Samstag, 24. November 2012

Augenproblem und Würde

Und nun der dritte Beitrag für heute:

Während der 4 Tage im Odenwald hatte ich wieder stärkere Probleme mit meinem linken Auge. Am zweiten Abend hatte ich nämlich wieder Blitze gesehen. Wie immer war ich mir am Anfang unsicher, ob nicht vielleicht einfach nur einer der Strahler auf einer Uhr oder Brille einen Lichtreflex erzeugt hatte. Doch leider kamen die Blitze dann mehrmals wieder, einmal sogar sehr heftig.

Dies rief dann wieder sehr Angst in mir hervor, und auch wieder Hilflosigkeit sowie die Frage, was ich nun tun sollte. (Mir war jedoch klar, dass ich im Odenwald und dazu noch am Wochenende nicht zum Augenarzt gehen würde.)

Ich habe dann in einer Pause auch Joel kurz angesprochen. Der meinte nach kurzem In-Sich-Hineinspüren, er würde sich an meiner Stelle nochmals den Großvater ansehen, den wir ja auch in der telefonischen Sitzung schon hatten.

Das Hauptproblem war für mich zunächst auch wieder die Angst davor, die "richtige" Entscheidung treffen zu müssen und auf die "richtige" Art und Weise aktiv werden zu müssen.

Ich habe dann alles war wir dort gemacht haben innerlich für mich genutzt, um mir das Thema weiter anzusehen und auch in die Zustimmung zu kommen.

Dies war mir dann irgendwie auch gelungen.

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Klar war dann jedoch auch, dass ich am Montag wieder in die Augenarzt-Praxis gehen würde.

Diesmal war ich ja wieder ein Not-Termin, und ich kam in der großen Augenarzt-Praxis wieder zu einem anderen Arzt. Der wollte sich meine Netzhaut vollständig und bis zum Rand anschauen, weshalb er ein Vergrößerungsglas direkt auf dem Auge aufsetzen musste. Dies empfand ich (wie jedesmal) als sehr unangenehm und ich war in den Schultern und im ganzen Körper total verspannt. Und irgendwie kniff dann auch immer mein Auge zusammen, so dass das Ganze recht schwierig war.

Jedenfalls gab es dann eine Stelle in der Netzhaut, bei welcher es sich nicht sicher war, ob es sich vielleicht um einen alten, jedoch noch unbehandelten Riss handeln könnte.

Aus diesem Grund wurde ich dann wieder in die Augenklinik geschickt, wo eine OP-Ärztin und Netzhaut-Spezialistin sich das Ganze nochmals ansehen sollte.

Im Wartebereich der Klinik war ich dann, zumindest innerlich, total jammerig drauf.
Ich befürchtete, dass das Ganze da wohl wieder auf eine OP wie vor 6 Wochen hinauslaufen würde.....

Mehr und mehr bewunderte ich dann die teilweise schon sehr alten Männer, die ebenfalls in dem Wartebereich waren, und auf ihre OP warteten.
Die schienen das Ganze mit Würde zu tragen..... und sich sogar auf die OP zu freuen - wohl mit dem Ziel, danach wieder gut zu sehen....

Nach etwa einer dreiviertel-Stunde warten, kam die Spezialistin kurz heraus, um sich zwischen zwei Augen-OPs meine Netzhaut anzusehen. Sie konnte jedoch nicht genug sehen, da die Pupille schon wieder kleiner geworden war.- Mir wurden also nochmals stärkere Tropfen verabreicht, und die Ärztin verschwand wieder im OP-Bereich.

Auch während dem Wochenende im Odenwald hatte ich ja schon solche Gedanken:
Dass mir das Augenproblem ja auch die Chance gibt, einmal eine etwas schwierigere Lebenssituation erfolgreich durchzustehen..... und somit auch an Größe und Würde zu gewinnen. (Viele andere Menschen - und auch meine Eltern und Vorfahren - hatten ja schon viel heftigeres durchstehen müssen. - Trotzdem möchte ich nun natürlich nicht, nur aus Treue zu ihnen, mein Augenproblem selbst aufrecht erhalten.)

Ich nutzte die Zeit, um mir nochmals meinen Großvater anzusehen, der in der telefonischen Augen-Sitzung aufgetaucht war. Ich merkte, ich war innerlich nicht so ganz mit ihm im Reinen, bat ihn jedoch, darüber hinwegzusehen.

