ersten Teil des Nachmittags die Übungen schon relativ fix in meinem Konzept vorbereitet hatte, hatte ich mir für den zweiten Teil mehrere alternative Zweige vorbereitet.
Anscheinend war ich, obwohl ich nicht wirklich in dem gewünschten innerlichen Zustand geschwommen war, doch noch so offen und weit, dass ich dann für die zweite Hälfte genau das Richtige ausgewählt hatte.


Da ich am Anfang des Seminars eher Theoretisches über das Zustimmen erzählte, gab es auch Rückfragen, Einwände...
 Je mehr wir dann jedoch geübt hatten und umso mehr direkte Erfahrung jede Teilnehmerin gemacht hatte, umso weniger wurden dann die theoretischen Einwände....

Ich war oft sehr erstaunt, wie weitgehend die Erfahrungen waren, welche die Teilnehmerinnen in den Übungen gemachten. Oft war dann bei einer Übung schon etwas deutlich geworden, was ich eigentlich erst in der nächsten oder übernächsten Übung zum Thema machen wollte!!!


Während ich im ersten Teil anfangs noch oft zu den Übungspaaren hingegangen bin, um vielleicht etwas zu zeigen oder zu korrigieren, hatte ich dies zunehmend bleiben lassen.
Ich hatte den Eindruck, am Anfang waren die ganz froh darüber, doch dann wollten sie das garnicht mehr so.
Somit stand ich dann oft am Rand, habe das Ganze auf mich wirken lassen, war zwar immer noch nicht so präsent wie ich mir das vorgestellt hatte.... aber doch irgendwie von meiner Aufmerksamkeit und meiner innerlichen Ausrichtung sehr offen und weit.

Die Teilnehmerinnen tauschen sich nach den Übungen immer noch sehr ausführlich mit ihrer Übungspartnerin aus... und wünschten dann auch ihre Erfahrungen nochmals in der gesamten Gruppe sagen zu dürfen.
Ich bestädigte manchmal irgendetwas, oder sagte etwas dazu, aber ich merkte mehr und mehr, dass ich da eigentlich nichts tun musste. Sie hatten die für sie wichtigen Erkenntnisse ganz von selbst.

Natürlich gab's auch da manchmal Unsicherheiten bei mir - wenn sie sich nach dem Üben gar so lange zu zweit austauschten. Ich war manchmal unsicher, ob sie noch über die Übung redeten, oder, weil sie von mir keine Ansage bekamen, dann über irgendetwas ganz anderes sprachen. - Mir wurde dann aber bestätigt, dass nur über das Thema geredet wurde.... und so wartete ich.... immer wieder ein bisschen hinspürend.... bis die Signale auftauchten, wieder in die Gesamtrunde zu gehen.

Zum Schluss war dann die Mehrheit der Teilnehmerinnen begeistert bis sehr begeistert von dem, was sie als neue Erfahrungen mit nach Hause nehmen konnten.
Ich war da schon fast verwundert - denn ich hatte ja kaum etwas gemacht.... es lief, zumindest aus meiner Sicht... wie von selbst bei den Teilnehmerinnen ab.

Auch wie ich das Seminar geleitet hatte wurde dann am Schluss für gut befunden. Drei Teilnehmerinnen sagten mir, dass ich am Anfang so unsicher gewirkt hatte, dass sie nicht an ein Gelingen des Seminars geglaubt hätten.... doch nun hätte sich etwas anderes gezeigt...
Eine Teilnehmerin meinte, bei mir würde man merken, dass ich nicht nur Theorien von mir gebe, die ich irgendwo gelernt habe, sondern was ich sage auch verkörpere.
Ich bekam auch gesagt, dass es schön gewesen wäre, dass ich so viel Raum gelassen habe...
(Es wurde noch etwas positiv hervorgehoben, was mir jetzt allerdings nicht mehr einfällt.)


Ich selbst war jedoch hinterher ziemlich unzufrieden....
weil ich doch den innerlichen Raum, aus dem ich den Kurs hatte leiten wollen, nicht wie gewünscht hatte betreten können.

Die Nacht auf heute hatte ich dann bei meiner Lebensgefährtin verbracht, wo wir uns nochmals über verschiedenes austauschten.

Meine Unzufriedenheit begann erst heute Abend zu weichen, als ich mich dann endlich hinsetzte und meine Unzufriedenheit (mit allem was damit zusammenhing) mir wirklich anschaute. - Ich merkte, welches sehr persönliche Thema hier mit hineinspielte und sich mit den Ereignissen des Nachmittags vermischt hatte!!!

Und erst jetzt, wo ich diesen Beitrag schrieb..... kam ich mehr und mehr wirklich in Einklang mit dem gestern Nachmittag geschehenen.... Und erst jetzt kann ich das positive, war ich im Seminar gestern sehen konnte - und was man mir rückgemeldet hatte, auch wirklich annehmen.

Von daher also: Danke für's zuhören  (lesen)!

Donnerstag, 7. November 2013

Ja zum Scheitern

Eigentlich hatte ich mir für heute, morgen, übermorgen etwas Wichtiges vorgenommen....
Es ging darum, mich innerlich gut auf mein Seminar vorzubereiten.

Doch ich merke, es ist eigentlich garnicht mehr nötig.
Schon die Vorüberlegung enthielt wohl den notwendigen innerlichen Zustimmungsschritt....

Aber fangen wir doch mal von vorne an:
Vor ein paar Wochen kamen mir Zweifel, ob ich denn wirklich innerlich in der Lage bin, mein geplanntes Seminar gut zu leiten.
Würde ich nicht innerlich so in Stress geraten, dass alles vergessen ist, was ich jemals gelernt habe.... so dass das Ganze zu einem riesigen Fiasko wird?

Schließlich hängt ja für mich sehr viel an diesem Termin:
Es ist mein erster "richtiger" von mir gehaltener Kurs.
Wenn ich den in den Sand setze, dann würde ich mich wahrscheinlich so schnell nicht wieder zutrauen, einen derartigen Termin anzusetzen.
Und es würde noch schwerer werden, dann wieder Teilnehmer zu finden. Außerdem würde ich vor meinen Teilnehmern ziemlich blöd dastehen! Sehr blöd sogar!

Nein, es war klar, der Termin darf auf gar keinen Fall schiefgehen!!!

Merkt ihr, wie eng es wird, wenn etwas unbedingt sein muss?
Mir wurde der damit verbundene Stress und die Enge nach einer Weile ziemlich klar....
Und ich merkte..... ohje.... ich werde dem Schlimmsten zustimmen müssen! Ich werde wohl den Weg dahin finden müssen, selbst dem Scheitern zuzustimmen....

Nach kurzem innerlichen Widerstand wusste ich: Dies ist die einzige Möglichkeit, innerlich frei und weit zu werden....

Damit war innerlich erst einmal eine Gelöstheit vorhanden - und ich nahm mir vor, wenige Tage vor diesem so wichtigen Tag eben nochmals ganz bewusst genau in diese Zustimmung zu gehen.

