Samstag, 9. März 2013

Wochenrückblick, Lebensziele und Selbstsabotage

Mir ist aufgefallen, wie ich in letzter Zeit von dem kraftvollen "mich meinen Themen stellen" bzw. "mich dem, was das Leben jetzt von mir erwartet stellen" mehr und mehr in eine kindliche Seite gerutscht bin.
Und auch, wenn ich dann "erwachsen" gehandelt habe, fehlte mir oft mein kraftvoll-erwachsenen "Jetzt stelle ich mich diesem (meinem) Thema!".

Jedenfalls klopft jetzt wieder mehr die Lust an, mich wieder dem Thema "Zustimmung und Veränderung" zu widmen, also zu schauen, welche Themen mir wichtig sind, und diese auf zustimmende Art und Weise in meinen Fokus zu nehmen.....


Ich mache ja regelmäßig, mal häufig, mal eher selten verschiedene "Innen-Reisen", "geführte Meditationen" oder wie man das immer auch nennen mag, und verwende dabei Stücke aus verschiedenen Übungs-CDs....
Gerade heute habe ich mich mit einem Stück von Die gestresste Seele beschäftigt, worin es darum ging zu schauen, was man noch alles tun möchte, was einem noch alles wichtig wäre, wenn man wüsste, dass man in einem Jahr stirbt.
Dabei tauchten auch jetzt wieder Dinge wie "Offenheit", "Innere Freiheit", "echte Begeg­nun­gen" und "Erotik".... als Punkte auf, die sich in meinem Leben unbedingt noch entwickeln sollten..... (Das was ich mir im Dezember und Januar unter dem Stichwort "Zustimmung und Veränderung 2013" angeschaut habe, ging ja auch deutlich in diese Richtung.)


Ein anderes Thema, welches ebenfalls wieder in mein Blickfeld kommt, ist das Thema "Selbstsabotage". Schon vor Wochen bin ich durch zwei Tracks aus einer der Übungs-CDs zu von Die gestresste Seele auf den inneren Rebellen gekommen.
Diese Rebellion basiert bei mir auch sehr darauf, bestimmte Dinge zu sabotieren. Dies kann ich sehr gut, in dem ich sie einfach scheitern lasse..... ja, ich kann dann so tun, als ob ich mich bemüht hätte, ich dann jedoch letztendlich doch gescheitert bin.....


Dies sind die Themen, die ich jetzt in nächster Zeit wieder verstärkt mit mir herumtragen möchte!

Sonntag, 30. Dezember 2012

Nächste Schritte

Auch während ich bei meinen Eltern war habe ich ja intensiv mit meinem Projekt "Persönliche Weiterentwicklung" bzw. "Zustimmung und Veränderung 2013" weitergemacht.

Zum lesen (und in mir bewegen) hatte ich das neue Buch von Eva-Maria Zurhorst und Wolfram Zurhorst ("Liebe dich selbst und entdecke, was dich stark macht") dabei, welches ich auch jetzt zuhause noch intensiv nutze.
(Dieses Buch habe ich bereits hier kurz beschrieben. - Weil der Titel so lang ist, werde ich es in Zukunft einfach nur noch kurz das "... was dich stark macht-Buch" nennen. Alle meine Beiträge, welche sich auf dieses Buch beziehen erhalten das Label  "... was dich stark macht-Buch")

Während dieser Zeit, und jetzt danach, mach(t)e ich außerdem regelmäßig Innen-Reisen, größtenteils mit Hilfe der CD zu diesem Buch.

Ich habe den Eindruck, dass es derzeit sehr nutzbringend ist, mich so tief mit mir selbst zu beschäftigen.

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Sehr beeindruckend waren auch meine Erlebnisse während der Innen-Raum-Reise "Blockaden in Ressourcen umzuwandeln":
Hier lernte ich einen Teil in mir kennen, welcher sich "Offenheit", "Weite" und "Begegnung" will, ..... Abenteuer, und eine neue Richtung im Leben.
Und ich lernte ein Teil kennen, welches mit allen Mitteln verhindern will, dass ich in eine Situation kommen könnte, mit der in nicht umgehen kann. (Auch eine sehr große Angst, ich könnte irgendwie die Kontrolle verlieren.)
Daher ist dieses Teil sehr stark für "Festhalten" und "Bewahren". - Eine Stärke dieser Seite in mir ist, auch unangenehme Situationen sehr lange aushalten zu können.
Ein Kompromiss, falls man überhaupt davon sprechen kann war, dass mich dieser Teil voranschreiten lässt, und er mir hilft...... falls ich in eine unangenehme Situation komme, diese auszuhalten und durchzustehen.

Samstag, 24. November 2012

Augenproblem und Würde

Und nun der dritte Beitrag für heute:

Während der 4 Tage im Odenwald hatte ich wieder stärkere Probleme mit meinem linken Auge. Am zweiten Abend hatte ich nämlich wieder Blitze gesehen. Wie immer war ich mir am Anfang unsicher, ob nicht vielleicht einfach nur einer der Strahler auf einer Uhr oder Brille einen Lichtreflex erzeugt hatte. Doch leider kamen die Blitze dann mehrmals wieder, einmal sogar sehr heftig.

Dies rief dann wieder sehr Angst in mir hervor, und auch wieder Hilflosigkeit sowie die Frage, was ich nun tun sollte. (Mir war jedoch klar, dass ich im Odenwald und dazu noch am Wochenende nicht zum Augenarzt gehen würde.)

Ich habe dann in einer Pause auch Joel kurz angesprochen. Der meinte nach kurzem In-Sich-Hineinspüren, er würde sich an meiner Stelle nochmals den Großvater ansehen, den wir ja auch in der telefonischen Sitzung schon hatten.

Das Hauptproblem war für mich zunächst auch wieder die Angst davor, die "richtige" Entscheidung treffen zu müssen und auf die "richtige" Art und Weise aktiv werden zu müssen.

Ich habe dann alles war wir dort gemacht haben innerlich für mich genutzt, um mir das Thema weiter anzusehen und auch in die Zustimmung zu kommen.

Dies war mir dann irgendwie auch gelungen.

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Klar war dann jedoch auch, dass ich am Montag wieder in die Augenarzt-Praxis gehen würde.

Diesmal war ich ja wieder ein Not-Termin, und ich kam in der großen Augenarzt-Praxis wieder zu einem anderen Arzt. Der wollte sich meine Netzhaut vollständig und bis zum Rand anschauen, weshalb er ein Vergrößerungsglas direkt auf dem Auge aufsetzen musste. Dies empfand ich (wie jedesmal) als sehr unangenehm und ich war in den Schultern und im ganzen Körper total verspannt. Und irgendwie kniff dann auch immer mein Auge zusammen, so dass das Ganze recht schwierig war.

Jedenfalls gab es dann eine Stelle in der Netzhaut, bei welcher es sich nicht sicher war, ob es sich vielleicht um einen alten, jedoch noch unbehandelten Riss handeln könnte.

Aus diesem Grund wurde ich dann wieder in die Augenklinik geschickt, wo eine OP-Ärztin und Netzhaut-Spezialistin sich das Ganze nochmals ansehen sollte.

Im Wartebereich der Klinik war ich dann, zumindest innerlich, total jammerig drauf.
Ich befürchtete, dass das Ganze da wohl wieder auf eine OP wie vor 6 Wochen hinauslaufen würde.....

Mehr und mehr bewunderte ich dann die teilweise schon sehr alten Männer, die ebenfalls in dem Wartebereich waren, und auf ihre OP warteten.
Die schienen das Ganze mit Würde zu tragen..... und sich sogar auf die OP zu freuen - wohl mit dem Ziel, danach wieder gut zu sehen....

Nach etwa einer dreiviertel-Stunde warten, kam die Spezialistin kurz heraus, um sich zwischen zwei Augen-OPs meine Netzhaut anzusehen. Sie konnte jedoch nicht genug sehen, da die Pupille schon wieder kleiner geworden war.- Mir wurden also nochmals stärkere Tropfen verabreicht, und die Ärztin verschwand wieder im OP-Bereich.

Auch während dem Wochenende im Odenwald hatte ich ja schon solche Gedanken:
Dass mir das Augenproblem ja auch die Chance gibt, einmal eine etwas schwierigere Lebenssituation erfolgreich durchzustehen..... und somit auch an Größe und Würde zu gewinnen. (Viele andere Menschen - und auch meine Eltern und Vorfahren - hatten ja schon viel heftigeres durchstehen müssen. - Trotzdem möchte ich nun natürlich nicht, nur aus Treue zu ihnen, mein Augenproblem selbst aufrecht erhalten.)

Ich nutzte die Zeit, um mir nochmals meinen Großvater anzusehen, der in der telefonischen Augen-Sitzung aufgetaucht war. Ich merkte, ich war innerlich nicht so ganz mit ihm im Reinen, bat ihn jedoch, darüber hinwegzusehen.

