Mittwoch, 1. Januar 2014

Jahreswechsel

Wie immer zum Jahreswechsel denke ich auch diesmal schon seit Tagen daran, eine Rückschau auf das alte Jahr zu halten... was sich im letzten Jahr verwirklicht hat von dem was mir wichtig ist.....
Und auf das neue Jahr zu blicken, welche Themen ich dieses Jahr in meinen Themen-Radar nehmen will.... - in der Hoffnung, dieses Jahr auf diese Themen schauen zu können... so dass sich diese Themen zutiefst zeigen und dann auch bewegen können....

Doch irgendwie hat diese Rück- und Vor-Schau dieses Jahr anscheinend nicht die hohe Priorität...
Die Tage, die ich jetzt während meines Urlaubs tatsächlich für mich bin, trödle ich viel herum.... und wenn ich mir nach dem Trödeln dann die Zeit für mich nehme, dann scheint es wichtiger zu sein, auf die gerade aktuellen Themen zu schauen.

Das wichtigste Thema ist zur Zeit, wie ich Kraftvoll und Präsent mit anderen Menschen zusammen sein kann.... und gleichzeitig in Offenheit, innerlicher Weite und Einklang mit dem Gegebenen...

Dies möchte ich mitnehmen in mein Sein als Kursleiter in meinen Seminaren - aber auch in all die anderen zwischenmenschlichen Begegnungen.

Ich schaue mir dieses Thema ja schon länger an, erlaube furchtlos, dass sich alles zeigen darf, was damit zu tun hat.
Ich bemerke, wie kindliche Seiten von mir hier hineinspielen.... wie ich andere Menschen beeindrucken will, ihre Zustimmung suche, ihr Wohlwollen will...

Und ich spüre, wie ich dies kraftvoll-bejahend anschauen kann...
und gleichzeitig immer wieder auch den Hauch des anderen, des gewünschten Zustands spüren kann: Erwachsen seiend und wahrnehmend was geschieht, in meiner Kraft seiend, vielleicht zum Anderen im Widerspruch - aber damit dann doch auch in Begegnung gehend, in Offenheit, und im "JA!" zu dem, was auch immer sich entfalten will...

Eigentlich ist dies schon mein Hauptthema für 2014!
* Außerdem: mich dem Thema stellen, wie es mit Beziehungen / Sexualität weitergeht.
* Und es gibt Fragen wie: Ob ich noch eine weitere faszinierende Ausbildung machen oder zumindest mehrere Weiterbildungs-Seminare besuchen möchte... - um meine Möglichkeiten zum Umgang mit dem Leben noch mehr zu erweitern.
* Offen ist auch die Frage, wie es überhaupt mit meinen Kursen weitergehen mag - ob Seminare-halten für mich überhaupt der richtige Weg ist, das was ich mitbekommen habe und das was ich dazugelernt habe mit der Welt zu teilen..... oder mein Weg, dies mit der Welt zu teilen ein anderer ist.
* Außerdem ist offen, wie es mit meinem Blog weitergeht.
Erstens schrieb ich schon sehr viel über dieses Thema, so dass ich mich eigentlich nur noch (mit neuen Worten) selbst wiederholen kann. - Zweitens muss die weitende, öffnende Wirkung der Zustimmung von jedem selbst gespürt werden. Dies ist mit Worten allein nur teilweise zu erreichen.

Zum Schluss wünsche ich meinen Lesern noch:

Ein Gutes und Erkenntnisteiches neues Jahr!
Die 'Innere Freiheit'  und den 'Weitblick'
um die Themen angehen zu können, welche in diesem Jahr anstehen!

Sonntag, 27. Oktober 2013

Vorbereitungen

Schon seit Wochen bin ich fleißig dabei, die Gestaltung meines "Einführungs- und Erfahrungs-Nachmittags" zu planen.

Es geht nicht nur um die äußerliche Vorbereitung.

Es geht auch darum, auch in mir immer mehr den Zustand zu finden, in dem ich in einem "Zustand von innerlicher Weite, PrEssenz und Zustimmung" gehen kann. - Insbesondere in diesem Punkt scheint mein "Erfahrungs-Nachmittags" einen Sog auf mich und meinen Alltag auszuüben.... denn seit dieser Seminar-Nachmittag fest geplant ist, gelingt es mir immer leichter und öfter, in diesem fließenden (und für mich sehr angenehmen) Zustand zu sein.

Doch es tauchen auch immer wieder innerliche Themen auf. Ängste, die angeschaut werden wollen. Und so muss ich mich auch immer wieder hineinsetzen, inmitten meiner Themen... und sie anschauen, ohne sie loswerden zu wollen. - Manchmal verändert sich dann wirklich etwas, weil das, was angeschaut und gefühlt wurde, plötzlich gehen kann..... oder ich komme in einen innerlichen Zustand, wo ich mit all den gerade eben noch einschränkenden Ängsten und Themen offener und freier und besser umgehen kann.....


Beiträge über andere Themen wollen während dieser Zeit anscheinen nicht von mir geschrieben werden....
Jedenfalls habe ich schon ein paarmal angesetzt, ohne dass ich mir diesem Vorhaben vorangekommen wäre....

Sonntag, 12. Mai 2013

Nähe-Thema geheilt (?)

Eigentlich hatte ich schon seit längerem immer wieder daran gedacht, hier in meinem Blog zuschreiben. - Es gibt einiges zu berichten.
Zum Beispiel über ganz wunderbaren Erlebnissen im Abschluss-Block der KiKG- Ausbildungs-Gruppe. Hier konnte ich das, was ich in meinen letzten Beiträgen über das Nähe-Thema beschrieb noch steigern.

Besonders eindrucksvoll war die Nähe-Übung am Schluss:
Eine Person macht die Übung. Ihr stehen mehrere andere Personen gegenüber.
Die Aufgabe der einzelnen Person ist es nun, andere einzuladen, zu ihm auf seine Seite herüber zu kommen. Dabei soll die Einladung so geschehen, dass die Anderen wirklich kommen wollen! Die Anderen sollten genau in sich hineinspüren und sich nur und nur so bewegen, wie sie sich wirklich angezogen fühlen!
Die Einladung geschieht einzeln. Man sieht eine Person an, lädt sie durch einladende Blicke, durch einladende Gesten und vor allem durch das schlichte Wort "Komm!" ein, 


Vor einem Jahr machten wir diese Übung schon einmal. Damals wurde mein Nähe-Thema so sehr angeschnitten, dass ich hinterher total fertig war, mich regelrecht in mein altes Nähe-Trauma hineingeworfen fühlte. - Meine Lebensgefährtin beschrieb mich damals, als ich am Abend mit ihr telefonierte, regelrecht als traumatisiert. Ich war mehrere Tage ziemlich daneben und ich hatte mir damals direkt nach dem Gruppenwochenende an der Bettkante total das Schienbein aufgeschlagen, obwohl ich mich normalerweise nie irgendwo anschlage oder verletze.


Nunja, diesmal machten wir drei Gruppen zu je 4-5 Personen. In unserer Gruppe waren wir 3 Männer und 2 Frauen. Aus zeitlichen Gründen war klar, dass nicht alle drankommen können.
Bei uns in der Gruppe schien niemand so richtig Lust zu haben und ich wurde gefragt, ob ich nicht anfangen wolle. Ich kokettierte erst etwas herum....  Aber ich merkte: "Ich will diese Übung machen!"
Somit hörte ich auf zu kokettierten, und sagte: "Okay, ich fange an!" - Ich wollte auf keinen Fall das Risiko eingehen, andere anfangen zu lassen und dann vielleicht garnicht mehr dranzukommen.

Ich muss dazu sagen, dass ich mich ja bei dem Bíodanza-Festival schon total darauf eingelassen habe, mich einfach in das Hineinbegeben, was ist..... und geschehen lassen was passiert.....
Und genau dieses sich-auf-das-was-geschieht-ganz-einlassen haben wir in diesem Gruppenwochenende weiter geübt und jetzt am letzten Tag nochmals total auf den Punkt gebracht.