Doch irgendwie scheine ich den Zustimmungsschritt damals bereits indirekt gemacht zu haben.... Nämlich genau dadurch, dass ich mich innerlich in die Bereitschaft gab, dem schlimmsten Fall zuzustimmen.

Und irgendwie hat dieser Zustimmungsschritt wohl sogar zu einer neuen realistischeren Sichtweise geführt, welche ohne weiteres Zutun von selbst in mir entstand und  nun fest in meinem Inneren verankert zu sein scheint:
Realistisch gesehen gibt es nur zwei Möglichkeiten:
Entweder bin ich so nervös, dass ich innerlich nicht richtig ins fließen kommen. Dann werde ich einfach das anleiten, was ich vorbereitet habe. Meine Teilnehmer werden hinterher denken: "Der Kursleiter war ja ziemlich verkrampft, aber die Übungen haben interessante neue Perspektiven gezeigt!"
Oder (der günstigere Fall b) ich bekomme innerlich Anschluss an den (mir ja auch bekannten) Zustand der Sammlung, Zustimmung, Weite und des Eingebunden-Seins. In diesem Zustand fließt alles wie von selbst, und dieser Nachmittag wird von einer besonderen Stimmung geprägt sein. In diesem Fall werden meine vorausgeplanten  Übungen - aber auch das, was in der jeweiligen Situation von selbst entstehen will, seinen Platz haben. Hinterher werde dann nicht nur ich von diesem Nachmittag begeistert sein....


Das Thema bleibt spannend.... und jetzt, sowie in den letzten Wochen der Vorbereitung, verdichtet(e) sich nochmals alles, was ich jemals fachlich und innerlich gelernt habe.....

Freitag, 1. November 2013

[Wie Schmerz entsteht...]

Schmerz entsteht
durch Widerstreit
mit der Wirklichkeit.
(d.h. wenn ich die Wirklichkeit nicht so akzeptieren will, wie sie ist).
[Tao der Zustimmung]

Dienstag, 29. Oktober 2013

[Wahre Gedanken]

"Wenn ein Gedanke wehtut,
ist das ein Zeichen dafür,
dass er nicht wahr ist."

Byron Katie [*]
[*] Von der Rückseite des Buches "Wer bin ich ohne diesen Gedanken?
Weisheit für jeden Tag" von Byron Katie.

Erscheint mir nach den ersten Durchblätterern ein sehr interessante Buch zu sein,
welches meine Beiträge zur "Zustimmung Pur" gut ergänzt.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Vorbereitungen

Schon seit Wochen bin ich fleißig dabei, die Gestaltung meines "Einführungs- und Erfahrungs-Nachmittags" zu planen.

Es geht nicht nur um die äußerliche Vorbereitung.

Es geht auch darum, auch in mir immer mehr den Zustand zu finden, in dem ich in einem "Zustand von innerlicher Weite, PrEssenz und Zustimmung" gehen kann. - Insbesondere in diesem Punkt scheint mein "Erfahrungs-Nachmittags" einen Sog auf mich und meinen Alltag auszuüben.... denn seit dieser Seminar-Nachmittag fest geplant ist, gelingt es mir immer leichter und öfter, in diesem fließenden (und für mich sehr angenehmen) Zustand zu sein.

Doch es tauchen auch immer wieder innerliche Themen auf. Ängste, die angeschaut werden wollen. Und so muss ich mich auch immer wieder hineinsetzen, inmitten meiner Themen... und sie anschauen, ohne sie loswerden zu wollen. - Manchmal verändert sich dann wirklich etwas, weil das, was angeschaut und gefühlt wurde, plötzlich gehen kann..... oder ich komme in einen innerlichen Zustand, wo ich mit all den gerade eben noch einschränkenden Ängsten und Themen offener und freier und besser umgehen kann.....


Beiträge über andere Themen wollen während dieser Zeit anscheinen nicht von mir geschrieben werden....
Jedenfalls habe ich schon ein paarmal angesetzt, ohne dass ich mir diesem Vorhaben vorangekommen wäre....

Sonntag, 13. Oktober 2013

[Lösung in der Hinwendung]

[...] die Lösung liegt immer in der Gegenwart,
in der Hinwendung zum Problem
und nicht im Versuch es zu beseitigen.
Wilfried Nelles [*]
[*] Aus "Umarme dein Leben: Wie wir seelisch erwachsen werden - Der Lebens-Integrations-Prozess"
von Wilfried Nelles (Autor); Innenwelt Verlag (2012); Seite: 67

Sonntag, 1. September 2013

Wach-Bleiben

Nein, es geht hier jetzt nicht darum, jetzt diese Nacht wach bleiben zu müssen.
Es geht auch nicht um Schlafstörungen und auch nicht darum, warum ich Beiträge oft zu später Nachtstunde schreibe.....
Es geht um das innerliche Wach-Bleiben in alltäglichen Lebenssituationen!

Als ich vor mehr als einem Monat von dem Seminar zurück kam (ja ich weiß, ich wollte noch ausführlicher über dieses Seminar schreiben), da war ich wach.
Ich war innerlich bei mir, und ich konnte zugewandt und zugleich gesammelt mit Anderen in Kontakt treten.......

Doch dann war der Urlaub vorbei..... und während des normalen Berufslebens habe ich wohl nicht die innerliche Freiheit, wach zu bleiben.
Auch wenn ich zu Hause länger am PC sitze, dann bin ich innerlich nicht mehr da (es sei denn ich schreibe einen Tagebuch-Bericht über mein aktuelles inneres Erleben). - Und bei der Arbeit ist das um ein vielfaches schlimmer, weil ich dort ja viel länger am Stück am PC sitze und auch keine Möglichkeit haben, mir dazwischen wirklich ausführlich Zeit zu nehmen um zu mir zu kommen.

Auch die Gespräche dort sind keine Gespräche, in welches es um etwas Wesentliches oder Tiefergehendes geht. - Es herrscht eine lockere Stimmung und man kann miteinander Späße machen..... aber dies hat nicht annähernd etwas mit wirklichem Kontakt zu tun, wie ich ihn habe, wenn ich auf einem Seminar mit "Gleichgesinnten" bin.

Selbst am Wochenende gelingt es mir dann nur langsam und schwer, innerlich wieder in einen so sehr offenen, zugewandten Modus zu kommen.


Ich muss nun sehen, wie ich unter diesen Bedingungen selbst als kompetenter Seminarleiter eine Kurs anbieten kann. (Es soll darum gehen, den Unterschied zwischen 'innerlichem Widerstand gegenüber den eigenen Problemen' und 'der Zustimmung zu den eigenen Problemen' erfahrbar und spürbar zu machen.)
Ich weiß, es steht jetzt an, dies zu tun.... - und ich werde mich dem stellen müssen.... auch wenn es eine riesige Herausforderung ist...
Ja, es ist an der Zeit, einen Seminarraum zu suchen und zu buchen....., Teilnehmer einzuladen.... und (wenn ich darf) eine regelmäßige, fortlaufende Seminarreihe entstehen zu lassen....
Das erste Mal (oder die ersten Male?) soll erst mal kostenlos sein und im erweiterten Bekanntenkreis stattfinden, wobei auch Leser meines Blogs herzlich eingeladen sind.

