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Grundlegende Infos Gefühle fühlen

Samstag, 3. März 2012

Das Tao der Zustimmung (2)

Wie ich in meinem letzten Beitrag schrieb, hilft es häufig, einem Gefühl, einem Sachverhalt, einer äußeren Bedingung oder dem, was man befürchtet, einfach nur zuzustimmen.
Uns selbst wenn man nur dem eigenen 'Widerstand gegen das Zustimmen' zustimmt, oder der eigenen Ungeduld - dann ist man schon einen Schritt in "das Tao der Zustimmung" gegangen - raus aus dem Tunnelblick und rein in die Weitsicht.

Manchmal genügt das jedoch nicht, nur in die Zustimmung zu gehen. In diesem Fall muss man sich tiefer in das Thema hinein begeben:
Eine Möglichkeit, ein Thema tiefergehender zu bearbeiten ist, alle Gefühle zu fühlen, welche durch dieses Thema in einem ausgelöst werden. (In diesem Zusammenhang möchte ich auf meine Beiträge  'Das WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"!', 'Anleitungen zum Gefühle-fühlen' und 'Körperzentrierte Herzensarbeit - meine Erfahrungen damit' verweisen.)

Eine Variante hiervon ist, die Gefühle nicht nur im Rahmen der gegenwärtigen Situation zu betrachten, sondern zu schauen, wann das Gefühl zum ersten Mal aufgetreten ist.
Oft ist ein Gefühl bereits in der frühen Kindheit zum ersten Mal aufgetreten.... und oft liegt die Ursache für "schwierige Gefühle" nicht beim Chef oder Lebenspartner..... sondern in unverarbeiteten Kindheitsgefühlen.... die endlich einmal angeschaut und gefühlt werden wollen.
Hier kann man sich also sowohl in das eigene innere Kind hineinbegeben..... und das Gefühl durch das innere Kind nochmals fühlen. Dabei ist man dann gleichzeitig noch als liebevoller Erwachsenen, der ganz andere Möglichkeiten als das Kind hat, mit dabei.
(Hier können Meditations-CDs von Robert Betz sehr unterstützen, siehe Beiträge,  'Davonlaufen, Fühl-CD und Fühlen' und 'Fühl-CDs - Teil 3'.)
(Ich persönlich finde es allerdings wichtig, sich selbst nicht immer mehr in einen inneren Erwachsenen und ein inneres Kind aufzuspalten, wie es in manchen "Inneres-Kind-Büchern" empfohlen wird. Hierbei wird nämlich immer mehr eine kindliche Seite in sich erschaffen, welches der innere Erwachsene dann immer aufwendiger versorgen muss. Stattdessen empfehle ich, den eigenen Kindlichen Teil in das eigene Herz zu nehmen und mit der eigenen Gesamtperson zu verschmelzen.- Auf den Meditations-CDs von Robert Betz geht es einfach darum, die Gefühle wieder in den Zusammenhang zu bringen mit den ursprünglichen Gefühlen aus der Kindheit, und sie dann in diesem Zusammenhang zu fühlen.... und damit auch zu Ende zu fühlen......)

Auch das von mir hier im Blog beschriebene 'Focusing' ist eine Methode, um das eigene "Thema" ganz tief in sich selbst wahrzunehmen und zu bearbeiten.

Der Schwerpunkt meines Weges sind jedoch die Innen-Raum-Reisen aus der hier bereits mehrfach erwähnten K!KG-Arbeit. Dabei setze ich mich allem, was in Zusammenhang mit einem "Lebens-Thema" in mir auftaucht, innerlich aus -  lasse mich davon anschwingen wie ein Windspiel, stimme allem was ist zu...... und lasse es sich von selbst weiterentwickeln.
Dabei kann es sein, dass ich auch nicht bei einem Gefühl bleibe (und dies vollständig bearbeite), sondern im Laufe des Prozesses das Gefühl wechselt, auf ein Gefühl also das nächste folgt.
Hier gibt es noch ein paar sehr wichtige Hilfsmittel wie "in die Weite gehen" oder auch die systemischen Komponenten eines Gefühls zu berücksichtigen... aber an dieser Stelle soll es erst mal genug sein.

Mehr Beiträge zu diesem Thema auch unter dem Schlagwort "Grundlegende Infos Gefühle fühlen".

