Donnerstag, 26. Mai 2011

Was und Wie Zustimmen

An anderer Stelle wurde ich gefragt, was für eine Art "Zustimmung" ich genau meine.
Vielleicht kann ich mit Hilfe des fiktiven Beispiels mit dem Autounfall (vom 20.05.) näher darauf eingehen.

Zunächst mal: Zustimmung bedeutet für mich nicht, zu sagen "Ich möchte das so haben!", wenn ich also dem Autounfall zustimme, bedeutet dies nicht, dass ich gerne Autounfälle habe. - Denn dies ist ja nicht die Wahrheit, und es ist meiner Ansicht auch nichts, was einen Nutzen bringt.

Zustimmung bedeutet für mich stattdessen ein akzeptierendes: "Ja, das ist jetzt nun mal so!".
Ein "Ja, das ist jetzt nun mal so!" bedeutet, ich höre auf gegen die Realität zu kämpfen, ich höre auf, gegen die Realität Widerstand zu leisten.... denn die Realität ist ja tatsächlich, dass dieser Unfall nun mal geschehen ist.

Aber Moment - bedeutet Zustimmung dann, mir Zustimmung einzureden, obwohl ich doch  in Wirklichkeit garnicht einverstanden bin? - Wenn ich versuche würde mir "Zustimmung" einzureden, obwohl ich in Wirklichkeit in Ablehnung bin, dann würde ich ja wieder gegen die Realität kämpfen, indem ich "der Ablehnung" die Zustimmung verweigere. ....

Hier sind mehrere Punkte wichtig:
Ein "Ja, das ist jetzt nun mal so!" hat nichts mit Resignation zu tun. Wenn etwas nicht veränderbar ist (wie die Tatsache, dass dieser Unfall passierte), dann ist jeder Widerstand und jede Ablehnung einfach nur Energieverschwendung und somit sinnlos!
Wenn etwas jedoch veränderbar ist (wie z.B. Unzufriedenheit im Job), dann wird durch ein "Ja, das ist jetzt nun mal so!" eine gute Vorraussetzung geschaffen, um etwas in Richtung Veränderung zu unternehmen (darüber schrieb ich schon in vielen Beiträgen)!

Der Weg ist meiner Ansicht nach also, die "innerliche Bereitschaft zur Zustimmung" zu entwickeln.
Dies kann zum Beispiel auch dadurch geschehen, dass man einfach merkt, dass sich ein äußerliches oder innerliches "Nein zur Realität" immer beschissen anfühlt.... und man sich das dann irgendwann selbst nicht mehr antun will.
Bei mir ist es so: Durch das Lesen verschiedener Artikel (vor allem von Bill Ferguson), durch eigene Erfahrungen und letztendlich auch durch die Körperübungen von Joel (wer dem Link folgt bitte dort nach unten blättern) hat sich in mir die Erfahrung verankert, wie sehr "Zustimmung" und "körperliches Lösen" helfen können. - Diese positive Erfahrung führt bei mir automatisch zur "Bereitschaft zur Zustimmung".

  .... In meinen Augen wäre es also der Wesentliche Schritt, diese Bereitschaft zu entwickeln!

Falls jedoch mal ein innerliches festes "Ich will das nicht!" da sein sollte, dann ist zunächst dieses "Ich will das nicht!" die Tatsache, die Zustimmung braucht. - Wenn ich dann diesem "Ich will das nicht!" zustimme, selbst dann habe ich schon den ersten Schritt vom Widerstand zur Zustimmung gemacht! (Anderenfalls könnte nämlich der Zwang zur Zustimmung genau das werden, was mich blockiert.)


Viele weitere Aspekte dieses Themas wurden ja schon ausführlich in meinen älteren Beiträgen behandelt.

Dienstag, 26. April 2011

Den Eltern und sich selbst gerecht werden

An anderer Stelle schrieb ich über das Thema: "Eltern" - bzw. über das Thema "schmerzhafte Erfahrungen aus der Kindheit".... - und ob "den eigenen Eltern zustimmen" dazu führt, eigene schmerzhaften Gefühle zu verraten und als nichtig und unwichtig zu erklären?

Ich finde, dies ist auch für "Das Tao der Zustimmung" ein wichtiges Thema, deshalb möchte ich diesen Beitrag auch hier posten:

Meiner Ansicht nach ist es wichtig, eine grundlegende Unter­schei­dung zu treffen:

Bei mir war vieles in der Kindheit wirklich schlimm für mich - und es schränkt mich heute noch sehr in meinem Leben ein, gerade wenn es um zwischenmenschliche Kontakte geht.

