Montag, 23. Juli 2012

Gegen die Wand geknallt

Ich habe das Gefühl, ich bin mit meinem Innenleben zur Zeit irgendwie gegen die Wand geknallt.....
und es geht nun nicht mehr weiter.

Ich fühle mich nicht gut,
Blockade,
Wut, Groll,
Traurigkeit....
und ich sehe noch keinen Weg weiter......

Jetzt am Abend habe ich mir mal meine ganz alten Beiträge über das Zustimmen durchgelesen.

Und mich danach mal hingesetzt und geschaut, was hiervon ich jetzt anwenden kann.
Es ist mir dann gelungen, ein Bisschen in die Zustimmung zu gehen.
Dann habe ich noch eine körperliche Übung  dazu gemacht, die man normalerweise eigentlich mit Partner macht und habe eine Übung gemacht um mich körperlich aus der Umklammerung dieser Situation zu lösen (wie im letzten Abschnitt meines Beitrags "Der Tao-Zustimmungs-Weg" beschrieben).

Nun habe ich den Eindruck, dass es zwischen mir und der Wand wieder etwas Raum gibt,
und dass es einen Raum gibt, der um mein unangenehmes aktuelles Befinden drumherum ist,
und der über mein aktuelles unangenehmes Befinden hinausgeht......

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Meine Blockade steht neben mir

Im Rahmen meiner Ausbildungsgruppe nutzte ich diesmal in einer Übungsgruppe die Gelegenheit, mir meine Blockade, die starke dauerhafte Verspannung meiner Vorderseite, genauer anzusehen.

Ich war selbst auf diese Idee gekommen, weil ich mich durch meine körperliche Anspannung stets sehr blockiert fühle..... und ich aber irgendwie auch Angst habe.... vor dem was dahinter steckt.... eine explodierende Wut vielleicht, oder eine unendliche Sehnsucht..... mit der ich dann nicht mehr umgehen kann.....

Eigentlich hätten wir hier außer mir noch 4 Personen benötigt: Eine Person, die in der Aufstellung für mich steht, eine die für meine Blockade steht, eine die für das was hinter dieser Blockade ist steht, und eine Person die diese Aufstellung leitet. - Leider sollten wir diesmal nur 3-er Gruppen bilden.... nach kurzem Überlegen entschloss ich mich aber, die beiden anderen trotzdem zu fragen, ob sie mich hier unterstützen würden. Für mich gab es dann keinen Stellvertreter und ich musste von Anfang an in die Aufstellung mit hinein. Außerdem hatten wir niemanden, der den ganzen Prozess leitete - wir machten es auch so sehr gut.

Am Anfang drückte der Stellvertreter meiner Blockade mir auf die Brust, während das was hinter der Blockade steckt dahinter auf einem Sitzwürfel saß und mit den Beinen baumelte.....

Schließlich ging ich einen Schritt nach vorne.... und die Blockade ließ von mir ab und ging langsam zur Seite.

Ich merkte, dass ich meine Blockade weiterhin noch teilweise als Schutz vor mir haben wollte, doch sie ging nun etwas nach hinten zur Seite und wollte nicht mehr. - Ich sah sie an und war ihr dankbar, dass sie mich bisher geschützt hatte.....

Schließlich änderte auch das was hinter der Blockade war seine Position. Ich wusste nicht, um was es sich handelte und wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte. - Ich merkte dann, dass ich zu sehr im Kopf war... und fand es nun schade, dass keine andere Person als mein Stellvertreter in der Aufstellung war..... da man selbst, gefangen in seiner eigenen Struktur.... oft die Bewegung in die Lösung garnicht bemerkt.

Schließlich entschloss ich mich, einfach so zu tun, als ob ich nicht ich selbst wäre, sondern als ob ich mein Stellvertreter in einer Aufstellung wäre. Ich ließ mich nun einfach ohne zu denken von dem Feld führen.... bis ich schließlich neben dem Unbekannten stand.... welches immer wieder Sprünge in die Luft machte......

Hinterher bei Austausch erfuhr ich dann, dass es sich um meine Lebendigkeit gehandelt hatte. Sie sagte mir aber auch, dass man nicht immer so sein kann.

Dienstag, 16. August 2011

Zustimmen und Heilen

Eigentlich habe ich ja schon mehrfach darüber geschrieben, was mit Zustimmung nicht gemeint ist.
Bevor ich dann wieder für ein paar Tage weg bin, möchte ich dennoch nochmals darüber schreiben, weil für mich währen der Ausbildungsgruppe ein bestimmter Aspekt nochmals klarer geworden ist:

'Zustimmung' bedeutet für mich nicht, sich gehen zu lassen.
Wenn jemand beispielsweise Jähzornig ist und immer wieder sämtliche Möbel demoliert, dann bedeutet Zustimmung nicht zu sagen: "Ja, so bin ich nun mal. Und schließlich soll ich dem ja zustimmen, wie ich bin".

'Zustimmung' bedeute, das-was-ist auch zu sich zu nehmen, die Verantwortung dafür zu übernehmen.... - das fühlt sich viel Kraftvoller an, als das sich gehen lassen.....
Das heißt auch, sich dem Jähzorn (jetzt in diesem Beispiel) zuzuwenden, ihn zu sehen, ihn zu sich zu nehmen, ihn ins eigene Herz zu nehmen .... und ihn somit zu Heilen und in die Gesamtperson zu integrieren.....