Hätte ich diesen Einführungs-Nachmittag gleich nach dem von mir besuchten Juli-Seminar gehalten, wäre dies kein Problem gewesen.....
So aber ist es eine große Herausforderung, selbst in der für mich sicherlich schwierigen Situation eines Seminarletiers.... wach, gesammelt, zugewandt, achtsam.... und in Zustimmung und Weite bleiben zu können.......

Sonntag, 18. August 2013

Männer-Frauen-Liebe-Buch

Heute möchte ich ein zweites Buch von Wilfried Nelles vorstellen: "Männer, Frauen und die Liebe: Über kindliche Ansprüche und erwachsene Bedürfnisse"

Eigentlich listet der Titel schon alles auf, worum es in diesem Buch geht.
In dieses Buch fließen Erkenntnisse aus dem Familienstellen mit ein, jedoch auch einiges was den gängigen Vorstellungen des Familienstellens widerspricht - sowie die Erkenntnisse der verschiedenen Bewusstseinsstufen, die Wilfried bereits in "Das Leben hat keinen Rückwärtsgang" bereits sehr umfangreich beschrieb.


Besonders interessant waren für mich die Ausführungen zum "Mann-Sein".
Laut Ansicht der Familiensteller kommt die eigene Männlichkeit ja vom Vater - und ganz egal wie männlich oder unmännlich der eigene Vater war, ob er ein guter Mensch war, oder ein Verbrecher.... wenn man den eigenen Vater annimmt, dann nimmt man auch die eigene Männlichkeit an.

Dies entspricht voll und ganz auch meinen Erfahrungen: Vor etwa 15 Monaten wollte ich mir in einer Aufstellung die Beziehung zu meiner Mutter anschauen. Meine Mutter bewegte sich jedoch bei dieser Aufstellung ganz abseits hin zum Rand, und ich kam voll zum Vater und in seine Herkunftsfamilie. An diese Aufstellung erinnere ich mich seit diesem Zeitpunkt immer wieder.... und sie ist stets ein Trigger für männliche Kraft in mir

(Dasselbe gilt natürlich für Frauen: Selbst wenn die eigene Mutter ihre Weiblichkeit nur in der Kindererziehung und am Herd ausgelebt hat, erst wenn die Mutter und ihre Weiblichkeit angenommen ist, kann frau zu ihrer eigenen Weiblichkeit kommen - die sie nun vielleicht ganz anders ins Leben bringt, als die Mutter dies mit ihrer Weiblichkeit getan hat.)


Gerade für den Mann ist es wichtig, das Mann-Sein nicht durch die Frau definieren zu lassen. Und auch nicht durch die Muttersöhne, also die Männer, die immer noch versucht sind, es der Mutter  oder den Frauen  recht zu machen. (Aber Mann-Sein hat natürlich auch nichts mit Widerstand gegenüber der Mutter oder gegenüber den Frauen zu tun.)

Eigentlich bringt Wilfried es auf Seite 43 seines Buches mit wenigen Worten auf den Punkt:
    Ein richtiger Mann ist einer, der sich selbst zustimmt, wie er ist und seiner Männlichkeit, wie sie ist. Das ist alles.


Im letzten Kapitel seines Buches bring Wilfried die verschiedenen Spielarten des Themas "Liebe" und des Themas "Sexualität" in Verbindung mit den verschiedenen (in "Das Leben hat keinen Rückwärtsgang" definierten) Bewusstseinsstufen. Auch dies fand ich sehr interessant.


Und auch wenn ich nicht alles unterschreiben würde, was in diesem Buch steht, so habe ich es doch bereits zwei Mal gelesen, und es war jedesmal sehr interessant und erkenntnisreich.

Donnerstag, 15. August 2013

Der Lebens-Integrations-Prozess

Vielleicht schreibe ich hier noch etwas über den Lebens-Integrations-Prozess, den ich auf der Sommerakademie bei Wilfried Nelles durchlaufen durfte.

Dieser Prozess hat gewisse Ähnlichkeit mit den Familienaufstellungen.
Die Familienaufstellungen habe ich hier im Blog ja schon öfters erwähnt, aber hier nochmals eine kurze Zusammenfassung:
Bei der Aufstellungsarbeit werden Teilnehmer der Gruppe beispielsweise für mich und für meinen Vater und meine Mutter aufgestellt. Diese "Stellvertreter" für meine Eltern haben keine (oder nur minimalste) Infos über meine Eltern, wenn sie sich jedoch in die Aufstellung begeben, dann verhalten sie sich plötzlich so wie meine Eltern.... und haben Wissen über die Eltern, welches sie eigentlich garnicht haben können.... - einfach nur dadurch, dass sie sich gesammelt auf die Aufstellung einlassen, in sich hineinspüren, langsam und achtsam vorgehen....

Wie das wirklich funktioniert, ist letztendlich unklar.... aber das es funktioniert weiß jeder, der sich schon mal darauf eingelassen hat.

Bei meiner ersten Familienaufstellung war meine Lebensgefährtin regelrecht erschrocken, wie sehr der Stellvertreter meines Vaters auf einmal meinem tatsächlichen Vater ähnlich war....
Und ich war beispielsweise in einer Aufstellung mal der behinderte Bruder einer Teilnehmerin. Hinterher sagte dann die Teilnehmerin, die Art und Weise wie ich immer wieder Nähe zu ihr gesucht habe, entsprach genau dem, was ihr Bruder auch immer macht. (Ich hatte das nicht gewusst, sondern war in der Aufstellung einfach meinen inneren Impulsen gefolgt.)
- Und ich hatte im Laufe der Jahre noch viel erstaunlichere Erlebnisse!


Bei der LIP-Aufstellung ("Lebens-Integrations-Prozess") ist das etwas anders. Hier wird ein Teilnehmer aus der Gruppe für mich als Fötus aufgestellt, einer für mich als Kind und einer für mich als Jugendlicher. Ich selbst stehe dabei für mich als Erwachsener.
Anders als bei den Familienaufstellungen hat hierbei jedoch jeder einen festen Platz, den er nicht verlassen darf.
Der Fötus zeigt manchmal die innerliche Lebensvision, oder auch besondere Fähigkeiten, die man von Anfang an in sein Leben mitbekommen hat....

Bei der LIP-Aufstellung eines Teilnehmers sagte der Stellvertreter des Fötus beispielsweise mehrmals "Ich bin ein blinder Seher".
Als Wilfried den Teilnehmer dann fragte, ob er mediale Fähigkeiten habe, gab dieser dies etwas zögerlich zu. Er meinte, er hätte dies immer geheim gehalten, weil andere Menschen hierauf oft negativ reagierten. - Nun aber hatte sich gezeigt, dass er diese Fähigkeit bereits von Anfang an, sozusagen als Lebensaufgabe, mitbekommen hatte....

Und bei mir was es, wie ich in meinem letzten Beitrag schrieb, die Stille, welche ich mitbekommen habe....

Mittwoch, 14. August 2013

Elementare Stille

Eigentlich möchte ich ja noch einen Ausführlichen Beitrag schreiben, in welchem ich auf die Ende Juli besuchte Sommerakademie bei Wilfried Nelles eingehe. Doch dieser Beitrag über die "Stille" will jetzt schon geschrieben werden.