Nach etwa weiteren 50 Minuten kam dann die Ärztin nochmals, und setzte nun auch ein Vergrößerungsglas in meinem Auge auf. Sie sagte, sie würde sich nochmals die gesamte Netzhaut ansehen. - Laut ihrer Aussage war jedoch nichts auf der Netzhaut, sondern es handelte sich nur um eine Verunreinigung im Glaskörper. Also nichts, was behandlungswürdig wäre.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Die Weisheit der anfahrenen Wand

Ich habe auch heute früh wieder für 25 Minuten eine freie Innen-Raum-Reise gemacht. Dabei habe ich mich nochmals meine verschiedenen Gefühlen zugewandt - und vor allem gemerkt, wie ich mich nun wieder deutlich besser fühle.

Am Samstag und Sonntag (und vielleicht auch vorher schon) hat sich im mir alles ziemlich negativ angefühlt - und es war in mir auch der Eindruck da, es geht überhaupt nicht mehr weiter.
Es war dann auch ein ziemlicher Druck in mir, dass es doch endlich mal weitergehen muss!!!

Den Titel "Gegen die Wand geknallt" habe ich für meine vorletzten Beitrag ganz bewusst gewählt.
Erstens, weil es sich irgendwie tatsächlich so angefühlt hat.
Aber zweitens auch, weil Joel auch immer wieder meint, dass man manchmal erst gegen eine Wand fahren muss, bevor sich dann eine neue Perspektive ergibt, und es wieder weitergeht.
(Er sagt, dass er als Leiter in fast jeder Familienaufstellung an den Punkt kommt, wo es absolut nicht mehr weitergeht und er keine Ahnung hat, wie es weitergehen könnte. Wichtig ist dann, einfach dabeizubleiben und "Ja" zu diesem Zustand zu sagen - bis das Ganze dann wieder seinen Weg findet. Und dies geschieht, wenn man diese innere Haltung einnimmt dann auch jedes Mal!)

Montag, 23. Juli 2012

Gegen die Wand geknallt

Ich habe das Gefühl, ich bin mit meinem Innenleben zur Zeit irgendwie gegen die Wand geknallt.....
und es geht nun nicht mehr weiter.

Ich fühle mich nicht gut,
Blockade,
Wut, Groll,
Traurigkeit....
und ich sehe noch keinen Weg weiter......

Jetzt am Abend habe ich mir mal meine ganz alten Beiträge über das Zustimmen durchgelesen.

Und mich danach mal hingesetzt und geschaut, was hiervon ich jetzt anwenden kann.
Es ist mir dann gelungen, ein Bisschen in die Zustimmung zu gehen.
Dann habe ich noch eine körperliche Übung  dazu gemacht, die man normalerweise eigentlich mit Partner macht und habe eine Übung gemacht um mich körperlich aus der Umklammerung dieser Situation zu lösen (wie im letzten Abschnitt meines Beitrags "Der Tao-Zustimmungs-Weg" beschrieben).

Nun habe ich den Eindruck, dass es zwischen mir und der Wand wieder etwas Raum gibt,
und dass es einen Raum gibt, der um mein unangenehmes aktuelles Befinden drumherum ist,
und der über mein aktuelles unangenehmes Befinden hinausgeht......

Freitag, 18. Mai 2012

Mein Weg zum 'Tao der Zustimmung' (1)

In diesem Beitrag möchte ich beschreiben, wie ich zu dem hier in meinem Blog beschriebenen Weg der Zustimmung gekommen bin.

Als ich vor vielen, vielen Jahren in die Psychotherapie eingestiegen bin, hatte ich zunächst mit dem Gegenteil von Zustimmung zu tun. Damals suchte ich mir eine Therapeutin, welche die körperorientierte Therapieform "Bioenergetischer Analyse" (Bioenergetik nach Alexander Lowen) anbot. Bei dieser Methode wird davon ausgegangen, dass körperliche Verspannungen der Abwehr verdrängter Gefühle dient (was meiner Ansicht nach auch völlig richtig ist). Daraus wird dann gefolgert, dass man die unterdrückten Gefühle befreien (und somit bearbeiten kann), indem der körperliche Widerstand und die körperliche Abwehr mit Hilfe von Körperübungen solange gestresst wird, bis der Körper die Spannung nicht mehr halten kann, der Widerstand zusammenbricht und das Gefühl hervorbricht. - Dies hat leider bei mir nicht viel geholfen, da ich ein Mensch bin, der auf Druck mit noch mehr Widerstand reagiert und der auch unangenehme Situationen ewig lange halten kann.....

Nach 2,5 Jahren Bioenergetik erfuhr ich dann von der HAKOMI-Psychotherapie.
Hier wird der Widerstand vom Therapeuten nicht bekämpft, sondern im Gegenteil sogar als etwas sinnvolles und dazugehörendes vom Therapeuten unterstützt. Erst wenn sich das Unbewusste in der Therapie wirklich sicher fühlt, kann es den Widerstand und die Abwehr aufgeben, und die empfindlichsten Informationen und Gefühle wirklich auftauchen lassen.
Aufgrund meiner Erfahrungen leuchtete mir dies sehr ein, so dass ich schließlich wechselte.... und somit erste Erfahrungen damit machte, dass sich etwas nur dann wandeln kann, wenn es (zunächst) einmal da sein darf.

Während meiner Hakomi-Therapie lernte ich dann irgendwann auch 'Focusing' als Selbsthilfemethode kennen (siehe auch "Focusing - meine Erfahrungen damit"). Es gab schon damals neben meiner Therapie immer wieder Zeiten, in denen ich Focusing praktizierte. 
Auch im Focusing ist es wichtig, alles in einem selbst genau so zu nehmen, wie es ist.

Lediglich der 'Innere Kritiker' (oder der 'Innere Antreiber') wurde im ursprünglichen Focusing zunächst als etwas angesehen, was bekämpft und zum Schweigen gebracht werden muss, damit der Prozess nicht gestört wird.  - Erst später durch den Focusing-Dialekt von 'Ann Weiser Cornell' (siehe "Der Stimme des Körpers folgen") kam dann die Einsicht, dass auch der 'Innere Kritiker' eine gute Absicht hat (und er wahrscheinlich damals in der Kindheit auch nur dem Überleben diente), und man sich den Kritiker ebenso akzeptierend zuwenden sollte. (Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass hinter dem Inneren Kritiker meist eine Angst steckt und man den Kritiker in der Focusing-Sitzung fragen kann, wovor er sich fürchtet.)

Während und nach meiner Therapie zogen mich immer die verschiedensten Bücher an, in denen es um Selbstliebe, Selbstakzeptanz und darum ging, alles in sich selbst anzunehmen.... Ich wollte mehr darüber erfahren, wissen wie es geht, wie ich es anwenden kann.

Nach einem Umzug beendete ich dann meine Einzeltherapie und meine Workshop-Besuche
und beschäftige mich seither mit Selbsthilfemethoden und mit Möglichkeiten, mich selbst zu begleiten.
Dabei suchte ich nach den verschiedensten Ansätzen - Focusing, sowie einige Weiterentwicklungen von Focusing waren nur einige davon.

Schließlich lernte ich die 'Körperzentrierte Herzensarbeit' und später die 'Transformations­therapie' (und auch hier wieder einige ähnliche Methoden) kennen, bei welchen es um das akzeptierende und bejahende körperliche  Fühlen der  eigenen Gefühle geht.

Inzwischen war mir schon sehr klar, wie Akzeptanz und Selbstakzeptanz nutzbringend angewandt werden kann,
jedoch machte meine Wissen und meine praktische Erfahrung noch einmal einen großen Sprung, als ich die Internetseite von 'Bill Ferguson' kennenlernte, über den ich ja hier im Blog bereits in vielen Beiträgen schrieb. Von ihm lernte ich theoretisch und praktisch, wie hilfreich es ist, nicht nur den eigenen Gefühlen, sondern auch Sachverhalten, also äußerlichen (vielleicht unangenehmen) Bedingungen, zuzustimmen.
(Ja, es kann sogar sinnvoll sein, nicht nur den äußerlichen Bedingungen zuzustimmen, die bereits eingetreten sind - sondern sogar dem Eintritt eines zukünftigen Ereignisses zuzustimmen, dessen Eintreten man befürchtet.... z.B. den Partner oder die Arbeit zu verlieren.....
Dieses Zustimmung bedeutet ja nicht, dass ich dieses unerwünschte Ereignis haben will - sondern echte Zustimmung hilft, aus Angst und Tunnelblick auszusteigen..... und innerlich frei zu werden.... (um dann in einem zweiten Schritt auch schauen zu können, ob und wie man das Ganze aus dieser Inneren Freiheit heraus vielleicht im eigenen Sinne gestalten kann.....))


..... (Fortsetzung folgt) .....