Ich war total gespannt darauf, mich genau in dieses "sich-auf-das-was-geschieht-ganz-einlassen" mitten hineinzubegeben.
Immer wieder zu mir gehend!
Mich immer wieder total weit machend!
Präsent sein!
Spürend!
Warten bis ein Impuls in mir aufsteigt.... und diesem dann folgen!

Es hat eine Weile gedauert, bis ich den klaren Impuls hatte, bei welchem von meinen 4 Gegenüber ich anfangen werde. (Auch diese Warte-Zeit musste ich aushalten.)
Ich fing bei einem Mann an, der mir besonders sympathisch ist. Der jedoch reagierte relativ zäh.... und machte es mir wahrlich nicht leicht. - Doch in der innerlichen Haltung in der ich war, war dies alles in Ordnung!
Schließlich kam er dann, nach mehreren Versuchen, nur stückchenweise und nur etwas näher.
Schließlich ließ ich von ihm ab, obwohl er noch nicht ganz auf meiner Seite war.

Bei einer Teilnehmerin ging es dann relativ einfach. Sie kam bei meinem zweiten "Komm" gleich ganz auf meine Seite - fühlte sich eingeladen durch ein Lächeln, welches als ein spontaner Impuls in mir aufgestiegen war.

Bei einer weiteren Teilnehmerin ging es auch nur langsam, obwohl ich zum Schluss sogar einladend eine Hand ausstreckte, wollte sie nicht ganz auf meine Seite kommen.

Der vierte schließlich bewegte sich überhaupt nicht. Er steckte total in einem anderen Thema, wie sich dann anschließend zeigte.

Irgendwann merkte ich, dass sich nun nichts mehr bewegen wollte und es Zeit war die Übung zu beenden.


In der Vergangenheit war dieses "auf jemanden zugehen.... in Ungewissheit, ob ich auf Ablehnung stoße oder nicht" und "mich gleichzeitig dabei für den anderen zu öffnen" total undenkbar gewesen.


Bert Hellinger nennt dieses Nähe-Trauma die "Unterbrochene Hinbewegung" (hier ein Link auf alle meine Beiträge zur 'Unterbrochenen Hinbewegung') - und diese war wirklich extrem bei mir ausgeprägt. Als ich zum ersten Mal eine Beschreibung der "Unterbrochene Hinbewegung" hörte, war ich schon allein dadurch total aus der Bahn beworfen und hatte Tränen in den Augen.

Aber gut, dass ich nicht an dieser "Diagnose" kleben geblieben bin.
Und auch nicht an dem Heilungsweg, der durch Bert Hellinger beschrieben wird....(obwohl dies sicher ein funktionierender Weg ist).
Ich glaube, echte oder auch eingebildete Diagnosen machen eine Heilung oft sehr schwer oder sogar unmöglich - sofern man nicht bereit ist, sie hinter sich zu lassen.

Jedenfalls geschah meine Heilung durch die vielen Nähe-Übungen im Biodanza - auf die Art und Weise, wie ich mich darauf einlassen konnte -  wie ich damit experimentierte.
Der Hauptanteil der Heilung liegt jedoch sicherlich an der Begegnung mit einigen total offenen Fortgeschrittenen-Biodanza-Leuten, wie diese mit total offen und unvoreingenommenen angeschaut hatten, was sehr heilend auf mich wirkte!
Und es wäre nicht gelungen ohne die Unterstützung von all dem, was ich durch das KiKG kennengelernt hatte - denn es gab auf  dem Weg ja mehrere Krisen, welche ich mit Hilfe meines 'Handwerkzeugs' gut bewältigen konnte....


Dass dieses Thema nun geheilt ist, klingt vielleicht schon fast übertrieben - aber es hat sich Schritt für Schritt auf diesem Gebiet tatsächlich viel verändert.... und dass ich die Übung, die mich vor einem Jahr noch traumatisiert, hatte diesmal so offen durchleben konnte... war so eine Art positiver Abschluss.

Natürlich ist es weiterhin nicht leicht, sich zu öffnen, hierdurch auch verletzlich zu sein, und auf jemanden zuzugehen - aber dies gehört zum normalen Menschsein, dem jeder Mensch sich stellen muss.

Mittwoch, 24. April 2013

Nähe, Präsenz und Schritte aus dem Inneren

Ursprünglich war ich ja sehr unsicher, ob ich das Bíodanza-Festival nur einen oder doch lieber 2 Tage besuchen will. - Am Samstag-Abend war dann jedoch klar, dass ich auch noch am Sonntag den vollen Tag teilnehmen würde. (Diesmal waren wir übrigens sogar deutlich über 50 Teilnehmer. Ich schätze, 25 bis 30 dieser Teilnehmer waren auch schon am Samstag dagewesen - ansonsten gab es auch viele neue Gesichter.)


Ich muss noch etwas vom Samstag nachschieben:
Am Anfang und am Ende einer Session stehen ja immer alle im Kreis, halten sich an den Händen, und tanzen dann gemeinsam im Gegen-Uhrzeigersinn. Dabei schaut man seine Gegenüber oft nacheinander an..... nimmt Blickkontakt auf......
Hier in diesem großen Kreis in dieser riesigen Turnhalle kann man die Augen der gegenüberstehenden Teilnehmer natürlich nicht sehen. Aus diesem Grund haben Teilnehmer dann den Kreis sehr schnell so eingedellt, dass man praktisch direkt an der Person vorbeimaschiert, die einem eigentlich im Kreis direkt gegenüberstehen. (Der Kreis war also nicht einmal mehr annähernd rund - oft hatte er die Form eines eingedrückten Herzens.)
Man bewegt sich also zu Musik, schaut sich an, lächelt sich an, freut sich.... und die Fortgeschrittenen fingen dann sogar an, ihren Gegenübern, wenn sie diese gut kannten, im Vorbeigehen Küsschen zu geben.

Am Samstag hatte es mich schon recht irritiert, als eine Italienerin (sie sprach überhaupt kein  Deutsch - ich hatte sie in meinem Beitrag gestern nicht erwähnt), mit der ich eine enge und intensive Übung gemacht hatte (es hatte sehr gepasst, so von der Sympathie her), mir im vorbeiziehen einen Kuss gab.
Und auch die Frau, die ich im letzten Beitrag als 'die Fortgeschrittene' bezeichnet hatte, gab mir zum Abschied einen Kuss.... den ich aus überraschter Irritation jedoch auch nicht erwiderte.

Heute nun war das anders. Als es sich zufällig ergab, dass 'die Fortgeschrittene' an mir vorbeizog, schaute wir uns einige Augenblicke an. Ihr Blick war freundlich und sehr offen... und unsere Gesichter kamen einander immer näher.... Da wir uns beide im Rhythmus bewegten war es garnicht so einfach zu zielen.... aber irgendwie wurde mehr und mehr klar, dass es im vorbeiziehen einen Kuss geben würde. - Und auch den Kuss von der 'italienischen Teilnehmerin' erwiderte ich diesmal.


Innerlich war ich an diesem Tag vor allem auf 'die Fortgeschrittene' fixiert.
Auf die 'italienische Teilnehmerin' dagegen nicht so sehr, obwohl auch sie attraktiv und die Begegnungen mit ihr intensiv und irgendwie sogar erotisch war.
Aber sie war irgendwie doch nicht so sehr mein Typ......? Oder ich weiß nicht so genau, was da wirklich passiert.....? (Irgendetwas noch ungeklärtes.... im Zusammenhang mit meinem Nähe-Thema????)

