Sonntag, 27. Oktober 2013

Vorbereitungen

Schon seit Wochen bin ich fleißig dabei, die Gestaltung meines "Einführungs- und Erfahrungs-Nachmittags" zu planen.

Es geht nicht nur um die äußerliche Vorbereitung.

Es geht auch darum, auch in mir immer mehr den Zustand zu finden, in dem ich in einem "Zustand von innerlicher Weite, PrEssenz und Zustimmung" gehen kann. - Insbesondere in diesem Punkt scheint mein "Erfahrungs-Nachmittags" einen Sog auf mich und meinen Alltag auszuüben.... denn seit dieser Seminar-Nachmittag fest geplant ist, gelingt es mir immer leichter und öfter, in diesem fließenden (und für mich sehr angenehmen) Zustand zu sein.

Doch es tauchen auch immer wieder innerliche Themen auf. Ängste, die angeschaut werden wollen. Und so muss ich mich auch immer wieder hineinsetzen, inmitten meiner Themen... und sie anschauen, ohne sie loswerden zu wollen. - Manchmal verändert sich dann wirklich etwas, weil das, was angeschaut und gefühlt wurde, plötzlich gehen kann..... oder ich komme in einen innerlichen Zustand, wo ich mit all den gerade eben noch einschränkenden Ängsten und Themen offener und freier und besser umgehen kann.....


Beiträge über andere Themen wollen während dieser Zeit anscheinen nicht von mir geschrieben werden....
Jedenfalls habe ich schon ein paarmal angesetzt, ohne dass ich mir diesem Vorhaben vorangekommen wäre....

Sonntag, 21. April 2013

Nähe(Stress), Mandala und Präsenz

Da meine innerliche Authentizität mehr und mehr dem Automatismus und der Routine gewichen, ist, stieg ich Ende März aus dem regelmäßigen Bíodanza-Kurs wieder aus. Ich wollte lieber nur noch selten hinzugehen, dann dafür erfrischt und wach.... wach und präsent genug um genau zu schauen, und achtsam zu handeln.

Ein Ort für diesen Handeln war heutige Bíodanza-Festival.
Sehr schön fand ich, dass wir eine große Gruppe mit 40 Teilnehmern waren - einige Bekannte, viele Unbekannte, einige Neue, viele 'alte Hasen'.....


Heute ist es mir gut gelungen, präsent zu bleiben und stimmig zu handeln.
Es gab viele Gelegenheiten, meinem großen Thema 'Nähe' zu begegnen....
anderen Teilnehmern zu begegnen, mal ganz eng, mal mehr aus der Ferne.....
und doch meistens so, dass ich da bleiben konnte.

Ja, es gab tatsächlich sogar Situationen, in denen ich sehr genau schauen konnte, was gerade in mir vorgeht, was sie wie genau anfühlt, schon fast so wie bei meinen Innen-Reisen.....


Schwierig wurde es für mich dann, wenn ich eine Frau besonders attraktiv fand.... und sie irgendwie sogar mein Typ war.....
Dann wurde es für mich schwieriger und ließ mich angespannt sein....

Dies ist mir bei zwei Frauen sehr stark so gegangen.
Die eine war eine sehr Fortgeschrittene, die sehr viele Teilnehmer wohl schon sehr gut kannte, und mit sehr vielen enge Nähe einging. - Die andere war, wie ich später erfuhr, das erste Mal da.

Mit der Fortgeschrittenen hatte ich einen Tanz, bei dem sich nur die Hände berührten. Durch die Art und Weise, wie wir das gestalteten fühlte sich dies jedoch sehr erotisch für mich an....
Mit der Neuen hatte ich ebenfalls eine Begegnung, die schön, jedoch nicht so eng war. Ein anderer, dies hatte ich zufällig beobachtet, wollte ihr einmal nahe kommen, da ging sie wieder auf Distanz.

In der Pause merkte ich, wie ich innerlich sehr daran hing, unbedingt auch auch interessante Frauen zugehen zu können um mit ihnen in Kontakt zu kommen. - Ich nutzte dann jedoch die Zeit um mich diesem Thema etwas zuzuwenden... und fühlte ich mich hinterher befreiter.


In der nächsten (dritten) Session konnte ich dann doch ziemlich Präsent bleiben - und hatte immer wieder Augenblicke, in welchen ich sehr präzise spüren konnte was gerade in mir geschah.
Manchmal konnte ich auch einfach nur ganz genau spüren, wie es war, da zu sein und zu atmen, wie es sich anfühlte, sich zu bewegen.... oder wie bei bestimmten Begegnungen Spannungen aufkamen...., und wie andere Begegnungen zu anderen Leuten.... ebenfalls schön und angenehm waren.....