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Meine Blockade steht neben mir

Im Rahmen meiner Ausbildungsgruppe nutzte ich diesmal in einer Übungsgruppe die Gelegenheit, mir meine Blockade, die starke dauerhafte Verspannung meiner Vorderseite, genauer anzusehen.

Ich war selbst auf diese Idee gekommen, weil ich mich durch meine körperliche Anspannung stets sehr blockiert fühle..... und ich aber irgendwie auch Angst habe.... vor dem was dahinter steckt.... eine explodierende Wut vielleicht, oder eine unendliche Sehnsucht..... mit der ich dann nicht mehr umgehen kann.....

Eigentlich hätten wir hier außer mir noch 4 Personen benötigt: Eine Person, die in der Aufstellung für mich steht, eine die für meine Blockade steht, eine die für das was hinter dieser Blockade ist steht, und eine Person die diese Aufstellung leitet. - Leider sollten wir diesmal nur 3-er Gruppen bilden.... nach kurzem Überlegen entschloss ich mich aber, die beiden anderen trotzdem zu fragen, ob sie mich hier unterstützen würden. Für mich gab es dann keinen Stellvertreter und ich musste von Anfang an in die Aufstellung mit hinein. Außerdem hatten wir niemanden, der den ganzen Prozess leitete - wir machten es auch so sehr gut.

Am Anfang drückte der Stellvertreter meiner Blockade mir auf die Brust, während das was hinter der Blockade steckt dahinter auf einem Sitzwürfel saß und mit den Beinen baumelte.....

Schließlich ging ich einen Schritt nach vorne.... und die Blockade ließ von mir ab und ging langsam zur Seite.

Ich merkte, dass ich meine Blockade weiterhin noch teilweise als Schutz vor mir haben wollte, doch sie ging nun etwas nach hinten zur Seite und wollte nicht mehr. - Ich sah sie an und war ihr dankbar, dass sie mich bisher geschützt hatte.....

Schließlich änderte auch das was hinter der Blockade war seine Position. Ich wusste nicht, um was es sich handelte und wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte. - Ich merkte dann, dass ich zu sehr im Kopf war... und fand es nun schade, dass keine andere Person als mein Stellvertreter in der Aufstellung war..... da man selbst, gefangen in seiner eigenen Struktur.... oft die Bewegung in die Lösung garnicht bemerkt.

Schließlich entschloss ich mich, einfach so zu tun, als ob ich nicht ich selbst wäre, sondern als ob ich mein Stellvertreter in einer Aufstellung wäre. Ich ließ mich nun einfach ohne zu denken von dem Feld führen.... bis ich schließlich neben dem Unbekannten stand.... welches immer wieder Sprünge in die Luft machte......

Hinterher bei Austausch erfuhr ich dann, dass es sich um meine Lebendigkeit gehandelt hatte. Sie sagte mir aber auch, dass man nicht immer so sein kann.

Mittwoch, 3. August 2011

Hin zu mehr - hin zu weniger

Heute früh habe ich wieder Übungen aus dem bereits erwähnten Buch gemacht (wird kurz erwähnt im Beitrag Systemische Übungen).

Bei der ersten Übung war jetzt zwar weniger eine systemische Übung, jedoch eine interessante:
Man sollte man sich anschauen,
ob man ein Mensch ist, der sich eher "hin zu mehr" oder eher "hin zu weniger" bewegt. Also hin zu mehr Gesundheit, Liebe, Erfolg, Freude, ....

Ich habe hier sehr schnell bemerkt, dass ich eher sparsam mit meinem Leben umgehe und eher auf "wenig" ausgerichtet bin. - Irgendwie passt dieser Punkt auch zu meinen Ausführungen (der letzten Tage) über das "Glücklichsein".

(Zum Schluss sollte man schauen (ich sag es jetzt mal mit eigenen Worten) ob man sich von Leben mitnehmen lassen kann in Richtung "mehr", in Richtung "Fülle".)


Die zweite, ebenfalls interessante Übung war, sich die Gegensätze rechts/links, Männlich/Weiblich, Vater/Mutter, Gott/Welt usw. anzuschauen und in sich selbst zu vereinen.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Was und Wie Zustimmen

An anderer Stelle wurde ich gefragt, was für eine Art "Zustimmung" ich genau meine.
Vielleicht kann ich mit Hilfe des fiktiven Beispiels mit dem Autounfall (vom 20.05.) näher darauf eingehen.

Zunächst mal: Zustimmung bedeutet für mich nicht, zu sagen "Ich möchte das so haben!", wenn ich also dem Autounfall zustimme, bedeutet dies nicht, dass ich gerne Autounfälle habe. - Denn dies ist ja nicht die Wahrheit, und es ist meiner Ansicht auch nichts, was einen Nutzen bringt.

Zustimmung bedeutet für mich stattdessen ein akzeptierendes: "Ja, das ist jetzt nun mal so!".
Ein "Ja, das ist jetzt nun mal so!" bedeutet, ich höre auf gegen die Realität zu kämpfen, ich höre auf, gegen die Realität Widerstand zu leisten.... denn die Realität ist ja tatsächlich, dass dieser Unfall nun mal geschehen ist.

Aber Moment - bedeutet Zustimmung dann, mir Zustimmung einzureden, obwohl ich doch  in Wirklichkeit garnicht einverstanden bin? - Wenn ich versuche würde mir "Zustimmung" einzureden, obwohl ich in Wirklichkeit in Ablehnung bin, dann würde ich ja wieder gegen die Realität kämpfen, indem ich "der Ablehnung" die Zustimmung verweigere. ....

Hier sind mehrere Punkte wichtig:
Ein "Ja, das ist jetzt nun mal so!" hat nichts mit Resignation zu tun. Wenn etwas nicht veränderbar ist (wie die Tatsache, dass dieser Unfall passierte), dann ist jeder Widerstand und jede Ablehnung einfach nur Energieverschwendung und somit sinnlos!
Wenn etwas jedoch veränderbar ist (wie z.B. Unzufriedenheit im Job), dann wird durch ein "Ja, das ist jetzt nun mal so!" eine gute Vorraussetzung geschaffen, um etwas in Richtung Veränderung zu unternehmen (darüber schrieb ich schon in vielen Beiträgen)!

Der Weg ist meiner Ansicht nach also, die "innerliche Bereitschaft zur Zustimmung" zu entwickeln.
Dies kann zum Beispiel auch dadurch geschehen, dass man einfach merkt, dass sich ein äußerliches oder innerliches "Nein zur Realität" immer beschissen anfühlt.... und man sich das dann irgendwann selbst nicht mehr antun will.
Bei mir ist es so: Durch das Lesen verschiedener Artikel (vor allem von Bill Ferguson), durch eigene Erfahrungen und letztendlich auch durch die Körperübungen von Joel (wer dem Link folgt bitte dort nach unten blättern) hat sich in mir die Erfahrung verankert, wie sehr "Zustimmung" und "körperliches Lösen" helfen können. - Diese positive Erfahrung führt bei mir automatisch zur "Bereitschaft zur Zustimmung".

  .... In meinen Augen wäre es also der Wesentliche Schritt, diese Bereitschaft zu entwickeln!

Falls jedoch mal ein innerliches festes "Ich will das nicht!" da sein sollte, dann ist zunächst dieses "Ich will das nicht!" die Tatsache, die Zustimmung braucht. - Wenn ich dann diesem "Ich will das nicht!" zustimme, selbst dann habe ich schon den ersten Schritt vom Widerstand zur Zustimmung gemacht! (Anderenfalls könnte nämlich der Zwang zur Zustimmung genau das werden, was mich blockiert.)


Viele weitere Aspekte dieses Themas wurden ja schon ausführlich in meinen älteren Beiträgen behandelt.

Freitag, 20. Mai 2011

[Das Leben hat immer recht!]



"Das Leben hat immer recht -
mein Herz ist so weit wie der Himmel"



sagte Maye am Ende des Films "Kama Sutra" (*), nachdem ihr Liebster auf Geheiß des Tyrannen getötet wurden war.
Trotzdem war sie im Einklang. - Vielleicht, weil sie durch all die vorausgegangenen Ereignisse und Erlebnisse gelernt hatte, was "Leben" ist und was "Liebe" ist.

Ich habe diesen Film vor vielen Monaten einmal gesehen, doch dieser Satz am Schluss des Films blieb bei mir hängen.... denn dieses Thema zog mich an - schon lange bevor ich diesen Blog hier eröffnete.

Ja, "das Leben hat immer recht", den 'das was ist', das ist nun mal.....
Je mehr man in ein "Nein" geht, je mehr man in "Widerstand" geht, umso schlechter fühlt man sich! Dies scheint ein ganz grundlegender Mechanismus des Lebens zu sein.

(*) "Kama Sutra: Die Kunst der Liebe", ein indischer Film von Mira Nair aus dem Jahre 1996.

