Freitag, 26. November 2010

Gedanken oder Realität

Das was ich hier in diesem Beitrag schreibe, hat nur am Rande mit dem "Tao der Zustimmung zu tun":

In Dr. Peter Levine's Buch zu "Somatic Experiencing" wird erwähnt, wie wichtig es ist, einen Gedanken einfach auch als einen Gedanken zu erkennen. (Zu diesem Thema kam mir dann auch wieder das Buch "Herz öffnen statt Kopf zerbrechen" von Safi Nidiaye in den Sinn, in welchem das Thema "Gedanken und Gefühle" sehr ausführlich behandelt wird.)

Angenommen, ich wäre mit meinem menschlichen Bewusstsein in dem Körper des gestern erwähnten kleinen Hundes. - In diesem Fall würde ich wahrscheinlich anfangen darüber nachzudenken, ob diese böse Mensch vielleicht wieder auftauchen könnte, und was ich dann tun würde und wie ich den nächsten Tritt vermeiden könnte.
Während ich dies denke, wären meine Angst - und die unangenehmen Gefühle, welche mich an den Tritt erinnern, wieder präsent.

Einen Gedanken als Gedanken zu erkennen hieße also, sich zu sagen: "Aha, da ist in mir gerade, der Gedanke, dass dieser Mensch morgen wieder kommen und mich treten könnte."
Dann könnte man die Aufmerksamkeit in den Körper richten und fragen: "Welche körperlichen Reaktionen, welche Körperempfindungen habe ich in mir, wenn ich denke, 'dieser Mensch kommt morgen wieder und tritt mich'?"
Eine weitere Frage wäre dann die Frage nach den mit den Gedanken und der Körperempfindung verbundenen Emotionen: "Wie fühle ich mich, wenn ich denke, 'dieser Mensch kommt morgen wieder und tritt mich'?"

Durch diese Betrachtungsweise wird sichtbar, dass das momentane Körperempfinden, das momentane Gefühl im Augenblick gerade von Gedanken verursacht wird.
Natürlich kann man auch umgekehrt vorgehen: "Ich fühle gerade 'das-und-das', welche Gedanken habe ich gerade, die dieses Gefühl verursachen?"

Es geht jedoch nicht darum, Gefühle oder Gedanken zu zensieren, sondern diese wahrzunehmen, sich bewusst zu sein, was hier gerade im Innern geschieht.
 
Letztendlich geht es auch bei diesem Ansatz nur darum, das Gefühl zu fühlen!

Somit ist es vielleicht garnicht so wichtig, ob man nun erkennt, dass das Gefühl die Folge eines Gedankens ist .... oder ob man glaubt, das Gefühl wäre die Folge der Realität.

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