Dienstag, 12. Juli 2011

Unterscheidung in 5 Gefühls-Arten

Im Umfeld der systemischen Familientherapie wird oft zwischen 3 oder vier verschiedenen Arten von Gefühlen unterschieden. Bei "Reinhard Lier" fand ich sogar eine Unterscheidung in fünf Arten, was ich auf diese Art und Weise sehr sinnvoll fand:

Die erste Art der Gefühle sind die "Primärgefühle". Das sind dies Gefühle, die einen direkten Bezug zu einem äußeren Ereignis haben, z.B. Trauer über das Ende einer Beziehung. - Diese Gefühle kommen nach einiger Zeit zu ihrem natürlichen Ende und können dann wieder gehen.

Die zweite Art der Gefühle sind die "Sekundärgefühle" - man könnte auch sagen "Ersatzgefühle" oder "Abwehr-Gefühle". Hier handelt es sich um die Gefühle, die Vorgeschoben werden, um sich auf die eigentlichen Gefühle nicht wirklich einlassen zu müssen, z.B. wenn jemand mit Wut reagiert, statt seine Trauer und Hilflosigkeit zu fühlen. - Diese Gefühle können notwendiges Handeln verhindern, man kann sich damit in „endlosen Geschichte” verstricken..... und Außenstehende finden diese Gefühle oft peinlich oder sind genervt.

Die dritte Art der Gefühle sind die "Systemischen" bzw. "Übernommenen Gefühle". Das sind Gefühle, die eigentlich einer anderen Person (meist aus der Herkunftsfamilie) gehören und von dieser Person übernommen wurde. - So kann es beispielsweise sein, dass die Tochter den unterdrückten Zorn der Mutter übernimmt und diesen für sie auslebt.

Die vierte Art von Gefühlen sind "Kindergefühle". Das sind Gefühle die (meist von traumatischen Erfahrungen) aus der Kindheit stammen.... und noch nicht verarbeitet werden konnten. Oft fühlt sich der Erwachsene dann immer noch so wie damals als Kind.

Die fünfte Art von Gefühlen sind die "Meta-Gefühle". Dies sind Gefühle wie "Einklang", "Kraft", "Würde", "Dankbarkeit", "Ehrfurcht", "Inneren Friede" ..... die aus der Verbindung mit dem "Größeren Ganzen" entstehen.

Freitag, 26. November 2010

Gedanken oder Realität

Das was ich hier in diesem Beitrag schreibe, hat nur am Rande mit dem "Tao der Zustimmung zu tun":

In Dr. Peter Levine's Buch zu "Somatic Experiencing" wird erwähnt, wie wichtig es ist, einen Gedanken einfach auch als einen Gedanken zu erkennen. (Zu diesem Thema kam mir dann auch wieder das Buch "Herz öffnen statt Kopf zerbrechen" von Safi Nidiaye in den Sinn, in welchem das Thema "Gedanken und Gefühle" sehr ausführlich behandelt wird.)

Angenommen, ich wäre mit meinem menschlichen Bewusstsein in dem Körper des gestern erwähnten kleinen Hundes. - In diesem Fall würde ich wahrscheinlich anfangen darüber nachzudenken, ob diese böse Mensch vielleicht wieder auftauchen könnte, und was ich dann tun würde und wie ich den nächsten Tritt vermeiden könnte.
Während ich dies denke, wären meine Angst - und die unangenehmen Gefühle, welche mich an den Tritt erinnern, wieder präsent.

Einen Gedanken als Gedanken zu erkennen hieße also, sich zu sagen: "Aha, da ist in mir gerade, der Gedanke, dass dieser Mensch morgen wieder kommen und mich treten könnte."
Dann könnte man die Aufmerksamkeit in den Körper richten und fragen: "Welche körperlichen Reaktionen, welche Körperempfindungen habe ich in mir, wenn ich denke, 'dieser Mensch kommt morgen wieder und tritt mich'?"
Eine weitere Frage wäre dann die Frage nach den mit den Gedanken und der Körperempfindung verbundenen Emotionen: "Wie fühle ich mich, wenn ich denke, 'dieser Mensch kommt morgen wieder und tritt mich'?"

Durch diese Betrachtungsweise wird sichtbar, dass das momentane Körperempfinden, das momentane Gefühl im Augenblick gerade von Gedanken verursacht wird.
Natürlich kann man auch umgekehrt vorgehen: "Ich fühle gerade 'das-und-das', welche Gedanken habe ich gerade, die dieses Gefühl verursachen?"

Es geht jedoch nicht darum, Gefühle oder Gedanken zu zensieren, sondern diese wahrzunehmen, sich bewusst zu sein, was hier gerade im Innern geschieht.
 
