Sonntag, 13. Oktober 2013

[Lösung in der Hinwendung]

[...] die Lösung liegt immer in der Gegenwart,
in der Hinwendung zum Problem
und nicht im Versuch es zu beseitigen.
Wilfried Nelles [*]
[*] Aus "Umarme dein Leben: Wie wir seelisch erwachsen werden - Der Lebens-Integrations-Prozess"
von Wilfried Nelles (Autor); Innenwelt Verlag (2012); Seite: 67

Mittwoch, 12. Dezember 2012

[Was könnte passieren...]

"Nimm irgendeine Lebenssituation:
Wie würdest du dich fühlen,
wenn du sie voll und ganz so akzeptiertest,
wie sie ist -
jetzt in diesem Moment?"

Eckhart Tolle [*]
[*] Aus "Stille spricht: Wahres Sein berühren"
von Eckhart Tolle (Autor) und Erika Ifang (Übersetzer);
Verlag: Arkana (2003); Seite: 120

Sonntag, 9. Dezember 2012

[Gut-finden vs. Annehmen]

Eine Blume auf der Wiese
müssen Sie nicht gut finden,
um die Tatsache anzunehmen,
dass sie dort wächst.

aus "ja! und der innere
Schalter zum höchsten Glück"
von Ruediger Schache [*]
[*] Siehe Seite 39 von "ja! und der innere Schalter zum höchsten Glück";
Autor: Ruediger Schache; Verlag: Nymphenburger; Auflage: 1. Aufl. (2012)
(Zeilenumbrüche und Hervorhebungen von mir.)

Samstag, 7. Juli 2012

[Gegen die Realität einer Situation ankämpfen]

Menschen versuchen gewöhnlich,
die Kontrolle über Situationen zu erlangen,
die man durch Sorgenmachen
oder indem man sich besessen bemüht,
nicht bezwingen kann.
aus "immer im JETZT"
von Shannon Duncan [*]
[*] In diesem Buch wird an einer Stelle der Satzteil "Gegen die Realität einer Situation ankämpfen" benutzt.  Dies ist in meinen Augen eine sehr schöne Formulierung. Der "derzeitige Realität einer Situation zuzustimmen" ist nämlich genau das, um was es geht.

Freitag, 25. Mai 2012

[Vergangenes gut abschließen]

Wir können nur mit dem Abschließen,
zu dem wir ganz "Ja" gesagt haben.

Wir können nur dann die Vergangenheit
hinter uns lassen,
wenn wir zu der Vergangenheit
wirklich "Ja" gesagt haben.
 
Wilfried Nelles [*]
[*] Eingangsworte von Wilfried Nelles in seinem Vortrag in der Urania Berlin (22.10.2009):
"Wie man Vergangenes gut abschliesst und sich Neuem offen zuwendet - Familien- und Lebensaufstellungen"
Leider geht es auf dieser CD nur in den ersten 5 Minuten um dieses interessante Thema, obwohl die "kostenlose Hörprobe" mehr versprach. Auf dem Rest der CD liegt der Schwerpunkt dann auf dem Familienstellen.

Samstag, 19. Mai 2012

[Das "Ja"]

Schon seit Jahren komprimiere ich die Essenz der verschiedenen Selbsthilfemethoden für mich in Merkblätter. Wenn ich dann in einer schwierigen 'Sitzung' (oder Lebenssituation) nicht weiterkomme, dann werfe ich einem Blick auf das Merkblatt, und schaue ob so eine Idee in mir entsteht, welche mich zum nächsten Schritt führt.

Da diese Merkblätter immer wieder mit neuen Merksätzen oder (Selbst-)Begleit-Techniken überhäuft werden, schmeise ich manche Punkte auch wieder raus, wenn ich meine, dass der Gehalt dieses Punktes vielleicht auch schon anderswo vorkommt. Kürzlich entdeckte ich ein altes, ausmustertes Merkblatt in meinen Unterlagen. Folgender Satz auf diesem Merkblatt enthält für mich die Essenz der Zustimmung:
"Ja"  zum Vorhandenen  
so wie es ist.
Mehr ist, um gut mit dem Leben zurechtzukommen, nicht zu tun:
 "Ja" zu sagen zu dem, was gerade ist - und zwar "so wie es gerade ist"!

Freitag, 18. Mai 2012

Mein Weg zum 'Tao der Zustimmung' (1)

In diesem Beitrag möchte ich beschreiben, wie ich zu dem hier in meinem Blog beschriebenen Weg der Zustimmung gekommen bin.

Als ich vor vielen, vielen Jahren in die Psychotherapie eingestiegen bin, hatte ich zunächst mit dem Gegenteil von Zustimmung zu tun. Damals suchte ich mir eine Therapeutin, welche die körperorientierte Therapieform "Bioenergetischer Analyse" (Bioenergetik nach Alexander Lowen) anbot. Bei dieser Methode wird davon ausgegangen, dass körperliche Verspannungen der Abwehr verdrängter Gefühle dient (was meiner Ansicht nach auch völlig richtig ist). Daraus wird dann gefolgert, dass man die unterdrückten Gefühle befreien (und somit bearbeiten kann), indem der körperliche Widerstand und die körperliche Abwehr mit Hilfe von Körperübungen solange gestresst wird, bis der Körper die Spannung nicht mehr halten kann, der Widerstand zusammenbricht und das Gefühl hervorbricht. - Dies hat leider bei mir nicht viel geholfen, da ich ein Mensch bin, der auf Druck mit noch mehr Widerstand reagiert und der auch unangenehme Situationen ewig lange halten kann.....

Nach 2,5 Jahren Bioenergetik erfuhr ich dann von der HAKOMI-Psychotherapie.
Hier wird der Widerstand vom Therapeuten nicht bekämpft, sondern im Gegenteil sogar als etwas sinnvolles und dazugehörendes vom Therapeuten unterstützt. Erst wenn sich das Unbewusste in der Therapie wirklich sicher fühlt, kann es den Widerstand und die Abwehr aufgeben, und die empfindlichsten Informationen und Gefühle wirklich auftauchen lassen.
Aufgrund meiner Erfahrungen leuchtete mir dies sehr ein, so dass ich schließlich wechselte.... und somit erste Erfahrungen damit machte, dass sich etwas nur dann wandeln kann, wenn es (zunächst) einmal da sein darf.

Während meiner Hakomi-Therapie lernte ich dann irgendwann auch 'Focusing' als Selbsthilfemethode kennen (siehe auch "Focusing - meine Erfahrungen damit"). Es gab schon damals neben meiner Therapie immer wieder Zeiten, in denen ich Focusing praktizierte. 
Auch im Focusing ist es wichtig, alles in einem selbst genau so zu nehmen, wie es ist.

Lediglich der 'Innere Kritiker' (oder der 'Innere Antreiber') wurde im ursprünglichen Focusing zunächst als etwas angesehen, was bekämpft und zum Schweigen gebracht werden muss, damit der Prozess nicht gestört wird.  - Erst später durch den Focusing-Dialekt von 'Ann Weiser Cornell' (siehe "Der Stimme des Körpers folgen") kam dann die Einsicht, dass auch der 'Innere Kritiker' eine gute Absicht hat (und er wahrscheinlich damals in der Kindheit auch nur dem Überleben diente), und man sich den Kritiker ebenso akzeptierend zuwenden sollte. (Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass hinter dem Inneren Kritiker meist eine Angst steckt und man den Kritiker in der Focusing-Sitzung fragen kann, wovor er sich fürchtet.)

Während und nach meiner Therapie zogen mich immer die verschiedensten Bücher an, in denen es um Selbstliebe, Selbstakzeptanz und darum ging, alles in sich selbst anzunehmen.... Ich wollte mehr darüber erfahren, wissen wie es geht, wie ich es anwenden kann.

Nach einem Umzug beendete ich dann meine Einzeltherapie und meine Workshop-Besuche
und beschäftige mich seither mit Selbsthilfemethoden und mit Möglichkeiten, mich selbst zu begleiten.
Dabei suchte ich nach den verschiedensten Ansätzen - Focusing, sowie einige Weiterentwicklungen von Focusing waren nur einige davon.

Schließlich lernte ich die 'Körperzentrierte Herzensarbeit' und später die 'Transformations­therapie' (und auch hier wieder einige ähnliche Methoden) kennen, bei welchen es um das akzeptierende und bejahende körperliche  Fühlen der  eigenen Gefühle geht.

Inzwischen war mir schon sehr klar, wie Akzeptanz und Selbstakzeptanz nutzbringend angewandt werden kann,
jedoch machte meine Wissen und meine praktische Erfahrung noch einmal einen großen Sprung, als ich die Internetseite von 'Bill Ferguson' kennenlernte, über den ich ja hier im Blog bereits in vielen Beiträgen schrieb. Von ihm lernte ich theoretisch und praktisch, wie hilfreich es ist, nicht nur den eigenen Gefühlen, sondern auch Sachverhalten, also äußerlichen (vielleicht unangenehmen) Bedingungen, zuzustimmen.
(Ja, es kann sogar sinnvoll sein, nicht nur den äußerlichen Bedingungen zuzustimmen, die bereits eingetreten sind - sondern sogar dem Eintritt eines zukünftigen Ereignisses zuzustimmen, dessen Eintreten man befürchtet.... z.B. den Partner oder die Arbeit zu verlieren.....
Dieses Zustimmung bedeutet ja nicht, dass ich dieses unerwünschte Ereignis haben will - sondern echte Zustimmung hilft, aus Angst und Tunnelblick auszusteigen..... und innerlich frei zu werden.... (um dann in einem zweiten Schritt auch schauen zu können, ob und wie man das Ganze aus dieser Inneren Freiheit heraus vielleicht im eigenen Sinne gestalten kann.....))


..... (Fortsetzung folgt) .....

Samstag, 25. Februar 2012

Das Tao der Zustimmung

Ich wollte heute Nachmittag mal eine Zusammenfassung über den Tao-Zustimmungs-Weg schreiben - eine Art Übersicht, die das Wichtigste herausgreift.
Beim Durchlesen meiner bisherigen Blog-Beiträge merkte ich jedoch, dass dies garnicht so einfach ist. Es gibt schon so viele sehr differenzierte Beiträge, die jeweils einen Aspekt des Ganzen so gründlich beschreiben, dass jede Zusammenfassung gleichzeitig einen Verlust von Informationen bedeuten würde.

Trotzdem möchte ich, nach zig verschiedenen Anläufen, hier kurz ein paar Teilaspekte herausgreifen:
Der Kern des "Tao der Zustimmung" ist die Zustimmung.