Nach etwa weiteren 50 Minuten kam dann die Ärztin nochmals, und setzte nun auch ein Vergrößerungsglas in meinem Auge auf. Sie sagte, sie würde sich nochmals die gesamte Netzhaut ansehen. - Laut ihrer Aussage war jedoch nichts auf der Netzhaut, sondern es handelte sich nur um eine Verunreinigung im Glaskörper. Also nichts, was behandlungswürdig wäre.

Mittwoch, 14. November 2012

Auge - kurze Info - kurze Abwesenheit

Gestern war ich zur Nachuntersuchung beim Augenarzt.
Obwohl das Auge manchmal noch zieht und drückt und pulsiert.... und ich noch Eintrübungen habe, war der Augenarzt mit meinem Auge zufrieden.
Er meinte, es wäre soweit alles okay, und es würde noch einige Zeit dauern, bis das Auge wieder so wie früher sein wird.....

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Die nächsten Tage bin ich wieder auf dem K!KG-Training im Odenwald.
(Ich werde also hier nichts schreiben können und nicht auf Kommentare reagieren.)

Freitag, 2. November 2012

Behutsam mit mir umgehen....

Gerade letzten Mittwoch, als ich beim Augenarzt und dann ja doch noch arbeiten war, fiel mir auf, wie angespannt und verbissen ich mich da draußen im täglichen Leben immer verhalte.

Auf dem Heimweg ging mir dann durch den Kopf, nun wirklich mal darauf zu schauen, wie ich auch im Alltag behutsamer mit mir umgehen kann.  --  Auch dies ist vielleicht etwas, woran mich mein linkes Auge erinnern wollte.

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Heute in meiner 'Sitzung' (ich machte eine Innen-Raum-Reise, geführt von einer Anleitung auf CD) kümmerte ich mich dann um das Thema "Behutsam mit mir umgehen".

Ich merkte dann, wie sehr ich das gesamte innerliche und körperliche Blockiert-Sein, die gesamte innerliche und körperliche Anspannung loswerden will. - Ja, endlich loswerden, was schon so viele Jahre an mir hängt.

Da merkte ich, dass das "Thema vor dem Thema" ist, dass ich so verbissen das Blockiert-Sein (usw.) loswerden will. Denn dieses verbissene Loswerden-wollen ist ja gerade ein Element, was das Blockiert-Sein erzeugt.
Dieses verbissene Loswerden-wollen ist also das Thema, welches vor-an steht, welches erst mal gesehen werden will, welches erst mal mein "Ja" braucht. - Genauso wie das Blockiert-Sein, was ich ja meine loswerden zu müssen, mein "Ja" braucht.

Auge - weitere Entwicklung

Da ich ja neben dem Problem mit dem Auge auch noch Erkältungskrank war, hatte der Arzt mich krank geschrieben, so dass ich letzte Woche nur einen Tag zur Arbeit ging. - Dies war auch ein Test für mich, ob ich trotzt eingeschränkter Sicht den ganzen Tag am PC arbeiten kann.

Das Auge (genauer gesagt der "Glaskörper" im Auge) ist noch ziemlich eingetrübt.
Letzte Woche war das noch schlimmer, so dass ich mit dem linken Auge nur recht verschwommen sah.
Trotzdem war es merkwürdigerweise so, dass ich mit beiden Augen zusammen mehr erkennen konnte, als mit dem rechten, dem gesunden Auge alleine.(In der Nähe lesen konnte ich auf diese Art und Weise recht gut, nur der Blick in die Ferne machte Probleme, wohl weil mein Gehirn nicht gewohnt war, das durch 1,5 Augen übermittelte Fern-Bild korrekt umzusetzen.)
Da das Arbeiten jedoch möglich war, ging ich dann auch diese Woche arbeiten.


Am Dienstag Nachmittag und Abend hatte ich dann nochmals ein Problem:
Ich sah ganz von links immer wieder ein Flackern. Leider war mir nicht so recht klar, ob sich da Licht von außen vielleicht auf der milchigen Schicht im linken Glaskörper spiegelte, oder ob das wieder Blitze im Auge waren. - Als ich dann später noch ein heftigeres Aufblitzen sah, und dafür keine äußerliche Ursache erkennen könnte, entschloss ich mich vorsichtshalber dann doch am Mittwoch wieder per Nottermin zum Augenarzt zu gehen.