Letztendlich geht es auch bei diesem Ansatz nur darum, das Gefühl zu fühlen!

Somit ist es vielleicht garnicht so wichtig, ob man nun erkennt, dass das Gefühl die Folge eines Gedankens ist .... oder ob man glaubt, das Gefühl wäre die Folge der Realität.

Mittwoch, 24. November 2010

Herzenstechnik

Sehr hilfreich beim Gefühle-fühlen ist übrigens die Herzenstechnik von Manfred Mohr.

Ich habe sie aus dem Buch "Cosmic Ordering: Die neue Dimension der Realitätsgestaltung aus dem alten hawaiianischen Ho'oponopono", welches die kürzlich verstorbene Erfolgsautorin Bärbel Mohr zusammen mit ihrem Mann Manfred Mohr schrieb.

Dabei geht es darum, sich vorzustellen, wie sich beim Einatmen das eigene Herz so sehr weitet, dass alle Gefühle darin Platz haben. Beim Ausatmen nimmt das Herz dann wieder mehr und mehr seine normale Größe ein... und beim nächsten Einatmen beginnt es wieder mit dem Weiten.

Besonders hilfreich ist es natürlich, wenn man dies auf ein Gefühl anwendet, welches man eigentlich garnicht haben will....
Man könnte sich prinzipiell aber auch vorstellen, das Herz so sehr zu weiten, dass unerwünschte Situationen
oder sogar als problematisch empfundene Menschen darin Platz haben.

Die Vorstellung, in die Weite zu gehen, ist übrigens allgemein ein sehr hilfreiches Hilfsmittel
und wird in der bereits erwähnten KiKG-Ausbildung ebenfalls sehr erfolgreich genutzt!

Samstag, 6. November 2010

Sich mitten hineinsetzen

Nachdem ich letzte Woche die verschiedenen Selbsthilfe-Methoden vorstellte und mit Hilfe der CDs auch selbst nochmals anwandte, wurde mir klar, dass ich heute meist garnicht mehr auf diese Art und Weise vorgehe.

Statt fest bei einem Gefühl zu bleiben .... und dieses zu fühlen.....
begebe ich mich innerlich meist eher in eine aktuelle Situation hinein,
begegne innerlich einem Problem
oder auch einem für mich problematischen Menschen.....
und nehme wahr, was dies in mir auslöst..... ja ich setze mich da mitten hinein.... so gut es halt geht .... schaue was auftaucht, versuche alles anzuschauen, dazu "Ja" zu sagen, es wahrzunehmen - und dann schon auch die damit zusammenhängenden Gefühle zu fühlen und im Körper zu spüren.....
ohne allerdings fest bei einem Gefühl bleiben zu müssen....

Diese Vorgehensweise habe ich mir durch die geführten Innen-Raum-Reisen angeeignet, die wir in der Jahresgruppe bei Joël Weser immer wieder machen.... Ich nenne das was ich dann für mich zuhause mache auch "Innen-Raum-Reisen" obwohl ich es hier einfach so für mich selbst anwende, ohne Anleitung, lediglich mit einigen Stichpunkten auf meinem Merkzettel .... und jedes Mal sowieso ganz anders.....

Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei für mich auch die Weite der Wahrnehmung....
das über das Problem hinaus in die Weite gehen.....
ohne es jedoch hierdurch wegschieben zu wollen......
es wirklich anschauen und wahrnehmen..... 
und gleichzeitig nicht daran kleben,
sondern mit der Aufmerksamkeit auch darüber hinaus gehen.....

Mittwoch, 3. November 2010

"Das Ganze" fühlen

Ich habe mich heute meinem psychischen Innenleben wieder ohne Hilfe von CDs zugewandt. Irgendwie fühlte es sich für mich, so wie es auf den CDs angeleitet wird, enger an als die Art und Weise, wie ich sie derzeit anwende.

Heute jetzt speziell habe ich auch keine bestimmtes Gefühl gefühlt, sondern eher das Ganze an Gefühlen, das im Augenblick in mir da ist: Eine Schicht über der Vorderseite meines Oberkörpers, die sich irgendwie leblos anfühlt, eine starke Energie, die irgendwie dahinter zu stecken scheint, und von der ich nur einen Hauch zu spüren zulassen kann, ein bisschen Traurigkeit immer noch im Gesicht..... ja es ist auch der Wunsch zu spüren, über all das endlich einmal hinausgehen zu können ..... und gleichzeitig ist eine Angst da, die verlorenen Bahnen zu verlassen.

