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nächsten Schritt erkennen

Samstag, 22. März 2014

Auch hierbei 'mit dem Leben gehen'

Nachdem bei meinen ersten beiden Seminaren doch einiges an Teilnehmer-Interesse da war, sieht es diesmal sehr schlecht aus.

Die wenigen Werbe-Wege, die ich in der Vergangenheit nutzte, griffen diesmal nicht.
Und frühere Teilnehmer schienen mit den gemachten Erfahrungen zwar zufrieden zu sein, jedoch kam nicht rüber, dass (die verblüffenden Körperübungen zwar das Fundament der Methode sind) es jedoch noch um Einiges tiefer und weiter gehen kann....

Jedenfalls sitze ich nun da, muss diesmal auch weitgehend die Raumkosten bezahlen.... und da wurde es auch zunächst in mir eng:
Das darf nicht sein!
Meine Seminare sind nicht auf Gewinn aus, ich decke mit der Teilnahmegebühr nur die Kosten. Aber dann darf es auch nicht sein, dass ich diesmal Verlust mache und auf den Kosten sitzen bleibe.

Doch diese Enge dauerte höchstens ein, zwei Minuten.
Ich war ja vor drei Wochen erst bei einem Seminar bei Wilfried Nelles gewesen... wo für mich nochmals erfahrbar war, wie es ist, das Leben auf sich zukommen zu lassen....

Ja, ich werde auch diesmal das Leben auf mich zukommen lassen
und schauen, was jetzt noch passiert (die letzten Male gab es noch 1-2 Anmeldungen am letzten Tag).

Und ich lasse mich darauf ein, schaue, was die Botschaft ist, die diesem Sachverhalt, diesem Phänomen innewohnt....
* Vielleicht will das Leben, dass ich mich innerlich noch mehr auf das Thema 'Seminare geben' einlasse?
* Vielleicht will das Leben, dass ich das Ganze kommerzieller aufziehe, und mich durch Werbung auch erst mal bekannt mache?
* Vielleicht will das Leben auch, dass ich es langsamer angehe?
* Vielleicht eher individuelles Coaching anbiete?
* Oder - die allerschlimmste Variante - dass ich das Ganze wieder sein lasse???

Diese Fragen kann nicht ich beantworten, sondern nur das Phänomen ("es kommen keine Teilnehmer") selbst. - Und das Phänomen verrät mir das nur, wenn ich mich auf es einlasse.....

Donnerstag, 7. November 2013

Ja zum Scheitern

Eigentlich hatte ich mir für heute, morgen, übermorgen etwas Wichtiges vorgenommen....
Es ging darum, mich innerlich gut auf mein Seminar vorzubereiten.

Doch ich merke, es ist eigentlich garnicht mehr nötig.
Schon die Vorüberlegung enthielt wohl den notwendigen innerlichen Zustimmungsschritt....

Aber fangen wir doch mal von vorne an:
Vor ein paar Wochen kamen mir Zweifel, ob ich denn wirklich innerlich in der Lage bin, mein geplanntes Seminar gut zu leiten.
Würde ich nicht innerlich so in Stress geraten, dass alles vergessen ist, was ich jemals gelernt habe.... so dass das Ganze zu einem riesigen Fiasko wird?

Schließlich hängt ja für mich sehr viel an diesem Termin:
Es ist mein erster "richtiger" von mir gehaltener Kurs.
Wenn ich den in den Sand setze, dann würde ich mich wahrscheinlich so schnell nicht wieder zutrauen, einen derartigen Termin anzusetzen.
Und es würde noch schwerer werden, dann wieder Teilnehmer zu finden. Außerdem würde ich vor meinen Teilnehmern ziemlich blöd dastehen! Sehr blöd sogar!

Nein, es war klar, der Termin darf auf gar keinen Fall schiefgehen!!!

Merkt ihr, wie eng es wird, wenn etwas unbedingt sein muss?
Mir wurde der damit verbundene Stress und die Enge nach einer Weile ziemlich klar....
Und ich merkte..... ohje.... ich werde dem Schlimmsten zustimmen müssen! Ich werde wohl den Weg dahin finden müssen, selbst dem Scheitern zuzustimmen....