Bei 40 Leuten im Raum ist es ja schwierig, sich genau den Übungspartner zu wählen, mit dem man gerne eine bestimmte Übung machen möchte, denn die meisten Leute schnappen sie jemanden, der zumindest in der Nähe steht.

Mit der oben erwähnten 'Neuen' hatte ich keine Begegnung mehr.
Sie schien sich aber bei Männern allgemein nicht so sehr auf Nähe einzulassen.... so dass ich wohl auch deshalb etwas beruhigt war, denn so lag es zumindest nicht an mir.

Mich hat es dann irgendwann eher zufällig nochmals zu der oben erwähnten 'Fortgeschrittenen' verschlagen, wo wie zusammen eine Übung 'Rücken-an-Rücken' miteinander machten. Nach der Übung standen wir uns noch gegenüber, hielten uns an den Händen, sahen uns an. Obwohl ihr Blick sehr offen war, traute ich mich nicht, sie zu umarmen.... (nach einer innigen Übung umarmen sich viele). Sie fragte dann vorsichtig: "Darf ich dich umarmen?", was mir natürlich sehr recht war....

Später gab es dann immer wieder auch Tänze, die ich nicht mit Jeder/Jedem machen konnte. Wenn ich keine Tanzpartnerin fand, mit der das für mich in Ordnung war, tanzte ich auch zwischendrin mal für mich alleine....

Es gibt noch einiges zum Anschauen für mich.... in Sachen 'Nähe'.
Morgen gehe ich wieder zum Festival - aber es bleibt sicher noch ein Thema auch über Morgen hinaus!?!

Samstag, 16. Februar 2013

Die gestresste Seele

"Die gestresste Seele - Neue Kraft bei Burnout und Erschöpfung" ist ein von Bertold Ulsamer geschriebenes Buch mit zwei beigefügten, begleitenden Übungs-CDs.

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Eigentlich habe ich ja schon einige noch nicht fertig durchgearbeiteten Bücher hier zu Hause...., so dass ich keine neuen Bücher mehr kaufen wollte. Trotzdem stöbere ich manchmal in Buchgeschäften .... und manchmal läuft mir auch ein neues Buch zu.
So geschah es dann auch am 25. Januar dieses Jahres.

Da ich Bertold Ulsamer schon von anderen Büchern kannte (unter anderem durch das Selbsthilfe-Buch "Wie Sie alte Wunden allein heilen und neue Kraft schöpfen: Familienaufstellung ohne Stellvertreter"), nahm ich das Buch in die Hand und überflog die verschiedenen Kapitel.

Obwohl ich mich nicht als Burnout-Kandidat fühle, sprach mich das Buch sehr an. Ich merkte, dass ich es etwas abgewandelt und weiter gefasst zum Umgang mit allen Lebensthemen verwenden kann.

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Das Buch selbst ist recht dünn, und geht konzentriert und tiefgründig auf das Thema "Burnout" bzw. "Belastung" ein.

Angetan hat es mir besonders das Kapitel, in welchem es um das Zusammenspiel des "Inneren Kritikers" mit dem "Angepassten Inneren Kind" und um das "Rebellische Innere Kind" geht!
Sehr interessant ist auch das Kapitel darüber, welche positiven Auswirkungen "Freude" auf die wirklich guten Spitzensportler hat......


Das Wesentliche an diesem Buch-Paket sind jedoch für mich die beiden Übungs-CDs, vollgepackt mit den verschiedensten geführten Meditationen (Innen-Reisen) zu allem rund um dieses Thema.

Diese CD hat keine Hintergrundmusik und Bertold Ulsamer spricht langsam, achtsam, mit langen Pausen und durchaus nicht unsympathisch.  
(Bei der der "... was dich stark macht-CD" der Zurhorst's war ich ja begeistert von der leicht in Trance führenden Hintergrundmusik. Bei den Ulsamer-CDs jedoch habe ich es genossen, dass sehr viel mehr Zeit zum genauen Hin-spüren vorhanden ist. Ein Vorteil der fehlenden Hintergrundmusik ist eben auch, dass man zusätzlich noch  jederzeit auf die Stop-Taste gehen kann, wenn man noch mehr Zeit braucht: Dies empfand ich als sehr hilfreich.)