Jedenfalls erwischte ich mich dabei, wie ich 'die Fortgeschrittene' teilweise sogar etwas eifersüchtig beobachtete, weil sie in den Pausen so sehr mit einem anderen Fortgeschrittenen zusammenklebte (der allerdings ja mit seiner Freundin da war).

Ich versuchte dann auch irgendwie, innerlich mittels "Zustimmung" mit der Situation umgehen zu können.... bis ich merkte, dass ich die "Zustimmung" nur dazu verwenden wollte, meine unangenehme eigene Gefühls-Situation zu kontrollieren.
Also bewegte ich mich in Richtung einer größeren Zustimmung, die nicht nur der Situation erlaubte so zu sein wie sie war.... sondern die auch meine Gefühls-Situation erlaubte..... und mich sie einfach wahrnehmen ließ...... - Einfach Mitten-Drin, so gut wie es eben gerade ging.


Ich fand viele Übungs-Partner, mit denen ich die jeweilige Übung sehr gerne machte. Und ich wurde manchmal von Übungens-Partnern gefunden, die mir in der jeweiligen Situation nicht so sehr lagen.... Ich konnte mich auf Beides einlassen.... offen und hineinspürend....... und mit den einen Menschen mich enger einlassend..... und mit den anderen Menschen auf stimmige Weise die Übung nicht so eng machend.....

Aber auch bei den Menschen die mir lagen... mit denen ich die Übungen enger machte, oder wenn wir uns nach einer Übung eng umarmten..... auch hier merkte ich oft, dass mich enge Nähe auch innerlich stresste, so dass ich oft etwas anspannte, und mich innerlich verschließen musste..... - Und ich merkte, wie ich trotzdem wachbleiben.... und genau hinschauen konnte, genau wahrnehmen konnte was da passiert.....

Einmal gab es mehrmals sehr öffnende Einzel-Übungen (Übungen für sich alleine) - im Wechsel mit sehr intensiven Begegnungs-Übungen zu zweit.
Danach kam eine Übung, bei der ich merkte: "Die Übung ist mir jetzt zu eng. Die kann ich jetzt im Augenblick nur mit einer Person machen, die mir total sympathisch ist. - In meinem Viertel der Turnhalle konnte ich jedoch keine derartige Person ausmachen. Ich überlegte dann, an den Rand zu gehen (was ja auch mehrere andere Teilnehmer machten, wenn ihnen eine Übung zu eng war).
Aber auch hier entschied ich mich, zunächst noch dabei-zu-bleiben.... mich zunächst noch eine Weine mitten-hinein zu stellen.... auch mit meiner Ahnungslosigkeit, was ich denn jetzt machen soll. (Denn jetzt auszusteigen hätte sich für mich auch nicht gut angefühlt!)
Also blieb ich noch stehen. - Spürend. - Nichts wissend.....
Die anderen um mich herum fanden sich. Ich schaute niemanden an. Mich sprach auch niemand an.
Als ich mich dann umschaute, hatten sich die Übungspaare gefunden. Nur eine Frau stand in dem Raum mit mehr als 50 Leuten noch alleine da. In einem anderen Raum-Viertel der Turnhalle. - Ich sah sie, wusste, mit ihr hatte ich schon eine 3-er-Übung gemacht in der sie mir recht sympathisch war.... und wusste, mit ihr passt das.

Dies sind die wenigen Situationen im Leben, in denen ich dann wirklich stolz auf mich bin: Wenn ich mich einfach mitten in die Situation hineinbegeben konnte - wenn ich einfach ganz da geblieben bin..... mich ganz eingelassen habe..... und sich dann hieraus eine Lösung oder ein nächster Schritt... von innen herauf erst entstanden ist..... Passend. Wirklich stimmig.


Ein anderes Mal (das war bei diesem Festival das einzige Mal) machte ich dann aber tatsächlich nicht mit, weil ich mir diese Übung mit niemandem vorstellen konnte. Ich setzte mich hin, und sah, wie diesmal sogar meine Lieblingsfrau ('die Fortgeschrittene') übrig blieb.... und sich dann zwangsweise auch an den Rand setzte. Aber in dieser Situation war meine Entscheidung klar.
Nach dieser Übung sollte man dann mit demselben Partner noch eine andere Übung machen. Ich überlegte kurz, ob ich jetzt zu 'der Fortgeschrittenen' gehen sollte, die im anderen Ende des Raumes saß.....
Doch aus irgendeinem Grunde fühlte ich mich in diesem Augenblick wie ein Kind, das seine Mama retten will... Aus diesem Gefühl heraus wäre es für mich nicht stimmig gewesen, also ließ ich es bleiben.
Ich blieb innerlich intensiv dabei - genau nachspürend!

Dann sollte man sich für die zweite Übung einen neuen Partner suchen. Es wechselten jedoch nur ganz wenige, die anderen blieben einfach zusammen. Nun sah ich die Chance für den Wiedereinstig gekommen.
Es wechselten jedoch nur ganz wenige, die anderen wollten nach dieser intensiven Übung wohl einfach noch zusammenbleiben
Ich merkte, für mich war es jetzt stimmig, wieder einzusteigen.... und sogar zu versuchen, dies mit 'der Fortgeschrittenen' zu tun. (Das kindliche Gefühl war nicht mehr da, es hatte ihm wohl genügt, gesehen und angenommen worden zu sein.)

Mich wunderte, dass 'die Fortgeschrittene' nicht auch aufgestanden war und nicht versuchte, ebenfalls die Chance zu ergreifen..... - Ich merkte, es war jetzt ein total großen Wagnis für mich, die halbe Halle zu durchqueren... um sie zu fragen...
Sie schien sich dann jedoch zu freuen und es war schön mit ihr.....

Ich hatte übrigens erfahren, dass sie zur Zeit die Bíodanza-Ausbildung macht und sie sich überlegt, nun auch in die Mittwoch-Gruppe zu gehen. - Ich pausiere ja jetzt gerade, werde aber vielleicht im Mai dann auch wieder einsteigen.


Neulinge, von denen auch einige bei dem Festival anwesend waren, hatten wohl oft Probleme mit der vielen Nähe, welche die Fortgeschrittenen sehr offen austauschten.... Sie machten dann oft nicht bei allen Übungen mit, oder sagten in der Frage-Stunde, dass sie es schon fast als Zwang empfinden würden....
Ich zähle ja auch noch als Anfänger, aber ich sehe es auch eine große Chance, sehr liebevoll auf sich selbst zu achten.... Mir ist es zum Beispiel total wichtig, nicht einfach nur andere zu umarmen, weil es im Bíodanza zu den 'Sitten und Gebräuchen' gehört - sondern möglichst wach zu bleiben, für das war im jeweiligen Augenblick für mich stimmt.
Aber ich finde es auch total Erkenntnisreich, wenn andere mich so total offen anschauen oder umarmen..... und ich merke "Es liegt nicht an den verschlossenen anderen"! Ich bin derjenige, der hier (im Augenblick noch) innerlich dicht-machen muss....
Und ich finde es auch heilsam, von den Fortgeschrittenen so offen angesehen und behandelt zu werden.


Am Schluss war es dann noch sehr schön, die verschiedensten lieben Menschen noch intensiv zum Abschied zu drücken. - Die 'Italienerin' sah ich dann garnicht mehr in der Halle, aber nachdem sie sich in der Umkleide umgezogen hatte ging ich zu ihr, und sie drückte mich sehr fest und lange. Es gefiel mir natürlich sehr, dass andere Menschen mich während unserer intensiven Begegnung so lieb gewonnen hatten.......

Sonntag, 21. April 2013

Nähe(Stress), Mandala und Präsenz

Da meine innerliche Authentizität mehr und mehr dem Automatismus und der Routine gewichen, ist, stieg ich Ende März aus dem regelmäßigen Bíodanza-Kurs wieder aus. Ich wollte lieber nur noch selten hinzugehen, dann dafür erfrischt und wach.... wach und präsent genug um genau zu schauen, und achtsam zu handeln.