Zustimmung bedeutet  weder, sich etwas vorzulügen - noch etwas für immer festzu­schrei­ben - ich schrieb bereits in vielen Beiträgen darüber (siehe u.a.: "Was und Wie Zustimmen").

Wenn ich beispielsweise in einem Flugzeug sitze und es ist gerade dabei abzustürzen, dann ist mir persönlich das nicht egal, denn ich möchte im Augenblick noch nicht sterben. Aber ich weiß, dass ich mit Widerstand nur Angst und noch mehr Schmerz erzeuge, also suche ich in mir die Bereitschaft, dem nahenden Tod zuzustimmen.

Ein Weg um in die Zustimmung zu kommen, ist die Bereitschaft, "Dem-Was-Ist" zu­zu­stimmen. Es geht garnicht darum, etwas zuzustimmen, weil es so toll ist, sondern weil es sowieso da ist.

Diese Bereitschaft zur Zustimmung wird dadurch gefördert, dass man merkt, wie sehr man sich mit innerlichem Widerstand selbst schadet.
  • Mein erste Erfahrung mit dem Nutzen der Zustimmung hatte ich beim Lesen der um­fang­reichen Internetseiten und Newsletter von "Bill Ferguson" (ich stellte ihn in mei­nem Beitrag "Widerstände aufgeben" bereits vor). Hier bekam ich durch das Nach­empfinden seiner vielen Beispiele bereits ein Gefühl dafür, wie Zustimmung hilft. 
  • Was mir auch sehr gut den Nutzen der Zustimmung zeigte sind Joel Wesers K!KG- Übungen. Hier könnte ich in körperlichen Übungen direkt erfahren, wie lösend Zustimmung wirken kann  (siehe u.A.  'Körperlicher Druck, Abwehr und Zustimmung' und "Löst Zustimmung tatsächlich Probleme?"). 
  • Und insbesondere fördern natürlich auch jede eigene positive Erfahrungen mit Zustimmung die Bereitschaft, diesen Weg noch öfters zu gehen. (Beispielhafte Beiträge: "Lärm-Schlafen durch Zustimmung" und "Ameisen- und Zecken- Zustimmung")
Wenn es um Schicksalhaftes geht, dann bringen die Beiträge " Traum vom bevorstehenden Tod" oder "Zustimmung, Alzheimer, GAU und Sinn" vielleicht einen Gefühl dafür, wie es mit Zustimmung weitergehen könnte.....


Doch was kann man eigentlich zustimmen:
Man kann unerwünschten äußeren Situationen zustimmen - äußeren Bedingungen, mit denen man durch andere Menschen, die Gesellschaft oder das Schicksal konfrontiert wird...
Man kann auch den eigenen Gefühlen zustimmen.... und damit einen Schritt weiterkommen.
Ja, man kann sogar etwas zustimmen, was garnicht eingetroffen ist, was man jedoch befürchtet, dass es eintreten könnte. Auch hier bringt das Zustimmen viel Innere Freiheit und Weitsicht, während Widerstand ja nur blockiert (siehe " Zukunftserwartung und Zustimmung").


Oft führen diese drei genannten Arten der Zustimmung bereits zu einer innerlichen Befreiung und einer innerlichen und äußerlichen Veränderung.

Oft ist es jedoch auch erforderlich, das Thema noch tiefer zu bearbeiten.... indem man sich mitten hineinsetzt und sich "Dem-Was-Ist" ganz ausliefert. - Doch dies soll Thema einer meiner späteren Beiträge sein.....

Wer sich mit dem Thema tiefer befassen will, den möchte ich auf das meine Beiträge zu dem Schlagwort 'Wichtigste Blog-Beiträge" verweisen! - Dort gibt es eine Vielzahl an Beiträgen, welche die verschiedensten Aspekte dieses Themas vertiefen.

Dienstag, 7. Februar 2012

[In Versuchung führen....]


"Verbieten heißt schmackhaft machen,
vorenthalten heißt auffordern,
abhalten heißt in Versuchung führen."


aus "Das Hara Buch - zurück zur Quelle der Lebenskraft" von Osho

Freitag, 11. November 2011

Den inneren Widerstand aufgeben

Hier ein älterer Text von mir, in welchem ich damals auf eine ganz konkrete Frage antwortete:

Ich selbst praktiziere ähnliches wie du.... nur vielleicht mit einer etwas anderen Gewichtung - und ich nenne es nicht "Scheiß-egal-Einstellung" sondern "Zustimmung" oder "Den-innerlichen-Widerstand-aufgeben".

Ich finde, dass es zu sehr viel Innerer Freiheit und zu Weitsicht führt, wenn man aus dem Inneren Widerstand gegen etwas einfach heraustritt.

Wenn ich in einem Flugzeug sitze und es ist gerade dabei abzustürzen, dann ist mir persönlich das nicht "Scheiß-egal", denn ich möchte im Augenblick noch nicht sterben. Aber ich weiß, dass ich mit Widerstand nur Angst und noch mehr Schmerz erzeuge, also suche ich in mir die Bereitschaft, dem nahenden Tod zuzustimmen.
Ich danke dann bewußt daran, wie mir "Zustimmung" schon in anderen Situationen genutzt hat - reale Situationen oder auch Körper-Übungen[1]  zum Thema "Zustimmung". (Früher dachte ich oft auch an Fallbeispiele[2], die ich gelesen hatte.... und welche mir den Nutzen der Zustimmung aufzeigten.)
Aus dieser Erfahrung heraus würde ich versuchen, dem Flugzeugabsturz zustimmen - nicht weil ich ihn mir wünsche - sondern weil er gerade sowieso passiert.... und ich nichts daran ändern kann.

Ich hatte übrigens vor längerer Zeit mal einen Traum, in welchem mir mein Tod angekündigt wurde. Ich habe dann im Traum selbst, dem bevorstehenden Tod zugestimmt (siehe "Traum vom bevorstehenden Tod" in meinem Blog).


Wenn ich Impulse in mir bemerken würde.... (ich greife jetzt mal ein Beispiel von dir heraus)... Sex mit Leichen zu haben.... dann würde ich nach einem Weg suchen, der Tatsache zuzustimmen, dass ich diese Impulse habe. - Dies heißt noch lange nicht, dass ich es dann tatsächlich ausleben würde.... aber ich würde zustimmen, dass dies im Augenblick mein Thema wäre.... Ja, ich würde zustimmen, dass ich den Ärger nun an der Backe habe, da ich sexuelle Präferenzen habe, die ich nicht ohne weiteres ausleben kann.
Die Tatsache, der dann zuzustimmen wäre wäre also: "Ich habe eine sexuelle Präferenz, die nicht gesellschaftsfähig ist, und die ich nicht ohne mich strafbar zu machen ausleben kann." - Aber ich habe diese Präferenz, sie gehört zu meinem Wesen.... und der Tatsache des Vorhandenseins dieser Präferenz stimme ich zu.

Durch dieses Zustimmen könnte ich dann ein Stückweit aus Angst und Tunnelblick aussteigen - .... aber ich würde an diesem Thema dranbleiben.... denn Zustimmung wäre hier nur der erste Schritt der Heilung..... Ein weiterer Schritt wäre, sich innerlich ganz auf dieses Thema einzulassen, sich ganz hineinzubegeben.....


Aber beenden wir das Was-Wäre-Wenn-Spiel.
Du hast diese Vorlieben ja garnicht, du hast jedoch Angst davor, dass du irgendwann derartige Vorlieben haben könntest....
Du hast Angst davor, du könntest vielleicht grundlegend falsch sein, wie du schriebst.

Hier kann es meiner Ansicht nach tatsächlich hilfreich sein, der Möglichkeit zuzustimmen, dass du vielleicht tatsächlich grundlegend falsch bist. - Denn auch hier schafft die Zustimmung, du hast es ja schon selbst erfahren, Erleichterung!
Und auch hier könntest du wiederum dranbleiben, dich deiner Angst falsch zu sein stellen, sie zustimmend fühlen, dich zustimmend durch sie hindurchfühlen.... und dich somit heilen.

Und ich verrate dir noch ein Geheimnis:
Jeder Mensch hat (oder hatte in einer Phase seines Lebens) mehr oder weniger starke Angst, grundlegend falsch zu sein, so falsch, dass er nicht dazugehört, dass er von der Menschheit ausgeschlossen wird.... Du bist mit deinem "falsch-sein" also nicht allein.... sondern bewegst dich im Kollektiv von Milliarden von Menschen.....


Aber natürlich ist das alles nicht so einfach - sondern ein Weg.... der immer wieder Schritt für Schritt zu gehen ist.....

Anmerkungen:
[1]: Beiträge zu 'Körper-Übungen mit Bezug zur "Zustimmung"':
  * Körperlicher Druck, Abwehr und Zustimmung
  * Mehr zu den KiKG-Übungen
[2]: Hier haben mich die Internetseiten von "Bill Ferguson" sehr inspiriert. In meinem Blog stelle ich ihn erstmals in meinem Beitrag "Widerstände aufgeben" vor.

Donnerstag, 10. November 2011

Vier Ebenen der Veränderung

Man könnte die Möglichkeiten sich Weiterzuentwickeln vielleicht in vier Ebenen unterteilen:
  1. Sich auf 'Das-Was-Ist' ganz einlassen - die eigenen Gefühle fühlen - "Ja!" sagen zu 'Das-Was-Ist' - und die nächsten Schritte in Richtung "Lösung" einfach von innen kommen lassen.
    (Dieser Punkt wird ja ausführlich hier im Blog bearbeitet, sowohl in meinen Info-Beiträgen als auch in meinem "Tagebuch").
  2. An Systemischen Verstrickungen arbeiten.
    (Beiträge hierzu erscheinen mit zunehmender Häufigkeit in meinen Tagebuch-Beiträgen, ohne dass ich dieses Thema jedoch hier im Blog theoretisch behandeln werde. Ich werde in den nächsten Tagen jedoch nochmals auf Bücher zu diesem Thema eingehen)
  3. Im Alltag ganz bewußt bemerken, was gerade abläuft.
  4. Techniken einüben, mit denen man im Alltag bewußt in das Wahrnehmen, in das Zustimmen, in die eigene Kraft gehen kann.
Die letzten beiden Punkte sind aktuell Thema in meinem Projekt ''.

Dienstag, 11. Oktober 2011

[Einklang]

Aus http://tao-der-zustimmung.blogspot.com:

Wenn du mit 'Dem-Was-Ist' in Einklang gehst, fühlst du dich gut!

Wenn du zu 'Dem-Was-Ist' in Widerstand gehst, fühlst du dich schlecht!

So einfach ist das!



Ist von mir.
[Und gilt auch nur für mich.]