Einige der Tracks auf dieser CD beziehen sich voll auf das Thema "Burnout", die meisten jedoch konnte ich beim Hören sehr gut innerlich für mich abwandeln und für meine Zwecke nutzen.
Es geht um "Gut für sich sorgen", "Kraftquellen und Kraftdiebe", "Kontakt mit der eigenen Freude", "Innehalten", "Atmen", "das Herz spüren", "das Kämpfen aufgeben"......  und sehr tiefgründig darum "auf den eigenen Körper zu hören", "Kontakt zum inneren Antreiber" aufzunehmen, "zum inneren Rebellen"....
Bei der Begegnung mit dem "Angepassten Inneren Kind" wird richtiggehend eine Reise in die eigene Vergangenheit gemacht, und in weiteren Tracks schaut man sich die Inner-Psychischen und die Systemischen Ursachen des eigenen Drangs sich zu erschöpfen sehr genau an.

Ganz besonders ist auch der Track zum "Gefühle fühlen", weil hier eine Verknüpfung geschaffen wird zu dem, was das Innere Kind auf keinen Fall erleben oder sehen will.....

Insgesamt empfand ich diese CDs teilweise als tiefgehender wie so manche Psychotherapiestunde.... ja, selbst tiefgehender wie Therapie-Methoden, in welchen nicht nur gesprochen wird, sondern man tief in das eigenen Thema eintaucht.

Samstag, 24. November 2012

Augenproblem und Würde

Und nun der dritte Beitrag für heute:

Während der 4 Tage im Odenwald hatte ich wieder stärkere Probleme mit meinem linken Auge. Am zweiten Abend hatte ich nämlich wieder Blitze gesehen. Wie immer war ich mir am Anfang unsicher, ob nicht vielleicht einfach nur einer der Strahler auf einer Uhr oder Brille einen Lichtreflex erzeugt hatte. Doch leider kamen die Blitze dann mehrmals wieder, einmal sogar sehr heftig.

Dies rief dann wieder sehr Angst in mir hervor, und auch wieder Hilflosigkeit sowie die Frage, was ich nun tun sollte. (Mir war jedoch klar, dass ich im Odenwald und dazu noch am Wochenende nicht zum Augenarzt gehen würde.)

Ich habe dann in einer Pause auch Joel kurz angesprochen. Der meinte nach kurzem In-Sich-Hineinspüren, er würde sich an meiner Stelle nochmals den Großvater ansehen, den wir ja auch in der telefonischen Sitzung schon hatten.

Das Hauptproblem war für mich zunächst auch wieder die Angst davor, die "richtige" Entscheidung treffen zu müssen und auf die "richtige" Art und Weise aktiv werden zu müssen.

Ich habe dann alles war wir dort gemacht haben innerlich für mich genutzt, um mir das Thema weiter anzusehen und auch in die Zustimmung zu kommen.

Dies war mir dann irgendwie auch gelungen.

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Klar war dann jedoch auch, dass ich am Montag wieder in die Augenarzt-Praxis gehen würde.

Diesmal war ich ja wieder ein Not-Termin, und ich kam in der großen Augenarzt-Praxis wieder zu einem anderen Arzt. Der wollte sich meine Netzhaut vollständig und bis zum Rand anschauen, weshalb er ein Vergrößerungsglas direkt auf dem Auge aufsetzen musste. Dies empfand ich (wie jedesmal) als sehr unangenehm und ich war in den Schultern und im ganzen Körper total verspannt. Und irgendwie kniff dann auch immer mein Auge zusammen, so dass das Ganze recht schwierig war.

Jedenfalls gab es dann eine Stelle in der Netzhaut, bei welcher es sich nicht sicher war, ob es sich vielleicht um einen alten, jedoch noch unbehandelten Riss handeln könnte.

Aus diesem Grund wurde ich dann wieder in die Augenklinik geschickt, wo eine OP-Ärztin und Netzhaut-Spezialistin sich das Ganze nochmals ansehen sollte.

Im Wartebereich der Klinik war ich dann, zumindest innerlich, total jammerig drauf.
Ich befürchtete, dass das Ganze da wohl wieder auf eine OP wie vor 6 Wochen hinauslaufen würde.....

Mehr und mehr bewunderte ich dann die teilweise schon sehr alten Männer, die ebenfalls in dem Wartebereich waren, und auf ihre OP warteten.
Die schienen das Ganze mit Würde zu tragen..... und sich sogar auf die OP zu freuen - wohl mit dem Ziel, danach wieder gut zu sehen....

Nach etwa einer dreiviertel-Stunde warten, kam die Spezialistin kurz heraus, um sich zwischen zwei Augen-OPs meine Netzhaut anzusehen. Sie konnte jedoch nicht genug sehen, da die Pupille schon wieder kleiner geworden war.- Mir wurden also nochmals stärkere Tropfen verabreicht, und die Ärztin verschwand wieder im OP-Bereich.