Am letzten Tag der Sommerakademie hatte ich Gelegenheit, den "Lebens-Integrations-Prozess" zu durchlaufen. Dies ist eine von Wilfried speziell entwickelte Methode der Aufstellungsarbeit, bei der man sich verschiedene Lebensphasen anschaut, ja, sie nur anschaut, so wie sie waren...., ihnen zustimmt, und dann das Ganze integriert.
Dabei steht man auf der Position des Erwachsenen, und schaut auf den Fötus, auf das Kind und auf den Jugendlichen, welche man einmal war. - Ein total beeindruckender und tiefgehender Prozess.

Der Fötus zeigt einem manchmal Eigenschaften oder innere Visionen, welche man von Anfang an mit in die Welt mit bekommen hat, und welche durch die Umgebung noch nicht verformt sind.


Mir zeigte mein Fötus die "Stille".
Das war tief bewegend.

Auf einer Ebene war ich ja oft nicht so sehr einverstanden damit, ein eher ruhiger Mensch zu sein.
Aber das was sich hier zeigte war etwas wesentlich Tiefergehendes.
Und es hat mich auch damit versöhnt, ein eher ruhiger Mensch zu sein.... (Insbesondere hatte ich wegen meiner Fähigkeit des achtsamen Hinspürens.... und der Beschränkung auf das Wesentliche schon vor der Aufstellung von einer Teilnehmerin eine sehr positive Rückmeldung erhalten.)

Während dieser LIP-Aufstellung verband ich dann innerlich die "Stille" mit meiner Art in PrEssenz zu gehen (wie ich es in der K!KG-Ausbildung gelernt hatte).... und mir war nun klar, wieso es mir so leicht fällt, tief nach innen zu gehen.... und selbst schwierige 'Sitzungen' mit mir selbst zu machen.....

Aber es gab dann auch einen kurzen Punkt, wo ich spürte, hinter der Stille steckt noch mehr.
Auch wenn es laut ist, wenn viele Worte fallen..... zwischen all den Worten.... und hinter all dem Lärm..... da ist immer eine ganz tiefe Stille....


Erst jetzt, viele Tage später, habe ich nochmals diese spezielle Art der "direkten Stille" hervorgekramt... und auch gemerkt.... Wenn ich mir innerlich den Frei-Raum und die Frei-Zeit nehme, dann kann ich jederzeit in diese Stille gehen....
Und aus diesem veränderten Zustand heraus..... nehme ich die Welt, nehme ich das Leben etwas anders war.

Übrigens schrieb vor einigen Tagen Josephine einen Beitrag über die Stille.
Ihren Antworten auf meine Kommentare liefern sehr interessante Sichtweisen für mich... und machen mich noch neugieriger darauf, mich noch mehr damit zu befassen....


Aber ein wesentlicher Punkt dabei ist wirklich, dass ich dies schon von Anfang an mitbekommen habe.... es also elementar zu mir gehört.... und sich für mich nun die Frage stellt, wie und auf welche Weise ich dies noch mehr in meinem Leben nutzen kann...

Freitag, 2. August 2013

Kompetent sein!

Meine Kompetenz in Sachen "Umgang mit sich selbst und mit dem Leben" ist im realen Leben nur wenigen Menschen bekannt. Nur sehr wenigen!
Und in der Vergangenheit war ich auch fast schon fleißig bemüht, sie zu verstecken....

Beispielsweise als in in die Ausbildungsgruppe von Joel kam.
Ich wollte eigentlich die Ausbildung ganz normal beginnen, 1. Ausbildungsjahr, 2. Ausbildungsjahr, 3. Ausbildungsjahr..... doch dann fiel die Ausbildung mangels Teilnehmeranzahl aus, und Joel bot mir an, als Quereinsteiger gleich ins 2. Ausbildungsjahr einzusteigen.
Dort war ich natürlich derjenige, der über diese Art der Vorgehensweise am Wenigsten wusste.... Aber auch meine Umfangreichen anderen Vorkenntnisse brachte ich nur ganz selten ein.

Am Ende des 3. Jahres (für mich des 2. Jahres) sollte man für jeden Teilnehmer auf Kärtchen schreiben, was der Teilnehmer für einem selbst besonderes bedeutet hat. Ein Teilnehmer schrieb auf ein Kärtchen für mich "Heimlich schlau". Er hatte bemerkt, dass ich oft nicht alles mitteilte, was ich weiß.
Das fehlende 3. Jahr holte ich dann in der folgenden Gruppe nach, welche im 2. Ausbildungsjahr war. Hier war ich der einzige Neuling in einer Gruppe, welche schon 1 Jahr lang intensive Erlebnisse miteinander gehabt hatte. Auch dies war dann ein Anlass für mich, mich mit meinen ganzen Vorkenntnissen zurückzuhalten....


Letzte Woche war ich auf der Sommerakademie von Wilfried (ich schreibe noch ausführlicher darüber). Dort waren viele Leute, welche bereits als Seminarleiter arbeiten, oder zumindest die Methode von Wilfried schon sehr gut kennen.
Auch hier stellte ich mich also eher inkompetent.

Was ich von Beruf bin?
"Ich bin .... (technischer Beruf) aber es fehlt mir etwas.
Ich würde gerne auch noch etwas anderes machen, aber es hat sich noch nicht so richtig gezeigt, was ich wirklich tun könnte."

Irgendwann hat's mir dann gereicht!
"Ich bin .... (technischer Beruf) aber ich möchte gerne dazu kommen darüber hinaus auch mit Menschen arbeiten. Ich habe auch schon eine umfangreiche 3-jährige Ausbildung, aber ich getraue mich noch nicht ganz, wirklich etwas anzubieten."
Und dann ein kompetentes Gespräch geführt. Was ich für eine Ausbildung gemacht habe. Was sie vorhat anzubieten. Gegenseitiger Austausch.

Mit einer weiteren Frau dann sogar noch tiefer.
Sie sehr persönliches erzählt. Ich sehr persönliches erzählt. Kompetent darauf eingegangen. Ich durch sie neue Gesichtspunkte bekommen. Sie durch mich neue Gesichtspunkte bekommen. - Ein kompetentes Gespräch auf Augenhöhe.


Auch meine Kollegen würden sicherlich nicht auf die Idee kommen, dass ich mich mit psychologischen Dingen auskenne, dass ich in Lebensfragen kompetent bin.
Gut, vielleicht haben sie sich gefragt, wie ich so stressfrei mit meinem Augenproblem umgehen konnte....


Ja, ich möchte in nächster Zeit (zunächst so halb-privat im erweiterten Bekanntenkreis) eine lose Folge von Seminaren, und auch mal Einzelarbeit, anbieten.
Nein, ich erstelle hierbei keine Diagnosen. Das würde ich nicht wollten.... und hierzu hätte ich auch nicht die mindeste Kompetenz.
Nein, ich löse dabei keine Probleme - und helfe auch nicht, Probleme zu lösen. Dies würde ich nicht wollen, und hier hätte ich auch nur wenig Kompetenz zu bieten.
Nein, ich arbeite auch nicht Ziel- oder Lösungsorientiert. Das würde ich nicht wollen.... und das was ich darüber weiß, möchte ich eigentlich garnicht wissen.