Morgens, so etwa um fünf Uhr wachte ich auf, und hatte ein sicheres Gefühl, dass mit dem Auge alles okay wäre und ich nicht zum Augenarzt müsste.
Ich argumentierte dann aber so lange mit mir selbst, bis ich dann doch wieder sehr unsicher war und Angst bekam..... - Schließlich lag der letzte Augenarzt-Termin auch schon fast 2 Wochen zurück, und der nächste würde erst in weiteren zwei Wochen stattfinden. Durch einen Not-Termin beim Augenarzt hätte ich nun wenigstens einen Zwischen-Termin gewonnen, dann ich war mir sowieso schon länger sehr unsicher, weil die Eintrübungen immer noch so deutlich waren.....


Diesmal ließ man mich in der Augenarzt-Praxis recht lange warten.
Wohl wegen der Feiertags-Woche waren nur wenig Augenärzte da, und ich landete wieder bei einem anderen Augenarzt.
Der Augenarzt sah sich gründlich meine Netzhaut an. Um dann ganz an die Seite blicken zu können hätte er jedoch ein Vergrößerungsglas direkt auf mein Auge aufsetzen müssen, was ihm jedoch nicht gelang. Mein Auge zuckte jedesmal sehr stark, wenn er das versuchte, und er hatte wohl nicht die Technik drauf, die mein Augenarzt hatte. Schließlich gab er nach zig Versuchen dann auf. - Somit war mein Auge nun nicht ganz zu 100 Prozent untersucht worden, aber soweit er es betrachten konnte war die Netzhaut okay!
Wegen den Eintrübungen beruhigte er mich. Sie werden sich von selbst wieder auflösen, aber es kann wirklich einige Wochen dauern. 


Da die Pupille durch die Tropfen noch riesengroß war  ging ich erst mal mit Sonnenbrille nach hause und erst am späten Nachmittag, zunächst ebenfalls mit Sonnenbrille, nach in die Arbeit.


Inzwischen zeigen meine Sehtests, die ich zuhause immer mit dem linken Auge mache, dass ich schon viel weniger verschwommen sehe, als noch vor einer Woche.

Samstag, 27. Oktober 2012

Von Hilflosigkeit zu mehr Weite....

Augenarzt-Termin hatte ich seit meinem letzten Beitrag keinen mehr.
Das Auge ist noch etwas geschwollen und auch der Glaskörper ist noch etwas getrübt. Laut Augenarzt gibt sich aber von selbst.... wird jedoch eine Weile dauert - so hoffe ich all das bewegt sich im grünen Bereich.
Richtige Blitze habe ich in letzter Zeit keine mehr gesehen. Ab und zu ein leichtes Flackern, wo ich dann jedoch nicht so sicher war, ob die Ursache im Auge liegt, oder im Außen......

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Insgesamt hatte mich dieses Thema doch sehr gestresst.... und war am Anfang auch richtiggehend ein Schock für mich.
Nur nach und nach ist es mir gelungen,
überhaupt Schritt für Schritt wieder zu mir zu kommen, so dass ich den Schock und die Angst überhaupt wahrnehmen konnte..... (was ja auch ein erster Schritt der Verarbeitung war).

Wenn es um Dinge geht, wo ich etwas wichtiges falsch machen könnte - was dann schlimme Folgen haben könnte - da fällt es mir garnicht leicht, in die Zustimmung zu gehen. Und genau diese Angst war ja da: Die Angst im Bezug auf die Behandlung meines Auges oder der Ärzte falsche Entscheidungen zu treffen, oder irgendein Symptom zu übersehen, und somit dann selbst Schuld daran zu sein, wenn ich dann eine dauerhafte Sehbehinderung davontrage. - Hier war dann auch mein ganzes Zustimmungs-Wissen nicht greifbar.... sondern ich meinte, durch innerlichen Stress die Situation irgendwie unter Kontrolle halten zu können.

Gleichzeitig merkte ich in meinen Sitzungen, dass ich das Ganze überhaupt nicht unter Kontrolle habe - kein Bisschen. Hier ist etwas am Wirken, das Passiert, oder eben nicht passiert, und das weit über mich hinausgeht, auf das ich keinen Einfluss habe.

Sehr deutlich war in meinen Sitzungen auch das Thema, das Ganze nicht unter Kontrolle zu haben, nichts tun zu können, nichts kontrollieren zu können. - Es wäre ja nicht auszuschließen gewesen, dass es noch Komplikationen gibt und/oder weitere Löcher in die Netzhaut gerissen werden.
Aber das Ganze war und ist nicht kontrollierbar - es ist etwas Größeres, vielleicht Schicksalhaftes hier am Wirken.
Es war schwierig, als ich bemerken musste, wie wenig ich unter Kontrolle haben kann  - und gleichzeitig heilsam, als ich hier dann doch etwas in die Zustimmung gehen konnte.