Dienstag, 12. Juli 2011

Unterscheidung in 5 Gefühls-Arten

Im Umfeld der systemischen Familientherapie wird oft zwischen 3 oder vier verschiedenen Arten von Gefühlen unterschieden. Bei "Reinhard Lier" fand ich sogar eine Unterscheidung in fünf Arten, was ich auf diese Art und Weise sehr sinnvoll fand:

Die erste Art der Gefühle sind die "Primärgefühle". Das sind dies Gefühle, die einen direkten Bezug zu einem äußeren Ereignis haben, z.B. Trauer über das Ende einer Beziehung. - Diese Gefühle kommen nach einiger Zeit zu ihrem natürlichen Ende und können dann wieder gehen.

Die zweite Art der Gefühle sind die "Sekundärgefühle" - man könnte auch sagen "Ersatzgefühle" oder "Abwehr-Gefühle". Hier handelt es sich um die Gefühle, die Vorgeschoben werden, um sich auf die eigentlichen Gefühle nicht wirklich einlassen zu müssen, z.B. wenn jemand mit Wut reagiert, statt seine Trauer und Hilflosigkeit zu fühlen. - Diese Gefühle können notwendiges Handeln verhindern, man kann sich damit in „endlosen Geschichte” verstricken..... und Außenstehende finden diese Gefühle oft peinlich oder sind genervt.

Die dritte Art der Gefühle sind die "Systemischen" bzw. "Übernommenen Gefühle". Das sind Gefühle, die eigentlich einer anderen Person (meist aus der Herkunftsfamilie) gehören und von dieser Person übernommen wurde. - So kann es beispielsweise sein, dass die Tochter den unterdrückten Zorn der Mutter übernimmt und diesen für sie auslebt.

Die vierte Art von Gefühlen sind "Kindergefühle". Das sind Gefühle die (meist von traumatischen Erfahrungen) aus der Kindheit stammen.... und noch nicht verarbeitet werden konnten. Oft fühlt sich der Erwachsene dann immer noch so wie damals als Kind.

Die fünfte Art von Gefühlen sind die "Meta-Gefühle". Dies sind Gefühle wie "Einklang", "Kraft", "Würde", "Dankbarkeit", "Ehrfurcht", "Inneren Friede" ..... die aus der Verbindung mit dem "Größeren Ganzen" entstehen.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Transformationstherapie - meine Erfahrungen damit

Die "Transformationstherapie" ist die nächste Methode, auf welche ich in der Reihe 'meine Erfahrungen mit verschiedenen Methoden der Persönlichkeitsentwicklung' eingehen möchte.

Die Beschäftigung mit diesen Methoden ist keine Voraussetzung dafür, mir hier im Blog weiter folgen zu können. Ich sehe diese Beschreibungen eher als Hinweise auf zusätzliche Hilfsmittel, die man bei Bedarf benutzen kann...

Die "Transformationstherapie" von Robert Betz ist ein eher esoterisch-spirituellen Ansatz der Persönlichkeitsentwicklung. Diese Methode hat sehr viele verschiedene Aspekte. Einer davon ist das körperorientierte und bejahende Fühlen der eigenen Gefühle - und auf diesen Aspekt möchte ich mich in meinem Blog hier beschränken.
Meiner Ansicht nach wurde dieser Part von der "Körperzentrierten Herzensarbeit" übernommen.

Trotzdem empfinde ich die CDs von Robert Betz als besonderer Beitrag zum Thema Gefühle-fühlen. Neben den Vortrags-CDs, auf welchen die verschiedenen Aspekte des Gefühle-fühlens erklärt werden - empfehle ich hier besonders die Meditations-CDs:
Auf diesen Meditations-CDs wird auf (für mich) ansprechende Art und Weise durch den Prozess des Gefühle-fühlens geführt. Dabei gibt es 3 verschiedene Gefühle-fühl-CDs, auf denen sich je zwei Meditationen befinden (also insgesamt 6 verschiedene Meditationen, je nach Geschmack).

Diese CDs sind jedoch sicherlich nicht jedermanns Sache, da sie ein paar spirituell-esoterisch anmutende Abschnitte enthalten. So werden beispielsweise am Anfang einer jeder CD immer "alle Engel, Erzengel und Botschafter des Lichts" eingeladen, an der Sitzung teilzunehmen (dies ist für mich nicht wirklich notwendig, jedoch hatte ich auch nie so starken Widerstand dagegen, dass es mich wirklich gestört hätte) - am Ende der "Sitzung" wird man dann angeleitet, sich silbernes, violettes oder goldenes Licht vorzustellen, mit dem Zwecke, zu lösen, zu transformieren und zu heilen....

Ich habe die CDs jetzt schon sehr lange nicht mehr verwendet, empfand sie jedoch früher immer wieder recht hilfreich - und man wird insgesamt doch recht angenehm geführt und angeleitet.
Manchmal ist bei schwierigen Gefühlen einfach hilfreich, sich auf diese Art führen zu lassen. Aber wie es CDs nun mal so an sich haben, sind sie oft an der einen Stelle zu schnell, und an einer anderen Stelle zu langsam - je nachdem, was man gerade bearbeiten will...


Hier die Namen der besprochenen Meditations-CDs:
  • Ärger, Wut und Hass in Frieden verwandeln  - Wie wir aus unangenehmen Emotionen Kraft und Freude schöpfen können
  • Negative Gefühle in Freude verwandeln - Geführte Meditationen zur Befreiung von Angst, Wut, Scham & Co.
  • Befreie und heile das Kind in dir - Geführte Meditation zur Verwandlung deines inneren Kindes