Nach kurzem innerlichen Widerstand wusste ich: Dies ist die einzige Möglichkeit, innerlich frei und weit zu werden....

Damit war innerlich erst einmal eine Gelöstheit vorhanden - und ich nahm mir vor, wenige Tage vor diesem so wichtigen Tag eben nochmals ganz bewusst genau in diese Zustimmung zu gehen.

Doch irgendwie scheine ich den Zustimmungsschritt damals bereits indirekt gemacht zu haben.... Nämlich genau dadurch, dass ich mich innerlich in die Bereitschaft gab, dem schlimmsten Fall zuzustimmen.

Und irgendwie hat dieser Zustimmungsschritt wohl sogar zu einer neuen realistischeren Sichtweise geführt, welche ohne weiteres Zutun von selbst in mir entstand und  nun fest in meinem Inneren verankert zu sein scheint:
Realistisch gesehen gibt es nur zwei Möglichkeiten:
Entweder bin ich so nervös, dass ich innerlich nicht richtig ins fließen kommen. Dann werde ich einfach das anleiten, was ich vorbereitet habe. Meine Teilnehmer werden hinterher denken: "Der Kursleiter war ja ziemlich verkrampft, aber die Übungen haben interessante neue Perspektiven gezeigt!"
Oder (der günstigere Fall b) ich bekomme innerlich Anschluss an den (mir ja auch bekannten) Zustand der Sammlung, Zustimmung, Weite und des Eingebunden-Seins. In diesem Zustand fließt alles wie von selbst, und dieser Nachmittag wird von einer besonderen Stimmung geprägt sein. In diesem Fall werden meine vorausgeplanten  Übungen - aber auch das, was in der jeweiligen Situation von selbst entstehen will, seinen Platz haben. Hinterher werde dann nicht nur ich von diesem Nachmittag begeistert sein....


Das Thema bleibt spannend.... und jetzt, sowie in den letzten Wochen der Vorbereitung, verdichtet(e) sich nochmals alles, was ich jemals fachlich und innerlich gelernt habe.....

Sonntag, 2. Juni 2013

Momentaufnahmen

Alles was ich hier in meinem Blog über mein eigenes Leben schreibe, sind Moment­auf­nah­men des jeweiligen Augenblicks.
Sie spiegeln nur einzelne Aspekte meines Leben wieder.... - zu den Zeitpunkten, zu welchen ich (warum auch immer) meine, hier etwas schreiben zu wollen.....

Seit Jahresanfang ist einiges in meinem Leben geschehen, was ich für mich als Erfolg oder Weiterentwicklung interpretiere. - Dennoch ist vieles ungeklärt.... und ich habe zum Beispiel noch keine Ahnung, was sich denn nun mit dem Erfolg bei meinem Nähe-Thema ganz konkret in meinem Leben ergeben soll.....

Die für mich wertvollste Änderung ist eigentlich, dass ich nun in der Lage bin, jederzeit auf eine Art und Weise "zu mir" zu gehen, die sich für mich selbst-akzeptierend und angenehm anfühlt....

Vor zwei Tagen hatte ich mir eine Innen-Reise von einem Buch auf meinen MP3-Player gesprochen, in welchem es um Veränderung geht. Wenn man dann die Reise macht, dann kann man schauen, was man verändern will.... und sich mit diesem Thema auseinander­setzen. - Ich machte die Reise zum Thema "Erwachsen-Sein"... und fühlte mich während der Reise sehr in einer innerlichen Aufrichtung und Kraft....

Am nächsten Tag fühlte ich mich dann jedoch nicht gut. Ich hatte mehr und mehr den Eindruck, irgendwie schroff mit mir umzugehen.... und spürte irgendwie auch eine Art Verärgerung in mir.
Ich merkte dann auch, dass diese Innen-Reise in gewisser Weise etwas zwanghaftes hatte.... so nach dem Motto: "Entscheide dich jetzt für Veränderung!"
Und ich merkte, dass dies so nicht okay für mich war. Stimmig wäre für mich: "Ich stelle mich dem Thema 'Erwachsen-Sein'... so dass hieraus ein stimmiger Lösungsschritt entsteht." (Ja, "nicht an sich herumschreiben, sondern sich einfach nur mitten hineinbegeben - so dass von Innen heraus die Lösung entsteh", das ist dann doch mehr meines.)