Ein Ort für diesen Handeln war heutige Bíodanza-Festival.
Sehr schön fand ich, dass wir eine große Gruppe mit 40 Teilnehmern waren - einige Bekannte, viele Unbekannte, einige Neue, viele 'alte Hasen'.....


Heute ist es mir gut gelungen, präsent zu bleiben und stimmig zu handeln.
Es gab viele Gelegenheiten, meinem großen Thema 'Nähe' zu begegnen....
anderen Teilnehmern zu begegnen, mal ganz eng, mal mehr aus der Ferne.....
und doch meistens so, dass ich da bleiben konnte.

Ja, es gab tatsächlich sogar Situationen, in denen ich sehr genau schauen konnte, was gerade in mir vorgeht, was sie wie genau anfühlt, schon fast so wie bei meinen Innen-Reisen.....


Schwierig wurde es für mich dann, wenn ich eine Frau besonders attraktiv fand.... und sie irgendwie sogar mein Typ war.....
Dann wurde es für mich schwieriger und ließ mich angespannt sein....

Dies ist mir bei zwei Frauen sehr stark so gegangen.
Die eine war eine sehr Fortgeschrittene, die sehr viele Teilnehmer wohl schon sehr gut kannte, und mit sehr vielen enge Nähe einging. - Die andere war, wie ich später erfuhr, das erste Mal da.

Mit der Fortgeschrittenen hatte ich einen Tanz, bei dem sich nur die Hände berührten. Durch die Art und Weise, wie wir das gestalteten fühlte sich dies jedoch sehr erotisch für mich an....
Mit der Neuen hatte ich ebenfalls eine Begegnung, die schön, jedoch nicht so eng war. Ein anderer, dies hatte ich zufällig beobachtet, wollte ihr einmal nahe kommen, da ging sie wieder auf Distanz.

In der Pause merkte ich, wie ich innerlich sehr daran hing, unbedingt auch auch interessante Frauen zugehen zu können um mit ihnen in Kontakt zu kommen. - Ich nutzte dann jedoch die Zeit um mich diesem Thema etwas zuzuwenden... und fühlte ich mich hinterher befreiter.


In der nächsten (dritten) Session konnte ich dann doch ziemlich Präsent bleiben - und hatte immer wieder Augenblicke, in welchen ich sehr präzise spüren konnte was gerade in mir geschah.
Manchmal konnte ich auch einfach nur ganz genau spüren, wie es war, da zu sein und zu atmen, wie es sich anfühlte, sich zu bewegen.... oder wie bei bestimmten Begegnungen Spannungen aufkamen...., und wie andere Begegnungen zu anderen Leuten.... ebenfalls schön und angenehm waren.....


Bei 40 Leuten im Raum ist es ja schwierig, sich genau den Übungspartner zu wählen, mit dem man gerne eine bestimmte Übung machen möchte, denn die meisten Leute schnappen sie jemanden, der zumindest in der Nähe steht.

Mit der oben erwähnten 'Neuen' hatte ich keine Begegnung mehr.
Sie schien sich aber bei Männern allgemein nicht so sehr auf Nähe einzulassen.... so dass ich wohl auch deshalb etwas beruhigt war, denn so lag es zumindest nicht an mir.

Mich hat es dann irgendwann eher zufällig nochmals zu der oben erwähnten 'Fortgeschrittenen' verschlagen, wo wie zusammen eine Übung 'Rücken-an-Rücken' miteinander machten. Nach der Übung standen wir uns noch gegenüber, hielten uns an den Händen, sahen uns an. Obwohl ihr Blick sehr offen war, traute ich mich nicht, sie zu umarmen.... (nach einer innigen Übung umarmen sich viele). Sie fragte dann vorsichtig: "Darf ich dich umarmen?", was mir natürlich sehr recht war....

Später gab es dann immer wieder auch Tänze, die ich nicht mit Jeder/Jedem machen konnte. Wenn ich keine Tanzpartnerin fand, mit der das für mich in Ordnung war, tanzte ich auch zwischendrin mal für mich alleine....

Es gibt noch einiges zum Anschauen für mich.... in Sachen 'Nähe'.
Morgen gehe ich wieder zum Festival - aber es bleibt sicher noch ein Thema auch über Morgen hinaus!?!

Samstag, 9. März 2013

Wochenrückblick, Lebensziele und Selbstsabotage

Mir ist aufgefallen, wie ich in letzter Zeit von dem kraftvollen "mich meinen Themen stellen" bzw. "mich dem, was das Leben jetzt von mir erwartet stellen" mehr und mehr in eine kindliche Seite gerutscht bin.
Und auch, wenn ich dann "erwachsen" gehandelt habe, fehlte mir oft mein kraftvoll-erwachsenen "Jetzt stelle ich mich diesem (meinem) Thema!".

Jedenfalls klopft jetzt wieder mehr die Lust an, mich wieder dem Thema "Zustimmung und Veränderung" zu widmen, also zu schauen, welche Themen mir wichtig sind, und diese auf zustimmende Art und Weise in meinen Fokus zu nehmen.....


Ich mache ja regelmäßig, mal häufig, mal eher selten verschiedene "Innen-Reisen", "geführte Meditationen" oder wie man das immer auch nennen mag, und verwende dabei Stücke aus verschiedenen Übungs-CDs....
Gerade heute habe ich mich mit einem Stück von Die gestresste Seele beschäftigt, worin es darum ging zu schauen, was man noch alles tun möchte, was einem noch alles wichtig wäre, wenn man wüsste, dass man in einem Jahr stirbt.
Dabei tauchten auch jetzt wieder Dinge wie "Offenheit", "Innere Freiheit", "echte Begeg­nun­gen" und "Erotik".... als Punkte auf, die sich in meinem Leben unbedingt noch entwickeln sollten..... (Das was ich mir im Dezember und Januar unter dem Stichwort "Zustimmung und Veränderung 2013" angeschaut habe, ging ja auch deutlich in diese Richtung.)


Ein anderes Thema, welches ebenfalls wieder in mein Blickfeld kommt, ist das Thema "Selbstsabotage". Schon vor Wochen bin ich durch zwei Tracks aus einer der Übungs-CDs zu von Die gestresste Seele auf den inneren Rebellen gekommen.
Diese Rebellion basiert bei mir auch sehr darauf, bestimmte Dinge zu sabotieren. Dies kann ich sehr gut, in dem ich sie einfach scheitern lasse..... ja, ich kann dann so tun, als ob ich mich bemüht hätte, ich dann jedoch letztendlich doch gescheitert bin.....


Dies sind die Themen, die ich jetzt in nächster Zeit wieder verstärkt mit mir herumtragen möchte!

Dienstag, 5. Februar 2013

Die Mutter anschauen!

Nachdem wir in unserem Ausbildungs-Block im November den Vater angeschaut hatten, war diesmal die Mutter dran.

Jedenfalls ging es darum, die Mutter einfach nur anzuschauen (wohl etwa eine viertel Stunde lang?) - ohne dabei etwas zu tun.
Wir sollten also 3-er-Gruppen bilden. Ein Gruppenmitglied war derjenige, der jeweils die Mutter ansehen sollte, ein anderes Gruppenmitglied stand für die Mutter und ein drittes für den Vater. - Jeder kam mal dran, und es wurde immer durchgewechselt.

Wir waren in unserer Gruppe zwei Männer und eine Frau.
Zuerst war der andere Mann dran, die andere Teilnehmerin stand für seine Mutter, während ich für sein Vater stand.
Dann war die Teilnehmerin dran, ich stand für ihre Mutter, der andere Teilnehmer für ihren Vater. - Dabei merkte ich, dass ich, trotz allem was hier geschah, und was wohl zwischen ihr und ihrem Mutter zu stehen scheint, in mir stets Liebe zu ihr da war...... und ich auf Sie und verschiedene aus ihrem Leben sehr stolz war....