Ich fühle mich jetzt im Reinen - mit dem gesamten Paket, so wie es im Augenblick ist....

Samstag, 30. Oktober 2010

Anleitungen zum Gefühle-fühlen

Ein Bestandteil des "Tao der Zustimmung" ist das Fühlen der eigenen Gefühle, zumindest jedoch das 'Aufgeben des Widerstands' gegen die eigenen Gefühle.

Für die, die das nun praktisch anwenden wollen, habe ich in dem Beitrag 'Das WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"!' die grundlegenden Informationen bereits zusammengestellt.

Wenn man noch mehr Informationen oder Hilfsmittel möchte, kann man die in den letzten Tagen von mir in der Serie 'meine Erfahrungen mit verschiedenen Methoden der Persönlichkeitsentwicklung / Selbsthilfe ' vorgestellten Hilfsmittel nutzen.

Wichtig ist, dahin zu kommen, das Ganze wirklich schon mal praktisch anzuwenden.
Hierzu genügen anfangs sicherlich auch die kostenlosen Einführungstexte der verschiedenen Autoren -  vielleicht ist jedoch am Anfang auch eine Übungs-CD nötig.

Viel Spaß damit.

Liebevolle Zwiesprache - meine Erfahrungen damit

Mit diesem Beitrag möchte ich meine Berichte über "Gefühle-fühl"-orientierte Methoden der Selbsthilfe / Persönlichkeitsentwicklung zunächst beenden. Auch hier zunächst wieder ein alter Text von mir zu diesem Thema:
Liebevolle Zwiesprache:
Peggy Paquet, ausgebildet in "Somatic Experiencing" (einer besonderen Form körperorientierter Trauma-Therapie) bei Peter Levine und in Logotherapie nach Viktor Frankl, hat als Synthese dieser beiden Methoden ihren eigenen, ebenfalls körperlichen Ansatz entwickelt, den sie "Liebevolle Zwiesprache" nennt. Eigentlich ruft "Zwiesprache" in diesem Zusammenhang falsche Assoziationen hervor, denn Frau Paquet's Methode ähnelt im Wesentlichen ebenfalls sehr stark der "Körperzentrierten Herzensarbeit".

Man kann diese Methode also einfach nur zum tiefen "Gefühle-fühlen" verwenden - der besondere Beitrag von Frau Paquet ist jedoch, dass sie eine besonderen Atemtechnik entwickelt hat, welche die Selbsthilfe auch bei Traumatas ermöglicht. (Natürlich ist es wichtig, die Methode Schritt für Schritt zu üben, zunächst mal nur auf kleinere Themen anzuwenden, und sich bei großen Traumatas zumindest anfangs begleiten zu lassen.)

Ich möchte noch anmerken, dass lt. Frau Paquet die "Liebevolle Zwiesprache" nicht für Menschen mit Persönlichkeitstörungen geeignet ist. Ich bin kein Arzt oder Psychotherapeut, könnte mir jedoch vorstellen, dass diese Aussage möglicherweise für alle von mir hier aufgeführten Methoden gilt!??

Kostenlosen Vortrag im Internet:
Von Frau Paquet gibt es mehrere Interviews (sind eigentlich eher Vorträge), in welchen sie das praktische Vorgehen mit ihrer Methode zur Selbsthilfe erläutert. Ich empfehle den einstündigen Vortrag "Liebevolle Zwiesprache in der Praxis. Teil 3." (Teil 3 ist irreführend, die Vorträge sind voneinander unabhängig) welcher auf der "Download-Seite von Radio Horeb" kostenlos heruntergeladen werden kann.

Einzelsitzungen:
Frau Paquet gibt Seminare und Einzelsitzungen im Raum München.
Mangels Erfahrung kann ich hierzu nichts weiter sagen.

Meine Erfahrungen mit dieser Methode:
Ich kenne die "Liebevolle Zwiesprache" nur von einem Volkshochschul-Vortrag, wollte sie jedoch der Vollständigkeit halber hier ebenfalls aufführen.

Der besondere Beitrag von Frau Paquet ist meiner Ansicht nach ihre Erfahrung mit der Anwendung des Gefühle-fühlens bei Traumatas - und insbesondere ihre hierfür verwendete Atem-Technik.

Ich glaube, diese Atem-Technik wird in dem Interview garnicht erwähnt, deshalb hier kurz:
Es geht darum, ganz tief und forciert mit dem Bauch auszuatmen, den Bauch also ganz bewußt beim Ausatmen einzuziehen.... - und ihn dann wieder loszulassen... den Einatem also nicht forcieren, sondern nur ganz automatisch kommen zu lassen....