Aber ich kann dabei helfen, das was ist wirklich anzuschauen.... ohne Scheuklappen.... und im nächsten Schritt dann in die Zustimmung zu kommen. Oft entsteht hierdurch ein so großer innerlicher Freiraum, dass das Thema sich von selbst löst, oder ein nächster Schritt deutlich wird. Aber eine solch "große Lösung" ist nicht machbar, weder von mir noch von dir. Sie geschieht, oder geschieht nicht.... Im Einklang mit dem Leben.
Aber selbst wenn sie nicht entsteht.... wird sich das Thema hinterher nicht mehr so eng und bedrückend anfühlen wie vorher.....


Ja, eine spannende Geschichte.
Wahrscheinlich werde ich bei meinen ersten Gehversuchen total unsicher sein....
und dann vielleicht sogar mit dieser Unsicherheit hadern.
Dann werde ich merken, dass ich ein Stückweit zu dieser Unsicherheit "Ja" sagen muss.... um das tun zu können, was ich vorhabe.

Doch genau dadurch entsteht die Einladung, auch an die Teilnehmer..., dass Unsicherheit dazugehört....., dass es zum Leben dazugehört..... mit der Unsicherheit zu hadern..... und dass es in Ordnung ist, unsicher zu sein.

Samstag, 13. Juli 2013

Das "Jugendlichen-Bewusstsein"

In diesem Beitrag möchte ich ein sehr interessantes Buch vorstellen. Anders als die meisten hier von mir besprochenen Bücher enthält dieses Buch keine einzelnen Übungen, oder gar eine ganze in sich geschlossene Methode, zur persönlichen Weiterentwicklung. Es enthält jedoch sehr interessante Gedanken, welche dazu beitragen können, die Welt ein bisschen anders als vorher zu sehen - und anders mit ihr umzugehen.

Das Buch heißt "Das Leben hat keinen Rückwärtsgang Die Evolution des Bewußtseins, spirituelles  Wachstum und das Familienstelle". Es stammt von Wilfried Nelles und ist erschienen im "innenwelt verlag".


Im ersten Teil dieses Buches teilt Wilfried die persönlichen Entwicklungsschritte, die jeder Mensch durchmacht, von seiner Zeugung bis zu seinem Tod, in 7 Stufen ein.
Ebenso unterteilt er die gesellschaftliche Entwicklung der Menschheit ebenfalls in 7 Stufen und zieht sehr interessante Querbeziehungen zu den persönlichen Entwicklungsschritten.

Dabei stellt Wilfried nicht nur bloße Theorien auf, sondern untersucht, welche Lebensum­stände ein Fötus (Stufe 1), ein Kind (Stufe 2), ein Jugendlicher (Stufe 3), ein Erwachsener (Stufe 4), ein älterer Erwachsener (Stufe 5), ein Rentner (Stufe 6) .... in seiner Lebensphase jeweils vorfindet....
und welche Möglichkeiten, mit diesen umzugehen, er auf der jeweiligen Stufe hat.
(Die Stufe 7 ist hierbei übrigens der Tod.)

Dasselbe untersucht er auf der gesellschaftlichen Entwicklung:
Die vor-bewusste Zeit (Stufe 1), die in Mythen oft als die Zeit vor der Vertreibung aus dem Paradies beschrieben wird, die traditionelle, hierarchische Gesellschaft (Stufe 2), die heutige "moderne" Gesellschaft (Stufe 3), .... und vier weitere zukünftige Entwicklungsstufen.


Ein Kind (Stufe 2) beispielsweise ist von seine Eltern total abhängig, jedoch fühlt es sich (sofern in der Familie nicht gewaltig etwas schief läuft), gerade in dieser Abhängigkeit geborgen.
Einem Mitglied einer traditionellen Gesellschaft geht es ähnlich: Auch er fühlt sich in seinem Clan, seiner Gruppe, seinem Platz in der Hierarchie geborgen. (Dies ist auch der Grund, warum man Menschen in traditionellen Gesellschaften nicht so einfach mit der Demokratie beglücken kann. Diese ist erst in der nächsten Stufe interessant.)

Derzeit lebt unsere westliche Gesellschaft, wie Wilfried erläutert, auf der Bewusstseinsstufe eines Jugendlichen.
Wie der Jugendliche muss er zu allem überlieferten "Nein" sagen und sich gegen es abgrenzen... gegen die Familie, gegen die Traditionen, gegen die Religion,...
... alles ist falsch....
nur leider hat er selbst keine Ahnung, wie es funktioniert....

Und so entstehen, tiefe Einsamkeit, Bindungslosigkeit, der Verlust von Sinn und allem Tragenden.....
Trotzdem führt der Weg, wie es sich mancher Traditionalist vielleicht wünschen würde, nicht zurück in die Stufe 2 - sondern nach vorne, in die Stufe 4, auf die Stufe eines Erwachsenen, in eine erwachsene Gesellschaft.....
(Dabei hat 'Erwachsen-Sein' jedoch nichts mit der Starre und dem Ernst zu tun, welches die noch auf Stufe 2 lebenden Menschen in es hineininterpretierten. Auf Stufe 2 weiß man noch nicht was 'Erwachsen-Sein' ist..... und spielt 'Erwachsen-Sein' praktisch nur....)

Und genau auf diesem Weg zum 'Erwachsen Sein' ist die Stufe des Jugendlichen extrem wichtig. Der Jugendliche muss sich durch seine Auflehnung gegen alles erst einmal selbst finden.... bevor er den Schritt ins Erwachsen-Sein gehen kann....


Wilfried erläutert in diesem Buch sehr ausführlich alle 7 Stufen....
wie gesagt, mittels einen genau hinschauenden Blick auf die jeweiligen Lebensumstände und Möglichkeiten...


Im zweiten Teil des Buches werden dann verschiedene Wege der persönlichen Weiterentwicklung in Zuordnung zu den vorgestellten 7 Stufen untersucht.
Hier wird sehr interessant auch die Psychotherapie, das traditionelle Familienstellen und die neuen Formen des Familienstellens betrachtet.
(Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch, was Wilfried über emotionalen und sexuellen Missbrauch schreibt: Das hier häufig kritisierte Familienstellen gibt dem Missbrauchten seine Würde zurück, weil es einen wichtigen Teil der in Stufe 2 wirkenden Wirklichkeit anerkennt.....
Jedoch ist es laut Wilfried ebenso wichtig, noch einen weiteren Schritt zu gehen (Stufe 3) der normalerweise in der im Familienstellen gefundenen Lösung noch fehlt.)


Mir hat das Buch sehr geholfen, die Welt besser zu verstehen,
zu sehen, welche Entwicklung uns möglicherweise in nächster Zeit weiterhelfen könnte,
und vor allem auch zu sehen, wo unsere spirituelle Entwicklung hingehen könnte!