Jedenfalls stellte ich mich dann heute diesem komischen, verärgertem, ausweichenden Gefühl.... Ich konnte es dasein lassen.... und als ich dann erlaubte, im Augenblick vielleicht noch nicht sowohl 'Erwachsen sein', als auch 'gut mit dem Inneren Kind umgehen' zu können, da löste sich der Konflikt innerlich und ich konnte wieder auf angenehme Art und Weise in mir und bei mir sein!

Sonntag, 13. Januar 2013

Mut, mich meinen Themen zu stellen

In meinem Beitrag Zustimmung und Veränderung 2013 schrieb ich es ja schon:
Es ist ein Wunsch von mir, in diesem Jahr nun dahin zu kommen, mich meinen Themen wirklich zu stellen.
Ja, mich meinem Leben wirklich zu stellen.

Gestern schrieb ich mir mal auf
  • was ich in meinem Leben gerne anders hätte,
  • vor welchen (Lebens-)Themen ich mich immer wieder drücke  und
  • welche Lebensbereiche derzeit nicht wirklich funktionieren.
Nunja, es kamen viele Punkte heraus, die etwas mit Beruf, Berufung, Innerer Freiheit, Innerlicher Offenheit und Weite, Kontakt- und Nähe, Beziehung (und Sexualität) zu tun haben.

Ich versuchte dann, die Themen einzuteilen in "Themen, die innerlich zu bearbeiten sind" und "Themen, welche äußerlich zu erledigen sind".
Dabei bemerkte ich dann, dass ich mehr und mehr jedes der aufgeführten Themen auf die Liste "Themen, die innerlich zu bearbeiten sind" verschob.

Schließlich entschied ich für mich, dass es eigentlich vorrangig um das innerliche Bearbeiten geht. - Nur wenn ich ein Thema anschaue, dann zeigt es sich mit allen Aspekten.... und dann zeigt sich auch der nächste stimmige Schritt.

Wenn es also so etwas wie ein zu verfolgendes Ziel, einen Vorsatz für 2013 gibt, dann "Mich meinen Themen zu stellen"!
Aber nicht rigide, mit Zwang und mit Druck - denn dies hat bei mir noch nie funktioniert.....
sondern dass ich mir notfalls auch dem Thema "vor meinen Themen weglaufen" stelle - und es bewusst anschaue....

Ja, es geht um den "Mut, mich meinen Themen zu stellen", ja um den "Mut, mich meinen Leben zu stellen" und dies ist doch das Aufregendste und zugleich Großartigste, was man für sein Leben tun kann.

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P.S.:
Ich schrieb es ja schon in meinem Beitrag Zustimmung und Veränderung 2013: Es ist eine Sehnsucht von mir, offen und verbunden zu sein.... und mich und das was mich ausmacht, was ich zu bieten habe, mehr in die Welt zu bringen..... - Eigentlich habe ich auf diesen Wunsch gleich eine Antwort vom Leben bekommen, indem ich mit dem Biodanza nicht nur einen Raum gewonnen habe, in welchem ich mich diesen Themen stellen kann, sondern auch einen Raum, in welchem (so glaube ich) genau diese Fähigkeiten auch gefördert werden.

Montag, 24. Dezember 2012

Zustimmung und Veränderung 2013

Seit ich am 07. Dezember (m)einen Blick in das (heute Nacht hier von mir vorgestellte) neue Buch der Zurhorst's ("Liebe dich selbst und entdecke, was dich stark macht") geworfen habe, entstand in mir der Wunsch mir das Thema "Veränderung" näher anzuschauen.