Dann war ich dran.
Wie gesagt, hatte ich mir diese Übung ja auch gewünscht, jedoch war ich an diesem Nachmittag garnicht dazu aufgelegt gewesen, diese intensive Übung zu machen.
Ich wählte nun also die Teilnehmerin zur Stellvertreterin für meine Mutter, der andere Teilnehmer war somit Stellvertreter für meinen Vater.

Ganz am Anfang empfand ich mich eine kurze Zeit ganz gut mit ihr in Kontakt. - Dann riss der Kontakt ab.
Mein Blick wanderte immer wieder links von ihr auf den Boden..... und immer wenn ich dann doch versuchte, mit ihr Blickkontakt aufzunehmen, schien ihr Blick weg-zuwandern, oder sie war in ihrem Blick nicht wirklich anwesend!

Da ein Blick auf den Boden beim Familienstellen ja immer etwas mit Verstorbenen zu tun hat, kam mir dann auch der Gedanke an ihren früh verstorbenen (im Krieg gefallenen) Vater.
Überhaupt hatte ich den Eindruck, auch zwischen ihr und mir würden Tode liegen, welche den Weg zueinander versperren.

Auch zum Vater war kein Kontakt möglich. - Am Anfang war er mit seinem Blick ganz starr ganz woanders. Später wirkte er sehr streng, so dass ich Angst davor hatte, er würde mir eine scheuern.

Ich fühlte mich sehr isoliert..... und ganz alleine auf der Welt.....
und mein Blick blieb immer mehr links von ihr auf dem Boden liegen......

Dann erinnerte ich mich daran, dass Joel ja gesagt hatte, wir sollten bei dieser Übung 'Ganz-Da-Bleiben'..... und nicht in irgendwelche 'alten innerlichen Filme' einsteigen. - Ich hatte den Eindruck, als ob ich zumindest am Rande eines 'alten Film' war.....

Die Aufgabe war jedoch "Die Mutter anzuschauen"!
Also nahm ich wieder Blickkontakt mit ihr auf..... bereit, sie mit all ihrem schweren Schicksal und mit all ihrer Unfähigkeit zu sehen....
Ich wich dann dem Blick nicht mehr aus. In mir war ein "ich schaue dich jetzt an" und ein "ich bin jetzt bereit, dich mit allem zu sehen!".
In mir bildete sich dann der Satz "Ich nehme dich jetzt wie du bist!"

Nachdem ich angefangen hatte, sie anzuschauen verschränkte sie ihre Arme vor ihrer Brust.... doch dies konnte den ganzen Vorgang nicht verhindern, da ich bereit war, sie auch damit zu sehen und zu nehmen.

Ich blickte dann auch den Vater an und sagte innerlich "Auch dich nehme ich wie du bist!"

Hinterher sollten wir uns dann über das Erlebte austauschen.
Als die Stellvertreterin meiner Mutter dann sagte, sie hätte überhaupt nichts gefühlt, da übermannte mich dann doch eine tiefe Traurigkeit - ja ich war fast irgendwie ge­schockt. (Ich hatte irgendwie doch gehofft, dass irgendwo im Hintergrund bei ihr doch Liebe vorhanden ist  - so wie ich es ja auch gefühlt hatte, als ich Stellvertreter der Mutter der anderen Teilnehmerin gewesen war.)

Sie erzählte dann auch, dass es für sie überhaupt nicht möglich gewesen war, mit mir in Kontakt zu gehen oder für mich da zu sein..... und sie sie dafür irgendwie auch geschämt hätte.....  - Dann meinte sie, dass im Hintergrund wohl doch so etwas wie Liebe dagewesen wäre, doch dies wollte ich dann nicht mehr glauben oder annehmen......

Während der Übung war ja ein gewaltiger Schritt passiert, der bisher noch in keiner Systemischen Übung und in keiner Familienaufstellung möglich gewesen war. (Ja, für mich hat sich in den letzten Wochen mehrmals gezeigt, wie wichtig die Fähigkeit ist, 'Ganz-Da' zu bleiben und eben nicht 'in alte Filme' zu gehen. Da bin ich sehr dankbar dafür, dass wir dies in diesem Training gelernt haben.) 

Doch das Hinterher (beim Austausch über das Erlebte) war dann schon so etwas wie ein Schock für mich gewesen.... und ich hatte die Befürchtung, dadurch wäre mir der 'große Schritt' nun auch irgendwie wieder verloren gegangen.

Aber Joel meinte, dass dieser Erfahrung nicht mehr rückgängig zu machen wäre, und die Erinnerung daran immer wieder auftauchen würde. -  Und als positiven und heilsamen Schritt ist mir das Ganze nun im Nachhinein auch tatsächlich in Erinnerung geblieben.....

Freitag, 18. Januar 2013

Thema 'Nähe' geht weiter

Ich darf ja jetzt an der fortgeschrittenen fortlaufenden Biodanza-Gruppe teilnehmen. Diese Woche war das erste Mal.
Und bei diesem ersten Termin war gleichzeitig Gelegenheit, in die Gruppe reinzuschnuppern.

Leider war es (für mich) unerwarteter Weise nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte:
Es waren nämlich mehr Männer als Frauen anwesend. Teilweise lag das im Wetter, aber es lag auch daran, dass ein paar Frauen für diese 10 Abende pausieren wollten.... Und es lag daran, dass nun außer mir noch 2 neue Männer in den Kurs reinschnupperten.  (Wir waren diesmal 7 Männer und (einschließlich Kursleiterin) 5 Frauen).

Ich merkte, dass mir das zunächst nicht so gefiel.... doch dann war für mich klar: "Das ist mein Kurs! Ich möchte die positiven Erfahrungen fortsetzen, die meinen Körper und all seine Zellen einzeln öffneten....."

Auch diesmal hatte ich wieder eine Erfahrung mit dem "unvoreingenommenen Blick", ähnlich wie ich es auch bereits unter "Phönix-Nähe (Session I)" beschrieb:
Ja, da war eine Teilnehmerin welche ich noch nicht kannte, und welche ich hier jetzt der Einfachheit halber Y. nennen möchte. Diese Y. sah mich im Anfangskreis (und danach auch immer wieder) sehr freundlich, lächelnd, offen und völlig unvoreingenommen an - ähnlich wie mich auch unsere Kursleiterin immer ansieht..
Ich halte das ja garnicht lange aus, und schaue dann wieder weg.

Ich selbst blicke in solchen Situationen wahrscheinlich eher angespannt, verschlossen - ja vielleicht sogar unfreundlich drein..... einfach aus einem innerlichen Stress heraus, der bei derartigem Kontakt in mir entsteht.
In solchen Situationen finde ich es dann total wohltuend, wenn mein Gegenüber dann nicht ebenfalls zumacht... und unfreundlich oder vielleicht sogar ablehnend drein schaut - sondern wenn mein Gegenüber mich weiterhin offen und "unvoreingenommen" (ich kann das einfach nicht anderns nennen, dieser Begriff trifft es für mich total) zu mir blickt.

Die Blicke treffen sich ja immer mehrmals. Entweder schaue ich, nachdem ich dem Blickkontakt ausgewichen bin dann doch nochmals hin. Oder die Blicke treffen sich später nochmals. - Jedenfalls hatte das mit dem Blickkontakt eine total öffnende Wirkung auf mich, ich fühle mich dadurch so wie ich bin (also auch mit meinem Nähe-Thema) total willkommen.


Mit etwas Verspätung kam dann eine Teilnehmerin, welche ich schon kannte. Sie war an dem Wochenend-Kurs dabei, und ich kannte sie vorher schon aus dem ersten Anfängerkurs, welcher dann nach dem ersten Termin mangels Teilnehmer ausfiel. (Ich nenne sie jetzt der Einfachheit halber mal Z.)
Diese Z. kam aufgrund starker Schneefälle zu spät. Sie begrüßte ganz freudvoll eine andere Teilnehmerin, welche sie seit 10 Jahren nicht mehr gesehen hatte. - Dann umarmte sie noch ein paar andere Teilnehmer, die dort dann in ihrer Nähe standen.

