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Freitag, 31. Dezember 2010

Löst Zustimmung tatsächlich Probleme?

Ich wurde gefragt, ob man sich durch das Anwenden der Zustimmung lediglich besser fühlt, oder ob dadurch Probleme tatsächlich gelöst werden.

Hier zunächst meine persönliche Meinung dazu:
Prinzipiell kann man zwei Situationen unterscheiden.
Zum einen gibt es unabänderliche äußere Bedingungen. Wenn ein geliebter Mensch gestorben ist.... dann ist dies ein Fakt, der sich durch nichts mehr verändern lässt. In diesem Fall ist der Lohn der Zustimmung also der eintretende Innere Friede....
Anders ist es, wenn man die Situation vielleicht durch das eigene Handeln vielleicht verändern könnte. Meiner Ansicht nach passiert in Konflikten mit anderen Menschen häufig dasselbe wie in einer Übung, die ich bereits an anderer Stelle (in einem Forum) beschrieb: 

Sehr gut kann man dies auch körperlich in den KiKG-Übungen von Joel Weser erfahren: Wenn mich beispielsweise jemand von hinten umklammert und zudrückt, der deutlich kräftiger ist als ich, so kann ich mich trotzdem innerlich so sehr lösen, dass ich mich als "gelöst" empfinde. Der Anderen spürt dies sofort und merkt, dass er mich nicht mehr richtig hat. Meist merkt er dann sehr schnell, dass sein Verhalten ins Leere geht und lässt schließlich los.

Ein Königsweg zum dem genannten "innerlichen Lösen" ist die "Zustimmung". Aber auch das hier geschriebene wird man wahrscheinlich nur nachvollziehen können, wenn man es einmal in der Rolle des Umklammerers und einmal in der Rolle des Umklammerten selbst erlebte...

Letztendlich kann man die Frage, ob "Zustimmung" tatsächlich auch äußerlich etwas verändert nur dadurch beantworten, indem man es im eigenen Leben selbst ausprobiert...
Oder indem man langfristig die Beispiele aus meinem Leben hier im Blog verfolgt und sich hierzu seine eigenen Gedanken macht....



P.S.: Weitere Beispiele für den Nutzen der Zustimmung gibt es auf der Internetseite von Bill Ferguson, den ich hier in meinem Blog bereits vorstellte.

Mittwoch, 24. November 2010

Herzenstechnik

Sehr hilfreich beim Gefühle-fühlen ist übrigens die Herzenstechnik von Manfred Mohr.

Ich habe sie aus dem Buch "Cosmic Ordering: Die neue Dimension der Realitätsgestaltung aus dem alten hawaiianischen Ho'oponopono", welches die kürzlich verstorbene Erfolgsautorin Bärbel Mohr zusammen mit ihrem Mann Manfred Mohr schrieb.

Dabei geht es darum, sich vorzustellen, wie sich beim Einatmen das eigene Herz so sehr weitet, dass alle Gefühle darin Platz haben. Beim Ausatmen nimmt das Herz dann wieder mehr und mehr seine normale Größe ein... und beim nächsten Einatmen beginnt es wieder mit dem Weiten.

Besonders hilfreich ist es natürlich, wenn man dies auf ein Gefühl anwendet, welches man eigentlich garnicht haben will....
Man könnte sich prinzipiell aber auch vorstellen, das Herz so sehr zu weiten, dass unerwünschte Situationen
oder sogar als problematisch empfundene Menschen darin Platz haben.

Die Vorstellung, in die Weite zu gehen, ist übrigens allgemein ein sehr hilfreiches Hilfsmittel
und wird in der bereits erwähnten KiKG-Ausbildung ebenfalls sehr erfolgreich genutzt!

Samstag, 6. November 2010

Sich mitten hineinsetzen

Nachdem ich letzte Woche die verschiedenen Selbsthilfe-Methoden vorstellte und mit Hilfe der CDs auch selbst nochmals anwandte, wurde mir klar, dass ich heute meist garnicht mehr auf diese Art und Weise vorgehe.