Ja, auch auf religiöser Ebene wurden die Stufe-2-Religionen ja von den "Jugendlichen" abgeschafft, und durch Wissenschaftsgläubigkeit oder durch Stufe-3-Religionen (alle Macht liegt in mir) ersetzt.

Auf Stufe 4 wird laut Wilfried das Herz an Bedeutung gewinnen,
die Herz-Verbindung zum Großen Ganzen,
und zu anderen Menschen.....
eine Verbindung und ein Eingebunden-Sein außerhalb der hierarchischen Sicht weise der Stufe 2.

Sonntag, 2. Juni 2013

Momentaufnahmen

Alles was ich hier in meinem Blog über mein eigenes Leben schreibe, sind Moment­auf­nah­men des jeweiligen Augenblicks.
Sie spiegeln nur einzelne Aspekte meines Leben wieder.... - zu den Zeitpunkten, zu welchen ich (warum auch immer) meine, hier etwas schreiben zu wollen.....

Seit Jahresanfang ist einiges in meinem Leben geschehen, was ich für mich als Erfolg oder Weiterentwicklung interpretiere. - Dennoch ist vieles ungeklärt.... und ich habe zum Beispiel noch keine Ahnung, was sich denn nun mit dem Erfolg bei meinem Nähe-Thema ganz konkret in meinem Leben ergeben soll.....

Die für mich wertvollste Änderung ist eigentlich, dass ich nun in der Lage bin, jederzeit auf eine Art und Weise "zu mir" zu gehen, die sich für mich selbst-akzeptierend und angenehm anfühlt....

Vor zwei Tagen hatte ich mir eine Innen-Reise von einem Buch auf meinen MP3-Player gesprochen, in welchem es um Veränderung geht. Wenn man dann die Reise macht, dann kann man schauen, was man verändern will.... und sich mit diesem Thema auseinander­setzen. - Ich machte die Reise zum Thema "Erwachsen-Sein"... und fühlte mich während der Reise sehr in einer innerlichen Aufrichtung und Kraft....

Am nächsten Tag fühlte ich mich dann jedoch nicht gut. Ich hatte mehr und mehr den Eindruck, irgendwie schroff mit mir umzugehen.... und spürte irgendwie auch eine Art Verärgerung in mir.
Ich merkte dann auch, dass diese Innen-Reise in gewisser Weise etwas zwanghaftes hatte.... so nach dem Motto: "Entscheide dich jetzt für Veränderung!"
Und ich merkte, dass dies so nicht okay für mich war. Stimmig wäre für mich: "Ich stelle mich dem Thema 'Erwachsen-Sein'... so dass hieraus ein stimmiger Lösungsschritt entsteht." (Ja, "nicht an sich herumschreiben, sondern sich einfach nur mitten hineinbegeben - so dass von Innen heraus die Lösung entsteh", das ist dann doch mehr meines.)

Jedenfalls stellte ich mich dann heute diesem komischen, verärgertem, ausweichenden Gefühl.... Ich konnte es dasein lassen.... und als ich dann erlaubte, im Augenblick vielleicht noch nicht sowohl 'Erwachsen sein', als auch 'gut mit dem Inneren Kind umgehen' zu können, da löste sich der Konflikt innerlich und ich konnte wieder auf angenehme Art und Weise in mir und bei mir sein!

Samstag, 25. Mai 2013

Glückliche Vereinigung

Letztes Wochenende nahmen meine Lebensgefährtin und ich bei Wilfried Nelles an dem Seminar "Familien- und Lebensaufstellungen" teil. - Ursprünglich wollten wir uns eigentlich für den "Lebens-Integrations-Prozess (LIP)" anmelden, über den wir in seinem Buch gelesen hatten. Aber da stand, dass das Aufstellungsseminar Voraussetzung ist... und so meldeten wir uns dann eben zunächst mal für das "normale" Aufstellungsseminar an.
Als das Seminar dann immer näher kam, dachte ich, im Augenblick gar kein erwähnenswertes Thema zum Aufstellen zu haben... und ich dachte, ich würde sicherlich nicht allzu viel Nutzen aus diesem Seminar ziehen. - Gut mir hatte ja sein Buch zum seelischen Erwachsenwerden sehr gut gefallen. Sicherlich könnte ich das "Erwachsen-Sein" irgendwie zum Thema machen.....


Am ersten Tag dieses dreitägigen Seminars war ich also nur als Zuschauer und als Stellvertreter in der Aufstellung einer Teilnehmerin dabei....
Mehr und mehr dachte ich, mir vielleicht doch meine Beziehung zu meiner Mutter anzuschauen, die für mich auch etwas mit meinem Nicht-Erwachsen-Sein zu tun hat.
Und als ich am Abend im Hotel dann meine Innen-Raum-Reise machte - und checkte was gerade aktuell im mir los ist, da bemerkte ich in mir auch eine Angst: Wenn ich mich mit meinem Thema melden würde, dann müsste ich mich neben ihn setzen und wäre ihm und seiner für mich ungewohnten Arbeitsweise ja dann doch irgendwie ausgeliefert.....


Am zweiten Tag da merkte ich auch die Befürchtung, dass rein zeitlich vielleicht garnicht jeder der 21 Teilnehmer würde drankommen können. - Also meldete ich mich dann am Nachmittag.
Inzwischen, so dachte ich jedenfalls, war die Angst ihm ausgeliefert zu sein mehr in die Angst vor meinem Thema übergegangen....

Er winkte mich also zu sich.
Gleich als ich neben ihm saß fragte er mich, ob ich mein Stocken auf dem Weg zu ihm bemerkt hätte.
Nein, hatte ich nicht.
Er zeigte mir dann, wie ich zu ihm gegangen war, und einen Meter vor ihm gestockt hatte.... und dann nur noch ganz langsam und vorsichtig weitergegangen war. Ich hatte das nicht bemerkt, aber auch meine Lebensgefährtin bestätigte mir dies dann später.

Er bat mich, ihm zunächst einfach nur in die Augen zu schauen. - Sein Blick war sehr offen und freundlich. Ich merkte zwar, wie ich zwar immer wieder durch ihn hindurchschaute..... gleichzeitig merkte ich auch wie ich mich deutlich beruhigte.....

Er sagte, er hätte in meinen Augen einen "großen Schrecken" gesehen.
Ich spürte nach, und merkte, wie etwas in mir froh war, endlich gesehen zu werden.
Ja, da war ein Schrecken..... eingefroren und unbemerkt.....


Es gab dann eine Aufstellung, die mit dem Schrecken zu tun hatte.... und die ziemlich brutal war. (Das war die einzige Aufstellung, in welcher dann auch einige Teilnehmer hinausgegangen waren.)
Ich war bei dieser Szene innerlich auch nicht richtig anwesend - fühlte mich von ihr garnicht so sehr berührt.
(Was da eigentlich wirklich los war, blieb in Unklaren - dennoch enthielt diese Szene sogar eine Art Befreiungsbewegung.)