Veränderung meines Lebens in die Richtung, in welcher ich es gerne hätte.
Veränderung unter Anwendung von all dem, was ich ja schon kenne - und mit Unterstützung von dem, was mir dieses Buch und die dazugehörige Übungs-CD vielleicht bieten.

Und Veränderung.... auf Basis und in Übereinstimmung mit "Zustimmung".

Dies ist ein Projekt, welches ich mir für 2013 vorgenommen habe, und womit ich schon jetzt, wo ich ja Urlaub und somit mehr Zeit habe, starten werde!

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Ich habe mich übrigens gestern mit Hilfe dieser CD mal durch die Innen-Reise "Ziele von Innen Erreichen" führen lassen. - Ich habe zwar den Eindruck, dass ich hier erst noch schauen muss, wieso ich mich eigentlich nicht wirklich voranschreiten lasse.....
Aber ich wollte - sozusagen als Vorgriff - jetzt schon mal einen Blick in die Zukunft werfen....

Eigentlich ließ ich das Ziel erst während dieser Innen-Reise entstehen.
Ich merkte, wie der totale Wunsch da ist, wirklich total offen sein zu können..... Offen gegenüber dem Universum und dem Leben..... und mit ihm verbunden.... und auch offen und verbunden mit anderen Menschen. (Wobei ich bei dem "verbunden mit anderen Menschen" noch etwas vorsichtig war, weil dies ja etwas ist, wovor ich auch Angst habe.)

Und ich bemerkte auch die Sehnsucht, das was ich bin, das was mich ausmacht mehr in die Welt zu bringen..... das was ich zu bieten habe, der Welt zu geben.
Dazu gehört auch, das was das "Tao der Zustimmung" ausmacht, irgendwie von Mensch zu Mensch weitergeben zu können.... (aber das ist nur ein Aspekt von diesem Wunsch und Ziel).

Freitag, 7. Dezember 2012

Sich in eine neue Richtung bewegen

Zur Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Zustimmung im Zusammenhang mit "ins Handeln kommen", mit Veränderung, mit "sein Leben mehr in die gewünschte Richtung bringen". (Hier kamen neue Gedanken herein, durch neue Bücher, die ich mir gekauft oder im Buchladen quergelesen habe. Und hier kam auch die Rückbesinnung auf Dinge, die ich schon vor langer Zeit gelesen oder mir angeeignet habe.)

Dass Veränderung nicht durch Aktionismus geschieht - und noch nicht mal dadurch, dass man sich eine Richtung ausdenkt und dann in diese läuft - ist mir schon klar.
Veränderung geschieht, indem ich mir ein Thema anschaue.... und es sich in eine neue Richtung bewegen lasse..... Und indem ich hieraus dann den nächsten Schritt entstehen lasse.

Doch bei den wichtigen Themen komme ich garnicht soweit!
Was steht einer Bewegung in eine neue Richtung im Wege?
Angeregt durch das neue Buch der Zurhorst's ("Liebe dich selbst und entdecke, was dich stark macht") kam ich nun wieder zu den Fragen, was der aktuelle Zustand eigentlich auch (an "positivem") bringt bzw. was er auch (an "negativem") verhindert?

Was bei Veränderung ja immer passiert, ist, dass man die eigene Komfortzone verlassen muss!
Und Veränderung führt ja oft auch zu Angst.
Was da wirkt ist also sicherlich auch, dass man, wenn man dem eigenen Leben eine neue Richtung gibt, ja immer auch Sicherheit aufgibt.
Man verlässt dabei ja auch den bisher vorhandenen sicheren Rahmen - und wenn es nur der Rahmen der Gewohnheit ist.
Und vielleicht verändert sich auch die Einbindung in den bisherigen sozialen Rahmen, weil man ja nicht nur seinem eigenen bisherigen Leben, sondern auch den bisher "Gleichgesinnten" 'untreu' wird.
Und vielleicht wird man ja auch den eigenen Eltern, der eigenen Herkunftsfamilie 'untreu' wird, wenn man plötzlich einen anderen, einen eigenen Weg geht?