Statt fest bei einem Gefühl zu bleiben .... und dieses zu fühlen.....
begebe ich mich innerlich meist eher in eine aktuelle Situation hinein,
begegne innerlich einem Problem
oder auch einem für mich problematischen Menschen.....
und nehme wahr, was dies in mir auslöst..... ja ich setze mich da mitten hinein.... so gut es halt geht .... schaue was auftaucht, versuche alles anzuschauen, dazu "Ja" zu sagen, es wahrzunehmen - und dann schon auch die damit zusammenhängenden Gefühle zu fühlen und im Körper zu spüren.....
ohne allerdings fest bei einem Gefühl bleiben zu müssen....

Diese Vorgehensweise habe ich mir durch die geführten Innen-Raum-Reisen angeeignet, die wir in der Jahresgruppe bei Joël Weser immer wieder machen.... Ich nenne das was ich dann für mich zuhause mache auch "Innen-Raum-Reisen" obwohl ich es hier einfach so für mich selbst anwende, ohne Anleitung, lediglich mit einigen Stichpunkten auf meinem Merkzettel .... und jedes Mal sowieso ganz anders.....

Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei für mich auch die Weite der Wahrnehmung....
das über das Problem hinaus in die Weite gehen.....
ohne es jedoch hierdurch wegschieben zu wollen......
es wirklich anschauen und wahrnehmen..... 
und gleichzeitig nicht daran kleben,
sondern mit der Aufmerksamkeit auch darüber hinaus gehen.....

Dienstag, 26. Oktober 2010

Was noch der Heilung bedarf...

Wenn ich in einer Lebenssituation auf ein Gefühl in mir stoße, welches mir irgendwie Schwierigkeiten bereitet, dann ist für mich nur sehr wenig wichtig, ob es normal ist, in dieser Situation so zu fühlen, ob die Mehrzahl der anderen Menschen in dieser Situation vielleicht genauso fühlen würde...

Ich sehe es eher als Zeichen, hier will etwas
in mir noch gesehen, von mir noch zugelassen, von mir noch  GEHEILT  werden,
braucht etwas in mir noch meine Zuwendung....

Freitag, 22. Oktober 2010

Wahrnehmen und Hinschauen

Hier ein älterer Text von mir (das war damals meine Antwort auf eine konkrete Fragestellung), den ich meinen Lesern hier im Blog nicht vorenthalten möchte:

Es geht nicht darum, die Emotionen zu unterdrücken.
Es geht ums Wahrnehmen und einfach hinschauen!

Hier ein Beispiel:
Mache, wenn du für dich allein zu Hause bist, die Augen zu und stell dir vor, du würdest dich mitten in die unangenehme Situation und mitten in die Gefühle hineinsetzen.
Du denkst an deine Kollegen und ärgerst dich, dass du immer die Strahle-Frau spielen muss.
Dann spürst du deinen Ärger und sagst zu ihm „JA“.
Dann merkst du, du fühlst dich auch ganz Hilflos, weil du dich mit deinen Gefühlen allein fühlst. Dann sage zu deiner Hilflosigkeit „JA“.
.... Aber NEIN - du möchtest nicht hilflos sein. Hilflosigkeit ist unangenehm. Außerdem sind die anderen schuld, warum sollst du wegen denen Hilflosigkeit fühlen müssen. - Dann sage zu deinem „Hilflosigkeit nicht fühlen wollen“ „JA“.
......
Und irgendwann, kannst du vielleicht sogar zu deinen Kollegen und zu deren „immer-super-drauf-sein“ ein fettes „JA“ sagen, aber das ist rein freiwillig!

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Das WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"!

"Gefühle fühlen"?

Viele Menschen reagieren darauf mit: "Wieso soll ich meine Gefühle fühlen. Ich fühle sie ja sowieso schon die ganze Zeit und mehr als mir lieb ist!"