Ich stand ganz auf der anderen Seite des Raum, aber war dann unsicher, ob ich auch hingehen und sie umarmen sollte..... und ich war irgendwie auch unsicher, weil sie nicht 'freiwillig' zu mir kam, obwohl wir doch am Wochenendkurs viel miteinander gemacht hatten.

Diese Unsicherheit, und ein komisches Gefühl ihr gegenüber, war dann den ganzen Kurs über bei mir da. (Sie ist übrigens eine wirklich 'flotte' Frau, während die anderen in dem Kurs schon eher älter als ich wirken.)


Ähnlich wie bei dem Wochenend-Kurs gab es an diesem Abend sehr viele Tänze (ich nenne das glaube ich lieber "Übungen"), welche etwas mit Begegnung oder Nähe zu tun hatten. Aber diesmal gab es auch ausdrücklich die Ansage, zu schauen, wann (und mit wem) man sich wie viel einlassen will und kann - und wann (und mit wem) eher weniger.

Ich merkte das, wenn jemand wirklich offen auf mich zuging, ich auch innerlich in die Offenheit gehen konnte.... und dann tatsächlich schauen konnte, wieviel jeweils maximal für mich möglich war. (Dies gilt sowohl für Begegnungen mit Frauen, als auch für Begegnungen mit Männern, wobei ich mich bei den Frauen schon enger auf Kontakte eingelassen habe.)


Mit Y. hatte ich einen sehr schönen Tanz. Es war ein sehr feines ausloten, was jetzt gerade geht - und was nicht geht, auf welche Art der Andere jetzt tanzen will, und auf welche nicht.....
Mir war es da sehr wichtig, dass meine Signale beachtet wurden.... und als ich merkte, dass es so war, da konnte ich mich auch wirklich sehr schön auf den Kontakt einlassen.
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie nun zu wenig in den gemeinsamen Tanz einbringt.... Ich wollte, das es etwas ist, das von uns beiden gemeinsam gestaltet und für beide in Ordnung ist.... Doch dann kam doch wieder was von ihr, und ich empfand es dann doch wieder als etwas sehr gemeinsames.

Viele Tänze später kamen wir dann nochmals zusammen. - Es war nach einigen "Übungen" bei denen man dann nochmals sehr tief in offenen Kontakt mit sich selbst gekommen ist.
Ich sah, wie andere teilweise eng-umschlungen tanzten.
Wieder war es dann so ein Versuchen meinerseits, ein ausprobieren, was jetzt stimmig ist und was nicht:
Jedenfalls merkte ich dann, dass es passte immer näher und näher an sie heranzugehen.... bis wir schließlich auch eng umschlungen tanzten.Dies war nicht mein 'Plan' gewesen. Es hatte sich einfach aus der Situation heraus so entwickelt.
Ich fand es sehr schön, weil ich, nach allem was da vorher war, sehr offen dabei-sein konnte!
(Nach dem Tanz bedankte sie sich dann bei mir - und ich bedankte mich auch.)


Insgesamt kann ich sagen, dass manchmal, wenn es viele Nähe-Übungen bzw. Gelegenheiten hintereinander gab, mir das schon fast zuviel wurde. Es war oft so an der Grenze..... und es war dann gleichzeitig doch noch ein Ausprobieren, ob ich trotzdem noch offen bleiben..... und mich nochmals für den Anderen öffnen kann.....


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Irgendwie bin ich sehr dankbar, einen Weg gefunden zu haben, der..... ja......  hoffentlich sogar mein großes Nähe-Trauma heilen kann.

Ich schrieb ja immer wieder darüber, und auch darüber, dass bei mir seeehr vieles mit dem übereinstimmt, was Bert Hellinger die "Unterbrochene Hinbewegung" nennt.  (Hier mein eher theoretischer Beitrag zur Unterbrochenen Hinbewegung).

Ich hatte jedoch bisher viiieeel zu große innerliche Widerstände dagegen, wirklich durch all diese Gefühle hindurchzugehen....

Joel sagte mir auch, dass ich auch im täglichen Leben daran arbeiten kann, indem ich beobachte, wann ich wieder flüchten will.... und mich dann immer wieder zu entscheide, noch ein bisschen mehr zu bleiben....... um zu schauen, was dann passiert....

Hier scheint es nun eine gute Möglichkeit zu geben, mit diesem 'Bleiben' zu experimentieren,
und gleichzeitig scheint es hier den idealen Nährboden sogar für noch eine andere Art von Heilung zu geben! -   Hoffe ich!

Sonntag, 13. Januar 2013

Mut, mich meinen Themen zu stellen

In meinem Beitrag Zustimmung und Veränderung 2013 schrieb ich es ja schon:
Es ist ein Wunsch von mir, in diesem Jahr nun dahin zu kommen, mich meinen Themen wirklich zu stellen.
Ja, mich meinem Leben wirklich zu stellen.

Gestern schrieb ich mir mal auf
  • was ich in meinem Leben gerne anders hätte,
  • vor welchen (Lebens-)Themen ich mich immer wieder drücke  und
  • welche Lebensbereiche derzeit nicht wirklich funktionieren.
Nunja, es kamen viele Punkte heraus, die etwas mit Beruf, Berufung, Innerer Freiheit, Innerlicher Offenheit und Weite, Kontakt- und Nähe, Beziehung (und Sexualität) zu tun haben.

Ich versuchte dann, die Themen einzuteilen in "Themen, die innerlich zu bearbeiten sind" und "Themen, welche äußerlich zu erledigen sind".
Dabei bemerkte ich dann, dass ich mehr und mehr jedes der aufgeführten Themen auf die Liste "Themen, die innerlich zu bearbeiten sind" verschob.

Schließlich entschied ich für mich, dass es eigentlich vorrangig um das innerliche Bearbeiten geht. - Nur wenn ich ein Thema anschaue, dann zeigt es sich mit allen Aspekten.... und dann zeigt sich auch der nächste stimmige Schritt.

Wenn es also so etwas wie ein zu verfolgendes Ziel, einen Vorsatz für 2013 gibt, dann "Mich meinen Themen zu stellen"!
Aber nicht rigide, mit Zwang und mit Druck - denn dies hat bei mir noch nie funktioniert.....
sondern dass ich mir notfalls auch dem Thema "vor meinen Themen weglaufen" stelle - und es bewusst anschaue....

Ja, es geht um den "Mut, mich meinen Themen zu stellen", ja um den "Mut, mich meinen Leben zu stellen" und dies ist doch das Aufregendste und zugleich Großartigste, was man für sein Leben tun kann.

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P.S.:
Ich schrieb es ja schon in meinem Beitrag Zustimmung und Veränderung 2013: Es ist eine Sehnsucht von mir, offen und verbunden zu sein.... und mich und das was mich ausmacht, was ich zu bieten habe, mehr in die Welt zu bringen..... - Eigentlich habe ich auf diesen Wunsch gleich eine Antwort vom Leben bekommen, indem ich mit dem Biodanza nicht nur einen Raum gewonnen habe, in welchem ich mich diesen Themen stellen kann, sondern auch einen Raum, in welchem (so glaube ich) genau diese Fähigkeiten auch gefördert werden.

Montag, 7. Januar 2013

Nähe-Session III + IV

Im Laufe der Nacht auf Sonntag war eine tiefe innerliche Öffnung dann mehr und mehr zurückgegangen. Als ich am Sonntag Vormittag wieder zu dem Kurs ging, war ich wieder relativ verschlossen und auch nicht so kontaktfreudig.