Das Andere ist: Eltern sind nicht ideal.... es geht in jeder Kindheit auf die ganz eigene Art einiges schief. - So ist das Leben! Ja, das gehört genauso zum Leben wie die Tatsache, dass wir geboren werden, dass wir sterben werden, dass wir essen und trinken müssen....

Oder nochmals von einer anderen Seite betrachtet:
Was wäre, wenn in das Krankenhaus, in dem meine Mutter entbunden hat, während meiner Geburt der Blitz eingeschlagen hätte - und ich deshalb behindert wäre.
Ich könnte dann mein ganzes Leben sagen: "Scheiß Krankenhaus!", "Scheiß Blitz!", "Scheiß Leben!", "Warum gerade ich ....!".
Ja, ich könnte mein Leben lang mit dem Schicksal hadern..... Aber würde es etwas bringen?
Mit dieser innerlichen Haltung hätte ich nie die Möglichkeit, mit innerlich Weiterzuentwickeln, mich meinem Leben zuzuwenden, das Beste daraus zu machen..... und meinen An-Teil an der Welt zu leben.

Ja, natürlich wäre da ein Schmerz, eine Traurigkeit über all das, was mir im Leben entgehen würde, eine Wut auf das Leben auch...... und es ist wichtig dem Raum zu geben und es zu sehen..... und ich sage auch hier "und es zu heilen".

Und es ist wichtig, gleichzeitig das Thema auch von der Schicksals-Seite zu sehen.... zumindest die innerliche Bereitschaft zu entwickeln, seinem Schicksal zuzustimmen.
Wo vorher noch Hadern und Tunnelblick war, da gibt es nun plötzlich Freiheit!

Vor einigen Monaten schrieb ich übrigens schon einen anderen Beitrag zu diesem Thema: "Kindheit / Schicksal".

Samstag, 23. April 2011

Mich dem Leben stellen....

Ich wälze nun schon eine Weile die Frage in mir,
was mir den Weg davor versperrt, regelmäßig (täglich) in mich zu gehen, mich zu spüren, mich mich mir selbst zuzuwenden. (Da ist immer ein Ausweichen, ein Verschieben auf später.... und dann geschieht es doch nicht...)

Es ist für mich noch nicht klar zu spüren, aber so ein bisschen hängt es wohl mit folgenden Punkten zusammen:
* Die Angst, dann vielleicht mit der Einsicht konfrontiert zu werden, dass ich es in Wirklichkeit garnicht schaffe, weiter­zu­­kommen und meine Themen zu lösen...
* Oder die Angst, dass ich dann merken würde, dass ich auf keinen Fall mehr so weiterleben will, wie ich derzeit lebe. ..... (Und daraus folgend denn in die Situation kommen, Vieles in meinem Leben ändern zu wollen.... und somit dann auch zu müssen....)
* Vielleicht auch die Angst davor, Eigenverantwortlich, Erwachsen,  Aus eigenen Kraft heraus, mein Leben zu leben.

Ja - mich dem Leben stellen ist so ein Spruch, der mir seit unserem letzten Ausbildungswochenende durch den Kopf geistert.
- "Bin ich bereit, mich dem Leben zu stellen?" -

Dies beinhaltet für mich etwas sehr Kraftvolles, Erwachsenes.
Das Gegenteil hierzu wäre, wenn ich mich in eine kindliche Postion zurückziehe, in ein 'Geht-Nicht', 'Will-Nicht', 'Kann-Nicht'.... ich bin zu unfähig, zu gestört,  .... - Das fühlt sich sicherer an, aber auch verantwortungslos, kraftlos und nachlässig.  [Dies sind jetzt meine Worte.... und es sind Worte, die sicherlich für Jeden einen ganz anderen Geschmack haben, etwas ganz anderes bedeuten...]

Samstag, 2. April 2011

Existenzbedrohung vs. Erwachsen-Sein

Ich habe es bemerkt:
Als ich noch im Tunnelblick war.... da hatte ich irgendwie das Gefühl, meine gesamte Existenz hängt davon ab, dass sich das Ganze im Rahmen der von mir als wichtig gesehenen Bedingungen abspielt.
Es war (ist) wirklich so ein Gefühl, als ob die Existenz bedroht ist, wenn nicht das-und-das passiert, ich nicht dies-und-jenes hinkriege..... und es nicht so läuft, wie ich meine dass es unbedingt laufen müsste....

Außerhalb des Tunnelblicks ist dies keine Bedrohung mehr - sondern lediglich eine Vorliebe.