Auch während dem Wochenende im Odenwald hatte ich ja schon solche Gedanken:
Dass mir das Augenproblem ja auch die Chance gibt, einmal eine etwas schwierigere Lebenssituation erfolgreich durchzustehen..... und somit auch an Größe und Würde zu gewinnen. (Viele andere Menschen - und auch meine Eltern und Vorfahren - hatten ja schon viel heftigeres durchstehen müssen. - Trotzdem möchte ich nun natürlich nicht, nur aus Treue zu ihnen, mein Augenproblem selbst aufrecht erhalten.)

Ich nutzte die Zeit, um mir nochmals meinen Großvater anzusehen, der in der telefonischen Augen-Sitzung aufgetaucht war. Ich merkte, ich war innerlich nicht so ganz mit ihm im Reinen, bat ihn jedoch, darüber hinwegzusehen.

Nach etwa weiteren 50 Minuten kam dann die Ärztin nochmals, und setzte nun auch ein Vergrößerungsglas in meinem Auge auf. Sie sagte, sie würde sich nochmals die gesamte Netzhaut ansehen. - Laut ihrer Aussage war jedoch nichts auf der Netzhaut, sondern es handelte sich nur um eine Verunreinigung im Glaskörper. Also nichts, was behandlungswürdig wäre.

Montag, 23. Juli 2012

Gegen die Wand geknallt

Ich habe das Gefühl, ich bin mit meinem Innenleben zur Zeit irgendwie gegen die Wand geknallt.....
und es geht nun nicht mehr weiter.

Ich fühle mich nicht gut,
Blockade,
Wut, Groll,
Traurigkeit....
und ich sehe noch keinen Weg weiter......

Jetzt am Abend habe ich mir mal meine ganz alten Beiträge über das Zustimmen durchgelesen.

Und mich danach mal hingesetzt und geschaut, was hiervon ich jetzt anwenden kann.
Es ist mir dann gelungen, ein Bisschen in die Zustimmung zu gehen.
Dann habe ich noch eine körperliche Übung  dazu gemacht, die man normalerweise eigentlich mit Partner macht und habe eine Übung gemacht um mich körperlich aus der Umklammerung dieser Situation zu lösen (wie im letzten Abschnitt meines Beitrags "Der Tao-Zustimmungs-Weg" beschrieben).

Nun habe ich den Eindruck, dass es zwischen mir und der Wand wieder etwas Raum gibt,
und dass es einen Raum gibt, der um mein unangenehmes aktuelles Befinden drumherum ist,
und der über mein aktuelles unangenehmes Befinden hinausgeht......

Mittwoch, 27. Juni 2012

.... richtige Todesangst

Am Wochenende war ich wieder in der Ausbildungsgruppe im Odenwald.
Ich empfand es wieder als angenehm und tiefgehend.

Das Nähe-Thema war irgendwie unterschwellig vorhanden
und trug dann wohl auch dazu bei, dass ich mich am Freitag nach unserer offiziellen Zeit gleich zurückzog und schlafen ging.


Am Samstag gingen wir dann in 3er-Gruppen.
In einer kleinen Mini-Aufstellung war Gelegenheit, sich etwas anzuschauen, was man ablehnte. Als ich dran war  nahm einfach das Thema "Kontakt".
Eine Teilnehmerin stand nun für mein Thema mit Nähe. Ein Teilnehmer stand für Lebensenergie und Lebensfreude. - Und ich stand für mich selbst stehend zwischen den beiden.

Am Anfang hätte ich dann  zu der Teilnehmerin, welche für die Nähe stand, irgend etwas ablehnendes sagen sollen. Ich wollte sie jedoch garnicht sehen sonder wandte ihr gleich den Rücken zu und blickte auf die "Lebenskraft / Lebenslust".
Ich merkte, dass ich, wenn ich ganz ehrlich war, auch gegenüber der "Lebenskraft / Lebenslust" Unbehagen spürte. - Insgesamt war ich in dieser Übung, insbesondere auch durch die Ablehnung begründet, recht angespannt und starr.

Schließlich drehte ich mich dann etwas um, so dass ich das "Nähe-Thema" sehen konnte - und schaute sie an. Sie reagierte sehr gerührt und hatte schon fast Tränen in den Augen.
Für mich vermischte sich nun etwas, und sie war nun nicht mehr nur das "Nähe-Thema", sondern auch meine Mutter. Dies war dann auch etwas verwirrend für mich.