- Gut, das Ganze würde wohl noch nachwirken müssen! -


Für mich war dann am Abend doch alles mehr oder weniger erklärbar... Ich dachte, dies wäre ein 'übernommener' Schrecken von meiner Mutter, die ja als Kind einiges traumatisches erlebt hatte. - Bis ich dann am nächsten Morgen eine Erinnerung an einen alten Traum hatte..... und plötzlich wieder wusste, dass es da auch einen eigenen Schrecken in mir gab.....

Wir waren in der Gruppe die ersten beiden Tage schnell vorangekommen, so dass für den dritten Tag nur noch zwei Teilnehmer übrig waren.
Ich sagte in der Einführungsrunde, dass ich gerne nochmals drankommen würde. Einer anderen Teilnehmerin ging es ebenso.

Diesmal verlief mein Weg zu ihm folgendermaßen: Aufstehen. Einen Schritt gehen. Seufzen und tief durchatmen. Um dann doch zielstrebig zu ihm zu gehen.

Es gab dann nochmals eine Aufstellung.
Während der Aufstellung zeigte sich, dann, dass die Wahrheit über das, was da wohl geschehen war, und wer daran beteiligt war, ziemlich unerheblich war.
Es zeigte sich, dass lediglich der Stellvertreter für mich wichtig war... und dass ein zweiter Stellvertreter für den innerlichen Schrecken, für das innere Kind, benötigt wurde.

Wilfried nahm als Stellvertreter für meinen Kindheits-Teil einen Teilnehmer, der im Rollstuhl saß - wohl auch deshalb, weil dieser total viel Erfahrung mit Aufstellungsarbeit hatte, und weil somit sichergestellt war, dass er ganz in das hineingehen würde, was er spüren würde - ohne zu zögern, und ohne Interpretationen.
Und das tat er auch.
Er bog sich und wälzte sich förmlich vor psychischem Schmerz (so dass man schon Angst bekommen konnte, er würde aus dem Rollstuhl fallen). - Schließlich kam mehr und mehr suchend eine Hand von ihm heraus....
Wilfried sagte zu meinem erwachsenen Stellvertreter: "Da musst du jetzt hingehen, der braucht dich jetzt!" -
Und da der Stellvertreter zögerte: "Der macht das nicht mehr lange!"

Auch in mir selbst auf meinem Stuhl hatte sich in dieser Zeit einiges getan:
Über Nacht hatte ich noch daran gedacht, wie abwesend ich doch bei meiner Aufstellung gestern gewesen war....
Und dass es zwar bei Aufstellungen nicht notwendig oder gefordert ist, jedoch - genauso wie bei den Innen-Raum-Reisen - es sicherlich sehr hilfreich wäre, wenn man auch als Zuschauer der eigenen Aufstellung total anwesend und präsent ist.

Diesmal gelang mir dies. Ich war total bewegt und mitgenommen, und es gab Phasen, wo mir total die Tränen flossen....
Aber ich konnte mehr und mehr in die Präsenz gehen, wie ich es bei Joel gelernt hatte. (Darauf bin ich sehr stolz.)

Als mein erwachsenen Stellvertreter dann so zögerte, zu dem schmerzgepeinigten Kind hinzugehen, da war ich selbst innerlich schon weiter.... und wäre sehr wohl schon bereit gewesen, da hin zu gehen.
Ich dachte dann noch, dass es außen natürlich schon leichter ist... und fragte mich, ob ich wirklich ohne zuzumachen, ohne innerlich wegzugehen in dieser Situation da wirklich würde hingehen können.....

Schließlich ging mein Stellvertreter dann hin und nahm die herausgestreckte Hand des gepeinigten Kindes - legte ihm seine andere Hand auf den Rücken.

Das Kind wurde dann nach und nach (eigentlich doch recht schnell) ruhiger.... und saß dann irgendwann sogar wieder aufrecht da während ihm mein Stellvertreter dann wieder gegenüberstand und es ansehen sollte.

Ich selbst war inzwischen sehr in meiner inneren Kraft und wollte nun selbst in meiner Aufstellung an meiner erwachsenen Position stehen.
(In Familienaufstellungen wird dies am Ende einer Aufstellung oft gemacht, dass derjenige dann an seine eigene Position in die Aufstellung geht. - Zumindest dann, wenn der Aufstellungsleiter denkt, dass derjenige die Lösung innerlich jetzt schon voll annehmen kann. - Wilfried hatte an diesem Seminar jedoch nur einmal eine Teilnehmerin persönlich hineingenommen.)

Egal - ich war jetzt sehr in meiner Kraft.
Wilfried hatte mit zu diesem Zeitpunkt den Rücken zugekehrt und beobachtete sehr genau was in der Aufstellung geschah.
Ich stand dann einfach auf, stellte mich neben ihn und sagte: "Ich würde gerne in die Aufstellung gehen!" Er meinte, "Okay, stelle dich neben deinen Stellvertreter."

Als ich dann dastand, merkte ich nach einer kurzen Weile, dass dies so nicht passte. Denn ich stand ja dem Kind nicht direkt gegenüber, und es sah ja immer noch meinen Stellvertreter an. - Wilfried schien dies ebenfalls zu bemerken.... und er sah wohl auch, dass ich der Situation voll gewachsen war. Er bat meinen Stellvertreter etwas zur Seite zu gehen, und ich nahm meine Position ein und sah das Kind an.
Dies erforderte Kraft, Präsenz und Mitgefühl gleichzeitig.... aber ich merkte, wie ich mit all dem was gerade ist und war, da stehen konnte.

Wie in Aufstellungen üblich sollte ich dann noch einige Sätze zu ihm sagen, die Wilfried mir vorgab. - An die einzelnen Wortlaute kann ich mich nicht mehr erinnern.
Bei einem Satz zögerte ich... weil er sich so anhörte, als ob ich den Kontakt wieder abbrechen sollte....
Er wiederholte den Satz dann nochmals... und ich tat meine Bedenken kund - und dass ich mit ihm auf jeden Fall irgendwie in Kontakt bleiben wollte.
Das Kind sagte dann: "Wir machen noch etwas zusammen, okay?" .... und ich sagte zu. - Dies war mir wichtig, und was aus diesem letzten Satz wurde, weiß ich nicht mehr. Ich glaube, er wurde dann abgewandelt.

Ich brauche jetzt ja wohl nicht mehr zu erwähnen, dass dieses Seminar, welches für mich eigentlich eher zweite Wahl war, genau das richtige gewesen war. - Und Wilfried ist ein Meister, der es ermöglicht, sich der eigenen Wirklichkeit tatsächlich zu stellen!

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Tage später, als ich mit meiner Lebensgefährtin und ihren Schwestern abends Essen war, bemerkte ich, wie sehr innerlich locker in nun mit den Schwestern und beispielsweise mit der Bedienung umging.

Ich weiß ja, dass längere Seminare immer zu einer Energiesteigerung führen, die dann zu vorübergehenden Veränderungen führen.... wobei die Veränderungen dann nach und nach wieder nachlassen..... - Aber es gibt dann auch jedesmal etwas, was dann auch langfristig bleibt....

An diesem Abend bei meiner Innen-Raum-Reise bemerkte ich:
     Ich bin richtig glücklich!
Soweit ich zurückdenken kann.... habe ich noch nie gesagt (oder gedacht)!, ich wäre glücklich.