Montag, 19. September 2011

[Etwas Besonderes sein]


Jeder ist etwas Besonderes!

So wie alle anderen Menschen auch.
 

Freitag, 26. August 2011

Ameisen- und Zecken- Zustimmung

Heute verrate ich das Geheimnis der Ameisen- und Zecken- Zustimmung :-)
(leider ist mir jedoch nur die Ameisen-Zustimmung so richtig gelungen):

Gestern nach dem Sonnenbaden setzte ich mich an einem schönen Ort in einem schönen Park nochmals in den Schatten. - Leider war dort wohl eine Ameisen-Hauptstraße und ich hatte die Viecher sofort in großer Anzahl an den Füßen. Eine habe ich mit meiner Sandale wohl eingeklemmt. Sie zwickte mich.... und ich versuchte schließlich, alle abzustreifen...

Da keine andere Schatten-Bank frei war, und ich auch nicht schief-sitzend die Beine auf die Bank legen wollte, hielt ich meine Beine getragen durch Muskelkraft 5 bis 10cm über dem Boden.
Trotzdem tauchten weiterhin Ameisen auf (können die Viecher eigentlich springen?).

Schließlich war mir das Ganze zu unbequem und ich entschloss mich, die Füße zu strecken und die Ferse dann einfach auf dem Boden abzulegen. Ich akzeptierte, dass die Ameisen an meinen Beinen herumkrabbeln würden. - Aber die Ameisen wollten nun nicht mehr auf meine Füße. Erst nach 10 Minuten tauchte dann erst auf meinem einen, dann auf meinem anderen Fuß jeweils eine Ameise auf....

--- --- ---

Nach dem Duschen entdeckte ich an einer Körperstelle einen dunklen, herausstehenden Punkt. Ich dachte, es wäre eine Zecke... aber irgendwie stand da auch nichts heraus...., es war eher wie eingewachsen.

Später am Abend machte mir das Ganze dann doch Angst. Ich sah es mir mit der Lupe an..... und wurde noch unsicherer. - Da jedoch nichts herausstand wollte ich auch nicht daran herumoperieren. Ich entschloss mich, gleich am nächsten Morgen vorsichtshalber zum Arzt zu gehen. - Irgendwie hatte ich dann genug und legte mich ins Bett.

Ich war so gestresst, dass ich nicht bereit war, eine "richtige" Sitzung zu machen oder ins Zustimmen zu gehen. Ich ließ mich jedoch darauf ein, die Angst bewußt zu fühlen..... und schlief dann schließlich ein.

(Der Arzt konnte ausschließen, dass es sich um eine Zecke oder einen steckengebliebenen Zecken-Kopf handelt. Er vermutet, dass es ein Blutschwämmchen ist, hat mir jedoch vorsichtshalber eine Überweisung zum Dermatologen gegeben.)

Dienstag, 16. August 2011

Zustimmen und Heilen

Eigentlich habe ich ja schon mehrfach darüber geschrieben, was mit Zustimmung nicht gemeint ist.
Bevor ich dann wieder für ein paar Tage weg bin, möchte ich dennoch nochmals darüber schreiben, weil für mich währen der Ausbildungsgruppe ein bestimmter Aspekt nochmals klarer geworden ist:

'Zustimmung' bedeutet für mich nicht, sich gehen zu lassen.
Wenn jemand beispielsweise Jähzornig ist und immer wieder sämtliche Möbel demoliert, dann bedeutet Zustimmung nicht zu sagen: "Ja, so bin ich nun mal. Und schließlich soll ich dem ja zustimmen, wie ich bin".

'Zustimmung' bedeute, das-was-ist auch zu sich zu nehmen, die Verantwortung dafür zu übernehmen.... - das fühlt sich viel Kraftvoller an, als das sich gehen lassen.....
Das heißt auch, sich dem Jähzorn (jetzt in diesem Beispiel) zuzuwenden, ihn zu sehen, ihn zu sich zu nehmen, ihn ins eigene Herz zu nehmen .... und ihn somit zu Heilen und in die Gesamtperson zu integrieren.....

Montag, 15. August 2011

[Einen guten Umgang damit finden]


Du kannst erst dann einen guten Umgang mit etwas finden,
wenn du dessen Existenz akzeptierst!


Donnerstag, 14. Juli 2011

Lärm-Schlafen durch Zustimmung

Gestern Abend war es sehr spät in der Nacht bei uns hinter dem Haus immer noch sehr laut. Dies erinnerte mich an eine Begebenheit, die schon sehr lange zurückliegt...... zu einer Zeit, als ich mein Wissen über die Zustimmung noch garnicht hatte.

Damals, noch in meiner alten Wohnung, hatte ich öfters Probleme mit lärmenden Nachbars.
Ich ärgerte mich über laute Musik aus Nachbar-Wohnungen ebenso wie über Partys auf Balkonen und Terassen, welche die halbe Nacht dauerten. (Da damals (ebenso wie heute) meine Wohnung im Dachgeschoss lag, war es im Sommer so heiß dass ich auch Nachts nicht so einfach meine Fenster schließen konnte.)

Ich hatte damals schon auch Gespräche deswegen mit Nachbarn (bei dem einen Nachbarn nützte es etwas, bei dem andern nicht) - und einmal, als um halb 2 immer noch die Musik mit voller Kanne lief, rief ich auch die Polizei........ Meistens aber beschränkte ich mich darauf, zu versuchen, festzustellen woher der Lärm kam..... und mich zu ärgern. - Einschlafen konnte ich da jedenfalls nicht!

Dann ergab es sich, dass ich einmal im Odenwald ein einwöchiges Seminar besuchte.
Am Abend des vorletzten Tages feierten wir noch lange im Speisesaal, bis ich dann endlich schlafen ging. - Da meine Zimmer direkt neben dem Speisesaal lag, waren die Gespräche der anderen Kursteilnehmer noch sehr laut und deutlich zu hören.
Ich ging dann nochmals nach draußen, schloss die Türe im Gang, aber auch das brachte nicht viel.

Schließlich ging ich dann ist Bett..... und weil ich den Leuten gegenüber eine so positive Einstellung hatte, dachte ich mir: "Die dürfen das!" - Und ganz kurz danach war ich weg.

Seither glaubte ich nie mehr, dass Nicht-Schlafen-Können bei Lärm nur etwas mit dem Lärm zu tun hat..... Es hat auch gewaltig mit dem eigenen Ärger zu tun.......

Aber nun wieder zur letzten Nacht: Irgendwo auf einen Balkon saßen wohl drei junge Männer..... Bier-trinkend und erzählend..... um 1:30 Uhr immer noch. Und immer wieder auch mit Lautstärke-Spitzen. (Da es so heiß war, wollte ich die Fenster nicht schließen. Ohropax waren auch nicht möglich, da ich bei meinen Dachfenstern aufkommenden starken Regen hören muss..... um die Fenster schließen zu können.)

Als mir bewußt wurde, dass ich jetzt in der Nacht keine größeren Aktionen (herausfinden, wo die wohnen, Polizei anrufen und denen zeigen, wie sie in unseren Hof kommen) machen wollte, entschloss ich mich, einfach nur dem Lärm zuzustimmen.
Dies gelang mir dann auch sehr gut..... Im Halbschlaf dachte ich dann noch daran, auch von meiner Ablehnung gegenüber den drei Biertrinkern wegzukommen. Ich ging dann also auch ihnen gegenüber in eine positive Zustimmung.... Der letzte Gedanke den ich bemerkte war: "Vielleicht wundern die sich ja jetzt, woher plötzlich eine so positive Energie herkommt......". - Dann war ich endgültig weg.....

Dienstag, 12. Juli 2011

Unterscheidung in 5 Gefühls-Arten

Im Umfeld der systemischen Familientherapie wird oft zwischen 3 oder vier verschiedenen Arten von Gefühlen unterschieden. Bei "Reinhard Lier" fand ich sogar eine Unterscheidung in fünf Arten, was ich auf diese Art und Weise sehr sinnvoll fand:

Die erste Art der Gefühle sind die "Primärgefühle". Das sind dies Gefühle, die einen direkten Bezug zu einem äußeren Ereignis haben, z.B. Trauer über das Ende einer Beziehung. - Diese Gefühle kommen nach einiger Zeit zu ihrem natürlichen Ende und können dann wieder gehen.

Die zweite Art der Gefühle sind die "Sekundärgefühle" - man könnte auch sagen "Ersatzgefühle" oder "Abwehr-Gefühle". Hier handelt es sich um die Gefühle, die Vorgeschoben werden, um sich auf die eigentlichen Gefühle nicht wirklich einlassen zu müssen, z.B. wenn jemand mit Wut reagiert, statt seine Trauer und Hilflosigkeit zu fühlen. - Diese Gefühle können notwendiges Handeln verhindern, man kann sich damit in „endlosen Geschichte” verstricken..... und Außenstehende finden diese Gefühle oft peinlich oder sind genervt.

Die dritte Art der Gefühle sind die "Systemischen" bzw. "Übernommenen Gefühle". Das sind Gefühle, die eigentlich einer anderen Person (meist aus der Herkunftsfamilie) gehören und von dieser Person übernommen wurde. - So kann es beispielsweise sein, dass die Tochter den unterdrückten Zorn der Mutter übernimmt und diesen für sie auslebt.

Die vierte Art von Gefühlen sind "Kindergefühle". Das sind Gefühle die (meist von traumatischen Erfahrungen) aus der Kindheit stammen.... und noch nicht verarbeitet werden konnten. Oft fühlt sich der Erwachsene dann immer noch so wie damals als Kind.

Die fünfte Art von Gefühlen sind die "Meta-Gefühle". Dies sind Gefühle wie "Einklang", "Kraft", "Würde", "Dankbarkeit", "Ehrfurcht", "Inneren Friede" ..... die aus der Verbindung mit dem "Größeren Ganzen" entstehen.

Freitag, 8. Juli 2011

Zukunftserwartung und Zustimmung

Manchmal kann es total frei machen, wenn man nicht nur dem zustimmt, was bereits eingetreten ist - sondern auch dem, was eventuell eintreten könnte.

Nehmen wir mal als Beispiel jemanden der stottert.
Wahrscheinlich ist er schon als Kind deswegen immer verspottet worden.... und möglicherweise wird auch heute noch, wo er längst erwachsen ist, noch manchmal über ihn gelästert.

Wenn er nun inneren Widerstand gegen das ausgelacht-werden hat, dann wird er versuchen, möglichst alle Situationen zu vermeiden, in denen das passieren könnte....
Dies ist auf den ersten Blick eine sehr verständliche Reaktion.
Doch was sind die Folgen?
Durch dieses Vermeidungs-Verhalten wird er sich und sein Leben sehr einschränken. Er wird nur wenig und nur ungern an sozialen Begegnungen teilnehmen wollen.... und falls doch, so wird er sich dort sehr zurücknehmen und einschränken!
Sein gesamtes Leben wird hierdurch reguliert und beschränkt!