Ja, doch im normalen Leben geschieht dieses "Gefühle fühlen" meinst in einer Haltung von Ablehnung und Widerstand, mit Ablenkung und Wegsehen - und mit dem Versuch, sie zu lenken und zu kontrollieren. Manchmal gehen wir auch ganz im Gefühl auf, statt sie wahrzunehmen.
- All dies ist ganz normal und wird Jedem von uns auch immer wieder passieren.....

Doch um Gefühle zu ihrem natürlichen Ende kommen zu lassen, damit sie "zu Ende gefühlt" werden können - ist Hin und Wieder auch ein anderer Umgang mit ihnen notwendig:
Dem Gefühl zustimmen, es ansehen, es im eigenen Inneren Da-Sein lassen, es so lassen wie es ist, dabei-bleiben - aber dabei auch bewusst bleiben.... Also nicht ganz in dem Gefühl davon schwimmen, sondern immer noch als derjenige vorhanden bleiben, der das Gefühl umfassen und wahrnehmen kann.

Sehr wichtig beim "Gefühle fühlen" ist auch das Einbeziehen des Körpers!
Wo spüre ich das Gefühl genau im Körper?
Wie fühlt sich die Körperstelle an?
Von wo bis wo geht sie genau?

Ja - wichtig ist, sich dabei viel Zeit nehmen, ...... dabei sehr langsam vorgehen, .......
und immer und immer wieder mit der Aufmerksamkeit  zwischen Körpergefühl und Gefühl zu wechseln... ..... in einem großen "JAh"


Nachtrag vom 30.10.2010 00:34:

Damit alles 'WICHTIGSTE beim "Gefühle fühlen"' zentral an einer Stelle steht, hier noch eine wichtige Ergänzung:
Mir ist, als ich vor etwa einer Stunde das Gefühle-fühlen mittels Übungs-CD praktizierte,  nochmals klar geworden, wie wichtig bewusstes Atmen beim Fühl-Vorgang ist.
Wichtig ist, langsam und tief zu atmen.... und den Atemvorgang auch immer wieder bewußt wahrzunehmen....

Dienstag, 19. Oktober 2010

Es findet sich immer was zum Zustimmen!

Es geht jedoch nicht darum, "keinen Widerstand haben zu dürfen" um "Richtig" zu sein....
während all die anderen Menschen, welche Widerstände haben oder ihre Gefühle nicht wahrnehmen wollen oder können,  falsch sind......

Es geht nur darum, wie man sich das Leben leichter machen kann..... und auf welche Art und Weise man wie viel von einem hilfreichen Ansatz umsetzen kann....

Wenn ich merke, dass ich bei einem bestimmten Thema den Widerstand nicht aufgeben kann..... ja, dass ich ihn auf keinen Fall aufgeben will...... dann stimme ich genau dem zu!
Dann sage ich "JAh" dazu, "JAh, hier ist ein Widerstand, den ich nicht aufgebe".
Und wenn ich dann merke, dass ich ungeduldig werde und denke, "Ich muss doch aber den Widerstand unbedingt aufgeben" ..... - dann sage ich "JAh" dazu .-  "JAh" zu dem Gedanken, "JAh" zu dem Druck,  dass ich denke, ich müsste den Widerstand unbedingt aufgeben. 

Ich kann also immer das nehmen, was gerade obenauf liegt.
Somit gibt es immer etwas, mit dem man in Zustimmung kommen kann!

Verschiedenes zum "Gefühle fühlen"

Ein sehr wichtiger Punkt ist meines Erachtens das Fühlen der eigenen Gefühle.
Gerade gegen Gefühle gibt es ja oft einen großen innerlichen Widerstand!

Und es gibt sogar Menschen die behaupten, "Jeder Widerstand gegen ein äußeres Ereignis ist in Wirklichkeit nur ein Widerstand gegen ein Gefühl - welches wir mit dem äußeren Ereignis verbinden - und welches wir auf keinen Fall fühlen wollen....".

Gegen Gefühle keinen innerlichen Widerstand haben zu müssen bringt eine große innere Freiheit! Man braucht dann nichts mehr zwanghaft und aus Angst vermeiden.....