Außerhalb des Tunnelblicks fühlt sich das ganze so an, als ob ich als Erwachsener reagieren, reden, verhandeln kann.  (Also ohne mich (falls der Andere anders tickt als ich) gleich bedroht zu fühlen.)

Dies setzt natürlich voraus, dass ich in der Weite bleiben will und kann.
'In der Weite bleiben können' geht wahrscheinlich soweit, wie es mir möglich ist, in der Zustimmung zu bleiben....
'In der Weite bleiben wollen' setzt unter Anderem auch die Bereitschaft voraus, die Verantwortung zu tragen und auch über den eigenen Schatten zu springen.... statt wie ein Kind die Verantwortung auf andere zu schieben....

Dienstag, 15. März 2011

Zustimmung, Alzheimer, GAU und Sinn

Bei meiner "Sitzung" am Samstag in der Frühe hatte ich unter Anderem auch versucht, durch 'Ja-Sagen', durch 'Zustimmung' zu innerlicher Erleichterung zu kommen. Dabei beschäftigte ich mich damit, einzelnen vorhandenen Gefühlen oder innerlichen Zuständen zuzustimmen. -
Dies hat jedoch nicht zur gewünschten Erleichterung geführt.

Am Wochenende habe ich dann bemerkt, dass ich an meinem inneren Gesamt-Zustand nicht so einfach etwas ändern kann..... Ich habe dann dem zugestimmt..... und dadurch fühlte ich mich dann tatsächlich sehr erleichtert und frei.

-- -- --

Am Wochenende sah ich mir den Film "Claire - Sich erinnern an die schönen Dinge" (Spielfilm, Frankreich 2001) an, welchen meine Freundin für uns aufgenommen hatte.
In diesem Film geht es um eine junge Frau die an Alzheimer leidet.... und nach und nach mit den normalen Dingen des Lebens nicht mehr klarkommt, nach und nach sogar ihre Sprache verliert.

Ich fand die Vorstellung, an einem derartigen Persönlichkeitsverlust zu leiden besonders schlimm. Bei allen anderen Problemen kann man ja noch etwas tun (und wenn es nur ist, dass mein seine Krankheit oder sein Schicksal  und deren Folgen psychisch verarbeitet). -
Aber was, wenn man seine gesamte Persönlichkeit verliert, wenn man auch die Fähigkeit, sein Krankheit zu bearbeiten, verliert?

Ich hatte mir schon mal vor vielen vielen Jahren Lebensphilosophien zurechtgelegt, mit denen ich glaubte, mit dem Leben gut umgehen zu können. -
Nun fragte ich mich: "Was für eine Lebensphilosophie bräuchte man, damit diese auch dies einschließen kann.

Mir kam dann: "Es bleibt eigentlich auch hier nur, dem zuzustimmen, was ist."
Auch dem Allerschlimmsten zuzustimmen, nämlich, dass man nach und nach wahrscheinlich sogar die Fähigkeit verlieren wird, zuzustimmen.

-- -- --

Ich glaube, Krankheiten, Tod, Schicksalsereignisse (und hierzu zählt auch die Erdbeben und Atomkatastrophe aktuell in Japan)  sind Ereignisse, die uns Wachrütteln sollen.
Würden alle Menschen auf der Erde im absoluten Überfluss leben, keine Krankheiten, kein Tod, keine unerwünschten Ereignisse, ...... wie flach wäre das Leben dann, ...... und was wäre dann überhaupt der Sinn der Existenz?

Für mich sind solche Ereignisse dazu da, tiefer gehen zu müssen, sich dem Leben wirklich zuwenden zu müssen.....
Und ich glaube, eines, was die Schöpfung von uns will, ist unsere Zustimmung. Unsere Zustimmung, zum Leben, zur Schöpfung, zu Allem, wie es ist......... (denn nicht ohne Grund führt Zustimmung zu Erleichterung, zu einem angenehmen inneren Zustand.......)....

---

P.S.: Ich war heute übrigens sehr erstaunt, als ich in einem Gespräch mitbekam, wie ein Kollege, der mir immer sehr oberflächlich vorgekommen war, sich angesichts der Katastrophe in Japan tiefgründige Gedanken über das Leben machte - darüber, was in Leben wichtig ist und was nicht!