Doch was wäre, wenn er stattdessen der Möglichkeit zustimmt, ausgelacht zu werden?
Was wäre, wenn er das 'ausgelacht-werden' zwar nicht provoziert, aber wenn er dennoch seinen inneren Widerstand dagegen aufgibt?
Was wäre, wenn er daran arbeitet.... und es ihm wirklich gelingt, der Möglichkeit, ausgelacht zu werden ganz ehrlich zuzustimmen.
Hier kann man sofort spüren, welch eine gewaltige Innere Freiheit dies bringen würde!

Würde dann mehr über ihn gelästert werden als bisher?
Sicher nicht.... denn es wäre für die anderen bald langweilig, wenn sie merken, dass sie ihn damit nicht mehr packen können.

Wie schafft man es, in solch schwierigen Fällen in die Zustimmung zu kommen?
Zunächst mal durch die Bereitschaft, den Widerstand aufzugeben.
Und manchmal ist es auch nötig, tiefer zu gehen..... und seine Gefühle im Zusammenhang mit dem Ausgelacht-Werden zu bearbeiten.
(Aber all dies wird ja schon an verschiedenen Stellen hier im Blog beschrieben.)

Donnerstag, 7. Juli 2011

Gehört zum Mensch-Sein

Mein letzter Beitrag enthält für mich ein wichtiges Element:

Egal was gerade mein Thema ist, welche Gefühle, welche Widerstände, welche Lebensumstände, mit was ich gerade nicht zurechtkomme, .... aber auch was besonders schön ist.....

.... All das gehört zum Mensch-Sein, ist wesentlicher Bestandteil des Lebens.....
und Hunderttausende von Menschen teilen ist mit mir.

Trotzdem muss ich natürlich meinen Umgang damit finden....
doch es ist gut zu wissen, dass es ganz grundlegend zum Leben und zum Mensch-Sein gehört.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Was und Wie Zustimmen

An anderer Stelle wurde ich gefragt, was für eine Art "Zustimmung" ich genau meine.
Vielleicht kann ich mit Hilfe des fiktiven Beispiels mit dem Autounfall (vom 20.05.) näher darauf eingehen.

Zunächst mal: Zustimmung bedeutet für mich nicht, zu sagen "Ich möchte das so haben!", wenn ich also dem Autounfall zustimme, bedeutet dies nicht, dass ich gerne Autounfälle habe. - Denn dies ist ja nicht die Wahrheit, und es ist meiner Ansicht auch nichts, was einen Nutzen bringt.

Zustimmung bedeutet für mich stattdessen ein akzeptierendes: "Ja, das ist jetzt nun mal so!".
Ein "Ja, das ist jetzt nun mal so!" bedeutet, ich höre auf gegen die Realität zu kämpfen, ich höre auf, gegen die Realität Widerstand zu leisten.... denn die Realität ist ja tatsächlich, dass dieser Unfall nun mal geschehen ist.

Aber Moment - bedeutet Zustimmung dann, mir Zustimmung einzureden, obwohl ich doch  in Wirklichkeit garnicht einverstanden bin? - Wenn ich versuche würde mir "Zustimmung" einzureden, obwohl ich in Wirklichkeit in Ablehnung bin, dann würde ich ja wieder gegen die Realität kämpfen, indem ich "der Ablehnung" die Zustimmung verweigere. ....

Hier sind mehrere Punkte wichtig:
Ein "Ja, das ist jetzt nun mal so!" hat nichts mit Resignation zu tun. Wenn etwas nicht veränderbar ist (wie die Tatsache, dass dieser Unfall passierte), dann ist jeder Widerstand und jede Ablehnung einfach nur Energieverschwendung und somit sinnlos!
Wenn etwas jedoch veränderbar ist (wie z.B. Unzufriedenheit im Job), dann wird durch ein "Ja, das ist jetzt nun mal so!" eine gute Vorraussetzung geschaffen, um etwas in Richtung Veränderung zu unternehmen (darüber schrieb ich schon in vielen Beiträgen)!

Der Weg ist meiner Ansicht nach also, die "innerliche Bereitschaft zur Zustimmung" zu entwickeln.
Dies kann zum Beispiel auch dadurch geschehen, dass man einfach merkt, dass sich ein äußerliches oder innerliches "Nein zur Realität" immer beschissen anfühlt.... und man sich das dann irgendwann selbst nicht mehr antun will.
Bei mir ist es so: Durch das Lesen verschiedener Artikel (vor allem von Bill Ferguson), durch eigene Erfahrungen und letztendlich auch durch die Körperübungen von Joel (wer dem Link folgt bitte dort nach unten blättern) hat sich in mir die Erfahrung verankert, wie sehr "Zustimmung" und "körperliches Lösen" helfen können. - Diese positive Erfahrung führt bei mir automatisch zur "Bereitschaft zur Zustimmung".

  .... In meinen Augen wäre es also der Wesentliche Schritt, diese Bereitschaft zu entwickeln!

Falls jedoch mal ein innerliches festes "Ich will das nicht!" da sein sollte, dann ist zunächst dieses "Ich will das nicht!" die Tatsache, die Zustimmung braucht. - Wenn ich dann diesem "Ich will das nicht!" zustimme, selbst dann habe ich schon den ersten Schritt vom Widerstand zur Zustimmung gemacht! (Anderenfalls könnte nämlich der Zwang zur Zustimmung genau das werden, was mich blockiert.)


Viele weitere Aspekte dieses Themas wurden ja schon ausführlich in meinen älteren Beiträgen behandelt.

Freitag, 20. Mai 2011

Verschiedene Bedeutung von "Kämpfen"

Unter "Kämpfen" kann man sehr verschiedene Sachen verstehen. (Verschiedene Aspekte wurden hier im Bog immer wieder berührt, teils bewußt, teils vielleicht auch unbemerkt. Ein paar dieser Aspekte (nämlich die, die ich jetzt gerade bewußt greifen kann) möchte ich hier nochmals ansprechen.):

Einmal ist "Kämpfen" ein "mit dem Leben oder den Schicksal hadern". Dies ist dann der Fall, wenn etwas geschieht oder bereits geschehen ist, was sich nicht (mehr) ändern lässt, worauf man keinen Einfluss hat.... - Dagegen zu kämpfen scheint, außer zusätzlichem Schmerz, keinen Nutzen zu bringen!??!

Ein anderer Aspekt ist "für etwas kämpfen, das einem wichtig ist". Hier gibt es einen gewaltigen Unterschied:
Das eine ist ein "sich anstrengen" um etwas zu erreichen.
Unter diese Rubrik fällt, wenn jemand trainiert, um einen sportlichen Wettbewerb zu gewinnen, oder wenn jemand lernt, um eine Prüfung zu bestehen oder beruflich weiter zu kommen.
(Hier könnte man höchstens die Fragen stellen: Kann ich es erreichen? Warum will ich es erreichen (ein tiefer Wunsch, oder psychologische Gründe)? Wieviel Aufwand ist es mir wert?)
Dieses "Sich-Anstrengen", "Sich-Einsetzen" fällt für mich nicht unter die Rubrik "Kämpfen".

Ein Kämpfen im negativen Sinne wird es für mich dann, wenn es nicht in Richtung "Sich-Einsetzen für etwas" geht,
sondern in Richtung "Widerstand leisten".
Widerstand leisten heißt, äußerlich oder innerlich zu sagen:
"Nein, es ist ungerecht, dass der Prüfer mich nicht leiden kann!", "Es ist blöd, dass das Leben immer mich kurz vor der Prüfung krank werden lässt!", "Meine Freundin darf dies nicht tun!", "Ich selbst darf nicht so sein wie ich bin, sondern muss alle offenen Baustellen in meinem Leben bereits geheilt haben!".
Dieses "Nein zum Leben" diese "Widerstände", diese "Ablehnung von 'dem-was-ist'" - dies ist es, was ich mit Kämpfen meine.

- Eigentlich sind wir nun auch hier wieder beim ersten Punkt gelandet:
Auch Lebensbereiche, in denen man etwas ändern kann, haben also Aspekte, gegen die man Widerstand leisten könnte....
Allerdings führt genau dieses "Widerstand leisten" zu Angst, Tunnelblick, Blockaden - die einem hindern klar zu sehen..... und sich einfach dafür einzusetzen, für das, was man erreichen will....

-- -- --

Hier ein alter Text von mir, der vielleicht auch zu diesem Thema passt:
Angenommen, ich wäre mit meinem Auto bei Nacht auf der Landstraße gegen eine Kiste geprallt (keine Ahnung wo die herkommt, ist wahrscheinlich von einem LKW gefallen).
Nun kann ich mich ärgern, ich kann "Nein" zu diesem Zustand sagen, ich kann gegen die Kiste treten bis mir mein Fuß weh tun, ich kann kämpfen und sagen, "das darf nicht sein!", "so etwas darf nicht passieren!", "wenn jemand eine Kiste verliert, dann ist er verpflichtet, sich darum zu kümmern!".
Die Tatsache, dass dieser Unfall passiert ist, bleibt hiervon aber völlig unbeeindruckt, glauben Sie mir!

Andererseits könnte ich jedoch auch "Ja" sagen, weil der Unfall ja sowieso schon passiert ist....
Ich könnte wahrnehmen, was in mir vorgeht... mich innerlich niederlassen... und wäre somit in einem inneren Zustand, in dem ich gute Entscheidungen treffen kann....
Denn ich möchte ja gerne vermeiden, dass mir jetzt noch jemand hinten auffährt. Ich möchte, dass mein Wagen abgeschleppt wird, ich möchte, dass der Besitzer der Kiste ermittelt wird.... da ist keine Zeit dafür, gegen Windmühlen zu kämpfen...

Montag, 16. Mai 2011

[Die Reise]




Du kannst nur dann von Hamburg nach München kommen,
wenn du akzeptierst, dass du derzeit in Hamburg bist!


[Copyright: "http://Tao-der-Zustimmung.blogspot.com"]

Dienstag, 3. Mai 2011

[Innere Freiheit]



Wenn ich erlaube, dass geschieht was geschieht, dann bin ich frei!



Samstag, 23. April 2011

Mich dem Leben stellen....

Ich wälze nun schon eine Weile die Frage in mir,
was mir den Weg davor versperrt, regelmäßig (täglich) in mich zu gehen, mich zu spüren, mich mich mir selbst zuzuwenden. (Da ist immer ein Ausweichen, ein Verschieben auf später.... und dann geschieht es doch nicht...)