Frau Paquet empfiehlt außerdem, sich garnicht so sehr auf die Ebene der Gedanken oder innerer Bilder einzulassen, sondern mit der Aufmerksamkeit beim Körper, beim Atmen und beim Gefühl zu bleiben...

Nochmals: CD und 'fühlen'

Nach Ende des Gefühle-fühlen vor zwei Stunden ist eine tiefe Traurigkeit in mir aufgetaucht, die seither in mir da ist.

Somit habe ich die Chance genutzt, um mich diesem Gefühl mit der nächsten Meditation zuzuwenden.
Wie ich nun feststellte, gibt es auf der CD "Negative Gefühle in Freude verwandeln" nur eine Meditation. Das andere Stück ist ein Vortrag zum Gefühle-fühlen.
Aus diesem Grund bin ich auf die CD "Ärger, Wut und Hass in Frieden verwandeln" umgestiegen und habe hier die erste Meditation angewandt (Dauer 20,5 Minuten).

Diese Meditation gefiel mir deutlich besser, als die 2 Stunden zuvor angewandte. Man beschäftigte sich ausführlicher mit dem Wahrnehmen des Gefühls - insbesondere auch körperlich. Auch die Phase mit den heilenden Farben war hier deutlich kürzer, passte jedoch auch diesmal nicht für mich, so dass ich einfach dabei blieb, die Traurigkeit weiter zu fühlen. - Wie gesagt, gefiel mir diese Meditation sehr gut! Der einzige Nachteil war, dass Robert Betz immer vom "Fühlen von Ärger und Wut" redete, während ich ja meine Traurigkeit fühlte. Wenn man über diese Worte von Robert Betz hinwegsehen kann, dann ist diese CD in meinen Augen für das Fühlen aller Arten von Gefühlen geeignet.

Ansonsten kann ich noch sagen, dass ich in der ersten Meditation meine Angst im unteren Brustraum spürte - währen die Traurigkeit sehr stark im Gesicht, aber auch im oberen Brustraum sitzt. - Die Traurigkeit ist jetzt immer noch sehr stark da.

Freitag, 29. Oktober 2010

Davonlaufen, Fühl-CD und Fühlen

Zur Zeit ist es wieder besonders schlimm..... mit dem Davonlaufen vor mir selbst und meinem Inneren.... Da beschäftige ich mich lieber mit irgendetwas Anderem, statt mich dem zuzuwenden, das in meinem Inneren stark da ist und nach Aufmerksamkeit schreit.....

- - - - -

Ich habe jetzt mal die "Gefühle-fühl"-CDs von Robert Betz wieder hervorgekramt.
Ich griff mir von der CD "Negative Gefühle in Freude verwandeln" die zweite Meditation heraus (Dauer etwa 18 Minuten). Dabei ging es darum, ein aktuelles, unangenehmes Gefühl auszuwählen - und in einer inneren Reise in die eigene Kindheit zurückzugehen..... in die Zeit, in der das Gefühl früher zum ersten Mal aufgetaucht ist. Mit dem Bewusstsein eines erwachsenen Menschen sollte man dann in das innere Kind hineingehen, und das Gefühl nochmals richtig wahrnehmen und fühlen....

Ich spürte eine Angst und das Gefühl, ganz alleine damit dazusein. Es war gut, hier einzusteigen und dabeizubleiben.
Die Vorstellung mit dem Kind passte in diesem Augenblick für mich nur teilweise. Ich konnte diese Angst bestimmten Ereignissen meiner Kindheit zuordnen - jedoch hatte ich garnicht so sehr das Bedürfnis, jetzt in das innere Kind hineinzugehen.... ich wollte einfach nur das Gefühl fühlen....

Etwa ab der Hälfte der CD kam dann bereits die Phase, in der man sich lösende und reinigende Farben vorstellen solle. Dies passte jetzt ebenfalls nicht für mich, doch blieb ich einfach beim Fühlen. Wenn ich dem Text der CD nicht in allem folge, so wird durch die CD doch ein Zeitrahmen gesetzt, in dem ich einfach da bin und fühle..... und allein das in-diesem-Zeitrahmen-sein war schon sehr angenehm für mich.

Ich habe den Eindruck, diese Art der Angst ist noch längst nicht zu Ende gefühlt, jedoch ist dies einer von vielen Schritten....