Ein anderes Aspekt ist das, was ich von Bill Ferguson über innerliche Widerstände gelernt habe:
Hinter einem Widerstand steht (sofern man den Widerstand ganz zu seinem Ursprung zurückverfolgt) immer etwas, was man sich auf gar keinen Fall erleben will, etwas, das man auf gar keinen Fall erfahren will, was man auf gar keinen Fall fühlen will - was auf gar keinen Fall eintreten darf..... auch deshalb, weil es etwas negatives über einem selbst aussagen würde - etwas, was man auf gar keinen Fall sehen oder sich eingestehen will......   -  Hinter Lebensbereichen, die nicht funktionieren, steckt, so Bill Ferguson, immer etwas von dem eben genannten!

Ich glaube all dies sind Gesichtspunkte, die eine Wirkung darauf haben, dass ich mir meine Themen nicht so genau anschaue..... und ich sie sich nicht 'in eine neue Richtung bewegen' lasse.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Viel los - im Ausbildungsblock

Die Tage in meiner Ausbildungsgruppe waren wieder sehr schön, tiefgehend und erfahrungsreich.

Erstaunlich ist immer, wie ansteckend Offenheit, Zustimmung und Weite sein kann:
Ich hatte auch diesmal wieder Gelegenheit, 1,5 Tage neben Joel, unserem Ausbildungsleiter, zu sitzen.
Sehr oft, wenn ein Teilnehmer etwas sagt, dann spürt er in sich kurz nach..... und dann geht er sosehr in die Weite und Zustimmung, dass dies..... und eine von ihm ausgehende Weichheit.... wirklich körperlich spürbar ist und ansteckend wirkt. Es ist wirklich sehr angenehm, neben ihm zu sitzen.

In diesem Ausbildungs-Block fielen wieder viele Sätze, die für mich total ansprechend waren.... und ein paar neue Gesichtspunkte, die mir helfen, noch besser im Alltag in die Selbst-Akzeptanz und Zustimmung zu kommen......

In einer Innen-Raum-Reise gingen wir diesmal besonders auf den Aspekt der Atmung ein. Ich werde mal schauen, wie ich hier mein Selbst-Begleite-Repertoire damit erweitern kann.

Interessant war, als ich mit einer Teilnehmerin eine Übung machte, bei der ich sie mit der Berührung einer Hand führen sollte, während sie die Augen geschlossen hat. - Ich sah dann, dass sie Tränen in den Augen hatte, und fing gleich an, darüber nachzudenken, was ich da jetzt tun sollte. Ich merkte richtig, wie meine Aufmerksamkeit bei ihr war, wie ich mich um sie kümmern wollte, wie ich mir überlegte, wie ich sie jetzt führen sollte, damit es angenehm für sie ist. - Schließlich stoppte ich diese Überlegungen dann und beschloss, mit meiner Aufmerksamkeit zu mir zu gehen und mich selbst führen zu lassen, wie bei einer Aufstellung. Nun lief alles wie von selbst.

Später bei ihrer Rückmeldung erfuhr ich dann, dass zu den verschiedenen Zeitpunkten während des Führens genau das Richtige getan hatte, obwohl ich zum Zeitpunkt des Führens garnicht wusste, warum ich das tat, was ich gerade tat.


Diesmal nutzte ich die Gelegenheit, mich in einer kleinen Übungsgruppe in einer kleinen Aufstellung mit meiner körperlichen Blockade auseinander zu setzen. (Doch dies lagere ich vielleicht besser in einen zweiten Beitrag aus.)

Donnerstag, 25. August 2011

Die Weisheit des 'Nichtwissens'

Bei meinem letzten Ausbildungswochenende war mehrmals Thema, dass ein Begleiter normalerweise in jeder 'Sitzung' eine richtige Krise durchlebt, in der er nicht mehr weiterweiß, in der er keine Ahnung hat, was er jetzt noch tun oder vorschlagen soll. (Anmerkung: Es geht dabei nicht um die Art des Begleitens, bei der der Begleiter einfach nur die gelernten Techniken herunterspult.  Es ist vielmehr die Art des Begleitens gemeint, bei der der Begleiter sich ganz auf das einlässt was ist... zustimmt, und die nächsten Schritte ganz von Innen kommen lässt.) 
Wenn er diese Krise annimmt und sich darauf einlässt, dann kann daraus etwas neues entstehen.