Samstag, 5. März 2011

Das größte 'Ja'

Ich habe gestern (heute Nacht eigentlich eher) parallel zu der Beschäftigung mit meinen offenen Themen ein paar Sachen von Bert Hellinger gelesen. Er ist ja auch jemand, von dem ich (zumindest indirekt) für meinen Weg der Selbstheilung einiges übernommen habe.
(Ich habe ihn bisher unter den "Methoden der Persönlichkeitsentwicklung" noch nicht erwähnt, weil sein Ansatz doch eher nochmals ein Kapitel für sich ist.... worüber ich erstens viel zu wenig weiß.... und was vom Umfang her vielleicht auch den Rahmen dieses Blogs sprengen würde. )

Jedenfalls findet man bei ihm sehr viel, wo es um "Zustimmung" im größeren Rahmen geht,
also auch um Zustimmung zur 'Familienseele' und deren Schicksal,
ja Zustimmung zum Schicksal überhaupt.
Für mich kommt durch Bert Hellinger nochmals eine deutlich demütigere Art der Zustimmung ins Spiel (Demut gegenüber den Kräften, die in der Familienseele wirken, Demut gegenüber dem Schicksal und dem größeren Ganzen), die nochmals ein größeres Heilungspotential hat.... als das was ich hier bisher so beschrieb.

Beim Lesen einiger Gedanken von Hellinger kam jedenfalls in mir plötzlich so ein "Ja-zum-Ganzen", also ein "Ja" zu meinen Lebensthemen, ein "Ja" - dass alles so 'Richtig' ist.... wie es ist.... einfach weil es so ist. (Ich kann es jetzt garnicht mehr so stark fassen, wie ich es in der Nacht spüren konnte.)

Ich merkte dann, wie ich es jedoch auch wieder beiseite schieben wollte. "Mein Anspruch hier ist, den Lesern zu zeigen, wie man mit 'Zustimmung' Probleme lösen kann.... einfach nur ein 'Ja zum Ganzen' ist hierfür nicht die Lösung.
Zum Glück bemerkte ich dies dann.... (Hier war es sehr hilfreich, dass "Laurion" mich in einem Kommentar darauf aufmerksam machte, dass das Schreiben im Blog die Geschichte verfälschen kann. Ich wusste dies zwar schon früher, aber ich wusste es früher noch nicht genug, um es ausreichend zu beachten! - Danke dir Laurion.)

Nein, das (innerliche) Navigationsgerät sagt "hier links abbiegen" .... und auch wenn die Vorstellungen vielleicht zunächst anders waren..... ist genau hier die Wahrheit und der Weg.

Jedenfalls kam dann auf einen Schlag das sehr angenehme Gefühl, im großen Einklang mit all den (vielleicht unangenehmen, schwierigen, noch nicht geheilten) Lebensthemen zu sein!
Ein Einklang mit dem, genau so wie es ist.

[Ich kann all das nicht so klar in Worte fassen, doch es war wichtig, es jetzt niederzuschreiben!]

Donnerstag, 17. Februar 2011

Bereitschaft mich wirklich zu ändern?

Wäre ich bereit, mich zu verändern? - Mich wirklich zu verändern?
Mich aus-mir-heraus weiterentwickeln in großen Sprüngen und in eine neue Richtung?

Ich glaube, ich war nie wirklich bereit dazu.......

Doch wenn ich jetzt in mich gehe..... in die gesamte Weite meines gesamten Seins spüre .....   dann spricht nicht wirklich etwas dagegen. - Jedenfalls kann ich keinen Widerstand dagegen im mir spüren, im Augenblick.

Ich kann mich nieder lassen.... tief und schwer auf dem Stuhl..... und habe ein angenehmes Gefühl in mir, ein angenehmes Gefühl zu mir.

Und es kann Verschiedenes einfach Da sein in mir.... eine leichte Traurigkeit... und irgendwie, als würde ich mich innerlich selbst (und wie von selbst) liebevoll berühren.... ...... Alles ist einfach Da!

--- --- ---

Jetzt kommt ein innerlicher Einwand: Ich muss doch etwas suchen, was nicht stimmt in mir.... was ich bearbeiten und heilen kann....  - Ja, da ist jetzt auch dieser antreiberische Druck da....
Und er gehört dazu - während auch die anderen Positiven Gefühle immer noch da sind .... und die leichte Traurigkeit .... und mich innerlich berühren.....

Antreiber und Leistungsdruck dürfen sein! Die damit verbundene Spannung im Bauch... und das damit verbundene Unwohlsein darf auch sein....  Ich dehne mich aus, so dass all dies in mir Platz hat.

Es gibt nichts, was in mir anders sein müsste! - Und trotzdem ist in mir die Bereitschaft da, nach außen hin anders zu werden und zu sein.