Das Gefühle-fühlen hinterlässt jetzt in mir ein Gefühl von Traurigkeit, aber auch ein Gefühl von Stärke.... und ein Gefühl von Anwesend-sein.....

- - - - -

Ich bin jetzt durch diese CD übrigens nochmals darauf aufmerksam gemacht worden, wie wichtig das bewusste Atmen beim Gefühle-fühlen ist - ich hatte bisher vergessen, dies zu erwähnen. Wichtig ist, langsam und tief zu atmen.... und den Atem auch bewußt wahrzunehmen....

Dienstag, 26. Oktober 2010

Was noch der Heilung bedarf...

Wenn ich in einer Lebenssituation auf ein Gefühl in mir stoße, welches mir irgendwie Schwierigkeiten bereitet, dann ist für mich nur sehr wenig wichtig, ob es normal ist, in dieser Situation so zu fühlen, ob die Mehrzahl der anderen Menschen in dieser Situation vielleicht genauso fühlen würde...

Ich sehe es eher als Zeichen, hier will etwas
in mir noch gesehen, von mir noch zugelassen, von mir noch  GEHEILT  werden,
braucht etwas in mir noch meine Zuwendung....

Montag, 25. Oktober 2010

Körperzentrierte Herzensarbeit - meine Erfahrungen damit

Wie ich am Samstag bereits ankündigte, werde ich hier meine Erfahrungen mit verschiedenen Persönlichkeitsentwicklungsmethoden (vor allem Selbsthilfemethoden) vorstellen, bei denen es im Wesentlichen um das Gefühle-fühlen geht.

Heute starte ich mit der Körperzentrierten Herzensarbeit:

Hier zunächst ein früherer Text von mir:
Die Mutter all der Gefühle-im-Körper-fühl-Methoden ist sicher die "Körperzentrierte Herzensarbeit" nach Safi Nidiaye. Safi ist keine Psychotherapeutin, sie hat diese Methode aus ihren Erfahrungen mit Meditation, gepaart mit viel Intuition, entwickelt. Bei dieser Methode geht es darum, sich hinzusetzen, in den Körper zu spüren, und Gefühle - nein, nicht ausdrücken oder abreagieren - sie wirklich so wie sie sind zu spüren.

Bücher:
Von Safi Nidiaye gibt es viele Bücher von denen nur einige sich um die "Körperzentrierte Herzensarbeit" drehen. Folgende drei Bücher kenne ich, und kann sie alle drei empfehlen:

Im ersten Buch, "Das Tao des Herzens" geht Safi Nidiaye ausführlich auf das Thema "Herz" im Zusammenhang mit dem Gefühle-fühlen ein, sie stellt ihre Methode vor, und bringt sehr viele praktische Erfahrungen zu den verschiedensten Anwendungsgebieten.

"Herz öffnen statt Kopf zerbrechen" ist das zweite Buch in welchem auch das Thema "Gedanken" stärker zum Zuge kommt. Safi Nidiaye schreibt hier darüber, wie man "Gedanken über die Fakten" von "Fakten" unterscheiden kann, und wie man von diesen Gedanken zu den zugehörigen Gefühlen wechseln und diese dann wirklich fühlen kann. In diesem Buch wird auch behandelt, wie man sich Gefühl um Gefühl - ähnlich wie die Schalen einer Zwiebel, immer weiter vorarbeitet, bis man schließlich beim ursprünglichen Kern-Gefühl (sie nennt es "ursprünglichen Schmerz") landet.....

"Der entscheidende Schritt: Das letzte Geheimnis der Wunscherfüllung" habe ich nicht durchgearbeitet, sondern lediglich einmal in einem Buchgeschäft ausführlich quergelesen. Dieses Buch behandelt zusätzliche Themen, wie Sehnsucht und Wunscherfüllung...., neue Sichtweisen der Herzensarbeit werden dargestellt, andere Themen aus den "alten" Büchern aber nicht mehr so ausführlich behandelt (war jedenfalls mein erster Eindruck).

Kostenlose Anleitung im Internet:
Auf Basis von "Herz öffnen statt Kopf zerbrechen" gibt es übrigens eine kostenlose Anleitung zur Herzensarbeit. Ein sehr interessanter Text, um erst einmal in das Thema "Gefühle-fühlen" hineinzuschnuppern.