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Mitte der Woche konnte ich dann einen telefonischen Termin mit Joel bekommen.
Ich hatte auch deshalb um diesen Termin gebeten, weil ich den Eindruck hatte, an diesem Thema würde auch etwas weit über mein Persönliches hinausgehendes dranhängen. - Etwas aus früheren Leben, etwas was Vorfahren passiert ist, etwas Kollektives vielleicht???
Da habe ich mich dann auch nicht alleine herangewagt!

In der telefonischen Sitzung begleitete Joel mich durch eine Art Innen-Raum-Reise.

Als ich während der 'Sitzung' meine Aufmerksamkeit auf das linke Auge richtete, spürte ich in dem Auge ein Ziehen. Auch da war wieder die Angst da, etwas Schlimmes könnte passieren, etwas könnte nicht in Ordnung sein.

Nach kurzer Zeit  merkte ich dann mit Erstaunen, dass, während mein ganzer Körper sehr angespannt war, das linke Auge als Einziges einen entspannten, ja offenen und weiten Eindruck in mir hinterließ.

Joel leitete mich dann so an, dass ich auch beim Auftreten starker Angst nicht in die (innerliche) Enge gehen musste, sondern ich mich ganz weit machen konnte, dies einfach wahrnehmen konnte....
Ich kam dann auch aus der InnenSpirale, wieder heraus, bei der man sich immer mehr von der Welt abschottet und Isoliert sieht. - All das was ich erlebte und fühlte ist eine menschliche Erfahrung, etwas, was viele Menschen schon vor mir erlebten oder heute erleben. Es ist eine Erfahrung, die sicherlich auch in meiner Ahnenkette schon zigmal gemacht wurde.

Mir kam dann in meinem Inneren das Bild von einem Kriegs-Gemetzel, mit einer leeren Augenhöhle oder ausgestochenen, blutenden Augen. - Dann kam mir mein Opa mütterlicherseits in den Sinn. Der einzige Opa, die ich nie kannte, weil er im zweiten Weltkrieg in Russland gefallen war.

In mir kam dann die Unsicherheit auf, inwiefern ich dies als real sehen sollte.
Aber Joel meinte, ich soll meinen Opa einfach mit dazunehmen, ganz egal, wie viel mein Erleben nun mit tatsächlichen Ereignissen zu tun hat.
...

Nach einer Weile ließ Joel mich dann die Sätze zu ihm sagen, die man in Familienaufstellungen sagt, so dass ich sein Schicksal, all das was er erlebt oder vielleicht getan hat ganz bei ihm lasse - und ihm somit auch seine Größe und Würde ganz lasse.

Ich war dann froh, mit ihm in Kontakt gekommen zu sein.
Dieser Opa war in meinem Innern irgendwie eher ausgeschlossen gewesen..... auch deshalb weil er das einzige Großeltern-Teil war, den ich nicht kannte...........

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Heute nun habe ich meine Aufmerksamkeit nur auch wieder mehr auf meine innerlichen Zustimmungs-Tools gerichtet. Es gibt je einiges, dem hier innerlich zugestimmt werden kann:  * den Problemen, die ich jetzt noch mit dem Auge habe,   * der Tatsache, dass ich überhaupt in solch eine Situation gekommen bin,   * der Hilflosigkeit,   * der Angst,   * der Möglichkeit, dass alles ja auch schlimmer kommen könnte und   * der Möglichkeit, dass ich durch irgendeinen Fehler oder eine Unachtsamkeit mich vielleicht sogar selbst in eine schlimmere Situation manövrieren könnte.....

Und ich erinner(t)e mich nun wieder:  Das Wesentliche über das Zustimmen ist rechts oben hier im Blog in wenigen Sätzen essentiell zusammengefasst!!!

Samstag, 20. Oktober 2012

Augenprobleme - Äußerliches und Innerliches

Für mich war die Geschichte mit dem linken Auge schon ein rechter Schock.

Während ich am Donnerstag vor einer Woche beim Augenarzt einer bekannten Münchner Augenarztpraxis saß hatte ich immer noch die Hoffnung, dass sich eine harmlose Erklärung zeigen würde, für all meine Symptome: die Blitze vom Vortag, der starke Blitz am Morgen und die tausende von schwarzen Punkten, welche dreidymensional im Raum schwebten.