Dieser Zustand des 'Nichtwissens' ist natürlich in allen Lebenslagen hilfreich.

Wenn meine Liebesbeziehung nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle,
dann kann ich mir mit Hilfe irgendwelcher Verstandesknoten zurecht legen, dass ich endlich den Mut für eine Trennung haben muss..... um dann dieses vermeintliche Ziel mit allen Mitteln zu verfolgen.
Ich könnte mir aber auch mit irgendwelchen Knoten in meinem Verstand ausdenken, dass ich die Beziehung unbedingt retten muss..... und dann blind und mit Vollgas in diese Richtung zu rennen.

Der dritte Weg ist der Zustand des 'Nichtwissens'.
Ich lasse mich auf das ein was ist...... und schaue, welcher nächste Schritt sich daraus ergibt.

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P.S.: In einem Buch über 'Traumdeutung mittels Focusing' (*) habe ich übrigens mal was sehr interessantes gelesen:
Dort erhielt eine Frau in ihrem Traum die Botschaft, sie solle sich von ihrem Mann trennen.
Nachdem sie die notwendigen Schritte eingeleitet hatte.... sagte ein weiterer Traum ihr, sie solle mit ihrem Mann zusammenbleiben, jedoch mehr auf ihre eigenen Wünsche und Interessen achten.

'Widersprüchliche Botschaften in Träumen', so könnte man jetzt sagen.
Aber sind die Botschaften wirklich widersprüchlich?
Von dort aus gesehen, wo die Frau am Anfang stand, war das Einleiten der Trennungsschritte vielleicht genau die Geh-Richtung die notwendig war, um in einer innerlichen Eigenständigkeit in Zukunft ihre Interessen durchsetzen zu können.

(*) Buch: "Dein Körper, Dein Traumdeuter" von Eugene T. Gendlin
(Sehr gut, aber wirklich kompliziert und sehr aufwendig zu lernen!)

Montag, 16. Mai 2011

[Die Reise]




Du kannst nur dann von Hamburg nach München kommen,
wenn du akzeptierst, dass du derzeit in Hamburg bist!


[Copyright: "http://Tao-der-Zustimmung.blogspot.com"]

Samstag, 5. März 2011

Das größte 'Ja'

Ich habe gestern (heute Nacht eigentlich eher) parallel zu der Beschäftigung mit meinen offenen Themen ein paar Sachen von Bert Hellinger gelesen. Er ist ja auch jemand, von dem ich (zumindest indirekt) für meinen Weg der Selbstheilung einiges übernommen habe.
(Ich habe ihn bisher unter den "Methoden der Persönlichkeitsentwicklung" noch nicht erwähnt, weil sein Ansatz doch eher nochmals ein Kapitel für sich ist.... worüber ich erstens viel zu wenig weiß.... und was vom Umfang her vielleicht auch den Rahmen dieses Blogs sprengen würde. )

Jedenfalls findet man bei ihm sehr viel, wo es um "Zustimmung" im größeren Rahmen geht,
also auch um Zustimmung zur 'Familienseele' und deren Schicksal,
ja Zustimmung zum Schicksal überhaupt.
Für mich kommt durch Bert Hellinger nochmals eine deutlich demütigere Art der Zustimmung ins Spiel (Demut gegenüber den Kräften, die in der Familienseele wirken, Demut gegenüber dem Schicksal und dem größeren Ganzen), die nochmals ein größeres Heilungspotential hat.... als das was ich hier bisher so beschrieb.

Beim Lesen einiger Gedanken von Hellinger kam jedenfalls in mir plötzlich so ein "Ja-zum-Ganzen", also ein "Ja" zu meinen Lebensthemen, ein "Ja" - dass alles so 'Richtig' ist.... wie es ist.... einfach weil es so ist. (Ich kann es jetzt garnicht mehr so stark fassen, wie ich es in der Nacht spüren konnte.)