Und - auch wenn das paradox klingt - aber um ein unangenehmes Gefühl loswerden zu können.... ist es zunächst erforderlich, den Widerstand gegen dieses Gefühl aufzugeben..... dieses Gefühl ganz durch-zu-fühlen, dieses Gefühl zu Ende zu fühlen.

Zu diesem Thema werde ich hier noch eine Menge schreiben!

Samstag, 16. Oktober 2010

Körperlicher Druck, Abwehr und Zustimmung

Ich bin hier ja schon mehrfach auf Bill Ferguson und sein "MasteryOfLife" eingegangen. Von den Ausführungen auf seinen Internetseiten habe ich einiges über das Aufgeben von innerem Widerstand gelernt, jedoch habe ich neben ihm noch mehrere weitere Lehrer.

Mein aktuellster und wichtigster Lehrer ist Joël Weser mit seiner  KiKG® - Arbeit zur PrEssenz.
Der Ansatz von Joël Weser besteht aus "Systemischen Familienaufstellungen" (darauf werde ich hier im Blog nicht so eingehen), den "Innen-Raum-Reisen" (hierzu zu einem späteren Zeitpunkt mehr) und den speziellen KiKG-Körperübungen.

Es gibt sehr viele verschiedene KiKG-Körperübungen. Schon mit den Einstiegsübungen kann man sehr gut sichtbar machen, wie sich "Zustimmung", "Loslassen", eine veränderte innere Haltung, auf körperliche Interaktionen direkt auswirken.

Ich werde hier jetzt eine Übung beschreiben - nicht dass ich dadurch zum Nachmachen anregen möchte, ich denke hier ist am Anfang persönliche Anleitung nötig - sondern um hier nochmals auf diese Art und Weise den Nutzen der Zustimmung zu verdeutlichen:

Ich stehe vor einer Wand. Mein Rücken liegt ganz an der Wand an.
Ein Übungspartner drückt mit beiden Händen gegen meinen Brustraum, ja er stemmt sich richtig mit voller Kraft dagegen.
Dies fühlt sich unangenehm an.... und ich begebe mich zunächst voll ins "Dagegen-Sein", in die innerliche Abwehr in Widerstand - "Nein! Das will ich nicht! Wieso macht der sowas mit mir! So ein Schwein!" (Wenn man möchte, dann kann man sich bei dieser Übung auch eine konkrete Lebenssituation vorstellen, bei der man sich sehr unter Druck gesetzt fühlt.)

Im nächsten Schritt verändere ich meine innere Haltung. Ich ändere nichts an der äußeren Situation, ich verändere lediglich etwas in meinem Inneren:
Ich stimme der unangenehmen körperlichen Situation zu... und fühle mich schon etwas besser.
Dann schalte ich um auf Wahrnehmung, ich nehme genau war, wo und wie mich seine Hände im Brustraum drücken..... und wandere dann mit meiner Aufmerksamkeit zu meinen Gefühlen.
Dann mache ich mich ganz weit und nehme auch den Drückenden wahr.

Während sich am Anfang alles sehr unangenehm, fast schon schmerzhaft nach Druck, Enge, Eingesperrt-sein anfühlte, fühle ich mich nun relativ frei und autonom.

Auch bei denen, die den Druck ausübten, hat sich während der Übung viel geändert.
Am Schluss schauen sie meist recht verblüfft drein .... und man hat den Eindruck, sie würden garnicht mehr so richtig drücken.
Beim Austausch sagen sie Dinge wie: "Am Schluss hatte ich den Eindruck ich habe dich garnicht mehr richtig, du warst garnicht mehr richtig greifbar." oder "Du hast mir plötzlich die ganze Kraft genommen, ich konnte nicht mehr richtig drücken." Manchmal kommt auch die Rückmeldung: "Ich bin mir zum Schluss richtig verarscht vorgekommen. Ich versuche verzweifelt zu drücken und zu drücken, und du stehst da und veräppelst mich...."