Leider klärte mich der Augenarzt dann über die Sache mit dem Glaskörper auf und erläuterte mir, dass meine Netzhaut einen Einriss bekommen hätte.
Normalerweise kann man dies mit dem Laser behandeln, jedoch war dies bei mir nicht möglich, das die Wunde zu sehr an der Seite des Auges war.
Ich wurde daher gleich in die der Praxis angeschlossenen Augenklinik geschickt, wo die betroffene Stelle des Auges mit minus 80 Grad Celsius vernarbt werden sollte, um die Wunde zu schließen.

Ich versuchte dann soweit es mir möglich war in Einklang mit der nun sowieso nicht zu ändernden Situation zu kommen. War dann aber vor und während der OP sehr angespannt und im Stress.
Die OP selbst dauerte wohl so 15 Minuten. Es tat nicht weh, da das Auge lokal betäubt war, aber ich war froh, als er dann endlich fertig war und aufhörte, an meinem Auge herumzubasteln.

Da ich keine Beruhigungsmittel bekommen hatte sprach nichts dagegen, mich nach einer Nachuntersuchung mit einer Augenklappe auch ohne Begleitperson in die Freiheit zu entlassen.- Meine Freundin hatte ich den ganzen Tag nicht erreichen können, also machte ich mich alleine (und weil ich Lust auf Bewegung hatte zu Fuß) auf den Weg nach hause..... ganz vorsichtig an jeder Kreuzung zig mal einäugig nach rechts und links schauend.

Zu Hause setzte ich mich dann mit geschlossenen Augen aufs Bett, um in mich hineinzuspüren und irgendwie so gut es ging mit dieser Situation in Einklang zu kommen.  - Ich wahr jedoch noch sehr außer mir und wohl auch noch in einer Art Schockzustand.

Ich sah dann noch weitere Blitze, und hatte die Befürchtung, dass vielleicht gleich nochmals ein neues Loch entstehen könnte......


Am nächsten Tag bei der Nachuntersuchung wurde die Augenbinde dann abgenommen. Er war dann soweit alles Okay.
Sollte es am Wochenende weitere Blitze oder andere Probleme geben, dann könnte ich über eine Notfall-Nummer Kontakt mit der Klinik aufnehmen.
Ich war dann jedoch am Wochenende auch noch erkältungskrank, so dass ich trotz weiterer Blitze erst am Montag dann wieder als Not-Patient in die Praxis ging. Zum Glück wurde keine neue Netzhautbeschädigung gefunden.

Auch Montagabend gab es dann wieder Blitze.
Für mich war es eine schwere Belastung, dass sich das mit den Blitzen immer weiter fortsetzte.
Aber ich musste mich der unangenehmen Situation wohl stellen.... und ging auch am Dienstag wieder als Not-Patient in die Praxis.
Es wurde wieder nichts festgestellt und der Arzt meinte nach der Untersuchung, dass ich wahrscheinlich noch eine Zeitlang weiterhin Blitze sehen werden. Ich soll jedoch nur noch in die Praxis kommen, wenn irgendetwas besonderes auftritt.

Für mich war das dann erst mal auch eine Erleichterung, weil ich nun nicht mehr ängstlich-gebannt auf jeden Blitz schauen musste.
Ich hatte auch Dienstag- und Mittwoch-Abends Blitze, jedoch hatte ich am Donnerstag ja sowieso einen Nachuntersuchungstermin, bei dem dann auch alles Okay war.
Leider gibt es nun erst wieder in 3,5 Wochen einen Termin, und ich habe doch Angst, dass inzwischen unbemerkt eine neue Netzhautbeschädigung auftreten könnte. (Der Augenarzt meinte, dies würde ich merken, weil der Blitz dann besonders hell und deutlich auftreten würde und wahrscheinlich auch neue Eintrübungen auftreten würden......

Da ich die ganze Zeit auch Erkältungskrank war, und sowieso viel Zeit im Bett verbrachte,
war es für mich nicht sooo schlimm, dass ich von Donnerstag bis Donnerstag überhaupt nichts lesen durfte.

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Am Donnerstag nach der OP hatte ich ja schon versucht, wieder zu mir zu kommen.
Ab Freitag war ich dann in der Wohnung meiner Lebensgefährtin, und da es mir nicht so gut ging kam ich erst am Dienstag und Mittwoch wieder dazu, mal wieder richtige 'Sitzungen' mit mir und meiner Augenproblematik zu machen:

Zunächst bemerkte ich, wie mir der Schock noch in den Knochen saß. Ich blieb dann erst mal dabei, einfach dies wahrzunehmen.