Verschiedene Bedeutung von "Kämpfen"

Unter "Kämpfen" kann man sehr verschiedene Sachen verstehen. (Verschiedene Aspekte wurden hier im Bog immer wieder berührt, teils bewußt, teils vielleicht auch unbemerkt. Ein paar dieser Aspekte (nämlich die, die ich jetzt gerade bewußt greifen kann) möchte ich hier nochmals ansprechen.):

Einmal ist "Kämpfen" ein "mit dem Leben oder den Schicksal hadern". Dies ist dann der Fall, wenn etwas geschieht oder bereits geschehen ist, was sich nicht (mehr) ändern lässt, worauf man keinen Einfluss hat.... - Dagegen zu kämpfen scheint, außer zusätzlichem Schmerz, keinen Nutzen zu bringen!??!

Ein anderer Aspekt ist "für etwas kämpfen, das einem wichtig ist". Hier gibt es einen gewaltigen Unterschied:
Das eine ist ein "sich anstrengen" um etwas zu erreichen.
Unter diese Rubrik fällt, wenn jemand trainiert, um einen sportlichen Wettbewerb zu gewinnen, oder wenn jemand lernt, um eine Prüfung zu bestehen oder beruflich weiter zu kommen.
(Hier könnte man höchstens die Fragen stellen: Kann ich es erreichen? Warum will ich es erreichen (ein tiefer Wunsch, oder psychologische Gründe)? Wieviel Aufwand ist es mir wert?)
Dieses "Sich-Anstrengen", "Sich-Einsetzen" fällt für mich nicht unter die Rubrik "Kämpfen".

Ein Kämpfen im negativen Sinne wird es für mich dann, wenn es nicht in Richtung "Sich-Einsetzen für etwas" geht,
sondern in Richtung "Widerstand leisten".
Widerstand leisten heißt, äußerlich oder innerlich zu sagen:
"Nein, es ist ungerecht, dass der Prüfer mich nicht leiden kann!", "Es ist blöd, dass das Leben immer mich kurz vor der Prüfung krank werden lässt!", "Meine Freundin darf dies nicht tun!", "Ich selbst darf nicht so sein wie ich bin, sondern muss alle offenen Baustellen in meinem Leben bereits geheilt haben!".
Dieses "Nein zum Leben" diese "Widerstände", diese "Ablehnung von 'dem-was-ist'" - dies ist es, was ich mit Kämpfen meine.

- Eigentlich sind wir nun auch hier wieder beim ersten Punkt gelandet:
Auch Lebensbereiche, in denen man etwas ändern kann, haben also Aspekte, gegen die man Widerstand leisten könnte....
Allerdings führt genau dieses "Widerstand leisten" zu Angst, Tunnelblick, Blockaden - die einem hindern klar zu sehen..... und sich einfach dafür einzusetzen, für das, was man erreichen will....

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Hier ein alter Text von mir, der vielleicht auch zu diesem Thema passt:
Angenommen, ich wäre mit meinem Auto bei Nacht auf der Landstraße gegen eine Kiste geprallt (keine Ahnung wo die herkommt, ist wahrscheinlich von einem LKW gefallen).
Nun kann ich mich ärgern, ich kann "Nein" zu diesem Zustand sagen, ich kann gegen die Kiste treten bis mir mein Fuß weh tun, ich kann kämpfen und sagen, "das darf nicht sein!", "so etwas darf nicht passieren!", "wenn jemand eine Kiste verliert, dann ist er verpflichtet, sich darum zu kümmern!".
Die Tatsache, dass dieser Unfall passiert ist, bleibt hiervon aber völlig unbeeindruckt, glauben Sie mir!

Andererseits könnte ich jedoch auch "Ja" sagen, weil der Unfall ja sowieso schon passiert ist....
Ich könnte wahrnehmen, was in mir vorgeht... mich innerlich niederlassen... und wäre somit in einem inneren Zustand, in dem ich gute Entscheidungen treffen kann....
Denn ich möchte ja gerne vermeiden, dass mir jetzt noch jemand hinten auffährt. Ich möchte, dass mein Wagen abgeschleppt wird, ich möchte, dass der Besitzer der Kiste ermittelt wird.... da ist keine Zeit dafür, gegen Windmühlen zu kämpfen...

Mittwoch, 18. Mai 2011

Ihm Achtung entgegenbringen

Ich habe soeben eine kurze "Sitzung" gemacht.... größtenteils im Stehen.

Als ich zunächst versuchte, mich ein bisschen zu zentrieren und zu erden.... merkte ich, wie angespannt die Muskel in meinen Armen, Schultern und Nacken waren. - Ich blieb in der Wahrnehmung.... und fing dann an, diesem meinem Zustand meine Achtung entgegenzubringen.
("Achtung entgegenbringen" hat noch mal eine andere Qualität, fühlt sich nochmals anders an als "Zustimmung" - und ich wollte es diesmal auf diese Art und Weise probieren.)
Jedenfalls fühlte es sich angenehm an!

Ich machte mich jedoch auch weit - um zwar weiterhin all dies zu spüren, aber auch darüber hinaus zu gehen.

Später kam mir dann noch die Vorstellung, dass ich im Augenblick wohl an einer Art "Schwelle" stehe.... und mich noch nicht getraue, Weiterzugehen. - Auch dem gab ich meine Achtung.

Es kam dann noch etwas, das sich irgendwie kindlich anfühlt.


Ich bin dann zu all dem zusammen nochmals innerlich in Zustimmung gegangen!

Samstag, 14. Mai 2011

[Kämpfen II]



Wer kämpft, kann verlieren,
wer nicht kämpft................. nicht!


Freitag, 13. Mai 2011

[Kämpfen I]



Warum gegen die Wand kämpfen - statt einfach durch die Tür zu gehen?


Mittwoch, 2. Februar 2011

Wird auch ein wichtigens Thema werden...

Testerin schrieb zu meinem letzten Beitrag:
    Hm,...und "ein bisschen zugestimmt" hört sich auch ganz gut an. Nicht zu viel machen "müssen", ein klein wenig ist auch schon okay!...

Für mich besteht schon ein großes Spannungsfeld im Augenblick zwischen
"Nichts machen" (also mich immer wieder davor drücken, mich mit meinem psychischen Innenleben zu beschäftigen)
und "Druck machen" (also mich vergebens dazu zwingen wollen, mich mit meinem psychischen Innenleben zu beschäftigen).

Da alles an diesem Spannungsfeld "hängt" werde ich dies wohl jetzt als vorrangiges Thema nehmen müssen.

(Aber die nächsten Tage bin ich sowieso wieder in meiner Ausbildungsgruppe.... und danach lande ich wahrscheinlich sowieso wieder ganz woanders....)

Sonntag, 30. Januar 2011

[Deine Energie]


Wenn du gegen etwas kämpft,
dann gibst du dem Bekämpften deine Energie und Aufmerksamkeit.

Wenn du in Innerem Frieden gehst,
dann bleibt die Kraft und Energie bei dir
und du kannst deine Aufmerksamkeit darauf richten,
was zu tun ist....

Donnerstag, 20. Januar 2011

Widerstand gegen das Schlimmste (III)

 Ich möchte das Thema nochmals von einer anderen Seite her aufrollen:

 Für (fast) jeden von uns gibt es bestimmte Dinge, die wir auf überhaupt gar keinen Fall haben wollen - Dinge, die mir auf überhaupt gar keinen Fall passieren dürfen, die in meinem Leben auf überhaupt gar keinen Fall auftauchen dürfen, Dinge, die wir mit aller Gewalt in unserem Leben vermeiden! - Diese Dinge sind sooo schlimm für uns, dass wir mit aller Macht dagegen Widerstand leisten!

 Um sicherzustellen, dass uns dies auf gar keinen Fall passiert, sind einige Opfer nötig: Vielleicht muss ich mir Scheuklappen aufsetzen und darf bestimmte Dinge einfach nicht bemerken (obwohl sie eigentlich deutlich sichtbar wären).
 Vielleicht muss ich versuchen, bestimmte Lebenssituationen, meine Partner, andere Menschen zu kontrollieren.
 Vielleicht muss ich bestimmte Situationen ganz vermeiden, darf bestimmte Orte nicht besuchen, beruflich nicht aufsteigen, keine Partnerschaft leben... nur damit mir bestimmte Dinge nicht passieren können.

 Puh! - Das ist ganz schön anstrengend, und kostet viel Freiheit und viel Lebendigkeit!

 Und: Ist es da Verwunderlich, dass vielleicht einer oder mehrere Lebensbereiche wie Beruf, Freizeit, Freundschaften, Liebe, Sex, .... nicht so richtig, oder überhaupt nicht funktionieren?