Es ist für mich noch nicht klar zu spüren, aber so ein bisschen hängt es wohl mit folgenden Punkten zusammen:
* Die Angst, dann vielleicht mit der Einsicht konfrontiert zu werden, dass ich es in Wirklichkeit garnicht schaffe, weiter­zu­­kommen und meine Themen zu lösen...
* Oder die Angst, dass ich dann merken würde, dass ich auf keinen Fall mehr so weiterleben will, wie ich derzeit lebe. ..... (Und daraus folgend denn in die Situation kommen, Vieles in meinem Leben ändern zu wollen.... und somit dann auch zu müssen....)
* Vielleicht auch die Angst davor, Eigenverantwortlich, Erwachsen,  Aus eigenen Kraft heraus, mein Leben zu leben.

Ja - mich dem Leben stellen ist so ein Spruch, der mir seit unserem letzten Ausbildungswochenende durch den Kopf geistert.
- "Bin ich bereit, mich dem Leben zu stellen?" -

Dies beinhaltet für mich etwas sehr Kraftvolles, Erwachsenes.
Das Gegenteil hierzu wäre, wenn ich mich in eine kindliche Postion zurückziehe, in ein 'Geht-Nicht', 'Will-Nicht', 'Kann-Nicht'.... ich bin zu unfähig, zu gestört,  .... - Das fühlt sich sicherer an, aber auch verantwortungslos, kraftlos und nachlässig.  [Dies sind jetzt meine Worte.... und es sind Worte, die sicherlich für Jeden einen ganz anderen Geschmack haben, etwas ganz anderes bedeuten...]

Montag, 11. April 2011

[Ein früheres Lieblingszitat:]




Akzeptieren bedeutet etwas anderes als resignieren.
Du kannst weiterhin alles wollen und alles tun.

Wenn du diesen Moment akzeptierst, bist du frei,
dich überall hin zu bewegen, wohin du dich bewegen willst.


Frei nach Mandy Evans



-- -- -- 

Für mich persönlich bedeutet "Akzeptieren" nicht unbedingt, dass ich dadurch wirklich überall hinkommen kann.
Aber durch "Akzeptieren" und "Zustimmung" wird vieles leichter..... oder vielleicht sogar erst möglich!

Donnerstag, 17. Februar 2011

Bereitschaft mich wirklich zu ändern?

Wäre ich bereit, mich zu verändern? - Mich wirklich zu verändern?
Mich aus-mir-heraus weiterentwickeln in großen Sprüngen und in eine neue Richtung?

Ich glaube, ich war nie wirklich bereit dazu.......

Doch wenn ich jetzt in mich gehe..... in die gesamte Weite meines gesamten Seins spüre .....   dann spricht nicht wirklich etwas dagegen. - Jedenfalls kann ich keinen Widerstand dagegen im mir spüren, im Augenblick.

Ich kann mich nieder lassen.... tief und schwer auf dem Stuhl..... und habe ein angenehmes Gefühl in mir, ein angenehmes Gefühl zu mir.

Und es kann Verschiedenes einfach Da sein in mir.... eine leichte Traurigkeit... und irgendwie, als würde ich mich innerlich selbst (und wie von selbst) liebevoll berühren.... ...... Alles ist einfach Da!

--- --- ---

Jetzt kommt ein innerlicher Einwand: Ich muss doch etwas suchen, was nicht stimmt in mir.... was ich bearbeiten und heilen kann....  - Ja, da ist jetzt auch dieser antreiberische Druck da....
Und er gehört dazu - während auch die anderen Positiven Gefühle immer noch da sind .... und die leichte Traurigkeit .... und mich innerlich berühren.....

Antreiber und Leistungsdruck dürfen sein! Die damit verbundene Spannung im Bauch... und das damit verbundene Unwohlsein darf auch sein....  Ich dehne mich aus, so dass all dies in mir Platz hat.

Es gibt nichts, was in mir anders sein müsste! - Und trotzdem ist in mir die Bereitschaft da, nach außen hin anders zu werden und zu sein.

Freitag, 31. Dezember 2010

Löst Zustimmung tatsächlich Probleme?

Ich wurde gefragt, ob man sich durch das Anwenden der Zustimmung lediglich besser fühlt, oder ob dadurch Probleme tatsächlich gelöst werden.

Hier zunächst meine persönliche Meinung dazu:
Prinzipiell kann man zwei Situationen unterscheiden.
Zum einen gibt es unabänderliche äußere Bedingungen. Wenn ein geliebter Mensch gestorben ist.... dann ist dies ein Fakt, der sich durch nichts mehr verändern lässt. In diesem Fall ist der Lohn der Zustimmung also der eintretende Innere Friede....
Anders ist es, wenn man die Situation vielleicht durch das eigene Handeln vielleicht verändern könnte. Meiner Ansicht nach passiert in Konflikten mit anderen Menschen häufig dasselbe wie in einer Übung, die ich bereits an anderer Stelle (in einem Forum) beschrieb: 

Sehr gut kann man dies auch körperlich in den KiKG-Übungen von Joel Weser erfahren: Wenn mich beispielsweise jemand von hinten umklammert und zudrückt, der deutlich kräftiger ist als ich, so kann ich mich trotzdem innerlich so sehr lösen, dass ich mich als "gelöst" empfinde. Der Anderen spürt dies sofort und merkt, dass er mich nicht mehr richtig hat. Meist merkt er dann sehr schnell, dass sein Verhalten ins Leere geht und lässt schließlich los.

Ein Königsweg zum dem genannten "innerlichen Lösen" ist die "Zustimmung". Aber auch das hier geschriebene wird man wahrscheinlich nur nachvollziehen können, wenn man es einmal in der Rolle des Umklammerers und einmal in der Rolle des Umklammerten selbst erlebte...

Letztendlich kann man die Frage, ob "Zustimmung" tatsächlich auch äußerlich etwas verändert nur dadurch beantworten, indem man es im eigenen Leben selbst ausprobiert...
Oder indem man langfristig die Beispiele aus meinem Leben hier im Blog verfolgt und sich hierzu seine eigenen Gedanken macht....



P.S.: Weitere Beispiele für den Nutzen der Zustimmung gibt es auf der Internetseite von Bill Ferguson, den ich hier in meinem Blog bereits vorstellte.

Mittwoch, 24. November 2010

Herzenstechnik

Sehr hilfreich beim Gefühle-fühlen ist übrigens die Herzenstechnik von Manfred Mohr.

Ich habe sie aus dem Buch "Cosmic Ordering: Die neue Dimension der Realitätsgestaltung aus dem alten hawaiianischen Ho'oponopono", welches die kürzlich verstorbene Erfolgsautorin Bärbel Mohr zusammen mit ihrem Mann Manfred Mohr schrieb.

Dabei geht es darum, sich vorzustellen, wie sich beim Einatmen das eigene Herz so sehr weitet, dass alle Gefühle darin Platz haben. Beim Ausatmen nimmt das Herz dann wieder mehr und mehr seine normale Größe ein... und beim nächsten Einatmen beginnt es wieder mit dem Weiten.

Besonders hilfreich ist es natürlich, wenn man dies auf ein Gefühl anwendet, welches man eigentlich garnicht haben will....
Man könnte sich prinzipiell aber auch vorstellen, das Herz so sehr zu weiten, dass unerwünschte Situationen
oder sogar als problematisch empfundene Menschen darin Platz haben.

Die Vorstellung, in die Weite zu gehen, ist übrigens allgemein ein sehr hilfreiches Hilfsmittel
und wird in der bereits erwähnten KiKG-Ausbildung ebenfalls sehr erfolgreich genutzt!

Samstag, 20. November 2010

Totale Erleichterung

Wenn ich mir meine letzten Fühl-Sitzungen anschaue - oder auch meine Blog-Beiträge der letzten Wochen....  dann ist es immer wieder erstaunlich, wie viel das "Zustimmen" doch bewirken kann.

Da war zunächst immer ein "Nein, das will ich nicht" oder ein "Nein, so etwas darf nicht geschehen oder nicht geschehen sein" oder ein "Nein, ich will nicht, dass so etwas in mir ist" - und jedesmal war da zunächst Stress, der dann auch die weitere Entwicklung blockierte.
Erst als ich dann merkte, hier hilft nichts anderes als Zustimmung, dann ging es plötzlich weiter.

Beim Erlernen der Erfahrung von Zustimmung-pur hat mit die Lehre von Bill Ferguson sehr geholfen, beim Vertiefen dieser Erfahrung dann später auch Joël Weser.

Samstag, 6. November 2010

Sich mitten hineinsetzen

Nachdem ich letzte Woche die verschiedenen Selbsthilfe-Methoden vorstellte und mit Hilfe der CDs auch selbst nochmals anwandte, wurde mir klar, dass ich heute meist garnicht mehr auf diese Art und Weise vorgehe.

Statt fest bei einem Gefühl zu bleiben .... und dieses zu fühlen.....
begebe ich mich innerlich meist eher in eine aktuelle Situation hinein,
begegne innerlich einem Problem
oder auch einem für mich problematischen Menschen.....
und nehme wahr, was dies in mir auslöst..... ja ich setze mich da mitten hinein.... so gut es halt geht .... schaue was auftaucht, versuche alles anzuschauen, dazu "Ja" zu sagen, es wahrzunehmen - und dann schon auch die damit zusammenhängenden Gefühle zu fühlen und im Körper zu spüren.....
ohne allerdings fest bei einem Gefühl bleiben zu müssen....

Diese Vorgehensweise habe ich mir durch die geführten Innen-Raum-Reisen angeeignet, die wir in der Jahresgruppe bei Joël Weser immer wieder machen.... Ich nenne das was ich dann für mich zuhause mache auch "Innen-Raum-Reisen" obwohl ich es hier einfach so für mich selbst anwende, ohne Anleitung, lediglich mit einigen Stichpunkten auf meinem Merkzettel .... und jedes Mal sowieso ganz anders.....

Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei für mich auch die Weite der Wahrnehmung....
das über das Problem hinaus in die Weite gehen.....
ohne es jedoch hierdurch wegschieben zu wollen......
es wirklich anschauen und wahrnehmen..... 
und gleichzeitig nicht daran kleben,
sondern mit der Aufmerksamkeit auch darüber hinaus gehen.....

Samstag, 30. Oktober 2010

Anleitungen zum Gefühle-fühlen

Ein Bestandteil des "Tao der Zustimmung" ist das Fühlen der eigenen Gefühle, zumindest jedoch das 'Aufgeben des Widerstands' gegen die eigenen Gefühle.