Ich merkte dann, wie ich es jedoch auch wieder beiseite schieben wollte. "Mein Anspruch hier ist, den Lesern zu zeigen, wie man mit 'Zustimmung' Probleme lösen kann.... einfach nur ein 'Ja zum Ganzen' ist hierfür nicht die Lösung.
Zum Glück bemerkte ich dies dann.... (Hier war es sehr hilfreich, dass "Laurion" mich in einem Kommentar darauf aufmerksam machte, dass das Schreiben im Blog die Geschichte verfälschen kann. Ich wusste dies zwar schon früher, aber ich wusste es früher noch nicht genug, um es ausreichend zu beachten! - Danke dir Laurion.)

Nein, das (innerliche) Navigationsgerät sagt "hier links abbiegen" .... und auch wenn die Vorstellungen vielleicht zunächst anders waren..... ist genau hier die Wahrheit und der Weg.

Jedenfalls kam dann auf einen Schlag das sehr angenehme Gefühl, im großen Einklang mit all den (vielleicht unangenehmen, schwierigen, noch nicht geheilten) Lebensthemen zu sein!
Ein Einklang mit dem, genau so wie es ist.

[Ich kann all das nicht so klar in Worte fassen, doch es war wichtig, es jetzt niederzuschreiben!]

Montag, 3. Januar 2011

Wodurch erkennt man den nächsten Schritt?

Von der Leserin, welche mir bereits die beiden letzten Fragen stellte, gibt es noch eine dritte Frage:
Du hast irgendwo geschrieben, dass, wenn den inneren Widerstand aufhört, nicht nur die Angst weniger wird, sondern auch der nächste Schritt sichtbar wird. Das hört sich schön an,…aber auch das fällt mir noch schwer, mir vorzustellen. Wodurch soll das geschehen? [...]
Also wäre hier die Frage: Wodurch sieht man dann den nächsten Schritt?...

Sicherlich können die meisten Leser mir zustimmen, dass man im Zustand von "Angst" und "Tunnelblick" nur eine sehr eingeschränkte Sichtweise hat... und somit viele Lösungsmöglichkeiten garnicht sehen kann....

Ich selbst habe in meinem Leben zwei Mal so richtig deutlich den Zusammenhang zwischen "Innen-Raum-Reisen" und dem Erkennen des nächsten Lösungsschritt erlebt:
  • Das eine Mal arbeitete ich Anfang Dezember mit Hilfe eines Begleitern nochmals an dem Thema "Verstrickung mit meiner Mutter". Ich hatte wieder den Eindruck, dass Energie von meiner Mutter zu mir kommt und an meiner Vorderseite klebt! - Diesmal blieb ich, mit Hilfe eines Begleiters (der einfach nur "Ja" zu allem sagte, was geschah) eine sehr lange Zeit(!) einfach nur mit meiner Aufmerksamkeit bei diesem Gefühl.

    Hätte jemand Lösungsvorschläge gemacht, dann hätte ich diese sicherlich abgelehnt, weil ich der Meinung war, dass eine Lösung dieser Verstrickung überhaupt nicht möglich ist ..... und ich ihr wohl einfach Zustimmen müsste.

    Es war etwas eine gefühlte Viertelstunde vergangen (bei derartigen Innen-Raum-Reisen geht ja jedes Zeitgefühl verloren), bis meine Hände zaghafte Abwehrbewegungen machten. (Anmerkung: Ich hatte meine Augen geschlossen, die Energie meiner Mutter war so etwas wie ein inneres Gefühl, und meine Hände bewegten sich real vor meinem Körper.)  Ich habe diese Abwehrbewegungen nicht bewusst herbeigeführt, sondern es war eher so, dass meine Hände sie von selbst machten.... Allerdings waren die Hände irgendwie überkreuzt und angewinkelt.... und auf mich selbst wirkte dies nicht sehr kraftvoll.

