Montag, 6. Januar 2014

Diesmal total anders

Letzten Freitag habe ich ja zum zweiten Mal ein Seminar geleitet.
Diesmal war es für mich total anders als beim 1. Mal.

Ich konnte sehr gut innerlich in meine Kraft und Präsens sein
- so gut wie es mir bisher im alltäglichen Leben nur absolut selten möglich war!!!
Aus dieser innerlichen Position heraus hat es mir großen Spaß gemacht, das Seminar zu leiten.... und mit den Teilnehmerinnen auf diese Art und Weise zusammensein.

Diesmal waren 5 Teilnehmerinnen gekommen, meine Lebensgefährtin, zwei aus dem letzten Kurs und zwei Neue.

Ja, irgendwie lief es ganz anders als beim letzten Mal:
Ich war nicht so unsicher und nicht so gestresst. - Lediglich als ich zum ersten Mal vor fremden Menschen (etwa in der Mitte des Seminars) eine kurze Innen-Raum-Reise anleitete, war ich am Anfang unsicher. (Doch davon hatten die Teilnehmerinnen nichts bemerkt, wie sie mir dann sagten - sondern sie hatten die Reise einfach nur genossen.)

Beim ersten Seminar war das besondere Highlight, dass es mir gelungen war, den Raum so weit aufzuspannen, dass Jede - ganz ohne mein Zutun - genau die Erfahrung in den Übungen machte, welche für sie wichtig war.
Diesmal habe ich mich eher aktiv und willentlich die Übungen ausgewählt, von denen ich merkte, dass sie hilfreich sind: Irgendwie war es angesagt, nicht nur reine Übungen zum Zustimmen anzubieten, sondern Übungen, bei welchen man gleichzeitig zu sich und in die eigene Kraft geht.
Meine eigene Stimmung - und das was von den Teilnehmerinnen gebraucht wurde, passte also irgendwie zusammen.

So war es auch diesmal am Schluss für fast alle wieder eine runde Sache.
Eine Teilnehmerin meinte, sie hätte sich das mit den Übungen zu Zustimmen anders vorgestellt, aber auch sie hatte gleich am Anfang schon bei den Einstiegs-Übungen ihren Aha-Effekt gehabt.

Ich werde schauen, wir ich weiterhin derartige 'Einführungs- und Erfahrungs-Seminare' anbieten kann. - Vielleicht Abends und nur zwei Stunden, so dass noch weniger Kosten für die Raum-Miete entstehen....

Montag, 2. April 2012

Im Einklang fließen....

Letztes Wochenende nahm ich an dem Shinui-Einführungs-Wochenende teil.
Es hat mir sehr gut getan, und ich möchte nun regelmäßig wöchentlich weitermachen.

Gerade das Programm vom Sonntag hatte sehr mit Zentrierung zu tun - ein Thema bei dem ich schon lange nach einer passenden Methode suche.
Außerdem hat Shinui sehr viel mit Kontakt und Nähe zu tun - ein großes Lebensthema von mir. Und auch hier wollte ich schon nach einem Weg suchen, mich stärker praktisch mit diesem Thema beschäftigen zu können....
Und letztendlich verbindet es beides, was für mich natürlich ideal ist.

Und ich fand das Ganze durch das gemeinsame Wirken von innen heraus sehr heilsam!

Super angenehm finde ich, dass man beim Shinui zusammen mit dem Übungspartner immer wieder in einen Fluss kommt, in welchem die gemeinsamen Bewegungen von innen heraus ganz von selbst geschehen....
So etwas liebe ich!
Ähnliches erlebe ich sonst nur bei Familienaufstellungen, wo man, wenn man sich als Stellvertreter zur Verfügung stellt, ebenfalls von etwas "Größerem" bewegt wird - oder wenn ich erlebe, die Joel in unseren K!KG-Gruppen andere Menschen begleitet.... wo dann ebenfalls die Entwicklungsschritte wie von selbst entstehen....

Ja, eigentlich geht es sowohl im Shinui wie auch bei der K!KG-Arbeit um das Begleiten. Bei der erstgenannten Methode durch Unterstützung des Anderen beim Tanz, bei der zweitgenannten Methode, indem man als Begleiter (Coach, Elternteil, Krankenpfleger, Altenpflegerin, Lehrer, Kindergärtnerin, Vorgesetzte) dem Anderen einen Raum öffnet, in dem Veränderung geschieht....

Freitag, 30. März 2012

Shinui & meine Arten des Seins

Zentrierung ist weiterhin ein wichtiges Thema für mich.

Aus diesem Grund habe ich fast Wochen an einem Schnupper-Abend "Shinui Martial Dance" teilgenommen.
Im Ausschreibungstext stand sehr viel über Zentrierung und über "Bei-Sich-Bleiben" - auch in zwischenmenschlichen Begegnungen.