Ich verhielt mich dann auch eher zurückhaltend, sagte, ich müsse erst wieder hier ankommen..... - Im Laufe der Vormittag-Session konnte ich mich dann schon wieder etwas öffnen.


Dann wurde jedoch eine Übung angesagt, die man zu zweit machen sollte... und bei der einer quasi der Begleiter war, der den Anderen am Schluss des Prozesses mit offenen Armen und freundlichen Augen empfangen sollte.....

Ich merkte, diese intensive Erfahrung könnte ich nur mit einer Person machen, die mir sehr sympathisch ist. - Andererseits könnte ich der Person, welche mit mir die Übung macht, jedoch nicht das bieten, was man in der Begleiter-Rolle bieten sollte.... (die offenen Arme und freundlichen Augen). - Somit wollte ich auf niemanden zugehen.... denn die Person, die die Übung mit mir machen würde, hätte mit mir ja praktisch die Arschkarte gezogen.
Somit blieb ich bei der Partnerwahl passiv, .... und sagte dann schließlich, dass ich nicht mitmachen würde.

Ich suchte mir dann einen Sitzplatz, an welchem ich mich an der Wand anlehnen konnte und setzte mich auf eine Decke.

Das Ganze war für mich schon sehr schwierig... und ich musste sehr bewusst bleiben und im Hier und Jetzt in mich spüren, um nicht in ein innerliches Drama einzusteigen, um nicht in einen 'innere Film' zu gehen.

Dabei halfen mir verschiedene Dinge, die ich bei Joel oder auch aus anderen Methoden gelernt hatte.
Insbesondere fiel mir da auch ein Satz von Joel ein, der in irgendeiner Seminar-Situation mal gesagt hatte: "Wenn ich wollte, dann könnte ich jetzt in die Verletzung gehen!"
Ja, und wenn ich gewollte hätte, hätte ich jetzt sehr leicht in einen inneren Film, in ein innerliches Drama rutschen können....
Ich erinnerte mich dann auch daran, dass wir ja gerade im letzten Wochenende ausführlich über die verschiedenen Arten von Gefühlen (siehe auch meinen Beitrag "Unterscheidung in 5 Gefühls-Arten") und über das "in einen inneren Film gehen" geredet hatten.
Somit wusste ich, wie wichtig es war, bewusst zu bleiben und genau zu schauen, was JETZT im Augenblick in mir vorgeht..... in den Körper spürend.... , spürend, welche Gefühle hier im Augenblick anwesend waren...

Mir ging es da nicht schlecht in dieser Situation. Es war einfach stimmig, in diesem Augenblick diese Übung nicht mitzumachen. Ich musste nur einfach sehr aufpassen, um nicht in den alten mir sehr gut bekannten Film zu kommen, dass ich nun in der Gruppe hier ausgeschlossen bin, dass ich nun nicht mehr dazugehöre, ..... und dass ich mit meiner Verschlossenheit die anderen hier eigentlich in ihrer Offen-Sein störe.


Nach diesem für die Beteiligten recht intensiven "Tanz" (und für mich ebenfalls recht intensivem Prozess) sollte man dann seine Freude über das erlebte tanzen. Die Anderen waren teilweise recht überschwänglich.... fielen einander um den Hals.
Ein Teilnehmer kam dann zu mir, um mir die Hand zu reichen und mich wieder in die Gruppe zu holen. - Ich war mir noch unschlüssig, ging jedoch dann doch mit.


Dann kam schon wieder das Nächste:
Hier sollten sich ebenfalls jeweils wieder zwei Übungspartner zusammenfinden. Der eine sollte dem anderen, der auf dem Boden liegt, ganz sanft (wie einem kleinen Baby) über das Gesicht streicheln. - Um Schluss sollte er dann dem anderen wieder in eine sitzende Position kommen lassen.... und ihm dann mit einem freundlichen Blick empfangen.

Hier ging es mir dann wie vorher:
Es wäre für mich nicht einfach gewesen, diese Nähe anzunehmen, sie zuzulassen. - Aber umgekehrt wäre ich in jedem Fall nicht in der Lage, meinem Übungspartner diese große Offenheit zu geben.

Also wieder dasselbe Spiel: Wieder nicht mitmachen und auf einer Decke ganz zentriert mit dem Rücken an der Wand dasitzen!. - Wieder war ein größeres Maß an Aufmerksamkeit nötig.... ich konnte jedoch in Einklang mit den nun mal vorhandenen innerlichen Gegebenheiten gehen....

Dabei kamen natürlich schon wieder das Thema, nun endgültig von der Gruppe abgehängt worden zu sein.... und nicht dazuzugehören.
Ich hatte ursprünglich ja auch gedacht in die Fortgeschrittenen-Gruppe einsteigen zu können.... zumindest darauf zu drängen, dass ich dort einsteigen darf. Doch hier sah ich nun alle meine Felle davonschwimmen.....


Da diesmal Adriana ja nicht mitmachte, überlegte ich noch für einen kurzen Augenblick, ob ich sie nicht fragen könnte, ob sie die Übung nach dem Wechsel (also dem Rollentausch) mit mir machen würde.
Ich konnte mich dann aber nicht dazu entschließen... da ich befürchtete, dass ich dies dann vielleicht als zu aufdringlich empfinden würde... Und in der liegenden, empfangenden Position hätte ich das Ganze dann auch nicht so steuern können.... wie es im Notfall vielleicht nötig gewesen wäre.
(Ich wusste ja noch, wie ich in unserer K!KG-Gruppe einmal in mein Nähe-Thema hineingerutscht war - so sehr, dass meine Freundin dann hinterher zuhause meinte, ich hätte richtig traumatisiert gewirkt. An diesem Abend hatte ich mir dann an der Bettkante ganz kräftig das Schienbein aufgeschlagen, obwohl ich mich sonst eigentlich nie verletze.)
Jedenfalls fühlte es sich dann doch nicht so passend an und ich ließ es.

Ich merkte dann, dass ich das Bedürfnis hatte, meine Brille abzulegen und mir selbst mit den Händen zart über das Gesicht zu fahren. - Das war gut, und ich war in Einklang mit der Situation.


Der nächste Tanz war dann auch wieder ein "Feiern des Erlebten"!
Ich merkte, dass ich sitzen bleiben wollte, und wippte nur mit zur Musik.
Zweimal wollte mich dann jemand wieder mit hineinholen, aber ich winkte dann ab. Ich dachte dann auch: "Ihr müsst jetzt nicht meinen, dass ihr euch um mich kümmern müsst. Mit mir ist alles okay"!

Zum Abschlusskreis kam ich dann wieder dazu - und hatte auch den Eindruck, hier gut aufgenommen zu werden.

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In der Mittagspause wollte ich dann jedoch nicht mit Essen gehen, sondern in dieser Zeit für mich sein. Deshalb fuhr ich nach Hause. - Ich hatte jedoch Bescheid gesagt, dass zur Nachmittag-Session wieder komme.

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Bei diesem Kurs gab es ja keine "Rückmelderunden".
Am Anfang hatte jeder Gelegenheit gehabt, zu sagen was ihn in diesen Kurs bewegt hat - und nun nach dem Mittagessen gab es schon die Abschlussrunde. Hier sollte jeder sagen wie es ihm geht - und was er mitnimmt. (Danach sollte es dann nur noch eine abschließende, eher integrierende Tanz-Session geben.)

In dieser Abschlussrunde sollten wir dann alle noch etwas näher zusammenrücken, so dass ich mit meinen beiden Nachbarinnen praktisch auf "Tuchfühlung" war. Dies war dann auch schön, weil ich dann durch zufällige und un-zufällige Berührung auch nochmals spürte, dass ich hier wirklich noch dazugehörte.

Ich erzählte dann auch ehrlich, was bei mir los war. - Auch von meinen Ängsten, nun nicht mehr dazuzugehören.
Und ich bemerkte, dass bei diesen Worten schon auch eine Traurigkeit in mir war...