Im Gegensatz zu den anderen Methoden, die ich hier vorstellte und noch vorstellen werde, gibt es zu den KiKG-Übungen keine Anleitung auf Internetseiten, in Büchern oder auf CDs. Stattdessen benötigt man hier den direktem Kontakt mit einem KiKG-Trainer vor Ort, oder am besten direkt mit Joël.

Auch ich werde diese Übungen hier im Blog nicht anleiten!
Falls meine Leser jedoch mehr an diesem Thema interessiert wären, könnte ich noch ein bisschen darüber schreiben.

Links:

Freitag, 15. Oktober 2010

Widerstand als Versuch, zu kontrollieren

In einem Kommentar zu meinem letzten Beitrag wurde ich von "Anonym"  nach dem Zusammenhang zwischen Stress, bzw. großer Belastung, und Widerstand gefragt.

Meiner Ansicht nach ist Widerstand kein Automatismus,
der durch Belastungen, von welcher Art auch immer, ganz mechanisch hervorgerufen wird.
Stattdessen ist er etwas, das wir selbst "machen"....
weil wir denken, dass wir mit Hilfe von Widerstand die Situation oder unsere Gefühle kontrollieren können.... (mit meinen bisherigen Beiträgen versuchte ich aufzuzeigen, dass diese Kontrolle  nicht funktioniert).

Ich stimme dir, Anonym, natürlich zu, dass Zustimmung und Hingabe schwierig sein kann, wenn sehr viel auf Einmal auf uns einwirkt.

Doch wenn wir wenigstens einen Teil des Widerstands aufgeben, wenn wir nur einem Teil unserer Gefühle zustimmen können, wenn wir nur einen Teil unseres Problems wirklich ansehen können,
sind wir einen Teil mehr im Fluss,
haben wir einen Teil mehr Inneren Frieden,
haben wir einen Teil mehr Lebensqualität.....

Montag, 11. Oktober 2010

Damit Dasein

Eine Grundlage des "Tao der Zustimmung" ist, Das-Was-Ist nicht zu bekämpfen, .... sondern es da sein zu lassen, sich (innerlich) mitten in die Situation hineinzusetzen, einfach mit Dem-Was-Gerade-ist dazusein.

Dies setzt voraus, sich keine Scheuklappen aufzusetzen, sich nichts vorzumachen, sondern Das-was-ist wirklich anzusehen - ganz da sein, ..... sich selbst spüren, den eigenen Körper spüren, ..... es anzusehen, und ganz da zu sein.

Wichtig dabei ist, die eigenen Gefühle zu spüren, die mit Dem-Was-Ist zusammenhängen. Auch ein Gefühl ist ein Das-Was-Ist und will als solches behandelt werden, will gesehen werden, will wahrgenommen werden, will ein "Ja, im Augenblick ist das so... und weil es so ist darf es auch so sein!"

Das-Was-Ist verändert sich, wenn es ganz gesehen wird, wenn es ganz gespürt wird, wenn es ganz angenommen wird.... (Eigentlich habe ich dies auf andere Weise hier im Blog bereits beschrieben.)

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Bereitschaft, Widerstand aufzugeben

"Widerstand-aufgeben" kann man in belastenden aktuellen Lebenssituationen praktizieren - man kann jedoch auch nach Lebensbereichen Ausschau halten, in denen immer wieder alles schief geht, um dann zu prüfen, was für innere Widerstände dort wohl am Werke sein mögen.

Wichtig ist die innere Bereitschaft den Widerstand aufzugeben, ..... verbunden mit dem Wissen, dass Widerstand, und die damit verbundene Angst, der damit verbundene Tunnelblick keineswegs zieldienlich sind.

Wenn beispielsweise meine Lebensgefährtin darüber nachdenken würde, mich zu verlassen (tut sie zum Glück nicht, hoffe ich), dann würde innerer Widerstand und die daraus geborenen Verhaltensweisen wahrscheinlich dazu führen, dass sie dies dann tatsächlich tut. (Auf jeden Fall würden sich zusätzliche Angst und Tunnelblick breit machen.)
Wenn ich stattdessen der Möglichkeit, dass sie mich tatsächlich verlassen könnte zustimme.... wirklich zustimme.....
dann bin ich innerlich frei, zu merken, ..... was ich in dieser Situation tun kann und will.....