Shinui ist einstanden aus "Tai-Chi", "Aikido", der "Feldenkrais-Methode" und der "Contact-Improvisation". Es ist wie ein Tanz, jedoch ohne Musik, und wohl auch sehr komplex (jedenfalls muss man, wenn man in die regelmäßige Abendgruppe möchte, vorher noch an einem Einführungs-Wochenende teilnehmen.)

Zunächst machten wir eine Übung, bei der sich jeder mit dem ganzen Körper und ganz von innen heraus bewegen sollte.
Die folgende Übung war dann dasselbe, jedoch mit Unterstützung eines Partners. Einer sollte sich also, wie bei der ersten Übung von innen heraus bewegen. Der Andere sollte ich völlig unaufdringlich durch seine eigenen Bewegungen begleiten.

Dabei war auch Thema, wie man einerseits den anderen begleiten - andererseits dabei jedoch bei sich bleiben kann.

Die erste Übung machte ich mit meiner Lebensgefährtin, weil ich sehr neugierig war, ob und wie wir speziell als Paar für den anderen da-sein und doch bei uns selbst bleiben können.
Ich merkte, wie ich am Anfang sehr bei ihr war, spürend, was ihr jetzt gut-tun könnte. Dann entschied ich mich, dies loszulassen und mich einfach von "etwas Größerem" bewegen zu lassen (wie bei einer Familienaufstellung). - So war es für mich angenehm..... und auch für sie, wie der nachfolgende Austausch zwischen uns beiden dann zeigte.....

Als mir anschließend in der Gruppe darüber sprachen, merkte ich, dass mir eigentlich doch etwas gefehlt hatte: Ich war während der Übung nur sehr wenig präsent gewesen. Damit meine ich, ich hatte nicht wahrgenommen, was in mir (körperlich, emotional,....) und um mich herum vorgeht, sondern ich war einfach nur abwesend gewesen. 
So bewegte (und bewege) ich mich zwischen der Faszination, die Kontrolle einfach abzugeben, mich führen zu lassen und in diesem angenehmen Gefühl zu schwimmen - und der Frage, wie ich in meinem Leben mehr in die bewusste Präsens  kommen kann!
Passt beides zusammen? Schließt es sich gegenseitig aus?


Die nächste Übung machte ich mit einer anderen Kursteilnehmerin. Wir sollten im Wesentlichen dasselbe wie bei der letzten Übung machen, jedoch hatte der Begleiter diesmal mehr Handlungsmöglichkeiten.
Diesmal gelang es mir nicht, alles so frei fließen zu lassen. Ich war wesentlich mehr kontrolliert..... Ich dachte auch immer, ich müsse kontrollieren, wo und wie ich diese Frau berühre.....  um ihr nicht vielleicht aus Versehen an die Hüfte oder den Po zu fassen. (Der Co-Leiter, der die Übungen auch mit machte war da wesentlich freier.)


Umgekehrt war es für mich beides mal als ich "begleitet" wurde sehr angenehm.
Ich hatte den Eindruck, die Bewegungen die tief in mir sind, konnten sich erst dadurch so richtig entfalten, weil jemand sich auf mich und meine Bewegungen einstellte.

Ja, ich fand es irgendwie schon fast Heilsam....... hatte den Eindruck, dass, wenn man sich automatischen unwillkürlichen Bewegungen überlässt, ganz unbewusst und automatisch eine Art Heilung geschieht.
Habe den Eindruck, durch die unaufdringliche Begleitung konnten erst Sachen entstehen, die für mich alleine nie passiert wären.


Dieses Wochenende werde ich an einem ausführlicheren Shinui-Einführungskurs teilnehmen.
Meine Lebensgefährtin wird diesmal nicht dabeisein..... und für mich wird es auch wieder eine Herausforderung sein, mit Nähe und Distanz zu balancieren......

Freitag, 13. Januar 2012

Lebe Gefährlich!

Ich mache hin und wieder mal Übungen, um meinen Hara-Mittelpunkt zu stärken (ich schrieb hier bereits darüber),ich lese in zwei neuen interessanten Büchern...... suche und schaffe hierzu Verknüpfungen in meinem Leben....


Wie zitiert Osho in "Das Hara Buch - zurück zur Quelle der Lebenskraft" so schön den Nietzsche:


Lebe Gefährlich!

Wenn du deine Persönlichkeit entwickeln möchtest,
dann lebe gefährlich!



Ja - manchmal führt der Weg des Lebens auch zu etwas, wovor man auch Angst hat.
Und es stärkt, wenn man die Angst fühlt und es trotzdem macht!

In diesem Sinne wünsche ich "Ein schönes Leben!"