Für die, die das nun praktisch anwenden wollen, habe ich in dem Beitrag 'Das WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"!' die grundlegenden Informationen bereits zusammengestellt.

Wenn man noch mehr Informationen oder Hilfsmittel möchte, kann man die in den letzten Tagen von mir in der Serie 'meine Erfahrungen mit verschiedenen Methoden der Persönlichkeitsentwicklung / Selbsthilfe ' vorgestellten Hilfsmittel nutzen.

Wichtig ist, dahin zu kommen, das Ganze wirklich schon mal praktisch anzuwenden.
Hierzu genügen anfangs sicherlich auch die kostenlosen Einführungstexte der verschiedenen Autoren -  vielleicht ist jedoch am Anfang auch eine Übungs-CD nötig.

Viel Spaß damit.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Was noch der Heilung bedarf...

Wenn ich in einer Lebenssituation auf ein Gefühl in mir stoße, welches mir irgendwie Schwierigkeiten bereitet, dann ist für mich nur sehr wenig wichtig, ob es normal ist, in dieser Situation so zu fühlen, ob die Mehrzahl der anderen Menschen in dieser Situation vielleicht genauso fühlen würde...

Ich sehe es eher als Zeichen, hier will etwas
in mir noch gesehen, von mir noch zugelassen, von mir noch  GEHEILT  werden,
braucht etwas in mir noch meine Zuwendung....

Montag, 25. Oktober 2010

Körperzentrierte Herzensarbeit - meine Erfahrungen damit

Wie ich am Samstag bereits ankündigte, werde ich hier meine Erfahrungen mit verschiedenen Persönlichkeitsentwicklungsmethoden (vor allem Selbsthilfemethoden) vorstellen, bei denen es im Wesentlichen um das Gefühle-fühlen geht.

Heute starte ich mit der Körperzentrierten Herzensarbeit:

Hier zunächst ein früherer Text von mir:
Die Mutter all der Gefühle-im-Körper-fühl-Methoden ist sicher die "Körperzentrierte Herzensarbeit" nach Safi Nidiaye. Safi ist keine Psychotherapeutin, sie hat diese Methode aus ihren Erfahrungen mit Meditation, gepaart mit viel Intuition, entwickelt. Bei dieser Methode geht es darum, sich hinzusetzen, in den Körper zu spüren, und Gefühle - nein, nicht ausdrücken oder abreagieren - sie wirklich so wie sie sind zu spüren.

Bücher:
Von Safi Nidiaye gibt es viele Bücher von denen nur einige sich um die "Körperzentrierte Herzensarbeit" drehen. Folgende drei Bücher kenne ich, und kann sie alle drei empfehlen:

Im ersten Buch, "Das Tao des Herzens" geht Safi Nidiaye ausführlich auf das Thema "Herz" im Zusammenhang mit dem Gefühle-fühlen ein, sie stellt ihre Methode vor, und bringt sehr viele praktische Erfahrungen zu den verschiedensten Anwendungsgebieten.

"Herz öffnen statt Kopf zerbrechen" ist das zweite Buch in welchem auch das Thema "Gedanken" stärker zum Zuge kommt. Safi Nidiaye schreibt hier darüber, wie man "Gedanken über die Fakten" von "Fakten" unterscheiden kann, und wie man von diesen Gedanken zu den zugehörigen Gefühlen wechseln und diese dann wirklich fühlen kann. In diesem Buch wird auch behandelt, wie man sich Gefühl um Gefühl - ähnlich wie die Schalen einer Zwiebel, immer weiter vorarbeitet, bis man schließlich beim ursprünglichen Kern-Gefühl (sie nennt es "ursprünglichen Schmerz") landet.....

"Der entscheidende Schritt: Das letzte Geheimnis der Wunscherfüllung" habe ich nicht durchgearbeitet, sondern lediglich einmal in einem Buchgeschäft ausführlich quergelesen. Dieses Buch behandelt zusätzliche Themen, wie Sehnsucht und Wunscherfüllung...., neue Sichtweisen der Herzensarbeit werden dargestellt, andere Themen aus den "alten" Büchern aber nicht mehr so ausführlich behandelt (war jedenfalls mein erster Eindruck).

Kostenlose Anleitung im Internet:
Auf Basis von "Herz öffnen statt Kopf zerbrechen" gibt es übrigens eine kostenlose Anleitung zur Herzensarbeit. Ein sehr interessanter Text, um erst einmal in das Thema "Gefühle-fühlen" hineinzuschnuppern.

Wer persönliche Anleitung benötigt, kommt vielleicht mit einer CD, mit einem Seminar oder mit Einzelstunden weiter:

CDs:
Unter dem Titel "Aufwachen und Lachen" gibt es eine CD, welche einem durch verschiedenen Formen der Herzensarbeit führt (z.B. Einstieg mit einem Gedanken, Einstieg mit einem Gefühl, Einstieg mit einer Körperempfindung).
Mir persönlich ist die Anleitung auf der CD weniger sympathisch.
Ich glaube, es gibt noch eine CD? Diese kenne ich jedoch nicht.

Seminare und Einzelsitzungen:
Unter www.safi-nidiaye.de findet man Infos zu Seminaren und eine Liste mit Kontaktadressen zu Einzelsitzungen.

Nochmals zu meinen Erfahrungen:
Ich habe die Herzensarbeit über die Bücher kennengelernt, hierbei sehr viel über das Gefühle-fühlen erfahren - und war in der Lage, die Methode anzuwenden.
Nach der Trennung von meiner damaligen Partnerin nahm ich dann dennoch drei Einzelstunden, was mir beim Bearbeiten der intensiven Gefühle dann auch weiter half. (Die Frau, bei der ich damals die Einzelstunden nahm, steht jetzt leider nicht mehr auf der Liste, ich werde ihren Namen daher nicht nennen.)

Später besuchte ich dann noch ein Seminar, bei dem Safi Nidiaye Schritt für Schritt mittels verschiedener Übungen ihre Methode und ihre spirituelle Sichtweise lehrte - und bei Einstiegsproblemen mit Rat und praktischen Übungen weiter half. Auch hier kamen nochmals viele interessante Gesichtspunkte zum Vorschein.

So sehr mir Safi Nidiayes Bücher auch gefallen,
irgendwie konnte ich persönlich keinen positiven Draht zu ihr finden.
Auch ihre Übungs-CD, die ich mir einige Zeit später kaufte, wirkt in meine Ohren unsympathisch - doch wer sich von der Herzensarbeit angesprochen fühlt, möge sich ein eigenes Bild machen.....

Samstag, 23. Oktober 2010

Selbsthilfe überhaupt möglich?

Meiner Ansicht nach ist "Das Tao der Zustimmung", so wie ich es hier beschreibe, die ideale Vorgehensweise um mit den verschiedensten Anforderungen des Lebens (mit äußeren Umständen, inneren Zuständen, Selbstablehnung, Jobproblemen, Beziehungsproblemen - eben mit allem, wo man sich selbst, den Anderen oder dem Leben begegnet) gut umzugehen.
(Bei schweren Traumatas, echten psychischen Erkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen würde ich all das hier im Blog beschriebene jedoch nicht anwenden, es sei denn ein behandelnder Arzt oder Psychotherapeut stimmt dem ausdrücklich zu. - Bei Panikattacken wendet eine Bekannte von mir das Zulassen der Gefühle allerdings meist erfolgreich an.)

Dennoch ist die Anwendung des "Tao der Zustimmung" ohne einen Begleiter, Therapeuten, Coach nicht einfach!
Viele Menschen werden immer einen Begleiter benötigen,
andere werden vielleicht zumindest in der Lernphase persönliche Anleitung benötigen....
dies hängt einfach von der eigenen Persönlichkeit ab - und da muss jeder für sich das finden, was bei ihm funktioniert und ihm auch gut tut. 

Für mich persönlich gibt es zu meinem Ansatz keine Alternative, weil für mich die persönliche Weiterentwicklung auch eine Zuwendung zu dem Leben, ein großes "Ja" zum Leben beinhalten soll.... und meiner Ansicht nach genau dies dann die nächsten zu gehenden Schritte offenbart.....
Daher ist ein Großteil meines Weges die Selbsthilfe - ein weiterer Teil sind derzeit die Besuche der KiKG-Ausbildungsseminare.

Doch nochmals zum Thema Begleiter:
Ich werde ich in den nächsten Tagen auf Persönlichkeitsentwicklungsmethoden  verschiedenster Lehrern / Therapeuten / Autoren eingehen, die teilweise auch Einzelbegleitung, Seminare oder Übungs-CDs anbieten.

Wünsche ein schönes Wochenende

Tao

Freitag, 22. Oktober 2010

Wahrnehmen und Hinschauen

Hier ein älterer Text von mir (das war damals meine Antwort auf eine konkrete Fragestellung), den ich meinen Lesern hier im Blog nicht vorenthalten möchte:

Es geht nicht darum, die Emotionen zu unterdrücken.
Es geht ums Wahrnehmen und einfach hinschauen!

Hier ein Beispiel:
Mache, wenn du für dich allein zu Hause bist, die Augen zu und stell dir vor, du würdest dich mitten in die unangenehme Situation und mitten in die Gefühle hineinsetzen.
Du denkst an deine Kollegen und ärgerst dich, dass du immer die Strahle-Frau spielen muss.
Dann spürst du deinen Ärger und sagst zu ihm „JA“.
Dann merkst du, du fühlst dich auch ganz Hilflos, weil du dich mit deinen Gefühlen allein fühlst. Dann sage zu deiner Hilflosigkeit „JA“.
.... Aber NEIN - du möchtest nicht hilflos sein. Hilflosigkeit ist unangenehm. Außerdem sind die anderen schuld, warum sollst du wegen denen Hilflosigkeit fühlen müssen. - Dann sage zu deinem „Hilflosigkeit nicht fühlen wollen“ „JA“.
......
Und irgendwann, kannst du vielleicht sogar zu deinen Kollegen und zu deren „immer-super-drauf-sein“ ein fettes „JA“ sagen, aber das ist rein freiwillig!

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Das WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"!

"Gefühle fühlen"?

Viele Menschen reagieren darauf mit: "Wieso soll ich meine Gefühle fühlen. Ich fühle sie ja sowieso schon die ganze Zeit und mehr als mir lieb ist!"

Ja, doch im normalen Leben geschieht dieses "Gefühle fühlen" meinst in einer Haltung von Ablehnung und Widerstand, mit Ablenkung und Wegsehen - und mit dem Versuch, sie zu lenken und zu kontrollieren. Manchmal gehen wir auch ganz im Gefühl auf, statt sie wahrzunehmen.
- All dies ist ganz normal und wird Jedem von uns auch immer wieder passieren.....