 Gegen welche grundlegende Erfahrung leistest du so großen Widerstand?
 Was darf dir in deinem Leben auf gar keinen Fall begegnen?
 Was darf von dir auf keinen Fall ans Tageslicht kommen - was oder wie darfst du auf gar keinen Fall sein?

 Welche Gefühle willst du mit aller Gewalt vermeiden - indem du die obigen Situationen vermeidest und bekämpfst?

 Und was würde geschehen, wenn du all diesen Situationen zustimmen würdest.... wenn du zustimmen würdest, dass dies ganz prinzipiell geschehen könnte.... wenn du in deinem Herzen zustimmst, ganz zustimmst, zu 100%.... und trotzdem das nötige und mögliche tust, um diese Situationen zu vermeiden...?

 Was wäre, wenn du auch all den schlimmsten Gefühlen zustimmst, welche durch diese Situationen ausgelöst werden könnten?

Samstag, 15. Januar 2011

Widerstand gegen das Schlimmste (II)

Der ältere Text von mir, den ich in meinem letzten Beitrag hier veröffentlichte, brachte mich dazu, mich noch tiefer mit diesem Thema zu beschäftigen:

"Widerstand und Zustimmung" kann man unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten.
Man kann schauen, wo man in der aktuellen Situation vom Widerstand zur Zustimmung kommen kann, damit das aktuelle Problem sich auflöst.
Ebenso kann man schauen, wo ich beim "Nach-innen-gehen" im Widerstand bin.... (etwa im Widerstand gegen ein Gefühl)..... Sich also fragen, zu was ich hier 'Ja'-Sagen kann und muss.... damit das Innenleben wieder in Fluss gerät.

Neben dem eben genannten gegenwartsbezogenen Vorgehen brachte meine Beitrag "Widerstand gegen das Schlimmste" einen weiteren Gesichtspunkt:
"Welche Bereiche des Lebens funktionieren nicht... und was ist hier der Widerstand der diese Lebensbereiche blockiert?"
Ja, es kann ja sein, dass im Berufsleben ständig etwas schief geht, bei Freundschaften, in Liebesbeziehungen, in der Freizeit, ..... , oder in all diesen Bereichen zusammen....
und es kann sein, dass der Grund dafür alter Widerstand ist,
dass der Grund hierfür ist, dass wir etwas auf gar keine Fall und unter gar keinen Umständen erleben und erfahren wollen..... und wir deswegen lieber ganze Lebensbereiche blockieren und einschränken..... (und wahrscheinlich das Ganze sogar noch ohne es selbst zu merken)

Ja, es ist die Frage,
gegen welche grundlegende Erfahrung leisten wir eigentlich in Wirklichkeit Widerstand, wenn wir beispielsweise mit aller Macht vermeiden wollen, im Berufsleben schlecht dazustehen! (Nur mal als Beispiel.)
Was würde es negatives über mich aussagen, wenn ich tatsächlich mal etwas falsch machen würde und Andere dies bemerken?
Was würde dann passieren?
Wie würde ich mich dann fühlen?

Die Antwort auf diese Fragen führt möglicherweise zu dem, was ich hinter all meinem Widerstand in Wirklichkeit befürchte, was ich mit aller Gewalt in meinem Leben vermeiden will.

Ist es unter diesen Umständen nicht verständlich, dass Widerstand zu Angst und Tunnelblick führt.... und dass der Blick auf Erkenntnis und Weiterentwicklung verschlossen ist, solange das Ganze nicht angeschaut werden kann?

Ja, eine Lösung aus diesem Dilemma wäre, dieses schlimmste Gefühl, das was ich immer vermeiden wollte.... daseinzulassen und zu fühlen....
Aber vielleicht ist vorher noch ein anderer Schritt nötig:
Dem Zuzustimmen, dass es mir ganz grundsätzlich passieren könnte, dass ich in beruflichen Dingen einen Fehler mache und dann getadelt werden.... einfach erlauben, dass dies passieren könnte..... den Widerstand dagegen aufgeben.... (und trotzdem die Schritte tun die möglich sind um es zu verhindern).
(Zustimmen bedeutet ja nicht, es mutwillig durch Handlungen herbeizuführen,
sondern nur, im eigenen Herzen seine Existenz zu erlauben.)

Widerstand gegen das Schlimmste

Bill Ferguson, dessen Methode ich hier in meinem Blog ja bereits vorstellte, schrieb einige sehr interessante Dinge zum Umgang mit Widerstand.
Hier ist ein älterer Text von mir, in dem ich einiges aus diesem Ansatz zusammenfasste:

Bill Ferguson stellt auf seiner Internetseite (www.masteryoflife.com) sehr ausführlich seinen Ansatz für den Umgang mit Widerstand und Loslassen vor.

Dabei zeigt er auf, wie sehr "innerlichen Widerstand gegen etwas leisten" zu innerlichem Stress führt - ja, zu einer Art "Tunnelblick".
Je mehr wir auf einem Lebensgebiet innerlich Widerstand gegen etwas leisten, umso problematischer läuft unser Leben auf diesem Gebiet.
(Wenn z.B. jemand befürchtet, seine Partnerin könnte ihn verlassen, und wenn er gegen das mögliche Verlassenwerden innerlichen Widerstand leistet, dann erhöht er hierdurch das Risiko, tatsächlich verlassen zu werden enorm. )
Laut Ferguson gibt es bestimmte Dinge, die uns besonders stressen, gegen die wir besonders Widerstand leisten, vor denen wir ganz besonders Angst haben, die wir ganz besonders mit aller Macht vermeiden wollen.
Dies sind die Gebiete, auf denen unser Leben besonders problematisch funktioniert, weil wir eine innere Verletzung haben... an die wir jegliche Erinnerung mit aller Macht verhindern wollen (... und uns somit selbst sehr einschränken)! - Ferguson empfiehlt, auch hier den Widerstand aufzugeben und es zuzulassen, diese Gefühle wieder zu fühlen - um sie letztendlich loszulassen....

Freitag, 14. Januar 2011

[Verletzt durch Andere]

Niemand kann dich verletzen,
das kannst nur du selbst -

indem du die Gefühle,
welche aufgrund äußerer Situationen
oder anderer Menschen
in dir entstehen,
nicht fühlen willst!


Montag, 29. November 2010

Blockiert-FÜHLEN - Erläuterung

Ich möchte nochmals kurz die unterschiedliche Bedeutung der Texte mit der weißen und mit der grauen Schrift erläutern:

Die weiß-farbigen Textstellen habe ich während meiner Sitzung geschrieben, indem ich immer wieder ein bisschen raus gegangen bin, den Text aufschrieb, und mich dann wieder hineinbegeben habe.

Die grau-farbigen Textstellen habe ich nachträglich zur Erläuterung hinzugefügt.

Samstag, 27. November 2010

Blockiert-FÜHLEN

Es ist immer noch die Anspannung, das mich-blockiert-Fühlen, das stark in mir da ist - und das mich stört!

Ich schreibe jetzt hier mal nachträglich noch in Grau meine Anmerkungen rein. Meine Freundin sagte, dass ich bei meinen Erlebnisberichten garnicht schreibe, was ich eigentlich gemacht habe. Prinzipiell habe ich ja schon beschrieben wie das Ganze geht.... Aber vielleicht schreibe ich jetzt einfach mal nachträglich rein, was ich eigentlich gemacht habe (und warum):
Wenn ich etwas "problematisch" finde, dann gibt es ein paar Sachen die ich dann zu tun versuche. Beispielsweise versuche ich immer, etwas zu finden, zu dem ich letztendlich "Ja" sagen kann (ich schrieb hier schon mehrfach darüber)! Oft komme ich dann jedoch auch zu der inneren Frage, wie ich es integrieren, wie ich es dazunehmen kann. Dies habe ich mich auch an dieser Stelle gefragt:

Bis ich merke: Es gehört dazu.... zu mir.... und zu meiner derzeitigen Ganzheit..... - kam mir jetzt in den Sinn.... und es hilft überhaupt nichts, es umgehen zu wollen..... um jetzt bei irgendeinem anderen Thema irgendetwas zu erreichen...

"Jah" - wenn ich es dazunehme.... ihm seinen Platz in mir gebe, dann hört auch hier der Kampf gegen mich selbst, die Selbstablehnung auf - dies ist es, was ich auch hier wieder sehr deutlich spürte....

Und dann gehe ich oftmals wieder in den Körper und schaue, wie's sich anfühlt:

Ich spüre in mich selbst, spüre die Spannung...... aber auch ein Kribbeln, Lebendigkeit...
Wo will es von hier aus weitergehen? Letzteres ist ein Vorgang des Öffnens und Zulassens. Ich lasse die Kontrolle los.... und lasse es dahin gehen, wo es hingehen wird.