Doch Bereitschaft allein genügt nicht immer.
Manchmal ist es einfach notwendig, sich innerlich mit all seinen Gefühlen mitten in die Situation hineinzusetzen (ich schrieb bereit darüber) und seine Gefühle wirklich zu fühlen (darüber werde ich in den nächsten Wochen noch einiges schreiben).

Viel Erfolg beim der Bewegung durch das innerliche und äußerliche Leben!

Tao

Donnerstag, 30. September 2010

Widerstände aufgeben

Einer, von dem ich einige in meinen Augen sehr interessante Dinge über das Aufgeben von inneren Widerständen gelernt habe, ist "Bill Ferguson" mit seiner Internetseite MasteryOfLife. Dort kann man eine Vielzahl aufeinander aufbauender Artikel lesen, indem man sich einfach nur durch die linke Menüleiste durchklickt.

Bill Ferguson beschreibt, wie das "Widerstand-leisten" gegen "Etwas-was-ist", oder auch einfach nur gegen "Etwas-das-möglicherweise-eintreten-könnte" zu innerem Stress, Angst und Tunnelblick führt..... und wie eben das Aufgeben dieses inneren Widerstands zu Innerer Freiheit und zu dem Wissen führt, was in dieser Situation getan werden kann.
Das was ich gestern unter "Grundlegende Vorgehensweisen beim Zustimmen" schrieb, ist genau so ein Beispiel für das Aufgeben des Widerstands!

Für mich ist dieses beschriebene Basic schon wichtig. Man kann jederzeit aufhören, gegen etwas innerlichen Widerstand zu leisten - und wenn man damit aufhört, dann wird nicht etwa alles schlimmer - nein, dann verschwinden Angst und Tunnelblick, die Sicht wird klar, die nächsten Schritte sichtbar....

Bill Ferguson leitet darüber hinaus jedoch auch dazu an, wie man die Lebensbereiche aufspüren kann, in denen einfach nichts funktioniert - eben weil man sie selbst durch innere Widerstände blockiert hat - und wie man diese Widerstände aufgeben kann.
In einem weiteren Schritt kann man sogar den grundlegenden Schmerz finden: ein Gefühl, das man bisher mit aller Macht auf keinen Fall spüren wollte. Dieses "das grundlegende Gefühl auf keinen Fall spüren wollen" ist ja ebenfalls ein innerer Widerstand, welcher jedoch häufig die Ursache für viele andere Widerstände im Leben ist.

Für mich genügt es jedoch zunächst einfach schon, theoretisch zu wissen (und durch praktische Erfahrung bestätigt zu haben), welch grundlegenden Vorteil das Aufgeben des Widerstands mit sich bringt.

Am 01.10.2010 19:55 nochmals überarbeitet. - Weitere Beiträge zu diesem Thema folgen!

Mittwoch, 29. September 2010

Grundlegende Vorgehensweisen beim Zustimmen

In belastenden Situationen gibt es zwei grundlegende Vorgehensweisen, Zustimmung anzuwenden:
Man kann den belastenden äußeren Umständen zustimmen - und somit aus Angst und Tunnelblick aussteigen und zu Innerer Freiheit gelangen.

Man kann jedoch auch den eigenen inneren Zuständen und Gefühlen zustimmen, die mit der belastenden äußeren Situation zusammenhängen.

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Als ich die letzten Tage so im Fieberwahn darüber nachdachte, was ich hier als nächstes schreiben könnte, fiel mir einiges zum Zustimmen im Bezug auf äußere Umstände ein.
Dann kam mir innerlich ein Beispiel aus meinem Leben - etwas aus meiner Firma, was eventuell eintreten könnte... und auf von mir nicht gewünschte Weise in meine Freizeit eindringen könnte. Das möchte ich auf keinen Fall!