Dann bemerkte ich auch eine große Angst: Die Angst, dass das was schief-laufen könnte, weil ich etwas falsch mache.
Ich merkte, gegebene Tatsachen schrecken mich nicht so sehr, wie Situationen, in welchen ich etwas entscheiden muss oder etwas gegenüber Ärzten durchsetzen muss, um gegebenenfalls Schaden abzuwenden.
Beispielsweise in dem Traum vom bevorstehenden Tod, den ich vor etwas 2 Jahren mal hier reinstellte, war ich nicht so sehr gestresst, weil ich wusste, dass es nichts mehr zu tun gab, weil der Tod nicht mehr zu verhindern war. - Ja, mit unabänderbarem Schicksal kann ich innerlich schon in Einklang gehen, aber wenn ich die richtigen Entscheidungen treffen und die richtigen Aktionen tätigen muss, dann komme ich innerlich sehr in Stress.
So habe ich die 'Sitzungen' auch dafür verwendet, um einfach nur diese Angst wahrzunehmen...... so dass ich auch mit ihr etwas mehr in Einklang kam..... und durch sich nicht mehr so gestresst war.


Insgesamt bin ich wegen dem Augen-Thema innerlich jedoch noch nicht zur Ruhe gekommen. Es ist deutlich besser, jedoch immer noch sehr viel Stress.
Ich habe auch schon versucht, mit Joel einen telefonischen Termin zu vereinbaren, jedoch war er diese Woche nicht zu erreichen.
So oder so werde ich an diesem Thema dranbleiben.

Augenprobleme - Kurzversion

Ich war nun eine Weile nicht hier im Blog.
Grund waren (am Donnerstag, 11. Oktober, ) plötzlich auftretende Probleme mit meinem linken Auge, was sogar in einer
unerwarteten kleinen ambulanten Not-OP
mündete und nun immer noch zu Seh-Problemen führt.


Die Kurzversion ist, dass bei mir die Glaskörper (Link zu "Glaskörper" bei Wikipedia), gelartige, durchsichtige Substanz im Auge, in Bewegung geriet uns sich dadurch von der Netzhaut löste. (Dies ist nach Ansicht des Augenarztes nicht sooo schlimm.)

Dabei wurde bei mir jedoch auch die Netzhaut verletzt, so dass ein kleines Loch entstand.
Dies ist gefährlich, da dadurch Flüssigkeit hinter die Netzhaut gelangen und diese sich dadurch ablösen kann.
Aus diesem Grund musste am Donnerstag, den 11. Oktober, in einer kleinen Not-OP diese Stelle von außer vereist werden, so dass eine Narbe entsteht, welche das Loch schließt.

Nach dieser OP sollte ich dann eine Woche lang nichts lesen, weil erst nach einer Woche, die Wunde endgültig und fest vernarbt ist. Die vielen Augenbewegungen, welche beim Lesen auftreten, könnten Flüssigkeit durch die Wunde und somit hinter die Netzhaut drücken. - Diese Woche ist nun vorbei, und die Wunde laut meinem Augenarzt schön vernarbt.

Derzeit habe ich jedoch noch große Sehprobleme links. Erstens ist die Pupille (wohl wegen der vielen Untersuchungen) immer noch sehr groß und lichtempfindlich. Und zweitens gibt es noch allerlei Rückstände im Glaskörper, so dass ich keine klare Sicht habe. - Laut Augenarzt gibt sich beides noch.

Leider habe ich anscheinend immer noch Bewegungen im Glaskörper, denn ich sehe bei Dunkelheit oder in dunklen Räumen hin und wieder immer noch Blitze.
Somit bleibt ein Rest-Risiko, dass sich vielleicht nochmals eine Wunde in der Netzhaut bildet.
Ich habe etwas Angst, dies dann vielleicht nicht rechtzeitig zu bemerken.....
Der Augenarzt jedenfalls wollte mir erst in 3,5 Wochen wieder einen Termin geben, obwohl ich angesichts der weiter auftretenden Blitze zweimal nachfragte, ob es nicht besser wäre, das Auge regelmäßig zu überprüfen....  - Nur wenn Außergewöhnliches auftritt, also etwas das über diese Blitze hinausgeht, dann soll ich wieder als Notfall vorbeikommen. Aber kann man das immer so klar entscheiden?