Samstag, 13. November 2010

Kindheit / Schicksal

Jetzt mal was anderes, weil ich gerade einen "alten" Text von mir wieder gefunden habe, den ich gerne auch hier veröffentlichen möchte.

Es ging um die Frage, ob die eigene Kindheit die Ursache für spätere Probleme ist:
Meiner Ansicht nach ist die Kindheit schon die Ursache für spätere Probleme.

Wer dies allerdings als Ausrede benutzt,
sich in Opferrolle oder Schuldzuweisungen verstrickt,
der trägt sehr mächtig dazu bei, seine Probleme für lange Zeit festzuzementieren.

Meiner Ansicht nach tun Eltern immer das Beste, das ihnen aufgrund ihrer eigenen inneren Probleme nun mal möglich ist...
und so sehe ich unsere Eltern nicht als die Schuldigen......
sondern es ist einfach Schicksal, in was für eine Familie wir hineingeboren wurden.
Genauso wie es Schicksal ist, in welchem Land wir geboren wurden, ob wir gesund oder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen geboren wurden....
Es ist Schicksal!

Meiner Meinung nach hat derjenige, der sein Schicksal annimmt, und das Beste daraus macht, mehr Lebensqualität
als derjenige, der sich weiterhin als Opfer definieren will
und in seinem Hadern gefangen bleibt....

Freilich ist "mit seinem Schicksal in Einklang kommen" nichts, was man in 5 Minuten erledigen kann. Es ist ein zu gehender Weg, ..... dessen erster Schritt wahrscheinlich die Bereitschaft ist, ihn zu gehen.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Es findet sich immer was zum Zustimmen!

Es geht jedoch nicht darum, "keinen Widerstand haben zu dürfen" um "Richtig" zu sein....
während all die anderen Menschen, welche Widerstände haben oder ihre Gefühle nicht wahrnehmen wollen oder können,  falsch sind......

Es geht nur darum, wie man sich das Leben leichter machen kann..... und auf welche Art und Weise man wie viel von einem hilfreichen Ansatz umsetzen kann....

Wenn ich merke, dass ich bei einem bestimmten Thema den Widerstand nicht aufgeben kann..... ja, dass ich ihn auf keinen Fall aufgeben will...... dann stimme ich genau dem zu!
Dann sage ich "JAh" dazu, "JAh, hier ist ein Widerstand, den ich nicht aufgebe".
Und wenn ich dann merke, dass ich ungeduldig werde und denke, "Ich muss doch aber den Widerstand unbedingt aufgeben" ..... - dann sage ich "JAh" dazu .-  "JAh" zu dem Gedanken, "JAh" zu dem Druck,  dass ich denke, ich müsste den Widerstand unbedingt aufgeben. 

Ich kann also immer das nehmen, was gerade obenauf liegt.
Somit gibt es immer etwas, mit dem man in Zustimmung kommen kann!

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Bereitschaft, Widerstand aufzugeben

"Widerstand-aufgeben" kann man in belastenden aktuellen Lebenssituationen praktizieren - man kann jedoch auch nach Lebensbereichen Ausschau halten, in denen immer wieder alles schief geht, um dann zu prüfen, was für innere Widerstände dort wohl am Werke sein mögen.

Wichtig ist die innere Bereitschaft den Widerstand aufzugeben, ..... verbunden mit dem Wissen, dass Widerstand, und die damit verbundene Angst, der damit verbundene Tunnelblick keineswegs zieldienlich sind.

Wenn beispielsweise meine Lebensgefährtin darüber nachdenken würde, mich zu verlassen (tut sie zum Glück nicht, hoffe ich), dann würde innerer Widerstand und die daraus geborenen Verhaltensweisen wahrscheinlich dazu führen, dass sie dies dann tatsächlich tut. (Auf jeden Fall würden sich zusätzliche Angst und Tunnelblick breit machen.)
Wenn ich stattdessen der Möglichkeit, dass sie mich tatsächlich verlassen könnte zustimme.... wirklich zustimme.....
dann bin ich innerlich frei, zu merken, ..... was ich in dieser Situation tun kann und will.....

Doch Bereitschaft allein genügt nicht immer.
Manchmal ist es einfach notwendig, sich innerlich mit all seinen Gefühlen mitten in die Situation hineinzusetzen (ich schrieb bereit darüber) und seine Gefühle wirklich zu fühlen (darüber werde ich in den nächsten Wochen noch einiges schreiben).

Viel Erfolg beim der Bewegung durch das innerliche und äußerliche Leben!

Tao