Wer persönliche Anleitung benötigt, kommt vielleicht mit einer CD, mit einem Seminar oder mit Einzelstunden weiter:

CDs:
Unter dem Titel "Aufwachen und Lachen" gibt es eine CD, welche einem durch verschiedenen Formen der Herzensarbeit führt (z.B. Einstieg mit einem Gedanken, Einstieg mit einem Gefühl, Einstieg mit einer Körperempfindung).
Mir persönlich ist die Anleitung auf der CD weniger sympathisch.
Ich glaube, es gibt noch eine CD? Diese kenne ich jedoch nicht.

Seminare und Einzelsitzungen:
Unter www.safi-nidiaye.de findet man Infos zu Seminaren und eine Liste mit Kontaktadressen zu Einzelsitzungen.

Nochmals zu meinen Erfahrungen:
Ich habe die Herzensarbeit über die Bücher kennengelernt, hierbei sehr viel über das Gefühle-fühlen erfahren - und war in der Lage, die Methode anzuwenden.
Nach der Trennung von meiner damaligen Partnerin nahm ich dann dennoch drei Einzelstunden, was mir beim Bearbeiten der intensiven Gefühle dann auch weiter half. (Die Frau, bei der ich damals die Einzelstunden nahm, steht jetzt leider nicht mehr auf der Liste, ich werde ihren Namen daher nicht nennen.)

Später besuchte ich dann noch ein Seminar, bei dem Safi Nidiaye Schritt für Schritt mittels verschiedener Übungen ihre Methode und ihre spirituelle Sichtweise lehrte - und bei Einstiegsproblemen mit Rat und praktischen Übungen weiter half. Auch hier kamen nochmals viele interessante Gesichtspunkte zum Vorschein.

So sehr mir Safi Nidiayes Bücher auch gefallen,
irgendwie konnte ich persönlich keinen positiven Draht zu ihr finden.
Auch ihre Übungs-CD, die ich mir einige Zeit später kaufte, wirkt in meine Ohren unsympathisch - doch wer sich von der Herzensarbeit angesprochen fühlt, möge sich ein eigenes Bild machen.....

Samstag, 23. Oktober 2010

Selbsthilfe überhaupt möglich?

Meiner Ansicht nach ist "Das Tao der Zustimmung", so wie ich es hier beschreibe, die ideale Vorgehensweise um mit den verschiedensten Anforderungen des Lebens (mit äußeren Umständen, inneren Zuständen, Selbstablehnung, Jobproblemen, Beziehungsproblemen - eben mit allem, wo man sich selbst, den Anderen oder dem Leben begegnet) gut umzugehen.
(Bei schweren Traumatas, echten psychischen Erkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen würde ich all das hier im Blog beschriebene jedoch nicht anwenden, es sei denn ein behandelnder Arzt oder Psychotherapeut stimmt dem ausdrücklich zu. - Bei Panikattacken wendet eine Bekannte von mir das Zulassen der Gefühle allerdings meist erfolgreich an.)

Dennoch ist die Anwendung des "Tao der Zustimmung" ohne einen Begleiter, Therapeuten, Coach nicht einfach!
Viele Menschen werden immer einen Begleiter benötigen,
andere werden vielleicht zumindest in der Lernphase persönliche Anleitung benötigen....
dies hängt einfach von der eigenen Persönlichkeit ab - und da muss jeder für sich das finden, was bei ihm funktioniert und ihm auch gut tut. 

Für mich persönlich gibt es zu meinem Ansatz keine Alternative, weil für mich die persönliche Weiterentwicklung auch eine Zuwendung zu dem Leben, ein großes "Ja" zum Leben beinhalten soll.... und meiner Ansicht nach genau dies dann die nächsten zu gehenden Schritte offenbart.....
Daher ist ein Großteil meines Weges die Selbsthilfe - ein weiterer Teil sind derzeit die Besuche der KiKG-Ausbildungsseminare.

Doch nochmals zum Thema Begleiter:
Ich werde ich in den nächsten Tagen auf Persönlichkeitsentwicklungsmethoden  verschiedenster Lehrern / Therapeuten / Autoren eingehen, die teilweise auch Einzelbegleitung, Seminare oder Übungs-CDs anbieten.

Wünsche ein schönes Wochenende

Tao

Freitag, 22. Oktober 2010

Wahrnehmen und Hinschauen

Hier ein älterer Text von mir (das war damals meine Antwort auf eine konkrete Fragestellung), den ich meinen Lesern hier im Blog nicht vorenthalten möchte:

Es geht nicht darum, die Emotionen zu unterdrücken.
Es geht ums Wahrnehmen und einfach hinschauen!