    Ich blieb mit meiner Aufmerksamkeit einfach dabei.... und war eher ein Zuschauer als ein aktiv Beteiligter. Plötzlich veränderte sich etwas und meine Hände fingen an, in langsamen Bewegungen so etwas wie Schleim von meiner Vorderseite abzureisen und in die Raummitte zu werfen.... wieder geschah dies ganz von selbst...... - Auch dies ging eine längere Weise.... und am Ende fühlte ich mich von ihr gelöst....

    Ich möchte nochmals betonen, wenn mir jemand zu einem anderen Zeitpunkt den Vorschlag gemacht hätte, die Verstrickung auf diese Art und Weise zu lösen, dann hätte ich mich hinterher nicht wirklich gelöst gefühlt..... So aber geschah es wie von selbst.

  • Der zweite Fall liegt nun schon fast ein Jahr zurück. Ich war im Schnee gestürzt, hatte mir eine Verletzung an einer Hand zugezogen, und stürzte dann kurz danach nochmals auf die durch eine Bandage blockierte Hand.
    Ich kenne jetzt die äußeren Zusammenhänge nicht mehr ganz genau. Einmal war es jedenfalls so: Ich hatte an einem Tag einen Notfalltermin bei der Orthopädin gehabt, und dann am Abend noch ein Schmerz an einer anderen Körperstelle gespürt, die nicht richtig untersucht worden war. - Ich war dann durch die ganze Situation, die geschwollene Hand, den Schmerz, die körperliche Einschränkung ziemlich durch den Wind... und dachte: "Ich kann mir doch morgen nicht schon wieder einen Notfalltermin geben lassen." "Und außerdem, sie hat ja ganz kurz einen Blick darauf geworfen, sicherlich ist da nichts Schlimmes und ich bilde mir da nur etwas ein." "Aber ich bin ja des letzte Mal erst zu spät zum Orthopäden gegangen, vielleicht ist es ja doch etwas Schlimmes."

    So ging das hin und her und ich war schon ziemlich verzweifelt, als ich dann endlich in mich ging. Aber vielleicht genau deswegen entstand eine recht tiefgehende Sitzung.
    Und dabei war dann irgendwann total klar: "Jetzt mitten in der Nacht kann ich sowieso nichts mehr tun. Und morgen werde ich wissen, was zu tun ist." - Ja, es war total klar, und jedes Problem war durch diese Klarheit von mir gewichen. - Am nächsten Tag war es dann noch etwas schlimmer geworden und ich wusste, dass ich nochmals einen Termin bei der Orthopädin benötige.

Ich weiß nicht, ob Außenstehende diese beiden Beispiele nachvollziehen können.
Im ersten Beispiel führte mein Körper praktisch automatisch die Lösung durch.... in Zeitlupe.... und ich war "nur" der Zuschauer.
Und im zweiten Fall war einfach ganz klar zu spüren, ja so ist das.... - so wie wenn man sich plötzlich erinnert, "ja genau, ich habe den Geldbeutel auf den Schreibtisch gelegt, weil ich ja noch die Geldscheine hineintun wollte..."

Joel hat mir einmal gesagt, dass er alle wichtigen Lebensentscheidungen nie mit dem Kopf sondern immer nur durch das "Hineingehen-in-das-was-ist" trifft.
Aber auch "unwichtige" Entscheidungen trifft er auf diese Art und Weise, etwa wenn der 'Innere Kritiker' meint, der Schreibtisch müsse mal wieder aufgeräumt werden......

Ich hoffe, dass die Eingangsfrage hiermit zumindest ein Bisschen beantwortet ist.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Nächste Schritte entstehen ganz von selbst

Ein älterer Text von mir, zum Thema "Ja-Sagen":
Ich denke, wenn man sich mitten hineinsetzt ....
in das, was im Augenblick ist, ....
und all die Gefühle, die im Augenblick dazu da sind, ......
wenn man "Ja" sagt, zu dem was ist, ....
und zu den eigenen Gefühlen, ...

oder wenn man wenigstens "Ja" zu dem eigenen "Nein" sagt, .....
....... dann entstehen die nächsten Schritte tatsächlich ganz von selbst......