Ich fragte mich also, wie hier Zustimmung aussehen könnte....
"Aber Nein" - in diesem Fall wollte ich ja auf jeden Fall mein Interesse durchdrücken!
Ich merkte schließlich, wie ich gefangen war im "Recht-haben-wollen" und "die-Kontrolle-über-meine-Freizeit-haben-wollen" .... und ich bemerkte den Stress, der damit zusammenhing!

Schließlich änderte sich etwas und ich merkte, dass ich auch bei diesem Beispiel dem Eintreten des schlimmsten Falles, dem Eintreten das Falles, das ich meine Interessen nicht durchsetzen könnte, tatsächlich zustimmen kann.
Ich würde mir diesen Fall nicht wünschen - und ich würde schauen, wie ich ihn würde vermeiden können..... aber ich konnte ihm innerlich zustimmen.... und ich verspürte damit verbunden eine große innere Freiheit.

Ich weiß nicht, ob ich diese Vorgänge hier mit meinen Worten so rüber bringen kann, dass Andere dies wirklich nachvollziehen können. Vielleicht wird es langsam, mit steigender Anzahl meiner Beiträge deutlicher werden.... Jedenfalls möchte ich zu diesem Thema noch einiges an Theorien und praktischen Beispielen bringen.

Ich wünsche viel

Innere Freiheit

Montag, 20. September 2010

Traum vom bevorstehenden Tod

Diesen Traum hatte ich schon vor einigen Monaten.... und er ist irgendwie schon wieder verflogen....

Ich hatte ihn damals (allerdings mit einiger Zeitverzögerung) aufgeschrieben und möchte ihn auch hier nochmals einbringen:
    Mir wurde gesagt, dass ich aufgrund einer Krankheit nicht mehr lange zu leben habe. Ich weiß nicht, wer mir das gesagt hatte - ein Arzt vielleicht? Jedenfalls war sicher, dass man da nichts mehr machen konnte, und der Tod in unmittelbarer Kürze, also irgendwann innerhalb der nächsten 1,5 Tagen eintreten würde. Irgendwie würden dann sämtliche inneren Organe versagen. 
    Erleichternd war für mich, dass der eintretende Tod durch eventuelle medizinischen Eingriffe nicht zu vermeiden war. Ich brauchte mir also keine (falschen) Hoffnungen machen - ich musste meine letzten Stunden nicht damit verbringen, von einer ärztlichen Untersuchung zur nächsten zu rennen.
    Aber der bevorstehende Tod passte mir so garnicht in den Kram. Ich hätte gerne bis ins hohe Alter gelebt.... Ich merkte dann im Traum, dass ich einfach meine psychologischen Selbsthilfemethoden und Einsichten auch hier auf das Thema Tod anwenden musste: Es gab hier eine äußere Situation, die nicht zu verändern war - also konnte ich nur zu der äußeren Situation, zu meinen Gedanken dazu, zu meinen Gefühlen dazu "Ja" sagen.... mich dem ganzen innerlich ohne Widerstand ganz hingeben. - Dies gelang mir auch sehr schnell, ich fühlte mich mit dem, was sowieso nicht zu ändern war, schnell ausgesöhnt. 
    Ich war dann also nun in meiner Wohnung (oder in der Wohnung meiner Lebensgefährtin) und fragte mich, was ich vor meinem Tod gerne noch tun wollte - was ich in meinem Leben immer schon tun wollte und noch nicht getan habe. Im Traum fiel mir bei dieser Frage nur eine: "Mit möglichst vielen Frauen zu schlafen!" Doch die Frage, wie ich das jetzt auf die Schnelle realisieren sollte fand ich so stressig, dass ich die Idee wieder verwarf.
    Ich entschied also, an diesem ersten Tag einfach, wie es schon geplant war, mit meiner Lebensgefährtin in die Stadt zu fahren. Es machte mir schon Angst, dass ich ja dann vielleicht mitten in der Stadt plötzlich umkippen könnte.... ob ich dann vielleicht Schmerzen habe, ..... ob es vielleicht vor meinem Tod noch weh-tut, weil ich stürze und mit dem Kopf mitten auf der Kreuzung auf den Asphalt knalle. - Aber ich wollte deshalb jetzt auch nicht zu Hause bleiben. Schließlich könnte es ja auch sein, dass ich noch bis zum Mittag des nächsten Tages leben würde. Schließlich entschied ich mich zu akzeptieren, dass ich vielleicht bei meinem Tod noch kurz Schmerzen haben würde.... oder vielleicht sogar kurz davor mit dem Kopf auf den Asphalt knallen würde.....
    Noch bevor wir in die Stadt gingen bekam ich die Nachricht, das Ganze wäre nur ein Irrtum gewesen, eine Verwechslung oder soetwas.