Doch um Gefühle zu ihrem natürlichen Ende kommen zu lassen, damit sie "zu Ende gefühlt" werden können - ist Hin und Wieder auch ein anderer Umgang mit ihnen notwendig:
Dem Gefühl zustimmen, es ansehen, es im eigenen Inneren Da-Sein lassen, es so lassen wie es ist, dabei-bleiben - aber dabei auch bewusst bleiben.... Also nicht ganz in dem Gefühl davon schwimmen, sondern immer noch als derjenige vorhanden bleiben, der das Gefühl umfassen und wahrnehmen kann.

Sehr wichtig beim "Gefühle fühlen" ist auch das Einbeziehen des Körpers!
Wo spüre ich das Gefühl genau im Körper?
Wie fühlt sich die Körperstelle an?
Von wo bis wo geht sie genau?

Ja - wichtig ist, sich dabei viel Zeit nehmen, ...... dabei sehr langsam vorgehen, .......
und immer und immer wieder mit der Aufmerksamkeit  zwischen Körpergefühl und Gefühl zu wechseln... ..... in einem großen "JAh"


Nachtrag vom 30.10.2010 00:34:

Damit alles 'WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"' zentral an einer Stelle steht, hier noch eine wichtige Ergänzung:
Mir ist, als ich vor etwa einer Stunde das Gefühle-fühlen mittels Übungs-CD praktizierte,  nochmals klar geworden, wie wichtig bewusstes Atmen beim Fühl-Vorgang ist.
Wichtig ist, langsam und tief zu atmen.... und den Atemvorgang auch immer wieder bewußt wahrzunehmen....

Dienstag, 19. Oktober 2010

Es findet sich immer was zum Zustimmen!

Es geht jedoch nicht darum, "keinen Widerstand haben zu dürfen" um "Richtig" zu sein....
während all die anderen Menschen, welche Widerstände haben oder ihre Gefühle nicht wahrnehmen wollen oder können,  falsch sind......

Es geht nur darum, wie man sich das Leben leichter machen kann..... und auf welche Art und Weise man wie viel von einem hilfreichen Ansatz umsetzen kann....

Wenn ich merke, dass ich bei einem bestimmten Thema den Widerstand nicht aufgeben kann..... ja, dass ich ihn auf keinen Fall aufgeben will...... dann stimme ich genau dem zu!
Dann sage ich "JAh" dazu, "JAh, hier ist ein Widerstand, den ich nicht aufgebe".
Und wenn ich dann merke, dass ich ungeduldig werde und denke, "Ich muss doch aber den Widerstand unbedingt aufgeben" ..... - dann sage ich "JAh" dazu .-  "JAh" zu dem Gedanken, "JAh" zu dem Druck,  dass ich denke, ich müsste den Widerstand unbedingt aufgeben. 

Ich kann also immer das nehmen, was gerade obenauf liegt.
Somit gibt es immer etwas, mit dem man in Zustimmung kommen kann!

Verschiedenes zum "Gefühle fühlen"

Ein sehr wichtiger Punkt ist meines Erachtens das Fühlen der eigenen Gefühle.
Gerade gegen Gefühle gibt es ja oft einen großen innerlichen Widerstand!

Und es gibt sogar Menschen die behaupten, "Jeder Widerstand gegen ein äußeres Ereignis ist in Wirklichkeit nur ein Widerstand gegen ein Gefühl - welches wir mit dem äußeren Ereignis verbinden - und welches wir auf keinen Fall fühlen wollen....".

Gegen Gefühle keinen innerlichen Widerstand haben zu müssen bringt eine große innere Freiheit! Man braucht dann nichts mehr zwanghaft und aus Angst vermeiden.....

Und - auch wenn das paradox klingt - aber um ein unangenehmes Gefühl loswerden zu können.... ist es zunächst erforderlich, den Widerstand gegen dieses Gefühl aufzugeben..... dieses Gefühl ganz durch-zu-fühlen, dieses Gefühl zu Ende zu fühlen.

Zu diesem Thema werde ich hier noch eine Menge schreiben!

Samstag, 16. Oktober 2010

Körperlicher Druck, Abwehr und Zustimmung

Ich bin hier ja schon mehrfach auf Bill Ferguson und sein "MasteryOfLife" eingegangen. Von den Ausführungen auf seinen Internetseiten habe ich einiges über das Aufgeben von innerem Widerstand gelernt, jedoch habe ich neben ihm noch mehrere weitere Lehrer.

Mein aktuellster und wichtigster Lehrer ist Joël Weser mit seiner  KiKG® - Arbeit zur PrEssenz.
Der Ansatz von Joël Weser besteht aus "Systemischen Familienaufstellungen" (darauf werde ich hier im Blog nicht so eingehen), den "Innen-Raum-Reisen" (hierzu zu einem späteren Zeitpunkt mehr) und den speziellen KiKG-Körperübungen.

Es gibt sehr viele verschiedene KiKG-Körperübungen. Schon mit den Einstiegsübungen kann man sehr gut sichtbar machen, wie sich "Zustimmung", "Loslassen", eine veränderte innere Haltung, auf körperliche Interaktionen direkt auswirken.

Ich werde hier jetzt eine Übung beschreiben - nicht dass ich dadurch zum Nachmachen anregen möchte, ich denke hier ist am Anfang persönliche Anleitung nötig - sondern um hier nochmals auf diese Art und Weise den Nutzen der Zustimmung zu verdeutlichen:

Ich stehe vor einer Wand. Mein Rücken liegt ganz an der Wand an.
Ein Übungspartner drückt mit beiden Händen gegen meinen Brustraum, ja er stemmt sich richtig mit voller Kraft dagegen.
Dies fühlt sich unangenehm an.... und ich begebe mich zunächst voll ins "Dagegen-Sein", in die innerliche Abwehr in Widerstand - "Nein! Das will ich nicht! Wieso macht der sowas mit mir! So ein Schwein!" (Wenn man möchte, dann kann man sich bei dieser Übung auch eine konkrete Lebenssituation vorstellen, bei der man sich sehr unter Druck gesetzt fühlt.)

Im nächsten Schritt verändere ich meine innere Haltung. Ich ändere nichts an der äußeren Situation, ich verändere lediglich etwas in meinem Inneren:
Ich stimme der unangenehmen körperlichen Situation zu... und fühle mich schon etwas besser.
Dann schalte ich um auf Wahrnehmung, ich nehme genau war, wo und wie mich seine Hände im Brustraum drücken..... und wandere dann mit meiner Aufmerksamkeit zu meinen Gefühlen.
Dann mache ich mich ganz weit und nehme auch den Drückenden wahr.

Während sich am Anfang alles sehr unangenehm, fast schon schmerzhaft nach Druck, Enge, Eingesperrt-sein anfühlte, fühle ich mich nun relativ frei und autonom.

Auch bei denen, die den Druck ausübten, hat sich während der Übung viel geändert.
Am Schluss schauen sie meist recht verblüfft drein .... und man hat den Eindruck, sie würden garnicht mehr so richtig drücken.
Beim Austausch sagen sie Dinge wie: "Am Schluss hatte ich den Eindruck ich habe dich garnicht mehr richtig, du warst garnicht mehr richtig greifbar." oder "Du hast mir plötzlich die ganze Kraft genommen, ich konnte nicht mehr richtig drücken." Manchmal kommt auch die Rückmeldung: "Ich bin mir zum Schluss richtig verarscht vorgekommen. Ich versuche verzweifelt zu drücken und zu drücken, und du stehst da und veräppelst mich...."

Im Gegensatz zu den anderen Methoden, die ich hier vorstellte und noch vorstellen werde, gibt es zu den KiKG-Übungen keine Anleitung auf Internetseiten, in Büchern oder auf CDs. Stattdessen benötigt man hier den direktem Kontakt mit einem KiKG-Trainer vor Ort, oder am besten direkt mit Joël.

Auch ich werde diese Übungen hier im Blog nicht anleiten!
Falls meine Leser jedoch mehr an diesem Thema interessiert wären, könnte ich noch ein bisschen darüber schreiben.

Links:

Montag, 11. Oktober 2010

Damit Dasein

Eine Grundlage des "Tao der Zustimmung" ist, Das-Was-Ist nicht zu bekämpfen, .... sondern es da sein zu lassen, sich (innerlich) mitten in die Situation hineinzusetzen, einfach mit Dem-Was-Gerade-ist dazusein.

Dies setzt voraus, sich keine Scheuklappen aufzusetzen, sich nichts vorzumachen, sondern Das-was-ist wirklich anzusehen - ganz da sein, ..... sich selbst spüren, den eigenen Körper spüren, ..... es anzusehen, und ganz da zu sein.

Wichtig dabei ist, die eigenen Gefühle zu spüren, die mit Dem-Was-Ist zusammenhängen. Auch ein Gefühl ist ein Das-Was-Ist und will als solches behandelt werden, will gesehen werden, will wahrgenommen werden, will ein "Ja, im Augenblick ist das so... und weil es so ist darf es auch so sein!"

Das-Was-Ist verändert sich, wenn es ganz gesehen wird, wenn es ganz gespürt wird, wenn es ganz angenommen wird.... (Eigentlich habe ich dies auf andere Weise hier im Blog bereits beschrieben.)

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Bereitschaft, Widerstand aufzugeben

"Widerstand-aufgeben" kann man in belastenden aktuellen Lebenssituationen praktizieren - man kann jedoch auch nach Lebensbereichen Ausschau halten, in denen immer wieder alles schief geht, um dann zu prüfen, was für innere Widerstände dort wohl am Werke sein mögen.

Wichtig ist die innere Bereitschaft den Widerstand aufzugeben, ..... verbunden mit dem Wissen, dass Widerstand, und die damit verbundene Angst, der damit verbundene Tunnelblick keineswegs zieldienlich sind.

Wenn beispielsweise meine Lebensgefährtin darüber nachdenken würde, mich zu verlassen (tut sie zum Glück nicht, hoffe ich), dann würde innerer Widerstand und die daraus geborenen Verhaltensweisen wahrscheinlich dazu führen, dass sie dies dann tatsächlich tut. (Auf jeden Fall würden sich zusätzliche Angst und Tunnelblick breit machen.)
Wenn ich stattdessen der Möglichkeit, dass sie mich tatsächlich verlassen könnte zustimme.... wirklich zustimme.....
dann bin ich innerlich frei, zu merken, ..... was ich in dieser Situation tun kann und will.....