Ich bleibe dabei und mache mit all dem weiter.
Ich stelle mir dann vor, wie ich die Anspannung, wie ich das Blockiert-Sein besuche. Ich stelle mir vor, es wirklich anzuschauen ... und spüre dabei in mich hinein und zu ihm hin. Dann nehme ich wahr:

Ein starres Behältnis, das ja auch nichts anderes will, als mir einen Rahmen und Struktur zu geben - etwas, was für mich in meiner Kindheit wohl sehr wichtig war.... denn ich fühle mich irgendwie als Kind... und sicher..... und gleichzeitig fühle ich mich auch als der Rahmen.... der auch nicht alles schützen und abwenden kann ..... aber der etwas größer und stärker als die kindliche Seite ist - und der sein Bestes tun..... (Dies ist nicht das Ergebnis theoretischer Überlegungen. Theoretische Überlegungen würden ja bedeuten, nicht hinzusehen, nicht hinsehen zu wollen .... und das wäre völlig kontraproduktiv....)

Ich habe nun beendet, weil ich etwas unruhig war und das alles aufschreiben wollte. Vielleicht gehe ich später nochmals hin und nochmals tief hinein.

Samstag, 20. November 2010

Totale Erleichterung

Wenn ich mir meine letzten Fühl-Sitzungen anschaue - oder auch meine Blog-Beiträge der letzten Wochen....  dann ist es immer wieder erstaunlich, wie viel das "Zustimmen" doch bewirken kann.

Da war zunächst immer ein "Nein, das will ich nicht" oder ein "Nein, so etwas darf nicht geschehen oder nicht geschehen sein" oder ein "Nein, ich will nicht, dass so etwas in mir ist" - und jedesmal war da zunächst Stress, der dann auch die weitere Entwicklung blockierte.
Erst als ich dann merkte, hier hilft nichts anderes als Zustimmung, dann ging es plötzlich weiter.

Beim Erlernen der Erfahrung von Zustimmung-pur hat mit die Lehre von Bill Ferguson sehr geholfen, beim Vertiefen dieser Erfahrung dann später auch Joël Weser.

Samstag, 30. Oktober 2010

Fühlen meiner Traurigkeit

Als ich soeben die dritte der Robert-Betz-Meditationen anwandte, ging es wieder mit dem Thema "Traurigkeit" weiter (Über meine ersten beiden "Sitzungen" schrieb ich heute Nacht ja bereits.)

Ich spürte die Traurigkeit im Gesicht, spürte sie im Brustraum, ..... und nachdem wir uns in das Innere Kind hineinbegeben sollten, hatte ich das Bedürfnis, mich ganz zusammenfallen zu lassen.

Diesem Impuls folgte ich.... die Traurigkeit war in dieser Haltung weniger zu spüren.... doch irgendwie kam mehr und mehr eine Art "Aufregung" eine Art Druck in meinen unteren Brustraum....

Ich erlaubte mir, nun zu diesem Gefühl zu wechseln....
Ich merkte, es war irgendwie auch ein Druck, das mit dem Gefühle-fühlen jetzt "richtig" zu machen.... jetzt hier bei diesem für mich schwierigen Thema nicht zu versagen.
Ich erinnerte mich an eine Familienaufstellung, bei der mein Stellvertreter sagte, "Er hätte total Angst davor, irgendetwas falsch zu machen, er wäre total bemüht, dies zu vermeiden".

Ich erlaubte mir bei diesem Thema zu bleiben - und nach kurzer Zeit kam die Lösung, die Er-Lösung. Das Ganze fühlte sich nicht mehr so schlimm an, sondern ich war total erleichtert..... und mit diesem Erleichtert-Sein bin ich dann auch bis zum Ende der Sitzung geblieben.

- - - - - - -

Ja, so geschieht es in der Innenwelt oft:
Ein Gefühl wechselt zum Nächten - eines folgt auf das Andere (sobald man das was Da ist auch Da-Sein lässt) wie auf einer unsichtbaren Spur.... Für das Denken ist die Logik dieser Zusammenhänge nicht greifbar!

Freitag, 22. Oktober 2010

Mit körperlichen Spannungen umgehen

In einem Kommentar zu meinem älteren Beitrag "Blockiertheit mit dazunehmen...." wurde ich gebeten, mehr über das Thema "körperliche Spannungen" zu schreiben.

Bei mir ist diese körperliche Anspannung (beinahe) immer vorhanden, mal stärker, mal weniger.... Das Zentrum liegt im Bauch, jedoch ist der gesamte Oberkörper betroffen, auch die Arme. (Bei mir ist es rein die Körperspannung, es treten keine anderen körperlichen Phänomene auf.)

Ich habe mich dieser Spannung auch immer mal wieder zugewandt - aber bin nie richtig dauerhaft, mehrere Tage hintereinander,  am Ball geblieben..... was vielleicht doch mal nötig wäre.

Rein theoretisch kann man sicherlich sagen, dass Spannungen eine Art von Widerstand gegen das Fühlen sind, ein Zurückhalten von Gefühlen.... oder irgendsoetwas.  Jedoch führen theoretische Vermutungen meist zu keiner echten Veränderung..... auch die Spannung will bejahend wahrgenommen werden, um zu ihrem Ende kommen zu können.

Dabei kann man so vorgehen, wie ich es bei Thema "Gefühle fühlen" schon angedeutet hatte:
Spüren, wie sich die Spannung im Körper genau anfühlt.
Was für eine Art Spannung ist es?
Von wo nach wo verläuft die Spannung genau?
Wie tief geht sie?
.....


Vorhin habe ich mich mal in mich und meine Spannungen gespürt - es kamen Gefühle wie "Traurigkeit" nach oben..... auch ein mich-schwach-fühlen. Ich habe dann richtig bemerkt, dass ich jede Art von Gefühlen der Schwäche überhaupt nicht haben mag......
Schließlich war es dann wichtig gerade auch diese Gefühle von Schwäche innerlich wahrzunehmen.... aber mehr noch, sie bewusst dazuzunehmen, zu umfassen, .....!

[Vergebung]

Vergebung heißt,
den Wunsch
nach einer besseren Vergangenheit
endgültig aufzugeben.



Frei nach: "Offen wie der Himmel, weit wie das Meer" 
von Jack Kornfield 

Dienstag, 19. Oktober 2010

Es findet sich immer was zum Zustimmen!

Es geht jedoch nicht darum, "keinen Widerstand haben zu dürfen" um "Richtig" zu sein....
während all die anderen Menschen, welche Widerstände haben oder ihre Gefühle nicht wahrnehmen wollen oder können,  falsch sind......

Es geht nur darum, wie man sich das Leben leichter machen kann..... und auf welche Art und Weise man wie viel von einem hilfreichen Ansatz umsetzen kann....

Wenn ich merke, dass ich bei einem bestimmten Thema den Widerstand nicht aufgeben kann..... ja, dass ich ihn auf keinen Fall aufgeben will...... dann stimme ich genau dem zu!
Dann sage ich "JAh" dazu, "JAh, hier ist ein Widerstand, den ich nicht aufgebe".
Und wenn ich dann merke, dass ich ungeduldig werde und denke, "Ich muss doch aber den Widerstand unbedingt aufgeben" ..... - dann sage ich "JAh" dazu .-  "JAh" zu dem Gedanken, "JAh" zu dem Druck,  dass ich denke, ich müsste den Widerstand unbedingt aufgeben. 

Ich kann also immer das nehmen, was gerade obenauf liegt.
Somit gibt es immer etwas, mit dem man in Zustimmung kommen kann!

Verschiedenes zum "Gefühle fühlen"

Ein sehr wichtiger Punkt ist meines Erachtens das Fühlen der eigenen Gefühle.
Gerade gegen Gefühle gibt es ja oft einen großen innerlichen Widerstand!

Und es gibt sogar Menschen die behaupten, "Jeder Widerstand gegen ein äußeres Ereignis ist in Wirklichkeit nur ein Widerstand gegen ein Gefühl - welches wir mit dem äußeren Ereignis verbinden - und welches wir auf keinen Fall fühlen wollen....".

Gegen Gefühle keinen innerlichen Widerstand haben zu müssen bringt eine große innere Freiheit! Man braucht dann nichts mehr zwanghaft und aus Angst vermeiden.....

Und - auch wenn das paradox klingt - aber um ein unangenehmes Gefühl loswerden zu können.... ist es zunächst erforderlich, den Widerstand gegen dieses Gefühl aufzugeben..... dieses Gefühl ganz durch-zu-fühlen, dieses Gefühl zu Ende zu fühlen.

Zu diesem Thema werde ich hier noch eine Menge schreiben!

Anwendung im Alltag

In einem Kommentar zu "Körperlicher Druck, Abwehr und Zustimmung" fragte Leserin oder Leser "R." danach, wie man auch im Alltag auf Wahrnehmung usw. umschalten kann.

Auf diese Frage habe ich leider auch keine gute Antwort.