An dieser Stelle sollten wir nun ja etwas leicht Versöhnliches sagen..... und dann schauen, wie sich danach unser Verhältnis zur "Lebenskraft / Lebenslust" verändern würde.
Ich sagte etwas wie "Ich will dich zwar nicht gerne in meinem Leben haben, aber ich weiß, dass du derzeit zu mir gehörst." - Und ich merkte, dass es gut war, dies gesagt zu haben.
Die Beiden bewegten sich etwas, so dass sie nicht mehr vor und hinter mir standen, sondern wir drei nun die Form eines Dreiecks bildeten.
Vor der "Lebenskraft / Lebenslust" hatte ich weiterhin eine Scheu.


Am Nachmittag sprach ich in der Pause ganz kurz mit Joel.
Ich sprach mit ihm darüber, wodurch diese starke Nähe-Problematik eigentlich genau in mir ausgelöst worden war. Dies war ja in dem Ausbildungsblock davor passiert, in einer Übung, in welcher man sich öffnen und auf Andere zugehen sollte..... 
Obwohl ich nur etwas 3 bis 5 Minuten mit Joel geredet hatte, fühlte ich mich danach und für den Rest des Seminars frei von der Nähe-Angst. Ich konnte ab diesem Zeitpunkt sogar sehr gut auf Andere zugehen.

Erst auf dem Heimweg am Sonntag wurde mir dann klar, wodurch dies wohl bewirkt worden war:
Ich hatte mit Joel nämlich über meine Angst vor Nähe - und insbesondere davor, auch Andere zuzugehen gesprochen.
Er sagte daraufhin etwas, was die Worte ".... richtige Todesangst ..." enthielt.
Ich weiß noch, dass ich daraufhin so etwas wie "Hä!?!" gedacht hatte - dann jedoch in mich hineinspürte..... und dann eine richtig merkte, wie mir Erleichterung durch den ganzen Körper kroch und mich entspannte! (Wir hatten ja in der Gruppe schon öfters darüber gesprochen, wie wichtig es ist, dass 'das-was-da-ist'  gesehen und "bewahrheitet" wird. - Aber dass dies so eine extreme Wirkung haben kann, hätte ich nie gedacht.)

Freitag, 26. August 2011

Ameisen- und Zecken- Zustimmung

Heute verrate ich das Geheimnis der Ameisen- und Zecken- Zustimmung :-)
(leider ist mir jedoch nur die Ameisen-Zustimmung so richtig gelungen):

Gestern nach dem Sonnenbaden setzte ich mich an einem schönen Ort in einem schönen Park nochmals in den Schatten. - Leider war dort wohl eine Ameisen-Hauptstraße und ich hatte die Viecher sofort in großer Anzahl an den Füßen. Eine habe ich mit meiner Sandale wohl eingeklemmt. Sie zwickte mich.... und ich versuchte schließlich, alle abzustreifen...

Da keine andere Schatten-Bank frei war, und ich auch nicht schief-sitzend die Beine auf die Bank legen wollte, hielt ich meine Beine getragen durch Muskelkraft 5 bis 10cm über dem Boden.
Trotzdem tauchten weiterhin Ameisen auf (können die Viecher eigentlich springen?).

Schließlich war mir das Ganze zu unbequem und ich entschloss mich, die Füße zu strecken und die Ferse dann einfach auf dem Boden abzulegen. Ich akzeptierte, dass die Ameisen an meinen Beinen herumkrabbeln würden. - Aber die Ameisen wollten nun nicht mehr auf meine Füße. Erst nach 10 Minuten tauchte dann erst auf meinem einen, dann auf meinem anderen Fuß jeweils eine Ameise auf....

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Nach dem Duschen entdeckte ich an einer Körperstelle einen dunklen, herausstehenden Punkt. Ich dachte, es wäre eine Zecke... aber irgendwie stand da auch nichts heraus...., es war eher wie eingewachsen.

Später am Abend machte mir das Ganze dann doch Angst. Ich sah es mir mit der Lupe an..... und wurde noch unsicherer. - Da jedoch nichts herausstand wollte ich auch nicht daran herumoperieren. Ich entschloss mich, gleich am nächsten Morgen vorsichtshalber zum Arzt zu gehen. - Irgendwie hatte ich dann genug und legte mich ins Bett.

Ich war so gestresst, dass ich nicht bereit war, eine "richtige" Sitzung zu machen oder ins Zustimmen zu gehen. Ich ließ mich jedoch darauf ein, die Angst bewußt zu fühlen..... und schlief dann schließlich ein.

(Der Arzt konnte ausschließen, dass es sich um eine Zecke oder einen steckengebliebenen Zecken-Kopf handelt. Er vermutet, dass es ein Blutschwämmchen ist, hat mir jedoch vorsichtshalber eine Überweisung zum Dermatologen gegeben.)