Doch Bereitschaft allein genügt nicht immer.
Manchmal ist es einfach notwendig, sich innerlich mit all seinen Gefühlen mitten in die Situation hineinzusetzen (ich schrieb bereit darüber) und seine Gefühle wirklich zu fühlen (darüber werde ich in den nächsten Wochen noch einiges schreiben).

Viel Erfolg beim der Bewegung durch das innerliche und äußerliche Leben!

Tao

Dienstag, 5. Oktober 2010

Sich von Zwängen nicht beeinflussen lassen

Vor gut einem Jahr schrieb ich einmal für jemanden folgenden Text:
ich finde den Ansatz gut, sich von den inneren Zwängen nicht beeinflussen zu lassen.

Allerdings nicht bekämpfen - denn alles was wir bekämpfen kommt immer häufiger und immer stärker zurück - sondern fließen lassen, spüren, wahrnehmen.....

Weit werden..... und spüren, wenn der Zwang da ist.
"Wie fühlt er sich an?"
"Welche Emotionen sind da?"
..... Diese wahrnehmen...... dabei innerlich weit und innerlich offen sein - langsam und tief ein- und ausatmen, spüren....
"Wo spüre ich das im Körper?" ......

Es kommen lassen..... durch den Körper fließen lassen..... und wieder hinausfließen lassen ....... ohne sonst etwas dafür, dagegen, damit oder deswegen zu tun.....


Viel Erfolg!

Sonntag, 3. Oktober 2010

Dem, was Andere über mich denken, zustimmen

Am Freitag telefonierte ich mit einer guten Bekannten.

Sie lebt von ihrem Mann gerade in Trennung, beide haben irgendwie ihrem Beitrag zum Scheitern der Beziehung geleistet.... Jedenfalls hat er nun eine Freundin und wohnt seit ein paar Wochen bei ihr, während meine Bekannte in der ehelichen Wohnung wohnt.

Nun möchte ihr Mann ein paar größere Sachen aus der Wohnung holen. Da seine neue Freundin über Car-Sharing billig zu einem Mietwagen kommen kann, soll sie ihn dabei fahren.

Meine Bekannte hat nun total die Panik, weil dann die Nachbarn merken könnten, dass er nun eine andere hat - weil die Nachbarn merken könnten, dass ihre Ehe gescheitert ist.

Ich sagte ihr, sie solle einfach einen Zettel unten im Treppenhaus anbringen auf dem steht: "Wir leben derzeit in Trennung und mein Mann ist mit einer anderen Frau zusammen!"

Dies war natürlich nicht ganz ernst gemeint - doch was wäre es für eine Erleichterung, wenn man nicht mehr gegen etwas ankämpfen muss (dagegen dass die Nachbarn merken könnten, dass in der Ehe etwas nicht stimmt), sondern wenn man einfach ungeniert mit dem lebt, was sowieso nun mal ist?

[Die Macht der Gedanken Anderer]

 .

Was jemand über Sie glaubt, hat eine enorme Kraft,
solange Sie etwas anderes beweisen wollen.





Dieses sehr gut hier zum aktuellen Thema passende Zitat stammt aus:
"Das Geheimnis des Herzmagneten" 
von Ruediger Schache 
(Verlag: Nymphenburger; Auflage: 9)
 .

Donnerstag, 30. September 2010

Widerstände aufgeben

Einer, von dem ich einige in meinen Augen sehr interessante Dinge über das Aufgeben von inneren Widerständen gelernt habe, ist "Bill Ferguson" mit seiner Internetseite MasteryOfLife. Dort kann man eine Vielzahl aufeinander aufbauender Artikel lesen, indem man sich einfach nur durch die linke Menüleiste durchklickt.

Bill Ferguson beschreibt, wie das "Widerstand-leisten" gegen "Etwas-was-ist", oder auch einfach nur gegen "Etwas-das-möglicherweise-eintreten-könnte" zu innerem Stress, Angst und Tunnelblick führt..... und wie eben das Aufgeben dieses inneren Widerstands zu Innerer Freiheit und zu dem Wissen führt, was in dieser Situation getan werden kann.
Das was ich gestern unter "Grundlegende Vorgehensweisen beim Zustimmen" schrieb, ist genau so ein Beispiel für das Aufgeben des Widerstands!

Für mich ist dieses beschriebene Basic schon wichtig. Man kann jederzeit aufhören, gegen etwas innerlichen Widerstand zu leisten - und wenn man damit aufhört, dann wird nicht etwa alles schlimmer - nein, dann verschwinden Angst und Tunnelblick, die Sicht wird klar, die nächsten Schritte sichtbar....

Bill Ferguson leitet darüber hinaus jedoch auch dazu an, wie man die Lebensbereiche aufspüren kann, in denen einfach nichts funktioniert - eben weil man sie selbst durch innere Widerstände blockiert hat - und wie man diese Widerstände aufgeben kann.
In einem weiteren Schritt kann man sogar den grundlegenden Schmerz finden: ein Gefühl, das man bisher mit aller Macht auf keinen Fall spüren wollte. Dieses "das grundlegende Gefühl auf keinen Fall spüren wollen" ist ja ebenfalls ein innerer Widerstand, welcher jedoch häufig die Ursache für viele andere Widerstände im Leben ist.

Für mich genügt es jedoch zunächst einfach schon, theoretisch zu wissen (und durch praktische Erfahrung bestätigt zu haben), welch grundlegenden Vorteil das Aufgeben des Widerstands mit sich bringt.

Am 01.10.2010 19:55 nochmals überarbeitet. - Weitere Beiträge zu diesem Thema folgen!

Mittwoch, 29. September 2010

Grundlegende Vorgehensweisen beim Zustimmen

In belastenden Situationen gibt es zwei grundlegende Vorgehensweisen, Zustimmung anzuwenden:
Man kann den belastenden äußeren Umständen zustimmen - und somit aus Angst und Tunnelblick aussteigen und zu Innerer Freiheit gelangen.

Man kann jedoch auch den eigenen inneren Zuständen und Gefühlen zustimmen, die mit der belastenden äußeren Situation zusammenhängen.

-----

Als ich die letzten Tage so im Fieberwahn darüber nachdachte, was ich hier als nächstes schreiben könnte, fiel mir einiges zum Zustimmen im Bezug auf äußere Umstände ein.
Dann kam mir innerlich ein Beispiel aus meinem Leben - etwas aus meiner Firma, was eventuell eintreten könnte... und auf von mir nicht gewünschte Weise in meine Freizeit eindringen könnte. Das möchte ich auf keinen Fall!

Ich fragte mich also, wie hier Zustimmung aussehen könnte....
"Aber Nein" - in diesem Fall wollte ich ja auf jeden Fall mein Interesse durchdrücken!
Ich merkte schließlich, wie ich gefangen war im "Recht-haben-wollen" und "die-Kontrolle-über-meine-Freizeit-haben-wollen" .... und ich bemerkte den Stress, der damit zusammenhing!

Schließlich änderte sich etwas und ich merkte, dass ich auch bei diesem Beispiel dem Eintreten des schlimmsten Falles, dem Eintreten das Falles, das ich meine Interessen nicht durchsetzen könnte, tatsächlich zustimmen kann.
Ich würde mir diesen Fall nicht wünschen - und ich würde schauen, wie ich ihn würde vermeiden können..... aber ich konnte ihm innerlich zustimmen.... und ich verspürte damit verbunden eine große innere Freiheit.

Ich weiß nicht, ob ich diese Vorgänge hier mit meinen Worten so rüber bringen kann, dass Andere dies wirklich nachvollziehen können. Vielleicht wird es langsam, mit steigender Anzahl meiner Beiträge deutlicher werden.... Jedenfalls möchte ich zu diesem Thema noch einiges an Theorien und praktischen Beispielen bringen.

Ich wünsche viel

Innere Freiheit

Freitag, 24. September 2010

[Ein grundlegender Satz:]

 .
Dinge verschärfen sich -
wenn wir versuchen
sie zu bekämpfen oder loszuwerden.

 .

Freitag, 17. September 2010

Positives Denken vs. "Wahrnehmen-was-ist"


Sind die Scheuklappen groß wie ein Scheunentor,
dann hast du viel zu schleppen!


Um die herkömmliche Art von positivem Denken geht es beim Tao der Zustimmung nicht!
(Jedenfalls nicht in der Form, in der man etwas Auszublenden versucht, in der man Energie aufwendet, um das Hinsehen zu vermeiden!)
Es geht aber auch nicht darum, sich in negative Gedankenwelten hineinzusteigern!
Es geht eigentlich überhaupt nicht ums Denken, sondern um das sich ganz einlassen auf "das-was-ist".

Es ist die Bewegung zwischen dem "Kampf-Flucht"-Mechanismus (der meines Wissens dem Stammhirn zugeordnet wird) - und dem totalen Inneren Frieden (welcher meines Wissens den vorderen Stirnlappen zugeordnet ist):
Wenn jemand total im  "Kampf-Flucht"-Verhalten gefangen ist, dann schlägt er nur noch um sich.
Geht er dann ein paar Schritte in Richtung "Inneren Frieden" dann ist er vielleicht "nur" noch wütend und beschuldigt andere Menschen dafür, dass es ihm schlecht geht.
Geht er noch weiter Richtung "Inneren Frieden", dann ist da vielleicht nur noch etwas Unbehagen da, weil er vielleicht in seiner letzten Beziehung viel dazu beigetragen hat, dass diese schließlich scheiterte.
Ist schließlich der totale Innere Friede da, dann gibt es nur noch ein "Ja! - So ist das!".

Doch wie ist der Weg zu diesem Inneren Frieden. Nicht über Positives Denken, sich einreden, dass man in Wirklichkeit doch auch ganz viel Gutes zu dieser gescheiterten Beziehung beigetragen hat....
Nein, der Weg zu Inneren Frieden ist das Wahrnehmen, in die Situation, dass die Beziehung zu Ende ist.
Sich auch mitten hineinsetzen, in die eigenen Gefühle, die von all dem in einem selbst zum Klingen gebracht wurden.....
Sich auch mitten hineinsetzen in die Vorwürfe, gegenüber dem Partner und gegenüber einem selbst....
Sich auch mitten hineinsetzen in das "Nein!". "Nein das möchte ich nicht!" "Nein, das kann ich mir nie vergeben." - Nicht antworten auf diese Neins.... sondern sich ganz darauf einlassen ..... und auch zu den Neins ein "Ja" sagen......
Bis der Innere Friede eintritt.....

Innere Friede

[Kämpfen gegen die Vergangenheit]


 .
Wenn du gegen etwas kämpfst, das bereits geschehen ist, 
dann vergeudest du unnötig deine Energie.

Das was bereits geschehen ist, 
bleibt von diesem Kämpfen völlig unbeeindruckt!

 .