An dieser Stelle endete die bewusste Erinnerung an diesen Traum.
Ich bin ehrlich gesagt dankbar, dass ich nicht durch einen Wecker oder sonstiges im Traum gestört worden wäre, bevor man mich über diesen Irrtum aufgeklärt hatte. Dann hätte ich mich nämlich schon gefragt, ob der Traum eine Botschaft für mein reales Leben sein könnte.
Dies frage ich mich natürlich trotzdem. Leider ist es in meinem realen Leben so, dass ich nicht weiß, wann der Tod eintreten kann - dieses Wissen war im Traum schon auch sehr erleichternd.....

Freitag, 17. September 2010

Positives Denken vs. "Wahrnehmen-was-ist"


Sind die Scheuklappen groß wie ein Scheunentor,
dann hast du viel zu schleppen!


Um die herkömmliche Art von positivem Denken geht es beim Tao der Zustimmung nicht!
(Jedenfalls nicht in der Form, in der man etwas Auszublenden versucht, in der man Energie aufwendet, um das Hinsehen zu vermeiden!)
Es geht aber auch nicht darum, sich in negative Gedankenwelten hineinzusteigern!
Es geht eigentlich überhaupt nicht ums Denken, sondern um das sich ganz einlassen auf "das-was-ist".

Es ist die Bewegung zwischen dem "Kampf-Flucht"-Mechanismus (der meines Wissens dem Stammhirn zugeordnet wird) - und dem totalen Inneren Frieden (welcher meines Wissens den vorderen Stirnlappen zugeordnet ist):
Wenn jemand total im  "Kampf-Flucht"-Verhalten gefangen ist, dann schlägt er nur noch um sich.
Geht er dann ein paar Schritte in Richtung "Inneren Frieden" dann ist er vielleicht "nur" noch wütend und beschuldigt andere Menschen dafür, dass es ihm schlecht geht.
Geht er noch weiter Richtung "Inneren Frieden", dann ist da vielleicht nur noch etwas Unbehagen da, weil er vielleicht in seiner letzten Beziehung viel dazu beigetragen hat, dass diese schließlich scheiterte.
Ist schließlich der totale Innere Friede da, dann gibt es nur noch ein "Ja! - So ist das!".

Doch wie ist der Weg zu diesem Inneren Frieden. Nicht über Positives Denken, sich einreden, dass man in Wirklichkeit doch auch ganz viel Gutes zu dieser gescheiterten Beziehung beigetragen hat....
Nein, der Weg zu Inneren Frieden ist das Wahrnehmen, in die Situation, dass die Beziehung zu Ende ist.
Sich auch mitten hineinsetzen, in die eigenen Gefühle, die von all dem in einem selbst zum Klingen gebracht wurden.....
Sich auch mitten hineinsetzen in die Vorwürfe, gegenüber dem Partner und gegenüber einem selbst....
Sich auch mitten hineinsetzen in das "Nein!". "Nein das möchte ich nicht!" "Nein, das kann ich mir nie vergeben." - Nicht antworten auf diese Neins.... sondern sich ganz darauf einlassen ..... und auch zu den Neins ein "Ja" sagen......
Bis der Innere Friede eintritt.....

Innere Friede