Hier ein Beispiel:
Mache, wenn du für dich allein zu Hause bist, die Augen zu und stell dir vor, du würdest dich mitten in die unangenehme Situation und mitten in die Gefühle hineinsetzen.
Du denkst an deine Kollegen und ärgerst dich, dass du immer die Strahle-Frau spielen muss.
Dann spürst du deinen Ärger und sagst zu ihm „JA“.
Dann merkst du, du fühlst dich auch ganz Hilflos, weil du dich mit deinen Gefühlen allein fühlst. Dann sage zu deiner Hilflosigkeit „JA“.
.... Aber NEIN - du möchtest nicht hilflos sein. Hilflosigkeit ist unangenehm. Außerdem sind die anderen schuld, warum sollst du wegen denen Hilflosigkeit fühlen müssen. - Dann sage zu deinem „Hilflosigkeit nicht fühlen wollen“ „JA“.
......
Und irgendwann, kannst du vielleicht sogar zu deinen Kollegen und zu deren „immer-super-drauf-sein“ ein fettes „JA“ sagen, aber das ist rein freiwillig!

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Das WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"!

"Gefühle fühlen"?

Viele Menschen reagieren darauf mit: "Wieso soll ich meine Gefühle fühlen. Ich fühle sie ja sowieso schon die ganze Zeit und mehr als mir lieb ist!"

Ja, doch im normalen Leben geschieht dieses "Gefühle fühlen" meinst in einer Haltung von Ablehnung und Widerstand, mit Ablenkung und Wegsehen - und mit dem Versuch, sie zu lenken und zu kontrollieren. Manchmal gehen wir auch ganz im Gefühl auf, statt sie wahrzunehmen.
- All dies ist ganz normal und wird Jedem von uns auch immer wieder passieren.....

Doch um Gefühle zu ihrem natürlichen Ende kommen zu lassen, damit sie "zu Ende gefühlt" werden können - ist Hin und Wieder auch ein anderer Umgang mit ihnen notwendig:
Dem Gefühl zustimmen, es ansehen, es im eigenen Inneren Da-Sein lassen, es so lassen wie es ist, dabei-bleiben - aber dabei auch bewusst bleiben.... Also nicht ganz in dem Gefühl davon schwimmen, sondern immer noch als derjenige vorhanden bleiben, der das Gefühl umfassen und wahrnehmen kann.

Sehr wichtig beim "Gefühle fühlen" ist auch das Einbeziehen des Körpers!
Wo spüre ich das Gefühl genau im Körper?
Wie fühlt sich die Körperstelle an?
Von wo bis wo geht sie genau?

Ja - wichtig ist, sich dabei viel Zeit nehmen, ...... dabei sehr langsam vorgehen, .......
und immer und immer wieder mit der Aufmerksamkeit  zwischen Körpergefühl und Gefühl zu wechseln... ..... in einem großen "JAh"


Nachtrag vom 30.10.2010 00:34:

Damit alles 'WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"' zentral an einer Stelle steht, hier noch eine wichtige Ergänzung:
Mir ist, als ich vor etwa einer Stunde das Gefühle-fühlen mittels Übungs-CD praktizierte,  nochmals klar geworden, wie wichtig bewusstes Atmen beim Fühl-Vorgang ist.
Wichtig ist, langsam und tief zu atmen.... und den Atemvorgang auch immer wieder bewußt wahrzunehmen....

Dienstag, 19. Oktober 2010

Verschiedenes zum "Gefühle fühlen"

Ein sehr wichtiger Punkt ist meines Erachtens das Fühlen der eigenen Gefühle.
Gerade gegen Gefühle gibt es ja oft einen großen innerlichen Widerstand!

Und es gibt sogar Menschen die behaupten, "Jeder Widerstand gegen ein äußeres Ereignis ist in Wirklichkeit nur ein Widerstand gegen ein Gefühl - welches wir mit dem äußeren Ereignis verbinden - und welches wir auf keinen Fall fühlen wollen....".

Gegen Gefühle keinen innerlichen Widerstand haben zu müssen bringt eine große innere Freiheit! Man braucht dann nichts mehr zwanghaft und aus Angst vermeiden.....

Und - auch wenn das paradox klingt - aber um ein unangenehmes Gefühl loswerden zu können.... ist es zunächst erforderlich, den Widerstand gegen dieses Gefühl aufzugeben..... dieses Gefühl ganz durch-zu-fühlen, dieses Gefühl zu Ende zu fühlen.

Zu diesem Thema werde ich hier noch eine Menge schreiben!