Adriana sagte, dass es im Biodanza keine Rückmeldungen gibt, sie aber noch etwas Grundsätzliches zu Biodanza sagen möchte.
Dann erzählte sie, wie wichtig die "Selbstregulierung" wäre, und dass sie es gut findet, wie genau ich nachspüre, was für mich richtig ist und wie ich auf mich achte.


In der nun folgenden Session war ich dann schon wieder (innerlich) "weicher" und offener.
Ich hatte noch viele Gelegenheiten zu schauen, wie ich das Angebot an Nähe, welches an vielen Stellen ja wirklich vorhanden war, nutzen konnte.... und wo ich dann doch sehr verspannt war.... oder mich auch den Schritt nach außen vielleicht garnicht traute....

Es war dann auf jeden Fall sehr schön!


Am Schluss überlegte ich mir dann noch, nun Adriana doch zu fragen, ob ich in den Fortgeschrittenen-Kurs kommen darf. - Ich rechnete eigentlich damit, dass sie mir erklären würde, ich wäre hierfür doch noch zu sehr verschlossen.
Stattdessen antwortete sie jedoch: "Das würde mich sehr freuen!"
Sie erklärte mir dann, dass ich mich ja sehr fortgeschritten verhalten hätte Sie meinte auch, dass ich mich sehr fortschrittlich verhalten hätte. Die Meisten hätten sich selbst, wenn sie nicht an einer Übung hätten teilnehmen können selbst sehr stark verurteilt.

Sonntag, 6. Januar 2013

Nähe-Session II

In der Pause gingen einige einen Kaffee trinken. Andere legten sich auf eine Decke oder Matratze.
Ich wollte für mich sein und wieder ganz zu mir kommen, setzte mich mit einer Decke an die Wand, blätterte in ein paar Seminarausschreibungen und ließ alles nochmals in mir nachklingen....


Im Start-Kreis gesellte sich dann die aufdringliche Frau neben mich, so dass ich sie dann an der Hand halten musste. Dies war unangenehm, weil ihre Hand irgendwie kalt und glitschig war. - Ich befürchtete schon, sie würde jetzt ständig versuchen, mit mir irgendetwas zu machen (bei zweier-Übungen hätte ich dies ja vermeiden können, bei dreier- oder vierer-Übungen ist das jedoch nicht immer möglich) aber sie blieb mir dann fern.


Am Anfang der Session (als es dann darum ging, durchs Leben zu gehen) fühlte ich mich sehr gut und stark. Ich empfand es auch als stärkend, der einen Frau gegenüber ganz klar meine Grenzen gewahrt zu haben. Es fühlte sich im Körper stark und gut an - und ich merkte, dass ich gut bei mir war.

Ich bemerkte jedoch auch, was mich sehr schnell herausbrachte und von mir wegbrachte: Dies geschah nämlich jedes Mal, wenn ich mit jemandem Blickkontakt aufnahm, insbesondere, wenn dieser nicht nur flüchtig sondern länger andauernd war.


Die Öffnung für Nähe wuchs bei mir jedoch ständig....

Dann sollte man sich jedoch für einen "nähe-vollen Tanz zu dritt" zwei Partner suchen. Da hatte ich nicht dem Mut, als dritter Mann auf zwei Frauen zuzugehen, die sich bereits gefunden hatten. (Auf jemanden zuzugehen ist ja für mich das allerschlimmste. Dies macht mir noch mehr Stress, als Nähe zuzulassen.)

So kamen wir für diese Übung als drei Männer zusammen.
Diese Übung war dann körperlich doch nicht so eng, aber irgendwie trotzdem stimmig und angenehm.

Bei der nächsten Übung zu dritt war dann mein Mut gestiegen - und ich ging dann doch auf eine Frau zu, und wir machten dass dann zu dritt.
Nachdem es in der ersten Session eher um das Feuer ging, ging es nun um den Aufstieg.
Und so war das jetzt auch die Aufstiegs-Übung, die dann doch zu einer intensiven innerlichen Öffnung führte. Wobei diese Aussage jetzt total untertrieben ist - denn es war wirklich sehr schön.


Als wir dann nach diesem Erlebnis neu durch den Raum gingen, da hat jeder jeden umarmt - und ich jetzt auch wirklich offen und innerlich frei dafür war.
Allerdings brauchte ich dann zwischendrin doch eine Pause für mich.
Irgendwann sah ich dann die aufdringliche Frau sich in meine Nähe zu bewegen. Aus diesem positiven innerlichen Gefühl heraus dachte ich daran, sie auch kurz zu umarmen. Sie was diesmal jedoch nicht so aufdringlich, und fasste mich nur an den Händen. Ich ging dann in eine kurze Umarmung. Sie bedankte sich hierfür anschließend mit einer kurzen Verneigung, wobei sie ihre Hand auf ihr Herz legte.

Hier ging ich nun sogar auf eine Frau zu, die mir eigentlich sehr gut gefiel, die mir aber immer aus dem Weg gegangen war und sogar Blickkontakt vermieden hatte.
Ich wollte ihr keine Umarmung aufdrängen, dachte jedoch, ich biete ihr eine Hand an, und wir gehen so weit, wie es für beide möglich ist.
So waren wir dann einige Zeit mit diesem Ein-Hand-Kontakt zusammen. Und ich fand es schön, dass ich so problemlos hatte auf sie zugehen können..... und dass doch nichts sein oder erzwungen werden musste... (Das ist Begegnung, wie ich finde.)


Jetzt zuhause - nachträglich - und wieder für mich alleine - findet wieder eine gewisse Verhärtung in mir statt.

Mir fällte gerade ein, dass ich ganz allgemein darauf achte, gut für mich zu sorgen.

Sonntag, 30. Dezember 2012

Nächste Schritte

Auch während ich bei meinen Eltern war habe ich ja intensiv mit meinem Projekt "Persönliche Weiterentwicklung" bzw. "Zustimmung und Veränderung 2013" weitergemacht.

Zum lesen (und in mir bewegen) hatte ich das neue Buch von Eva-Maria Zurhorst und Wolfram Zurhorst ("Liebe dich selbst und entdecke, was dich stark macht") dabei, welches ich auch jetzt zuhause noch intensiv nutze.
(Dieses Buch habe ich bereits hier kurz beschrieben. - Weil der Titel so lang ist, werde ich es in Zukunft einfach nur noch kurz das "... was dich stark macht-Buch" nennen. Alle meine Beiträge, welche sich auf dieses Buch beziehen erhalten das Label  "... was dich stark macht-Buch")

Während dieser Zeit, und jetzt danach, mach(t)e ich außerdem regelmäßig Innen-Reisen, größtenteils mit Hilfe der CD zu diesem Buch.

Ich habe den Eindruck, dass es derzeit sehr nutzbringend ist, mich so tief mit mir selbst zu beschäftigen.

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Sehr beeindruckend waren auch meine Erlebnisse während der Innen-Raum-Reise "Blockaden in Ressourcen umzuwandeln":
Hier lernte ich einen Teil in mir kennen, welcher sich "Offenheit", "Weite" und "Begegnung" will, ..... Abenteuer, und eine neue Richtung im Leben.
Und ich lernte ein Teil kennen, welches mit allen Mitteln verhindern will, dass ich in eine Situation kommen könnte, mit der in nicht umgehen kann. (Auch eine sehr große Angst, ich könnte irgendwie die Kontrolle verlieren.)
Daher ist dieses Teil sehr stark für "Festhalten" und "Bewahren". - Eine Stärke dieser Seite in mir ist, auch unangenehme Situationen sehr lange aushalten zu können.
Ein Kompromiss, falls man überhaupt davon sprechen kann war, dass mich dieser Teil voranschreiten lässt, und er mir hilft...... falls ich in eine unangenehme Situation komme, diese auszuhalten und durchzustehen.