Sonntag, 12. Mai 2013

Nähe-Thema geheilt (?)

Eigentlich hatte ich schon seit längerem immer wieder daran gedacht, hier in meinem Blog zuschreiben. - Es gibt einiges zu berichten.
Zum Beispiel über ganz wunderbaren Erlebnissen im Abschluss-Block der KiKG- Ausbildungs-Gruppe. Hier konnte ich das, was ich in meinen letzten Beiträgen über das Nähe-Thema beschrieb noch steigern.

Besonders eindrucksvoll war die Nähe-Übung am Schluss:
Eine Person macht die Übung. Ihr stehen mehrere andere Personen gegenüber.
Die Aufgabe der einzelnen Person ist es nun, andere einzuladen, zu ihm auf seine Seite herüber zu kommen. Dabei soll die Einladung so geschehen, dass die Anderen wirklich kommen wollen! Die Anderen sollten genau in sich hineinspüren und sich nur und nur so bewegen, wie sie sich wirklich angezogen fühlen!
Die Einladung geschieht einzeln. Man sieht eine Person an, lädt sie durch einladende Blicke, durch einladende Gesten und vor allem durch das schlichte Wort "Komm!" ein, 


Vor einem Jahr machten wir diese Übung schon einmal. Damals wurde mein Nähe-Thema so sehr angeschnitten, dass ich hinterher total fertig war, mich regelrecht in mein altes Nähe-Trauma hineingeworfen fühlte. - Meine Lebensgefährtin beschrieb mich damals, als ich am Abend mit ihr telefonierte, regelrecht als traumatisiert. Ich war mehrere Tage ziemlich daneben und ich hatte mir damals direkt nach dem Gruppenwochenende an der Bettkante total das Schienbein aufgeschlagen, obwohl ich mich normalerweise nie irgendwo anschlage oder verletze.


Nunja, diesmal machten wir drei Gruppen zu je 4-5 Personen. In unserer Gruppe waren wir 3 Männer und 2 Frauen. Aus zeitlichen Gründen war klar, dass nicht alle drankommen können.
Bei uns in der Gruppe schien niemand so richtig Lust zu haben und ich wurde gefragt, ob ich nicht anfangen wolle. Ich kokettierte erst etwas herum....  Aber ich merkte: "Ich will diese Übung machen!"
Somit hörte ich auf zu kokettierten, und sagte: "Okay, ich fange an!" - Ich wollte auf keinen Fall das Risiko eingehen, andere anfangen zu lassen und dann vielleicht garnicht mehr dranzukommen.

Ich muss dazu sagen, dass ich mich ja bei dem Bíodanza-Festival schon total darauf eingelassen habe, mich einfach in das Hineinbegeben, was ist..... und geschehen lassen was passiert.....
Und genau dieses sich-auf-das-was-geschieht-ganz-einlassen haben wir in diesem Gruppenwochenende weiter geübt und jetzt am letzten Tag nochmals total auf den Punkt gebracht.

Ich war total gespannt darauf, mich genau in dieses "sich-auf-das-was-geschieht-ganz-einlassen" mitten hineinzubegeben.
Immer wieder zu mir gehend!
Mich immer wieder total weit machend!
Präsent sein!
Spürend!
Warten bis ein Impuls in mir aufsteigt.... und diesem dann folgen!

Es hat eine Weile gedauert, bis ich den klaren Impuls hatte, bei welchem von meinen 4 Gegenüber ich anfangen werde. (Auch diese Warte-Zeit musste ich aushalten.)
Ich fing bei einem Mann an, der mir besonders sympathisch ist. Der jedoch reagierte relativ zäh.... und machte es mir wahrlich nicht leicht. - Doch in der innerlichen Haltung in der ich war, war dies alles in Ordnung!
Schließlich kam er dann, nach mehreren Versuchen, nur stückchenweise und nur etwas näher.
Schließlich ließ ich von ihm ab, obwohl er noch nicht ganz auf meiner Seite war.

Bei einer Teilnehmerin ging es dann relativ einfach. Sie kam bei meinem zweiten "Komm" gleich ganz auf meine Seite - fühlte sich eingeladen durch ein Lächeln, welches als ein spontaner Impuls in mir aufgestiegen war.

Bei einer weiteren Teilnehmerin ging es auch nur langsam, obwohl ich zum Schluss sogar einladend eine Hand ausstreckte, wollte sie nicht ganz auf meine Seite kommen.

Der vierte schließlich bewegte sich überhaupt nicht. Er steckte total in einem anderen Thema, wie sich dann anschließend zeigte.

Irgendwann merkte ich, dass sich nun nichts mehr bewegen wollte und es Zeit war die Übung zu beenden.


In der Vergangenheit war dieses "auf jemanden zugehen.... in Ungewissheit, ob ich auf Ablehnung stoße oder nicht" und "mich gleichzeitig dabei für den anderen zu öffnen" total undenkbar gewesen.


Bert Hellinger nennt dieses Nähe-Trauma die "Unterbrochene Hinbewegung" (hier ein Link auf alle meine Beiträge zur 'Unterbrochenen Hinbewegung') - und diese war wirklich extrem bei mir ausgeprägt. Als ich zum ersten Mal eine Beschreibung der "Unterbrochene Hinbewegung" hörte, war ich schon allein dadurch total aus der Bahn beworfen und hatte Tränen in den Augen.

Aber gut, dass ich nicht an dieser "Diagnose" kleben geblieben bin.
Und auch nicht an dem Heilungsweg, der durch Bert Hellinger beschrieben wird....(obwohl dies sicher ein funktionierender Weg ist).
Ich glaube, echte oder auch eingebildete Diagnosen machen eine Heilung oft sehr schwer oder sogar unmöglich - sofern man nicht bereit ist, sie hinter sich zu lassen.

Jedenfalls geschah meine Heilung durch die vielen Nähe-Übungen im Biodanza - auf die Art und Weise, wie ich mich darauf einlassen konnte -  wie ich damit experimentierte.
Der Hauptanteil der Heilung liegt jedoch sicherlich an der Begegnung mit einigen total offenen Fortgeschrittenen-Biodanza-Leuten, wie diese mit total offen und unvoreingenommenen angeschaut hatten, was sehr heilend auf mich wirkte!
Und es wäre nicht gelungen ohne die Unterstützung von all dem, was ich durch das KiKG kennengelernt hatte - denn es gab auf  dem Weg ja mehrere Krisen, welche ich mit Hilfe meines 'Handwerkzeugs' gut bewältigen konnte....


Dass dieses Thema nun geheilt ist, klingt vielleicht schon fast übertrieben - aber es hat sich Schritt für Schritt auf diesem Gebiet tatsächlich viel verändert.... und dass ich die Übung, die mich vor einem Jahr noch traumatisiert, hatte diesmal so offen durchleben konnte... war so eine Art positiver Abschluss.

Natürlich ist es weiterhin nicht leicht, sich zu öffnen, hierdurch auch verletzlich zu sein, und auf jemanden zuzugehen - aber dies gehört zum normalen Menschsein, dem jeder Mensch sich stellen muss.