Wenn im Alltag nicht allzu Stressiges passiert, dann kann ich mich vielleicht zumindest zwei oder dreimal am Tag daran erinnern, doch mal kurz meinen Körper durchzuscannen, zu spüren, was da gerade zu spüren ist, und danach dann auch noch meine Gefühle wahrzunehmen....
In Situationen, in denen mich jedoch etwas richtig "packt" denke ich dann überhaupt nicht mehr daran.

Mir gelingt das Ganze recht gut dann, wenn ich für mich bin.... etwa um etwas Belastendes vom Tage innerlich nachzuarbeiten - oder auch um mich auf einen schwierigen Termin vorzubereiten.
Manchmal bearbeite ich auch erfolgreich meine Befürchtungen - etwas, das vielleicht eintreten könnte.... und gegen das ich einen so starken Widerstand spüre, dass ich mich schließlich entscheide, mich näher damit zu befassen.

Auch vorletztes Wochenende in meiner Ausbildungsgruppe konnte ich sehr gut und recht zeitnah mit für mich belastenden Themen umgehen. Aber dort ist eben auch eine Umgebung in der viel Zeit und Raum für Achtsamkeit ist, dort bin ich dann von vornherein schon im richtigen Modus.

Also wie gesagt: Leider habe ich darauf keine wirklich gute Antwort - und ich denke, das Ganze ist vielleicht auch Übungssache, Erfahrungssache, .... und hängt davon ab, wie oft man sich im Leben vielleicht schon in weniger schlimmen Situationen auf gute Art und Weise von Widerstand und Stress lösen konnte......

Montag, 18. Oktober 2010

Mehr zu den KiKG-Übungen

Ich wurde gefragt, ob ich noch mehr zu dieser Übung schreiben kann.

Ich finde es doch recht schwierig, etwas in schriftlicher Form zu vermitteln, was man eigentlich persönlich zeigen müsste.... damit der andere es dann auch wirklich nachvollziehen .... und vielleicht sogar selbst anwenden kann....

Bei der KiKG-Arbeit gibt es eine Vielzahl derartiger Übungen. Teilweise dienen sie nur dazu, zu zeigen wie PrEssenz oder Zustimmung in einer Situation weiterhelfen könnte.

Manchmal kann man diese Übungen jedoch auch direkt dazu verwenden, um ein Thema zu bearbeiten. Dies könnte man beispielsweise tun, indem ich mir von jemandem den Arm verdrehen lasse, soweit, bis es anfängt zu schmerzen. Dabei danke ich an das Thema, das mir Probleme macht.
Im nächsten Schritt versuche ich dann, den Widerstand aufzugeben, mich innerlich zu lösen, in PrEssenz zu gehen, zuzustimmen, einfach alles wahrzunehmen, was da ist....... all dies zusammen, oder vielleicht auch nur ein Teil davon.....
Und dann versuche ich (weiterhin an mein Thema denkend), ob ich mich vielleicht, ganz ohne Gegenwehr und ohne Widerstand aus der Situation befreien kann.
Damit ist mein Lebensproblem zwar noch nicht gelöst, aber ich habe ein Muster-Erlebnis, das mir zeigte, was innerliches Lösen bei meinem Problem bewirken kann.....

Hier nun doch noch einen Link auf eine Seite, auf welcher weitere KiKG-Übungen vorgestellt werden:
"http://www.joel-weser.de/start.php?page=texts"
Auf dieser Seite "Übungen zur Präsenz" auswählen und mal die Texte zu Übung 2 und Übung 3 durchlesen.

Samstag, 16. Oktober 2010

Körperlicher Druck, Abwehr und Zustimmung

Ich bin hier ja schon mehrfach auf Bill Ferguson und sein "MasteryOfLife" eingegangen. Von den Ausführungen auf seinen Internetseiten habe ich einiges über das Aufgeben von innerem Widerstand gelernt, jedoch habe ich neben ihm noch mehrere weitere Lehrer.

Mein aktuellster und wichtigster Lehrer ist Joël Weser mit seiner  KiKG® - Arbeit zur PrEssenz.
Der Ansatz von Joël Weser besteht aus "Systemischen Familienaufstellungen" (darauf werde ich hier im Blog nicht so eingehen), den "Innen-Raum-Reisen" (hierzu zu einem späteren Zeitpunkt mehr) und den speziellen KiKG-Körperübungen.

Es gibt sehr viele verschiedene KiKG-Körperübungen. Schon mit den Einstiegsübungen kann man sehr gut sichtbar machen, wie sich "Zustimmung", "Loslassen", eine veränderte innere Haltung, auf körperliche Interaktionen direkt auswirken.

Ich werde hier jetzt eine Übung beschreiben - nicht dass ich dadurch zum Nachmachen anregen möchte, ich denke hier ist am Anfang persönliche Anleitung nötig - sondern um hier nochmals auf diese Art und Weise den Nutzen der Zustimmung zu verdeutlichen:

Ich stehe vor einer Wand. Mein Rücken liegt ganz an der Wand an.
Ein Übungspartner drückt mit beiden Händen gegen meinen Brustraum, ja er stemmt sich richtig mit voller Kraft dagegen.
Dies fühlt sich unangenehm an.... und ich begebe mich zunächst voll ins "Dagegen-Sein", in die innerliche Abwehr in Widerstand - "Nein! Das will ich nicht! Wieso macht der sowas mit mir! So ein Schwein!" (Wenn man möchte, dann kann man sich bei dieser Übung auch eine konkrete Lebenssituation vorstellen, bei der man sich sehr unter Druck gesetzt fühlt.)

Im nächsten Schritt verändere ich meine innere Haltung. Ich ändere nichts an der äußeren Situation, ich verändere lediglich etwas in meinem Inneren:
Ich stimme der unangenehmen körperlichen Situation zu... und fühle mich schon etwas besser.
Dann schalte ich um auf Wahrnehmung, ich nehme genau war, wo und wie mich seine Hände im Brustraum drücken..... und wandere dann mit meiner Aufmerksamkeit zu meinen Gefühlen.
Dann mache ich mich ganz weit und nehme auch den Drückenden wahr.

Während sich am Anfang alles sehr unangenehm, fast schon schmerzhaft nach Druck, Enge, Eingesperrt-sein anfühlte, fühle ich mich nun relativ frei und autonom.

Auch bei denen, die den Druck ausübten, hat sich während der Übung viel geändert.
Am Schluss schauen sie meist recht verblüfft drein .... und man hat den Eindruck, sie würden garnicht mehr so richtig drücken.
Beim Austausch sagen sie Dinge wie: "Am Schluss hatte ich den Eindruck ich habe dich garnicht mehr richtig, du warst garnicht mehr richtig greifbar." oder "Du hast mir plötzlich die ganze Kraft genommen, ich konnte nicht mehr richtig drücken." Manchmal kommt auch die Rückmeldung: "Ich bin mir zum Schluss richtig verarscht vorgekommen. Ich versuche verzweifelt zu drücken und zu drücken, und du stehst da und veräppelst mich...."

Im Gegensatz zu den anderen Methoden, die ich hier vorstellte und noch vorstellen werde, gibt es zu den KiKG-Übungen keine Anleitung auf Internetseiten, in Büchern oder auf CDs. Stattdessen benötigt man hier den direktem Kontakt mit einem KiKG-Trainer vor Ort, oder am besten direkt mit Joël.

Auch ich werde diese Übungen hier im Blog nicht anleiten!
Falls meine Leser jedoch mehr an diesem Thema interessiert wären, könnte ich noch ein bisschen darüber schreiben.

Links:

Freitag, 15. Oktober 2010

Widerstand als Versuch, zu kontrollieren

In einem Kommentar zu meinem letzten Beitrag wurde ich von "Anonym"  nach dem Zusammenhang zwischen Stress, bzw. großer Belastung, und Widerstand gefragt.

Meiner Ansicht nach ist Widerstand kein Automatismus,
der durch Belastungen, von welcher Art auch immer, ganz mechanisch hervorgerufen wird.
Stattdessen ist er etwas, das wir selbst "machen"....
weil wir denken, dass wir mit Hilfe von Widerstand die Situation oder unsere Gefühle kontrollieren können.... (mit meinen bisherigen Beiträgen versuchte ich aufzuzeigen, dass diese Kontrolle  nicht funktioniert).

Ich stimme dir, Anonym, natürlich zu, dass Zustimmung und Hingabe schwierig sein kann, wenn sehr viel auf Einmal auf uns einwirkt.

Doch wenn wir wenigstens einen Teil des Widerstands aufgeben, wenn wir nur einem Teil unserer Gefühle zustimmen können, wenn wir nur einen Teil unseres Problems wirklich ansehen können,
sind wir einen Teil mehr im Fluss,
haben wir einen Teil mehr Inneren Frieden,
haben wir einen Teil mehr Lebensqualität.....

Psychischer Schmerz....

..... ist etwas, das es eigentlich garnicht gibt.

Er entsteht, wenn man gegen eigene Gefühle Widerstand leistet
(je mehr Widerstand - umso mehr Schmerz).

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Bereitschaft, Widerstand aufzugeben

"Widerstand-aufgeben" kann man in belastenden aktuellen Lebenssituationen praktizieren - man kann jedoch auch nach Lebensbereichen Ausschau halten, in denen immer wieder alles schief geht, um dann zu prüfen, was für innere Widerstände dort wohl am Werke sein mögen.

Wichtig ist die innere Bereitschaft den Widerstand aufzugeben, ..... verbunden mit dem Wissen, dass Widerstand, und die damit verbundene Angst, der damit verbundene Tunnelblick keineswegs zieldienlich sind.

Wenn beispielsweise meine Lebensgefährtin darüber nachdenken würde, mich zu verlassen (tut sie zum Glück nicht, hoffe ich), dann würde innerer Widerstand und die daraus geborenen Verhaltensweisen wahrscheinlich dazu führen, dass sie dies dann tatsächlich tut. (Auf jeden Fall würden sich zusätzliche Angst und Tunnelblick breit machen.)
Wenn ich stattdessen der Möglichkeit, dass sie mich tatsächlich verlassen könnte zustimme.... wirklich zustimme.....
dann bin ich innerlich frei, zu merken, ..... was ich in dieser Situation tun kann und will.....

Doch Bereitschaft allein genügt nicht immer.
Manchmal ist es einfach notwendig, sich innerlich mit all seinen Gefühlen mitten in die Situation hineinzusetzen (ich schrieb bereit darüber) und seine Gefühle wirklich zu fühlen (darüber werde ich in den nächsten Wochen noch einiges schreiben).

Viel Erfolg beim der Bewegung durch das innerliche und äußerliche Leben!

Tao

Sonntag, 3. Oktober 2010

Dem, was Andere über mich denken, zustimmen

Am Freitag telefonierte ich mit einer guten Bekannten.

Sie lebt von ihrem Mann gerade in Trennung, beide haben irgendwie ihrem Beitrag zum Scheitern der Beziehung geleistet.... Jedenfalls hat er nun eine Freundin und wohnt seit ein paar Wochen bei ihr, während meine Bekannte in der ehelichen Wohnung wohnt.

Nun möchte ihr Mann ein paar größere Sachen aus der Wohnung holen. Da seine neue Freundin über Car-Sharing billig zu einem Mietwagen kommen kann, soll sie ihn dabei fahren.

Meine Bekannte hat nun total die Panik, weil dann die Nachbarn merken könnten, dass er nun eine andere hat - weil die Nachbarn merken könnten, dass ihre Ehe gescheitert ist.

Ich sagte ihr, sie solle einfach einen Zettel unten im Treppenhaus anbringen auf dem steht: "Wir leben derzeit in Trennung und mein Mann ist mit einer anderen Frau zusammen!"

Dies war natürlich nicht ganz ernst gemeint - doch was wäre es für eine Erleichterung, wenn man nicht mehr gegen etwas ankämpfen muss (dagegen dass die Nachbarn merken könnten, dass in der Ehe etwas nicht stimmt), sondern wenn man einfach ungeniert mit dem lebt, was sowieso nun mal ist?

Freitag, 1. Oktober 2010

Blockiertheit, Widerstände, Angst

Eigentlich wollte ich in die rechts in meinem Blog stehende Schlagwort-Leiste einfach noch das Wort "Widerstände" hinzufügen. Dann habe ich bemerkt, das passt so nicht. Wahrscheinlich haben "Widerstände" auch etwas mit "Blockiertheit" zu tun. - Das heißt dann aber auch, dass ich, der sich, wie ich ja bereits schrieb, sehr blockiert in seinen Leben fühlt, wohl auch jede Menge innere unentdeckte Widerstände haben müsste.....

Eine weitere Verbindung besteht zwischen inneren Widerständen und Angst.
Die Angst vor einem bestimmten Ereignis führt dazu, dass Jemand gegen das tatsächliche oder eventuelle Eintreten dieses Ereignisses inneren Widerstand zu leistet!
Möglicherweise steckt in Wirklichkeit nicht einmal die Angst vor einem bestimmten Ereignis dahinter? Möglicherweise ist es in Wirklichkeit die Angst vor eigenen, inneren Gefühlen, die in Verbindung mit dem äußeren Ereignis auftreten könnten!

Andererseits führt innerer Widerstand ja zu Angst. Wenn ich darauf beharre, wenn ich davon abhängig bin, dass etwas auf gar keinen Fall eintreten darf, dann muss die pure Existenz der Möglichkeit, dass es vielleicht ja tatsächlich eintreten könnte, schon zu Angst führen!

[Der erste Schritt ist .....]

 .
.... festzustellen, 
wie sehr du gegen das Leben kämpfst!


(Mit "du" meine ich in diesen Sprüchen natürlich mich.)
 .

[Etwas ins eigene Leben rufen ]

 .
Die mächtigste Möglichkeit,
etwas in dein Leben zu rufen ist, 
gegen dieses Etwas inneren Widerstand zu leisten!

 .

Donnerstag, 30. September 2010

Widerstände aufgeben

Einer, von dem ich einige in meinen Augen sehr interessante Dinge über das Aufgeben von inneren Widerständen gelernt habe, ist "Bill Ferguson" mit seiner Internetseite MasteryOfLife. Dort kann man eine Vielzahl aufeinander aufbauender Artikel lesen, indem man sich einfach nur durch die linke Menüleiste durchklickt.

Bill Ferguson beschreibt, wie das "Widerstand-leisten" gegen "Etwas-was-ist", oder auch einfach nur gegen "Etwas-das-möglicherweise-eintreten-könnte" zu innerem Stress, Angst und Tunnelblick führt..... und wie eben das Aufgeben dieses inneren Widerstands zu Innerer Freiheit und zu dem Wissen führt, was in dieser Situation getan werden kann.
Das was ich gestern unter "Grundlegende Vorgehensweisen beim Zustimmen" schrieb, ist genau so ein Beispiel für das Aufgeben des Widerstands!

Für mich ist dieses beschriebene Basic schon wichtig. Man kann jederzeit aufhören, gegen etwas innerlichen Widerstand zu leisten - und wenn man damit aufhört, dann wird nicht etwa alles schlimmer - nein, dann verschwinden Angst und Tunnelblick, die Sicht wird klar, die nächsten Schritte sichtbar....

Bill Ferguson leitet darüber hinaus jedoch auch dazu an, wie man die Lebensbereiche aufspüren kann, in denen einfach nichts funktioniert - eben weil man sie selbst durch innere Widerstände blockiert hat - und wie man diese Widerstände aufgeben kann.
In einem weiteren Schritt kann man sogar den grundlegenden Schmerz finden: ein Gefühl, das man bisher mit aller Macht auf keinen Fall spüren wollte. Dieses "das grundlegende Gefühl auf keinen Fall spüren wollen" ist ja ebenfalls ein innerer Widerstand, welcher jedoch häufig die Ursache für viele andere Widerstände im Leben ist.

Für mich genügt es jedoch zunächst einfach schon, theoretisch zu wissen (und durch praktische Erfahrung bestätigt zu haben), welch grundlegenden Vorteil das Aufgeben des Widerstands mit sich bringt.

Am 01.10.2010 19:55 nochmals überarbeitet. - Weitere Beiträge zu diesem Thema folgen!

Samstag, 25. September 2010

Blockiertheit mit dazunehmen....

Seit ich diesen Blog eröffnet habe, wende ich mich häufiger als vorher meinem "Innenleben" zu.

Ein Kernthema von mir ist ja, dass ich mich innerlich sehr blockiert fühle. Dies macht sich körperlich auch in Verspannungen bemerkbar..... und ist etwas, wodurch ich mich von Kontakten zu anderen Menschen abgetrennt fühle.... unfrei fühle ...... ja, von der Welt, vom Leben getrennt fühle.

Diesem Thema habe ich mich bereits am Samstag Abend vor einer Woche zugewandt, habe meine Blockiertheit da sein gelassen, gespürt, mich ihr zugewandt. Ich habe dann erwartet, dass nach einiger Zeit wenigstens eine kleine Erleichterung spürbar wird, aber es kam nichts.
Eigentlich wäre in dieser Situation dran gewesen, auch zu meinem Wunsch, es möge sich etwas verändern, ein deutliches "JAh" zu sagen.... Irgendwie kam ich nicht auf die Idee. Ein bisschen abgelenkt hat mich wohl auch, dass ich nicht in meiner Wohnung, sondern bei meiner Lebensgefährtin war.

Jedenfalls kam mir dann nach einiger Zeit: "Diese Blockiertheit will dazugenommen werden. Sie will von mir gesehen und dazugenommen werden"...

Nun trat tatsächlich eine innere Erleichterung ein.....